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OccupationStudentin { Urban Studies mit dem Schwerpunkt Street Culture & Community Development }
ClassUpper Under Class
AffiliationSigma Kappa Delta
OriginChicago
Faceclaim1chloeellis
Taylor Jordan Brooks wurde in Chicago geboren, in eine Familie, die von außen betrachtet beinahe perfekt wirkte. Die Brooks hatten Geld, Ansehen und diesen makellosen Ruf, auf den ihre Eltern viel zu viel Wert legten. Ihr Haus war groß, ordentlich und immer so hergerichtet, als könne jederzeit Besuch vor der Tür stehen. Es gab Kindermädchen, teure Kleidung, gepflegte Familienessen und Eltern, die genau zu wissen glaubten, was aus ihren Kindern einmal werden sollte. Für Taylor bedeutete das schon früh, dass sie weniger als eigene Person gesehen wurde und mehr als etwas, das man formen, vorzeigen und kontrollieren konnte.
Taylor war das jüngste Kind der Familie. Ihre beiden älteren Geschwister hatten auf ganz eigene Weise gelernt, in diesem Zuhause zu funktionieren. Ihr Bruder Elliot war der Sohn, auf den ihre Eltern stolz waren. Angepasst, ehrgeizig, höflich, und derjenige der früh verstanden hatte, dass man in dieser Familie am besten zurecht kam, wenn man keine Wiederworte gab. Ihre ältere Schwester Madeline war vorsichtiger, weicher und bemüht, es allen recht zu machen. Sie war nicht unbedingt wie ihre Eltern, aber sie hatte sich schon früh für den einfachen Weg entschieden: lächeln, nicken, nicht auffallen. Taylor hingegen war anders als ihre älteren Geschwister. Vielleicht gerade, weil sie die Jüngste war. Vielleicht, weil alle schon eine Rolle bekommen hatten und für sie nur noch übrig blieb, das letzte perfekte Stück im Familienbild zu sein.
Neben ihren Eltern und Geschwistern gehöörte Noah Brooklyn Jones irgendwie schon immer zu ihrem Leben dazu. Nicht jeden Tag, nicht wie ein Nachbarsjunge mit dem man nach der Schule draußen spielte, aber regelmäßig genug, dass Taylor ihn mit bestimmten Erinnerungen verband. Seine Eltern kannten ihre Eltern und so tauchte Noah bei Abendessen, Sommerfesten, Feiertagen oder diesen steifen Veranstaltungen auf, bei denen sie beide hübsche Kleidung tragen mussten und sich viel zu lange benehmen sollten. Anfangs war er einfach nur der Junge, der da sein musste, weil seine Eltern es waren. Einer der manchmal gelangweilt neben ihr saß, während die Erwachsenen über Arbeit, Kontakte und Zukunftspläne redeten. Doch mit den Jahren wurde er zu jemandem, auf den Taylor sich freute, sobald sie wusste, dass seine Familie kommen würde.
Als Kind passte Taylor noch in das Bild das ihre Eltern für sie vorgesehen hatten. Zumindest nach außen. Sie trug die Kleider, die ihre Mutter ihr kaufte, ließ sich die dunklen Locken frisieren und lächelte auf Familienfotos, wenn man es von ihr erwartete. Ihre Mutter achtete sehr darauf, dass Taylor süß, ordentlich und weiblich wirkte. Sie sollte tanzen, aber bitte auf eine schöne, kontrollierte Art. Sie sollte klug sein, aber nicht klugscheißern oder widersprechen. Sie sollte auffallen, aber niemals unangenehm. In Taylors Familie gab es für alles eine Vorstellung, nur nicht dafür, dass Taylor vielleicht selbst eine haben könnte.
Noah bekam früh beide Seiten von ihr zu sehen, auch wenn er damals vermutlich noch nicht verstand, wie viel davon wirklich sie war. Er sah das Mädchen in den hübschen Kleidern, das neben seiner Mutter stand und artig wirkte. Aber er sah auch wie Taylor die Augen verdrehte, wenn keiner der Erwachsenen hinsah. Wie sie unter dem Tisch gegen Stuhlbeine trat, weil sie es nicht mehr aushielt stillzusitzen. Wie sie manchmal absichtlich etwas Freches sagte, nur um zu sehen, ob jemand sich traute, sie dafür zurechtzuweisen. Noah lachte nicht über sie, aber oft über diese kleinen Dinge, die Erwachsene gerne übersahen. Und für Taylor die sonst ständig das Gefühl hatte, eine Rolle spielen zu müssen, war das schon damals etwas Besonderes.
Je älter Taylor wurde, desto mehr spürte sie, dass etwas in diesem Haus nicht stimmte. Ihr Vater war nach außen ein charmanter, angesehener Mann. Einer, dem andere vertrauten, dem man zuhörte, der in Gesellschaft genau wusste wann er lächeln und wann er ernst schauen musste. Zuhause war er ganz anders. Noch Kontrollierender. Noch Besitzergreifender. Und bei Taylor überschritt er Grenzen, die ein Vater niemals hätte überschreiten dürfen. Vielleicht, weil sie die Jüngste war, weil sie am längsten das kleine Mädchen geblieben war das man herumkommandieren, anfassen, zurechtmachen und klein halten konnte. Für Taylor gab es keine einfache Erklärung dafür, nur dieses wachsende Gefühl im eigenen Zuhause nicht sicher zu sein. Es waren Berührungen, Blicke und Situationen, die sie als Kind verwirrten und später beschämten, obwohl sie nichts falsch gemacht hatte. Ihr Vater verstand es, alles so aussehen zu lassen, als wäre es harmlos. Als wäre Taylor einfach nur zu empfindlich. Als würde sie die Dinge falsch verstehen und wahrnehmen. Ihre Mutter bekam mehr mit als Taylor ihr zutraute, aber sie schwieg. Vermutlich, weil sie es nicht wahrhaben wollte oder weil der Ruf der Familie wichtiger war. Vielleicht auch, weil es einfacher war Taylor als schwierig abzustempeln, als sich einzugestehen, was im eigenen Haus passierte.
Kurz vor der High School begann Taylor sich zu verändern. Oder vielleicht begann sie einfach nur sich weniger zu verstecken. Sie wurde lauter, widersprach öfter und hielt sich immer weniger an die Regeln ihrer Eltern. Sie fing an Kleidung absichtlich anders zu tragen, als ihre Mutter es wollte, schwänzte Termine, blieb länger draußen und hing immer häufiger an Skateparks herum. Dort fand sie zum ersten Mal gleichgesinnte Menschen, die nicht von ihr erwarteten alles perfekt zu machen. Taylor mochte dieses Gefühl sehr und das war auch der Grund, warum sie immer wieder dort hin zurückkehrte.
Noah bemerkte diese Veränderung früher als viele andere in ihrem Umfeld. Bei einem der letzten Treffen ihrer Familien war Taylor nicht mehr das kleine Mädchen mit den ordentlich frisierten Locken, sondern bereits deutlich kantiger. Sie hatte irgendein Kleid an, das ihre Mutter ausgesucht hatte, aber darunter trug sie Sneaker, die nicht dazu passten. Ihre Haare waren weniger sorgfältig gemacht, ihre Antworten schärfer. Sie wirkte unruhig, als wolle sie jeden Moment aus ihrer eigenen Haut steigen. Noah sagte nichts Großes dazu, sondern fragte sie nur irgendwann abseits der Erwachsenen, ob sie okay sei. Taylor lachte damals nur und meinte, er sollte sich nicht Angelegenheiten einmischen, die ihn offensichtlich nichts angingen. Aber diese Frage blieb ihr im Kopf, weil sie nicht vorwurfsvoll oder neugierig klang, sondern eher vorsichtig.
In dieser Zeit entstand auch sowas wie ihr 'Markenzeichen' in Form von Linien. Am Anfang war es nur eine kleine Kritzelei auf Schulheften, Toilettentüren und Tischkanten: ein grimmig schauender Bär mit einem X als Auge. Er sah nicht niedlich aus, eher trotzig und schlecht gelaunt. Fast so, als würde er die ganze Welt nicht leiden können und trotzdem jedem zeigen wollen, wer er ist. Irgendwann wurde dieser Bär ihr ganz persönliches Zeichen. Noah war sogar einer der ersten, der diesen Bären sah bevor daraus viel mehr wurde. Bei einem Sommerfest ihrer Familien erwischte er sie dabei, wie sie ihn mit einem schwarzen Marker unter eine Gartenbank malte. Taylor war sofort angespannt und bereit frech zu werden oder sich rauszureden. Aber Noah verpetzte sie nicht, sondern sagte nur, dass der Bär aussieht als hätte er richtig schlechte Laune. Taylor tat so als wäre ihr das egal, aber sie dachte danach noch lange daran. Vielleicht mochte sie Noah gerade deshalb so sehr, weil er sie einfach nahm wie sie war. Mit der Zeit wurde Noah ihr erster richtiger Crush. Nicht auf eine kitschige, offene Art und Weise, denn Taylor hätte niemals zugegeben, dass sie sich freute, wenn seine Familie eingeladen war. Sie hätte ihn auch nie gefragt, ob er mehr in ihr sah, als dieses kleine, brave Mädchen. Aber jedes Mal, wenn er da war, fühlte sie sich ein bisschen weniger allein in dieser Welt aus höflichem Lächeln und perfekten Fassaden.
Als Taylor fünfzehn war, lief sie von zuhause weg. Es war keine perfekt geplante Flucht und auch kein mutiger Film-Moment. Es war einfach der Punkt, an dem sie nicht mehr konnte. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater, nach einer weiteren Situation, in der er ihr zu nah gekommen war und sie sich zum ersten Mal mit allem was sie hatte wehrte, wusste sie, dass sie dort keine Nacht länger bleiben konnte. Sie nahm etwas Geld, welches sie in ihrer Schublade gelagert hatte, stopfte Kleidung in einen Rucksack und ging. Ohne Abschied und ohne einen Plan wo sie am nächsten Tag schlafen würde. Natürlich war es nicht so einfach, wie einfach wegzugehen und ein neues Leben zu beginnen. Taylor war fünfzehn. Ein Teenager verschwindet immerhin nicht spurlos, ohne dass jemand Fragen stellt. Ihre Familie suchte nach ihr, zumindest offiziell. Vielleicht aus Sorge, vielleicht aus Panik um den eigenen Ruf, aber wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem. Es gab Anrufe, Nachfragen, irgendwann auch Vermisstenmeldungen. Taylor wusste, dass sie nicht einfach wieder an einer Schule auftauchen oder ihren echten Namen benutzen konnte, ohne gefunden zu werden. Also tauchte sie erst einmal unter.
Die erste Zeit war chaotisch und alles andere als schön. Taylor schlief bei Leuten, die sie kaum kannte, auf Sofas, in Kellern, manchmal in Zimmern, in denen sie ihre Schuhe lieber anbehielt, da sie sich zu sehr ekelte. Sie wechselte ständig den Ort, traute niemandem so richtig und hatte immer das Gefühl, irgendwer könnte sie erkennen oder zurückbringen. Sie hielt sich von Gegenden fern, in denen ihre Familie Kontakte hatte, mied alte Freunde und blockte alles ab, was sie an früher erinnerte.
Irgendwann lernte Taylor eine Frau kennen, die ihr Leben auf eine Weise veränderte, die Taylor bis heute nicht gern kitschig nennt, obwohl es vielleicht genau das war. Die Frau hieß Marisol Vega und arbeitete in einem kleinen Diner in dem Taylor ein paar Mal herumhing, weil es warm war und niemand sie sofort rauswarf. Marisol war nicht naiv. und sie merkte schnell, dass Taylor zu jung war, zu hungrig und zu misstrauisch für jemanden, der nur ein bisschen Ärger zuhause hatte. Sie stellte keine großen Fragen, zumindest nicht am Anfang. Sie gab Taylor Essen, ließ sie manchmal nach Ladenschluss noch sitzen und tat so, als wäre das alles keine große Sache. Taylor hasste es, Hilfe anzunehmen, aber Marisol hatte eine Art, bei der es sich nicht wie Mitleid anfühlte. Sie drängte nicht, fasste sie nicht ungefragt an, wollte keine Dankbarkeit aus ihr herauspressen. Die Frau war ziemlich unbeeindruckt von Taylors großer Klappe, die sie oft und unnötiger Weise an den Tag legte. Als Taylor irgendwann wieder einmal keinen Ort zum Schlafen hatte, nahm Marisol sie für eine Nacht mit. Aus einer Nacht wurden mehrere. Aus mehreren wurde ein stilles Abkommen zweischen den beiden.
Marisol wurde nicht sofort zu einer Ersatzmutter, denn Taylor hätte das nie zugelassen. Aber sie wurde zu der ersten erwachsenen Person, bei der Taylor nicht ständig darauf wartete, dass die Hilfe irgendwann in Kontrolle umschlug. Marisol hatte selbst genug erlebt, um zu wissen, dass manche Kinder nicht aus Trotz weglaufen. Sie fragte Taylor nicht nach Details, solange sie nicht selbst darüber reden wollte. Aber sie machte ihr irgendwann sehr klar, dass Untertauchen allein kein Leben war. Wenn Taylor wirklich eine Zukunft wollte, musste sie wieder zur Schule und irgendwann ihren Abschluss machen. Und dafür brauchte sie eine Geschichte, einen Namen und eine erwachsene Person, die für sie einstand. Also erfanden sie beides zusammen.
Taylor hieß für eine Weile nicht mehr Taylor Jordan Brooks. Marisol und sie dachten sich einen Namen aus, der nah genug an ihr blieb, dass sie darauf reagieren konnte, aber weit genug weg war, um nicht sofort aufzufallen. Jo Vega. Jo, weil es eine Abkürzung zu ihrem 2. Vorname war. Vega, weil Marisol ihr diesen Namen lieh, als wäre sie von nun an ihre Tochter. Vor Behörden, Schulstellen und überall dort wo jemand Fragen stellte, gab Marisol sich als ihre Mutter aus. Nicht ohne Risiko, aber glaubwürdig genug um damit durchzukommen. Eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrer Tochter neu anfangen wollte.
Taylor lernte in dieser Zeit, wie es war eine Lüge zu leben, die sich aber trotzdem sicherer anfühlte als die Wahrheit. Mit Marisol kam sie schließlich in Pilsen unter, später in einem kleinen Zimmer über einem Tattoo-Shop, der einem Bekannten von Marisol gehörte. Es war eng, laut und nicht besonders schön, aber für Taylor fühlte es sich freier an als das Haus ihrer Eltern. In dieser Zeit lernte sie die Menschen kennen, die sie für die Zukunft stark prägten. Milo Reyes war einer von ihnen. Ein Sprayer, der mehr Nächte auf Dächern und an Bahngleisen verbrachte als irgendwo sonst. Er zeigte Taylor, wie man mit Spraydosen umging, wie man Linien sauber setzte, wie man Schatten zog und welche Wände sich gut eigneten, sowie welche Gegenden sie dafür besser meiden sollte. Kenzie Vale wurde ihre beste Freundin. Kenzie tanzte, feierte, log, lachte zu oft und zu laut und zog Taylor in eine Welt aus Clubs, Afterpartys und Nächten, die oft erst endeten, wenn andere schon zur Arbeit gingen. Mit ihnen wurde Taylor mehr und mehr zu der Person, die sie heute ist.
Sie färbte ihre dunklen Haare blond und begann sie glatt zu tragen und verbannte somit das Mädchen aus ihrer Vergangenheit. Die süßen Kleider verschwanden und stattdessen trug sie oversized Hoodies, Baggies, Beanies und schwere Sneaker. Sie sah auffällig aus, eckte hier und da auch bestimmt mit ihrem Aussehen an. Aber sie war mehr sie selbst als je zuvor. Sie fuhr Skateboard, sprayte, tanzte Streetstyle und Hip Hop, hörte Musik viel zu laut und bewegte sich durch Chicago als müsste sie ständig beweisen, dass sie vor nichts und niemanden Angst hatte.
Ganz angstfrei war Taylor jedoch nie, sie konnte es nur gut verstecken. Sie wurde großmäulig, frech und schwer zu greifen. Manche würden sie als 'bissig' bezeichnen. Sie vertraute kaum jemandem schnell und prüfte Menschen oft härter, als es fair war. Wenn sie das Gefühl hatte, jemand wolle sie kontrollieren, machte sie sofort dicht. Wenn jemand sie belog oder verriet, vergaß sie es dieser Person niemals. Taylor konnte nachtragend sein, manchmal fast schon zerstörerisch. Aber wenn sie jemanden wirklich mochte, wenn jemand es durch ihre Mauern schaffte, dann war sie loyal auf eine ganz eigene Art. Für diese Leute würde sie nachts um drei durch die ganze Stadt fahren, würde lügen, kämpfen, stehlen oder sich selbst in Schwierigkeiten bringen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken.
Das Geld war immer knapp. Taylor arbeitete mal hier, mal da, aber nichts hielt lange und nichts reichte wirklich. Sie klaute, wenn es sein musste. Essen, Kleidung, Spraydosen, Kleinigkeiten, die ihr das Leben ein bisschen besser machten, wenn auch nur für kurze Zeit. Anfangs hatte sie noch ein schlechtes Gewissen, später aber verlor sie diese Hemmungen und Gedanken. Mit Kenzie kam irgendwann eine noch dunklere Art dazu, an Geld zu kommen. Auf Partys und in Clubs suchte sie sich Männer aus die zu selbstsicher waren, zu betrunken oder zu überzeugt davon, dass ihnen die Welt ohnehin gehörte. Taylor wusste, wie sie wirken konnte, wenn sie wollte. Sie konnte charmant sein, konnte mit Nähe spielen und sie konnte jemanden glauben lassen, er hätte gerade gewonnen. Manchmal begleitete sie Männer nach Hause oder auf eine Afterparty, versetzte ihnen den Drink mit Mitteln die Müde machten, nahm Geld aus dem Portemonnaie und verschwand. Meistens lief nicht mehr, manchmal schon. Aber darüber sprach Taylor so gut wie nie. Sie erzählte sich, dass sie nur von den Typen nahm, die auch selbst genommen hätten, wenn man sie gelassen hätte. Vielleicht stimmte das, aber vielleicht machte sie es sich damit auch nur leichter.
Trotz allem war Taylor nie dumm oder ziellos. Sie tat oft so, als wäre ihr alles egal, aber das stimmte nicht. In Wahrheit hasste sie es, unterschätzt zu werden. Sie hasste die Vorstellung, dass ihre Eltern irgendwann sagen könnten sie hätten es ja gewusst das aus ihr nichts werden würde. Also biss sie sich in der Schule durch, auch wenn sie viel zu oft fehlte, müde war oder Ärger hatte. Sie schrieb gute Noten, die niemand von ihr erwartete. Jeder Mensch, der ihr das Gefühl gab nichts drauf zu haben, gab ihr nur noch mehr Grund besser zu sein. Dass sie ihren Abschluss überhaupt nachholen konnte, lag vor allem auch an Marisol. An der Frau, die sich für sie als Mutter ausgegeben hatte, die Formulare unterschrieb, Termine wahrnahm und Taylor jedes Mal böse ansah, wenn mit ihr zusammen wieder beim Direktor der Schule saß. Marisol war nicht weich im klassischen Sinn, denn sie konnte schreien, fluchen und Taylor ziemlich unangenehm die Wahrheit sagen. Aber sie hatte Taylor nie im Stich gelassen und genau das war für sie neu.
Irgendwann holte Taylors Vergangenheit sie trotzdem ein und zwar ganz ohne Vorwarnung. Nach einem Zwischenfall mit der Polizei wurde sie wieder als Taylor Jordan Brooks identifiziert und damit mussten auch ihre Eltern informiert werden. Das Wiedersehen war kälter, als Taylor es je hätte erwarten können. Es ging weniger darum, dass ihre verschwundene Tochter wieder da war und mehr darum, wie unangenehm die ganze Sache für den Ruf der Familie gewesen war. Ihre Eltern zeigten kaum echtes Interesse daran, sie zurückzuholen und auch Taylor selbst hätte nicht weniger zeigen können, wie wenig sie zurück in ihr altes Leben wollte.
Da sie noch nicht volljährig war brauchte es trotzdem eine offizielle Lösung. Marisol erklärte sich bereit, Verantwortung für sie zu übernehmen und nach Einwilligung ihrer Eltern, die froh waren dieses Problem los zu sein, wurde Marisol schließlich Taylors gesetzlicher Vormund. Es war die beste Lösung für alle, Marisol verlor nicht ihre selbsternannte Tochter und für Taylor war es das erste Mal, dass jemand auf diese Art und Weise für sie einstand.
Nach ihrem Abschluss bewarb Taylor sich an einer Uni in Chicago und entschied sich für Urban Studies mit dem Schwerpunkt Street Culture und Community Development. Das Fach passte besser zu ihr, als sie selbst zugeben wollte. Taylor interessierte sich für Städte, für Viertel, die sich veränderten, für Orte, an denen Menschen verdrängt wurden und für die Art, wie Jugendliche sich Räume zurückholten, die ihnen niemand freiwillig gab. Graffiti, Tanz, Musik, Subkultur, Straßen und Zugehörigkeit waren für sie nicht nur Themen aus Büchern. Es war ihr Leben. Vielleicht gefiel ihr auch die Ironie daran, tagsüber in Seminaren über urbane Räume zu sprechen und nachts selbst ihren Bären an Wände zu sprayen.
Das Problem war nur, dass die Uni Geld kostete. Mehr Geld, als Taylor je haben würde. Ihre Eltern hätten zahlen können, jedoch würde Taylor dann vermutlich auch in Vorlesungen über Jura oder Medizin sitzen. Hilfe aus dieser Richtung wollte sie nicht erwarten und schon gar nicht in Anspruch nehmen. Also hielt sie sich mit Nebenjobs, kleinen Deals und allem über Wasser, was gerade möglich war. Trotzdem reichte es kaum zum Leben. Genau in dieser Zeit wurde Sigma Kappa Delta auf sie aufmerksam.
Sigma Kappa Delta war eine Studentenverbindung, die nach außen wie ein Netzwerk für junge Menschen wirkte, die sich alles selbst erarbeiten mussten. Keine reichen Erben, keine perfekten Familienkinder, sondern Leute, die hungrig nach mehr waren und bereit waren etwas dafür zu tun. Menschen, die nicht darauf warten wollten, dass ihnen jemand einen Platz gab. Taylor passte in dieses Bild erschreckend gut hinein. Sie wurde zuerst beobachtet, auf Partys, auf dem Campus, in Clubs. Man merkte schnell, dass sie dicht halten konnte, dass sie keine Angst hatte und dass sie loyal sein konnte. Rhea Mercer, eine der Verbindungsschwestern, sprach sie schließlich an. Rhea war ruhig, kontrolliert und gefährlich gut darin Menschen einzuschätzen. Sie bot Taylor keine Rettung an, eher eine Möglichkeit. Geld, Kontakte, Schutz und Zugehörigkeit. Taylor wusste, dass nichts davon umsonst war, aber sie war müde davon den Kopf gerade so über Wasser halten zu können. Also ließ sie sich darauf ein.
Durch Sigma Kappa Delta kam Taylor mit The Privé in Berührung. Was nach Partys, Verbindungen und exklusiven Kontakten klang, war in Wahrheit ein Netzwerk aus Drogen, Clubgeschäften und Abhängigkeiten. Besonders Cloud Nine spielte dabei eine immer größere Rolle. Die Droge hatte sich in bestimmten Kreisen fast wie ein Gerücht verbreitet. Erst in Clubs, dann auf privaten Partys und schließlich auch auf dem Campus. Niemand redete offensichtlich darüber, aber jeder kannte jemanden, der jemanden kannte. Für viele klang Cloud Nine nach Leichtigkeit, nach einem kurzen Ausstieg aus Druck, Prüfungen, Zukunftsangst und allem was einem sonst zu schwer auf der Brust lag. Für The Privé war es vor allem eines: ein verdammt gutes Geschäft.
Taylor begann zunächst mit kleineren Übergaben auf Partys und in Clubs, doch irgendwann verlagerte sich ein Teil davon auch auf das Unigelände. Nicht sehr offensichtlich, eher so nebenbei. Zwischen Vorlesungen, in überfüllten Fluren, auf Verbindungspartys, hinter Wohnheimen oder irgendwo dort, wo niemand genau hinsah, weil alle zu beschäftigt damit waren so zu tun als hätten sie ihr Leben im Griff. Taylor war gut darin, und wurde immer besser darin die Menschen einzuschätzen und zu lesen. Sie wusste, wer nur neugierig war, wer zu viel redete, wer Ärger bedeutete und wer bereits viel tiefer drinsteckte. Außerdem unterschätzten sie viele. Ein blondes Mädchen im oversized Hoodie, mit frechem Grinsen und einer Zigarette zwischen den Fingern, passte für viele nicht sofort in das Bild von jemandem, der gefährlich war. Mit Cloud Nine verdiente Taylor mehr, als sie mit irgendeinem Nebenjob je verdient hätte. Das Geld bezahlte ihre Miete, ihre Bücher, Studiengebühren, Essen und das nötigste um nicht unter zu gehen. Sie sagte sich, dass es nur vorübergehend war, nur so lange, bis sie stabil genug war. Nur so lange, bis sie niemandem mehr etwas beweisen musste. Aber Taylor wusste tief in sich drin, dass solche Dinge selten einfach aufhören, sondern dass es ein Teufelskreis war, der so schnell nicht enden würde.
Heute ist Taylor zweiundzwanzig und lebt noch immer in Chicago. Sie ist laut, eigenwillig, stur und oft schwieriger, als sie sein müsste. Sie macht Witze, wenn sie eigentlich verletzt ist, provoziert, wenn sie sich unsicher fühlt und tut so, als wäre ihr vieles egal. Sie raucht, trinkt auf Partys, nimmt manchmal selbst Drogen und bewegt sich in Kreisen, die eigentlich zu gefährlich sind. Gleichzeitig studiert sie, schreibt gute Arbeiten, tanzt mit anderen auf der Straße, sprayt Nachts an Wände oder Zugwagons, fährt Skateboard und versucht auf ihre eigene chaotische Art ihr Leben im Griff zu haben.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chatstil, Novel
Post Style
Privatchat, Szenen, Gästebücher
The Wanted
Madeline Brooks { platzhalter }
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age24 Jahre
Occupationit's up to you
ClassUpper Class
RelationshipDu bist meine große Schwester
Affiliationit's up to you
FaceclaimIch fände rein vom Aussehen her Lily Maymac passend, aber ich bin auch für andere Vorschläge offen.
Madeline ist ruhiger, vorsichtiger und deutlich angepasster als Taylor. Sie versucht oft, es allen recht zu machen, wirkt nach außen kontrolliert und freundlich, trägt aber viel mehr mit sich herum, als sie zeigt. In Taylors Leben ist sie die sanftere, schützende Konstante.
Ich möchte dennoch nicht zu viel vorgeben, weswegen du dir da auch dein eigenes Konzept zurecht schreiben kannst.
Taylor und Madeline hatten schon immer eine komplizierte, aber gleichzeitig sehr enge Beziehung zueinander. Während Madeline früh gelernt hatte, sich anzupassen und den Erwartungen ihrer Eltern gerecht zu werden, war Taylor genau das Gegenteil davon. Lauter, impulsiver und ständig auf der Suche nach Freiheit. Trotzdem war Madeline oft die einzige Person im Haus, bei der Taylor sich wirklich sicher fühlte. Sie war diejenige, die Streit zwischen Taylor und den Eltern abfing, Ausreden erfand oder nachts zu ihr ins Zimmer kam, wenn wieder alles eskaliert war. Früher hing Taylor ständig an ihrer Schwester, wollte so sein wie sie und bewunderte ihre Ruhe. Mit den Jahren wurde ihre Beziehung jedoch schwieriger. Taylor warf Madeline irgendwann vor, sich zu sehr unterordnen zu lassen und nie wirklich für sich selbst einzustehen, während Madeline Angst hatte, Taylor würde sich mit ihrer Art irgendwann komplett selbst zerstören. Trotzdem blieb zwischen ihnen immer diese tiefe Loyalität bestehen, selbst nachdem Taylor für eine lange Zeit untergetaucht war. Egal wie oft sie stritten oder wochenlang kaum miteinander redeten, wenn wirklich etwas passierte, war Madeline sofort da. Und Taylor wusste insgeheim, dass ihre Schwester wahrscheinlich einer der wenigen Menschen war, die sie bedingungslos liebten.
Ich kann mir vorstellen, dass die Zwei heute einige Problemchen auch miteinander haben, auch wenn sie am Ende immer füreinander da sein würden. Jedoch sind ihre Leben absolut unterschiedlich und Madeline wird oft nicht nachvollziehen können, wieso und weshalb Taylor so lebt und warum sie in vielen Dingen nunmal so ist, wie sie ist. Jedoch beruht das auf Gegenseitigkeit. Vielleicht findet Madeline auch heraus, dass Taylor mit Drogen dealt, etc. Aber all das können wir miteinander bereden.
Was gibt es schon großartiges zu sagen, außer das typische Gerede. Wenn du die Rolle übernehmen möchtest bleibe bitte auch erhalten, es ist lästig so eine wichtige Rolle immer wieder neu suchen zu müssen. Bringe eigene Ideen ein, sei etwas aktiv und verschwinde wie gesagt nicht einfach wieder. Chat und Gästebücher sind auch immer gerne gesehen. Hab Spaß, solltest du mitmachen wollen und ich freue mich von dir in den Fragen zu hören, bzw. zu lesen.
Occupationmanager of the inner circle { focus: data analysis
Classupper class
Affiliationthe inner circle (management)
Originchicago
Faceclaimjohnny edlind
Irin war gerade einmal elf Jahre alt, als seine Mutter, Sharon Thorne, eine ausrangierte Digitalkamera vom Dachboden holte. Es war das Zeitalter der lustigen Homevideos, die im Fernsehen ausgestrahlt und von YouTube-Videos, die erstmals massenhaft geklickt wurden. Was als Spielerei in der kleinen Familie begann, kleine Clips, in denen Irin Witze erzählte oder Spielzeug präsentierte, um seine Kindheit festzuhalten, entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einem täglichen Ritual. Die alleinerziehende Sharon sah früh das Potenzial ihres Sohnes. Sie arbeitete selbst nicht in der Medienbranche, aber sie verstand sie und sah in Irin schon bald ein Produkt, das sie erfolgsversprechend vermarkten konnte, um dem Leben im unteren Mittelstand zu entfliehen. Noch vor seinem 12. Geburtstag hatte Irin seinen ersten YouTube-Kanal: "Irin's World". Die Videos zeigten ihn beim Auspacken von Spielzeug, bei Essens-Challenges oder beim Nachspielen von Cartoons. Alles süß, alles kindgerecht und vor allem: alles exakt durchgeplant. Sharon drehte und schnitt die Videos, optimierte Tags und Thumbnails und während sie zunächst nur darin aufzugehen schien, wie jeder Mensch, der ein neues Hobby entdeckte und durch ein natürliches Talent schnell besser darin wurde, wandelte sich ihr Anspruch rasch von einem Freizeitprojekt zu einem Vollzeitjob. Sie trieb Irin an, lobte ihn, wenn er in einem Video gut performte und schimpfte ihn aus, wenn er vor der Kamera 'nicht fröhlich genug' wirkte.
Wie andere Kinder, ging auch er weiter zur Schule, aber sein eigentliches Leben spielte sich schon bald nur noch online ab. Während Gleichaltrige Fußball spielten oder in Baumhäuser kletterten, saß Irin stundenlang im improvisierten Kinderzimmerstudio. Seine Mutter hielt wenig von echter Freizeit, schließlich hatte er auch in den Videos genug Spaß und noch viel wichtiger: Er war ein Star, sagte sie ihm immer wieder, und Stars ruhten sich nicht aus. Mit 13 Jahren wurde Irin offiziell zum "Kinder-Influencer", gebucht von Marken für Kinderkleidung, eingeladen zu Spielwarenmessen, gefeiert auf Conventions und selbst unter seinen eigenen Mitschülern. Die Lehrer hatten Sharon gewarnt, dass die anderen Kinder ihn für seinen 'Job' hänseln könnten, doch stets die coolsten Klamotten zu tragen und die neusten Spielzeuge und Technikspielereien mit in die Schule zu bringen, hatte ihm einige Pluspunkte beschert. Was keiner sah: Hinter der Kamera und in den eigenen vier Wänden kämpfte er oft mit Erschöpfung, Druck und dem Gefühl, keine Wahl zu haben.
Mit dem Teenageralter kam die Pubertät und mit ihr der Wunsch nach Kontrolle. Irin begann sich gegen das von seiner Mutter aufgebaute System zu wehren. Er wollte keine Spielsachen mehr auspacken, sondern 'coolen Content' machen. Statt Disney-Shirts trug er jetzt Hoodies von Supreme, sprach über Promis, Skateboards und Trends. Sharon versuchte gegenzusteuern, weil sie Angst hatte, der Image-Wechsel würde ihn seine Fans und seine Community kosten - doch es war vergeblich und die Zeit zeigte, dass die Kids mit ihm gewachsen waren und sich für sein neues Ich ebenso begeistern ließen. Mit 14 Jahren eröffnete er heimlich einen Musical.ly Account, der Vorreiter von Tik Tok. Dort tanzte er, machte Lip-Sync-Videos und zeigte kleine Sketche. Innerhalb weniger Monate hatte er Hunderttausende neue Follower. Der Bruch war hart. Sharon fühlte sich betrogen, doch Irin ließ sich nicht mehr aufhalten. Er stellte ein kleines Team zusammen: Teenager aus seiner Schule, die ihm bei Kameraarbeit, Schnitt und Ideen halfen. Was als Versuch begann, selbstständig zu werden, wurde schnell zur Idee für ein neues Format. Inspiriert von amerikanischen YouTube-Häusern wie dem Hype House oder Team 10, wollte Irin etwas Eigenes, etwas Besseres und Kommerzielleres aufbauen.
Er gründete The Squad - eine sechsköpfige Content-Crew, bestehend aus Jungen und Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren. Er suchte sie gezielt aus: Jeder musste ein Archetyp sein, um die Klischees zu bedienen und Drama vorzuprogrammieren. Die Regeln waren einfach: Wer im Squad war, wohnte im gemeinsamen Anwesen in Chicago, produzierte täglich Content und befolgte Irin's Anweisungen. Er war nicht nur das Gesicht, sondern auch der Kopf, der Produzent und der Vertragspartner. Alle Einnahmen liefen über ihn und jeder im Team bekam einen monatlichen Anteil - zuzüglich eines Bonus, je nach Performance. The Squad wurde in kürzester Zeit zu einem Phänomen. Ihre Prank-Videos erreichten Millionen. Mutproben auf Chicago's Straßen, emotionale Geständnisse im Squad-Haus, Werbevideos mit großen Marken - alles inszeniert, alles unter Irin's Kontrolle. Sie lebten in einem riesigen Anwesen im Norden der Stadt: sechs Schlafzimmer, Pool, Fitnessraum, Rooftop-Studio. Auf den ersten Blick sah es nach Party, Freundschaft und Freiheit aus, doch unter der Oberfläche bröckelte die Fassade. Irin war der Architekt des Erfolgs, aber auch derjenige, der andere systematisch abhängig machte. Er bestimmte die Themen, er entschied, wer im Thumbnail erschien, er regulierte den Zugang zu Marken und Sponsoren. Er lobte öffentlich und kritisierte scharf, wenn jemand 'nicht lieferte'. Die anderen fühlten sich einerseits geehrt, Teil von The Squad zu sein und andererseits wie Angestellte in einem emotionslosen Konzern. Irin jedoch empfand das nicht als Ausbeutung. In Interviews betonte er, dass jeder wusste, worauf er sich einließ. Er gab ihnen Chancen. Aber Fame war vergänglich und wer nicht bereit war, alles dafür zu geben, hatte in The Squad keinen Platz.
Schließlich kam es zu einem Bruch, den niemand hatte kommen sehen. Er war 22 Jahre alt als Tik Tok zur Höchstform auflief und zum ersten Mal verkalkulierte er sich in seiner Strategie. Zu überzeugt davon, dass YouTube das treibende Medium bleiben würde, sprang er zu spät auf den neuen Zug auf und The Squad verlor den Anschluss. Ein neues Influencer-Kollektiv verdrängte alle anderen vom Thron: The Inner Circle. Ihre eigenen Klickzahlen schrumpften, Prankvideos waren schon lange nicht mehr angesagt, sondern wurden zunehmend als unangenehm abgestempelt und die dramatischen Geschichten zwischen der inzwischen jahrelang bestehenden Gruppe waren auserzählt. Die Leute stiegen aus, wurden irrelevant für die Öffentlichkeit und schließlich fasste Irin den Entschluss, dass er sich nur retten würde, wenn er alleine weitermachte. The Squad war Geschichte, aber sein eigener Erfolg war damit noch nicht am Ende.
Auf Tik Tok feierte er sein Revival, sprang auf die neusten Trends auf und konnte sich Marken und eine Großzahl an Followern bewahren, doch sein Leben hatte sich verändert. Er hatte Manager, Anwälte und Strategen, dachte nur noch in Märkten und Aktien und nicht mehr in Videos. Sein Content wirkte reifer, härter, aber auch noch einmal professioneller als es zu der Zeit mit The Squad der Fall war. Er nutzte seine Reichweite nicht nur, er monetarisierte sie bis aufs Maximum und verlor dabei restlos den Funken an ehrlicher Leidenschaft für seinen Beruf. Jede Beziehung, egal ob seine eigene oder die von anderen, wurde zur Storyline, jeder Streit zur Clickbait-Serie. Emotionale Eskalationen, Tränen und Trennungen - das alles war Teil des Geschäftsmodells, selbst dann noch als ihn selbst eine Welle der Kritik an seiner Arbeitsweise während The Squad traf. Anonyme Quellen berichteten von Schlafentzug, von emotionalem Druck und von unterschwelliger Erpressung. Ehemalige Mitglieder der Gruppe meldeten sich auf die Vorwürfe und erzählten ihre Sicht der damaligen Ereignisse. Trotz äußerlicher Dominanz verstärkte sich in Irin das Gefühl der Unsicherheit. Er kannte keine normale Kindheit, keine echte Freundschaft und keine echte Pause. Er funktionierte, weil er es musste. Er beharrte darauf, dass er sein Leben liebte - und gleichzeitig verbrachte er jeden Abend damit, Analysen auszuwerten und Kommentare zu durchforsten. Ein Leben zwischen Inszenierung und Realität, zwischen Kontrolle und drohendem Kontrollverlust, das ein Umfeld geschaffen hatte, indem er der Regisseur seiner eigenen Welt wurde, aber auch deren Gefangener.
Von Instagram und Tik Tok aus sprang er schließlich auch auf den Hype um Twitch mit auf und zeigte dort vor allem IRL-Content, der sich großer Beliebtheit erfreute. Nach außen hin wirkte er weiterhin erfolgreich, doch Irin sah, dass die Followerzahlen stagnierten, anstatt weiter in die Höhe zu klettern. Er gehörte zu den ganz Großen, aber nicht zu den Top 1%, in denen er sich gerne sehen würde. Es wurde Zeit für eine Veränderung. Er kannte seine eigene Branche gut genug, um zu wissen, dass er nicht ewig so weitermachen konnte und dass sein Erfolg irgendwann einbrechen würde. Rücklagen hatte er mehr als genug, um nie wieder in seinem Leben arbeiten zu müssen, aber als jemand, der seit seinem 11. Lebensjahr daran gewöhnt war, unter Druck am besten zu performen, kam ihm ein früher Ruhestand abschreckend eintönig vor. Doch das Schicksal hatte ihm schon immer neue Türen geöffnet und er wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Auf der Feier zu seinem 28. Geburtstag, eine der legendären Partys, die er jedes Jahr zu diesem Zweck veranstaltete und die sich vor allem unter anderen Influencern großer Beliebtheit erfreute, wurde er von jemandem angesprochen, der zum Management von The Inner Circle gehörte. Man bot ihm an, dass er Teil des Kollektivs werden sollte, doch Irin lehnte dankend ab. Sein Ego stand ihm in mehrfacher Hinsicht im Weg: in Form einer Abwehrhaltung, weil er sich nicht ausgerechnet denjenigen anschließen wollte, die ihm damals seinen Platz streitig gemacht hatten; aber noch viel mehr aufgrund der Tatsache, dass er kein Interesse daran hatte, die Vorgaben anderer zu befolgen. Er war schon immer derjenige gewesen, der den Ton angab, anstatt sich zu fügen und er wusste, dass er sich niemals mit etwas Geringerem zufrieden geben würde.
Dennoch rief er die Nummer an, die auf der Visitenkarten vermerkt war. Nicht etwa, um das Angebot doch noch anzunehmen, sondern um ein eigenes zu machen. Er wollte nicht als Influencer einsteigen, sondern als Teil des Management, als jemand, der die Fäden in der Hand hatte. Viel Überzeugungsarbeit benötigte es nicht. Diese Leute wussten um seine Vergangenheit und sein Talent in diesem Fach und jemanden aufzunehmen, der selbst jahrelang in der Rolle als Influencer Rekorde gesprengt hatte, erschien eine kluge Taktik zu sein. Verträge wurden unterzeichnet, Hände wurden geschüttelt und schneller als angenommen, hatte Irin zum ersten Mal einen Job in einer Firma, die nicht seine eigene war. Schon sechs Monate später war klar, dass dieser Schritt für alle gewinnbringend war. Irin tat dasselbe wie zuvor: Daten analysieren, Trends bewerten, Content planen und Sponsoren an Land ziehen. Nur tat er es nicht mehr für sich selbst, sondern für andere, die vor der Kamera standen, um zu unterhalten und zu vermarkten, was er ihnen vorgab. Hier wurde er für seine hohen Erwartungen und den Druck, den er auf andere ausübte, nicht kritisiert, sondern gefeiert und seine Leidenschaft für die Branche wurde vollkommen neu entfacht. Das Spiel war für ihn vorbei, doch als Spielleiter taten sich ihm vollkommen neue Möglichkeiten auf, die er nicht selten ausnutzte.
Perspective
3. person
Writing Style
chat + novel
Post Style
chats, scenes, gbs
The Wanted
your name
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age24 years
Occupationinfluencer { focus: beauty / lifestyle
Classupper class
Relationshipfake dating for me, not so fake (or even more?) for you { prepare for a really complicated mess
Affiliationthe inner circle
Faceclaimjanae roberts?
Du bist eigentlich bodenständig und weißt die einfachen Dinge zu schätzen: ein Sonnenuntergang, eine selbstgebastelte Kette aus Muscheln, Filmeabende mit Pizza auf einer durchgesessenen Couch - doch in deinen Träumen hast du dich schon immer von der Welt der Reichen blenden lassen und dir ausgemalt, wie es wäre, solch ein Leben zu führen. Jetzt ist es soweit - und du genießt es in vollen Zügen, Geld aus dem Fenster zu werfen, das nicht dir gehört, nicht mehr auf Preisschilder zu achten und nicht mehr jeden Cent zweimal umzudrehen. Das Leben ist plötzlich eine einzige Party - bis du mit der Realität konfrontiert wirst und lernst, dass auch Luxus mit Konsequenzen einhergeht und Geld nicht alle Probleme lösen kann. In deiner neuen Rolle wird dein Charakter zerrissen und neu zusammengesetzt. Du willst das Leben, das dir so plötzlich vor die Füße geworfen wurde, nicht wieder hergeben, aber gleichzeitig erstickst du an dem Druck, der dir auf die Schultern gelegt wurde. Die Angst, dass der Schwindel auffliegt, lässt dich nachts schlechter schlafen und jeder Schritt wirkt wie auf Eierschalen, um ja keinen Verdacht zu erregen. Du bist so viel Aufmerksamkeit um deine Person nicht gewöhnt, bist eigentlich eher der ruhige Typ, die typische Schönheit, die sich nicht im Klaren ist, wie hübsch sie ist, weil kaum ein Mann sich traut, dich anzusprechen. So viel Selbstbewusstsein an den Tag zu legen, ist eine neue Herausforderung für dich - andererseits aber auch eine Möglichkeit, aus dir herauszukommen und dich neu zu erfinden.
TAKE MY NAME, I DON'T WANT IT ANYMORE
Das Schicksal meinte es von Anfang an nicht gut mir dir. Du hättest in einem reichen Elternhaus aufwachsen können, wo dir jeder Wunsch erfüllt worden wäre. Unglücklicherweise wünschten sich die Montclairs genau ein Kind, nicht zwei. Die Erkenntnis, dass Zwillinge auf dem Weg waren, ließ für sie nur eine rationale Lösung zu: sie gaben eines der Kinder zur Adoption frei.
Während deiner Zwillingsschwester also das Leben deiner Träume zu Füßen lag, wurdest du von Eltern adoptiert, die dir zwar alles an Liebe gaben, was du dir hättest wünschen können - aber mehr auch nicht. Die Verhältnisse, in denen du in Los Angeles aufgewachsen bist, waren allenfalls als bescheiden zu beschreiben, doch das war nie ein großes Problem für dich. Natürlich hast du es beneidet, was andere Menschen auf Social Media teilten und dir heimlich gewünscht, du könntest auch so ein Leben führen, aber da dies außer Frage zu stehen schien, blieb es nicht mehr als eine Träumerei.
Bis zu dem Tag vor einem Jahr als Tik Tok dir eine Influencerin zeigte, die dir bis aufs Haar glich. Du musstest zweimal hinsehen, um es zu glauben, doch schließlich konntest du die Wahrheit nicht mehr von dir schieben. Ihr musstest verwandt sein. Du wusstest, dass du adoptiert worden warst, doch deine Eltern wussten ebenso wenig von deinen leiblichen Erzeugern, wie du selbst. Konnte es also sein, dass du eine Zwillingschwester hattest? Die genau den Traum lebte, den du dir immer ausgemalt hattest?
Verschiedene Emotionen überfluteten dich. Unglaube, Wut, Verwirrung. Seid ihr alle beide zur Adoption freigegeben worden und sie hatte lediglich mehr Glück gehabt? Oder hatte man dich einfach nicht gewollt? Weggeworfen, wie etwas Überflüssiges, von dem man bereits genug besaß? Du musstest die Wahrheit erfahren und so hast du Stella Nachricht um Nachricht auf allen Kanälen geschrieben, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Natürlich hast du nie eine Antwort erhalten. Ihr Postfach war voller Nachrichten von Fans und Creeps, die behaupteten, dass sie sie unbedingt treffen mussten.
Aber du hast nicht aufgeben. Was auch immer der Grund dafür war: auf eine deiner Nachrichten reagierte Stella schließlich doch. Sie schien dir zu glauben, wenn auch nur zögerlich. Nach einem Event, an dem sie in Los Angeles teilnehmen sollte, wollte sie sich mit dir treffen. Endlich!
Doch das Treffen lief nicht wie erwartet. Du hast ein eingebildetes High Society Girl erwartet, doch die Offenheit, mit der sie dir begegnete, war ganz anders als was ihr Online-Image vermuten ließ. Sie erzählte dir die Wahrheit zu eurer Familiengeschichte und während du davon ins Schwärmen geraten bist, was für ein fantastisches Leben sie doch führte, veränderte sich etwas in ihrem Blick. Sie sagte, du hättest keine Ahnung, was für Opfer dieses Leben mit sich brachte - doch du wolltest ihr nicht glauben.
Und jetzt? Jetzt darfst du es selbst erleben. Im Nachhinein ist dir selbst nicht mehr ganz klar, wie es dazu hatte kommen können, doch Stella überzeugte dich davon, ihren Platz einzunehmen. Sie wollte dieses Leben nicht mehr, wollte nicht mehr im Rampenlicht stehen und eine Marionette anderer sein. Sie wollte weglaufen und irgendwo leben, wo niemand sie kannte. Du hast sie für verrückt gehalten, doch Stella hatte schon immer einen einnehmenden Charakter besessen und so hast du dich plötzlich unter falschem Namen -ihren Namen- in einem Flugzeug nach Chicago wiedergefunden.
AND WHEN I BREAK, IT'S IN A MILLION PIECES
Und meine Rolle in der Geschichte? Stella war schon seit Jahren eine erfolgreiche Influencerin auf Tik Tok und Instagram gewesen, doch vor fünf Monaten verschaffte ich ihr einen Platz in The Inner Circle. Ich hatte erkannt, dass in ihr noch viel mehr Potenzial steckte als sie bisher ausgelebt hatte und noch viel wichtiger: dass sie formbar genug war, um alles zu tun, was ich wollte. Vor drei Monaten inszenierten wir eine Fake-Beziehung, von der nur innerhalb von The Inner Circle bekannt ist, dass alles nur ein Schauspiel ist. Stella ist vor allem für ihr 'good girl' Image bekannt und sollte dafür sorgen, dass mein eigenes Image sich weiter verbesserte, nachdem es in der Vergangenheit einiges an Kritik an meinen Maßnahmen gegeben hatte. Wie schlimm könnte ich schon sein, wenn jemand wie Stella mit mir zusammen sein wollte? So intensiv, wie du Stella's Social Media Profile verfolgt hast, weißt du natürlich um diese Beziehung - doch du glaubst, dass sie echt ist.
Was genau aus dieser Ausgangssituation entstehen wird, werden wir gemeinsam herausfinden. Ein paar lose Gedanken, was ich mir vorstelle (nicht chronologisch aufgelistet und nicht alles davon muss so passieren; die Auflistung soll nur verdeutlichen, in welche Richtung es gehen könnte und dass mir bereits eine Vielzahl von Plots und Szenen vorschweben):
- Deine Ankunft in der Villa von The Inner Circle ist holprig, ebenso wie unsere erste Begegnung (wie sollst du dich verhalten, um nicht aufzufallen?). - Ich merke schnell, dass etwas nicht mit dir stimmt. Du küsst mich zur Begrüßung, weil du glaubst, wir würden eine Beziehung führen und es wäre die logische Reaktion. - Ich spiele das Spiel mit, weil es mich neugierig macht (und nutze dabei schamlos aus, dass wir im Bett landen). - Du lässt dich zunächst davon mitreißen, was dieses neue Leben dir für Möglichkeiten bietet, lernst aber auch schnell die harte Realität dahinter kennen. - Du studierst nahezu fanatisch jedes alte Video von Stella und The Inner Circle, um hoffentlich deine Maskerade aufrecht erhalten zu können, gerätst dabei aber immer wieder ins Stolpern und kannst dich nur mit Mühe retten. - Du findest eine Person, der du genug vertraust, um dein Geheimnis mit ihr zu teilen (vielleicht die beste Freundin der echten Stella) - Irgendwann wird eine Freundin von der echten Stella mir erzählen, dass sie ihre Zwillingschwester treffen wollte und ich werde eins und eins zusammenzählen können. - Dir wird durch eine zufällige Bemerkung eines anderen Influencers klar, dass unsere Beziehung nur zu PR Zwecken geführt werden sollte und nie einen körperlichen Aspekt hätte beinhalten sollen (wirst du mich damit konfrontieren oder schweigen?). - Ich werde dich irgendwann mit meiner Vermutung konfrontieren, dass du nur vorgibst Stella zu sein (wann? genau dann, wenn ich den größten Vorteil daraus ziehen kann) - never meet your hero: du könntest ein Fan von mir sein und schon seit Jahren meinen Content verfolgt haben, nur um zu lernen, dass ich nicht dieselbe Person wie vor der Kamera bin (vielleicht erscheint die Vorstellung, eine vermeintliche Beziehung mit mir zu führen, daher vorerst gar nicht so abschreckend, sondern aufregend; gleichzeitig aber auch einschüchternd)
Sämtliche Namen sind nur Platzhalter und können geändert werden!
OccupationContent Creator -> random stuff on tik tok and instagram. sometimes live on twitch
ClassUpper Class
AffiliationThe Inner Circle
OriginChicao
FaceclaimYessin Karim
Elijah Carter wurde in Chicago geboren, in eine Familie in der Geld nie eine Rolle spielte. Aufmerksamkeit dagegen schon. Seine Mutter Vivien Carter gehörte damals zu den ersten großen Internetpersönlichkeiten der USA. Nicht diese sterile Influencer-Welt von heute, sondern früher, als Menschen noch das Gefühl hatten jemandem wirklich beim Leben zuzusehen. Sie filmte ihren Alltag, ihre Schwangerschaft, Reisen, Streitigkeiten, Familienmomente. Und als Elijah geboren wurde, wurde er automatisch Teil davon. Es gibt kaum eine Phase seiner Kindheit, die nicht irgendwo im Internet existiert. Millionen Menschen sahen dabei zu, wie er laufen lernte, wie er seine ersten Worte sprach oder mitten in Livestreams irgendwelche Fragen stellte, die seine Mutter regelmäßig zum Lachen brachten. Online nannten ihn fast alle nur „little Eli“. Der Junge mit den großen braunen Augen und diesem schiefen Grinsen, das meistens bedeutete, dass er gleich irgendeinen Unsinn machte. Und genau das mochten die Menschen an ihm. Elijah war kein perfekt inszeniertes Kind. Stattdessen war er laut, chaotisch und viel zu neugierig für die Welt, in der er aufwuchs. Während andere Kinder geschniegelt vor der Kamera saßen, rannte Elijah mit aufgeschlagenen Knien durchs Bild, unterbrach Interviews seiner Mutter oder stellte mitten beim Essen Fragen, die meist unangebracht waren. Für ihn selbst war das alles normal. Kameras gehörten zu seinem Alltag wie bei anderen Fotos fürs private Familienalbum. Wenn seine Mutter das Handy hob, lächelte er automatisch. Wenn Menschen ihn auf der Straße erkannten, dachte er lange das wäre einfach bei jedem Kind so. Erst später verstand er, dass andere Kinder nicht mit Kommentaren über ihr Aussehen, ihre Stimme oder ihre Persönlichkeit groß wurden. Sein Vater Jonathan war das komplette Gegenteil seiner Mutter. Ruhig, kontrolliert und deutlich schwerer greifbar. Er arbeitete in der Finanzwelt, trug immer perfekt sitzende Anzüge und wirkte oft wie jemand, der jedes Problem rational lösen konnte. Trotzdem liebte Elijah ihn sehr und sein Vater war einer der wenigen Menschen, bei denen er nie das Gefühl hatte, performen zu müssen. Trotz allem war Elijahs Kindheit nicht unglücklich. Im Gegenteil, denn seine Eltern liebten ihn sehr. Vielleicht auf unterschiedliche Arten, aber nie halbherzig. Seine Mutter zeigte ihre Liebe laut, offen und manchmal fast zu viel, sein Vater eher in kleinen Dingen. Er brachte Elijah morgens selbst zur Schule, wenn er in Chicago war, erklärte ihm Börsenkurse wie anderen Kindern Fußballregeln und ließ ihn Abends länger wach bleiben, damit sie zusammen alte Filme schauen konnten. Mit elf Jahren bekam Elijah die Diagnose Morbus Crohn. Dieselbe Krankheit, die auch sein Vater hatte. Anfangs verstand Elijah gar nicht richtig, was das bedeutete. Er wusste nur, dass andere Kinder nicht plötzlich tagelang Bauchschmerzen hatten oder mitten im Unterricht Kreislaufprobleme bekamen. Dass Krankenhausbesuche normal wurden. Medikamente auch. Die Krankheit war nie lebensbedrohlich, aber sie veränderte trotzdem vieles. Elijah lernte früh, Beschwerden herunterzuspielen und selbst wenn es ihm schlecht ging, lächelte er weiter. Vielleicht, weil er seine Eltern nicht zusätzlich belasten wollte. Als Elijah dreizehn Jahre alt war, änderte sich alles. Seine Mutter bekam Krebs und anfangs glaubten alle noch, dass sie es schaffen würde. Vivien war immer präsent gewesen, voller Energie und selbst während der ersten Behandlungen machte sie Witze, filmte kleine Momente für Freunde oder versuchte Elijah einzureden, dass alles okay werden würde. Aber irgendwann konnte niemand mehr so tun, als wäre es nur eine schwere Phase. Elijah erinnert sich heute kaum an konkrete Gespräche aus dieser Zeit. Mehr an Gefühle. Das Summen der Geräte im Krankenhaus. Wie dünn seine Mutter plötzlich geworden war. Wie sie irgendwann zu schwach war, um ein langes Gespräch mit ihm zu führen. Er erinnert sich vor allem daran, wie hilflos sein Vater wirkte. Zum ersten Mal in seinem Leben sah Elijah diesen Mann nicht kontrolliert oder stark, sondern einfach nur verzweifelt. Vivien starb wenige Monate später und mit ihr verschwand plötzlich alles, was Elijahs Leben bis dahin ausgemacht hatte. Es gab niemanden mehr, der die Kamera auf ihn richtete und die Accounts wurden stillgelegt. Keine Videos mehr, keine Bilder, keine Interviews. Für die Öffentlichkeit verschwand „little Eli“ praktisch über Nacht. Für Elijah selbst fühlte es sich an, als wäre die Welt einfach weitergelaufen, obwohl seine eigene stehen geblieben war. Die Jahre danach waren schwer. Es war schwer morgens aufzustehen. Schwer in Räume zu gehen, in denen überall Erinnerungen an seine Mutter hingen. Sein Vater arbeitete plötzlich noch mehr als vorher. Nicht, weil ihm Elijah egal gewesen war, sondern weil Arbeit das Einzige war das ihn irgendwie funktionstüchtig hielt. Elijah veränderte sich in dieser Zeit ebenfalls stark. Früher war er offen gewesen, ständig am Reden, immer mitten im Geschehen. Jetzt zog er sich immer häufiger zurück, antwortete knapper, wurde schnell gereizt und ließ kaum noch Menschen richtig an sich ran. Er wusste einfach selbst nicht mehr genau, wohin mit sich selbst. Trotzdem funktionierte er nach außen weiterhin gut. Gute Noten, höfliches Auftreten. Genau das machte es für viele schwer zu verstehen, wie schlecht es ihm teilweise wirklich ging. Mit fünfzehn begann er auf seine ersten Partys mit älteren Freunden zu gehen. Erst kleine Hauspartys von Mitschülern, später größere Feiern mit älteren Jugendlichen aus dieser reichen Chicagoer Szene. Dort trank er zum ersten Mal Alkohol. Nicht sofort exzessiv oder komplett außer Kontrolle. Es war eher ein schleichender Prozess, welcher nicht sofort bemerkt wurde. Mit sechzehn Jahren lernte er auch Menschen kennen, die bis heute an seiner Seite sind. Freunde, die ihn nachts aus Bars nach Hause brachten, wenn er wieder über den Durst getrunken hatte. Leute, die mit ihm stundenlang durch Chicago fuhren, weil Elijah nachts oft nicht schlafen konnte. Menschen, bei denen er nicht „little Eli“ oder irgendein Influencer war, sondern einfach nur Elijah. Und genau diese Leute waren wahrscheinlich der Grund, warum er nie komplett abgestürzt ist. Mit neunzehn Jahren tauchte Elijah wieder online auf. Nach fast sechs Jahren völliger Stille. Kein großes Comebackvideo. Keine Erklärung. Kein emotionales Statement. Nur ein Bild mit schlechter Qualität, zerzausten Haar und einem schwarzen, knittrigen Shirt, welches eigentlich schon längst in die Wäsche gehört hätte und der Caption 'guess who's back'. Mehr brauchte es nicht. Innerhalb weniger Stunden war sein Name wieder überall zu lesen. Menschen erkannten ihn sofort wieder. Dieses ehemalige Internetkind war plötzlich erwachsen geworden, männlicher und attraktiver. Und das Internet liebte genau das. Die Zahlen schossen hoch, Marken meldeten sich, Paparazzi standen plötzlich wieder vor Restaurants oder Events. Für viele war Elijah ein perfektes Comeback, welches für viele nicht auf ihrer Bingokarte stand. Für ihn selbst fühlte es sich manchmal eher an, als würde er langsam wieder in etwas hineingezogen werden, bei dem er nie wirklich freiwillig ein Teil gewesen war und dennoch nahm er all das in Kauf. Über Kontakte seines Vaters kam er schließlich zu seinem ersten Management. Anfangs wirkte alles aufregend. Shootings in Los Angeles. Kampagnen. Reisen. Fashion Weeks und Elijah gewöhnte sich schnell wieder daran, gesehen zu werden. Hinter den Kulissen wurde allerdings vieles kompliziert. Das Management kontrollierte so gut wie alles. Welche Beziehungen öffentlich wurden. Welche Streitigkeiten Aufmerksamkeit brachten. Welche Version von Elijah verkauft werden sollte. In dieser Zeit hatte er auch seine erste richtige Beziehung. Sie war älter als er und arbeitete bei einem Shooting, bei dem sie sich kennenlernten. Für Elijah war sie wahrscheinlich die erste Person seit Jahren, bei der er wirklich das Gefühl hatte, einfach nur er selbst sein zu können. Als die Beziehung später auseinander ging und private Dinge über ihn plötzlich online auftauchten, traf ihn das härter, als er nach außen jemals gezeigt hätte. Danach fiel es ihm schwer, Menschen wirklich zu vertrauen. Mit einundzwanzig Jahren kündigte er schließlich seinen Vertrag und schloss sich kurz darauf The Inner Circle an, in der Hoffnung alles würde besser werden. Dort lernte er auch seine heutige Fake-Freundin Marlee kennen. Die Beziehung begann als reine PR-Idee. Zwei bekannte Gesichter, perfekte Außenwirkung, gute Zahlen. Privat wurde daraus allerdings nie wirklich Liebe. Dafür verstanden sie sich auf eine andere Art viel zu gut. Irgendwann vertraute sie ihm an, dass sie sich wahrscheinlich mehr zu Frauen hingezogen fühlte als zu Männern und Elijah war einer der wenigen Menschen, bei denen sie nie Angst haben musste dafür verurteilt zu werden. Heute spielen sie ihre Rollen nach außen trotzdem perfekt. Gemeinsame Bilder, Interviews, Events. Das Internet liebt ihre Beziehung. Hinter den Kameras sitzen sie dagegen oft einfach zusammen irgendwo auf dem Balkon vom Inner Circle Haus, reden über ihre Familien oder machen sich über absurde Gerüchte lustig. Elijah wirkt auf viele Menschen charmant, spontan, offen. Einer dieser Menschen, die jeden Raum sofort einnehmen können, ohne sich wirklich Mühe zu geben. Aber wer ihn länger kennt, merkt schnell, dass vieles davon ein selbstentworfener Mechanismus ist. Elijah hat sein ganzes Leben damit verbracht, sich uns sein Auftreten zu perfektionieren. Erwartungen zu erfüllen. Menschen eine Version von sich zu zeigen, die einfacher zu lieben ist als die echte. Doch die Menschen, welche ihm wirklich nahe stehen wissen, dass in ihm mehr kaputt ist, als es auf den ersten Blick scheint.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chatstil, Novel
Post Style
Privatchat, Szenen, Gästebücher, etc.
The Wanted
Marlee XY
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age22-24 y/o
OccupationContent Creatorin, du kannst aber auch gerne noch studieren nebenbei
ClassUpper Class
RelationshipFake Girlfriend, in wirklichkeit sind wir aber einfach nur sehr gute Freunde
AffiliationThe Inner Circle
FaceclaimDine Denoire wäre nur ein Vorschlag. Du kannst dir auch selbst etwas aussuchen und es vorschlagen, ich bin da sehr offen.
Du bist zwar das typische Oberschichtsmädchen, jedoch wenn man dich besser kennt merkt man schnell, dass du eine sehr menschliche und beinahe schon liebe Seite an dir hast. Du kannst dich einfach nur nach außen wahnsinnig gut verkaufen und vor allem auch ganz anders als du hinter verschlossenen Türen bist.
Ich möchte dir hier aber auch nicht all zu viel vorweg nehmen, ich möchte in dieser Rolle nur keine typische Zicke aus der Oberschicht.
Wir haben uns kennen gelernt, als ich zu The Inner Circle kam, was ca. vor 3 Jahren war. Du kamst beinahe zeitgleich wie ich dazu und da wir beide Anfangs doch etwas verloren wirkten, haben wir uns recht schnell angefreundet. Unsere Dynamik zwischeneinader blieb natürlich nicht lange unentdeckt und während wir immer öfter im Content des anderen auftauchten, umso mehr wurden wir miteinander geshipt. Anfänglich haben wir das vor der Kamera immer abgetan, bis unser Management daraus eine Love Story machte. Plötzlich gab es Fake Küsse, Fake Stories und uns gab es vor der Kamera, auf Events oder roten Teppichen nur noch als das Pärchen schlecht hin. Für uns beide hieß das, dass die Zahlen noch mehr in die Höhe schossen, privat jedoch lief nie mehr als es sein musste. Bis auf einmal, als wir es nur für uns probieren wollten und direkt merkten, dass wir einfach nicht zusammen gehörten. Du hast in der Zeit auch gemerkt, dass deine Aufmerksamkeit eher Frauen gilt, als direkt Männern, was du mir auch irgendwann anvertraut hast. Du behauptest zwar selbst auch Männer gut zu finden, jedoch dass Frauen die schöneren Wesen auf diesem Planeten waren.
Wir als Fake-Paar sind ein eingespieltes Team und als Freunde eigentlich noch mehr.
Da gibt es einige. Von Auftritten in der Öffentlichkeit, zu der Möglichkeit heimlich andere kennen zu lernen oder einem Streit in der Öffentlichkeit, welcher nicht inszeniert wurde und sie somit angezweifelt werden. Ich glaube da lässt sich schon was finden
Zu aller erst möchte ich sagen, dass das hier mit Marlee definitiv kein Endgültiges Ding sein wird. Bei ihnen geht es wirklich nur um eine Fake-Beziehung. Es steht dir total frei auch hier ein love interest zu schreiben, ob männlich oder weiblich ist natürlich dein Ding. Wichtig ist mir vor allem, dass mit Marlee eine aktive Rolle bespielt wird und du auch wirklich bleibst. Hier gibt es genug Leute bei The Inner Circle mit denen man zusätzlich plotten kann du die sicherlich auch Bock auf eine Verbindung haben. Ich hoffe hier einfach auf etwas langfristiges, was man bespielen kann und würde mich freuen, wenn vielleicht genau du es erfüllst. Wenn du Fragen hast, immer her damit, ich bin jederzeit bereit sie dir zu beantworten.
OccupationArchitecture / The Inner Circle Influencer
ClassUpper Class
AffiliationThe Inner Circle
OriginChicago
FaceclaimGavin Casalegno
Noah Brooklyn Jones wurde in Chicago geboren und wuchs als einziges Kind der Familie Jones in einer Welt auf, die nach außen makellos wirkte. Große Häuser, alte Familiennamen, teure Schulen und diese Art von Leben, bei der Menschen automatisch davon ausgehen, dass Probleme dort gar nicht existieren. Trotzdem war seine Kindheit wärmer, als viele es von Familien wie seiner erwartet hätten. Seine Eltern liebten ihn ehrlich. Nicht auf diese distanzierte „wir bezahlen alles für dich“-Art, sondern wirklich spürbar. Sein Vater Andrew war oft beschäftigt, aber sobald er zuhause war, gehörte seine Aufmerksamkeit meistens Noah. Sie fuhren zusammen durch die Stadt, gingen spät abends essen, schauten Basketballspiele oder saßen einfach im Arbeitszimmer seines Vaters, während Andrew noch Unterlagen durchsah und Noah halb schlafend auf der Couch lag. Seine Mutter Eleanor war strukturierter, kontrollierter, aber genauso liebevoll. Sie achtete auf alles. Darauf, dass Noah genug schlief, vernünftig aß, seine Termine einhielt. Sie war streng, aber nie kalt. Die Jones wirkten nach außen perfekt, weil sie sich tatsächlich nahestanden. Genau deshalb trafen spätere Verluste Noah so viel härter, als irgendjemand verstand. Schon als Kind lernte er Taylor Brooks kennen, weil ihre Familien sich über dieselben Kreise Chicagos bewegten. Wohltätigkeitsveranstaltungen, Sommerfeste, Schulgalas oder irgendwelche Abende in Häusern voller reicher Menschen, bei denen Kinder irgendwann automatisch miteinander im Garten landeten. Taylor gehörte über Jahre einfach zu seinem Leben dazu. Nicht täglich, nicht auf diese typische beste-Freunde-Art, aber konstant genug, dass sie sich nie wirklich fremd waren. Sie kannten sich lange bevor Alkohol, Partys oder Social Media überhaupt wichtig wurden. Noah mochte an Taylor früh dieses Unangepasste. Dieses Gefühl, dass sie nie ganz in dieselbe Welt passen wollte wie alle anderen dort. Während viele Kinder aus ihren Kreisen geschniegelt, vorsichtig und perfekt erzogen wirkten, hatte Taylor schon damals diese unterschwellige Wut in sich. Mit den Jahren verloren sie sich allerdings aus den Augen. Nicht durch Streit oder Drama, sondern eher so, wie Menschen sich manchmal verlieren, wenn Leben anfangen unterschiedlich zu werden. Andere Schulen, andere Freundeskreise, andere Probleme. Noah rutschte immer stärker in die Welt hinein, für die seine Familie ihn vorbereitet hatte. Taylor entfernte sich immer weiter davon. Irgendwann hörte man nur noch über andere voneinander. Noah entwickelte schon früh gesundheitliche Probleme, die zunächst niemand ernst nahm. Mit siebzehn brach er das erste Mal zusammen. Damals nach einem Basketballtraining. Die Ärzte fanden Herzrhythmusstörungen und eine angeborene Herzmuskelschwäche, die unter Stress deutlich schlimmer wurde. Anfangs hieß es nur, er müsse vorsichtiger sein. Weniger Alkohol, weniger Belastung, regelmäßige Medikamente. Doch genau das Gegenteil passierte. Je älter Noah wurde, desto stärker verlor er sich in Nächten ohne Schlaf, Alkohol, Partys und konstantem Druck. Die Krankheit entwickelte sich schleichend weiter. Herzrasen, Atemnot, Kreislaufprobleme, plötzliche Schmerzen in der Brust, Panikattacken, die oft so schlimm wurden, dass er nachts minutenlang regungslos auf Badezimmerfliesen saß und wartete, bis sein Puls wieder langsamer wurde. Er sprach mit niemandem darüber. Nicht einmal seine Eltern kannten das volle Ausmaß. Andrew wusste von der Diagnose, aber Noah spielte vieles herunter, weil er nie wollte, dass man ihn schwach oder zerbrechlich sieht. Mit zwanzig begann Noah neben seinem Studium Teil des Inner Circle zu werden. Anfangs wirkte es wie genau die Welt, für die er gemacht war. Einfluss, Geld, Reichweite, Nachtleben, schöne Menschen und dieses konstante Gefühl von Bedeutung. Über die nächsten vier Jahre wurde er dort zu einem festen Gesicht der Chicagoer Influencer-Szene. Er verstand perfekt, wie man Menschen glauben lässt, das eigene Leben wäre beneidenswert. Genau in dieser Zeit kam er auch mit Jill zusammen. Anfangs liebten sie sich vermutlich wirklich. Zumindest auf ihre Art. Schnell wurden sie online zu diesem perfekten Paar, das überall auftauchte. Fotos, Reisen, Veranstaltungen, gemeinsame Auftritte. Mit der Zeit blieb davon aber immer weniger übrig. Ihre Beziehung wurde still toxisch. Nicht dieses laute, dramatische Chaos, sondern etwas viel Zermürbenderes. Dauerhafte Spannungen, Eifersucht, Ignorieren, verletzende Kleinigkeiten, halbe Wahrheiten und dieses gegenseitige Kaputtmachen, ohne sich wirklich trennen zu können. Vor etwa einem Jahr zog Jill schließlich ebenfalls ins Inner Circle House ein und genau dort begann Noah endgültig auseinanderzufallen. Kurz davor starb sein Vater völlig unerwartet an einem Herzinfarkt. Andrew war erst Anfang fünfzig. Noah war an diesem Abend sogar noch mit ihm telefoniert gewesen. Nichts Besonderes. Irgendein Gespräch über ein bevorstehendes Dinner und darüber, dass Noah seine Mutter mal wieder öfter besuchen sollte. Wenige Stunden später bekam er den Anruf. Danach erinnerte sich Noah lange nur noch bruchstückhaft an die nächsten Tage. Krankenhausflure. Seine Mutter, die plötzlich wirkte, als hätte jemand alles Leben aus ihr gezogen. Schwarze Kleidung. Menschen, die ihm ständig auf die Schulter fassten und Dinge sagten wie „Er wäre stolz auf dich gewesen.“ Die Beerdigung fühlte sich für Noah nicht echt an. Er funktionierte einfach nur noch. Genau wie sein Vater es ihm immer beigebracht hatte. Seit Andrews Tod verschlechterte sich auch Noahs eigener Zustand deutlich. Die Herzprobleme wurden stärker, seine Panikattacken häufiger und manchmal hat er inzwischen Angst einzuschlafen, weil sein Herz nachts immer wieder aus dem Rhythmus gerät. Er nimmt Medikamente inzwischen unregelmäßig, trinkt trotzdem weiter und ignoriert fast jede ärztliche Warnung. Im Inner Circle weiß niemand, wie ernst die Sache wirklich geworden ist. Jill merkt nur, dass er nachts oft nicht schlafen kann oder plötzlich verschwindet, wenn es zu laut oder zu eng wird. Nach außen wirkt Noah weiterhin ruhig, attraktiv und kontrolliert. Genau das macht ihn so schwer greifbar. Menschen sehen einen jungen Mann mit Geld, Reichweite und Einfluss. Niemand sieht, wie oft er nachts allein irgendwo sitzt, auf seinen viel zu schnellen Puls achtet und sich fragt, wie lange sein Körper dieses Leben eigentlich noch mitmacht.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chat & Novel
Post Style
Privatchats, Szenen und Gästebücher
The Wanted
Dein Name
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age24 - 26
OccupationSängerin
ClassUpper Class
RelationshipTroublemaker
AffiliationBewohner von Chicago.
FaceclaimVielleicht Sabrina Carpenter?
Du bist die klassische Neumodische Diva. Du warst ein Disneyclub Kind und bist eigentlich schon seit du denken kannst erfolgreich. Du kennst es nicht anders als das alle Türen für dich offen stehen. Du bist aber nicht ohne Grund so erfolgreich denn du hast eben auch wirklich was drauf. Das Ding ist, das weißt du auch und du lässt es ganz gerne auch die anderen mal spüren. Auch wenn du ein Makelloses Image hast, was sicherlich vor allem an deinen Eltern die auch gleichzeitig deine Manger sind liegt, fängst du Aktuell an zu Rebellieren. Deine Outfits werden Freizügiger, dein Auftreten Rauer und nicht mehr ganz so Glattgebügelt. Du holst dir jetzt das was du eigentlich die ganze Zeit schon wolltest. Deine Selbstbestimmung.
Wir beide kennen uns noch gar nicht so lange, vielleicht so ein halbes Jahr? Aber seitdem treffen wir uns Regelmäßig, was eben auch zu bestimmten Gerüchten führt, was meine Freundin gar nicht so geil findet. Aber uns verbindet Aktuell eben auch gerade diese Rebellische Stimmung. Skandale? JA! Lange Partynächte? JA! Droge? JA. Unsere Beziehung ist in dem Sinne sicherlich nicht sehr Gesund und wir stacheln und gegenseitig wohl immer wieder an. Zu der nächsten Party, zu der nächsten Verrückten Idee. Wie lange das aber noch gut geht? Wer weiß das schon so genau.
Hier gibt es einige Plots die mach nachverfolgen kann. Treiben sich die beiden in den Ruin? Schaffen sie es zusammen da wieder raus zu kommen oder werden sie dazu gezwungen? Wird aus ihnen richtig gute Freunde oder hassen sie sich am Ende? Ich bin gespannt darauf.
Hab einfach Spaß an der Rolle, lieb es auch gerne ein bisschen zu Übertreiben. Hier wird eindeutig jemand gesucht der die Extreme liebt und diese auch ausspielen kann und will. ABER Drama bitte nur im Play.
OccupationStudent (Lehramt) & Manny (im Gegenzug für Kost und Logis)
ClassUnterschicht jedoch durch die Entscheidung seines Vaters bald Oberschicht
Affiliationunabhängig
OriginChicago
FaceclaimLuca Daffre
Jackson wurde als Sohn eines Zimmermädchens geboren. Er war das Resultat einer Affäre von ihr mit ihrem Chef. Ihrem verheirateten Chef. Als die Schwangerschaft bekannt wurde, wurde sie gefeuert. Zum Glück konnte sie bei ihren Eltern in Chicago wieder einziehen. So brauchte sie sich nicht allein um das Kind kümmern. Sophia fand einen neuen Arbeitsplatz. Als Hausmädchen für eine sehr reichen Familie. Als Jack älter wurde, nahm sie ihn manchmal nach der Schule mit dorthin, wo er sich mit der Tochter des Hauses anfreundete. Die beiden wurden älter und unternahmen viel zusammen. Kate ließ ihn nie spüren, dass er einer anderen sozialen Schicht angehörte als sie. Nach der Highschool fing er an als Manny (männliche Nanny) zu arbeiten, während Kate studierte. Er hätte auch gern studiert und zwar auf Lehramt. Aber dafür war die Familie zu arm und für ein Stipendium waren seine Noten zu nicht ganz ausreichend, obwohl er ein guter Schüler war. Während Kates Studiums verliebten sich beide in einander. Für ihre Eltern war das ein No Go, denn sie wollten, dass ihr Kind einen Mann aus gutem Hause heiratete. Deswegen drohten sie Jacksons Mutter zu entlassen, wenn er mit ihrer Tochter nicht Schluss machen würde. Schweren Herzens trennte er sich von Kate und erfand einen Grund, weshalb sie nicht länger zusammen sein konnten. Es brach ihm das Herz, doch seine Mutter hatte immer ihr Bestes bei seiner Erziehung gegeben und er hatte sie zu gern, als er zulassen konnte, dass sie wegen ihm ihren Job verlor. Nach 2 Jahren als Manny der Upperclass hatte er endlich genug Geld zusammen, dass er sich ein Studium leisten konnte. Schnell merkte er nach seinem Bachelor jedoch, dass das Geld zwar für das Studium reichte, aber nicht für seine Nebenkosten. Selbst wenn er wie bisher bei seiner Mutter lebte. Hilfe kam jetzt aus einer ganz unerwarteten Richtung. Die Arbeitgeber (Kates Eltern) seiner Mutter schienen wegen ihrem Verhalten in der Vergangenheit ein schlechtes Gewissen zu haben. Gut möglich war aber auch, dass sie in ihm nicht länger eine 'Bedrohung' für das Glück ihrer Tochter sahen, denn dieser war inzwischen mit einem reichen Erben zusammen. Auf jeden Fall vermittelten sie ihn an gute Freunde als Manny, die nicht weit entfernt vom Campus eine riesige Eigentumswohnung hatten und bei denen Jackson trotz begrenzter Arbeitszeit auch wohnen kann. Zu seinen Arbeitgebern hat er ein gutes Verhältnis und auch die 2 Kinder machen ihm die Arbeit relativ leicht. Aber auch erst nachdem er zu Beginn eine Reihe von 'Tests ' der Zwillinge bestanden hatte. Inzwischen ist er für die 2 Mädchen so etwas wie ein großer Bruder, der ihnen zufällig Nachhilfe gibt. Kurz vor Beginn des letzten Semesters zog in eine etwas kleinere Eigentumswohnung über Jacks Arbeitgebern eine junge Frau ein. Das erste Mal sah er sie im Fahrstuhl und glaubte, dass sie ebenfalls eine Nanny sei. Durch die Zwillinge, die über alles im Haus genau bescheid wissen, erfuhr er, dass sie aus einer sehr reichen Familie stammt und ihr ihre Eltern die Wohnung gekauft haben. Eigentlich hatte Jackson sie bitten wollen, dass sie mit ihm auf ein Date geht, weil er nicht nur hübsch sondern auch nett ist. Doch aufgrund der Neuigkeit hat er beschlossen nur mit ihr befreundet zu sein, denn das mit einer Beziehung in der Oberschicht war schon einmal schlecht ausgegangen. Was er noch nicht weiß ist, dass sich sein Leben bald gewaltig verändert. Sein Vater hat beschlossen Kontakt mit ihm aufzunehmen. Sehr zum Missfallen seiner anderen Kinder
Emma hat sehr liebevolle Eltern, die ihr bis jetzt so ziemlich jeden Wunsch erfüllt haben. Sie haben ihrer Tochter aber auch den Wert von Geld vermittelt. Deswegen waren die Wünsche nicht zu abgedreht . Trotzdem war das Haus ihrer Eltern irgendwann ein goldener Käfig, aus dem sie jetzt ausgebrochen ist. Den ersten Abend, nachdem die Wohnung eingerichtet war, hat sie es richtig krachen lassen. Ansonsten ist sie sehr organisiert und ordentlich. Das Studium ist ihr wichtig und später will sie in einer kleinen, erfolgreichen Anwaltskanzlei arbeiten. Sie mag Jack sehr gerne. Aber nur rein platonisch
Kurz vor Beginn des letzten Semesters zog in eine etwas kleinere Eigentumswohnung über Jacks Arbeitgebern eine junge Frau ein. Das erste Mal sah er sie im Fahrstuhl und glaubte, dass sie ebenfalls eine Nanny sei. Durch die Zwillinge, die über alles im Haus genau bescheid wissen, erfuhr er, dass sie aus einer sehr reichen Familie stammt und ihr ihre Eltern die Wohnung gekauft haben. Eigentlich hatte Jackson sie bitten wollen, dass sie mit ihm auf ein Date geht, weil er nicht nur hübsch sondern auch nett ist. Doch aufgrund der Neuigkeit hat er beschlossen nur mit ihr befreundet zu sein, denn das mit einer Beziehung in der Oberschicht war schon einmal schlecht ausgegangen.
Emma ist schon aufgefallen, wie Jack sie ansieht, wenn er glaubt, dass sie es nicht sieht. Deswegen steht bald ein Gespräch an, in dem sie ihm mitteilt, dass sie ihn zwar sehr mag ... aber seine Gefühle nicht erwidert. Womöglich hilft sie ihm auch sich in der Familie seines Vaters zu integrieren. Der Rest findet sich im Play
Das Wichtigste ist eigentlich nur, dass du Spaß an der Rolle hast und eben nicht direkt wieder verschwindest. Du bist schließlich für Jack sehr wichtig. Ansonsten lege ich Wert auf eine offene Kommunikation. Wenn also etwas ist, rede bitte mit mir! Das kann viel bewirken. Da spreche ich aus Erfahrung und du kannst alles bei mir ansprechen. Der Rest ist sicherlich bekannt, denn das RL geht vor. Aber wichtig ist mir eben auch das eine gewisse Aktivität besteht. Fragen können mir gerne gestellt werden. Eigene Ideen sind auch gerne gesehen. Also warte ich und freue mich auf dich
OccupationStudent (Lehramt) & Manny (im Gegenzug für Kost und Logis)
ClassUnterschicht jedoch durch die Entscheidung seines Vaters bald Oberschicht
Affiliationunabhängig
OriginChicago
FaceclaimLuca Daffre
Jackson wurde als Sohn eines Zimmermädchens geboren. Er war das Resultat einer Affäre von ihr mit ihrem Chef. Ihrem verheirateten Chef. Als die Schwangerschaft bekannt wurde, wurde sie gefeuert. Zum Glück konnte sie bei ihren Eltern in Chicago wieder einziehen. So brauchte sie sich nicht allein um das Kind kümmern. Sophia fand einen neuen Arbeitsplatz. Als Hausmädchen für eine sehr reichen Familie. Als Jack älter wurde, nahm sie ihn manchmal nach der Schule mit dorthin, wo er sich mit der Tochter des Hauses anfreundete. Die beiden wurden älter und unternahmen viel zusammen. Kate ließ ihn nie spüren, dass er einer anderen sozialen Schicht angehörte als sie. Nach der Highschool fing er an als Manny (männliche Nanny) zu arbeiten, während Kate studierte. Er hätte auch gern studiert und zwar auf Lehramt. Aber dafür war die Familie zu arm und für ein Stipendium waren seine Noten zu nicht ganz ausreichend, obwohl er ein guter Schüler war. Während Kates Studiums verliebten sich beide in einander. Für ihre Eltern war das ein No Go, denn sie wollten, dass ihr Kind einen Mann aus gutem Hause heiratete. Deswegen drohten sie Jacksons Mutter zu entlassen, wenn er mit ihrer Tochter nicht Schluss machen würde. Schweren Herzens trennte er sich von Kate und erfand einen Grund, weshalb sie nicht länger zusammen sein konnten. Es brach ihm das Herz, doch seine Mutter hatte immer ihr Bestes bei seiner Erziehung gegeben und er hatte sie zu gern, als er zulassen konnte, dass sie wegen ihm ihren Job verlor. Nach 2 Jahren als Manny der Upperclass hatte er endlich genug Geld zusammen, dass er sich ein Studium leisten konnte. Schnell merkte er nach seinem Bachelor jedoch, dass das Geld zwar für das Studium reichte, aber nicht für seine Nebenkosten. Selbst wenn er wie bisher bei seiner Mutter lebte. Hilfe kam jetzt aus einer ganz unerwarteten Richtung. Die Arbeitgeber (Kates Eltern) seiner Mutter schienen wegen ihrem Verhalten in der Vergangenheit ein schlechtes Gewissen zu haben. Gut möglich war aber auch, dass sie in ihm nicht länger eine 'Bedrohung' für das Glück ihrer Tochter sahen, denn dieser war inzwischen mit einem reichen Erben zusammen. Auf jeden Fall vermittelten sie ihn an gute Freunde als Manny, die nicht weit entfernt vom Campus eine riesige Eigentumswohnung hatten und bei denen Jackson trotz begrenzter Arbeitszeit auch wohnen kann. Zu seinen Arbeitgebern hat er ein gutes Verhältnis und auch die 2 Kinder machen ihm die Arbeit relativ leicht. Aber auch erst nachdem er zu Beginn eine Reihe von 'Tests ' der Zwillinge bestanden hatte. Inzwischen ist er für die 2 Mädchen so etwas wie ein großer Bruder, der ihnen zufällig Nachhilfe gibt. Kurz vor Beginn des letzten Semesters zog in eine etwas kleinere Eigentumswohnung über Jacks Arbeitgebern eine junge Frau ein. Das erste Mal sah er sie im Fahrstuhl und glaubte, dass sie ebenfalls eine Nanny sei. Durch die Zwillinge, die über alles im Haus genau bescheid wissen, erfuhr er, dass sie aus einer sehr reichen Familie stammt und ihr ihre Eltern die Wohnung gekauft haben. Eigentlich hatte Jackson sie bitten wollen, dass sie mit ihm auf ein Date geht, weil er nicht nur hübsch sondern auch nett ist. Doch aufgrund der Neuigkeit hat er beschlossen nur mit ihr befreundet zu sein, denn das mit einer Beziehung in der Oberschicht war schon einmal schlecht ausgegangen. Was er noch nicht weiß ist, dass sich sein Leben bald gewaltig verändert. Sein Vater hat beschlossen Kontakt mit ihm aufzunehmen. Sehr zum Missfallen seiner anderen Kinder
Perspective
3. Person
Writing Style
Roman
Post Style
Private Chats, Shorts , GB
The Wanted
Kate ....(verhandelbar)
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age26 -28 y/o
Occupationnoch im Studium oder etwas für das man studieren muss
ClassUpper Class
RelationshipEx und ?
Affiliationfreie Wahl (nichts Kriminelles)
FaceclaimDanielle Rose Russell
Anders als ihren Eltern ist es Kate egal aus welcher Schicht man kommt. Auch wenn sie ein gutes Herz hat, war sie lange sauer auf Jack, weil er ihr selbiges gebrochen hat. Auch wenn sie es nicht wahrhaben will, ist es ihr wichtig den Erwartungen ihrer Eltern gerecht zu werden. Abgesehen von der braven Tochter hat sie auch eine wilde Seite, die dann durchbricht, wenn sie zu viel Alkohol getrunken hat.
Als Jack noch ein Kind war, nahm ihn seine Mutter manchmal nach der Schule mit zu der Familie, für die sie arbeitet. Dort freundete er sich mit der Tochter des Hauses an. Die beiden wurden älter und unternahmen viel zusammen. Kate ließ ihn nie spüren, dass er einer anderen sozialen Schicht angehörte als sie. Nach der Highschool fing er an als Manny (männliche Nanny) zu arbeiten, während Kate studierte. Er hätte auch gern studiert und zwar auf Lehramt. Aber dafür war die Familie zu arm und für ein Stipendium waren seine Noten zu nicht ganz ausreichend, obwohl er ein guter Schüler war. Während Kates Studiums verliebten sich beide in einander. Für ihre Eltern war das ein No Go, denn sie wollten, dass ihr Kind einen Mann aus gutem Hause heiratete. Seitdem Jackson ihr das Herz gebrochen hat, hat sie ihn nicht mehr gesehen. Inzwischen ist sie schon eine Weile mit einem erfolgreichen Mann aus einer reichen Familie zusammen. Aber ist sie in dem goldenen Käfig wirklich glücklich?
Kate erfährt zufällig von ihrer Mutter , wieso Jack damals Schluß gemacht hat. Deswegen geht sie in eine Bar um sich zu betrinken. Ausgerechnet Jack ist es, dem sie dabei über den Weg läuft. Der Rest findet sich dann im Play
Das Wichtigste ist eigentlich nur, dass du Spaß an der Rolle hast und eben nicht direkt wieder verschwindest. Du bist schließlich für Jack sehr wichtig. Ansonsten lege ich Wert auf eine offene Kommunikation. Wenn also etwas ist, rede bitte mit mir! Das kann viel bewirken. Da spreche ich aus Erfahrung und du kannst alles bei mir ansprechen. Der Rest ist sicherlich bekannt, denn das RL geht vor. Aber wichtig ist mir eben auch das eine gewisse Aktivität besteht. Fragen können mir gerne gestellt werden. Eigene Ideen sind auch gerne gesehen. Also warte ich und freue mich auf dich
Wisst ihr, was passiert, wenn man mit mehreren Sprachen aufwächst? Ehrlich gesagt gar nicht mal so viel. Man switcht irgendwann einfach automatisch zwischen mehreren Sprachen, ohne groß darüber nachzudenken. Praktisch ist das definitiv, besonders wenn man irgendwo auf der Welt landet und wenigstens versteht, was um einen herum passiert. Vielleicht macht es einen auch weltoffener. Vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon so genau?
Fakt ist jedenfalls: Alea Rohdes wurde im Mai 2000 an einem überraschend warmen Frühlingstag in Chicago geboren. Genauer gesagt auf der North Side, wo es eigentlich nie wirklich still wird. Und wenn man ehrlich ist, war sie eher ungeplant. Ihre Mutter kratzte damals bereits an der Vierzig und hatte ganz sicher andere Dinge im Kopf, als nochmal komplett von vorne anzufangen. Eigentlich hoffte man eher darauf, endlich Ruhe vor hormonellen Katastrophen zu haben, statt plötzlich wieder Windeln kaufen zu müssen. Anfangs hielt man die Schwangerschaft sogar wirklich für die Wechseljahre, bis der Bauch eben anfing zu wachsen und irgendwann klar wurde, dass das wohl doch eher ein Baby als Hormone waren. Überraschung. Noch ein Kind. Als wäre das nicht schon genug gewesen, folgte kaum ein Jahr später direkt die nächste Überraschung: Alessia. Die beiden Schwestern sahen sich erstaunlich ähnlich. Dunkle Haare, ähnliche Gesichtszüge, derselbe leicht genervte Blick, wenn ihnen etwas nicht passte. Charakterlich dagegen hätten sie teilweise unterschiedlicher kaum sein können. Alea war schon früh laut, neugierig und ständig auf der Suche nach irgendetwas Neuem. Alessia dagegen wirkte ruhiger, sortierter und deutlich vernünftiger. Während Alea irgendwann mit halb gepacktem Koffer spontan irgendwohin verschwinden würde, war Alessia eher die Person, die erstmal eine Liste schrieb, Preise verglich und wahrscheinlich nebenbei noch ein eigenes Business aufgebaut hätte.
Trotzdem waren die beiden immer eng miteinander verbunden. Vielleicht gerade, weil sie so unterschiedlich waren. Alea brachte Chaos in Situationen, Alessia Ordnung. Und meistens lief es darauf hinaus, dass Alea irgendeine spontane Idee hatte und Alessia bereits wusste, warum das schiefgehen würde. Gehalten hat Alea das trotzdem nie davon ab. Ihre Kindheit war insgesamt ziemlich gut. Es fehlte ihnen nie wirklich an etwas. Naja… außer an einem Hund. Diesen Wunsch konnte Alea ihren Eltern jahrelang vorjammern, bekommen hat sie trotzdem keinen. Vermutlich hatten die Angst, dass noch ein weiteres Lebewesen im Haus endgültig zu viel gewesen wäre. Dadurch, dass ihre große Schwester Alice bereits älter war und längst ihre eigenen Interessen hatte, lief zuhause sowieso ständig irgendwas gleichzeitig ab. Alice wollte lernen, Musik hören oder einfach ihre Ruhe, während Alea überzeugt davon war, morgens um sechs Uhr der perfekte Zeitpunkt zu sein, um jemandem die Haare zu bürsten. Alice sah das meistens etwas anders.
Alea hing trotzdem ständig an ihrer großen Schwester. Anfangs war Alice ihr absolutes Idol. Alles, was sie machte, war automatisch cool. Genau deshalb fing Alea viel zu früh an, heimlich Make-up auszuprobieren. Sehr zum Leidwesen ihrer Schwester, wenn mal wieder ein fingergroßes Loch in einer teuren Lidschattenpalette fehlte. Mit ihren dunklen Haaren und den großen braunen Augen sah Alea danach meistens eher aus, als hätte sie einen kleinen Kampf mit einem Schminkkoffer verloren, statt erfolgreich ein Beauty-Tutorial nachzustellen. Trotzdem lernte sie unglaublich schnell. Oft saß sie einfach daneben, wenn Alice Hausaufgaben machte oder lernte, und nahm dabei mehr mit, als irgendjemand erwartet hätte. Schule fiel ihr später erstaunlich leicht. Englisch und Italienisch sprach sie ohnehin fließend und Sprachen generell faszinierten sie schon früh. Während andere in der Highschool irgendwelche Clubs belegten, entschied Alea sich irgendwann spontan dafür, Russisch zu lernen. Einfach weil sie fand, dass das irgendwann bestimmt mal nützlich sein könnte. Typisch Alea eben. Ein bisschen impulsiv, aber immer neugierig. Nach der Highschool hatte sie trotzdem absolut keinen Plan, wohin mit ihrem Leben. Seit ihrem sechzehnten Lebensjahr jobbte sie in den Ferien überall dort, wo man schnell Geld verdienen konnte. Cafés, kleine Boutiquen, Veranstaltungen, eigentlich alles Mögliche. Aber eine wirkliche Vorstellung davon, welchen Weg sie später einschlagen wollte, hatte sie nie. Und genau deshalb verschwand sie mit neunzehn erstmal aus Chicago. Nicht komplett natürlich, aber sie zog los, reiste durch die Welt und tauchte für ganze fünf Jahre mehr oder weniger ab. Ihre Eltern unterstützten sie finanziell, zumindest größtenteils. Das Geld war da und Alea wusste auch, dass sie verdammt privilegiert war. Denn seien wir ehrlich: Die paar Nebenjobs allein hätten diese Reisen niemals bezahlt.
Trotzdem arbeitete sie sich durch unterschiedlichste Länder, lernte Menschen kennen, nahm spontane Jobs an und sammelte Erfahrungen, die sie wahrscheinlich nie wieder vergessen würde. Sie lebte zeitweise bei Gastfamilien, arbeitete in Bars, half in kleinen Hotels aus oder schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch. Und obwohl nicht immer alles perfekt lief, liebte Alea genau dieses Leben. Natürlich lernte sie dabei auch einiges über sich selbst. Zum Beispiel, dass Zelten absolut nichts für sie war. Wirklich gar nichts. Sie verstand bis heute nicht, wie Menschen freiwillig auf harten Böden schlafen konnten, während nachts irgendein Insekt versuchte, emotionalen Kontakt aufzubauen. Großstädte dagegen? Genau ihr Ding. Lichter, Menschen, Musik, spontane Nächte und viel zu laute Partys fühlten sich für sie nach Zuhause an. Alea war schon immer jemand gewesen, der das Leben lieber mitten im Chaos genoss, statt irgendwo auf dem Land absolute Ruhe zu haben. Und ja, sie probierte sich aus. In ziemlich vielen Dingen sogar. Ein bisschen Alkohol, manchmal Gras dazu und plötzlich fühlte sich die Welt leicht an. Definitiv nichts, was ihr Vater jemals erfahren sollte.
Mit vierundzwanzig zog es sie schließlich zurück nach Chicago. Nicht nur, weil ihr Vater langsam Druck machte, sondern auch, weil Alea selbst wusste, dass dieses Leben nicht ewig funktionieren konnte. Also kam sie zurück, fand eine schöne Wohnung in der Stadt und war eigentlich fest entschlossen, endlich zu studieren. Nur gab es da ein kleines Problem: ihre Eltern, oder genauer gesagt ihr Vater, hatten ziemlich klare Vorstellungen davon, was eine vernünftige Zukunft bedeutete. Medizin. Jura. Vielleicht Mode. Irgendetwas mit Status, Geld und Sicherheit. Alea dagegen wollte Linguistik studieren. Sprachen hatten sie schon immer fasziniert. Die Menschen dahinter, die Kulturen, die Art, wie Worte komplett unterschiedliche Bedeutungen tragen konnten. Genau das liebte sie. Nach all den Reisen fühlte sich dieser Studiengang endlich nach etwas an, das wirklich zu ihr passte. Nur sah ihr Vater darin absolut keine Zukunft. Immer wieder gab es Diskussionen darüber, was sie „damit später überhaupt machen“ wolle. Dass Karrierechancen begrenzt wären und sie sich damit nur unnötig Steine in den Weg legen würde.
Und je öfter diese Gespräche stattfanden, desto schwieriger wurde alles. Denn Alea stand plötzlich vor einer Entscheidung. Ging sie den sicheren Weg, den ihre Familie für sie ausgesucht hatte, inklusive finanzieller Unterstützung und einem stabilen Leben? Oder hörte sie endlich auf sich selbst und riskierte damit vielleicht alles? Nach fünf Jahren Reisen hatte sie schließlich nicht genug Geld angespart, um komplett alleine über die Runden zu kommen. Wohnung, Studium und Alltag in Chicago kosteten schließlich genug. Und so fühlte es sich irgendwann fast so an, als hätte sie gar keine wirkliche Wahl mehr.
Perspective
3rd person
Writing Style
Chat bevorzugt ~ man kann mich für alles begeistern
Post Style
alles kann.. nichts muss :D
The Wanted
Alice Rhodes (an idea)
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age32-38 y/o
Occupationdas ist wohl dir überlassen :D
ClassDas kommt drauf an, wie du dein Leben führst. Unsere Eltern kommen aus der Upper-Class.
RelationshipBig beloved sister!
Affiliationdir überlassen ♥
FaceclaimMein Vorschlag: Ana de Armas. Ich bin offen für Vorschläge :)
Alice Rohdes wirkt oft ruhig, kontrolliert und schwer greifbar. Sie gehört zu den Menschen, die selten sofort alles von sich preisgeben und lieber beobachten, bevor sie jemandem wirklich vertrauen. Mit ihrer disziplinierten und strukturierten Art war sie schon immer das komplette Gegenteil von Alea. Während ihre kleine Schwester impulsiv durchs Leben stolpert, denkt Alice lieber drei Schritte voraus.
Trotz ihrer eher kühlen Ausstrahlung liebt sie Alea bedingungslos. Auch wenn sie es selten offen zeigt, hatte sie ihre Schwester schon immer im Blick und war oft die Person, die im Hintergrund alles irgendwie zusammenhielt. Zwischen den beiden herrscht dieses typische Geschwisterchaos aus Diskussionen, Genervtsein und Loyalität, die am Ende trotzdem niemals verschwindet.
Zwischen Alice und Alea herrschte schon immer diese typische Geschwisterdynamik aus Chaos, Genervtsein und trotzdem irgendwie unzertrennlich sein. Oft lebten beide komplett aneinander vorbei. Während Alice längst mit Schule, Musik oder ihrem eigenen Leben beschäftigt war, wollte Alea lieber Barbie spielen, Aufmerksamkeit oder morgens um sechs Uhr unbedingt die Haare ihrer Schwester bürsten. Besonders früher war das nicht immer einfach, weil Alea gefühlt überall auftauchte und ständig Teil von allem sein wollte. Auch die teuren Make-up-Produkte blieben vor ihrer neugierigen kleinen Schwester selten sicher.
Trotz der vielen Diskussionen, genervten Blicke und kleinen Streitereien war zwischen den beiden aber immer eine besondere Verbindung da. Alea blickte schon früh zu Alice auf, während Alice oft beschützender war, als sie jemals offen gezeigt hätte. Mit den Jahren wurde aus dem kleinen Geschwisterchaos eine enge Bindung, auch wenn die beiden bis heute regelmäßig aneinandergeraten und selten derselben Meinung sind.
Gibt’s einige ... Wie wäre es mit dem Zeitpunkt, als Alea noch klein war und das Schminkzeug kaputt gemacht hat? Oder der Moment, als Alea von ihren Reisen zurückgekommen ist ...
Es ist auch etwas abhängig davon, wie du ihre Story schreibst. ♥
Ich möchte das du dich wohl fühlst! Das hier ist nur eine Idee und ein grober Fahrplan, an dem du dich lang hangeln kannst. Wenn du Ideen hast, immer her damit! Ich bin immer offen für neue Sachen :D Hast du Fragen? go for it ♥
Wisst ihr, was passiert, wenn man mit mehreren Sprachen aufwächst? Ehrlich gesagt gar nicht mal so viel. Man switcht irgendwann einfach automatisch zwischen mehreren Sprachen, ohne groß darüber nachzudenken. Praktisch ist das definitiv, besonders wenn man irgendwo auf der Welt landet und wenigstens versteht, was um einen herum passiert. Vielleicht macht es einen auch weltoffener. Vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon so genau?
Fakt ist jedenfalls: Alea Rohdes wurde im Mai 2000 an einem überraschend warmen Frühlingstag in Chicago geboren. Genauer gesagt auf der North Side, wo es eigentlich nie wirklich still wird. Und wenn man ehrlich ist, war sie eher ungeplant. Ihre Mutter kratzte damals bereits an der Vierzig und hatte ganz sicher andere Dinge im Kopf, als nochmal komplett von vorne anzufangen. Eigentlich hoffte man eher darauf, endlich Ruhe vor hormonellen Katastrophen zu haben, statt plötzlich wieder Windeln kaufen zu müssen. Anfangs hielt man die Schwangerschaft sogar wirklich für die Wechseljahre, bis der Bauch eben anfing zu wachsen und irgendwann klar wurde, dass das wohl doch eher ein Baby als Hormone waren. Überraschung. Noch ein Kind. Als wäre das nicht schon genug gewesen, folgte kaum ein Jahr später direkt die nächste Überraschung: Alessia. Die beiden Schwestern sahen sich erstaunlich ähnlich. Dunkle Haare, ähnliche Gesichtszüge, derselbe leicht genervte Blick, wenn ihnen etwas nicht passte. Charakterlich dagegen hätten sie teilweise unterschiedlicher kaum sein können. Alea war schon früh laut, neugierig und ständig auf der Suche nach irgendetwas Neuem. Alessia dagegen wirkte ruhiger, sortierter und deutlich vernünftiger. Während Alea irgendwann mit halb gepacktem Koffer spontan irgendwohin verschwinden würde, war Alessia eher die Person, die erstmal eine Liste schrieb, Preise verglich und wahrscheinlich nebenbei noch ein eigenes Business aufgebaut hätte.
Trotzdem waren die beiden immer eng miteinander verbunden. Vielleicht gerade, weil sie so unterschiedlich waren. Alea brachte Chaos in Situationen, Alessia Ordnung. Und meistens lief es darauf hinaus, dass Alea irgendeine spontane Idee hatte und Alessia bereits wusste, warum das schiefgehen würde. Gehalten hat Alea das trotzdem nie davon ab. Ihre Kindheit war insgesamt ziemlich gut. Es fehlte ihnen nie wirklich an etwas. Naja… außer an einem Hund. Diesen Wunsch konnte Alea ihren Eltern jahrelang vorjammern, bekommen hat sie trotzdem keinen. Vermutlich hatten die Angst, dass noch ein weiteres Lebewesen im Haus endgültig zu viel gewesen wäre. Dadurch, dass ihre große Schwester Alice bereits älter war und längst ihre eigenen Interessen hatte, lief zuhause sowieso ständig irgendwas gleichzeitig ab. Alice wollte lernen, Musik hören oder einfach ihre Ruhe, während Alea überzeugt davon war, morgens um sechs Uhr der perfekte Zeitpunkt zu sein, um jemandem die Haare zu bürsten. Alice sah das meistens etwas anders.
Alea hing trotzdem ständig an ihrer großen Schwester. Anfangs war Alice ihr absolutes Idol. Alles, was sie machte, war automatisch cool. Genau deshalb fing Alea viel zu früh an, heimlich Make-up auszuprobieren. Sehr zum Leidwesen ihrer Schwester, wenn mal wieder ein fingergroßes Loch in einer teuren Lidschattenpalette fehlte. Mit ihren dunklen Haaren und den großen braunen Augen sah Alea danach meistens eher aus, als hätte sie einen kleinen Kampf mit einem Schminkkoffer verloren, statt erfolgreich ein Beauty-Tutorial nachzustellen. Trotzdem lernte sie unglaublich schnell. Oft saß sie einfach daneben, wenn Alice Hausaufgaben machte oder lernte, und nahm dabei mehr mit, als irgendjemand erwartet hätte. Schule fiel ihr später erstaunlich leicht. Englisch und Italienisch sprach sie ohnehin fließend und Sprachen generell faszinierten sie schon früh. Während andere in der Highschool irgendwelche Clubs belegten, entschied Alea sich irgendwann spontan dafür, Russisch zu lernen. Einfach weil sie fand, dass das irgendwann bestimmt mal nützlich sein könnte. Typisch Alea eben. Ein bisschen impulsiv, aber immer neugierig. Nach der Highschool hatte sie trotzdem absolut keinen Plan, wohin mit ihrem Leben. Seit ihrem sechzehnten Lebensjahr jobbte sie in den Ferien überall dort, wo man schnell Geld verdienen konnte. Cafés, kleine Boutiquen, Veranstaltungen, eigentlich alles Mögliche. Aber eine wirkliche Vorstellung davon, welchen Weg sie später einschlagen wollte, hatte sie nie. Und genau deshalb verschwand sie mit neunzehn erstmal aus Chicago. Nicht komplett natürlich, aber sie zog los, reiste durch die Welt und tauchte für ganze fünf Jahre mehr oder weniger ab. Ihre Eltern unterstützten sie finanziell, zumindest größtenteils. Das Geld war da und Alea wusste auch, dass sie verdammt privilegiert war. Denn seien wir ehrlich: Die paar Nebenjobs allein hätten diese Reisen niemals bezahlt.
Trotzdem arbeitete sie sich durch unterschiedlichste Länder, lernte Menschen kennen, nahm spontane Jobs an und sammelte Erfahrungen, die sie wahrscheinlich nie wieder vergessen würde. Sie lebte zeitweise bei Gastfamilien, arbeitete in Bars, half in kleinen Hotels aus oder schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch. Und obwohl nicht immer alles perfekt lief, liebte Alea genau dieses Leben. Natürlich lernte sie dabei auch einiges über sich selbst. Zum Beispiel, dass Zelten absolut nichts für sie war. Wirklich gar nichts. Sie verstand bis heute nicht, wie Menschen freiwillig auf harten Böden schlafen konnten, während nachts irgendein Insekt versuchte, emotionalen Kontakt aufzubauen. Großstädte dagegen? Genau ihr Ding. Lichter, Menschen, Musik, spontane Nächte und viel zu laute Partys fühlten sich für sie nach Zuhause an. Alea war schon immer jemand gewesen, der das Leben lieber mitten im Chaos genoss, statt irgendwo auf dem Land absolute Ruhe zu haben. Und ja, sie probierte sich aus. In ziemlich vielen Dingen sogar. Ein bisschen Alkohol, manchmal Gras dazu und plötzlich fühlte sich die Welt leicht an. Definitiv nichts, was ihr Vater jemals erfahren sollte.
Mit vierundzwanzig zog es sie schließlich zurück nach Chicago. Nicht nur, weil ihr Vater langsam Druck machte, sondern auch, weil Alea selbst wusste, dass dieses Leben nicht ewig funktionieren konnte. Also kam sie zurück, fand eine schöne Wohnung in der Stadt und war eigentlich fest entschlossen, endlich zu studieren. Nur gab es da ein kleines Problem: ihre Eltern, oder genauer gesagt ihr Vater, hatten ziemlich klare Vorstellungen davon, was eine vernünftige Zukunft bedeutete. Medizin. Jura. Vielleicht Mode. Irgendetwas mit Status, Geld und Sicherheit. Alea dagegen wollte Linguistik studieren. Sprachen hatten sie schon immer fasziniert. Die Menschen dahinter, die Kulturen, die Art, wie Worte komplett unterschiedliche Bedeutungen tragen konnten. Genau das liebte sie. Nach all den Reisen fühlte sich dieser Studiengang endlich nach etwas an, das wirklich zu ihr passte. Nur sah ihr Vater darin absolut keine Zukunft. Immer wieder gab es Diskussionen darüber, was sie „damit später überhaupt machen“ wolle. Dass Karrierechancen begrenzt wären und sie sich damit nur unnötig Steine in den Weg legen würde.
Und je öfter diese Gespräche stattfanden, desto schwieriger wurde alles. Denn Alea stand plötzlich vor einer Entscheidung. Ging sie den sicheren Weg, den ihre Familie für sie ausgesucht hatte, inklusive finanzieller Unterstützung und einem stabilen Leben? Oder hörte sie endlich auf sich selbst und riskierte damit vielleicht alles? Nach fünf Jahren Reisen hatte sie schließlich nicht genug Geld angespart, um komplett alleine über die Runden zu kommen. Wohnung, Studium und Alltag in Chicago kosteten schließlich genug. Und so fühlte es sich irgendwann fast so an, als hätte sie gar keine wirkliche Wahl mehr.
Perspective
3rd Person
Writing Style
Chat bevorzugt ~ man kann mich für alles begeistern
Post Style
alles kann.. nichts muss :D
The Wanted
Alessia Rhodes (an Idea)
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age25 y/o
OccupationStudentin? Was Unternehmerisches..?
Classdir überlassen :D Du kannst alles sein, wenn es Sinn macht
RelationshipLittle Sister ♥
AffiliationEntscheide du!
FaceclaimKylie jenner (ungern Verhandelbar)
Alessia Rohdes wirkt auf viele Menschen ruhig, aufmerksam und deutlich strukturierter, als sie eigentlich sein müsste. Sie handelt selten überstürzt, ohne dabei kühl oder unnahbar zu wirken, und gehört eher zu den Menschen, die ihr Umfeld erst beobachten, bevor sie sich wirklich öffnen. Gleichzeitig besitzt sie eine ehrgeizige und zielorientierte Seite, besonders wenn es um Dinge wie Organisation, Business oder langfristige Pläne geht. Trotz ihrer eher ruhigen Art kann Alessia überraschend humorvoll, schlagfertig und manchmal auch spontaner sein, als man zunächst erwarten würde. Sie wirkt insgesamt bodenständig, kontrolliert und angenehm gelassen, ohne dabei langweilig oder zu perfekt zu erscheinen.
Alessia und Alea sind gemeinsam mitten im typischen Großstadtchaos Chicagos aufgewachsen. Obwohl zwischen ihnen nicht einmal ein ganzes Jahr liegt, waren die beiden schon früh komplett unterschiedlich unterwegs. Während Alea laut, neugierig und ständig auf der Suche nach irgendetwas Neuem war, wirkte Alessia oft deutlich ruhiger und sortierter. Trotzdem hingen die beiden fast ständig zusammen. Sie teilten sich vieles, sahen sich unglaublich ähnlich und sorgten zuhause regelmäßig gleichzeitig für Chaos und Unterhaltung. Gerade für ihre Eltern dürften die beiden dunkelhaarigen Schwestern manchmal anstrengender gewesen sein, als sie wahrscheinlich zugeben würden.
Mit den Jahren entwickelte sich zwischen ihnen diese Mischung aus bester Freundin und Schwester. Es gab Streit, Diskussionen und Phasen, in denen beide komplett unterschiedliche Vorstellungen vom Leben hatten. Während Alea irgendwann begann, immer mehr unterwegs zu sein und sich von Ort zu Ort treiben zu lassen, ging Alessia vieles deutlich strukturierter an. Trotzdem riss der Kontakt zwischen ihnen nie wirklich ab. Egal wie unterschiedlich ihre Leben zeitweise liefen, Alessia gehörte immer zu den ersten Personen, die Alea anrief, wenn irgendetwas passiert war.
Da gibt es sicher einiges... Wir können Intern darüber schnacken ♥
Ich möchte das du dich wohl fühlst! Das hier ist nur eine Idee und ein grober Fahrplan, an dem du dich lang hangeln kannst. Wenn du Ideen hast, immer her damit! Ich bin immer offen für neue Sachen :D Hast du Fragen? go for it ♥
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Privé an der Bar
ClassInoffiziell Oberschicht, offiziell Mittelschicht in richtung unterschicht
AffiliationSigma Kappa Delta
OriginSaint Albans - England
FaceclaimNicole Wallace
Viele Menschen erzählen von einer glücklichen Kindheit, von Geborgenheit und einer liebevollen Familie. Hätte man Noa früher gefragt, hätte sie sicher auch von so einer Familie erzählt, doch heutzutage kann sie das nicht wirklich nachvollziehen, zumindest nicht ab dem Moment wo sich für sie alles verändern hatte.
Noa Soleil Wells geboren am 01.Juni.2002 in Saint Albans in England. Tochter von Olivia und Miguel Wells, kleine Schwester von Theodore Wells. Das Mädchen was sich alle erhofft hatten. In ihrer Kindheit fehlte nichts, die Familie wuchs in einem sehr Luxiösen Vittel auf und hatten alles was man nur brauchte, wenn nicht sogar mehr als das. Als das erste Mädchen der Familie hatte Noa den Bonus des kleinen Sonnenscheins und bekam immer gleich alles was sie nur wollte. Durch das ganze Geld hatte sie immer viele Freunde, was man als kleines Kind sicher sehr toll fand. Doch mit einem Schlag änderte sich alles. Die Familie zog aufgrund der Arbeit des Vaters, im Alter von 6 Jahren nach Chicago. Auch da lebten sie natürlich Luxeriös weiter, doch Noa veränderte sich. Sie war zwar noch immer der kleine Sonnenschein, doch berichteten ihre Eltern, sie würde große Schwester werden, was sie zu diesem Zeitpunkt irgendwie gar nicht so toll fand denn ihr Großer Bruder reichte ihr. Noch ein Kind in der Familie konnte sie sich gar nicht vorstellen aber sie nahm es hin und freute sich am ende doch über eine kleine Schwester. So war der kleine Sonnenschein zwar noch ein Sonnenschein aber nicht mehr der kleine, der an erster Stelle stand. Wie jedes Mädchen kam Noa in die Pubertät und damit fing es auch an, dass sie nicht mehr immer nur das tat was die Eltern toll fanden. Durch ihr noch Junges Alter schafften Ihre Eltern sie aber doch weiter zu händeln. Doch im Teenager Alter wurde es immer schwerer für die beiden und so beschlossen sie Noa zu ihrer Tante zu bringen damit sie dort merken sollte, was sie eigenlich an ihrer Familie hatte. Leider ging deren Plan nicht auf und Noa zog immer mehr in die gegengesätze Richtung vom Verhalten und wurde laut ihres Vaters respektlos und unverschämt. So beschlossen Olivia und Miguel ihre Zeit und ihr Geld nicht mehr in Noa reinzustecken sondern lieber in ihren neuen Sonnenschein. So bekam Noa zu ihrem 16. Geburtstag eine Karte mit den Worten "Sieh zu wie du Geld verdienst, von uns bekommst du nichts mehr. Happy Birthday". Das war der Moment als ihr der Geldhahn zugeschlossen wurde, sie das letzte mal Kontakt zu ihren Eltern hatte und sie zusehen musste was sie machte. Ein Glück hatte sie noch Ihre Tante, welche ihr ein Dach über dem Kopf anbieten konnte aber mehr leider auch nicht, denn sie hatte gefühlt das gleiche durchmachen müssen und war somit eher bei der Mittelschicht richtung Unterschicht gelandet. Durch Ihre Tante bekam Noa dann Ihren ersten kleinen Jobs als Kellerin in einem Cafe welches ihrer besten Freundin gehörte. Dank dem zurück gelegten Geld von Noa und dem neuen verdienten Geld schaffte sie es mit 18 Jahren ein Führerschein zu machen. Da sie schon immer eine Begeisterung für Autos hatte, half sie auch ab und zu mal in einer Werkstatt aus in welcher ihr Bruder arbeitete. Denn die beiden verstanden sich noch immer sehr gut, mussten aber vieles doch eher heimlich machen. Mit frischen Führerschein und sehr guten Fahrkenntnissen fing Noa heimlich an bei Straßenrennen mitzufahren um sich was dazu zu verdienen. Mit frischen 20 Jahren fragte ihre Tante Noa wie es mit einem Neuen Job aussähe. So bekam Noa einen neuen Job von Ihrer Tante besorgt und wurde für einige Zeit Chauffeurin einer sehr angesehenden Familie. Da sie Autos liebte, gefiehl ihr diese Aufgabe sehr und sie machte sie mit Leidenschaft. Nach dem ganzen hätte jeder gedacht das Noa Techanikerin oder sowas werden würde. Doch entschied sie sich mit 21 Jahren dazu sich für ein Studium in richtung Lehramt zu bewerben. Welches sie dann auch für ihr 22. Lebensjahr bekam. Da da das durch die gegend Fahren zeitlich im Studium nicht mehr passte, entschied sie sich diese Stelle aufzugeben und suchte sich was neues. Durch ein Zufall kam sie zu einem Barkeeperin Job im The Privé. Noa konnte sich das gut vorstellen und so fing sie mit dem Bartender an. Um ihr Studium zu finanzieren machte die dies voller Leidenschaft, fuhr aber trozdem wenn möglich mal bei ein paar Rennen mit oder hatte zur Not noch ihren Bruder im Peto, denn dieser leihte ihr wenn nötig auch heimlich mal was. Im Studium dauerte es dann auch nicht so lange und sie trat der Verbindung Sigma Kappa Delta bei. Und so verabschiedete die sich dankend bei ihrer Tante und zog in die Alte Villa. Zu beginn war es wieder sehr komisch nur Anwärter zu sein, doch sie zeigte das sie richtig am Platz war und konnte dort dann ihrer Liebe zum Auto wieder nach gehen und fing als Carriers an. Wäre der Konflikt mit dem The Inner Circle nicht schon genug, traf sie vor kurzem ihre kleine Schwester zufällig und sah sie genau in den Klamotten, das konnte noch was werden.
Perspective
Beides möglich
Writing Style
Beiden
Post Style
Ich bin anpassungsfähig
The Wanted
Eliana Wells [Vorname VB]
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age18/19
OccupationSuch dir was passendes aus
ClassUpper Class
RelationshipDu bist meine kleine Schwester
AffiliationThe Inner Circle
FaceclaimClara Galle [ist nur ein Vorschlag, gerne dürfen auch andere Angeboten werden]
Da es dein Charaktere ist will ich dir da nicht so viel vorgeben. Wichtig ist nur das du Noa den "Sonnenschein" Platz weggenommen hast und der Liebling der Familie warst. Dir hat sn nichts gefehlt und so wirst du sicher auch vom Charakter werden.
Begonnen hat unsere Story mit dem 6. Lebensjahr von Noa, als sie von Olivia und Miguel Wells [unseren Eltern] erfahren hat große Schwester zu werden. Erst einmal war sie gar nicht begeistert davon immerhin war sie der kleine Sonnenschein der Familie als bisherige einzige Tochter und hatte so das Privileg immer an 1. Stelle zu stehen. Als du auf die Welt kamst hat sich dies aber ganz schnell geändert, das gefiel Noa gar nicht doch irgendwann fand sie sich damit ab und fand sogar toll eine Schwester zu bekommen. So haben die beiden die Kindheit von dir oft zusammen verbracht mit spielen, steiten und sonst irgendwas. Als Noa im Teenager Alter [14/16 Jahre] dann zu ihrer Tante geschickt wurde brach der Kontakt rasant ab. Erst trafen sich die beiden immer mal wieder noch, doch es wurde immer seltener bis die Eltern den Kontakt mit Noas 16. Lebensjahr komplett abbrach und seither haben die beiden dich auch nicht nehr gesehen.
Wie dein Leben seither verlief ist dir somit ganz frei überlassen. Wäre nur schön das es so passt, dass sie weiterhin der Liebling war und in der Familie blieb und den Erwartungen der Eltern Nachging. Wir beide haben auch noch einen älteren Bruder, mit dem treffe ich mich heimlich öfters, wieso du da nicht dabei warst oder ob du es überhaupt weißt ist dir überlassen, denn die Eltern wussten und wissen es nicht.
Jetzt studierst du recht neu [um ein Jahr rum] und ich habe dich mit den Klamotten der "feinde" gesehen, gesprochen haben wir aber noch nicht seither.
Ich bin bei den Sigma Kappa Deltas und du bei den The Inner Circle, unsere Verbindungen sind laut der Sigma Kappa Delta Verbindung feinfe. Also mal schauen was daraus wird. Du bist zwar meine Schwester die ich früher eins sehr gerne hatte, doch haben wir uns auch lange nicht mehr gesehen also mal sehen was daraus wird.
Ich freue mich wenn du Interesse hast, doch bitte ich dich dann auch zu bleiben und nicht direkt wieder zu verschwinden.
Ich hätte einen Wunsch im Namen. Bitte den Namen oder den 2. Namen so nehmen das er die Bedeutung Sonne,Sonnenschein oder sowas in der Art hat.
Den "Sonnenschein" Wunsch im Namen ist daher, da Noa auch als 2. Namen einen Namen mit der Bedeutung hat und das dadurch kam da die Eltern sie ja erst immer Sonnenschein genannt haben und später dich, daher würde passen wenn auch bei dir der Name so eine Bedeutung hat.
OccupationDrogenlieferant, Besitzer des Avalon Diner
ClassLower Class (Auftreten), Upper Class (Money)
AffiliationThe Privé
OriginMiami
FaceclaimMiguel Gomez
Circa sechs Liter Blut hat jeder Mensch in seinem Körper, diese Allgemeinbildung lernt man bereits in der Schule, wenn man denn aufpasste. Was einem dabei niemand erzählte, war die Tatsache, dass sich diese sechs Liter Blut eher wie sechzig Liter anfühlten, wenn sie sich plötzlich vor einem ausbreiteten und man mit zitternden Händen den verzweifelten Versuch startete, die Wunde zuzudrücken. Wahrnehmung war schon etwas Lustiges; man konnte sich einer Sache absolut sicher sein und doch getäuscht werden. Und am Ende kniete man doch neben einem leblosen Körper, wiederholte wie ein Wahnsinniger immer und immer wieder denselben Namen als wäre es eine Beschwörungsformel, um den Tod zu vertreiben, nur weil man nicht wahrhaben wollte, dass man seine eigene Schwester erschossen hatte..
Wenn zwei Menschen nicht dazu gemacht waren, Eltern zu sein und dennoch gleich zweimal den Segen eines Kindes erhielten, dann konnte es gar nicht anders kommen als zu einer Katastrophe. Ana und Samuel Guerrero waren beides Schulabbrecher, die sich mit schlecht bezahlten Nebenjobs, in die sie so wenig Zeit wie möglich investierten, gerade so über Wasser hielten, dass sie sich eine winzige Wohnung in der schlechtesten Gegend der Stadt leisten konnten. Und einen Hund. Natürlich mussten sie irgendwo einen Straßenköter aufgegabelt haben, der den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hatte als in dem fünf Quadratmeter großen Garten auf und ab zu laufen und Dinge anzukläffen, die nur er sehen konnte. In dieses malerische Umfeld wurde Rio Felipe Ángel Guerrero im Jahr 1989 hineingeboren. Eine Hausgeburt, natürlich, und kaum hatte seine Mutter ihn mithilfe einer Freundin auf die Welt gebracht, die sich selbst 'Hebamme' nannte, aber eigentlich nur zu viele Esoterik-Sendungen geschaut hatte, steckte sie sich auch schon die nächste Zigarette an. Rio wurde nach seinen Großvätern benannt, die er aber leider nie zu Gesicht bekam, weil seine Eltern noch als Jugendliche beschlossen hatten, von zu Hause fortzulaufen, um sich irgendwie ein neues Leben in Miami aufzubauen. Eine romantische Vorstellung, dessen Überbleibsel man in der Müllhalde ihres Zuhauses sicher noch irgendwo vergraben finden konnte, bevor sie ihre Träume über Bord geworfen hatten. Das Leben spielte nun einmal nicht immer so wie man es wollte. Seine Eltern waren also die einzige Familie, die er kannte und die einzigen, die seine Erziehung übernahmen - wenn man einmal von der Nachbarin absah, die hin und wieder auf ihn aufpasste, wenn seine Eltern tatsächlich einmal gleichzeitig auf der Arbeit erscheinen mussten. Und der Fernseher. Der Fernseher hatte ihm eindeutig am meisten Wissen in seinen jungen Jahren vermittelt und war für ihn zu einem ständigen Rückzugsort geworden, wenn seine Eltern wieder einmal stritten. Der Monat, in denen ihnen der Strom abgestellt wurde, weil sie die Rechnung nicht bezahlt hatten, gehörte eindeutig zu der schlimmsten Zeit in seinem Leben; das behauptete Rio selbst heute noch.
Ein kleiner Lichtblick erschien als seine Schwester Emilia die kleine Familie vervollständigte - zumindest sah er es aus den Augen eines naiven Vierjährigen heraus so, während sich die damit verbundenen Probleme bei seinen Eltern überschlugen. Der Mangel an Geld stand dabei natürlich weiterhin an erster Stelle, aber auch das Platzproblem wurde in der Zwei-Zimmer-Wohnung immer präsenter. Die beiden Kinder hatten kein eigenes Zimmer, sondern schliefen im Wohnzimmer, was für die Nerven aller zur Zerreißprobe wurde. Das ständige Geschrei eines neugeborenen Babys schien auch den Nachbarn irgendwann zu viel zu werden und nur ein Jahr später stand erstmals das Jugendamt vor ihrer Tür, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Es als weniger als katastrophal zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung gewesen und doch wurden ihren Eltern vorerst lediglich verwarnt, sollten dafür sorgen, dass die Wohnung in einen annehmbaren Zustand gebracht wurde und die Kinder ihr eigenes Zimmer bekamen. Ihren Eltern blieb nichts anderes übrig, als ihr Schlafzimmer aufzugeben und selbst ins Wohnzimmer zu ziehen, um den Auflagen gerecht zu werden. Eine Weile lang schienen Ana und Samuel sich tatsächlich zu bemühen, doch ebenso schnell wie der Auftritt des Jugendamtes sie zum Umdenken gebracht hatte, fielen sie auch wieder in alte Muster zurück. Samuel verlor seinen Job, wodurch das Essen knapp wurde und die Luft ständig von Streit geschwängert war. Insbesondere das Familienoberhaupt war sichtlich überfordert davon in seiner Rolle versagt zu haben und Überforderung ließ einen schnell aus Affekt handeln. Rio war inzwischen sechs Jahre alt, ein Alter, in dem man zunehmend seinen eigenen Kopf durchsetzen wollte und seine Grenzen austestete. Worte der Ermahnung drangen da nur noch selten zu ihm durch und da sein Vater arbeitslos war und er selbst mangels Geld nicht in den Kindergarten ging, waren die beiden, zusammen mit seiner inzwischen zweijährigen Schwester, deutlich zu oft allein zu Hause eingesperrt. Es war ein Pulverfass, das eines Tages hochgehen musste, doch ironischerweise geschah dies erst, nachdem Rio eingeschult wurde. Plötzlich lernte er, wie es bei anderen zu Hause aussah und was sie für tolle Spielsachen besaßen und die Fragen darüber, warum er selbst so etwas nicht haben konnte, wurden immer penetranter. Da sein Vater einer richtigen Antwort auswich, fragte er immer und immer wieder nach, selbst als Samuel ihn anschrie, dass er endlich den Mund halten sollte. Doch er tat es nicht. Ein einziges Mal rutschte seinem Vater in dieser Diskussion die Hand aus, um seinen Sohn endlich zum Schweigen zu bringen. Und es wirkte; allerdings nicht ohne Folgen. Seine Lehrerin wurde am nächsten Tag auf das blaue Auge aufmerksam und verständigte ohne zu zögern erneut das Jugendamt - nur dass seine Eltern diesmal nicht mit einer Verwarnung davonkamen. Ehe Rio richtig begreifen konnte, welche Steine ins Rollen gebracht wurden, saß er nur wenige Tage später auch schon mit einer gepackten Tasche und seiner Schwester in einem Auto, das sie in ihr neues zu Hause bringen sollte: ein Kinderheim.
Man hätte meinen können, dass Rio froh darüber war, seinen alten Lebensumständen zu entfliehen, aber Kinder kannten nun einmal nur das, was ihnen vorgelebt wurde, also hatte er seine Eltern trotz der widrigen Umstände nicht weniger geliebt. Die plötzliche Umgewöhnung fiel ihm hingegen schwer, mehr als einmal wurde er von der Polizei zurückgebracht, weil er nach der Schule zu seinen Eltern zurückfinden wollte und sich dabei hoffnungslos in seiner bisher kaum erforschten Heimatstadt verlief. Darüber hinaus war er nicht daran gewöhnt unter so vielen Leuten zu sein.. doch als sein Widerstand sich mit der Zeit löste und er sich den unvermeidbaren Veränderungen beugte, erkannte er auch die guten Seiten: noch nie hatte er so viel Platz gehabt, denn auch wenn er sich sein Zimmer mit drei anderen Jungen teilte, war der Raum in seinen Augen dennoch riesig; ebenso wie der Garten, in dem man schaukeln und Fußball spielen konnte. Drinnen warteten weitere Spielsachen, regelmäßiges Essen und nie wieder hatte er den beißenden Geruch von altem Whiskey oder nasser Zigarettenasche in der Nase. Einzig die Tatsache, dass er nur eine Stunde am Tag den Fernseher einschalten durfte, führte zu einigen Diskussionen, die mit der Zeit aber ebenso in Vergessenheit gerieten, wie alles andere, was sein bisheriges Leben dargestellt hatte. Als er älter wurde und er das Konzept der Adoption verstanden hatte, stellte seine größte Angst dar, dass man ihn und seine Schwester trennen könnte. Er liebte Emilia und würde niemals zulassen können, dass jemand anderes auf sie aufpassen sollte als er selbst; nach einer Reihe von herzzerreißenden Gesprächen mit den Betreuern und einer Menge geflossener Tränen, wurde ihm versichert, dass man die Geschwister nur gemeinsam vermitteln würde - und tatsächlich wurde dieses Versprechen gehalten. Zwei Kinder, auch noch unterschiedlichen Alters, zu vermitteln, stellte aber natürlich eine andere Herausforderung dar, was zur Folge hatte, dass Jahr um Jahr verging und Rio und Emilia noch immer in dem Kinderheim festsaßen. Da es ihnen an nichts fehlte, waren sie sich jedoch beide einig, dass sie lieber zusammen hier blieben, anstatt getrennt woanders zu leben.
Trotz der schützenden Hand, die ihn nun überwachte, konnte doch niemand verhindern, dass er die vollkommen falschen Entscheidungen traf, sobald er auf die Middle School wechselte. Hier erwachten plötzlich alle Klischees der amerikanischen Teenager-Filme zum Leben und er hatte nicht vor, in diesem 'Überlebenskampf' unterzugehen, in dem es am Ende eigentlich nur um Beliebtheit ging. Dass Fragen wie 'wer hat die meisten Einträge im Jahrbuch' oder 'wer wurde zur Ballkönigin gekrönt' im späteren Leben keine Relevanz mehr hatten, spielte mit 14 Jahren erstmal keine Rolle. Man wollte gewinnen, man wollte dazugehören - und man tat dumme Sachen, um genau das zu erreichen und nicht als Langweiler oder Feigling abgestempelt zu werden. Nachdem er eine Wette gewonnen hatte, das Auto eines Lehrers mit Farbe vollzusprayen, fand er erstmals echte Freunde außerhalb seiner Mitbewohner im Kinderheim; so 'echt' Freunde, die sich nur durch das Bestehen solcher Aufgaben gewinnen ließen, auch sein konnten.. In einem Lebensabschnitt, in dem nichts wichtiger erschien als von anderen gemocht zu werden, erkannte er diese falsche Loyalität jedoch nicht als solche und war einfach froh darüber, dass er zu mehr wurde als dem Jungen, der im Kinderheim lebte. Und er tat alles, damit das so blieb. Als sich jemand darüber lustig machte, dass er nur irgendwelche abgetragenen Second-Hand-Klamotten trug, die dem Heim gestellt wurden, endeten seine anfänglichen Beteuerung darüber, dass er keine andere Alternative hatte, mit einer weiteren Herausforderung: er sollte sich doch einfach bessere Klamotten irgendwo klauen; so machten es die anderen auch immer wieder. Obwohl er ganz offensichtlich leicht zu beeinflussen war, dauerte es dennoch einige Wochen, bis er sich tatsächlich dazu hinreißen ließ. Es war ganz einfach, er musste nur in einen Laden gehen, ein paar Klamotten mit in die Umkleide nehmen und ein Shirt, das er haben wollte, unter seinem Hoodie anbehalten. Ein einfacher Plan und doch hatte sein Herz so schwer geschlagen, dass er sich sicher war, die Mitarbeiter müssten es hören können. Was tatsächlich nicht zu überhören war, war der Alarm, der plötzlich losging als er den Laden verließ. Obwohl ihm innerlich der Atem stockte, hatte er sich doch dazu gezwungen, weiterzugehen als sei er sich keiner Schuld bewusst - und ein gut gemeinter Wink des Schicksals hatte dafür gesorgt, dass er hinter sich eine Diskussion losbrechen hörte, weil die Mitarbeiterin eine Frau verdächtigte, die gleichzeitig mit ihm durch die Tür getreten war und offenbar schon einmal etwas hatte mitgehen lassen. Die Welle der Erleichterung, die ihn damals überflutet hatte, war ihm noch Jahre später im Gedächtnis geblieben. Er wusste, dass es mehr Glück als Verstand war, dass er so einfach davongekommen war und das schlechte Gewissen, das ihn überkommen hatte, sorgte lange dafür, dass er es nicht wagte, das Shirt zu tragen. Als er es doch endlich tat, bekam er so viel Zuspruch von seinen Freunden, dass es bald keine Rolle mehr spielte, dass ihm beinahe das Herz stehen geblieben wäre und dass es ebenso knapp war, dass man ihn geschnappt hätte. Er erkannte, dass er einfach nur klüger vorgehen musste. Er brauchte Läden, die nicht mit einem modernen Alarmsystem gesichert waren. Von diesem Punkt an dauerte es nicht mehr lange, bis er sich morgens nach dem Verlassen des Kinderheims noch einmal umzog, um in der Schule mit seinen neuen Klamotten zu glänzen und die Betreuer gleichzeitig nicht misstrauisch werden zu lassen. Lediglich seine Schwester weihte er in sein Geheimnis mit ein - und ließ sie an seinem Diebesgut teilhaben.
Als er und seine Freunde mit 15 Jahren ihre erste Zigarette rauchten, hielten sie sich noch für cool. Nur ein Jahr später hatte jeder von ihnen ständig eine Kippe zwischen den Lippen klemmen und da der Nervenkitzel des verbotenen Rauchens schnell nachgelassen hatte, mischte sich bald Gras zwischen den Tabak. Er war regelmäßig high, noch bevor er sein erstes Bier getrunken hatte; Rio hielt nicht viel von Alkohol, weil er der Meinung war, dass es einen zu sehr die Kontrolle über seine Handlungen verlieren ließ. Sein Vater hatte ihm dies nachdrücklich unter Beweis gestellt - eine Erinnerung, die erstmals wie ein weiterer Schlag in sein Bewusstsein drang als ihm nach langer Zeit der Geruch von Whiskey begegnete. Zur selben Zeit erfuhren seine Freunde nach einem zufälligen Blick auf seinen Ausweis, dass er mehr als einen Vornamen hatte. Da sie die Ironie dahinter lustig fanden, dass er inzwischen alles andere als 'engelsgleich' war, aber nach außen hin immer noch von allen Betreuern und Lehrern für den vorbildlichen Jungen gehalten wurde, wurde er fortan von den meisten nur noch Ángel genannt. Ihm war der neue Spitzname recht und irgendwann wurde es so sehr zur Gewohnheit, ihn zu hören, dass er selbst dazu überging, sich anderen damit vorzustellen. Gleichzeitig wuchs die Liste an kleineren Straftaten, die er beging und auch was den Alkohol betraf, siegte der Gruppenzwang schließlich doch noch - am Ende ging es eben doch nur darum dazuzugehören. Oder angeben zu können. Einer seiner Freunde konnte das plötzlich. Wie aus dem Nichts trug TJ nur noch die besten Klamotten, hatte eine teure Uhr am Handgelenk und die neuste Technik; und Rio sollte bald erfahren, dass sich leicht Geld verdienen ließ, wenn man Gras nicht nur konsumierte, sondern es an andere verkaufte. Er zögerte lange als TJ ihm das Angebot machte, ihm die Leute vorzustellen, für die er die Drogen verkaufte, doch schließlich befand er sich in einer Situation aus der er so leicht nicht mehr herauskam. Es war ein simples Schneeballsystem, das er in seinen jungen Jahren aber natürlich nicht als solches durchschaute. Er kannte ja nicht einmal den Begriff. Ihm wurde einfach nur erklärt, wie es ablief: er kaufte eine gewisse Menge an Gras. Das war der erste Schritt. Oder besser gesagt -da er natürlich kein Geld hatte- nahm er eine Art Kredit bei diesen Leuten auf, der dem Wert der Drogen entsprach. Er brauchte den Stoff einfach nur zu verkaufen, seine Schulden zurückzahlen und den Gewinn einstreichen. Hört sich plausibel an, oder? Schon, wenn man keine Ahnung davon hatte, wie ein Markt funktionierte. Natürlich wurden ihm die Drogen zu einem viel zu hohen Preis verkauft, weit höher als er sie wieder auf der Straße würde verkaufen können. Die Folge war, dass er am Ende nicht einmal das Geld wieder reinbekommen hatte, dass er sich geliehen hatte - und Gewinn hatte er erst recht nicht gemacht. An diesem Punkt hatte er das erste Mal Schulden. Und wie sollte er sie bezahlen? Natürlich waren diese Leute so gnädig, ihm einen weiteren Kredit zu geben.. und der Teufelskreis begann.
Je weiter er auf die schiefe Bahn abrutschte, desto mehr lernte er entsprechende neue Kontakte kennen, die sich in denselben Kreisen wie er selbst bewegten. Obwohl er nie geplant hatte, sein Leben in diese Richtung abgleiten zu lassen, musste er sich mit 17 Jahren doch eingestehen, dass er es ziemlich verkackt hatte. Er hatte Geld verdienen wollen und hatte jetzt weniger als vorher; und keinem, dem er sich deswegen wirklich anvertrauen konnte. In seinem oberflächlichen Freundeskreis hatten echte Probleme und tiefsinnige Gespräche keinen Platz. Dort wurde er nur gefeiert, weil man umso leichter an die Drogen herankam, wenn man den Dealer kannte. Und seine Schwester wollte er aus all dem heraushalten. Die Person, die ihn tatsächlich danach fragte, wie es ihm ging, war ein vielleicht Mitte 20-Jähriger, den er kaum kannte. Bis dahin war er einfach einer seiner Kunden gewesen, auch wenn er nicht den Anschein machte als würde er so ein Zeug konsumieren. Fragen zu stellen, gehörte jedoch nicht zu Rio's Aufgaben, er war einfach nur froh über jeden Euro, den er mit ein paar Gramm Gras verdienen konnte. Auch die viel zu persönliche Frage wollte er zunächst nur mit Smalltalk abtun, doch Nico, wie er sich vorstellte, setzte sich zu ihm und blieb hartnäckig, bis er Rio eine ehrliche Antwort entlocken konnte. Er wusste nicht, wieso er sich überhaupt auf dieses Gespräch einließ, aber Nico hatte eine entwaffnende Offenheit an sich, die es einem schwer machte, sich nicht selbst auch ein Stück weit zu öffnen. Und zu wem konnte er wohl ehrlicher sein als zu einem Typen, der bei ihm Drogen kaufte? Verurteilt oder an die Cops verpfiffen, würde er von ihm sicher nicht werden. Aber es gab schlimmere Dinge. Als seine Geldsorgen zur Sprache kamen, wollte Nico ihm einen Ausweg aufzeigen: er würde jemanden kennen, der seine Schulden begleichen konnte, wenn er stattdessen für ihn arbeitete. Anstatt einen neuen Freund gefunden zu haben, war er also doch nur wieder an das nächste Arschloch geraten, dass ihn in eine Schuldenfalle locken wollte. Darauf konnte er verzichten.
Zumindest für eine Weile. Nachdem Nico sich ein paar Tage später glaubhaft bei ihm für das Angebot entschuldigt hatte, verzichtete Rio zwar immer noch darauf, es anzunehmen, aber wenigstens war zwischen ihnen beiden alles wieder cool. Es tat gut jemanden zu haben mit dem er offen reden konnte, auch wenn er weiterhin nicht wusste, woher dieses blinde Vertrauen in den Älteren kam. Vielleicht war es der unterbewusste Wunsch, endlich ein männliches Vorbild im Leben zu haben und jemanden, der ihn nicht gleich fallen ließ, nur weil er sich nicht auf die nächste verrückte Idee einließ. Am Ende geriet er trotzdem in die Scheiße und er konnte nicht einmal jemandem die Schuld dafür geben; höchstens sich selbst. Als er wieder einmal einen Abend mit Nico an ihrem gewohnten Platz verbrachte, tauchten zwei Zivilcops auf, die sie beide ohne große Reden zu schwingen wegen Drogenbesitz und vermeintlichem -handel festnahmen. Während Rio im Inneren der Zelle, in der sie warten mussten, kurz vorm Durchdrehen war, wirkte Nico beinahe entspannt - zu entspannt, aber davon nahm Rio in der damaligen Lage keine Notiz. Nico erklärte ihm schließlich, dass er sie mit seinem Anruf beide hier rausbringen konnte; er würde nur mit seinem Boss sprechen müssen, der ihnen die Kaution stellen und dafür sorgen würde, dass niemand von dem Vorfall erfuhr. Nicht einmal die Betreuer aus dem Heim. Das Argument traf eine offene Wunde, denn Rio hatte längst den Plan gefasst, nach seinem Schulabschluss und dem Erreichen seines 18. Lebensjahres dafür zu sorgen, dass seine kleine Schwester mit ihm aus dem Heim verschwinden konnte. Doch dafür brauchte er Geld, weswegen der Plan beinahe zu einem Wunschtraum geworden war. Vor allem aber konnte er sich keinen Eintrag in seiner Strafakte leisten, wenn er auch nur die geringste Chance darauf haben wollte, dass man ihm die Vorsorge für seine Schwester anvertrauen sollte. Was hatte er für eine Wahl? Er wusste, dass solche Gefälligkeiten immer mit einer Gegenleistung einherkamen.. aber es war die einzige Option, die er hatte.
Auf diese Weise geriet er an Jay Pearson, ein reicher Investor, der über seine Casinos, aber vor allem mit dadurch zusammenhängender Steuerhinterziehung und Geldwäsche sein Vermögen erweiterte. Ein Blick auf den maßgeschneiderten Anzug, die goldene Armbanduhr und den Bodyguard, der ihn wie ein Schatten verfolgte, reichte aus, um einen wissen zu lassen, dass dieser Mann nichts dem Zufall überließ - dafür hätte er nicht einmal unter Beweis stellen müssen, dass er genug Einfluss besaß, um selbst die Polizei zu bestechen. Doch damit hörten die Gefallen, die er Rio erwies, nicht auf: er gab ihm auch noch genug Geld an die Hand, um sich aus dem Teufelskreis der Drogendealer freizukaufen. Stattdessen sollte er für Jay arbeiten, um mit einem deutlich lukrativeren Verdienst endlich aus der Schuldenfalle zu entkommen. Aber Schulden blieben Schulden. Und Gläubiger blieben Gläubiger. Es fing vergleichsweise harmlos damit an, dass er Pakete von A nach B liefern sollte; Pakete, deren Inhalt er nie zu Gesicht bekam und es vermutlich auch gar nicht wollte, wenn man bedachte, wie gut Jay ihn dafür bezahlte, mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren und Botendienste zu erledigen. In einer Woche verdiente er bereits die Hälfte von dem, was er vorher mit dem Gras in einem ganzen Monat eingenommen hatte. Ein Lichtblick, der ihn glauben ließ, nicht erneut blindlings in eine Falle gelaufen zu sein.
“MY HONEST OPINION AND MY FRIENDLY ADVICE IS THIS: DO IT OR DO NOT DO IT — YOU WILL REGRET BOTH.”
Mit dem Bestehen seiner schulischen Abschlussprüfungen, begann für Rio ein neuer Lebensabschnitt. Mit seinen 18 Jahren hatte das Kinderheim keine andere Wahl als ihn vor die Tür zu setzen, doch auf sich allein gestellt war Rio dennoch nicht. Er machte einen Deal mit Jay, der ihm eine kleine Wohnung zur Verfügung stellte, bis er die Miete selbst zahlen konnte und damit dies so schnell wie möglich der Fall war, würde er sich fortan auf andere Aufträge einlassen als nur den Botenjungen zu spielen. Aber auch an seinen neuen Job führte man ihn erst einmal langsam heran, bis er zu tief drin steckte, um wieder aussteigen zu können. Casinos lockten Menschen mit Suchtproblemen an und Spielsucht trieb die meisten in den Ruin. Seine neue Aufgabe bestand darin, die Leute daran zu erinnern, dass sie noch Schulden bei Jay hatten und diese einzutreiben. Die ersten Aufträge waren einfach und er war stets in Begleitung von Nico, dessen Rolle in Jay's System er nun auch verstand. Die meisten Leute, die sie besuchten, hatten das Geld, um ihre Schulden zu bezahlen, bereits aufgetrieben. Es war also nicht mehr als eine Übergabe. Harmlos. Schwierig wurde es erst als jemand nicht bezahlen konnte. Während Rio unschlüssig war, was nun zu tun war, hatte Nico dem armen Schwein bereits den ersten Finger gebrochen. Und einen Zweiten. Und Dritten. Eine Warnung. Wie angewurzelt hatte Rio daneben gestanden, angewidert von dem Geräusch der brechenden Knochen und doch unfähig einzuschreiten. Das war nicht die Art und Weise wie er Geld verdienen wollte. Noch immer mit dem Gefühl im Magen als würde er sich jeden Augenblick übergeben müssen, trat er noch am selben Abend vor Jay, um ihm zu sagen, dass er aussteigen wolle. Als Antwort bekam er einen prall gefüllten Umschlug mit Geldbündeln zugeschoben. Mehr Geld als er zusammengerechnet je im Leben besessen hatte. Sein zukünftiger Monatslohn.. sofern er tat, was notwendig war. Im Leben traf man immer wieder auf Situationen, in denen der eigene Charakter auf die Probe gestellt wurde - und Rio wusste, dass er sie ein weiteres Mal nicht bestanden hatte als er nach einem kurzen Zögern den Umschlug an sich nahm.
Mit einem Mal waren seine jahrelangen Geldsorgen verschwunden. Er hatte keine Schulden mehr, konnte sich eine eigene Wohnung und einen Führerschein inklusive Fahrzeug leisten und sah seinen Kontostand von diesem Moment an jeden Monat wachsen. Mit 19 Jahren war er also endlich in der Lage Emilia aus dem Kinderheim zu holen und sie stattdessen bei sich einziehen zu lassen. Offiziell arbeitete er als Türsteher in einem der Casinos von Jay und verdiente sich gelegentlich zusätzliches Geld als Essenslieferant oder Uber-Fahrer dazu. Auf diese Weise konnte er leicht erklären, warum er zu den unmöglichsten Zeiten die Wohnung verließ und wieder zurück nach Hause kam. In Wahrheit war er nur ein Jahr, nachdem er sich durch das Geräusch brechender Fingerknochen beinahe vollgekotzt hätte, ohne mit der Wimper zu zucken dazu bereit, jemanden jeden Zahn einzeln auszuschlagen, wenn derjenige seine Schulden nicht zahlen konnte. Anfangs hatte er sich noch mit den Leuten identifizieren können, immerhin hatte er selbst einmal in einer ähnlich miesen Lage gesteckt; aber mit der Zeit distanzierte er sich immer weiter davon, eine Verbindung aufzubauen und erledigte einfach nur noch seinen Job. Ganz so wie gute Soldaten funktionieren sollten. Drei Jahre später gehörte die Anwendung von Gewalt so sehr zu seinem Alltag, dass er beinahe enttäuscht war, wenn jemand sofort seine Schulden bezahlen konnte. Er hatte kein Mitleid mehr und vor allem keine Skrupel - zumindest dachte er das. Die Tatsache, dass er inzwischen weniger zurückhaltend war, wenn es um Alkohol ging, verstärkte diese Selbsteinschätzung womöglich.
Währenddessen versuchte seine inzwischen 18-Jährige Schwester sich an dem Traum, eine Schauspielkarriere einzuschlagen, doch ohne die entsprechende Ausbildung blieben die Castings meist ohne Erfolg. Dennoch motivierte Rio sie dazu nicht einfach aufzugeben; immerhin konnte er inzwischen dafür sorgen, dass sie sich über eine Wohnung und genügend Essen im Kühlschrank keine Gedanken machen brauchte. Dass der Traum seiner Schwester durch eine Reihe von zufälligen Verkettungen schließlich dazu führen würde, dass sich ein neues Kapitel in seinem Leben aufschlug, hatte er jedoch nicht erwartet. Eine ihrer Freundinnen, Isabel, ging seit Jahren in seiner Wohnung ein und aus, um seine Schwester zu besuchen und auch wenn er es stets ignoriert hatte, waren ihm die Blicke, die sie ihm gelegentlich zuwarf, nicht entgangen. An einem Abend wurde Emilia zu einem spontanen Casting angerufen, das sie sofort wahrnehmen sollte; ihre angehenden Schauspiel-Kollegen warteten bereits unten im Auto, damit sie keine Zeit verschwendete. Da sie eigentlich mit Isabel den Abend hatte verbringen wollen, bot Rio sich an, um sie nach Hause zu fahren, während seine Schwester sich auf den Weg machte. Während der Autofahrt waren nur wenige, beiläufige Bemerkungen notwendig, um die unverkennbare Chemie zwischen ihm und Isabel erkennbar zu machen; und ein eigentlich unschuldiger Abschiedskuss auf seine Wange ließ ihn die Gelegenheit ergreifen, ihren Kopf mit einer Hand festzuhalten, um sich einen deutlich weniger unschuldigen Kuss von ihren Lippen zu stehlen. Obwohl sie seine Offensive erwiderte, war Isabel kein Mädchen, das leicht zu haben wäre - also lud er sie auf ein Date ein. Die meisten ersten Dates stellten ein eher krampfiges Frage-Antwort-Spiel dar, doch während sie mit einer überteuerten Flasche Schnaps aus dem Vorrat ihres Vaters auf einem der Dächer der Stadt lagen, fühlte es sich beinahe an als wäre es ein weiterer von vielen Abenden, die sie bereits miteinander verbracht hatten. Sie sponnen ein absichtlich überzogenes Bild davon, wie ihre Zukunft einmal aussehen könnte, welche Jobs sie haben würden, wie viele Kinder, was für ein Haus. Wie oft sie ihn wohl würde ermahnen müssen, den Müll mit rauszunehmen und wie er darüber die Augen verdrehen würde, dass sie schon wieder mit neuen Schuhen nach Hause kam. Natürlich war nichts davon ernstgemeint, doch die Nacht endete dennoch mit dem allmählichen Beginn seiner ersten richtigen Beziehung.
Zwei Jahre lang lief es wirklich großartig zwischen ihnen, auch wenn ihnen beiden eine Menge Temperament im Blut steckte. Die überschwängliche Verliebtheit, die sich hartnäckig über Monate hinweg hielt, erstickte die meisten drohenden Streitigkeiten bereits im Keim und da sie nicht in einer gemeinsamen Wohnung lebten und seine 'Jobs' eine Menge Zeit in Anspruch nahmen, blieben ihnen die meisten großen Beziehungsprobleme erspart. Zumindest vorerst. Was zum Problem wurde, waren die Aufträge, die er für Jay erfüllen sollte. Plötzlich ging es nicht mehr nur darum, Schulden einzutreiben und Leuten eine Lektion zu erteilen; er sollte jemanden töten. Obwohl er dachte, dass er jegliche Grenzen bereits hinter sich gelassen hatte, traf er plötzlich auf eine neue. Und er weigerte sich. Zum ersten Mal durfte er daraufhin erfahren, dass Jay's Bodyguard mehr war als ein stummer Schatten. Man schlug so lange auf ihn ein, bis er nichts mehr als den Geschmack seines eigenes Blutes wahrnahm und jede Faser seines Körpers vor Schmerzen schrie - bis er sich wieder daran erinnerte, auf wessen Seite er stand und wem er alles in seinem jetzigen Leben zu verdanken hatte. Und dass er doch nicht wollte, dass seiner Schwester etwas zustieß.. Dieser Abend stellte einen echten Wendepunkt in seinem Leben dar. Nicht nur, weil 'fressen oder gefressen werden' -töten oder getötet werden- mit einem Mal seine neue Realität darstellte, sondern auch weil seine Schwester zum ersten Mal den Verdacht hatte, dass er sein Geld auf illegale Weise verdiente. Sie war zu klug, um ihm die Story mit dem Überfall abzukaufen und natürlich musste sie Isabel sofort von ihrer Theorie erzählen. Als er sich zwei Tage später mit ihr allein in seiner Wohnung traf, stellte sie ihn zur Rede, um zu erfahren, woher seine Verletzungen kamen, doch er wich ihr aus. Immer wieder; bei jeder Frage. Doch sie bohrte immer weiter nach. Irgendwann verlor er die Geduld. Er schrie sie an, dass sie endlich den Mund halten sollte - und nahm dabei nicht bewusst wahr, dass es dieselben Worte waren, die sein Vater ihm damals entgegen gebrüllt hatte. Oder dass es dieselbe Art von entsetztem Schweigen war, das von Isabel ausging, nachdem seine Hand ihr Gesicht getroffen hatte. Der Streit war damit beendet und sie sprachen nicht darüber. Nie. Möglicherweise lag es daran, dass sein blutunterlaufenes Gesicht ihn kaum noch Ähnlichkeit mit sich selbst hatte haben ließ, vielleicht wirkte es dadurch als hätte nicht er sie geschlagen, sondern jemand anderes - im Endeffekt wusste er nicht, warum sie bei ihm geblieben war. Sie hätte es nicht tun sollen. Nachdem er den ersten Mordauftrag für Jay erfüllt hatte, spürte er, wie sich immer mehr eine innere Leere und Kälte in ihm einstellte. Es gab keine Grenze mehr, die er noch übertreten könnte und er hatte sich bei diesem Hürdenlauf irgendwann selbst verloren. Es fiel ihm zunehmend schwerer, seine 'Arbeit' von seinem Privatleben zu trennen, er wurde gereizter und distanzierter; und nur wenige Wochen, nachdem ihm das erste Mal die Hand bei Isabel ausgerutscht war, nahm der nächste Streit ein ähnliches Ende. Und der nächste. Und der danach. Es gab keinen Unterschied mehr, wie er Konflikte auf der Straße oder zu Hause löste. Und er merkte es nicht einmal. Es wurde normal.
Mit 25 Jahren war der Wunsch, aus seinem Job auszubrechen, noch immer in seinem Unterbewusstsein vorhanden, doch er wurde erstickt von der Drohung, dass es ihn sein Leben -oder noch schlimmer: das seiner Schwester- kosten würde, wenn er nicht tat, was man von ihm verlangte. Es war ein zweifelhaftes Glück, das ihm am Ende ein neues Tor aufstieß. Er wurde auf frischer Tat ertappt als er wieder einmal dabei war, jemandem eine Warnung mittels einer Kugel im Knie zu verpassen; aber dieses Mal waren es nicht die Cops, sondern das FBI und er wurde auch nicht auf ein Revier gebracht, sondern auf unkonventionellere Weise von der Staatspolizei verhört. Sie wollten nicht ihn, das machten sie von Anfang an klar. Er war nur ein kleiner Fisch in einem Haifischbecken - und sie wollten den Hai. Jay. Man ließ ihm zwei Optionen: entweder er kam in den Knast oder er half dem FBI dabei, endlich die belastenden Beweise zu bekommen, die sie schon so lange die Fährte von Jay verfolgen ließen. Er zögerte. Bis man ihm sagte, dass er seiner Schwester nicht weiter würde helfen können, wenn er weggesperrt war. Sie hatten ihn beobachtet. Sie wussten alles über ihn, was sie wissen mussten. Schon wieder war er der Spielball von irgendeinem Wichser. Doch wieder sah er die Chance, sich aus den Ketten eines vermeintlich schlimmeren Übels zu befreien, wenn er mitspielte. Die kommenden Wochen stand er noch mehr unter Strom als er es ohnehin schon tat, während er dem FBI alles an Beweisen lieferte, was ihm möglich war. Versteckte Mikros zeichneten Gespräche auf, er ließ Falschgeld mitgehen und lieferte Namen. An dieser Stelle hätte das FBI längst zuschlagen können, sie hatten mehr als genug, um Jay auffliegen zu lassen, doch sie wollten noch mehr, erhofften sich das große Ding, das die Gerichtsverhandlung praktisch überflüssig machen würde. Und diese Hoffnung schien zum Greifen nahe als Rio ihnen erzählte, dass Jay sich zu einem dringenden Gespräch mit ihm treffen wollte. Rio hatte ja keine Ahnung, dass sein doppeltes Spiel längst durchschaut worden war. Als er in der Lagehalle ankam, in der Jay ihn treffen wollte, war von dem Investor keine Spur; dafür wurde er jedoch mit einem Baseballschläger begrüßt, der ihm jegliche Luft aus den Lungen schlug und ihn zu Boden gehen ließ. Er hörte noch irgendwelche Bemerkungen über einen Verräter und dass sie ihn aufschlitzen würden, doch die Schläge und Tritte, die er bereits einstecken musste, ließen die Worte nur unvollständig zu ihm durchdringen. Ein unerträglicher Schmerz in seinem Brustkorb ließ ihn erahnen, dass mindestens eine seiner Rippen unter der Wucht der Schläge gebrochen waren - und gerade als sein Sichtfeld mehr und mehr zu verschwimmen drohte, stürmte endlich das FBI die Halle.
Während man die anderen verhaftete, brachte man ihn gnädiger Weise ins nächste Krankenhaus und schickte einen Streifenwagen los, um seine Schwester zu holen. Sie waren in dieser Stadt nicht mehr sicher und -was für das FBI deutlich wichtiger war- er konnte ihnen als Spitzel nicht mehr nutzen. Als er wieder einigermaßen klar bei Verstand war, entschied man sich dazu, ihn und seine Schwester aus der Stadt zu schaffen und in ein Zeugenschutzprogramm zu stecken. Ein anderer Bundesstaat, möglichst weit an der Südküste des Landes, neue Namen; so berechnend das FBI ihn auch benutzt hatte, immerhin hielten sie ihr Versprechen, dass vor allem seine Schwester nicht durch diesen Deal in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für ihre früheren Bekanntschaften waren sie wie vom Erdboden verschwunden; das schloss auch Isabel mit ein. Keine Worte des Abschieds, keine Erklärungen, aber für sie war der Abstand zu ihm sicher das Beste, was ihr hätte passieren können. Wem er hingegen eine ausführliche Erklärung schuldig war, war seine Schwester. Er hatte alles zerstört, was sie sich aufgebaut hatte und sie hasste ihn dafür, trotz aller Ehrlichkeit, die er ihr nun endlich entgegenbrachte. Doch Blut ist dicker als Wasser. Es dauerte Monate, in denen sie kaum ein Wort mit ihm sprach, aber schließlich verzieh sie ihm doch - unter der Voraussetzung, dass er sich endlich ein ehrliches Leben aufbaute und sich fernhielt von allem, was ihnen schaden könnte. Er versprach es. Und er meinte es ehrlich. Da er vorerst nicht auf seine Konten zugreifen konnte und das Bargeld, das er hatte mitnehmen können, allmählich zu Ende ging, suchte er sich tatsächlich einen Job als Lieferfahrer für ein kleines Diner. Er verdiente nicht viel, aber es reichte gerade so aus. Als der Koch des Diners spontan kündigte, frage sein Chef ihn, ob er für den Abend in der Küche aushelfen könnte - Rio hätte sich nie als besonderes talentiert in der Küche betrachtet, doch er machte sich erstaunlich gut. Gut genug, dass er immer mal wieder aushalf, bis sein Chef keine Lust mehr hatte, auf einen neuen Bewerber für die offene Stelle zu warten und stattdessen Rio als Koch einstellte. Sein Leben nahm in Sacramento ruhige und geregelte Züge an. Endlich.
Aber Menschen wie er verdienten kein Happy End.
Und Menschen wie Jay vergaßen nicht, wenn man sie verarschen wollte. Nur weil er im Gefängnis saß, bedeutete das noch lange nicht, dass er nicht weiterhin die Fäden in der Hand hielt. Jay hatte viele Kontakte, nicht nur in Miami, sondern im gesamten Land. Vor jemandem wie ihm davonzulaufen, war schier unmöglich, doch ein Jahr lang gab Rio sich dennoch der trügerischen Sicherheit hin, die das FBI ihm ausgemalt hatte. Bis zu dem Abend als er in die Wohnung zurückkehrte, die er sich mit Emilia teilte und dort einen Zettel mit einer Adresse vorfand. Auf der Rückseite stand in kaum leserlicher Handschrift geschrieben 'komm zu uns, wenn du sie wiederhaben willst'. In ansteigender Panik lief er durch jedes Zimmer der Wohnung und rief den Namen seiner Schwester. Sie war nicht da; natürlich nicht. Es war ein verzweifeltes Hoffen, das ihn handeln ließ, nur um am Ende doch vor der vernichtenden Wahrheit zu stehen. Man hatte sie gefunden. Beinahe hatte er die Wohnung schon wieder verlassen als er noch einmal kehrt machte, um eine Box unter seinem Bett hervorzuholen, die die letzten zwölf Monate verschlossen geblieben war. Seine Pistole befand sich darin; er hatte sie seit ihrer Flucht nie wieder benutzen müssen, aber eine leise Stimme in seinem Hinterkopf, die wohl die ganze Zeit nicht an ihre gänzliche Sicherheit geglaubt hatte, redete ihm damals ein, sie zu behalten. Nur für den Fall. Das Gewicht der Waffe fühlte sich etwas zu vertraut in seiner Hand an, doch bevor er einen weiteren Gedanken daran verschwenden konnte, saß er bereits in seinem Auto und fuhr zu der Adresse. Wie sich bald herausstellte, handelte er sich dabei um ein stillgelegtes Parkhaus am Rande der Stadt. Nachdem er seinen Wagen geparkt hatte und ausgestiegen war, klingelte sein Handy - der Name seiner Schwester leuchtete auf dem Display auf, aber natürlich war es nicht ihre Stimme, die sich am anderen Ende meldete. 'Na los, hol dir deine Schwester.' Bevor er auf die Stimme etwas hätte erwidern können, lief bereits eine schwarzgekleidete Person im Zwielicht auf ihn zu. Es war schwer, etwas zu erkennen, doch die Sturmhaube und die Maschinenpistole vor der Brust waren deutlich zu erkennen. Rio hatte nicht damit gezögert, den Abzug seiner Waffe zu betätigen und den Ansturm des Angreifers mit einem gezielten Schuss in den Bauch zu unterbrechen. Kaum fiel die Person der Länge nach zu Boden, hielt er sich wieder das Handy ans Ohr. "Mehr habt ihr nicht zu bieten?" Doch die Stimme am anderen Ende der Leitung lachte nur gehässig. 'Sieh genauer hin, du Idiot. Wer rennt denn schon mit einer Schusswaffe auf jemanden zu?' Damit war die Leitung tot. Er verstand nicht sofort, was mit dieser Aussage gemeint war, doch als schlagartig das Flutlicht auf seiner Ebene eingeschaltet wurde, ließ ihn eine Vorahnung das Handy fallenlassen. Er rannte auf die Gestalt am Boden zu, realisierte, dass dessen Hände mit Panzertape an der Maschinenpistole fixiert waren und riss ihr sofort die Sturmmaske herunter. "Nein, nein, nein, nein.." Hundertfach hatte er das Wort wiederholt, bis er dazu übergegangen war, schluchzend den Namen seiner Schwester zu rufen.. Und damit sind wir wieder am Anfang der Geschichte angelangt.
Sie war tot, bevor der Krankenwagen ankam. Von den Tätern fehlte jede Spur. Und sein Kontaktmann beim FBI sah diese Angelegenheit nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich, schließlich hatte Rio seine Schwester selbst getötet; er konnte froh sein, dass man ihn weiterhin deckte. Und das FBI war sicher auch nicht traurig darum, wenn ein Verbrecher früher oder später von anderen Verbrechern getötet wurde. Er hatte seinen Nutzen lange überschritten. Dennoch boten sie ihm weiterhin ihren Schutz an, doch dieses Mal lehnte Rio das Angebot ab. Es gab nichts mehr zu schützen. Die Leere, die sich nach dieser Nacht in ihm einstellte, war schlimmer als die, die er damals durch die Arbeit für Jay erfahren hatte. Der Wunsch nach Rache kochte kurzzeitig in ihm hoch, wurde aber durch das Bewusstsein erstickt, dass er tot wäre, noch bevor er einen einzigen von Jay's Leuten umgebracht hatte. Und an Jay selbst würde er hinter meterdickem Beton ohnehin nicht herankommen. In Sacramento zu bleiben, war keine Option für ihn, also packte er ein paar wenige Sachen und machte sich auf den Weg.. wohin genau, wusste er zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht. Per Anhalter landete er einige Wochen später in Chicago und beschloss aus einer Laune heraus, vorerst in der Stadt zu bleiben. Da mit dem Verlust von Emilia auch der Funke in ihm, etwas Gutes aus seinem Leben zu machen, endgültig erloschen war, dauerte es nicht lange, bis er sich im altbekannten Milieu wiederfand. Das sündige Leben war in dieser Stadt an jeder Straßenecke zu finden und Kontakte zu Drogendealern waren schnell geknüpft, wenn man wusste, wonach man die Augen offen halten musste. Schneller als erwartet machte er sich auf der Straße einen Namen und gewann den Ruf, dass man sich besser nicht mit ihm anlegen sollte - und auch The Privé sah Potential in ihm. Rio spürte zu diesem Zeitpunkt nichts mehr, auch wenn er sich auf jede erdenkliche Art eine Empfindungen zu entlocken versuchte. Es dauerte ein paar Jahre, bis das Taubheitsgefühl allmählich nachließ und er die Vorzüge seines neuen Lebens zu genießen wusste. Mit seinem rücksichtlosen Vorgehen und seinem Mangel an Selbsterhaltungstrieb, hatte er sich vom Drogendealer zu demjenigen hochgearbeitet, der andere auf die Straße schickte und selbst nur noch die Gewinne einsteckte. Es war nicht das Leben, das er gewollt hatte, aber es war das, was er am besten konnte und was ihn zumindest ein klein wenig lebendig fühlen ließ. Ein schlechtes Gewissen darüber, dass er andere inzwischen ebenso in den Abgrund stieß, aus dem er selbst nie gänzlich wieder herausgestiegen war, hatte keinen Platz mehr in seinem Bewusstsein.
Doch Jay's Interesse an ihm war noch nicht erloschen und die Rachsucht dieses Mannes nicht zu unterschätzen. Sobald der Investor erneut auf seine Spur gekommen war und erfahren hatte, was Rio sich in der Zwischenzeit aufgebaut hatte, sabotierte er bewusst seine Geschäfte und gab Angriffe gegen diese, Rio selbst und ihm nahestehende Personen in Auftrag. Gerade genug, um ihm zu schaden, aber nicht genug, um es zu beenden. Plötzlich sah er sich gezwungen, sich erneut mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, nahm Kontakt zu längst vergessenen Freunden auf, um Informationen zu sammeln und konnte schließlich mit der Hilfe The Privé einen echten Schlussstrich unter dieses Kapitel ziehen, indem Jay sein verdientes Ende fand. Das Aufatmen nach diesen zwei zermürbenden Jahren fühlte sich an als würde er zum ersten Mal wieder Luft bekommen und sich nicht nur vor dem Ertrinken retten. Ein echter Neuanfang winkte ihm zu, doch alte Gewohnheiten waren nur schwer abzulegen..
XX hält äußerlich an ihrem Optimismus und ihrem Wunsch fest, in allem und jedem etwas Gutes zu sehen, im Inneren haben ihre Schicksalsschläge sie aber ziemlich zerrissen. Nachts liegt sie oft weinend im Bett und versucht bewusst, einsame Stunden zu vermeiden, indem sie sich einen großen Freundeskreis und gemeinschaftliche Hobbies gesucht hat. Sie hat sich bewusst für das Leben in einer WG entschieden, nicht nur, um Geld zu sparen, sondern weil dadurch immer jemand da ist. Sie ist weder eine Kriminelle noch ein Unschuldslamm, sondern wandert irgendwo auf dem schmalen Grad zwischen dem Austesten von Grenzen und ihren eigenen Moralvorstellungen. Verbote bedeuten für sie in erster Linie die Chance auf neue Geschichten und Erinnerungen, aber sie würde nie soweit gehen, jemanden willentlich durch solche Aktionen zu verletzen. Inzwischen hat sie gelernt, dass Rio sie aus so ziemlich jeder Lage wieder rausboxen kann und manchmal nutzt sie diese Sicherheit aus - auch wenn es darum geht, sich mit Leuten anzulegen und den Mund etwas zu weit aufzureißen.
Du bist in Miami aufgewachsen, hast aber nur noch wenige Erinnerungen an diese Zeit. Als du gerade einmal sechs Jahre alt warst, sind deine Eltern bei einem Autounfall gestorben und dein bereits volljähriger Bruder übernahm die Verantwortung für dich. Er zog mit dir nach Chicago, um neu anzufangen, nahm seine kriminelle Vorgeschichte aber direkt mit und fand seine Bestimmung doch wieder im Verkauf von Drogen, um dir ein einigermaßen gutes Leben bieten zu können.
Mit zehn Jahren hast du zum ersten Mal Rio kennengelernt. Ein Freund deines Bruders, noch aus Miami bekannt und gerade erst frisch nach Chicago gezogen. Du wusstest nicht, war genau hinter den Kulissen vor sich ging, aber je älter du wurdest, desto klarer wurde dir, dass die beiden in irgendwelche illegalen Aktivitäten verwickelt waren. Du stelltest keine zu genauen Fragen, hast deinen Bruder aber darum gebeten, dass er auf sich aufpassen würde.
Die Gegend, in der du aufgewachsen bist, war nicht die Beste, der Tod deiner Eltern lastete immer schwerer, je mehr Fragen das Leben dir stellte und doch hast du dir mit der Unterstützung deiner Freunde einen unverbesserlichen Optimismus antrainiert. Du hast Freiheit gesehen, wo andere Mittellosigkeit sahen; Abenteuer in gefährlichen Situationen und neue Geschichten in fremden Menschen. Natürlich bist du dabei ein paar Mal auf die Fresse geflogen, hast den Falschen vertraut und den Richtigen den Rücken gekehrt, aber am Ende warst du trotzdem -den Umständen entsprechend- glücklich.
Vor fünf Jahren schlug das Schicksal erneut zu und nahm dir auch noch deinen Bruder, der eines nachts erschossen aufgefunden wurde. Was du nicht wusstest: dein Bruder hatte Rio schon Jahre zuvor ein Versprechen abgenommen: dass Rio sich um dich kümmern würde, wenn ihm je was passieren sollte. Und Rio hielt sein Wort. Überwältigt von deiner Trauer warst du am Anfang wenig begeistert davon, hast ihm sogar mit die Schuld am Tod deines Bruders gegeben, doch mit der Zeit konntest du dich überwinden, dich ihm wieder zu öffnen. In den vergangenen Jahren war Rio ständig irgendwie präsent in deinem Leben gewesen, hatte oft Zeit in der Wohnung von dir und deinem Bruder verbracht und du hattest das nötige Vertrauen zu ihm längst gesammelt, um in dieser neuen Situation die helfende Hand anerkennen zu können, die er dir ausstreckte.
Mit deinen 15 Jahren musstest du trotzdem vorerst in einem Kinderheim unterkommen - eine Erfahrung, die dich umso mehr mit Rio verband. Er war immer da, wenn du Hilfe gebraucht hast, hat sich darum gekümmert, wenn du mit jemandem Probleme hattest und hat dich sogar vor der Polizei und ernsthaften Konsequenzen gerettet als du damit anfingst, deine Grenzen auszutesten und ein paar Regeln zu deinen Gunsten zu verbiegen.
Mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres setzte das Heim dich vor die Tür, doch auch hier war Rio zur Stelle. Er gab dir einen Job als Kellnerin im Avalon Diner, welches er kurz zuvor gekauft hatte, ein großzügiges Gehalt und du bist damit in ein WG-Zimmer gezogen (das Geld wolltest du sparen, auch wenn du noch nicht sicher warst, wofür eigentlich). Seitdem versuchst du herauszufinden, was genau du eigentlich im Leben machen möchtest..
Ich könnte mir vorstellen, dass XX ein Studium beginnen möchte. Um Geld dafür aufzutreiben, könnte sie auf die Idee kommen, für Rio zu dealen, was er ablehnen wird, um sie nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Stattdessen wird er ihr möglicherweise das Geld für das Studium auslegen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass sie sich der Studentenverbindung Sigma Kappa Delta anschließt - was wiederum doch dazu führen könnte, dass sie am Ende für ihn dealt, da Mitglieder der Verbindung von Rio mit Drogenlieferungen versorgt werden. Das alles würde ich aber gerne den Playverlauf entscheiden lassen. Wichtig wäre mir, dass XX zumindest in Form eines Nebenjobs weiter im Avalon Diner arbeitet. Der Mörder ihres Bruders könnte in Zukunft ebenfalls eine Rolle spielen, falls Hinweise zu ihm auftauchen und XX Gerechtigkeit (oder Rache) für ihren Bruder will.
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Privé an der Bar
ClassInoffiziell Oberschicht, offiziell Mittelschicht in richtung unterschicht
AffiliationSigma Kappa Delta
OriginSaint Albans - England
FaceclaimNicole Wallace
Viele Menschen erzählen von einer glücklichen Kindheit, von Geborgenheit und einer liebevollen Familie. Hätte man Noa früher gefragt, hätte sie sicher auch von so einer Familie erzählt, doch heutzutage kann sie das nicht wirklich nachvollziehen, zumindest nicht ab dem Moment wo sich für sie alles verändern hatte.
Noa Soleil Wells geboren am 01.Juni.2002 in Saint Albans in England. Tochter von Olivia und Miguel Wells, kleine Schwester von Theodore Wells. Das Mädchen was sich alle erhofft hatten. In ihrer Kindheit fehlte nichts, die Familie wuchs in einem sehr Luxiösen Vittel auf und hatten alles was man nur brauchte, wenn nicht sogar mehr als das. Als das erste Mädchen der Familie hatte Noa den Bonus des kleinen Sonnenscheins und bekam immer gleich alles was sie nur wollte. Durch das ganze Geld hatte sie immer viele Freunde, was man als kleines Kind sicher sehr toll fand. Doch mit einem Schlag änderte sich alles. Die Familie zog aufgrund der Arbeit des Vaters, im Alter von 6 Jahren nach Chicago. Auch da lebten sie natürlich Luxeriös weiter, doch Noa veränderte sich. Sie war zwar noch immer der kleine Sonnenschein, doch berichteten ihre Eltern, sie würde große Schwester werden, was sie zu diesem Zeitpunkt irgendwie gar nicht so toll fand denn ihr Großer Bruder reichte ihr. Noch ein Kind in der Familie konnte sie sich gar nicht vorstellen aber sie nahm es hin und freute sich am ende doch über eine kleine Schwester. So war der kleine Sonnenschein zwar noch ein Sonnenschein aber nicht mehr der kleine, der an erster Stelle stand. Wie jedes Mädchen kam Noa in die Pubertät und damit fing es auch an, dass sie nicht mehr immer nur das tat was die Eltern toll fanden. Durch ihr noch Junges Alter schafften Ihre Eltern sie aber doch weiter zu händeln. Doch im Teenager Alter wurde es immer schwerer für die beiden und so beschlossen sie Noa zu ihrer Tante zu bringen damit sie dort merken sollte, was sie eigenlich an ihrer Familie hatte. Leider ging deren Plan nicht auf und Noa zog immer mehr in die gegengesätze Richtung vom Verhalten und wurde laut ihres Vaters respektlos und unverschämt. So beschlossen Olivia und Miguel ihre Zeit und ihr Geld nicht mehr in Noa reinzustecken sondern lieber in ihren neuen Sonnenschein. So bekam Noa zu ihrem 16. Geburtstag eine Karte mit den Worten "Sieh zu wie du Geld verdienst, von uns bekommst du nichts mehr. Happy Birthday". Das war der Moment als ihr der Geldhahn zugeschlossen wurde, sie das letzte mal Kontakt zu ihren Eltern hatte und sie zusehen musste was sie machte. Ein Glück hatte sie noch Ihre Tante, welche ihr ein Dach über dem Kopf anbieten konnte aber mehr leider auch nicht, denn sie hatte gefühlt das gleiche durchmachen müssen und war somit eher bei der Mittelschicht richtung Unterschicht gelandet. Durch Ihre Tante bekam Noa dann Ihren ersten kleinen Jobs als Kellerin in einem Cafe welches ihrer besten Freundin gehörte. Dank dem zurück gelegten Geld von Noa und dem neuen verdienten Geld schaffte sie es mit 18 Jahren ein Führerschein zu machen. Da sie schon immer eine Begeisterung für Autos hatte, half sie auch ab und zu mal in einer Werkstatt aus in welcher ihr Bruder arbeitete. Denn die beiden verstanden sich noch immer sehr gut, mussten aber vieles doch eher heimlich machen. Mit frischen Führerschein und sehr guten Fahrkenntnissen fing Noa heimlich an bei Straßenrennen mitzufahren um sich was dazu zu verdienen. Mit frischen 20 Jahren fragte ihre Tante Noa wie es mit einem Neuen Job aussähe. So bekam Noa einen neuen Job von Ihrer Tante besorgt und wurde für einige Zeit Chauffeurin einer sehr angesehenden Familie. Da sie Autos liebte, gefiehl ihr diese Aufgabe sehr und sie machte sie mit Leidenschaft. Nach dem ganzen hätte jeder gedacht das Noa Techanikerin oder sowas werden würde. Doch entschied sie sich mit 21 Jahren dazu sich für ein Studium in richtung Lehramt zu bewerben. Welches sie dann auch für ihr 22. Lebensjahr bekam. Da da das durch die gegend Fahren zeitlich im Studium nicht mehr passte, entschied sie sich diese Stelle aufzugeben und suchte sich was neues. Durch ein Zufall kam sie zu einem Barkeeperin Job im The Privé. Noa konnte sich das gut vorstellen und so fing sie mit dem Bartender an. Um ihr Studium zu finanzieren machte die dies voller Leidenschaft, fuhr aber trozdem wenn möglich mal bei ein paar Rennen mit oder hatte zur Not noch ihren Bruder im Peto, denn dieser leihte ihr wenn nötig auch heimlich mal was. Im Studium dauerte es dann auch nicht so lange und sie trat der Verbindung Sigma Kappa Delta bei. Und so verabschiedete die sich dankend bei ihrer Tante und zog in die Alte Villa. Zu beginn war es wieder sehr komisch nur Anwärter zu sein, doch sie zeigte das sie richtig am Platz war und konnte dort dann ihrer Liebe zum Auto wieder nach gehen und fing als Carriers an. Wäre der Konflikt mit dem The Inner Circle nicht schon genug, traf sie vor kurzem ihre kleine Schwester zufällig und sah sie genau in den Klamotten, das konnte noch was werden.
Perspective
beides möglich
Writing Style
beides
Post Style
Ich bin anpassungsfähig
The Wanted
Olivia Wells [VB]
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age48 aufwärts
OccupationSuch dir was passendes aus
ClassUpper Class
RelationshipDu bist meine Mutter
AffiliationVielleicht the Privé oder, frei Kriminelle oder einfach nur Bewohner
FaceclaimMarta Hazas [nur ein Vorschlag, kannst mir auch was anderes bieten]
Kommt ganz drauf an zu wem xD Du bist wie ein Geheimes Buch, du kannst so aber auch so
Alles wichtige steht eigenlich oben in meiner Story 😀 Du bist meine Mutter welche mich mit meinem Vater im Alter von 13/14 abgestoßen hat und zu deiner Schwester geschickt hat. Außer mir hast du noch einen Sohn [älter als ich] und eine Tochter [jünger als ich]. Was dein Job angeht und auch den Rest bist du sehr offen gestellt, wichtig ist nur das ihr in geld schwimmt und dazu auch steht. Mit habt ihr mit 16 Jahren den Geldhahn zugedreht und seither haben wir uns nicht mehr gesehen. Zu deiner dchwester hast du auch nicht so einen guten Draht wodurch wir uns seither nicht mehr gesehen haben. Da eure andere Tochter jetzt aber studiert werdet ihr sie sicher besuchen und so wird man sich sicher wiedersehen.
Ein wenig Stress könnte vorprogrammiert sein da ihr mich immerhin einfach mit einem Brief fallen gelassen habt. Solltest du im The Privé srin, könnte man sich sonst auch da wieder sehen da Noa dort an der Bar arbeitet. Oder aber sie ist einfach nur ein guter Stammgast da ?!
OccupationManagerin des Avalon Diners; Drugdealer;
Classunder class
Affiliationresident of chicago
Originchicago
Faceclaimmaggie lindemann
Wenn ihr dachtet, ihr würdet nun eine schöne Gute Nacht Geschichte erzählt bekommen, muss ich euch leider enttäuschen. Diese Geschichte, über ein Mädchen aus Chicago ist alles andere als eine Bilderbuchgeschichte, aber seht selbst. Es war eine kalte Nacht im Oktober, als in einem Trailer ganz am Rande von Chicago der Schrei eines Babys durch die dünnen Metallwände drang. Es war kalt, die Heizung funktionierte nur so semi gut. Es war der Schrei eines Neugeborenen Mädchens und um sie herum lediglich ihre Mutter Lauren und ihr Vater Mitch. Für eine Geburt im Krankenhaus reichte das Geld vorne und hinten nicht, weswegen die jungen Eltern einfach beteten, dass alles gut laufen würde und die Hilfe eines Arztes nicht nötig sein würde und vielleicht war es auch das erste und letzte Mal, dass wer auch immer über sie wachte, ihre Gebete erhört hatte. Das kleine Mädchen in dem Arm von Lauren hatte, wurde auf den Namen Rue ‚getauft‘. Die frisch gebackenen Eltern wussten zwar, dass sie ihrer Tochter nicht alles Geld der Welt bieten konnten, aber sie eines wussten sie: an Liebe wird es dem Mädchen sicherlich nicht mangeln. Das Mädchen wuchs trotz des fehlenden Geldes und des wenigen Platzes, welcher der Trailer nur bat, so behütet wie möglich auf. Schnell lernte sie, was im Leben wirklich zählt und das waren bei Gott keine Materiellen Dinge. Familie würde immer da sein, zumindest wurde das Rue so vermittelt. Ihr Kindesalltag bestand daraus vor dem Trailer mit anderen Kindern zu spielen, sich dreckig zu machen und ihre Fantasie in der Natur zum Leben zu erwecken. Schon im frühen Kindesalter entwickelte das Mädchen eine Leidenschaft zum tanzen und singen, doch einen Tanzkurs oder Gesangsunterricht blieben aus Geldmangel aus. Rue tanzte und sang zu der Musik, welche aus dem Radio erklang und entwickelte ihre eigenen Schritte und die Leidenschaft wuchs mir den Jahren immer mehr. Rues Schulzeit war sehr durchwachsen. Von 'alles ist toll, alles ist super' bis hin zu 'ich will nie wieder dort hin – alle hassen mich', was auch für ihre Eltern definitiv keine leichte Situation war. Von ihren Mitschülern zählte sie Freunde, welche sie an einer Hand abzählen und auf die sie immer zählen konnte. Die anderen waren eher Leute, die mal nett und mal oberscheiße zu ihr waren, wobei zweiteres wohl doch etwas besser zutraf, denn die Kinder aus der Oberschicht ließen ihre Freunde und sie oft genug spüren, dass sie von ihnen nicht sonderlich viel hielten. Und da sollte noch einmal jemand sagen die Schulzeit wäre nicht so schlimm, richtig? Es war kein ungewöhnlicher Anblick, dass die Kinder aus der Oberschicht sich das Recht heraus nahmen, Kinder wie Rue zu mobben, herum zu schubsen oder gar schlimmeres mit ihnen anzustellen, was vermutlich auch der Grund war, wieso die junge Winslow und ihre Freunde sich regelrecht gegen die Oberschichtskinder zu verschwören und sich irgendwann auch begannen zu wehren. Als Rue bereits zur Highschool ging, wurde Lauren, ihre Mutter schwer krank. Sie erkrankte an Bauchspeicheldrüsenkrebs und dieser war laut der Ärzte nicht heilbar. Selbst wenn, wie hätten sie sich das alles leisten sollen? Richtig, konnten sie nicht. Doch Lauren konnte nicht mehr arbeiten gehen und so kam es, dass sich das junge Mädchen an ältere Schüler wendete und für diese begann Drogen an andere Schüler zu bringen. Es war ein Nebenverdienst, wenn auch nur ein kleiner, welcher ihren Eltern wenigstens ein bisschen half. Doch dadurch begannen auch die Noten in der Schule zu leiden, sie vernachlässigte das lernen, damit sie sich um ihre kranke Mutter kümmern konnte und ihr Vater seinem Job als KFZ-Mechaniker weiter nachgehen konnte. Und dann passierte etwas, was keiner für möglich gehalten hatte und was ungelegener nicht hätte kommen können. Lauren wurde schwanger, so krank wie sie war und sollte die damals 15 Jährige zu einer großen Schwester machen. Es folgten viele Diskussionen darüber, ob es Sinn machte das Kind zu bekommen und ob ein Kind so etwas überhaupt verdient hatte. Ganz davon zu schweigen, ob es möglich war unter diesen Umständen ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Doch ehrlich gesagt hätte es Rue sehr gewundert, wenn sich ihre Eltern gegen den Wurm entschieden hätten. 8 Monate später kam Rues jüngerer Bruder zu Welt – diesmal in einem Krankenhaus und unter Beobachtung. Lauren und Mitch gaben dem Kleinen den Namen Jonah Winslow. Während Rues Mutter geschwächt im Bett lag und kaum noch Atmen konnte, beäugte das junge Mädchen ihren frischgeborenen Bruder skeptisch. Er war gesund, was einem Wunder glich und dennoch konnte sie sich darüber einfach nicht freuen. Zur Beobachtung blieben Lauren und Jonah im Krankenhaus, während die roten Zahlen auf dem Konto nur so in die Höhe schnellten und Rue zusammen mit ihrem Vater Zuhause schlaflose Nächte durchlebten. Es war ein ungutes Gefühl, welches Rue 4 Tage mit sich herum trug, ehe sie die Nachricht bekamen, dass ihre Mutter ihrer Krankheit und den Strapazen der Geburt erlag. Eine Welt brach über die kleine Familie Winslow zusammen und während Rues Vater sich in Alkohol ertrank, hütete sie ihren kleinen Bruder. Sie kümmerte sich um ihn und ging aufgrund dessen nicht mehr zur Schule. Was hätte sie denn tun sollen? Sie hatten niemand der sich hätte kümmern können und auch wenn sie sich über den kleinen Sprössling nicht gefreut hatte, war sie noch immer seine große Schwester. Sie entwickelte nach und nach einen Beschützerinstinkt und lernte den kleinen, nervigen Wonneproppen lieben. Doch es war ja nicht nur Jonah um welchen sie sich kümmern musste, auch ihr Vater blieb Zuhause und ertrank im Selbstmitleid und seinen Depressionen, welche sich mit der Zeit entwickelt hatten. Rue wusste genau, dass sie nicht ewig so weiter machen konnten, denn die Rechnungen bezahlten sich nicht von alleine und auch das Essen würde nicht vom Himmel fallen. Sie wählte die Nummer ihrer besten Freunde, welche sie auch schon Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen hatten und bat um Hilfe. Es glich einem Wunder, dass die Eltern von XY sich dazu bereit erklärten, auf ihren Bruder aufzupassen, damit Rue die Schule besuchen konnte um irgendwann einen Abschluss in den Händen halten zu können. Auch auf ihren Vater warfen sie einen Blick und sie wusste, dass sie das alles niemals danken könnte. Kein Dank dieser Welt würde genug sein. Doch sie konnte wieder zur Schule gehen und zumindest bis zum Nachmittag so tun als wäre sie ein ganz normaler Teenager. Die junge Winslow suchte sich einen Job in einem kleinen Rollschuh Diner in welchem sie nach der Schule für 4-5 Stunden arbeiten konnte, um danach ihren Bruder abzuholen und in den kleinen Trailer zu ihrem Vater zurück zu kehren. Die ersten Partys welche ihre Freunde erlebten, blieben bei Jasmine aus und sie nutzte die Zeit Zuhause für ihre Familie und für die Schule, welche sie auch irgendwie bestehen musste. Mit dem Geld was Rue verdiente, zahlte sie nach und nach ein paar der Schulden ab, welche entstanden waren und sparte einen kleinen Teil davon weg um einen KiTa-Platz für Jonah bezahlen zu können. Nach Monatelangem einreden auf ihren Vater, bekam auch dieser langsam seinen Hintern bewegt und suchte sich wieder einen Job – doch der Alkohol wurde nicht weniger. Neben der Schule und der Arbeit in dem American Rollschuh Diner, begann sie wieder Drogen zu verticken und sammelte somit einiges an Geld um auch den Eltern ihrer besten Freundin wenigstens auf diese Art und Weise ein wenig was zurück zu geben. Sie nahmen mit der Zeit Jonah auch am Abend und über Nacht hin und wieder zu sich, um Rue zu ermöglichen die ganzen typischen Jugend-Dinge zu machen, welche ihr bis dato verwehrt blieben. Sie ging mit ihren besten Freundinnen auf Partys, lernte den Genuss von Alkohol kennen und die Vorzüge von dem männlichen Geschlecht, welches ihr bis dahin ebenso verborgen war. Es folgte ihre erste Beziehung und alles was man in dieser Zeit erlebte. Er war ein Goldstück, denn er half ihr mit Jonah, mit ihrem Vater und den ganzen ungewollten Verpflichtungen, die ihr regelrecht zugeschoben wurden. Er schlug wahrlich ein, wie ein Komet auf die Erde, als sie es am wenigsten erwartet hatte. Mit seiner ganzen Hilfe hatte sie genug Zeit für den Abschluss zu lernen und hielt diesen auch am Ende in ihren Händen. Sie war zwar nicht die Beste, aber sie hatte bestanden und das war auch das, was ihr so wahnsinnig wichtig war. Ab diesem Moment begann Rue in dem Diner in Vollzeit zu arbeiten und brachte so auch genug Geld nach Hause um die Miete zu bezahlen. Jonah wuchs schneller als ihr lieb war, was ihr aber auch neben dem ganzen Mist eine Menge Freude bereitete. Auch das verticken von Drogen war weiterhin ein netter Nebenverdienst und zu ihrem Glück wurde sie auch noch nie erwischt. Die Zeit mit ihrem kleinen Bruder und ihrem Freund, war die einzige Zeit welche sie wirklich in ihrem Leben genießen konnte. Welche ihr die nötige Kraft gab, um genauso weiter zu machen, wie sie es seit vielen Jahren tat. Jedoch kam der Punkt, an dem bei einer Durchsuchung in ihrem Zuhause der Polizei die Drogen gefunden wurden. XY (ihr Freund) nahm die Schuld auf sich und wanderte für sie in den Knast. Eine weitere Welt brach für das Mädchen zusammen, denn wieder wurde ihr eine wichtige Person genommen, wenn auch nicht komplett aus den Leben, aber er war nicht mehr hier. Sie besuchte ihn sooft sie konnte im Gefängnis, zerbrach regelrecht an allem, was XY dazu verleitete, den Kontakt zu ihr abzubrechen und sie als Besuch nicht mehr in Empfang zu nehmen, damit sie lernte ohne ihn klar zu kommen – ihn zu vergessen. Zu dem Zeitpunkt war sie bereits 20 Jahre alt und wäre Jonah nicht in ihrem Leben gewesen, hätte sie sich vermutlich vor den nächsten Zug geworfen. Doch das stand nicht zur Debatte, denn das konnte sie ihrem damals bereits fast 5 Jährigem Bruder nicht antun. Weiterhin passten die Eltern ihrer besten Freundin auf Jonah auf, und inzwischen waren sie sowas wie ihre kleine Ersatzfamilie geworden. Für Jonah waren sie seine Tante und Onkel und es erleichterte der jungen Winslow regelrecht, dass er von den ganzen Umständen nicht so viel mitbekam. Doch hatte sie aus der Sache mit ihrem Exfreund gelernt? Nein, offensichtlich nicht. Sie machte den scheiß weiter, denn eine andere Möglichkeit sah sie einfach nicht. Dazu kam, dass sie auch nach Jahren in dem Diner noch immer die Drecksarbeit verrichtete. Doch es war ein sicherer Job und sie zahlten rechtzeitig. Ihr Vater hatte abermals seinen Job verloren und sie tat weiterhin alles Nötige, damit sie nicht auch noch auf der Straße landeten und Jonah so wenig wie möglich von all dem mitbekam. In Rues Augen sollte er eine möglichst Sorgenfreie Kindheit haben und dafür tat sie auch alles. Dann ging ein Deal jedoch komplett schief und Rue ließ sich beim Dealen abziehen und verlor eine verdammt hohe Summe Geld. Geld, das Rio gehörte. Und Rio ließ sie das spüren, sowohl auf emotionale, psychische, wie auch körperliche Art und Weise. Er setzte sie unter Druck, ließ sie Drecksjobs machen, tauchte nachts bei ihr auf und fügte ihr nicht nur eine Verletzung zu. Trotzdem machte sie immer weiter. Wegen Jonah. Immer nur wegen Jonah. Das Ganze zog sich über zwei Jahre, bis ein Auftrag komplett eskalierte und Rue fast draufging. Danach verschwand sie, täuschte ihren Tod vor und Rio schien davon überzeugt zu sein. Als sie Wochen später plötzlich wieder vor ihm stand, war irgendwas anders. Weniger Hass. Weniger Druck und aus ihnen wurde ein Paar. Der folgende Urlaub in Mexiko mit Jonah war wahrscheinlich das erste Mal seit Jahren, dass Rue mal kurz vergessen konnte, wie beschissen ihr Leben eigentlich war und ihr irgendwie zeigte, dass Rio auch durchaus anders konnte.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chatstil und Novel, beides ist möglich
Post Style
Privatchats, Szenen, sowie Gästebücher
The Wanted
Vor Nachname
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age25-26 y/o
Occupationit's up to you; Vielleicht bist du ja auch Kellnerin im Avalon-Diner
Classunder class
Relationshipbest female friend since childhood;
Affiliationresident of chicago
Faceclaimthe way you feel comfortable; mein Vorschlag wäre vielleicht Emma Mackey?
Sie ist taff, hat eine große Klappe und lässt sich nur ungern was gefallen. Dennoch soll sie kein 'Überweib' sein, welches keine Gefühle hat oder nur vor die Barrikaden geht. Sie darf sehr gerne ein tiefgründiger Charakter sein, mit vielen Facetten. Da können wir auch gerne zusammen mal brainstormen, ich gebe nur ungern so zu viel vor.
Wir kennen uns eigentlich schon immer, seit ich denken kann. Wir sind Nachbarinnen im Trailerpark und deine Eltern waren auch schon sehr gute Freunde meiner Eltern. Wir waren schon früh ein unzertrennliches Team, welches im Trailerpark nicht nur einmal für Trubel und Aufmerksamkeit gesorgt hat. Nachdem meine Mum gestorben ist und mein Vater die Verantwortung an Jonah wortlos an mich abgab, waren es deine Eltern, welche mir Jonah hier und da abnahmen, damit ich arbeiten gehen konnte oder auch einfach mal ein Teenager sein konnte, welcher Spaß hatte und was mit Freunden unternahm. Deine Familie wurde auch zu meiner zweitem Familie und ohne euch wäre ich wohl an allem ziemlich stark zerbrochen.
Es gibt auch vieles, was ich dir noch intern erklären muss, was nicht in meiner Story steht, denn das würde einfach den Rahmen sprengen hier. Aber hier kommt auch @Rio Guerrero ins Spiel, darüber quatschen wir aber im besten Falle intern.
Du warst noch nie ein Fan von @Rio Guerrero, es hätte mich ehrlich gesagt auch stark gewundert, nachdem was du alles mitbekommen hast und was ich dir erzählt habe. Die Beziehung zu ihm könnte zum Streitthema werden oder aber Maeve steckt irgendwie in der Klemme? Lass uns zusammen was cooles plotten, ich habe da einige Dinge im Kopf.
Dieses Gesuch ist ein wirklich wichtiges, da du derzeit ein fester Teil meiner Story bist die ich bespiele, weswegen ich mir natürlich eine gewisse Grundaktivität wünsche, was auch Chat/GB beinhaltet für mich, also wäre das super, wenn das bei dir ebenfalls auf der Liste steht.
Ansonsten verschwinde einfach nicht direkt wieder, das wäre mir ein sehr großes Anliegen. Meine PB ist wirklich sehr entspannt und offen für alles, also nur keine Scheu nachzufragen. ♥
OccupationWäscherei Mitarbeiter für dreckige Schlüppis
ClassLower Middle Class
Affiliationstilvoll niveauloser Chicagoer
OriginChicago - Southside Baby
FaceclaimTimothée Chalamet
Chicago, die Southside, dort wurde Reagan und sein Zwillingsbruder hineingeboren, und leben dort bis heute, obwohl die Gentrifizierung auch hier Einzug hält. Die Dallcassians entstammen dem mittelarmen Zweig der Familie. Einer muss ja die Arschkarte haben. Doch es mangelte zu Hause nie an familiärem Miteinander, die Eltern trennten sich, als die Zwillinge nach der Grundschule in die Mittelschule wechselten. Für Reagan war das kein Problem damit klar zu kommen, er war immer schon derjenige gewesen, der zusah, dass es zu Hause rund lief, er zog seinen Zwilling der ein paar Minuten jünger war mit durch. Da seine Mutter die Trennung sehr deprimierte, hielt er die Familie am Laufen. Nachdem die Mutter dann einen neuen Macker hatte, besserte sich die Lage wieder, und Reagan konnte sich mehr auf einen schlechten Highschool Abschluss einer schlechten Schule konzentrieren. Und wie das in solchen Vierteln so ist, hing er oft mit seinen Kumpels ab und veranstaltete Mist, wobei er zusätzlich eine Freundin hatte, die ihm teilweise den Haushalt ungefragt schmiss und ihm zu dem Zeitpunkt eine große Hilfe war. Nach der Highschool versuchte er es ein Jahr lang auf einem städtischen College, doch Reagan setzte absolut die falschen Schwerpunkte, Partyleben, Studentinnen und das Leben genießen. Außerdem hatte er Probleme mit der Hierarchie im College und war zu diskussionsfreudig. Mittlerweile waren noch zwei Kinder nachgerutscht, Mädchen, die seine Mutter mit dem Stiefvater gezeugt hatte. Der besorgte ihm auch einen Job als Hausmeister in einem Krankenhaus. Reagans Traum war in Erfüllung gegangen, in einem Blaumann und mit Putzmop durch die Flure spazieren und Rotze aufwischen. Reagan warf nach einem Jahr hin und wuselte sich durch, bis er durch eine Fügung einen Job in einer Wäscherei bekam, deren alte Inhaberin er schon lange kannte. Nicht, dass ihn der Job begeistern würde, aber er sieht das Potential, dass er dadurch entwickeln könnte, wenn ihm nur jemand mal eine Chance geben würde. Seine Hausfrauen Freundin hat er mit dem Krankenhausjob aufgegeben, doch zu seiner alten Gruppe hält er nach wie vor Kontakt, sowie zu neuen Freundschaften. Was die Familie angeht? Die klebt nach wie vor an de Zwillingen.
Perspective
3 Person
Writing Style
Novel
Post Style
Szenen, Guestbook
The Wanted
Deine Identität
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age22-29?
Occupationfucking jobs
Classlower middle class
RelationshipEwige on/off Beziehung, seit 3 Jahrenoder es beginnt erst alles zwischen uns
AffiliationCivilian
FaceclaimEmmy Rossum, Karen Gillan usw. (VetÖ)
Wenn du Emmy(nur Bsp Name) nimmst, wäre eine Anlehnung an Fiona schön, sie liebten und sie schlugen sich, ein totales on off DIng. / https://www.youtube.com/watch?v=ZK4MEjxBjGA Wenn du mehr Richtung Karen(Bsp Name) tendierst, dann vielleicht eher jemand der zielstrebig und Karriere orientiert ist und sich doch nach etwas Abwechslung sehnt.
Bei Emmy(Bsp Name), würde ich sagen, dass sich die beiden direkt nach der Schule in einem dieser schlecht bezahlten Jobs kennen gelernt haben oder auf einer Party und es funkte sofort. Doch die Chemie ist sehr wild und unausgegeichen. Jeder hat seine Probleme, Erwartungen usw.
Bei Karen(Bsp Name) würde ich eher sagen, sie lernen sich noch kennen, vermutlich in der Bibliothek, in der Nähe der Uni oder auf einem Uni Fest und Reagan will dich eigentlich nur abschleppen, dann doch lieber knacken, und am Ende wird es eine konfuse Beziehung, da beide augenscheinlich weniger zueinander passen. Drama Baby, Drama.
Bei Emmy(Bsp Name) würde ich direkt nach einer Trennung ansetzen, sie treffen sich nach einiger Zeit wieder, vielleicht zufällig in der Reinigung, du weißt nicht, dass Reagan dort arbeitet und es kommt vielleicht zum Wortgefecht, mit Nachwehen?
Für Karen(Bsp Name) würde ich einen Ort nehmen, der irgendwas mit Bildung zu tun hat, Reagan wird allerdings nur in der Nähe dort sein, und dich vielleicht anquatschen, um dich abzuschleppen, seine Masche eben. Und so kommt man ins Gespräch und er merkt, dass du anders, sehr fokussiert bist und wenig Spaß im Leben hast.
Leb dich aus, lass die Mary Sue bitte genauso draußen, wie den Überflieger oder ähnliche Klischées.