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Class[born in] middle class, [lately living in] upper class
AffiliationBewohner
OriginBrooklyn, New York City
FaceclaimEllie Lyon
the archer by taylor swift / everybody wants to rule the world by tears of fears / cherry pie by warrant
Prescott war in der Stadt, die niemals schlief, kein einflussreicher Name, geschweige denn einer, der viel aussagte. Das einzige, was man womöglich mit ihm verband, war das alte, mittlerweile eher heruntergekommene Schild über der kleinen Werkstatt am Rande Brooklyns. Und das war auch der Lebensmittelpunkt von Camille, gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern. Die kleine Wohnung über der Werkstatt schien von außen hin genauso heruntergekommen, aber die Wände waren immer gefüllt von Gelächter, Zuneigung, ehrlichem Interesse und dem, was in einer Großstadt wie New York meistens nur romantisiert wird: Liebe. Zwar waren die Nächte selten still, die Sommer oft zu warm, die Winter zu kalt, aber die Stadt war voller Leben. Die Straßen waren durchflutet von warmen Kaffeegeruch am Morgen, und zum Mittag hin ging deine eigene Stimme im Stimmengewirr der Menschen unter. Und in mitten in all dem, erinnerte sich Camille heute noch gerne an die ölverschmierten Hände ihres Vaters, und das leise Meckern ihrer Mutter, wenn er sich mal wieder mit ebendiesen dreckigen Händen schon einen selbstgebackenen Muffin aus der Form klaute. Die Prescotts waren vielleicht keine Bilderbuchfamilie und standen nicht selten am Rand der Insolvenz, aber irgendwie hielten sie sich immer über Wasser - und das war nicht gerade einfach, wenn man bedachte, dass es neben Camille nicht nur ein Geschwisterchen gab, sondern gleich zwei. Caden, der schon wirklich früh eine gewisse Ruhe und Bodenständigkeit entwickelte, und Carolyn, die mit ihrer Leichtigkeit selbst die schwersten Tage der Familie unweigerlich heller wirken ließ. Selbst in den Zeiten, als die Familien in der Nachbarschaft kamen und gingen, die kleinen Familienunternehmen schlossen, hielten die Prescotts zusammen. Von klein auf brachten ihre Eltern ihr bei: Hier gibt es kein Ich, die Prescotts sind ein Wir. Gemeinsame Siege, gemeinsame Verluste. Gemeinsame Träume, gemeinsame Ziele. Und genau dieser Zusammenhalt war es, der es auch erträglich machte, dass das Geld beinah immer irgendwie zu knapp war. Immer gerade so viel, um die Miete und Pacht zu bezahlen, den Kühlschrank zu füllen und die Werkstatt am Leben zu erhalten. Sowas wie große Urlaube an die Lüste gab es nie, keine großen Geburtstagsfeiern oder die neueste Technologien. Aber dafür gab es ehrliches Interesse und Umarmungen nach langen Tagen, gemeinsames Essen an einem (viel zu kleinen) Tisch und Eltern, die trotz all der Erschöpfung unabdingbar immer die oberste Priorität hatten, ihren Kindern das Gefühl von Liebe zu vermitteln. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern fiel Camille eher erst zu Schulzeiten auf. Und das nicht, weil sie rebellisch und laut war, sondern eher, weil sie so viel lernte, als habe sie Angst, mitten im Satz stehen zu bleiben. Zahlen, Texte, Zusammenhänge erkennen.. es war beinah so, als würde sie Wissen wie ein Schwamm aufsaugen und direkt verarbeiten. Den Lehrern fiel schnell auf, dass sie außergewöhnlich aufmerksam war, und zu allem Überfluss ehrgeizig und erschreckend diszipliniert für ihr Alter. Während ihre Klassenkameraden nach der Schule nach Hause rannten, blieb Camille oft länger in der Bibliothek sitzen, nicht zuletzt, weil sie hier den Computer nutzen konnte, freien Zugang zu diversen Büchern hatte und ihre Eltern ohnehin den ganzen Tag am arbeiten waren. Zu Beginn verstand niemand so recht, wieso ein Mädchen in ihrem Alter bereits so einen Blick in die Zukunft spendete, aber so aufmerksam wie Camille in der Schule war, war sie auch Zuhause. Und somit ging es nicht an ihr vorbei, wie sich die Sorge in den müden Gesichtern ihrer Eltern abzeichneten. Sie hörte das gedämpfte Streiten hinter der geschlossenen Schlafzimmertür, wenn die Rechnungen wieder zu hoch gewesen waren. Sie bemerkte, wie ihr Vater immer mehr in sich selber zerfiel, weil er mehr Aufträge in der Werkstatt annahm, als er alleine tragen konnte und somit teilweise bis tief in die Nacht arbeitete. Ihr entgingen auch nicht die dunklen Schatten unter den Augen ihrer Mutter, wenn ein weiterer Brief von Versicherungen und Anwälten eingetroffen waren. Irgendein Unfall, irgendeine Beschwerde, irgendein Kunde, der sein Geld zurückverlangte aufgrund "mangelhafter Arbeit".. die Werkstatt, das Lebenswerk ihres Vater, fraß so gut wie jeden Dollar, die die Familie besaß. Aber wie war das gleich nochmal? Bei den Prescotts glaubte man gemeinsam an Träume, auch wenn es schwer war. Vielleicht war das auch schlussendlich der Grund, wieso sich Caden nach seinem Schulabschluss dafür entschied, seinen Vater zu unterstützen. Nachdem er den Abschluss in der Tasche hatte, machte er eine Ausbildung zum Mechaniker - er hatte schon immer das Händchen dafür, war geschickt, loyal und schlussendlich hing sein eigener Name ja auch an der Werkstatt, oder nicht? Camille bewunderte ihn dafür, dass er - obwohl er alles hätte werden können - sich für den Traum ihres Vaters hingab, und sie wünschte sich, sie könnte genauso sein. Aber während Caden die Werkstatt wie sein eigenes Zuhause betrachtete, sah Camille darin etwas.. Zerbrechlicheres; etwas, das jederzeit zusammenbrechen konnte. Und unweigerlich, mit zunehmenden Alter verstand auch Camille mehr von den Problemen der Welt der Erwachsenen. Sie verstand schmerzlich durch die Einblicke von Caden, wie teuer Rechtsstreitigkeiten wurden und wie oft ihr Vater sich gezwungen sah, Geld auszugeben, was sie nicht hatten. Und das war etwas, von dem sie nicht ahnen konnte, dass es sich in ihre Haut einbrannte, und sie es nicht mehr von sich abschütteln konnte. Noch bevor sie wirklich verstand, wie das Rechtssystem funktionierte, wollte sie helfen auf ihre eigene Art für den Traum ihres Vaters. Sie wollte diejenige sein, die ihrer Mutter die Beantwortung sämtlicher Rechtsstreitigkeiten abnehmen konnte, als das sie einen Rechtsanwalt dafür bezahlte - somit hatte sie nun einen eigenen Traum: Anwältin zu werden. Nicht wegen Prestige oder dem Geld, sondern lediglich aus dem Grund, dass sie vermeiden wollte, dass ihre Familie jemals wieder so hilflos und mittellos war. Und von da an wurde Camille von einer Wesensänderung durchflutet. Bildung war nichts mehr, das notwendig war, sondern eine Obsession. Sie lernte nicht mehr nur aus Ehrgeiz, sondern aus Pflichtgefühl - und das wog schwerer als sonst etwas. Jeder gute Test, jede Bestnote fühlte sich immer wie ein kleiner Schritt in die richtige Richtung an, und aus der Unsicherheit heraus. Gleichzeitig entwickelte sich aus dem nach außen hin immer realer werdenden Traum etwas viel Dunkleres: ein beinah zwanghafter Perfektionismus. Fehler waren etwas, was sie sich so gut wie gar nicht verzeihen konnte, und sich wie eine Narbe in ihrem Bewusstsein einbrannte. Eine schlechte Note war nicht einfach nur enttäuschend, es war gleichgestellt mit jämmerlichen Versagen. Und Versagen bedeutete, dass sich Gefahr ausbreiten konnte. Jene Gefahr, irgendwann ebenfalls Rechnungen zählen zu müssen und hilflos zuzusehen, wie alles um sie herum auseinanderfiel. Und trotz des immensen Drucks, den sich Camille damit auf ihre eigenen Schultern lud, verlor sie nie ihre Wärme. Sie hatte einfach diese Präsenz, die Menschen automatisch anzog. Es war, als wenn sie einen Raum betrat, sich die Blicke wie selbstverständlich auf sie zog. Nicht etwa, weil sie laut gewesen war, sondern weil sie gelernt hatte, wie man spricht, noch besser zuhört und Menschen das Gefühl gab, wichtig zu sein. Schon als Jugendliche verstand sie intuitiv, wie viel Einfluss Charisma haben konnte - nicht zuletzt durch all die reichen Kinder, die sich jeden Fehltritt leisten konnte, um es mit einem charmanten Lächeln wieder wett zu machen. Ihre aufmerksame Ader spielte ihr einfach in die Karten, somit stand außer Frage, dass ihre Lehrer sie mochten, ihre Mitschüler ihr vertrauten und selbst andere Erwachsene sie ernster nahmen, als es ihrem jungen Alter entsprach. Camille wusste genau darauf aufzubauen; höflich zu sein, kontrolliert, aber niemals arrogant. Sie hatte einfach verstanden, dass Menschen eher halfen, wenn sie sich gesehen und verstanden fühlten. Und doch trotz aller Disziplin und dem Wunsch nach Mehr, blieb ein Teil von ihr immer eng mit dem Kern verbunden, wo sie herkam: Ihre Familie und vor allem die Werkstatt. Während Caden also unter Autos lag und Motoren auseinander nahm, saß Camille nicht gerade selten daneben, zunächst mit Hausaufgaben und Extraaufgaben, später aber auch mit eigenem Interesse. Ihr Vater erklärte ihr geduldig, wie bestimmte Teile funktionierten, wie man Probleme alleine anhand eines Geräuschs deuten konnte. Es war ein harter Kontrast zu ihrer sonst so sauberen Arbeitsweise, ihrem Ehrgeiz, dass sie das Öl an ihren eigenen Händen irgendwann nicht mehr störte. Nein, eher im Gegenteil, es erinnerte sie wirklich regelrecht daran, wo sie herkam. Somit lernte sie neben all dem Lehrkram noch, wie man Bremsen wechselte, einfache Reparaturen durchführte und Motoren auseinanderbaute, auch wenn ihre Zukunft nie dauerhaft hier liegen würde. Nicht in dem Sinne. Während ihrer Highschooljahre wurde Camille beinah zu einer Art Zombie, unaufhaltsam. Sie gehörte unbestritten zu den besten Schülerinnen ihres Jahrgangs, engagierte sich im Debattierclub und arbeiteten nebenbei in einem kleinen Café, um etwas dazuzuverdienen. Schlaf wurde aber in all dem strikten Zeitplan eher nebensächlich. Ihre Freunde beneideten ihren Ehrgeiz, bemerkten auch, wie sie noch immer lächeln konnte, aber die wenigstens verstanden, wie viel Druck tatsächlich hinter ihrer kontrollierten Fassade lag, wie ihr Essen darunter litt, wie teilweise die einzige Mahlzeit die war, die sie abends am Familientisch aß, wenn sie nicht wieder viel zu spät nach Hause kam. Aber sie hatte sich etwas geschworen, und die Familie gab mittlerweile genauso alles dafür, dass sie sich ihren Traum erfüllen konnte. Immerhin war es in dieser Familie ein gemeinsamer Traum, nicht nur ihrer. Aber somit hatte sie sich eingeredet, dass sie immer funktionieren musste, für ihre Familie, für ihre Zukunft und für die best möglichste Version ihrerselbst. Aber all das sollte sich immerhin auszahlen, denn am Ende ihrer Schulzeit war ihr Name etwas, der in sämtlichen Empfehlungen von Lehrern ein Gewicht fanden. Lehrer empfahlen sie für Förderprogranne, Professoren von Vorbereitungskursen bezeichneten sie als außergewöhnlich und auch ihre Eltern begannen langsam zu begreifen, dass ihrer ersten Tochter tatsächlich eine Zukunft bevorstand, die weit über die Werkstatt hinausging. Die erste Prescott, die womöglich studieren könnte und das auch noch ziemlich sicher erfolgreich. Somit war es auch keine Überraschung, als schließlich der Brief der Columbia University ankam, verbunden mit einem Vollstipendium für Jura. Keiner wusste, wie man auf diese Art von großartiger Nachricht reagieren sollte, denn erstmalig in der Geschichte der Prescotts fühlte es sich an, als wäre das hier auf einmal größer als ihr bisheriges Leben - und dafür nur noch mehr Druck für Camille. Druck, den sie aber hinter ehrlicher Freude zu verstecken wusste. Und als ihre Mutter auf einmal anfing zu weinen und ihr Vater nur stumm aber stolz nickte, hielt Camille den Brief mit zitternden Händen fest. Zum ersten Mal wirkte ihr Traum nicht mehr wie etwas Unmögliches, nicht weit entfernt. Sondern wie der Anfang von etwas, das sie sich über Jahre hinweg mit jedem schlaflosen Abend, jeder perfekten Note und jedem Opfer selbst aufgebaut hatte. So sehr sich die junge Prescott auch auf die bevorstehende Zeit freute, begann damit auch jene, die sie stärker verändern würde, als sie zunächst begriff. Zugegeben, die ersten Wochen am Campus waren überwältigend. Irgendwo zwischen den historischen Gebäuden, den wirklich makellos gekleideten Studierenden und den Gesprächen über sündhaft teure Sommerhäusern an irgendwelchen europäischen Küsten wurde ihr schnell klar, wie groß der Unterschied dieser Welt war zu ihrer eigenen. Viele ihrer Kommilitonen bewegten sich mit solch einer Selbstverständlichkeit durch Vorlesungen und Räumen, die sie sich wiederum hart erarbeiteten musste. Somit lernte sie vorsichtiger zu sprechen, mehr zu beobachten und lernte erneut schnell, wie viel Gewicht deine Herkunft in Kreisen wie diesen wog; beinah wie eine unsichtbare Währung, die deinen Wert definierte. Aber trotz all dem war sie niemand, der sich davon einschüchtern ließ. Sie war zwar intelligent, ehrgeizig und besaß eine Ausstrahlung, die einen in den Bann zog, aber sie wurde auch schnell zur Zielscheibe. Niemand nahm sie am Anfang so richtig wahr; sie hatte keinen Namen mit Einfluss, sie war nur irgendeine von denen, von denen man dachte, sie würden für das eigene Familienunternehmen irgendwann arbeiten.. aber schnell wurde klar, dass Camille nicht nur mithalten konnte, sondern sie noch mit Leichtigkeit übertraf. In Seminaren argumentierte sie scharf sie ein frisch geschliffenes Messer, Professoren erinnerten sich an ihren Namen und sie entwickelte früh den Ruf, niemals wirklich unvorbereitet zu sein, immer gewappnet. Aber all der Ehrgeiz sollten auch seinen Tribut fordern, denn solch eine Alarmstellung hatte seinen Preis zu zahlen und lag fernab von dem, was man als gesund betiteln konnte. Während alle anderen Studieren feiern gingen, das Studentenleben in allen Zügen nutzten, verbrachte die Prescott ihre Nächte über Bücher gebeugt in der Bibliothek oder in leeren Lehrsälen. Es war immer dasselbe; sie könnte später noch genug schlafen, später noch essen. Anfangs waren es tatsächlich nur ausgelassene Mahlzeiten, später dann ganze Tage, an denen sie nur auf Kaffee funktionierte. Irgendwann filterte ihr Gehirn sämtliche, sonstige Aktivitäten als Zeitverschwendung, auch wenn sie hier und da dennoch das Nachtleben von New York als Ablenkung nutzte. Somit war auch sicher gestellt, dass es niemand sofort bemerkte. Sie war gut darin, Erschöpfung zu verstecken: Sie wirkte weiterhin kontrolliert, charismatisch und höflich. Doch unter ihren Augen lagen dunkle Schatten, ihre Kleidung wurde lockerer und selbst Caden begann bei ihren seltenen Besuchen zuhause besorgt zu fragen, ob sie überhaupt noch schlief. Camille spielte alles herunter, fr sie fühlte sich Stillstand gefährlicher an als jede körperliche Warnung. Und zu allem Überfluss musste sie noch während ihres Bachelorstudiums realisieren, dass die juristische Welt fernab ihrer Ideale lag, die sie in der Ursprungsmotivation hier her geleitet hatte. Die meisten Gespräche gingen nur darum, welche Kanzlei am meisten zahlte, welche Mandaten den größten Einfluss hatten oder welche Fälle das meiste Prestige versprach. Gott, die meisten verwechselten Gerechtigkeit wirklich mit Macht. Sie behaupteten, sie vertraten die Wahrheit, dabei waren es eigentlich nur Strategien. Nicht selten fühlte sich Camille deswegen genau dort fremd, wo eigentlich alle dasselbe Ziel hatten. Aber sie weigerte sich, ihre Moral vollständig gegen einen Status einzutauschen, oder einen Check mit etlichen Nullen. Sie wollte helfen, wollte wirklich etwas bewegen, und damit meinte sie nicht nur Zahlen auf ihrem Bankkonto. Sie wollte nie die Art Anwältin werden, die nur Zahlen auf Rechnungen sah, deren Honorar höher als das Jahreseinkommen einer mittelständischen Familie war. Gleichzeitig verstand sie aber auch, dass Ideale alleine niemanden durch diese Welt brachten. Aber fernab dieser eher beänstigenden Realität lernte sie auch etwas neues kennen, oder besser gesagt, jemand Neues. Tatsächlich wusste sie nicht, woher er kam, oder wie viel Gewicht sein Nachname mit sich brachte, alles, was sie in ihm sah, war ein Konkurrent. Es interessierte sie nicht, was die anderen Studentinnen über ihn sagten, wo er her kam, wessen Familiendynastie er weiterleben lassen sollte, alles was sie in ihm sah, war Wettbewerb. Nicht zuletzt, weil beide zu den Besten ihres Jahrgangs gehörten, beide ehrgeizig waren und keiner von ihnen gerne nachgab. Diskussionen zwischen ihnen wurden zu regelrechten Wortgefechten, bei denen weder der Stolz noch die Intelligenz verborgen blieb. Aber irgendwann, mit zunehmender Zeit, bemerkte Camille, dass hinter der Fassade mehr steckte. Es war nicht etwa sein Nachname, es war der Druck, der damit einher ging. Die unausgesprochene Erwartungshaltung, die sie selber verspürte, nur im anderen Maße. Und vielleicht war es genau das, was aus einstigem Konkurrenzdenken eine Einheit schuf, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Denn während Camille kämpfte und sich verausgabte, zog sich Graham zurück, sobald Dinge emotional zu ernst wurden, weil ihm seine Welt nie beigebracht hatte, Schwäche offen zu zeigen. Und als der Abschluss an der Columbia Law School bevorstand, stand fest, dass sich spätestens hier die Wege trennen würden - beinah viel zu ruhig dafür, wie unterschwellig weh es tat. Das meiste blieb unausgesprochen, wie eine vage Erinnerung an all das, was hätte sein können, aber nie sein würde. Für Camille ging jedoch das Leben in New York weiter. Sie legte ihren Bar Exam ab und konnte somit offiziell als Anwältin fungieren im Bundesstaat New York. Aber zugegebenermaßen fühlte sich der Erfolg weniger triumphierend an, als sie es sich als Kind vorgestellt hatte, stattdessen war es eher die Erschöpfung, die ihr noch immer in den Knochen steckte. Das erste Jahr nach ihrem Examen arbeitete sie in der renommierten Kanzlei Sullivan & Cromwell, während sie sich parallel darum kümmerte, sämtliche rechtlichen Angelegenheiten der Werkstatt ihres Vaters zu bearbeiten: Sie überprüfte Verträge, Versicherungen, sämtliche Probleme, die ihre Familie über Jahre hinweg beinah ruiniert hatten. Und zum ersten Mal konnte sie tatsächlich etwas zurückgeben, was sich auch in einem Resultat deutlich greifen ließ: Ihrer Familie ging es endlich finanziell besser, weil keine weiteren Umkosten anfielen, während sie selber noch echt gutes Geld verdient. Mehr als das, was sie sich je vorgestellt hätte, was nicht zuletzt daran lag, dass ihr Talent schnell in der Kanzlei erkannt wurde. Nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Erfolgsquote, sondern alleine wegen ihrer Präsenz. Die Mandaten vertrauten ihr, die Richter nahmen sie ernst und selbst erfahrene Partner bemerkten, dass hinter ihrer ruhigen Fassade kompromisslose Disziplin steckte. War es also überraschend, als sie schließlich ein Angebot von Kirkland & Ellis aus Chicago kam? Nicht wirklich, auch wenn man hier von einer der angesehensten Kanzleien der Welt sprach. Das Angebot war so gut wie unmöglich abzulehnen: Bessere Position, enormes Gehalt, prestigeträchtige Fälle und ein abgesicherter Karriereweg, der ihr eine Option auf geschäftsführenden Partner mit den Jahren versprach. Und trotzdem.. die erste Reaktion von Camille war es, abzulehnen. New York war ihr Zuhause, diese kleine Werkstatt, die endlich gute Zahlen schrieb, war ihre Heimat. Ihre Familie war da, und ein Teil von ihr fürchtete, dass sie von der Welt verschlungen werden würde, wenn sie diesen Anker nicht mehr hatte. Aber schlussendlich war es genau ihre Familie, die mit nichts anderem reagierte, als das, was sie immer taten: Liebe und Support. Caden versicherte ihr, dass sie sich jahrelang genug aufgeopfert hatte, dass sie gehen könne, sie würden es überleben. Ihre Eltern erinnerten sie daran, dass Träume nicht kleiner werden durften, nur weil man Angst habe. Und auch ihre jüngste Schwester teilte ihr mit, dass es nichts auf der Welt gab, dass sie trennen könne - auch nicht Raum. Und somit zog Camille schlussendlich kurz vor ihrem fünfundzwanzigstem Geburtstag in den Bundesstaat Illinois, Chicago. Natürlich begann dort erst der bürokratische Marathon: Sie ließ ihren UBE-Score übertragen, reichte sämtliche, notwendigen Unterlagen bei der Illinois State Bar ein und wartete darauf, auch offiziell in dem Bundesstaat praktizieren zu dürfen. Die tatsächliche Arbeit bei Kirkland & Ellis begann erst danach.. und erst etwas schleppend. Zu Beginn erhielt sie erst einmal kleinere Fälle, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Es waren eher Vertragsstreitigkeit, Unternehmensprobleme, zivilrechtliche Auseinandersetzungen, aber sie gewann beinah jeden einzelnen Fall, und das nicht etwa weil sie aggressiv oder rücksichtslos war, sondern viel eher präzise. Sie arbeitete härter als beinahe jeder andere im Team, analysierte jedes Detail und entwickelte schnell den Ruf, Gegner vor Gericht regelrecht auseinanderzunehmen, ohne dabei jemals die Kontrolle zu verlieren. Und somit dauerte es nicht lange, bis ihr Name immer häufiger fiel und sie sich endlich einen eigenen Namen machte. Sie erhielt schließlich einen Fall mit erheblichem Medieninteresse, und das als leitende Anwältin, was endgültig der Durchbruch ihrer Karriere werden sollte. Sie konnte ja nicht erahnen, dass auf der Gegenseite jemand aus ihrer Vergangenheit saß, der erstmalig ihre unerschütterliche Disziplin ins Wanken bringen würde.
Perspective
3. Person
Writing Style
Novel
Post Style
Szenen / Shorts
The Wanted
Kirkland & Ellis
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age25 aufwärts
OccupationMitarbeiter von Kirkland & Ellis [nähere Beschreibungen unten]
ClassVorwiegend upper class
RelationshipDas Team von der weltrenommierten Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis
AffiliationVielleicht Privé, ansonsten Bewohner.
Faceclaimdeine Wahl - ich helfe aber gerne aus, wenn Inspo benötigt wird. :)
Charakterlich kann jeder sein, wie er will - aber folgende Positionen werden gesucht:
Associate: angestellte Anwälte Senior Associate: erfahrenere Associates mit mehr Verantwortung Counsel: spezialisierte Anwälte Partner – leitet Mandate, akquiriert Mandanten und trägt wirtschaftliche Verantwortung für die Kanzlei. Equity Partner – Mitinhaber der Kanzlei Referendar – Jurist in Ausbildung Wissenschaftlicher Mitarbeiter Praktikant / Studentischer Mitarbeiter Legal Assistant / Executive Assistant HR Business Development Manager Finance / Billing Specialist IT & Legal Tech Specialist Compliance Officer Legal Project Manager Knowledge Lawyer
Wenn man zwischen den deckenhohen Fenstern und den glänzenden Konferenztischen hindurch sah, das ständige Summen eingehender Anrufe ignoriert, dann bewegte sich die Kanzlei Kirkland & Ellis noch präziser als ein schweizer Uhrwerk. Hier beginnen die Tage noch bevor die Sonne aufgeht, und noch bevor die Stadt völlig erwacht ist. Die Associates eilen mit einem Kaffeebecher in der einen Hand und etlichen Akten in der anderen durch die Flure, während die Partner bereits in den ersten Meetings verschwinden und die Assistenzen noch versuchen, irgendwelche Termine zu koordinieren und vertrauliche Dokumente vorzubereiten. Es steht außer Frage, dass die Atmosphäre geprägt von Professionalität, Ehrgeiz und greifbarem Leistungsdruck ist. Mandaten erwarten hier schnelle Lösungen, perfekte Arbeit und absolute, stillschweigende Diskretion. Irgendwie zwischen milliardenschweren Unternehmenskäufen, komplizierten Vertragsverhandlungen und sensiblen Gerichtsverfahren bleibt selten Zeit zum Durchatmen, aber genau das macht ihren Erfolg aus. Der Feierabend wird regelmäßig durch bevorstehende Deadlines verschoben, und trotzdem gilt Kirkland & Ellis als eine der besten, internationalen Anwaltskanzleien. Natürlich besteht auch in diesen vier Wänden Konkurrenz untereinander, die eine besondere Dynamik innerhalb des Teams hervorruft. Die jungen Associates lernen von erfahrenen Partnern, und lernen früh kennen, unter Hochdruck an internationalen Fällen zu arbeiten - oft zu ihrem eigenem Leidwesen, da sie schnell mal ins kalte Wasser geworfen werden. Fehler passieren hier äußerst selten, und wenn, dann werden sie niemals laut ausgesprochen, aber jeder merkt sie. Aber dieses Arbeitsverhältnis ist vor allem durch Loyalität geprägt und Zusammenhalt, sodass man sich hier aufeinander verlassen kann. Abseits der Besprechungsräume und Telefonkonkurrenz lebt diese Kanzlei tatsächlich von einem Ruf, der ihm vorauseilt: Makellose Arbeit, exzellente Kontakte und ein Umfeld, in dem die Karrierechancen mindestens genauso groß sind, wie die Erwartungen. Denn eines ist klar: Wer hier arbeitet, weiß, dass Erfolg immer einen Preis hat.
Machtkämpfe zwischen den Partnern, Mentoring gezielt für Camille in ihrem ersten Fall mit großem Medieninteresse, heimliche Beziehungen innerhalb des Teams, interne Intrigen - alles, was ihr euch vorstellen könnt und ggf. auch bei der Serie "Suits" schon gesehen habt. :)
Hallo Das ist kein normales Gesuch, eher ein Jobangebot, bei dem man auch gemeinsam plotten könnte, immerhin passiert genug auf der Welt, wogegen man ankämpfen kann.
OccupationStudent (Lehramt) & Manny (im Gegenzug für Kost und Logis)
ClassUnterschicht jedoch durch die Entscheidung seines Vaters bald Oberschicht
Affiliationunabhängig
OriginChicago
FaceclaimLuca Daffre
Jackson wurde als Sohn eines Zimmermädchens geboren. Er war das Resultat einer Affäre von ihr mit ihrem Chef. Ihrem verheirateten Chef. Als die Schwangerschaft bekannt wurde, wurde sie gefeuert. Zum Glück konnte sie bei ihren Eltern in Chicago wieder einziehen. So brauchte sie sich nicht allein um das Kind kümmern. Sophia fand einen neuen Arbeitsplatz. Als Hausmädchen für eine sehr reichen Familie. Als Jack älter wurde, nahm sie ihn manchmal nach der Schule mit dorthin, wo er sich mit der Tochter des Hauses anfreundete. Die beiden wurden älter und unternahmen viel zusammen. Kate ließ ihn nie spüren, dass er einer anderen sozialen Schicht angehörte als sie. Nach der Highschool fing er an als Manny (männliche Nanny) zu arbeiten, während Kate studierte. Er hätte auch gern studiert und zwar auf Lehramt. Aber dafür war die Familie zu arm und für ein Stipendium waren seine Noten zu nicht ganz ausreichend, obwohl er ein guter Schüler war. Während Kates Studiums verliebten sich beide in einander. Für ihre Eltern war das ein No Go, denn sie wollten, dass ihr Kind einen Mann aus gutem Hause heiratete. Deswegen drohten sie Jacksons Mutter zu entlassen, wenn er mit ihrer Tochter nicht Schluss machen würde. Schweren Herzens trennte er sich von Kate und erfand einen Grund, weshalb sie nicht länger zusammen sein konnten. Es brach ihm das Herz, doch seine Mutter hatte immer ihr Bestes bei seiner Erziehung gegeben und er hatte sie zu gern, als er zulassen konnte, dass sie wegen ihm ihren Job verlor. Nach 2 Jahren als Manny der Upperclass hatte er endlich genug Geld zusammen, dass er sich ein Studium leisten konnte. Schnell merkte er nach seinem Bachelor jedoch, dass das Geld zwar für das Studium reichte, aber nicht für seine Nebenkosten. Selbst wenn er wie bisher bei seiner Mutter lebte. Hilfe kam jetzt aus einer ganz unerwarteten Richtung. Die Arbeitgeber (Kates Eltern) seiner Mutter schienen wegen ihrem Verhalten in der Vergangenheit ein schlechtes Gewissen zu haben. Gut möglich war aber auch, dass sie in ihm nicht länger eine 'Bedrohung' für das Glück ihrer Tochter sahen, denn dieser war inzwischen mit einem reichen Erben zusammen. Auf jeden Fall vermittelten sie ihn an gute Freunde als Manny, die nicht weit entfernt vom Campus eine riesige Eigentumswohnung hatten und bei denen Jackson trotz begrenzter Arbeitszeit auch wohnen kann. Zu seinen Arbeitgebern hat er ein gutes Verhältnis und auch die 2 Kinder machen ihm die Arbeit relativ leicht. Aber auch erst nachdem er zu Beginn eine Reihe von 'Tests ' der Zwillinge bestanden hatte. Inzwischen ist er für die 2 Mädchen so etwas wie ein großer Bruder, der ihnen zufällig Nachhilfe gibt. Kurz vor Beginn des letzten Semesters zog in eine etwas kleinere Eigentumswohnung über Jacks Arbeitgebern eine junge Frau ein. Das erste Mal sah er sie im Fahrstuhl und glaubte, dass sie ebenfalls eine Nanny sei. Durch die Zwillinge, die über alles im Haus genau bescheid wissen, erfuhr er, dass sie aus einer sehr reichen Familie stammt und ihr ihre Eltern die Wohnung gekauft haben. Eigentlich hatte Jackson sie bitten wollen, dass sie mit ihm auf ein Date geht, weil er nicht nur hübsch sondern auch nett ist. Doch aufgrund der Neuigkeit hat er beschlossen nur mit ihr befreundet zu sein, denn das mit einer Beziehung in der Oberschicht war schon einmal schlecht ausgegangen. Was er noch nicht weiß ist, dass sich sein Leben bald gewaltig verändert. Sein Vater hat beschlossen Kontakt mit ihm aufzunehmen. Sehr zum Missfallen seiner anderen Kinder
Perspective
3. Person
Writing Style
Roman
Post Style
Private Chats, Shorts , GB
The Wanted
Iris & Miles Walton (verhandelbar)
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
AgeIris: Anfang - Mitte 20 Miles: Ende 20 - Anfang 30
OccupationIris: Tochter eines Multimillionärs / Studentin Miles: zukünftiger CEO
ClassUpper class
RelationshipHalbgeschwister
AffiliationNeben der Familie fast frei wählbar (nichts Kriminelles)
Iris ziemlich oberflächlich und wer sie nicht kennt, hält sie für eine verwöhnte Zicke. Nur wenigen Menschen (wie z. B. ihrer Familie) zeigt sie ihre sanfte, liebevolle Seite. Die engste Verbindung hat sie zu ihrem Bruder Miles. Zu ihm sieht sie auf, obwohl sie auf keinen Fall so werden will wie er. In ihrem Freundeskreis hat sie gerne das Sagen. Man sollte sich nicht mit einem ihrer Freunde anlegen. Denn trotz ihrer oftmals herrischen Art beschützt sie ihre Freunde
Für Miles kommt die Firma der Familie an 1. Stelle und direkt danach die Familie . Der gesellschaftliche Ruf der Familie ist ihm fast so wichtig, wie die Mitglieder der Familie. Das was ihm mit am wichtigsten ist, ist die Anerkennung seines Vaters. Um den seltenen Lob zu bekommen, ist er zum Workaholic geworden. In der Familie ist ihm seine Schwester Iris am nächsten. Wenn ihn jemand von der Arbeit trennen kann, dann ist das sie. Wenn es um sie geht, ist er fast ein Softi
Persönlich sind die Geschwister Jack noch nicht begegnet. Sie wissen aber von ihm , seit ihr Vater ihnen offenbart hat, dass Jackson zukünftig ein offizielles Mitglied der Familie werden soll. Die erste Begegnung steht unmittelbar bevor. Keiner von ihnen will ihn in der Familie haben
Für euch ist es unvorstellbar, dass jemand wie Jack in eure passt. Dementsprechend frostig ist euer Verhalten gegenüber eurem neuen Halbbruder. Der Rest findet sich im Play
Das Wichtigste ist eigentlich nur, dass ihr Spaß an der Rolle habt und eben nicht direkt wieder verschwindet. Ihr seid schließlich für Jack sehr wichtig. Ansonsten lege ich Wert auf eine offene Kommunikation. Wenn also etwas ist, redet bitte mit mir! Das kann viel bewirken. Da spreche ich aus Erfahrung und ihr könnt alles bei mir ansprechen. Der Rest ist sicherlich bekannt, denn das RL geht vor. Aber wichtig ist mir eben auch das eine gewisse Aktivität besteht. Fragen können mir gerne gestellt werden. Eigene Ideen sind auch gerne gesehen. Also warte ich und freue mich auf euch