Das echte Leben hält unser Team gerade ein wenig auf Trab.
Bei Fragen, Anliegen, Bewerbungen oder Präsentationen kann es
deshalb etwas länger dauern. Wir kümmern uns darum, sobald
wieder jemand da ist. ♡
Füll die Bewerbung in Ruhe aus – sie ist gleichzeitig die Präsentation deines Charakters.
Über Preview wird aus deinen Angaben automatisch die fertige Vorlage erstellt,
die du vor dem Absenden noch einmal prüfen kannst. Beim Absenden wird daraus automatisch ein
eigenes Thema mit einem passenden Titel erstellt. Möchtest du vorher Kontakte suchen, kann die
Bewerbung dafür genutzt werden. Suchst du keine Kontakte, geht es nach der Freigabe direkt mit
der Registrierung weiter.
01.Identity
02.Personality
03.Story
Content notes / trigger warnings
04.Connections
Wanted takeoverNoYes
05.Writing
Writing preference
Play preference
Posting
Posting length
Activity
06.Last words
SicherheitsprüfungBitte bestätige kurz, dass du kein Bot bist.
Wird geladen …
PreviewSo erscheint die fertige Vorlage später im erstellten Thema.
Kurz vorab
Fülle dein Gesuch direkt hier aus. Über Preview
siehst du exakt die fertige Vorlage. Beim Absenden wird sie als
Antwort im aktuellen Gesuche-Thema gespeichert.
01.Suchender
02.Gesuchter
03.Gemeinsame Story
04.Writing
Writing Preference
Play Preference
Posting
Posting length
05.Letzte Worte
PreviewSo erscheint dein Gesuch als Antwort im Thema.
OccupationStudentin { Urban Studies mit dem Schwerpunkt Street Culture & Community Development }
ClassUpper Under Class
AffiliationSigma Kappa Delta
OriginChicago
Faceclaim1chloeellis
Taylor Jordan Brooks wurde in Chicago geboren, in eine Familie, die von außen betrachtet beinahe perfekt wirkte. Die Brooks hatten Geld, Ansehen und diesen makellosen Ruf, auf den ihre Eltern viel zu viel Wert legten. Ihr Haus war groß, ordentlich und immer so hergerichtet, als könne jederzeit Besuch vor der Tür stehen. Es gab Kindermädchen, teure Kleidung, gepflegte Familienessen und Eltern, die genau zu wissen glaubten, was aus ihren Kindern einmal werden sollte. Für Taylor bedeutete das schon früh, dass sie weniger als eigene Person gesehen wurde und mehr als etwas, das man formen, vorzeigen und kontrollieren konnte.
Taylor war das jüngste Kind der Familie. Ihre beiden älteren Geschwister hatten auf ganz eigene Weise gelernt, in diesem Zuhause zu funktionieren. Ihr Bruder Elliot war der Sohn, auf den ihre Eltern stolz waren. Angepasst, ehrgeizig, höflich, und derjenige der früh verstanden hatte, dass man in dieser Familie am besten zurecht kam, wenn man keine Wiederworte gab. Ihre ältere Schwester Madeline war vorsichtiger, weicher und bemüht, es allen recht zu machen. Sie war nicht unbedingt wie ihre Eltern, aber sie hatte sich schon früh für den einfachen Weg entschieden: lächeln, nicken, nicht auffallen. Taylor hingegen war anders als ihre älteren Geschwister. Vielleicht gerade, weil sie die Jüngste war. Vielleicht, weil alle schon eine Rolle bekommen hatten und für sie nur noch übrig blieb, das letzte perfekte Stück im Familienbild zu sein.
Neben ihren Eltern und Geschwistern gehöörte Noah Brooklyn Jones irgendwie schon immer zu ihrem Leben dazu. Nicht jeden Tag, nicht wie ein Nachbarsjunge mit dem man nach der Schule draußen spielte, aber regelmäßig genug, dass Taylor ihn mit bestimmten Erinnerungen verband. Seine Eltern kannten ihre Eltern und so tauchte Noah bei Abendessen, Sommerfesten, Feiertagen oder diesen steifen Veranstaltungen auf, bei denen sie beide hübsche Kleidung tragen mussten und sich viel zu lange benehmen sollten. Anfangs war er einfach nur der Junge, der da sein musste, weil seine Eltern es waren. Einer der manchmal gelangweilt neben ihr saß, während die Erwachsenen über Arbeit, Kontakte und Zukunftspläne redeten. Doch mit den Jahren wurde er zu jemandem, auf den Taylor sich freute, sobald sie wusste, dass seine Familie kommen würde.
Als Kind passte Taylor noch in das Bild das ihre Eltern für sie vorgesehen hatten. Zumindest nach außen. Sie trug die Kleider, die ihre Mutter ihr kaufte, ließ sich die dunklen Locken frisieren und lächelte auf Familienfotos, wenn man es von ihr erwartete. Ihre Mutter achtete sehr darauf, dass Taylor süß, ordentlich und weiblich wirkte. Sie sollte tanzen, aber bitte auf eine schöne, kontrollierte Art. Sie sollte klug sein, aber nicht klugscheißern oder widersprechen. Sie sollte auffallen, aber niemals unangenehm. In Taylors Familie gab es für alles eine Vorstellung, nur nicht dafür, dass Taylor vielleicht selbst eine haben könnte.
Noah bekam früh beide Seiten von ihr zu sehen, auch wenn er damals vermutlich noch nicht verstand, wie viel davon wirklich sie war. Er sah das Mädchen in den hübschen Kleidern, das neben seiner Mutter stand und artig wirkte. Aber er sah auch wie Taylor die Augen verdrehte, wenn keiner der Erwachsenen hinsah. Wie sie unter dem Tisch gegen Stuhlbeine trat, weil sie es nicht mehr aushielt stillzusitzen. Wie sie manchmal absichtlich etwas Freches sagte, nur um zu sehen, ob jemand sich traute, sie dafür zurechtzuweisen. Noah lachte nicht über sie, aber oft über diese kleinen Dinge, die Erwachsene gerne übersahen. Und für Taylor die sonst ständig das Gefühl hatte, eine Rolle spielen zu müssen, war das schon damals etwas Besonderes.
Je älter Taylor wurde, desto mehr spürte sie, dass etwas in diesem Haus nicht stimmte. Ihr Vater war nach außen ein charmanter, angesehener Mann. Einer, dem andere vertrauten, dem man zuhörte, der in Gesellschaft genau wusste wann er lächeln und wann er ernst schauen musste. Zuhause war er ganz anders. Noch Kontrollierender. Noch Besitzergreifender. Und bei Taylor überschritt er Grenzen, die ein Vater niemals hätte überschreiten dürfen. Vielleicht, weil sie die Jüngste war, weil sie am längsten das kleine Mädchen geblieben war das man herumkommandieren, anfassen, zurechtmachen und klein halten konnte. Für Taylor gab es keine einfache Erklärung dafür, nur dieses wachsende Gefühl im eigenen Zuhause nicht sicher zu sein. Es waren Berührungen, Blicke und Situationen, die sie als Kind verwirrten und später beschämten, obwohl sie nichts falsch gemacht hatte. Ihr Vater verstand es, alles so aussehen zu lassen, als wäre es harmlos. Als wäre Taylor einfach nur zu empfindlich. Als würde sie die Dinge falsch verstehen und wahrnehmen. Ihre Mutter bekam mehr mit als Taylor ihr zutraute, aber sie schwieg. Vermutlich, weil sie es nicht wahrhaben wollte oder weil der Ruf der Familie wichtiger war. Vielleicht auch, weil es einfacher war Taylor als schwierig abzustempeln, als sich einzugestehen, was im eigenen Haus passierte.
Kurz vor der High School begann Taylor sich zu verändern. Oder vielleicht begann sie einfach nur sich weniger zu verstecken. Sie wurde lauter, widersprach öfter und hielt sich immer weniger an die Regeln ihrer Eltern. Sie fing an Kleidung absichtlich anders zu tragen, als ihre Mutter es wollte, schwänzte Termine, blieb länger draußen und hing immer häufiger an Skateparks herum. Dort fand sie zum ersten Mal gleichgesinnte Menschen, die nicht von ihr erwarteten alles perfekt zu machen. Taylor mochte dieses Gefühl sehr und das war auch der Grund, warum sie immer wieder dort hin zurückkehrte.
Noah bemerkte diese Veränderung früher als viele andere in ihrem Umfeld. Bei einem der letzten Treffen ihrer Familien war Taylor nicht mehr das kleine Mädchen mit den ordentlich frisierten Locken, sondern bereits deutlich kantiger. Sie hatte irgendein Kleid an, das ihre Mutter ausgesucht hatte, aber darunter trug sie Sneaker, die nicht dazu passten. Ihre Haare waren weniger sorgfältig gemacht, ihre Antworten schärfer. Sie wirkte unruhig, als wolle sie jeden Moment aus ihrer eigenen Haut steigen. Noah sagte nichts Großes dazu, sondern fragte sie nur irgendwann abseits der Erwachsenen, ob sie okay sei. Taylor lachte damals nur und meinte, er sollte sich nicht Angelegenheiten einmischen, die ihn offensichtlich nichts angingen. Aber diese Frage blieb ihr im Kopf, weil sie nicht vorwurfsvoll oder neugierig klang, sondern eher vorsichtig.
In dieser Zeit entstand auch sowas wie ihr 'Markenzeichen' in Form von Linien. Am Anfang war es nur eine kleine Kritzelei auf Schulheften, Toilettentüren und Tischkanten: ein grimmig schauender Bär mit einem X als Auge. Er sah nicht niedlich aus, eher trotzig und schlecht gelaunt. Fast so, als würde er die ganze Welt nicht leiden können und trotzdem jedem zeigen wollen, wer er ist. Irgendwann wurde dieser Bär ihr ganz persönliches Zeichen. Noah war sogar einer der ersten, der diesen Bären sah bevor daraus viel mehr wurde. Bei einem Sommerfest ihrer Familien erwischte er sie dabei, wie sie ihn mit einem schwarzen Marker unter eine Gartenbank malte. Taylor war sofort angespannt und bereit frech zu werden oder sich rauszureden. Aber Noah verpetzte sie nicht, sondern sagte nur, dass der Bär aussieht als hätte er richtig schlechte Laune. Taylor tat so als wäre ihr das egal, aber sie dachte danach noch lange daran. Vielleicht mochte sie Noah gerade deshalb so sehr, weil er sie einfach nahm wie sie war. Mit der Zeit wurde Noah ihr erster richtiger Crush. Nicht auf eine kitschige, offene Art und Weise, denn Taylor hätte niemals zugegeben, dass sie sich freute, wenn seine Familie eingeladen war. Sie hätte ihn auch nie gefragt, ob er mehr in ihr sah, als dieses kleine, brave Mädchen. Aber jedes Mal, wenn er da war, fühlte sie sich ein bisschen weniger allein in dieser Welt aus höflichem Lächeln und perfekten Fassaden.
Als Taylor fünfzehn war, lief sie von zuhause weg. Es war keine perfekt geplante Flucht und auch kein mutiger Film-Moment. Es war einfach der Punkt, an dem sie nicht mehr konnte. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater, nach einer weiteren Situation, in der er ihr zu nah gekommen war und sie sich zum ersten Mal mit allem was sie hatte wehrte, wusste sie, dass sie dort keine Nacht länger bleiben konnte. Sie nahm etwas Geld, welches sie in ihrer Schublade gelagert hatte, stopfte Kleidung in einen Rucksack und ging. Ohne Abschied und ohne einen Plan wo sie am nächsten Tag schlafen würde. Natürlich war es nicht so einfach, wie einfach wegzugehen und ein neues Leben zu beginnen. Taylor war fünfzehn. Ein Teenager verschwindet immerhin nicht spurlos, ohne dass jemand Fragen stellt. Ihre Familie suchte nach ihr, zumindest offiziell. Vielleicht aus Sorge, vielleicht aus Panik um den eigenen Ruf, aber wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem. Es gab Anrufe, Nachfragen, irgendwann auch Vermisstenmeldungen. Taylor wusste, dass sie nicht einfach wieder an einer Schule auftauchen oder ihren echten Namen benutzen konnte, ohne gefunden zu werden. Also tauchte sie erst einmal unter.
Die erste Zeit war chaotisch und alles andere als schön. Taylor schlief bei Leuten, die sie kaum kannte, auf Sofas, in Kellern, manchmal in Zimmern, in denen sie ihre Schuhe lieber anbehielt, da sie sich zu sehr ekelte. Sie wechselte ständig den Ort, traute niemandem so richtig und hatte immer das Gefühl, irgendwer könnte sie erkennen oder zurückbringen. Sie hielt sich von Gegenden fern, in denen ihre Familie Kontakte hatte, mied alte Freunde und blockte alles ab, was sie an früher erinnerte.
Irgendwann lernte Taylor eine Frau kennen, die ihr Leben auf eine Weise veränderte, die Taylor bis heute nicht gern kitschig nennt, obwohl es vielleicht genau das war. Die Frau hieß Marisol Vega und arbeitete in einem kleinen Diner in dem Taylor ein paar Mal herumhing, weil es warm war und niemand sie sofort rauswarf. Marisol war nicht naiv. und sie merkte schnell, dass Taylor zu jung war, zu hungrig und zu misstrauisch für jemanden, der nur ein bisschen Ärger zuhause hatte. Sie stellte keine großen Fragen, zumindest nicht am Anfang. Sie gab Taylor Essen, ließ sie manchmal nach Ladenschluss noch sitzen und tat so, als wäre das alles keine große Sache. Taylor hasste es, Hilfe anzunehmen, aber Marisol hatte eine Art, bei der es sich nicht wie Mitleid anfühlte. Sie drängte nicht, fasste sie nicht ungefragt an, wollte keine Dankbarkeit aus ihr herauspressen. Die Frau war ziemlich unbeeindruckt von Taylors großer Klappe, die sie oft und unnötiger Weise an den Tag legte. Als Taylor irgendwann wieder einmal keinen Ort zum Schlafen hatte, nahm Marisol sie für eine Nacht mit. Aus einer Nacht wurden mehrere. Aus mehreren wurde ein stilles Abkommen zweischen den beiden.
Marisol wurde nicht sofort zu einer Ersatzmutter, denn Taylor hätte das nie zugelassen. Aber sie wurde zu der ersten erwachsenen Person, bei der Taylor nicht ständig darauf wartete, dass die Hilfe irgendwann in Kontrolle umschlug. Marisol hatte selbst genug erlebt, um zu wissen, dass manche Kinder nicht aus Trotz weglaufen. Sie fragte Taylor nicht nach Details, solange sie nicht selbst darüber reden wollte. Aber sie machte ihr irgendwann sehr klar, dass Untertauchen allein kein Leben war. Wenn Taylor wirklich eine Zukunft wollte, musste sie wieder zur Schule und irgendwann ihren Abschluss machen. Und dafür brauchte sie eine Geschichte, einen Namen und eine erwachsene Person, die für sie einstand. Also erfanden sie beides zusammen.
Taylor hieß für eine Weile nicht mehr Taylor Jordan Brooks. Marisol und sie dachten sich einen Namen aus, der nah genug an ihr blieb, dass sie darauf reagieren konnte, aber weit genug weg war, um nicht sofort aufzufallen. Jo Vega. Jo, weil es eine Abkürzung zu ihrem 2. Vorname war. Vega, weil Marisol ihr diesen Namen lieh, als wäre sie von nun an ihre Tochter. Vor Behörden, Schulstellen und überall dort wo jemand Fragen stellte, gab Marisol sich als ihre Mutter aus. Nicht ohne Risiko, aber glaubwürdig genug um damit durchzukommen. Eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrer Tochter neu anfangen wollte.
Taylor lernte in dieser Zeit, wie es war eine Lüge zu leben, die sich aber trotzdem sicherer anfühlte als die Wahrheit. Mit Marisol kam sie schließlich in Pilsen unter, später in einem kleinen Zimmer über einem Tattoo-Shop, der einem Bekannten von Marisol gehörte. Es war eng, laut und nicht besonders schön, aber für Taylor fühlte es sich freier an als das Haus ihrer Eltern. In dieser Zeit lernte sie die Menschen kennen, die sie für die Zukunft stark prägten. Milo Reyes war einer von ihnen. Ein Sprayer, der mehr Nächte auf Dächern und an Bahngleisen verbrachte als irgendwo sonst. Er zeigte Taylor, wie man mit Spraydosen umging, wie man Linien sauber setzte, wie man Schatten zog und welche Wände sich gut eigneten, sowie welche Gegenden sie dafür besser meiden sollte. Kenzie Vale wurde ihre beste Freundin. Kenzie tanzte, feierte, log, lachte zu oft und zu laut und zog Taylor in eine Welt aus Clubs, Afterpartys und Nächten, die oft erst endeten, wenn andere schon zur Arbeit gingen. Mit ihnen wurde Taylor mehr und mehr zu der Person, die sie heute ist.
Sie färbte ihre dunklen Haare blond und begann sie glatt zu tragen und verbannte somit das Mädchen aus ihrer Vergangenheit. Die süßen Kleider verschwanden und stattdessen trug sie oversized Hoodies, Baggies, Beanies und schwere Sneaker. Sie sah auffällig aus, eckte hier und da auch bestimmt mit ihrem Aussehen an. Aber sie war mehr sie selbst als je zuvor. Sie fuhr Skateboard, sprayte, tanzte Streetstyle und Hip Hop, hörte Musik viel zu laut und bewegte sich durch Chicago als müsste sie ständig beweisen, dass sie vor nichts und niemanden Angst hatte.
Ganz angstfrei war Taylor jedoch nie, sie konnte es nur gut verstecken. Sie wurde großmäulig, frech und schwer zu greifen. Manche würden sie als 'bissig' bezeichnen. Sie vertraute kaum jemandem schnell und prüfte Menschen oft härter, als es fair war. Wenn sie das Gefühl hatte, jemand wolle sie kontrollieren, machte sie sofort dicht. Wenn jemand sie belog oder verriet, vergaß sie es dieser Person niemals. Taylor konnte nachtragend sein, manchmal fast schon zerstörerisch. Aber wenn sie jemanden wirklich mochte, wenn jemand es durch ihre Mauern schaffte, dann war sie loyal auf eine ganz eigene Art. Für diese Leute würde sie nachts um drei durch die ganze Stadt fahren, würde lügen, kämpfen, stehlen oder sich selbst in Schwierigkeiten bringen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken.
Das Geld war immer knapp. Taylor arbeitete mal hier, mal da, aber nichts hielt lange und nichts reichte wirklich. Sie klaute, wenn es sein musste. Essen, Kleidung, Spraydosen, Kleinigkeiten, die ihr das Leben ein bisschen besser machten, wenn auch nur für kurze Zeit. Anfangs hatte sie noch ein schlechtes Gewissen, später aber verlor sie diese Hemmungen und Gedanken. Mit Kenzie kam irgendwann eine noch dunklere Art dazu, an Geld zu kommen. Auf Partys und in Clubs suchte sie sich Männer aus die zu selbstsicher waren, zu betrunken oder zu überzeugt davon, dass ihnen die Welt ohnehin gehörte. Taylor wusste, wie sie wirken konnte, wenn sie wollte. Sie konnte charmant sein, konnte mit Nähe spielen und sie konnte jemanden glauben lassen, er hätte gerade gewonnen. Manchmal begleitete sie Männer nach Hause oder auf eine Afterparty, versetzte ihnen den Drink mit Mitteln die Müde machten, nahm Geld aus dem Portemonnaie und verschwand. Meistens lief nicht mehr, manchmal schon. Aber darüber sprach Taylor so gut wie nie. Sie erzählte sich, dass sie nur von den Typen nahm, die auch selbst genommen hätten, wenn man sie gelassen hätte. Vielleicht stimmte das, aber vielleicht machte sie es sich damit auch nur leichter.
Trotz allem war Taylor nie dumm oder ziellos. Sie tat oft so, als wäre ihr alles egal, aber das stimmte nicht. In Wahrheit hasste sie es, unterschätzt zu werden. Sie hasste die Vorstellung, dass ihre Eltern irgendwann sagen könnten sie hätten es ja gewusst das aus ihr nichts werden würde. Also biss sie sich in der Schule durch, auch wenn sie viel zu oft fehlte, müde war oder Ärger hatte. Sie schrieb gute Noten, die niemand von ihr erwartete. Jeder Mensch, der ihr das Gefühl gab nichts drauf zu haben, gab ihr nur noch mehr Grund besser zu sein. Dass sie ihren Abschluss überhaupt nachholen konnte, lag vor allem auch an Marisol. An der Frau, die sich für sie als Mutter ausgegeben hatte, die Formulare unterschrieb, Termine wahrnahm und Taylor jedes Mal böse ansah, wenn mit ihr zusammen wieder beim Direktor der Schule saß. Marisol war nicht weich im klassischen Sinn, denn sie konnte schreien, fluchen und Taylor ziemlich unangenehm die Wahrheit sagen. Aber sie hatte Taylor nie im Stich gelassen und genau das war für sie neu.
Irgendwann holte Taylors Vergangenheit sie trotzdem ein und zwar ganz ohne Vorwarnung. Nach einem Zwischenfall mit der Polizei wurde sie wieder als Taylor Jordan Brooks identifiziert und damit mussten auch ihre Eltern informiert werden. Das Wiedersehen war kälter, als Taylor es je hätte erwarten können. Es ging weniger darum, dass ihre verschwundene Tochter wieder da war und mehr darum, wie unangenehm die ganze Sache für den Ruf der Familie gewesen war. Ihre Eltern zeigten kaum echtes Interesse daran, sie zurückzuholen und auch Taylor selbst hätte nicht weniger zeigen können, wie wenig sie zurück in ihr altes Leben wollte.
Da sie noch nicht volljährig war brauchte es trotzdem eine offizielle Lösung. Marisol erklärte sich bereit, Verantwortung für sie zu übernehmen und nach Einwilligung ihrer Eltern, die froh waren dieses Problem los zu sein, wurde Marisol schließlich Taylors gesetzlicher Vormund. Es war die beste Lösung für alle, Marisol verlor nicht ihre selbsternannte Tochter und für Taylor war es das erste Mal, dass jemand auf diese Art und Weise für sie einstand.
Nach ihrem Abschluss bewarb Taylor sich an einer Uni in Chicago und entschied sich für Urban Studies mit dem Schwerpunkt Street Culture und Community Development. Das Fach passte besser zu ihr, als sie selbst zugeben wollte. Taylor interessierte sich für Städte, für Viertel, die sich veränderten, für Orte, an denen Menschen verdrängt wurden und für die Art, wie Jugendliche sich Räume zurückholten, die ihnen niemand freiwillig gab. Graffiti, Tanz, Musik, Subkultur, Straßen und Zugehörigkeit waren für sie nicht nur Themen aus Büchern. Es war ihr Leben. Vielleicht gefiel ihr auch die Ironie daran, tagsüber in Seminaren über urbane Räume zu sprechen und nachts selbst ihren Bären an Wände zu sprayen.
Das Problem war nur, dass die Uni Geld kostete. Mehr Geld, als Taylor je haben würde. Ihre Eltern hätten zahlen können, jedoch würde Taylor dann vermutlich auch in Vorlesungen über Jura oder Medizin sitzen. Hilfe aus dieser Richtung wollte sie nicht erwarten und schon gar nicht in Anspruch nehmen. Also hielt sie sich mit Nebenjobs, kleinen Deals und allem über Wasser, was gerade möglich war. Trotzdem reichte es kaum zum Leben. Genau in dieser Zeit wurde Sigma Kappa Delta auf sie aufmerksam.
Sigma Kappa Delta war eine Studentenverbindung, die nach außen wie ein Netzwerk für junge Menschen wirkte, die sich alles selbst erarbeiten mussten. Keine reichen Erben, keine perfekten Familienkinder, sondern Leute, die hungrig nach mehr waren und bereit waren etwas dafür zu tun. Menschen, die nicht darauf warten wollten, dass ihnen jemand einen Platz gab. Taylor passte in dieses Bild erschreckend gut hinein. Sie wurde zuerst beobachtet, auf Partys, auf dem Campus, in Clubs. Man merkte schnell, dass sie dicht halten konnte, dass sie keine Angst hatte und dass sie loyal sein konnte. Rhea Mercer, eine der Verbindungsschwestern, sprach sie schließlich an. Rhea war ruhig, kontrolliert und gefährlich gut darin Menschen einzuschätzen. Sie bot Taylor keine Rettung an, eher eine Möglichkeit. Geld, Kontakte, Schutz und Zugehörigkeit. Taylor wusste, dass nichts davon umsonst war, aber sie war müde davon den Kopf gerade so über Wasser halten zu können. Also ließ sie sich darauf ein.
Durch Sigma Kappa Delta kam Taylor mit The Privé in Berührung. Was nach Partys, Verbindungen und exklusiven Kontakten klang, war in Wahrheit ein Netzwerk aus Drogen, Clubgeschäften und Abhängigkeiten. Besonders Cloud Nine spielte dabei eine immer größere Rolle. Die Droge hatte sich in bestimmten Kreisen fast wie ein Gerücht verbreitet. Erst in Clubs, dann auf privaten Partys und schließlich auch auf dem Campus. Niemand redete offensichtlich darüber, aber jeder kannte jemanden, der jemanden kannte. Für viele klang Cloud Nine nach Leichtigkeit, nach einem kurzen Ausstieg aus Druck, Prüfungen, Zukunftsangst und allem was einem sonst zu schwer auf der Brust lag. Für The Privé war es vor allem eines: ein verdammt gutes Geschäft.
Taylor begann zunächst mit kleineren Übergaben auf Partys und in Clubs, doch irgendwann verlagerte sich ein Teil davon auch auf das Unigelände. Nicht sehr offensichtlich, eher so nebenbei. Zwischen Vorlesungen, in überfüllten Fluren, auf Verbindungspartys, hinter Wohnheimen oder irgendwo dort, wo niemand genau hinsah, weil alle zu beschäftigt damit waren so zu tun als hätten sie ihr Leben im Griff. Taylor war gut darin, und wurde immer besser darin die Menschen einzuschätzen und zu lesen. Sie wusste, wer nur neugierig war, wer zu viel redete, wer Ärger bedeutete und wer bereits viel tiefer drinsteckte. Außerdem unterschätzten sie viele. Ein blondes Mädchen im oversized Hoodie, mit frechem Grinsen und einer Zigarette zwischen den Fingern, passte für viele nicht sofort in das Bild von jemandem, der gefährlich war. Mit Cloud Nine verdiente Taylor mehr, als sie mit irgendeinem Nebenjob je verdient hätte. Das Geld bezahlte ihre Miete, ihre Bücher, Studiengebühren, Essen und das nötigste um nicht unter zu gehen. Sie sagte sich, dass es nur vorübergehend war, nur so lange, bis sie stabil genug war. Nur so lange, bis sie niemandem mehr etwas beweisen musste. Aber Taylor wusste tief in sich drin, dass solche Dinge selten einfach aufhören, sondern dass es ein Teufelskreis war, der so schnell nicht enden würde.
Heute ist Taylor zweiundzwanzig und lebt noch immer in Chicago. Sie ist laut, eigenwillig, stur und oft schwieriger, als sie sein müsste. Sie macht Witze, wenn sie eigentlich verletzt ist, provoziert, wenn sie sich unsicher fühlt und tut so, als wäre ihr vieles egal. Sie raucht, trinkt auf Partys, nimmt manchmal selbst Drogen und bewegt sich in Kreisen, die eigentlich zu gefährlich sind. Gleichzeitig studiert sie, schreibt gute Arbeiten, tanzt mit anderen auf der Straße, sprayt Nachts an Wände oder Zugwagons, fährt Skateboard und versucht auf ihre eigene chaotische Art ihr Leben im Griff zu haben.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chat, Novel
Post Style
Privatchats, Szenen, Gästebücher
The Wanted
Brody Callahan
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age24/25 Jahre
OccupationStudent {offiziell}, Fahrer bei illegalen Straßenrennen {inoffiziell}
ClassUnterschicht
Relationshipbest male friend, favourite idiot
AffiliationSigma Kappa Delta
FaceclaimJacob Elordi, andere Vorschläge sind jedoch auch gerne gesehen.
Brody ist chaotisch, selbstbewusst und sein Ego ist größer als jedes Wahrzeichen. Auf eine Art und Weise ist er selbstzerstörerisch und Leuten die er nicht kennt gegenüber oft unfreundlich oder ignorant. Trotz allem ist er einer der loyalsten Menschen und würde für seine engsten Freunde höchstpersönlich durch die Hölle gehen.
Taylor und Brody haben sich kennengelernt, als Taylor zu Sigma Kappa Delta kam. Zu dieser Zeit war Brody bereits Mitglied und wusste ganz genau wie es dort läuft. Zuerst haben Taylor und er sich fast die Köpfe eingeschlagen, Sturkopf gegen Sturkopf und nach einem ziemlich heftigen Streit wegen eigentlich nichts haben sie beide gemerkt, dass sie sich ähnlicher eigentlich nicht hätten sein können. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten miteinander, begannen sie jedoch immer öfter miteinander abzuhängen, Brody nahm sie mit zu Partys, zu den illegalen Rennen und Brody wurde aus einem Einzelgänger jemand, der Taylor nicht mehr von seiner Seite weg denken konnte, genauso wie umgekehrt. Es ist nicht so, dass die beiden nie streiten, sie streiten sogar recht oft, weil keiner nachgeben möchte, aber am Ende sitzen sie dennoch lachend nebeneinander als wäre nie etwas gewesen.
Es gibt einige Plotideen, vor allem was Sigma Kappa Delta angeht, wie aber auch das baldige aufeinander Treffen mit @Noah Brooklyn Jones, welcher gerade von dir vermutlich überhaupt nicht gerne gesehen wird. Jedoch bespreche ich sowas lieber mit dir zusammen.
Bleibe, gehe nicht sofort wieder und bringe etwas Aktivität mit in den Charakter, dann werden wir super miteinander klar kommen. Wenn du dann noch offen kommunizierst und eigene Ideen mit einbringst, werden wir beide sicherlich viel Spaß mit den beiden haben.
Finnland – Helsinki. Die Hauptstadt des Skandinavischen Land, das auch das Land der tausend Seen genannt wird. In diese Idylle wurde Maaret Virtanen hinein geboren als letztes Kind ihrer Eltern (Illari & Heather). Neben ihren Eltern bestand die Familie von Maaret außerdem noch aus ihren beiden älteren Brüdern Jyrki und Taavi sowie dem Adoptivbruder der drei Virtanen Geschwister nämlich Damon. Die Mutter von Maaret ist gebürtige US-Amerikanerin und nahm damals als Maaret 2 Jahre alt war, den damals Acht Jährigen Sohn einer Collage Freundin auf, der im gleichen Alter wie ihre beiden älteren Kinder Jyrki und Taavi war, nämlich eben Acht Jahre. Maaret wuchs sehr behütet auf. Ihre Mutter arbeitete als Übersetzerin für die US-Botschaft in Helsinki, während ihr Vater, erst Strafverteidiger und dann später Staatsanwalt war. Die Familie Virtanen bewohnte eine durch aus große und Luxerisöse Altbauwohnung im Botschafterviertel der finnischen Hauptstadt. Auch die Ausbildung die das blonde Mädchen über die Jahre hinweg genoss, war einer gute Ausbildung. Trotz der hohen Erwartungen die man bei jemanden wie denn Virtanen erwarten würde, war dies nie der Fall. In der USA-Finnischen Familie zählte stehts drei Dinge; Zusammenhalt, Nächstenliebe und Gastfreundlichkeit. Man konnte bei Maaret und dessen Familie um Drei Uhrmorgens als halbfremder klingen und sich sichersein, dass man etwas zu essen sowie zu trinken bekommt. Die drei Grundpfeiler der Familie Virtanen, nahm die jüngste der Familie wie ein Mantra auf. Die Kindheit des Blondhaarigen Mädchens war von vielen schönen Erinnerung mit ihrer Familie geprägt. Das gemeinsame Schwimmen am Sommerhaus der Familie zählte wahrscheinlich zu der schönen Erinnerung, die Maat hatte. Schon während der Schulzeit war für die Finnen mit der US-Staatsbürgerschaft klar, sie wollte später nicht studieren, ihre Noten hätten das Ganze auch nicht wirklich zugelassen. Die Blondine wollte etwas tun, wo sie die Eckpfeiler der Familie unterbringen konnte. Mit 16-Jahren war sie dann fertig mit der Schule und begann eine Ausbildung zur Hotelfachfrau in Espoo am Omnia Vocational College. Das war eine einjährige Ausbildung, nach dieser Grundausbildung hing Maaret noch drei weitere Jahre in Deutschland und der Schweiz ran für eine wirklich kompetente Ausbildung. Mit Anfang zwanzig kehrte die Blondhaarige schließlich zurück nach Helsinki und arbeitete dann dort für drei weitere Jahre bis 25 in einen der Luxushotels in Helsinki. Während dieser Zeit, zog es ihren Adoptivbruder Damon wieder zurück in die USA. Er wollte zurück zu seinen Wurzeln. Chicago. Ihre beiden anderen Brüder Jyrki und Taavi, machten ihre ersten Schritte beim Finnischen Auslandsgeheimdienst sowie eine Karriere beim Militär. Damon hingegen studierte in Chicago eben Jura an der University of Chicago. Es zog die Blondine die dank der Doppelten Staatsbürgerschaft, keine größeren Probleme hatte in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auszuwandern, schließlich vor zwei Jahren ebenfalls in die USA. Genauso wie ihren älteren Adoptivbruder Damon zog es sie auch nach Chicago. Sie wollte sich dort in dieser Stadt die vollen Geschichten über Gangster, Alte Tunneln und Machtstrukturen aber gleichzeitig für den Aufbruch in eine neue Zeit steht, etwas Eigenes. Etwas was sie hegen und pflegen konnte. Deswegen kaufte sich die junge Finnin von ihrem hart ersparten Geld ein kleines aber feines Backsteingebäude aus den goldenen Zwanzigern des Neunzehnten Jahrhunderts, von denen man sagte, dass es geheime Tunnele besitzt. Mit gerade mal 30 Jahren führt die gebürtige Finnin seit mittlerweile einem ganzen Jahr, ihre eigne süße kleine Pension, mit dem ein oder andere Geheiminis im Gemäuer im Stadtteil Lakeview East. Zu ihren drei Brüdern hat die durch auch hübsche Blondine immer schon eine tiefe Verbindung gehabt. Besonders zu Damon. Seit sie wieder in der gleichen Stadt leben, ist Damon mindestens einmal in der Woche zum Essen in Maaret´s Pension. Auch die ein oder anderen Geschäftspartner oder Klienten bringt, Damon bei der 30-jährigen Finnin unter. Sie stellt keine Fragen, auch wenn ihr durch aus bewusst ist, dass die ein oder anderen Klienten ihres Bruders wahrscheinlich in Kreise verkehren, die mit Tod, Drogen und Gewalt zu tun haben.
Perspective
3.Person
Writing Style
novel
Post Style
szenen (bevorzugt), ab und an auch mal GB Interaktionen
The Wanted
Damon Virtanen
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age36 Jahre alt
OccupationStar-Anwalt für oft mächtige Personen die Blut an denn Händen haben.
Classupper
Relationshipälterer Adoptivbruder
AffiliationWahrscheinlich mit The Privé verbunden. Auf jeden Fall jemand, der durch aus Einblick in die Unterwelt hat.
FaceclaimBen Barns
Radikal loyal (den Virtanen gegenüber, auch wenn er durch aus dieser Loyalität verschleiert), Charming Manipulator, Skrupellos pragmatisch, Emotional isoliert, Kontrollfreak mit Verlustangst, Insgeheim ein Familienmensch und Hilfsbereit und mit gutem Herzen. Doch diese Eigenschaften versteckt er unter einer Maske an Arroganz, Sarkasmus und eiskalten Maske aus Gleichgültigkeit. Doch die eigentlichen Eckpfeiler der Familie, seiner echten Familie den Virtanen; Zusammenhalt, Nächstenliebe und Gastfreundlichkeit hält er stehts in Ehren.
ECKDATEN: - Gebürtig aus Chicago - Kam mit acht Jahren nach Helsinki zur Familie Virtanen (Nahm dessen Nachnamen nach der Adoption an) - Hast mittlerweile zwei Staatsbürgerschaften - Stellst die Virtanen über alles.
Du wurdest ursprünglich in eine reiche und wohlhabende Familie in Chicago hinein geboren. Doch besonders voller Liebe war diese Welt, der du die ersten acht Jahre deines Lebens angehörtest nicht. Sie waren voller Macht Besessenheit und Intrigen. Mit acht Jahren starben deine Eltern bei einem tragischen Unfall. Die unzähligen Fons der Familie wurden auf Eis gelegt, bis du volljährig bist. Die beste Freundin aus Collagezeiten deiner Mutter, nahm dich schließlich bei ihr auf. Sie wohnte zur damaligen Zeit mit ihrer Familie in Helsinki. Was für dich bedeutete, dass du ebenfalls in die Finnische Hauptstadt, zogst. Die nächsten Jahre deines Lebens waren von Liebe und denn ein oder anderen Geschwisterlichen Streitereien natürlich geprägt, aber die Virtanen nahmen dich auf, als wärst du einer von ihnen. Blutsverwandt. Doch du wolltest schon immer zurück nach Chicago. Zu deinen wurzeln. Deswegen entschlossest du dich, zum Studium von Jura zurück nach Illinois zugehen. Nach einigen ansträngenden Jahren, darfst du dich mittlerweile als fähiger Anwalt bezeichnen. Ein Anwalt mit Klienten, die meistens gut zahlen aber nicht immer saubere Geschäfte machen. Einige der Klienten bringst du bei Maaret in ihrer Pension unter. Da Maaret, dass warmherzige Gemüt ihrer Urgroßmutter geerbt hat lässt sie es zu. Für dich ist aber klar, dass man deine kleine Schwester aus dem ganzen raushält. Sie ist das Helle, was deine Dunkele Seele noch etwas Grau sein lässt.
Dadurch das Damon ein mehrschichtiger Charakter mit wahrscheinlich sehr guten Verbindungen zur Unterwelt von Chicago hat sowie zu The Privé, lässt sich da bestimmt das ein oder andere gute Play gestalten. Im Vordergrund des Ganzen, soll der Zwiespalt stehen. Maaret erhellt Damons Seite durch aus, gleichzeitig ist Sie aber durch Damon in Gefahr, was ihn innerlich zerreißt. Er braucht ihre Helle Art um nicht ganz im Sumpf zu versinken und gleichzeitig ist Damon die größte Gefahr für Maaret´s Wohlbefinden.
Ich liebe es zu ploten und tiefgründige Szenen mit viel Drama zuschreiben. Szenen die einen nachts wachliegen lassen, weil man darüber nachdenkt, wie es weiter geht. Die Beziehung der beiden soll durch aus innig sein, aber gleichzeitig soll Damon seine Sydänkäpynen (Herzensliebchen) immer mal wieder auf Abstand halten, weil seine Welt einfach mittlerweile mit ihrer Welt kollidieren würde.
OccupationStudent (Lehramt) & Manny (im Gegenzug für Kost und Logis)
ClassUnterschicht jedoch durch die Entscheidung seines Vaters bald Oberschicht
Affiliationunabhängig
OriginChicago
FaceclaimLuca Daffre
Jackson wurde als Sohn eines Zimmermädchens geboren. Er war das Resultat einer Affäre von ihr mit ihrem Chef. Ihrem verheirateten Chef. Als die Schwangerschaft bekannt wurde, wurde sie gefeuert. Zum Glück konnte sie bei ihren Eltern in Chicago wieder einziehen. So brauchte sie sich nicht allein um das Kind kümmern. Sophia fand einen neuen Arbeitsplatz. Als Hausmädchen für eine sehr reichen Familie. Als Jack älter wurde, nahm sie ihn manchmal nach der Schule mit dorthin, wo er sich mit der Tochter des Hauses anfreundete. Die beiden wurden älter und unternahmen viel zusammen. Kate ließ ihn nie spüren, dass er einer anderen sozialen Schicht angehörte als sie. Nach der Highschool fing er an als Manny (männliche Nanny) zu arbeiten, während Kate studierte. Er hätte auch gern studiert und zwar auf Lehramt. Aber dafür war die Familie zu arm und für ein Stipendium waren seine Noten zu nicht ganz ausreichend, obwohl er ein guter Schüler war. Während Kates Studiums verliebten sich beide in einander. Für ihre Eltern war das ein No Go, denn sie wollten, dass ihr Kind einen Mann aus gutem Hause heiratete. Deswegen drohten sie Jacksons Mutter zu entlassen, wenn er mit ihrer Tochter nicht Schluss machen würde. Schweren Herzens trennte er sich von Kate und erfand einen Grund, weshalb sie nicht länger zusammen sein konnten. Es brach ihm das Herz, doch seine Mutter hatte immer ihr Bestes bei seiner Erziehung gegeben und er hatte sie zu gern, als er zulassen konnte, dass sie wegen ihm ihren Job verlor. Nach 2 Jahren als Manny der Upperclass hatte er endlich genug Geld zusammen, dass er sich ein Studium leisten konnte. Schnell merkte er nach seinem Bachelor jedoch, dass das Geld zwar für das Studium reichte, aber nicht für seine Nebenkosten. Selbst wenn er wie bisher bei seiner Mutter lebte. Hilfe kam jetzt aus einer ganz unerwarteten Richtung. Die Arbeitgeber (Kates Eltern) seiner Mutter schienen wegen ihrem Verhalten in der Vergangenheit ein schlechtes Gewissen zu haben. Gut möglich war aber auch, dass sie in ihm nicht länger eine 'Bedrohung' für das Glück ihrer Tochter sahen, denn dieser war inzwischen mit einem reichen Erben zusammen. Auf jeden Fall vermittelten sie ihn an gute Freunde als Manny, die nicht weit entfernt vom Campus eine riesige Eigentumswohnung hatten und bei denen Jackson trotz begrenzter Arbeitszeit auch wohnen kann. Zu seinen Arbeitgebern hat er ein gutes Verhältnis und auch die 2 Kinder machen ihm die Arbeit relativ leicht. Aber auch erst nachdem er zu Beginn eine Reihe von 'Tests ' der Zwillinge bestanden hatte. Inzwischen ist er für die 2 Mädchen so etwas wie ein großer Bruder, der ihnen zufällig Nachhilfe gibt. Kurz vor Beginn des letzten Semesters zog in eine etwas kleinere Eigentumswohnung über Jacks Arbeitgebern eine junge Frau ein. Das erste Mal sah er sie im Fahrstuhl und glaubte, dass sie ebenfalls eine Nanny sei. Durch die Zwillinge, die über alles im Haus genau bescheid wissen, erfuhr er, dass sie aus einer sehr reichen Familie stammt und ihr ihre Eltern die Wohnung gekauft haben. Eigentlich hatte Jackson sie bitten wollen, dass sie mit ihm auf ein Date geht, weil er nicht nur hübsch sondern auch nett ist. Doch aufgrund der Neuigkeit hat er beschlossen nur mit ihr befreundet zu sein, denn das mit einer Beziehung in der Oberschicht war schon einmal schlecht ausgegangen. Was er noch nicht weiß ist, dass sich sein Leben bald gewaltig verändert. Sein Vater hat beschlossen Kontakt mit ihm aufzunehmen. Sehr zum Missfallen seiner anderen Kinder
Perspective
3. Person
Writing Style
Roman
Post Style
Private Chats, Shorts , GB
The Wanted
Peter ... (verhandelbar)
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
AgeEnde 20 bis Anfang 30
Occupationfrei wählbar
ClassUnterschicht oder Mittelschicht
RelationshipEx (Entweder hat ihm die Trennung klar gemacht, dass er etwas an seinem Leben ändern muss oder er will von Jacksons zukünftigen Wohlstand profitieren)
Affiliationfrüher: freie Kriminelle (jetzt dir überlassen)
FaceclaimCody Christian (verhandelbar)
Eines vorweg. An sich ist Peter kein schlechter Mensch. Er ist nur als Kind einmal zu oft von Menschen enttäuscht worden. Deswegen ist er sich selbst jetzt am wichtigsten. Er ist verdammt charmant und könnte einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen. Auch wenn er kriminell ist/war, hat/hatte er einen gewissen Ehrenkodex. Von niemandem stehlen der es sich finanziell nicht leisten kann bestohlen zu werden. Er ist gern der Cleverste im Raum. Deswegen würde er nie etwas zu sich nehmen, dass seinen Verstand beeinträchtigt
Peter und Jack haben sich vor 11 Monaten in einer Bar kennengelernt. Am Ende des Abends haben sie ihre Telefonnummer ausgetauscht und sind dann relativ schnell ein Paar geworden. Vor 5 Monaten hatte Jack das Gefühl, dass Peter ihm etwas verheimlicht. Peter lag viel an Jack und er war kurz davor ihn in alles einzuweihen, als Jack zufällig selbst dahinter kam. Er versprach Peter nicht an die Polizei zu verraten, wenn dieser das Diebesgut zurückgibt. Peter tat es und Jack verriet ihn nicht. Seither haben sie sich nicht mehr gesehen
Es hängt davon ab, ob Peter sich geändert hat. Deswegen will ich mich hier nicht festlegen
Das Wichtigste ist eigentlich nur, dass du Spaß an der Rolle hast und eben nicht direkt wieder verschwindest. Du bist schließlich für Jack sehr wichtig. Ansonsten lege ich Wert auf eine offene Kommunikation. Wenn also etwas ist, rede bitte mit mir! Das kann viel bewirken. Da spreche ich aus Erfahrung und du kannst alles bei mir ansprechen. Der Rest ist sicherlich bekannt, denn das RL geht vor. Aber wichtig ist mir eben auch das eine gewisse Aktivität besteht. Fragen können mir gerne gestellt werden. Eigene Ideen sind auch gerne gesehen. Also warte ich und freue mich auf dich
Was passiert eigentlich wenn das Leben komplett aus den Fugen gerät? Wenn der Boden unter den eigenen Füßen droht einzubrechen? Wenn das Leben, das man kannte, von einem auf den nächsten Moment komplett über den Haufen geworfen wird?
Levi Withlock war der Zweite von insgesamt drei Söhnen der berüchtigten Familie Withlock aus Radley - in der Nähe von Earlville. Eine.. unangenehme Familie, die ihre Probleme gerne mit Gewalt löst. Niemand traut sich in die Nähe ihres Hofs. Außer der ein oder andere Geldeintreiber. Bear Withlock verzockt immer wieder das eingenommene Geld der Familie. Auch wenn sie zum größten Teil Selbstversorger sind. Die Haltung der Schweine und der Hühner kostet Geld. Das Maisfeld pflegt sich nicht von selbst. Und auch das Haus droht ihnen weggenommen zu werden. Sharon, die immer versucht alles zusammen zu halten. Den Ehemann, der seinen Job als LKW Fahrer verloren hat, nicht noch wütender zu machen. Michael, der mit seiner Verantwortung als ältester Bruder in die Rolle eines Erwachsenen gedrängt wird und sich oft genug als Schutzschild zwischen seine Brüder und seinen Vater stellt. Levi als Jemand, der seinem Vater immer ähnlicher wird - risikobereit, rebellisch und aggressiv auf alles reagiert, dass ihn unter Kontrolle bringen will. Und Vincent, aka Vinny - der als jüngster Bruder als letzter in der Nahrungskette stets den Kürzeren zieht.
Aber fangen wir weiter vorne an: Levi hat bereits in frühen Kindheitsjahren gelernt, dass das Recht des Stärkeren gilt. Schon als die Familie noch in der Pferdezucht tätig war und er von seinem Vater gezwungen wurde einige Tiere zu töten, was ihm ein lebenslanges Trauma beschert hat. Bear wollte seinen Jungs alles beibringen. Ihnen Stärke vermitteln. Sie aufs Leben vorbereiten. Aber auf eine Art und Weise, die nicht nur moralisch verwerflich war - sondern auch unter Strafe steht. Mit der Faust. Levi hat keinen Respekt vor seinem Vater - sondern Angst. Er hasst diesen Mann abgrundtief und hat ihm das bereits mehrmals bewiesen. Der mittlere Sohn brach die Highschool bereits mit 16 ab und fing an kleine Jobs anzunehmen. Diese behielt er allerdings nicht lange. Durch seine kurze Zündschnur geriet er oft mit Kollegen aneinander. Man könnte sogar meinen er wäre unfähig sich unterzuordnen. Bei einem Diebstahl seines früheren Chefs, bei dem er ihm zusätzlich eine Eisenstange übergebraten hat heimste er sich 2 Jahre Jugendknast ein. Eine Zeit, die den Jugendlichen nur noch weiter verdirbt. Weitreichend war die Familie sowieso schon bekannt dafür immer nur Probleme zu machen. Aber nie in dem Ausmaß, dass man sie wirklich aus ihrer Heimat vertreiben kann. Immerhin stand der örtliche Sheriff, der eine gute Beziehung zur Mutter führt, hinter ihnen.
Die finanziellen Probleme der Familie nehmen weiter zu als Sharon der Krebs erreicht. Krankenhausrechnungen stapeln sich. Bear war weiterhin nicht gewillt sich einen Job zu suchen und verzockt das Geld weiterhin im Casino. Alles droht auseinander zu brechen. Sogar die geliebte Stute der Mutter soll bald verkauft werden. Aus purer Verzweiflung. Und das war der Moment indem die drei Brüder eine folgenschwere Entscheidung trafen. Sie ziehen sich nachts Masken über, schnappen sich Flinte und Pistole, und brechen in Häuser, Tankstellen und Motels ein. Dabei entwickeln sie ein raffiniertes System. Während Michael als Kopf agiert, die Einbrüche clever plant, und die Arbeiten verteilt, agiert Levi als Ordnungshüter. Schüchtert die Menschen ein, und macht sich auch die Hände schmutzig wenn nötig. Vinny wird zwar nicht verschont - hat jedoch nur kleinere Aufgaben zu erledigen, wie Wache halten, Fluchtwagen besorgen oder Durchsuchungen. Sie sind eingespielt - und doch noch so grün hinter den Ohren, dass jederzeit etwas schief gehen könnte. Aber was tut man nicht alles für die Familie?
Michael ist der Älteste der Withlock Brüder. Er ist schlau, behält stets einen kühlen Kopf - ist aber auch gnadenlos. Denn für die Familie gehst du über Leichen. Verantwortung hat sein ganzes Leben bestimmt. Eben weil er nicht nur auf seine jüngeren Geschwister aufpassen musste, sondern auch mehr oder minder die Vaterrolle übernommen hat. Und sich diesem auch oft in den Weg gestellt um auch seine Mutter zu schützen.
Wer hätte das gedacht? Wir kennen uns seit meiner Geburt. Wir haben die gleiche Scheiße durchgemacht. Die Schläge unseres Vaters eingesteckt. Und um die Tiere gekümmert. Das Haus und den Schuppen in Schuss gehalten. Bald haben wir das zu dritt gemacht. Dann kam nämlich Jackson dazu. Durch die Spielschulden unseres Vaters und die Krankenhausrechnungen unserer Mutter sind wird in Geldnot. Unser einziger Ausweg? Wir nehmen es uns einfach. Geplant. Mit Köpfchen eben. Unsere Familie ist war dafür bekannt Probleme zu machen.. aber durch die guten Beziehungen zum örtlichen Sheriff hat man uns noch nicht dran gekriegt.
Ich glaube der Plott ist eindeutig. Also mach dich auf Action, drama und noch mehr gemeinsame Drogeneskapaten am Lagerfeuer mit dem Wolfsrudel gefasst
Kommunikation ist am Wichtigsten. Ich würde mich daher über eine Familien-Gruppe auf Discord freuen. Kleiner Bruder und die Eltern werden bald ebenfalls gesucht.
Wem es bereits aufgefallen ist lehnt die ganze Familien-Tragödie an dem Videospiel "As Dusk Falls" an. Wer es nicht kennt - klare Empfehlung ;)
Piper Alba kam in Chicago zur Welt, während draußen ein Sturm gegen die Fenster des Saint Anthony Hospital schlug und ihr Vater Santino Alba zum ersten Mal in seinem Leben so aussah, als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Ihre Mutter Amber starb wenige Stunden nach der Geburt, und obwohl niemand es jemals laut sagte, hing dieser Satz seitdem wie Schimmel in den Wänden der Alba-Wohnung. Nicht du bist schuld, sagten ihre Geschwister später manchmal. Aber ihr Vater sah sie nie lange genug an, damit Piper es glauben konnte. Santino war kein Mann, der schlug, wenn Nachbarn hinhören konnten. Er war leiser als das. Kälter. Er vergaß Geburtstage, aber nie, wie viel Geld Piper ihn damals gekostet hatte. Er nannte Piper mija {Tochter} , wenn er etwas brauchte, und gar nichts, wenn sie weinte. Ihre älteren Geschwister versuchten auf ihre eigene Art, sie davor zu schützen. Mateo, der Älteste, wurde viel zu früh der Mann im Haus und verschwand trotzdem irgendwann in Schichten, Nebenjobs und Wut. Alina war die Schwester, die Piper die Haare flocht, wenn Santino wieder tagelang kein Wort mit ihr sprach, oder sorgte dafür das Piper einigermaßen Ordentlich zur Schule kam. Und Nico, nur ein paar Jahre älter als Piper, war ihr Komplize, ihr Schatten, derjenige, der sie mit zwölf nachts aus der Küche zog, wenn ihr Vater betrunken am Tisch saß und alte Fotos von Amber ansah nachdem er vollkommen die Kontrolle Verloren hatte. Was nicht nur einmal das Jugendfürsorge ins Haus brachte. Aber Santino war Charmant genug und hatte die Kinder genug im Griff um nicht weiter Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wuchsen in Armut auf, nicht diese Romantisierte Armut. Es war keine schöne Traurigkeit. Es waren Mahnungen auf der Ablage, kaputte Heizungen, Secondhand-Schuhe, Rechnungen, die unter Magneten am Kühlschrank klebten, bis niemand sie mehr ansehen wollte. Piper lernte früh, ruhig zu sein. Leise essen, leise duschen, leise durch den Flur, sich leise in den Schlaf weinen. Gleichzeitig lernte sie, dass sie nützlich sein musste, um bleiben zu dürfen. Als Teenager passte sie auf Kinder aus der Nachbarschaft auf, trug Einkäufe für alte Frauen hoch, putzte in einer Praxis nach Feierabend und gab Santino fast alles ab, was sie verdiente. Er nahm es Wortlos. Er nahm es wie etwas, das ihm ohnehin zustand. Und dennoch war Piper eine gute Schülerin. Nicht wirklich übertrieben gut oder so das es auffällt sondern dieser gute durchschnitt. Später, als Piper ihre Ausbildung zur Krankenschwester begann, sagte er nur, dass wenigstens eine von ihnen endlich einen Beruf habe, der nicht komplett wertlos sei. Es traf sie trotzdem. Vielleicht gerade deswegen, weil sie sich insgeheim gewünscht hatte, dass er stolz war. Ihre besten Freunde wurden zu dem, was Familie bei ihr nie ganz leisten konnte. Jules Navarro, ihr bester Freund seit der Highschool, kannte sie schon, als sie noch zu große Hoodies trug und so tat, als würde sie nichts treffen. Er arbeitete inzwischen in einer Bar in Pilsen, hatte immer Pflaster in der Jackentasche und eine Art, Piper anzusehen, als würde er nur darauf warten das sie zusammenbrach. Amara Wells, ihre beste Freundin, war das genaue gegenteil. Sie sagte was sie dachte egal wie Hässlich die Wahrheit auch sein mochte. Amara studiert Journalismus, kannte jede halbseidene Geschichte in Chicago, bevor sie offiziell passierte, und sagte Piper regelmäßig, dass sie aufhören müsse, ihren Vater wie eine offene Rechnung zu behandeln. Piper lachte dann meistens nur. Kurz. Trocken. Als wäre das alles halb so schlimm. War es nicht. Vor ein paar Monaten machte sie ihre Ausbildung fertig. Zum ersten Mal hatte sie etwas in der Hand, das nur ihr gehörte. Eine Zukunft, vielleicht. Ein kleines Zimmer, das sie sich leisten konnte. Ein Job im Krankenhaus. Schichten, müde Füße, Kaffee aus Automaten, Hände, die wussten, was zu tun war, selbst wenn ihr Kopf längst irgendwo anders war. Und dann kam Sigma Kappa Delta. Nicht als großes Angebot. Eher wie eine Tür, die jemand einen Spalt offen ließ. Es war XY, ein Mitglied der Verbindung, die Piper nach einer Nachtschicht ansprach. Sie kannte Pipers Namen, wusste von ihren Noten, von ihrem Wunsch Medizin zu studieren, von den unbezahlbaren Gebühren, von Santinos Schulden. Piper hätte misstrauischer sein müssen. War sie auch. Nur nicht genug. Drei Monate später gehörte sie offiziell dazu. Sigma Kappa Delta zahlte, half, regelte. Die Uni, Kontakte, ein Zimmer im Verbindungshaus, das sauberer war als alles, was Piper früher kannte. Niemand sagte Schuld. Sie nannten es Förderung. Unterstützung. Eine Chance. Aber Piper verstand schnell, dass Chancen in diesen Kreisen keine Geschenke waren. Man bekam sie nicht, man unterschrieb sie mit dem eigenen Namen, auch wenn kein Papier auf dem Tisch lag. Für die Verbindung war sie nicht nur das Mädchen aus Chicago mit den guten Noten und dem traurigen Familienhintergrund. Sie war Zugang. Zum Krankenhaus. Zu Schränken, Räumen, Dienstplänen, Medikamenten, kleinen Dingen, die im System verschwanden, wenn man wusste, wo man nicht hinsehen durfte. Beim ersten Mal nahm sie nur etwas mit, das niemand sofort vermissen würde. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie sich im Personalbad einschloss und zehn Minuten lang auf die Seife starrte. Danach überwies sie Santino Geld, weil seine Heizung angeblich kaputt war. Später sah sie auf Instagram, dass er in einer Bar in Little Village saß, ein Glas vor sich, ihr Geld vermutlich schon halb weg. Piper schrieb nichts. Sie legte das Handy nur umgedreht auf den Tisch und lernte weiter Anatomie, bis die Buchstaben verschwammen. Ihr Ex, Callum Reyes, machte es nicht leichter. Sie beide hatten sich im Krankenhaus kennengelernt. Er war Patient sie Krankenschwester. Die Beziehung ging nicht sehr tief, jedenfalls nicht von ihrer Seite aus. Die Trennung lag kaum sechs Wochen zurück. Er war nicht böse im offensichtlichen Sinn. Das wäre einfacher gewesen. Callum war charmant, geduldig, aber immer nur wenn andere zusahen. Er kannte ihre Schichten, ihre Lieblingszigarettenmarke, obwohl sie behauptete, nicht wirklich zu rauchen, und die Stellen, an denen sie einknickte, wie er sie manipulieren konnte. Seit dem Ende tauchte er immer wieder auf. Vor dem Krankenhaus. Vor der Uni. Einmal vor dem Verbindungshaus, was Piper mehr Angst machte, als sie zugab. Er sagte, er mache sich Sorgen. Vielleicht stimmte das sogar. Vielleicht war Sorge bei ihm nur ein anderes Wort für Besitz. Piper wusste es nicht mehr. Sie wusste nur, dass er sie ansah, als wäre sie ihm etwas schuldig. Und sie war es leid, jedem etwas schuldig zu sein. In der Verbindung lernte sie schnell, dass niemand dort unschuldig war. Piper passte nicht richtig hinein, aber genau das machte sie interessant. Sie war nicht beeindruckt genug, nicht dankbar genug, aber kaputt genug, um nicht leicht händelbar zu sein. Trotzdem blieb sie. Wegen der Uni. Wegen des Geldes. Wegen Santino. Wegen dem kleinen, hässlichen Teil in ihr, der wissen wollte, wie weit sie kommen konnte, wenn sie einmal nicht diejenige war, die zurücksteckte. Und vielleicht auch, weil Sigma Kappa Delta ihr zum ersten Mal das Gefühl gab, dass ihre Kälte nicht nur Überleben war, sondern ein Talent. Und es gab eben auch diese Ausnahmen in der Verbinung die sie trotz der kurzen Zeit irgendwie zu schätzen wusste.
Perspective
3 Person
Writing Style
beides
Post Style
Alles was geht
The Wanted
Callum Reyes {Änderbar}
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Ageab 25
OccupationSuch dir was passendes aus. Ich sehe ihn aber in der Kriminellen Schiene
ClassLower Class
Relationshiptoxischer Ex Freund
AffiliationFreier Krimineller
FaceclaimVielleicht Mike de deer? Aber im Grunde frei wählbar
Beschreibung des gesuchten Charakters.
Unten ist der Ausschnitt aus meiner Story drin, dieser ist mit Absicht nur kurz angerissen weil ich es besser finde wenn wir uns da zusammen auch weitere Ideen überlegen. Du solltest da auch deine eigenen Ideen mit rein bringen, das ist mir sehr Wichtig.
Ihr Ex, Callum Reyes, machte es nicht leichter. Sie beide hatten sich im Krankenhaus kennengelernt. Er war Patient sie Krankenschwester. Die Beziehung ging nicht sehr tief, jedenfalls nicht von ihrer Seite aus. Die Trennung lag kaum sechs Wochen zurück. Er war nicht böse im offensichtlichen Sinn. Das wäre einfacher gewesen. Callum war charmant, geduldig, aber immer nur wenn andere zusahen. Er kannte ihre Schichten, ihre Lieblingszigarettenmarke, obwohl sie behauptete, nicht wirklich zu rauchen, und die Stellen, an denen sie einknickte, wie er sie manipulieren konnte. Seit dem Ende tauchte er immer wieder auf. Vor dem Krankenhaus. Vor der Uni. Einmal vor dem Verbindungshaus, was Piper mehr Angst machte, als sie zugab. Er sagte, er mache sich Sorgen. Vielleicht stimmte das sogar. Vielleicht war Sorge bei ihm nur ein anderes Wort für Besitz. Piper wusste es nicht mehr. Sie wusste nur, dass er sie ansah, als wäre sie ihm etwas schuldig. Und sie war es leid, jedem etwas schuldig zu sein.
Wie laufen diese 'zufälligen' aufeinander treffen weiter ab? Macht er sich wirklich nur Sorgen oder steckt da mehr dahinter. Was passiert wenn Piper sich das erste mal wirklich traut, ihn zu sagen das er sie in Ruhe lassen soll?
Ich freu mich auf dich. Verschwinde bitte nicht einfach wieder
Was passiert eigentlich wenn das Leben komplett aus den Fugen gerät? Wenn der Boden unter den eigenen Füßen droht einzubrechen? Wenn das Leben, das man kannte, von einem auf den nächsten Moment komplett über den Haufen geworfen wird?
Levi Withlock war der Zweite von insgesamt drei Söhnen der berüchtigten Familie Withlock aus Radley - in der Nähe von Earlville. Eine.. unangenehme Familie, die ihre Probleme gerne mit Gewalt löst. Niemand traut sich in die Nähe ihres Hofs. Außer der ein oder andere Geldeintreiber. Bear Withlock verzockt immer wieder das eingenommene Geld der Familie. Auch wenn sie zum größten Teil Selbstversorger sind. Die Haltung der Schweine und der Hühner kostet Geld. Das Maisfeld pflegt sich nicht von selbst. Und auch das Haus droht ihnen weggenommen zu werden. Sharon, die immer versucht alles zusammen zu halten. Den Ehemann, der seinen Job als LKW Fahrer verloren hat, nicht noch wütender zu machen. Michael, der mit seiner Verantwortung als ältester Bruder in die Rolle eines Erwachsenen gedrängt wird und sich oft genug als Schutzschild zwischen seine Brüder und seinen Vater stellt. Levi als Jemand, der seinem Vater immer ähnlicher wird - risikobereit, rebellisch und aggressiv auf alles reagiert, dass ihn unter Kontrolle bringen will. Und Jackson - der als jüngster Bruder als letzter in der Nahrungskette stets den Kürzeren zieht.
Aber fangen wir weiter vorne an: Levi hat bereits in frühen Kindheitsjahren gelernt, dass das Recht des Stärkeren gilt. Schon als die Familie noch in der Pferdezucht tätig war und er von seinem Vater gezwungen wurde einige Tiere zu töten, was ihm ein lebenslanges Trauma beschert hat. Bear wollte seinen Jungs alles beibringen. Ihnen Stärke vermitteln. Sie aufs Leben vorbereiten. Aber auf eine Art und Weise, die nicht nur moralisch verwerflich war - sondern auch unter Strafe steht. Mit der Faust. Levi hat keinen Respekt vor seinem Vater - sondern Angst. Er hasst diesen Mann abgrundtief und hat ihm das bereits mehrmals bewiesen. Der mittlere Sohn brach die Highschool bereits mit 16 ab und fing an kleine Jobs anzunehmen. Diese behielt er allerdings nicht lange. Durch seine kurze Zündschnur geriet er oft mit Kollegen aneinander. Man könnte sogar meinen er wäre unfähig sich unterzuordnen. Bei einem Diebstahl seines früheren Chefs, bei dem er ihm zusätzlich eine Eisenstange übergebraten hat heimste er sich 2 Jahre Jugendknast ein. Eine Zeit, die den Jugendlichen nur noch weiter verdirbt. Weitreichend war die Familie sowieso schon bekannt dafür immer nur Probleme zu machen. Aber nie in dem Ausmaß, dass man sie wirklich aus ihrer Heimat vertreiben kann. Immerhin stand der örtliche Sheriff, der eine gute Beziehung zur Mutter führt, hinter ihnen.
Die finanziellen Probleme der Familie nehmen weiter zu als Sharon der Krebs erreicht. Krankenhausrechnungen stapeln sich. Bear war weiterhin nicht gewillt sich einen Job zu suchen und verzockt das Geld weiterhin im Casino. Alles droht auseinander zu brechen. Sogar die geliebte Stute der Mutter soll bald verkauft werden. Aus purer Verzweiflung. Und das war der Moment indem die drei Brüder eine folgenschwere Entscheidung trafen. Sie ziehen sich nachts Masken über, schnappen sich Flinte und Pistole, und brechen in Häuser, Tankstellen und Motels ein. Dabei entwickeln sie ein raffiniertes System. Während Michael als Kopf agiert, die Einbrüche clever plant, und die Arbeiten verteilt, agiert Levi als Ordnungshüter. Schüchtert die Menschen ein, und macht sich auch die Hände schmutzig wenn nötig. Jackson wird zwar nicht verschont - hat jedoch nur kleinere Aufgaben zu erledigen, wie Wache halten, Fluchtwagen besorgen oder Durchsuchungen. Sie sind eingespielt - und doch noch so grün hinter den Ohren, dass jederzeit etwas schief gehen könnte. Aber was tut man nicht alles für die Familie?
Perspective
3. Person
Writing Style
beides
Post Style
all
The Wanted
Vincent "Vinny" Withlock
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age18/19
OccupationSchulabbrecher / Aushilfsjobber
ClassLower
RelationshipLittle Brother
AffiliationFreie Kriminelle
FaceclaimCole Sprouse? Such dir was aus
Vincent ist der Jüngste. Er wirkt manchmal unsicher, tollpatschig und viel zu gutherzig. Er will seinen älteren Brüdern gefallen - fühlt sich aber nicht gut dabei sich illegalen Handlungen anzuschließen. Doch für ihn steht die Familie ebenfalls an erster Stelle. Als Einzelgänger, der sich viel im Wald aufhält, kann er aber gut klettern, jagen und angeln. Er kennt die Tipps und Tricks um sich dort zurecht zu finden.
Levi und Vinny haben eine besondere Beziehung zueinander. Für Andere macht es vielleicht den Eindruck als würde Levi seinen kleinen Bruder immer nur niedermachen und piesacken. Aber in Wirklichkeit befinden sie sich auf einem Level. Sind gleichberechtigt und haben ebenso viel Spaß miteinander. Levi hat ihm schon beigebracht wie man Autos kurzschließt, eine Waffe bedient, und in welcher Situation man am besten nur den Mittelfinger zeigt. Außerdem nimmt Levi seine Aufgabe als großer Bruder sehr ernst. Er würde seine Hand für ihn ins Feuer legen.
An Plott haben wir glaube ich genug Material. Also mach dich auf Action, drama und noch mehr gemeinsame Drogeneskapaten am Lagerfeuer mit dem Wolfsrudel gefasst
Kommunikation ist am Wichtigsten. Ich würde mich daher über eine Familien-Gruppe auf Discord freuen. Großer Bruder und die Eltern werden ebenfalls gesucht.
Wem es bereits aufgefallen ist lehnt die ganze Familien-Tragödie an dem Videospiel "As Dusk Falls" an. Wer es nicht kennt - klare Empfehlung ;)
Avaia Montclair ist in Chicago aufgewachsen und kommt aus einer Familie, in der Geld immer da war. Ihr Vater Cassian Montclair hat ihr schon immer alles bezahlt. Kleidung, Reisen, Wohnung, Auto, Studium und Avaia musste sich um Geld nie Sorgen machen. Für ihn war sie immer sein kleines Mädchen und meistens bekam sie genau das, was sie wollte. Das hat sie verwöhnt gemacht, aber auch abhängig davon, dass andere Menschen ihr das Gefühl geben, wichtig zu sein. Ihre Mutter Seraphine war deutlich kälter. Sie achtete sehr darauf, wie Avaia aussieht und wie die Familie nach außen wirkt. Schon als Avaia jünger war, kamen ständig kleine Kommentare über ihre Figur, ihr Gesicht oder ihr Auftreten. Für andere klang das vielleicht harmlos, aber für Avaia blieb es hängen. Mit der Zeit fing sie an, sich selbst viel zu kritisch zu sehen. Avaia hat zwei Brüder. Lucien ist der älteste und der perfekte Sohn der Familie. Ruhig, vernünftig und längst auf dem Weg, irgendwann im Familienunternehmen eine wichtige Rolle zu übernehmen. Zu Avaia ist er freundlich, aber nicht besonders nah. Rome ist zwei Jahre älter als sie und deutlich chaotischer. Er war oft auf Partys, hatte Probleme mit Alkohol und brachte die Familie immer wieder in Schwierigkeiten. Trotzdem ist er Avaia näher als Lucien, weil er sie besser versteht und merkt, wenn es ihr schlecht geht. Mit fünfzehn bekam Avaia Probleme mit dem Essen. Erst wollte sie nur etwas abnehmen, später wurde daraus Kontrolle. Sie aß wenig, zählte Kalorien und fühlte sich schnell schlecht in ihrem eigenen Körper. Viele Menschen um sie herum bemerkten es nicht richtig, weil sie für ihr Aussehen eher Komplimente bekam. Das hat sie bis heute geprägt. Avaia wirkt selbstbewusst, aber sie zweifelt oft an sich und kontrolliert ständig, wie sie aussieht. Später baute sie sich über Social Media ein perfektes Bild auf. Schöne Outfits, teure Reisen, Fashion, Events und dieses Leben, um das andere sie beneiden sollten. Sie studiert Fashion Communication und Luxury Brand Management, weil Mode wirklich zu ihr passt. Sie liebt Kleidung, Marken, Kampagnen und alles, was mit Stil und Wirkung zu tun hat. Trotzdem ist ihr Content auch ein Schutz für sie. Solange alles schön aussieht, muss niemand sehen, wie unsicher sie eigentlich ist. Viele halten Avaia für verwöhnt, oberflächlich und anstrengend. Und manchmal ist sie das auch. Sie kann egoistisch sein, eifersüchtig und manipulativ, besonders wenn sie Angst hat, jemanden zu verlieren. Gleichzeitig steckt dahinter oft nicht Bosheit, sondern Unsicherheit. Avaia will geliebt werden, aber sie macht es anderen nicht leicht. Noah hat sie angezogen, weil er anders war als viele Männer aus ihren Kreisen. Er war ruhiger, schwerer zu lesen und wirkte nicht so, als müsste er ihr ständig gefallen. Am Anfang waren die beiden wirklich glücklich miteinander. Sie passten nach außen perfekt zusammen: schön, reich, bekannt, überall gesehen. Als Avaia Teil vom Inner Circle wurde, wurde genau das noch stärker. Vorher hatte sie schon Reichweite und bewegte sich in denselben Kreisen, aber dort wurde alles größer. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Partys, mehr Menschen, die ständig zuschauten. Avaia passte perfekt in diese Welt. Mit ihrem Fashion-Content, ihrem Aussehen und diesem teuren „it girl“-Image wurde sie schnell eines der bekannteren Gesichter dort. Auch ihre Beziehung mit Noah wurde im Inner Circle viel öffentlicher. Plötzlich waren sie nicht mehr nur Avaia und Noah, sondern dieses Paar, das alle sehen wollten. Auf Events, Reisen, Fotos, Partys. Anfangs liebten sie das vermutlich sogar. Doch mit der Zeit wurde genau diese Welt auch anstrengend. Im Inner Circle gab es ständig neue Menschen, schönere Frauen, mehr Aufmerksamkeit und mehr Vergleich. Avaia wurde dadurch unsicherer, auch wenn sie es nie zugegeben hätte. Wenn Noah sich zurückzog oder anderen Frauen Aufmerksamkeit schenkte, wurde sie schnell eifersüchtig und kontrollierend. Sie postete nach Streits perfekte Bilder, als müsste sie beweisen, dass zwischen ihnen noch alles stimmt. Noah wiederum wurde kalt und verschloss sich noch mehr. Trotz allem sieht sie, dass er nachts kaum schläft, dass seine Hände zittern oder dass er plötzlich verschwindet, wenn es ihm zu viel wird. Sie weiß nicht alles über seine Krankheit, aber genug, um Angst zu bekommen. Nur zeigt Avaia Angst selten auf eine gesunde Weise. Statt liebevoller zu werden, klammert sie mehr, fragt zu viel, kontrolliert zu viel und macht damit vieles schlimmer. Nach außen wirken Avaia und Noah immer noch wie ein perfektes Paar. Schön, reich, erfolgreich, mitten im Inner Circle. Aber eigentlich sind beide ziemlich kaputt. Avaia versucht verzweifelt, alles schön aussehen zu lassen, weil sie Angst hat, dass es sonst einfach alles zerbricht.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chat, Novel
Post Style
Privatchats, Szenen, Gästebücher
The Wanted
Lucien Montclair
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age28 Jahre
OccupationEr arbeitet für die Montclair Group im Bereich Corporate Strategy & Investment Management, also alles rund um Unternehmensentwicklung, Investments, Luxusimmobilien und große Kooperationen
ClassUpper Class
Relationshipältester Bruder der Montclair Geschwister
Affiliationvermutliche The Privé, zumindest inoffiziell
FaceclaimDacre Montgomery, er ist aber nur ein Vorschlag. Andere Vorschläge sind auch gerne gesehen
Lucien ist der perfekte Sohn der Familie. Ruhig, intelligent, diszipliniert und kontrolliert. Er wirkt wie jemand, der mit seinem Alter genau weiß, wohin sein Leben führen soll. Während Rome eskaliert und Avaia emotional reagiert, funktioniert Lucien einfach. Genau das macht ihn für viele unnahbar. Er hat früh verstanden, dass Schwäche in seiner Familie keinen Platz hat. Deshalb spricht er selten über Gefühle und hält Menschen lieber auf Abstand. Nach außen wirkt er fast kalt, obwohl eigentlich nur enorm viel Druck auf ihm lastet. Die Erwartungen der Familie liegen komplett auf seinen Schultern und Lucien hat nie gelernt, was passiert, wenn man einfach mal nicht funktioniert.
Lucien und Avaia verstehen sich oft nicht richtig. Avaia empfindet ihn manchmal als arrogant oder emotional distanziert, obwohl sie selbst kein Stück besser ist. Lucien hingegen empfindet seine Schwester oft als impulsiv und selbstzerstörerisch. Trotzdem liebt er sie auf seine eigene Art, genauso wie sie ihn. Im Grund wären sie beide sofort für den anderen da, auch wenn sie beide kein einziges emotionales Wort hervor bringen würden. Ihre Beziehung zueinander lebt mehr von stiller Loyalität als von echten Gefühlen.
1. Lucien steht unter massivem Druck im Familienunternehmen und beginnt heimlich Tabletten oder Alkohol zu missbrauchen, was Avaia super schnell auffällt bei einem Familienessen. Vermutlich weil sie selbst kein Unschuldslamm ist, was das angeht?
2. Avaia und Lucien begegnen sich im Club von The Privé und sie beginnt zu hinterfragen, was genau er dort zu suchen hat?
3. Generell eine Familienfeier die aus dem Ruder gerät.
Aber ich würde vor allem gerne zusammen mit dir plotten, das ist mir wirklich wichtig.
Look at you, du hast es wirklich bis hier her geschafft. Ich freue mich, dass du offenbar Interesse an diesem Gesuche hast und ich hoffe ich konnte dich überzeugen, diese Rolle anzunehmen. Ich hoffe, du bleibst mir lange erhalten, sollte es dazu kommen und dass du ein wenig Aktivität in diesen Charakter mit rein bringst. Du wirst einige hier drin kennen, nicht zuletzt unseren Cousin Levi, wie auch meinen Freund Noah. Such dir gerne noch weitere Kontakte oder Verbinde das Gesuche mit anderen. Bei Fragen kannst du mich gerne belagern und ich freue mich auf dich.
Avaia Montclair ist in Chicago aufgewachsen und kommt aus einer Familie, in der Geld immer da war. Ihr Vater Cassian Montclair hat ihr schon immer alles bezahlt. Kleidung, Reisen, Wohnung, Auto, Studium und Avaia musste sich um Geld nie Sorgen machen. Für ihn war sie immer sein kleines Mädchen und meistens bekam sie genau das, was sie wollte. Das hat sie verwöhnt gemacht, aber auch abhängig davon, dass andere Menschen ihr das Gefühl geben, wichtig zu sein. Ihre Mutter Seraphine war deutlich kälter. Sie achtete sehr darauf, wie Avaia aussieht und wie die Familie nach außen wirkt. Schon als Avaia jünger war, kamen ständig kleine Kommentare über ihre Figur, ihr Gesicht oder ihr Auftreten. Für andere klang das vielleicht harmlos, aber für Avaia blieb es hängen. Mit der Zeit fing sie an, sich selbst viel zu kritisch zu sehen. Avaia hat zwei Brüder. Lucien ist der älteste und der perfekte Sohn der Familie. Ruhig, vernünftig und längst auf dem Weg, irgendwann im Familienunternehmen eine wichtige Rolle zu übernehmen. Zu Avaia ist er freundlich, aber nicht besonders nah. Rome ist zwei Jahre älter als sie und deutlich chaotischer. Er war oft auf Partys, hatte Probleme mit Alkohol und brachte die Familie immer wieder in Schwierigkeiten. Trotzdem ist er Avaia näher als Lucien, weil er sie besser versteht und merkt, wenn es ihr schlecht geht. Mit fünfzehn bekam Avaia Probleme mit dem Essen. Erst wollte sie nur etwas abnehmen, später wurde daraus Kontrolle. Sie aß wenig, zählte Kalorien und fühlte sich schnell schlecht in ihrem eigenen Körper. Viele Menschen um sie herum bemerkten es nicht richtig, weil sie für ihr Aussehen eher Komplimente bekam. Das hat sie bis heute geprägt. Avaia wirkt selbstbewusst, aber sie zweifelt oft an sich und kontrolliert ständig, wie sie aussieht. Später baute sie sich über Social Media ein perfektes Bild auf. Schöne Outfits, teure Reisen, Fashion, Events und dieses Leben, um das andere sie beneiden sollten. Sie studiert Fashion Communication und Luxury Brand Management, weil Mode wirklich zu ihr passt. Sie liebt Kleidung, Marken, Kampagnen und alles, was mit Stil und Wirkung zu tun hat. Trotzdem ist ihr Content auch ein Schutz für sie. Solange alles schön aussieht, muss niemand sehen, wie unsicher sie eigentlich ist. Viele halten Avaia für verwöhnt, oberflächlich und anstrengend. Und manchmal ist sie das auch. Sie kann egoistisch sein, eifersüchtig und manipulativ, besonders wenn sie Angst hat, jemanden zu verlieren. Gleichzeitig steckt dahinter oft nicht Bosheit, sondern Unsicherheit. Avaia will geliebt werden, aber sie macht es anderen nicht leicht. Noah hat sie angezogen, weil er anders war als viele Männer aus ihren Kreisen. Er war ruhiger, schwerer zu lesen und wirkte nicht so, als müsste er ihr ständig gefallen. Am Anfang waren die beiden wirklich glücklich miteinander. Sie passten nach außen perfekt zusammen: schön, reich, bekannt, überall gesehen. Als Avaia Teil vom Inner Circle wurde, wurde genau das noch stärker. Vorher hatte sie schon Reichweite und bewegte sich in denselben Kreisen, aber dort wurde alles größer. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Partys, mehr Menschen, die ständig zuschauten. Avaia passte perfekt in diese Welt. Mit ihrem Fashion-Content, ihrem Aussehen und diesem teuren „it girl“-Image wurde sie schnell eines der bekannteren Gesichter dort. Auch ihre Beziehung mit Noah wurde im Inner Circle viel öffentlicher. Plötzlich waren sie nicht mehr nur Avaia und Noah, sondern dieses Paar, das alle sehen wollten. Auf Events, Reisen, Fotos, Partys. Anfangs liebten sie das vermutlich sogar. Doch mit der Zeit wurde genau diese Welt auch anstrengend. Im Inner Circle gab es ständig neue Menschen, schönere Frauen, mehr Aufmerksamkeit und mehr Vergleich. Avaia wurde dadurch unsicherer, auch wenn sie es nie zugegeben hätte. Wenn Noah sich zurückzog oder anderen Frauen Aufmerksamkeit schenkte, wurde sie schnell eifersüchtig und kontrollierend. Sie postete nach Streits perfekte Bilder, als müsste sie beweisen, dass zwischen ihnen noch alles stimmt. Noah wiederum wurde kalt und verschloss sich noch mehr. Trotz allem sieht sie, dass er nachts kaum schläft, dass seine Hände zittern oder dass er plötzlich verschwindet, wenn es ihm zu viel wird. Sie weiß nicht alles über seine Krankheit, aber genug, um Angst zu bekommen. Nur zeigt Avaia Angst selten auf eine gesunde Weise. Statt liebevoller zu werden, klammert sie mehr, fragt zu viel, kontrolliert zu viel und macht damit vieles schlimmer. Nach außen wirken Avaia und Noah immer noch wie ein perfektes Paar. Schön, reich, erfolgreich, mitten im Inner Circle. Aber eigentlich sind beide ziemlich kaputt. Avaia versucht verzweifelt, alles schön aussehen zu lassen, weil sie Angst hat, dass es sonst einfach alles zerbricht.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chat, Novel
Post Style
Privatchats, Szenen, Gästebücher
The Wanted
Rome Montclair
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age25 Jahre
OccupationCreative Director & Event Promoter { in Chicagos Nachtleben }
ClassUpper Class
RelationshipÄlterer Bruder und mittleres Montclair Kind
Affiliationvielleicht eher bei den freien Kriminellen?
FaceclaimAron Piper, just maybe. Für Vorschläge offen.
Rome war schon immer das Problemkind der Familie. Laut, impulsiv, emotional und selbstzerstörerisch. Alkohol, Partys, Prügeleien, Drogen. Rome hat nie wirklich gelernt, mit sich selbst umzugehen und ist irgendwann einfach abgestürzt. Während Lucien perfekt wurde und Avaia das kleine Lieblingskind blieb, hatte Rome oft das Gefühl, nie wirklich irgendwo reinzupassen. Trotzdem ist er vermutlich der ehrlichste Mensch in der Familie. Er erkennt sofort, wenn jemand lügt oder innerlich kaputtgeht, weil er selbst genug davon kennt. Rome merkt Dinge bei Avaia lange bevor andere sie sehen. Dass sie kaum isst. Dass sie sich selbst hasst. Dass sie ständig versucht, perfekt zu wirken. Er wirkt oft chaotisch und anstrengend, aber hinter allem steckt jemand, der eigentlich nur Angst hat, allein gelassen zu werden.
Von allen Geschwistern steht Rome Avaia emotional am nächsten. Bei ihm muss sie nicht dauerhaft perfekt wirken. Die beiden streiten manchmal heftig, verletzen sich gegenseitig und ziehen sich manchmal mit runter, aber sie verstehen sich auf eine Weise, die in ihrer Familie sonst niemand hinbekommt. Rome merkt sofort, wenn mit Avaia etwas nicht stimmt. Und Avaia ist oft die Einzige, die ihn selbst in seinen schlimmsten Phasen nicht komplett aufgibt.
1. Alte Skandale oder Partyvideos tauchen öffentlich auf und bedrohen das Familienimage
2. Vielleicht streiten sie sich bei einer Autofahrt so heftig, dass ein Unfall passiert?
Im Grunde, wünsche ich mir das plotten zusammen, ich denke das macht am meisten Spaß und bringt uns auch am meisten.
Look at you, du hast es wirklich bis hier her geschafft. Ich freue mich, dass du offenbar Interesse an diesem Gesuche hast und ich hoffe ich konnte dich überzeugen, diese Rolle anzunehmen. Ich hoffe, du bleibst mir lange erhalten, sollte es dazu kommen und dass du ein wenig Aktivität in diesen Charakter mit rein bringst. Du wirst einige hier drin kennen, nicht zuletzt unseren Cousin Levi, wie auch meinen Freund Noah. Such dir gerne noch weitere Kontakte oder Verbinde das Gesuche mit anderen. Bei Fragen kannst du mich gerne belagern und ich freue mich auf dich.
OccupationWäscherei Assistent für schmutzige Schlüppis
ClassLower Middle Class
Affiliationstilvoll niveauloser Chicagoer
OriginChicago - Southside
FaceclaimTimothée Chalamet
Chicago, die Southside, dort wurde Reagan und sein Zwillingsbruder hineingeboren, und leben dort bis heute, obwohl die Gentrifizierung auch hier Einzug hält. Die Dallcassians entstammen dem mittelarmen Zweig der Familie. Einer muss ja die Arschkarte haben. Doch es mangelte zu Hause nie an familiärem Miteinander, die Eltern trennten sich, als die Zwillinge nach der Grundschule in die Mittelschule wechselten. Für Reagan war das kein Problem damit klar zu kommen, er war immer schon derjenige gewesen, der zusah, dass es zu Hause rund lief, er zog seinen Zwilling der ein paar Minuten jünger war mit durch. Da seine Mutter die Trennung sehr deprimierte, hielt er die Familie am Laufen. Nachdem die Mutter dann einen neuen Macker hatte, besserte sich die Lage wieder, und Reagan konnte sich mehr auf einen schlechten Highschool Abschluss einer schlechten Schule konzentrieren. Und wie das in solchen Vierteln so ist, hing er oft mit seinen Kumpels ab und veranstaltete Mist, wobei er zusätzlich eine Freundin hatte, die ihm teilweise den Haushalt ungefragt schmiss und ihm zu dem Zeitpunkt eine große Hilfe war. Nach der Highschool versuchte er es ein Jahr lang auf einem städtischen College, doch Reagan setzte absolut die falschen Schwerpunkte, Partyleben, Studentinnen und das Leben genießen. Außerdem hatte er Probleme mit der Hierarchie im College und war zu diskussionsfreudig. Mittlerweile waren noch zwei Kinder nachgerutscht, Mädchen, die seine Mutter mit dem Stiefvater gezeugt hatte. Der besorgte ihm auch einen Job als Hausmeister in einem Krankenhaus. Reagans Traum war in Erfüllung gegangen, in einem Blaumann und mit Putzmop durch die Flure spazieren und Rotze aufwischen. Reagan warf nach einem Jahr hin und wuselte sich durch, bis er durch eine Fügung einen Job in einer Wäscherei bekam, deren alte Inhaberin er schon lange kannte. Nicht, dass ihn der Job begeistern würde, aber er sieht das Potential, dass er dadurch entwickeln könnte, wenn ihm nur jemand mal eine Chance geben würde. Seine Hausfrauen Freundin hat er mit dem Krankenhausjob aufgegeben, doch zu seiner alten Gruppe hält er nach wie vor Kontakt, sowie zu neuen Freundschaften. Was die Familie angeht? Die klebt nach wie vor an de Zwillingen.
Perspective
3 Person
Writing Style
Novel
Post Style
Scenes, Guestbook
The Wanted
Rockford Dallcassian
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age23 Jahre
OccupationJobs, Jobs und nochmal Jobs
ClassLower Middle
RelationshipDu bist der 3 Minuten jüngere Zwillingsbruder
AffiliationChicago Citizen of the southside
FaceclaimJacob Elordi oder wer gefällt (Veto)
Es steht dir im Grunde offen, ob du ähnlich wie Reagan tickst oder doch ganz anders, mehr der weichere oder der Typ mit dem Wunsch mit ehrlicher Arbeit aufzustreben bist. Doch natürlich bist du eben auch in der Southside aufgewachsen, und hast eben auch als Teenager mit bei kriminellen Handlungen mitgemacht usw. Ob dir das liegt oder schon immer zuwider war, deine Entscheidung.
Wir wurden beide in die Southside reingeboren und wuchsen dort gemeinsam auf. Obwohl wir Zwillinge sind, haben wir selten die gleichen Ansichten oder den gleichen Geschmack. Jedoch haben wir immer zusammen gehalten, den anderen gedeckt. Und das ist auch heute noch so. Und immer noch sind wir sehr unterschiedlich. Vielleicht strebst du mehr nach Familie, als Freiheit. Derzeit wohnen wir noch zusammen mit den Eltern (Stiefvater) in der Southside, sind aber auf der Suche nach einer Wohnung zusammen.
Vielleicht bist du mal wieder in Bedrängnis geraten in der Southside und Reagan hilft dir mit seinen Kontakten raus? Oder wir sind auf Wohnungssuche? Je nachdem, was du beruflich machst oder auch nicht, lässt sich daraus etwas entwickeln? Vielleicht schleichen wir uns, durchgestylt auf eine Reichen Fete, um mitzufeiern und mal anderes Klientel kennen zu lernen?
Tja, Extras. Bitte kein Überflieger oder Junkie auf Vollzeit Dröhnung.
Piper Alba kam in Chicago zur Welt, während draußen ein Sturm gegen die Fenster des Saint Anthony Hospital schlug und ihr Vater Santino Alba zum ersten Mal in seinem Leben so aussah, als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Ihre Mutter Amber starb wenige Stunden nach der Geburt, und obwohl niemand es jemals laut sagte, hing dieser Satz seitdem wie Schimmel in den Wänden der Alba-Wohnung. Nicht du bist schuld, sagten ihre Geschwister später manchmal. Aber ihr Vater sah sie nie lange genug an, damit Piper es glauben konnte. Santino war kein Mann, der schlug, wenn Nachbarn hinhören konnten. Er war leiser als das. Kälter. Er vergaß Geburtstage, aber nie, wie viel Geld Piper ihn damals gekostet hatte. Er nannte Piper mija {Tochter} , wenn er etwas brauchte, und gar nichts, wenn sie weinte. Ihre älteren Geschwister versuchten auf ihre eigene Art, sie davor zu schützen. Mateo, der Älteste, wurde viel zu früh der Mann im Haus und verschwand trotzdem irgendwann in Schichten, Nebenjobs und Wut. Alina war die Schwester, die Piper die Haare flocht, wenn Santino wieder tagelang kein Wort mit ihr sprach, oder sorgte dafür das Piper einigermaßen Ordentlich zur Schule kam. Und Nico, nur ein paar Jahre älter als Piper, war ihr Komplize, ihr Schatten, derjenige, der sie mit zwölf nachts aus der Küche zog, wenn ihr Vater betrunken am Tisch saß und alte Fotos von Amber ansah nachdem er vollkommen die Kontrolle Verloren hatte. Was nicht nur einmal das Jugendfürsorge ins Haus brachte. Aber Santino war Charmant genug und hatte die Kinder genug im Griff um nicht weiter Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wuchsen in Armut auf, nicht diese Romantisierte Armut. Es war keine schöne Traurigkeit. Es waren Mahnungen auf der Ablage, kaputte Heizungen, Secondhand-Schuhe, Rechnungen, die unter Magneten am Kühlschrank klebten, bis niemand sie mehr ansehen wollte. Piper lernte früh, ruhig zu sein. Leise essen, leise duschen, leise durch den Flur, sich leise in den Schlaf weinen. Gleichzeitig lernte sie, dass sie nützlich sein musste, um bleiben zu dürfen. Als Teenager passte sie auf Kinder aus der Nachbarschaft auf, trug Einkäufe für alte Frauen hoch, putzte in einer Praxis nach Feierabend und gab Santino fast alles ab, was sie verdiente. Er nahm es Wortlos. Er nahm es wie etwas, das ihm ohnehin zustand. Und dennoch war Piper eine gute Schülerin. Nicht wirklich übertrieben gut oder so das es auffällt sondern dieser gute durchschnitt. Später, als Piper ihre Ausbildung zur Krankenschwester begann, sagte er nur, dass wenigstens eine von ihnen endlich einen Beruf habe, der nicht komplett wertlos sei. Es traf sie trotzdem. Vielleicht gerade deswegen, weil sie sich insgeheim gewünscht hatte, dass er stolz war. Ihre besten Freunde wurden zu dem, was Familie bei ihr nie ganz leisten konnte. Jules Navarro, ihr bester Freund seit der Highschool, kannte sie schon, als sie noch zu große Hoodies trug und so tat, als würde sie nichts treffen. Er arbeitete inzwischen in einer Bar in Pilsen, hatte immer Pflaster in der Jackentasche und eine Art, Piper anzusehen, als würde er nur darauf warten das sie zusammenbrach. Amara Wells, ihre beste Freundin, war das genaue gegenteil. Sie sagte was sie dachte egal wie Hässlich die Wahrheit auch sein mochte. Amara studiert Journalismus, kannte jede halbseidene Geschichte in Chicago, bevor sie offiziell passierte, und sagte Piper regelmäßig, dass sie aufhören müsse, ihren Vater wie eine offene Rechnung zu behandeln. Piper lachte dann meistens nur. Kurz. Trocken. Als wäre das alles halb so schlimm. War es nicht. Vor ein paar Monaten machte sie ihre Ausbildung fertig. Zum ersten Mal hatte sie etwas in der Hand, das nur ihr gehörte. Eine Zukunft, vielleicht. Ein kleines Zimmer, das sie sich leisten konnte. Ein Job im Krankenhaus. Schichten, müde Füße, Kaffee aus Automaten, Hände, die wussten, was zu tun war, selbst wenn ihr Kopf längst irgendwo anders war. Und dann kam Sigma Kappa Delta. Nicht als großes Angebot. Eher wie eine Tür, die jemand einen Spalt offen ließ. Es war XY, ein Mitglied der Verbindung, die Piper nach einer Nachtschicht ansprach. Sie kannte Pipers Namen, wusste von ihren Noten, von ihrem Wunsch Medizin zu studieren, von den unbezahlbaren Gebühren, von Santinos Schulden. Piper hätte misstrauischer sein müssen. War sie auch. Nur nicht genug. Drei Monate später gehörte sie offiziell dazu. Sigma Kappa Delta zahlte, half, regelte. Die Uni, Kontakte, ein Zimmer im Verbindungshaus, das sauberer war als alles, was Piper früher kannte. Niemand sagte Schuld. Sie nannten es Förderung. Unterstützung. Eine Chance. Aber Piper verstand schnell, dass Chancen in diesen Kreisen keine Geschenke waren. Man bekam sie nicht, man unterschrieb sie mit dem eigenen Namen, auch wenn kein Papier auf dem Tisch lag. Für die Verbindung war sie nicht nur das Mädchen aus Chicago mit den guten Noten und dem traurigen Familienhintergrund. Sie war Zugang. Zum Krankenhaus. Zu Schränken, Räumen, Dienstplänen, Medikamenten, kleinen Dingen, die im System verschwanden, wenn man wusste, wo man nicht hinsehen durfte. Beim ersten Mal nahm sie nur etwas mit, das niemand sofort vermissen würde. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie sich im Personalbad einschloss und zehn Minuten lang auf die Seife starrte. Danach überwies sie Santino Geld, weil seine Heizung angeblich kaputt war. Später sah sie auf Instagram, dass er in einer Bar in Little Village saß, ein Glas vor sich, ihr Geld vermutlich schon halb weg. Piper schrieb nichts. Sie legte das Handy nur umgedreht auf den Tisch und lernte weiter Anatomie, bis die Buchstaben verschwammen. Ihr Ex, Callum Reyes, machte es nicht leichter. Sie beide hatten sich im Krankenhaus kennengelernt. Er war Patient sie Krankenschwester. Die Beziehung ging nicht sehr tief, jedenfalls nicht von ihrer Seite aus. Die Trennung lag kaum sechs Wochen zurück. Er war nicht böse im offensichtlichen Sinn. Das wäre einfacher gewesen. Callum war charmant, geduldig, aber immer nur wenn andere zusahen. Er kannte ihre Schichten, ihre Lieblingszigarettenmarke, obwohl sie behauptete, nicht wirklich zu rauchen, und die Stellen, an denen sie einknickte, wie er sie manipulieren konnte. Seit dem Ende tauchte er immer wieder auf. Vor dem Krankenhaus. Vor der Uni. Einmal vor dem Verbindungshaus, was Piper mehr Angst machte, als sie zugab. Er sagte, er mache sich Sorgen. Vielleicht stimmte das sogar. Vielleicht war Sorge bei ihm nur ein anderes Wort für Besitz. Piper wusste es nicht mehr. Sie wusste nur, dass er sie ansah, als wäre sie ihm etwas schuldig. Und sie war es leid, jedem etwas schuldig zu sein. In der Verbindung lernte sie schnell, dass niemand dort unschuldig war. Piper passte nicht richtig hinein, aber genau das machte sie interessant. Sie war nicht beeindruckt genug, nicht dankbar genug, aber kaputt genug, um nicht leicht händelbar zu sein. Trotzdem blieb sie. Wegen der Uni. Wegen des Geldes. Wegen Santino. Wegen dem kleinen, hässlichen Teil in ihr, der wissen wollte, wie weit sie kommen konnte, wenn sie einmal nicht diejenige war, die zurücksteckte. Und vielleicht auch, weil Sigma Kappa Delta ihr zum ersten Mal das Gefühl gab, dass ihre Kälte nicht nur Überleben war, sondern ein Talent. Und es gab eben auch diese Ausnahmen in der Verbinung die sie trotz der kurzen Zeit irgendwie zu schätzen wusste.
Perspective
3 Person
Writing Style
Chatstil sowie Novel
Post Style
Privatchats, Gästebücher und auch Szenen
The Wanted
Mateo Alba
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age30 Jahre
OccupationSuch es dir aus
ClassFrei Wählbar
RelationshipÄltester Bruder
AffiliationVielleicht sogar bei The Privè?
FaceclaimDrew Starkey {Wie der Name auch nur ein Vorschlag}
Ich würde ihn am ehesten als Stillen Beschützer Beschreiben, jedenfalls inzwischen. Vermutlich hat er ein schlechtes Gewissen weil er damals nichts machen konnte. Er war immerhin noch ein Kind. Er ist verschwiegen und macht die Dinge mit sich selbst aus anstatt zu reden. Damit wirkt er meistens recht Kühl was er eigentlich gar nicht ist. - zu viel möchte ich hier auch gar nicht vorgeben
Mateo, der Älteste, wurde viel zu früh der Mann im Haus und verschwand trotzdem irgendwann in Schichten, Nebenjobs und Wut.
Mateo ist derjenige gewesen, der nach dem Tod der Mutter viel zu früh Verantwortung übernehmen musste. Der Typ Bruder, der Rechnungen bezahlt hat bevor er überhaupt alt genug war, um selbst klarzukommen. Dadurch ist er irgendwie abgestumpft. Er ist nicht komplett Distanziert denn er zeigt auf seine Art und Weise was ihm die Familie bedeutet. Mateo sagt selten direkt, dass er jemanden liebt. Stattdessen bringt er Essen vorbei. Repariert Dinge. Ruft nachts an um sich zu erkundigen ob alles okay ist und tut danach so, als wäre es keine große Sache gewesen. Gleichzeitig kann er unfassbar frustrierend sein, weil er glaubt alles alleine tragen zu müssen. Er könnte in Chicago als Mechaniker arbeiten oder irgendwo in einer Werkstatt auf der South Side. Vielleicht hatte er früher selbst kleinere Probleme mit Gangs, Schulden oder illegalen Straßenrennen, bevor er sich halbwegs gefangen hat. Nicht komplett , aber genug, um zu wissen, wie schnell man abrutschen kann. Genau deswegen hasst er Sigma Kappa Delta vermutlich vom ersten Moment an. Weil er sofort merkt, dass Piper dort nie etwas umsonst bekommt.
Die Typischen Familien Dramen. Weiß Mateo davon das Piper noch immer an Santiano Geld bezahlt? Wie steht er zu @Taylor Jordan Brooks ? Da gibt es sicher auch einige Konflikte. Vor allem im Bezug auf Pipers eintritt in die Verbindung. Mateo riecht vermutlich den Braten oder vielleicht Arbeitet er ja selbst für The Privè was niemand weiß?
Ich freu mich auf dich. Verschwinde bitte nicht einfach wieder
Piper Alba kam in Chicago zur Welt, während draußen ein Sturm gegen die Fenster des Saint Anthony Hospital schlug und ihr Vater Santino Alba zum ersten Mal in seinem Leben so aussah, als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Ihre Mutter Amber starb wenige Stunden nach der Geburt, und obwohl niemand es jemals laut sagte, hing dieser Satz seitdem wie Schimmel in den Wänden der Alba-Wohnung. Nicht du bist schuld, sagten ihre Geschwister später manchmal. Aber ihr Vater sah sie nie lange genug an, damit Piper es glauben konnte. Santino war kein Mann, der schlug, wenn Nachbarn hinhören konnten. Er war leiser als das. Kälter. Er vergaß Geburtstage, aber nie, wie viel Geld Piper ihn damals gekostet hatte. Er nannte Piper mija {Tochter} , wenn er etwas brauchte, und gar nichts, wenn sie weinte. Ihre älteren Geschwister versuchten auf ihre eigene Art, sie davor zu schützen. Mateo, der Älteste, wurde viel zu früh der Mann im Haus und verschwand trotzdem irgendwann in Schichten, Nebenjobs und Wut. Alina war die Schwester, die Piper die Haare flocht, wenn Santino wieder tagelang kein Wort mit ihr sprach, oder sorgte dafür das Piper einigermaßen Ordentlich zur Schule kam. Und Nico, nur ein paar Jahre älter als Piper, war ihr Komplize, ihr Schatten, derjenige, der sie mit zwölf nachts aus der Küche zog, wenn ihr Vater betrunken am Tisch saß und alte Fotos von Amber ansah nachdem er vollkommen die Kontrolle Verloren hatte. Was nicht nur einmal das Jugendfürsorge ins Haus brachte. Aber Santino war Charmant genug und hatte die Kinder genug im Griff um nicht weiter Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wuchsen in Armut auf, nicht diese Romantisierte Armut. Es war keine schöne Traurigkeit. Es waren Mahnungen auf der Ablage, kaputte Heizungen, Secondhand-Schuhe, Rechnungen, die unter Magneten am Kühlschrank klebten, bis niemand sie mehr ansehen wollte. Piper lernte früh, ruhig zu sein. Leise essen, leise duschen, leise durch den Flur, sich leise in den Schlaf weinen. Gleichzeitig lernte sie, dass sie nützlich sein musste, um bleiben zu dürfen. Als Teenager passte sie auf Kinder aus der Nachbarschaft auf, trug Einkäufe für alte Frauen hoch, putzte in einer Praxis nach Feierabend und gab Santino fast alles ab, was sie verdiente. Er nahm es Wortlos. Er nahm es wie etwas, das ihm ohnehin zustand. Und dennoch war Piper eine gute Schülerin. Nicht wirklich übertrieben gut oder so das es auffällt sondern dieser gute durchschnitt. Später, als Piper ihre Ausbildung zur Krankenschwester begann, sagte er nur, dass wenigstens eine von ihnen endlich einen Beruf habe, der nicht komplett wertlos sei. Es traf sie trotzdem. Vielleicht gerade deswegen, weil sie sich insgeheim gewünscht hatte, dass er stolz war. Ihre besten Freunde wurden zu dem, was Familie bei ihr nie ganz leisten konnte. Jules Navarro, ihr bester Freund seit der Highschool, kannte sie schon, als sie noch zu große Hoodies trug und so tat, als würde sie nichts treffen. Er arbeitete inzwischen in einer Bar in Pilsen, hatte immer Pflaster in der Jackentasche und eine Art, Piper anzusehen, als würde er nur darauf warten das sie zusammenbrach. Amara Wells, ihre beste Freundin, war das genaue gegenteil. Sie sagte was sie dachte egal wie Hässlich die Wahrheit auch sein mochte. Amara studiert Journalismus, kannte jede halbseidene Geschichte in Chicago, bevor sie offiziell passierte, und sagte Piper regelmäßig, dass sie aufhören müsse, ihren Vater wie eine offene Rechnung zu behandeln. Piper lachte dann meistens nur. Kurz. Trocken. Als wäre das alles halb so schlimm. War es nicht. Vor ein paar Monaten machte sie ihre Ausbildung fertig. Zum ersten Mal hatte sie etwas in der Hand, das nur ihr gehörte. Eine Zukunft, vielleicht. Ein kleines Zimmer, das sie sich leisten konnte. Ein Job im Krankenhaus. Schichten, müde Füße, Kaffee aus Automaten, Hände, die wussten, was zu tun war, selbst wenn ihr Kopf längst irgendwo anders war. Und dann kam Sigma Kappa Delta. Nicht als großes Angebot. Eher wie eine Tür, die jemand einen Spalt offen ließ. Es war XY, ein Mitglied der Verbindung, die Piper nach einer Nachtschicht ansprach. Sie kannte Pipers Namen, wusste von ihren Noten, von ihrem Wunsch Medizin zu studieren, von den unbezahlbaren Gebühren, von Santinos Schulden. Piper hätte misstrauischer sein müssen. War sie auch. Nur nicht genug. Drei Monate später gehörte sie offiziell dazu. Sigma Kappa Delta zahlte, half, regelte. Die Uni, Kontakte, ein Zimmer im Verbindungshaus, das sauberer war als alles, was Piper früher kannte. Niemand sagte Schuld. Sie nannten es Förderung. Unterstützung. Eine Chance. Aber Piper verstand schnell, dass Chancen in diesen Kreisen keine Geschenke waren. Man bekam sie nicht, man unterschrieb sie mit dem eigenen Namen, auch wenn kein Papier auf dem Tisch lag. Für die Verbindung war sie nicht nur das Mädchen aus Chicago mit den guten Noten und dem traurigen Familienhintergrund. Sie war Zugang. Zum Krankenhaus. Zu Schränken, Räumen, Dienstplänen, Medikamenten, kleinen Dingen, die im System verschwanden, wenn man wusste, wo man nicht hinsehen durfte. Beim ersten Mal nahm sie nur etwas mit, das niemand sofort vermissen würde. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie sich im Personalbad einschloss und zehn Minuten lang auf die Seife starrte. Danach überwies sie Santino Geld, weil seine Heizung angeblich kaputt war. Später sah sie auf Instagram, dass er in einer Bar in Little Village saß, ein Glas vor sich, ihr Geld vermutlich schon halb weg. Piper schrieb nichts. Sie legte das Handy nur umgedreht auf den Tisch und lernte weiter Anatomie, bis die Buchstaben verschwammen. Ihr Ex, Callum Reyes, machte es nicht leichter. Sie beide hatten sich im Krankenhaus kennengelernt. Er war Patient sie Krankenschwester. Die Beziehung ging nicht sehr tief, jedenfalls nicht von ihrer Seite aus. Die Trennung lag kaum sechs Wochen zurück. Er war nicht böse im offensichtlichen Sinn. Das wäre einfacher gewesen. Callum war charmant, geduldig, aber immer nur wenn andere zusahen. Er kannte ihre Schichten, ihre Lieblingszigarettenmarke, obwohl sie behauptete, nicht wirklich zu rauchen, und die Stellen, an denen sie einknickte, wie er sie manipulieren konnte. Seit dem Ende tauchte er immer wieder auf. Vor dem Krankenhaus. Vor der Uni. Einmal vor dem Verbindungshaus, was Piper mehr Angst machte, als sie zugab. Er sagte, er mache sich Sorgen. Vielleicht stimmte das sogar. Vielleicht war Sorge bei ihm nur ein anderes Wort für Besitz. Piper wusste es nicht mehr. Sie wusste nur, dass er sie ansah, als wäre sie ihm etwas schuldig. Und sie war es leid, jedem etwas schuldig zu sein. In der Verbindung lernte sie schnell, dass niemand dort unschuldig war. Piper passte nicht richtig hinein, aber genau das machte sie interessant. Sie war nicht beeindruckt genug, nicht dankbar genug, aber kaputt genug, um nicht leicht händelbar zu sein. Trotzdem blieb sie. Wegen der Uni. Wegen des Geldes. Wegen Santino. Wegen dem kleinen, hässlichen Teil in ihr, der wissen wollte, wie weit sie kommen konnte, wenn sie einmal nicht diejenige war, die zurücksteckte. Und vielleicht auch, weil Sigma Kappa Delta ihr zum ersten Mal das Gefühl gab, dass ihre Kälte nicht nur Überleben war, sondern ein Talent. Und es gab eben auch diese Ausnahmen in der Verbinung die sie trotz der kurzen Zeit irgendwie zu schätzen wusste.
Perspective
3 Person
Writing Style
Chat & Novel
Post Style
Privat , - Gästebücher und Szenen
The Wanted
Nico Alba
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age25
OccupationStudent
ClassLower Class
RelationshipÄlterer Bruder
AffiliationSigma Kappa Delta {Anwärter}
FaceclaimHero Fiennes Tiffin
Troublemaker mit großen Herz.
Nico, nur ein paar Jahre älter als Piper, war ihr Komplize, ihr Schatten, derjenige, der sie mit zwölf nachts aus der Küche zog, wenn ihr Vater betrunken am Tisch saß und alte Fotos von Amber ansah nachdem er vollkommen die Kontrolle Verloren hatte.
Er und Piper stehen sich von den Geschwistern wohl am nächsten. Nicht nur weil Nico ihre Wunden schon damals versorgt hatte, die Santiago ihr zugefügt hatte war er, dem sie sich immer anvertraut hatte. Der es sich getraut hatte sich auch hin und wieder schützend vor sie zu stellen und nicht selten dabei selbst auch eine abbekommen hat. Mit den Jahren hat er sich zu einen richtigen kleinen Troublemaker entwickelt. Da wo es Ärger gibt ist auch er, es ist vermutlich ein Wunder das sein Studium dennoch recht gut läuft. {Schau das du dir deinen Charakter so baust das du dich damit wohl fühlst. Alles sind nur Ideen und nicht in Stein gemeißelt!}
Warum ist er so scharf darauf auch zu Sigma Delta Kappa zu gehören? Liegt es daran, das er weiter ein Blick auf Piper haben will? Oder ist er schon tiefer in der Rennszene und hat mitbekommen das die Studentenverbindung ein gutes Sprungbrett wäre?
OccupationDrogenlieferant, Besitzer des Avalon Diner
ClassLower Class (Auftreten), Upper Class (Money)
AffiliationThe Privé
OriginMiami
FaceclaimMiguel Gomez
Circa sechs Liter Blut hat jeder Mensch in seinem Körper, diese Allgemeinbildung lernt man bereits in der Schule, wenn man denn aufpasste. Was einem dabei niemand erzählte, war die Tatsache, dass sich diese sechs Liter Blut eher wie sechzig Liter anfühlten, wenn sie sich plötzlich vor einem ausbreiteten und man mit zitternden Händen den verzweifelten Versuch startete, die Wunde zuzudrücken. Wahrnehmung war schon etwas Lustiges; man konnte sich einer Sache absolut sicher sein und doch getäuscht werden. Und am Ende kniete man doch neben einem leblosen Körper, wiederholte wie ein Wahnsinniger immer und immer wieder denselben Namen als wäre es eine Beschwörungsformel, um den Tod zu vertreiben, nur weil man nicht wahrhaben wollte, dass man seine eigene Schwester erschossen hatte..
Wenn zwei Menschen nicht dazu gemacht waren, Eltern zu sein und dennoch gleich zweimal den Segen eines Kindes erhielten, dann konnte es gar nicht anders kommen als zu einer Katastrophe. Ana und Samuel Guerrero waren beides Schulabbrecher, die sich mit schlecht bezahlten Nebenjobs, in die sie so wenig Zeit wie möglich investierten, gerade so über Wasser hielten, dass sie sich eine winzige Wohnung in der schlechtesten Gegend der Stadt leisten konnten. Und einen Hund. Natürlich mussten sie irgendwo einen Straßenköter aufgegabelt haben, der den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hatte als in dem fünf Quadratmeter großen Garten auf und ab zu laufen und Dinge anzukläffen, die nur er sehen konnte. In dieses malerische Umfeld wurde Rio Felipe Ángel Guerrero im Jahr 1989 hineingeboren. Eine Hausgeburt, natürlich, und kaum hatte seine Mutter ihn mithilfe einer Freundin auf die Welt gebracht, die sich selbst 'Hebamme' nannte, aber eigentlich nur zu viele Esoterik-Sendungen geschaut hatte, steckte sie sich auch schon die nächste Zigarette an. Rio wurde nach seinen Großvätern benannt, die er aber leider nie zu Gesicht bekam, weil seine Eltern noch als Jugendliche beschlossen hatten, von zu Hause fortzulaufen, um sich irgendwie ein neues Leben in Miami aufzubauen. Eine romantische Vorstellung, dessen Überbleibsel man in der Müllhalde ihres Zuhauses sicher noch irgendwo vergraben finden konnte, bevor sie ihre Träume über Bord geworfen hatten. Das Leben spielte nun einmal nicht immer so wie man es wollte. Seine Eltern waren also die einzige Familie, die er kannte und die einzigen, die seine Erziehung übernahmen - wenn man einmal von der Nachbarin absah, die hin und wieder auf ihn aufpasste, wenn seine Eltern tatsächlich einmal gleichzeitig auf der Arbeit erscheinen mussten. Und der Fernseher. Der Fernseher hatte ihm eindeutig am meisten Wissen in seinen jungen Jahren vermittelt und war für ihn zu einem ständigen Rückzugsort geworden, wenn seine Eltern wieder einmal stritten. Der Monat, in denen ihnen der Strom abgestellt wurde, weil sie die Rechnung nicht bezahlt hatten, gehörte eindeutig zu der schlimmsten Zeit in seinem Leben; das behauptete Rio selbst heute noch.
Ein kleiner Lichtblick erschien als seine Schwester Emilia die kleine Familie vervollständigte - zumindest sah er es aus den Augen eines naiven Vierjährigen heraus so, während sich die damit verbundenen Probleme bei seinen Eltern überschlugen. Der Mangel an Geld stand dabei natürlich weiterhin an erster Stelle, aber auch das Platzproblem wurde in der Zwei-Zimmer-Wohnung immer präsenter. Die beiden Kinder hatten kein eigenes Zimmer, sondern schliefen im Wohnzimmer, was für die Nerven aller zur Zerreißprobe wurde. Das ständige Geschrei eines neugeborenen Babys schien auch den Nachbarn irgendwann zu viel zu werden und nur ein Jahr später stand erstmals das Jugendamt vor ihrer Tür, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Es als weniger als katastrophal zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung gewesen und doch wurden ihren Eltern vorerst lediglich verwarnt, sollten dafür sorgen, dass die Wohnung in einen annehmbaren Zustand gebracht wurde und die Kinder ihr eigenes Zimmer bekamen. Ihren Eltern blieb nichts anderes übrig, als ihr Schlafzimmer aufzugeben und selbst ins Wohnzimmer zu ziehen, um den Auflagen gerecht zu werden. Eine Weile lang schienen Ana und Samuel sich tatsächlich zu bemühen, doch ebenso schnell wie der Auftritt des Jugendamtes sie zum Umdenken gebracht hatte, fielen sie auch wieder in alte Muster zurück. Samuel verlor seinen Job, wodurch das Essen knapp wurde und die Luft ständig von Streit geschwängert war. Insbesondere das Familienoberhaupt war sichtlich überfordert davon in seiner Rolle versagt zu haben und Überforderung ließ einen schnell aus Affekt handeln. Rio war inzwischen sechs Jahre alt, ein Alter, in dem man zunehmend seinen eigenen Kopf durchsetzen wollte und seine Grenzen austestete. Worte der Ermahnung drangen da nur noch selten zu ihm durch und da sein Vater arbeitslos war und er selbst mangels Geld nicht in den Kindergarten ging, waren die beiden, zusammen mit seiner inzwischen zweijährigen Schwester, deutlich zu oft allein zu Hause eingesperrt. Es war ein Pulverfass, das eines Tages hochgehen musste, doch ironischerweise geschah dies erst, nachdem Rio eingeschult wurde. Plötzlich lernte er, wie es bei anderen zu Hause aussah und was sie für tolle Spielsachen besaßen und die Fragen darüber, warum er selbst so etwas nicht haben konnte, wurden immer penetranter. Da sein Vater einer richtigen Antwort auswich, fragte er immer und immer wieder nach, selbst als Samuel ihn anschrie, dass er endlich den Mund halten sollte. Doch er tat es nicht. Ein einziges Mal rutschte seinem Vater in dieser Diskussion die Hand aus, um seinen Sohn endlich zum Schweigen zu bringen. Und es wirkte; allerdings nicht ohne Folgen. Seine Lehrerin wurde am nächsten Tag auf das blaue Auge aufmerksam und verständigte ohne zu zögern erneut das Jugendamt - nur dass seine Eltern diesmal nicht mit einer Verwarnung davonkamen. Ehe Rio richtig begreifen konnte, welche Steine ins Rollen gebracht wurden, saß er nur wenige Tage später auch schon mit einer gepackten Tasche und seiner Schwester in einem Auto, das sie in ihr neues zu Hause bringen sollte: ein Kinderheim.
Man hätte meinen können, dass Rio froh darüber war, seinen alten Lebensumständen zu entfliehen, aber Kinder kannten nun einmal nur das, was ihnen vorgelebt wurde, also hatte er seine Eltern trotz der widrigen Umstände nicht weniger geliebt. Die plötzliche Umgewöhnung fiel ihm hingegen schwer, mehr als einmal wurde er von der Polizei zurückgebracht, weil er nach der Schule zu seinen Eltern zurückfinden wollte und sich dabei hoffnungslos in seiner bisher kaum erforschten Heimatstadt verlief. Darüber hinaus war er nicht daran gewöhnt unter so vielen Leuten zu sein.. doch als sein Widerstand sich mit der Zeit löste und er sich den unvermeidbaren Veränderungen beugte, erkannte er auch die guten Seiten: noch nie hatte er so viel Platz gehabt, denn auch wenn er sich sein Zimmer mit drei anderen Jungen teilte, war der Raum in seinen Augen dennoch riesig; ebenso wie der Garten, in dem man schaukeln und Fußball spielen konnte. Drinnen warteten weitere Spielsachen, regelmäßiges Essen und nie wieder hatte er den beißenden Geruch von altem Whiskey oder nasser Zigarettenasche in der Nase. Einzig die Tatsache, dass er nur eine Stunde am Tag den Fernseher einschalten durfte, führte zu einigen Diskussionen, die mit der Zeit aber ebenso in Vergessenheit gerieten, wie alles andere, was sein bisheriges Leben dargestellt hatte. Als er älter wurde und er das Konzept der Adoption verstanden hatte, stellte seine größte Angst dar, dass man ihn und seine Schwester trennen könnte. Er liebte Emilia und würde niemals zulassen können, dass jemand anderes auf sie aufpassen sollte als er selbst; nach einer Reihe von herzzerreißenden Gesprächen mit den Betreuern und einer Menge geflossener Tränen, wurde ihm versichert, dass man die Geschwister nur gemeinsam vermitteln würde - und tatsächlich wurde dieses Versprechen gehalten. Zwei Kinder, auch noch unterschiedlichen Alters, zu vermitteln, stellte aber natürlich eine andere Herausforderung dar, was zur Folge hatte, dass Jahr um Jahr verging und Rio und Emilia noch immer in dem Kinderheim festsaßen. Da es ihnen an nichts fehlte, waren sie sich jedoch beide einig, dass sie lieber zusammen hier blieben, anstatt getrennt woanders zu leben.
Trotz der schützenden Hand, die ihn nun überwachte, konnte doch niemand verhindern, dass er die vollkommen falschen Entscheidungen traf, sobald er auf die Middle School wechselte. Hier erwachten plötzlich alle Klischees der amerikanischen Teenager-Filme zum Leben und er hatte nicht vor, in diesem 'Überlebenskampf' unterzugehen, in dem es am Ende eigentlich nur um Beliebtheit ging. Dass Fragen wie 'wer hat die meisten Einträge im Jahrbuch' oder 'wer wurde zur Ballkönigin gekrönt' im späteren Leben keine Relevanz mehr hatten, spielte mit 14 Jahren erstmal keine Rolle. Man wollte gewinnen, man wollte dazugehören - und man tat dumme Sachen, um genau das zu erreichen und nicht als Langweiler oder Feigling abgestempelt zu werden. Nachdem er eine Wette gewonnen hatte, das Auto eines Lehrers mit Farbe vollzusprayen, fand er erstmals echte Freunde außerhalb seiner Mitbewohner im Kinderheim; so 'echt' Freunde, die sich nur durch das Bestehen solcher Aufgaben gewinnen ließen, auch sein konnten.. In einem Lebensabschnitt, in dem nichts wichtiger erschien als von anderen gemocht zu werden, erkannte er diese falsche Loyalität jedoch nicht als solche und war einfach froh darüber, dass er zu mehr wurde als dem Jungen, der im Kinderheim lebte. Und er tat alles, damit das so blieb. Als sich jemand darüber lustig machte, dass er nur irgendwelche abgetragenen Second-Hand-Klamotten trug, die dem Heim gestellt wurden, endeten seine anfänglichen Beteuerung darüber, dass er keine andere Alternative hatte, mit einer weiteren Herausforderung: er sollte sich doch einfach bessere Klamotten irgendwo klauen; so machten es die anderen auch immer wieder. Obwohl er ganz offensichtlich leicht zu beeinflussen war, dauerte es dennoch einige Wochen, bis er sich tatsächlich dazu hinreißen ließ. Es war ganz einfach, er musste nur in einen Laden gehen, ein paar Klamotten mit in die Umkleide nehmen und ein Shirt, das er haben wollte, unter seinem Hoodie anbehalten. Ein einfacher Plan und doch hatte sein Herz so schwer geschlagen, dass er sich sicher war, die Mitarbeiter müssten es hören können. Was tatsächlich nicht zu überhören war, war der Alarm, der plötzlich losging als er den Laden verließ. Obwohl ihm innerlich der Atem stockte, hatte er sich doch dazu gezwungen, weiterzugehen als sei er sich keiner Schuld bewusst - und ein gut gemeinter Wink des Schicksals hatte dafür gesorgt, dass er hinter sich eine Diskussion losbrechen hörte, weil die Mitarbeiterin eine Frau verdächtigte, die gleichzeitig mit ihm durch die Tür getreten war und offenbar schon einmal etwas hatte mitgehen lassen. Die Welle der Erleichterung, die ihn damals überflutet hatte, war ihm noch Jahre später im Gedächtnis geblieben. Er wusste, dass es mehr Glück als Verstand war, dass er so einfach davongekommen war und das schlechte Gewissen, das ihn überkommen hatte, sorgte lange dafür, dass er es nicht wagte, das Shirt zu tragen. Als er es doch endlich tat, bekam er so viel Zuspruch von seinen Freunden, dass es bald keine Rolle mehr spielte, dass ihm beinahe das Herz stehen geblieben wäre und dass es ebenso knapp war, dass man ihn geschnappt hätte. Er erkannte, dass er einfach nur klüger vorgehen musste. Er brauchte Läden, die nicht mit einem modernen Alarmsystem gesichert waren. Von diesem Punkt an dauerte es nicht mehr lange, bis er sich morgens nach dem Verlassen des Kinderheims noch einmal umzog, um in der Schule mit seinen neuen Klamotten zu glänzen und die Betreuer gleichzeitig nicht misstrauisch werden zu lassen. Lediglich seine Schwester weihte er in sein Geheimnis mit ein - und ließ sie an seinem Diebesgut teilhaben.
Als er und seine Freunde mit 15 Jahren ihre erste Zigarette rauchten, hielten sie sich noch für cool. Nur ein Jahr später hatte jeder von ihnen ständig eine Kippe zwischen den Lippen klemmen und da der Nervenkitzel des verbotenen Rauchens schnell nachgelassen hatte, mischte sich bald Gras zwischen den Tabak. Er war regelmäßig high, noch bevor er sein erstes Bier getrunken hatte; Rio hielt nicht viel von Alkohol, weil er der Meinung war, dass es einen zu sehr die Kontrolle über seine Handlungen verlieren ließ. Sein Vater hatte ihm dies nachdrücklich unter Beweis gestellt - eine Erinnerung, die erstmals wie ein weiterer Schlag in sein Bewusstsein drang als ihm nach langer Zeit der Geruch von Whiskey begegnete. Zur selben Zeit erfuhren seine Freunde nach einem zufälligen Blick auf seinen Ausweis, dass er mehr als einen Vornamen hatte. Da sie die Ironie dahinter lustig fanden, dass er inzwischen alles andere als 'engelsgleich' war, aber nach außen hin immer noch von allen Betreuern und Lehrern für den vorbildlichen Jungen gehalten wurde, wurde er fortan von den meisten nur noch Ángel genannt. Ihm war der neue Spitzname recht und irgendwann wurde es so sehr zur Gewohnheit, ihn zu hören, dass er selbst dazu überging, sich anderen damit vorzustellen. Gleichzeitig wuchs die Liste an kleineren Straftaten, die er beging und auch was den Alkohol betraf, siegte der Gruppenzwang schließlich doch noch - am Ende ging es eben doch nur darum dazuzugehören. Oder angeben zu können. Einer seiner Freunde konnte das plötzlich. Wie aus dem Nichts trug TJ nur noch die besten Klamotten, hatte eine teure Uhr am Handgelenk und die neuste Technik; und Rio sollte bald erfahren, dass sich leicht Geld verdienen ließ, wenn man Gras nicht nur konsumierte, sondern es an andere verkaufte. Er zögerte lange als TJ ihm das Angebot machte, ihm die Leute vorzustellen, für die er die Drogen verkaufte, doch schließlich befand er sich in einer Situation aus der er so leicht nicht mehr herauskam. Es war ein simples Schneeballsystem, das er in seinen jungen Jahren aber natürlich nicht als solches durchschaute. Er kannte ja nicht einmal den Begriff. Ihm wurde einfach nur erklärt, wie es ablief: er kaufte eine gewisse Menge an Gras. Das war der erste Schritt. Oder besser gesagt -da er natürlich kein Geld hatte- nahm er eine Art Kredit bei diesen Leuten auf, der dem Wert der Drogen entsprach. Er brauchte den Stoff einfach nur zu verkaufen, seine Schulden zurückzahlen und den Gewinn einstreichen. Hört sich plausibel an, oder? Schon, wenn man keine Ahnung davon hatte, wie ein Markt funktionierte. Natürlich wurden ihm die Drogen zu einem viel zu hohen Preis verkauft, weit höher als er sie wieder auf der Straße würde verkaufen können. Die Folge war, dass er am Ende nicht einmal das Geld wieder reinbekommen hatte, dass er sich geliehen hatte - und Gewinn hatte er erst recht nicht gemacht. An diesem Punkt hatte er das erste Mal Schulden. Und wie sollte er sie bezahlen? Natürlich waren diese Leute so gnädig, ihm einen weiteren Kredit zu geben.. und der Teufelskreis begann.
Je weiter er auf die schiefe Bahn abrutschte, desto mehr lernte er entsprechende neue Kontakte kennen, die sich in denselben Kreisen wie er selbst bewegten. Obwohl er nie geplant hatte, sein Leben in diese Richtung abgleiten zu lassen, musste er sich mit 17 Jahren doch eingestehen, dass er es ziemlich verkackt hatte. Er hatte Geld verdienen wollen und hatte jetzt weniger als vorher; und keinem, dem er sich deswegen wirklich anvertrauen konnte. In seinem oberflächlichen Freundeskreis hatten echte Probleme und tiefsinnige Gespräche keinen Platz. Dort wurde er nur gefeiert, weil man umso leichter an die Drogen herankam, wenn man den Dealer kannte. Und seine Schwester wollte er aus all dem heraushalten. Die Person, die ihn tatsächlich danach fragte, wie es ihm ging, war ein vielleicht Mitte 20-Jähriger, den er kaum kannte. Bis dahin war er einfach einer seiner Kunden gewesen, auch wenn er nicht den Anschein machte als würde er so ein Zeug konsumieren. Fragen zu stellen, gehörte jedoch nicht zu Rio's Aufgaben, er war einfach nur froh über jeden Euro, den er mit ein paar Gramm Gras verdienen konnte. Auch die viel zu persönliche Frage wollte er zunächst nur mit Smalltalk abtun, doch Nico, wie er sich vorstellte, setzte sich zu ihm und blieb hartnäckig, bis er Rio eine ehrliche Antwort entlocken konnte. Er wusste nicht, wieso er sich überhaupt auf dieses Gespräch einließ, aber Nico hatte eine entwaffnende Offenheit an sich, die es einem schwer machte, sich nicht selbst auch ein Stück weit zu öffnen. Und zu wem konnte er wohl ehrlicher sein als zu einem Typen, der bei ihm Drogen kaufte? Verurteilt oder an die Cops verpfiffen, würde er von ihm sicher nicht werden. Aber es gab schlimmere Dinge. Als seine Geldsorgen zur Sprache kamen, wollte Nico ihm einen Ausweg aufzeigen: er würde jemanden kennen, der seine Schulden begleichen konnte, wenn er stattdessen für ihn arbeitete. Anstatt einen neuen Freund gefunden zu haben, war er also doch nur wieder an das nächste Arschloch geraten, dass ihn in eine Schuldenfalle locken wollte. Darauf konnte er verzichten.
Zumindest für eine Weile. Nachdem Nico sich ein paar Tage später glaubhaft bei ihm für das Angebot entschuldigt hatte, verzichtete Rio zwar immer noch darauf, es anzunehmen, aber wenigstens war zwischen ihnen beiden alles wieder cool. Es tat gut jemanden zu haben mit dem er offen reden konnte, auch wenn er weiterhin nicht wusste, woher dieses blinde Vertrauen in den Älteren kam. Vielleicht war es der unterbewusste Wunsch, endlich ein männliches Vorbild im Leben zu haben und jemanden, der ihn nicht gleich fallen ließ, nur weil er sich nicht auf die nächste verrückte Idee einließ. Am Ende geriet er trotzdem in die Scheiße und er konnte nicht einmal jemandem die Schuld dafür geben; höchstens sich selbst. Als er wieder einmal einen Abend mit Nico an ihrem gewohnten Platz verbrachte, tauchten zwei Zivilcops auf, die sie beide ohne große Reden zu schwingen wegen Drogenbesitz und vermeintlichem -handel festnahmen. Während Rio im Inneren der Zelle, in der sie warten mussten, kurz vorm Durchdrehen war, wirkte Nico beinahe entspannt - zu entspannt, aber davon nahm Rio in der damaligen Lage keine Notiz. Nico erklärte ihm schließlich, dass er sie mit seinem Anruf beide hier rausbringen konnte; er würde nur mit seinem Boss sprechen müssen, der ihnen die Kaution stellen und dafür sorgen würde, dass niemand von dem Vorfall erfuhr. Nicht einmal die Betreuer aus dem Heim. Das Argument traf eine offene Wunde, denn Rio hatte längst den Plan gefasst, nach seinem Schulabschluss und dem Erreichen seines 18. Lebensjahres dafür zu sorgen, dass seine kleine Schwester mit ihm aus dem Heim verschwinden konnte. Doch dafür brauchte er Geld, weswegen der Plan beinahe zu einem Wunschtraum geworden war. Vor allem aber konnte er sich keinen Eintrag in seiner Strafakte leisten, wenn er auch nur die geringste Chance darauf haben wollte, dass man ihm die Vorsorge für seine Schwester anvertrauen sollte. Was hatte er für eine Wahl? Er wusste, dass solche Gefälligkeiten immer mit einer Gegenleistung einherkamen.. aber es war die einzige Option, die er hatte.
Auf diese Weise geriet er an Jay Pearson, ein reicher Investor, der über seine Casinos, aber vor allem mit dadurch zusammenhängender Steuerhinterziehung und Geldwäsche sein Vermögen erweiterte. Ein Blick auf den maßgeschneiderten Anzug, die goldene Armbanduhr und den Bodyguard, der ihn wie ein Schatten verfolgte, reichte aus, um einen wissen zu lassen, dass dieser Mann nichts dem Zufall überließ - dafür hätte er nicht einmal unter Beweis stellen müssen, dass er genug Einfluss besaß, um selbst die Polizei zu bestechen. Doch damit hörten die Gefallen, die er Rio erwies, nicht auf: er gab ihm auch noch genug Geld an die Hand, um sich aus dem Teufelskreis der Drogendealer freizukaufen. Stattdessen sollte er für Jay arbeiten, um mit einem deutlich lukrativeren Verdienst endlich aus der Schuldenfalle zu entkommen. Aber Schulden blieben Schulden. Und Gläubiger blieben Gläubiger. Es fing vergleichsweise harmlos damit an, dass er Pakete von A nach B liefern sollte; Pakete, deren Inhalt er nie zu Gesicht bekam und es vermutlich auch gar nicht wollte, wenn man bedachte, wie gut Jay ihn dafür bezahlte, mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren und Botendienste zu erledigen. In einer Woche verdiente er bereits die Hälfte von dem, was er vorher mit dem Gras in einem ganzen Monat eingenommen hatte. Ein Lichtblick, der ihn glauben ließ, nicht erneut blindlings in eine Falle gelaufen zu sein.
“MY HONEST OPINION AND MY FRIENDLY ADVICE IS THIS: DO IT OR DO NOT DO IT — YOU WILL REGRET BOTH.”
Mit dem Bestehen seiner schulischen Abschlussprüfungen, begann für Rio ein neuer Lebensabschnitt. Mit seinen 18 Jahren hatte das Kinderheim keine andere Wahl als ihn vor die Tür zu setzen, doch auf sich allein gestellt war Rio dennoch nicht. Er machte einen Deal mit Jay, der ihm eine kleine Wohnung zur Verfügung stellte, bis er die Miete selbst zahlen konnte und damit dies so schnell wie möglich der Fall war, würde er sich fortan auf andere Aufträge einlassen als nur den Botenjungen zu spielen. Aber auch an seinen neuen Job führte man ihn erst einmal langsam heran, bis er zu tief drin steckte, um wieder aussteigen zu können. Casinos lockten Menschen mit Suchtproblemen an und Spielsucht trieb die meisten in den Ruin. Seine neue Aufgabe bestand darin, die Leute daran zu erinnern, dass sie noch Schulden bei Jay hatten und diese einzutreiben. Die ersten Aufträge waren einfach und er war stets in Begleitung von Nico, dessen Rolle in Jay's System er nun auch verstand. Die meisten Leute, die sie besuchten, hatten das Geld, um ihre Schulden zu bezahlen, bereits aufgetrieben. Es war also nicht mehr als eine Übergabe. Harmlos. Schwierig wurde es erst als jemand nicht bezahlen konnte. Während Rio unschlüssig war, was nun zu tun war, hatte Nico dem armen Schwein bereits den ersten Finger gebrochen. Und einen Zweiten. Und Dritten. Eine Warnung. Wie angewurzelt hatte Rio daneben gestanden, angewidert von dem Geräusch der brechenden Knochen und doch unfähig einzuschreiten. Das war nicht die Art und Weise wie er Geld verdienen wollte. Noch immer mit dem Gefühl im Magen als würde er sich jeden Augenblick übergeben müssen, trat er noch am selben Abend vor Jay, um ihm zu sagen, dass er aussteigen wolle. Als Antwort bekam er einen prall gefüllten Umschlug mit Geldbündeln zugeschoben. Mehr Geld als er zusammengerechnet je im Leben besessen hatte. Sein zukünftiger Monatslohn.. sofern er tat, was notwendig war. Im Leben traf man immer wieder auf Situationen, in denen der eigene Charakter auf die Probe gestellt wurde - und Rio wusste, dass er sie ein weiteres Mal nicht bestanden hatte als er nach einem kurzen Zögern den Umschlug an sich nahm.
Mit einem Mal waren seine jahrelangen Geldsorgen verschwunden. Er hatte keine Schulden mehr, konnte sich eine eigene Wohnung und einen Führerschein inklusive Fahrzeug leisten und sah seinen Kontostand von diesem Moment an jeden Monat wachsen. Mit 19 Jahren war er also endlich in der Lage Emilia aus dem Kinderheim zu holen und sie stattdessen bei sich einziehen zu lassen. Offiziell arbeitete er als Türsteher in einem der Casinos von Jay und verdiente sich gelegentlich zusätzliches Geld als Essenslieferant oder Uber-Fahrer dazu. Auf diese Weise konnte er leicht erklären, warum er zu den unmöglichsten Zeiten die Wohnung verließ und wieder zurück nach Hause kam. In Wahrheit war er nur ein Jahr, nachdem er sich durch das Geräusch brechender Fingerknochen beinahe vollgekotzt hätte, ohne mit der Wimper zu zucken dazu bereit, jemanden jeden Zahn einzeln auszuschlagen, wenn derjenige seine Schulden nicht zahlen konnte. Anfangs hatte er sich noch mit den Leuten identifizieren können, immerhin hatte er selbst einmal in einer ähnlich miesen Lage gesteckt; aber mit der Zeit distanzierte er sich immer weiter davon, eine Verbindung aufzubauen und erledigte einfach nur noch seinen Job. Ganz so wie gute Soldaten funktionieren sollten. Drei Jahre später gehörte die Anwendung von Gewalt so sehr zu seinem Alltag, dass er beinahe enttäuscht war, wenn jemand sofort seine Schulden bezahlen konnte. Er hatte kein Mitleid mehr und vor allem keine Skrupel - zumindest dachte er das. Die Tatsache, dass er inzwischen weniger zurückhaltend war, wenn es um Alkohol ging, verstärkte diese Selbsteinschätzung womöglich.
Währenddessen versuchte seine inzwischen 18-Jährige Schwester sich an dem Traum, eine Schauspielkarriere einzuschlagen, doch ohne die entsprechende Ausbildung blieben die Castings meist ohne Erfolg. Dennoch motivierte Rio sie dazu nicht einfach aufzugeben; immerhin konnte er inzwischen dafür sorgen, dass sie sich über eine Wohnung und genügend Essen im Kühlschrank keine Gedanken machen brauchte. Dass der Traum seiner Schwester durch eine Reihe von zufälligen Verkettungen schließlich dazu führen würde, dass sich ein neues Kapitel in seinem Leben aufschlug, hatte er jedoch nicht erwartet. Eine ihrer Freundinnen, Isabel, ging seit Jahren in seiner Wohnung ein und aus, um seine Schwester zu besuchen und auch wenn er es stets ignoriert hatte, waren ihm die Blicke, die sie ihm gelegentlich zuwarf, nicht entgangen. An einem Abend wurde Emilia zu einem spontanen Casting angerufen, das sie sofort wahrnehmen sollte; ihre angehenden Schauspiel-Kollegen warteten bereits unten im Auto, damit sie keine Zeit verschwendete. Da sie eigentlich mit Isabel den Abend hatte verbringen wollen, bot Rio sich an, um sie nach Hause zu fahren, während seine Schwester sich auf den Weg machte. Während der Autofahrt waren nur wenige, beiläufige Bemerkungen notwendig, um die unverkennbare Chemie zwischen ihm und Isabel erkennbar zu machen; und ein eigentlich unschuldiger Abschiedskuss auf seine Wange ließ ihn die Gelegenheit ergreifen, ihren Kopf mit einer Hand festzuhalten, um sich einen deutlich weniger unschuldigen Kuss von ihren Lippen zu stehlen. Obwohl sie seine Offensive erwiderte, war Isabel kein Mädchen, das leicht zu haben wäre - also lud er sie auf ein Date ein. Die meisten ersten Dates stellten ein eher krampfiges Frage-Antwort-Spiel dar, doch während sie mit einer überteuerten Flasche Schnaps aus dem Vorrat ihres Vaters auf einem der Dächer der Stadt lagen, fühlte es sich beinahe an als wäre es ein weiterer von vielen Abenden, die sie bereits miteinander verbracht hatten. Sie sponnen ein absichtlich überzogenes Bild davon, wie ihre Zukunft einmal aussehen könnte, welche Jobs sie haben würden, wie viele Kinder, was für ein Haus. Wie oft sie ihn wohl würde ermahnen müssen, den Müll mit rauszunehmen und wie er darüber die Augen verdrehen würde, dass sie schon wieder mit neuen Schuhen nach Hause kam. Natürlich war nichts davon ernstgemeint, doch die Nacht endete dennoch mit dem allmählichen Beginn seiner ersten richtigen Beziehung.
Zwei Jahre lang lief es wirklich großartig zwischen ihnen, auch wenn ihnen beiden eine Menge Temperament im Blut steckte. Die überschwängliche Verliebtheit, die sich hartnäckig über Monate hinweg hielt, erstickte die meisten drohenden Streitigkeiten bereits im Keim und da sie nicht in einer gemeinsamen Wohnung lebten und seine 'Jobs' eine Menge Zeit in Anspruch nahmen, blieben ihnen die meisten großen Beziehungsprobleme erspart. Zumindest vorerst. Was zum Problem wurde, waren die Aufträge, die er für Jay erfüllen sollte. Plötzlich ging es nicht mehr nur darum, Schulden einzutreiben und Leuten eine Lektion zu erteilen; er sollte jemanden töten. Obwohl er dachte, dass er jegliche Grenzen bereits hinter sich gelassen hatte, traf er plötzlich auf eine neue. Und er weigerte sich. Zum ersten Mal durfte er daraufhin erfahren, dass Jay's Bodyguard mehr war als ein stummer Schatten. Man schlug so lange auf ihn ein, bis er nichts mehr als den Geschmack seines eigenes Blutes wahrnahm und jede Faser seines Körpers vor Schmerzen schrie - bis er sich wieder daran erinnerte, auf wessen Seite er stand und wem er alles in seinem jetzigen Leben zu verdanken hatte. Und dass er doch nicht wollte, dass seiner Schwester etwas zustieß.. Dieser Abend stellte einen echten Wendepunkt in seinem Leben dar. Nicht nur, weil 'fressen oder gefressen werden' -töten oder getötet werden- mit einem Mal seine neue Realität darstellte, sondern auch weil seine Schwester zum ersten Mal den Verdacht hatte, dass er sein Geld auf illegale Weise verdiente. Sie war zu klug, um ihm die Story mit dem Überfall abzukaufen und natürlich musste sie Isabel sofort von ihrer Theorie erzählen. Als er sich zwei Tage später mit ihr allein in seiner Wohnung traf, stellte sie ihn zur Rede, um zu erfahren, woher seine Verletzungen kamen, doch er wich ihr aus. Immer wieder; bei jeder Frage. Doch sie bohrte immer weiter nach. Irgendwann verlor er die Geduld. Er schrie sie an, dass sie endlich den Mund halten sollte - und nahm dabei nicht bewusst wahr, dass es dieselben Worte waren, die sein Vater ihm damals entgegen gebrüllt hatte. Oder dass es dieselbe Art von entsetztem Schweigen war, das von Isabel ausging, nachdem seine Hand ihr Gesicht getroffen hatte. Der Streit war damit beendet und sie sprachen nicht darüber. Nie. Möglicherweise lag es daran, dass sein blutunterlaufenes Gesicht ihn kaum noch Ähnlichkeit mit sich selbst hatte haben ließ, vielleicht wirkte es dadurch als hätte nicht er sie geschlagen, sondern jemand anderes - im Endeffekt wusste er nicht, warum sie bei ihm geblieben war. Sie hätte es nicht tun sollen. Nachdem er den ersten Mordauftrag für Jay erfüllt hatte, spürte er, wie sich immer mehr eine innere Leere und Kälte in ihm einstellte. Es gab keine Grenze mehr, die er noch übertreten könnte und er hatte sich bei diesem Hürdenlauf irgendwann selbst verloren. Es fiel ihm zunehmend schwerer, seine 'Arbeit' von seinem Privatleben zu trennen, er wurde gereizter und distanzierter; und nur wenige Wochen, nachdem ihm das erste Mal die Hand bei Isabel ausgerutscht war, nahm der nächste Streit ein ähnliches Ende. Und der nächste. Und der danach. Es gab keinen Unterschied mehr, wie er Konflikte auf der Straße oder zu Hause löste. Und er merkte es nicht einmal. Es wurde normal.
Mit 25 Jahren war der Wunsch, aus seinem Job auszubrechen, noch immer in seinem Unterbewusstsein vorhanden, doch er wurde erstickt von der Drohung, dass es ihn sein Leben -oder noch schlimmer: das seiner Schwester- kosten würde, wenn er nicht tat, was man von ihm verlangte. Es war ein zweifelhaftes Glück, das ihm am Ende ein neues Tor aufstieß. Er wurde auf frischer Tat ertappt als er wieder einmal dabei war, jemandem eine Warnung mittels einer Kugel im Knie zu verpassen; aber dieses Mal waren es nicht die Cops, sondern das FBI und er wurde auch nicht auf ein Revier gebracht, sondern auf unkonventionellere Weise von der Staatspolizei verhört. Sie wollten nicht ihn, das machten sie von Anfang an klar. Er war nur ein kleiner Fisch in einem Haifischbecken - und sie wollten den Hai. Jay. Man ließ ihm zwei Optionen: entweder er kam in den Knast oder er half dem FBI dabei, endlich die belastenden Beweise zu bekommen, die sie schon so lange die Fährte von Jay verfolgen ließen. Er zögerte. Bis man ihm sagte, dass er seiner Schwester nicht weiter würde helfen können, wenn er weggesperrt war. Sie hatten ihn beobachtet. Sie wussten alles über ihn, was sie wissen mussten. Schon wieder war er der Spielball von irgendeinem Wichser. Doch wieder sah er die Chance, sich aus den Ketten eines vermeintlich schlimmeren Übels zu befreien, wenn er mitspielte. Die kommenden Wochen stand er noch mehr unter Strom als er es ohnehin schon tat, während er dem FBI alles an Beweisen lieferte, was ihm möglich war. Versteckte Mikros zeichneten Gespräche auf, er ließ Falschgeld mitgehen und lieferte Namen. An dieser Stelle hätte das FBI längst zuschlagen können, sie hatten mehr als genug, um Jay auffliegen zu lassen, doch sie wollten noch mehr, erhofften sich das große Ding, das die Gerichtsverhandlung praktisch überflüssig machen würde. Und diese Hoffnung schien zum Greifen nahe als Rio ihnen erzählte, dass Jay sich zu einem dringenden Gespräch mit ihm treffen wollte. Rio hatte ja keine Ahnung, dass sein doppeltes Spiel längst durchschaut worden war. Als er in der Lagehalle ankam, in der Jay ihn treffen wollte, war von dem Investor keine Spur; dafür wurde er jedoch mit einem Baseballschläger begrüßt, der ihm jegliche Luft aus den Lungen schlug und ihn zu Boden gehen ließ. Er hörte noch irgendwelche Bemerkungen über einen Verräter und dass sie ihn aufschlitzen würden, doch die Schläge und Tritte, die er bereits einstecken musste, ließen die Worte nur unvollständig zu ihm durchdringen. Ein unerträglicher Schmerz in seinem Brustkorb ließ ihn erahnen, dass mindestens eine seiner Rippen unter der Wucht der Schläge gebrochen waren - und gerade als sein Sichtfeld mehr und mehr zu verschwimmen drohte, stürmte endlich das FBI die Halle.
Während man die anderen verhaftete, brachte man ihn gnädiger Weise ins nächste Krankenhaus und schickte einen Streifenwagen los, um seine Schwester zu holen. Sie waren in dieser Stadt nicht mehr sicher und -was für das FBI deutlich wichtiger war- er konnte ihnen als Spitzel nicht mehr nutzen. Als er wieder einigermaßen klar bei Verstand war, entschied man sich dazu, ihn und seine Schwester aus der Stadt zu schaffen und in ein Zeugenschutzprogramm zu stecken. Ein anderer Bundesstaat, möglichst weit an der Südküste des Landes, neue Namen; so berechnend das FBI ihn auch benutzt hatte, immerhin hielten sie ihr Versprechen, dass vor allem seine Schwester nicht durch diesen Deal in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für ihre früheren Bekanntschaften waren sie wie vom Erdboden verschwunden; das schloss auch Isabel mit ein. Keine Worte des Abschieds, keine Erklärungen, aber für sie war der Abstand zu ihm sicher das Beste, was ihr hätte passieren können. Wem er hingegen eine ausführliche Erklärung schuldig war, war seine Schwester. Er hatte alles zerstört, was sie sich aufgebaut hatte und sie hasste ihn dafür, trotz aller Ehrlichkeit, die er ihr nun endlich entgegenbrachte. Doch Blut ist dicker als Wasser. Es dauerte Monate, in denen sie kaum ein Wort mit ihm sprach, aber schließlich verzieh sie ihm doch - unter der Voraussetzung, dass er sich endlich ein ehrliches Leben aufbaute und sich fernhielt von allem, was ihnen schaden könnte. Er versprach es. Und er meinte es ehrlich. Da er vorerst nicht auf seine Konten zugreifen konnte und das Bargeld, das er hatte mitnehmen können, allmählich zu Ende ging, suchte er sich tatsächlich einen Job als Lieferfahrer für ein kleines Diner. Er verdiente nicht viel, aber es reichte gerade so aus. Als der Koch des Diners spontan kündigte, frage sein Chef ihn, ob er für den Abend in der Küche aushelfen könnte - Rio hätte sich nie als besonderes talentiert in der Küche betrachtet, doch er machte sich erstaunlich gut. Gut genug, dass er immer mal wieder aushalf, bis sein Chef keine Lust mehr hatte, auf einen neuen Bewerber für die offene Stelle zu warten und stattdessen Rio als Koch einstellte. Sein Leben nahm in Sacramento ruhige und geregelte Züge an. Endlich.
Aber Menschen wie er verdienten kein Happy End.
Und Menschen wie Jay vergaßen nicht, wenn man sie verarschen wollte. Nur weil er im Gefängnis saß, bedeutete das noch lange nicht, dass er nicht weiterhin die Fäden in der Hand hielt. Jay hatte viele Kontakte, nicht nur in Miami, sondern im gesamten Land. Vor jemandem wie ihm davonzulaufen, war schier unmöglich, doch ein Jahr lang gab Rio sich dennoch der trügerischen Sicherheit hin, die das FBI ihm ausgemalt hatte. Bis zu dem Abend als er in die Wohnung zurückkehrte, die er sich mit Emilia teilte und dort einen Zettel mit einer Adresse vorfand. Auf der Rückseite stand in kaum leserlicher Handschrift geschrieben 'komm zu uns, wenn du sie wiederhaben willst'. In ansteigender Panik lief er durch jedes Zimmer der Wohnung und rief den Namen seiner Schwester. Sie war nicht da; natürlich nicht. Es war ein verzweifeltes Hoffen, das ihn handeln ließ, nur um am Ende doch vor der vernichtenden Wahrheit zu stehen. Man hatte sie gefunden. Beinahe hatte er die Wohnung schon wieder verlassen als er noch einmal kehrt machte, um eine Box unter seinem Bett hervorzuholen, die die letzten zwölf Monate verschlossen geblieben war. Seine Pistole befand sich darin; er hatte sie seit ihrer Flucht nie wieder benutzen müssen, aber eine leise Stimme in seinem Hinterkopf, die wohl die ganze Zeit nicht an ihre gänzliche Sicherheit geglaubt hatte, redete ihm damals ein, sie zu behalten. Nur für den Fall. Das Gewicht der Waffe fühlte sich etwas zu vertraut in seiner Hand an, doch bevor er einen weiteren Gedanken daran verschwenden konnte, saß er bereits in seinem Auto und fuhr zu der Adresse. Wie sich bald herausstellte, handelte er sich dabei um ein stillgelegtes Parkhaus am Rande der Stadt. Nachdem er seinen Wagen geparkt hatte und ausgestiegen war, klingelte sein Handy - der Name seiner Schwester leuchtete auf dem Display auf, aber natürlich war es nicht ihre Stimme, die sich am anderen Ende meldete. 'Na los, hol dir deine Schwester.' Bevor er auf die Stimme etwas hätte erwidern können, lief bereits eine schwarzgekleidete Person im Zwielicht auf ihn zu. Es war schwer, etwas zu erkennen, doch die Sturmhaube und die Maschinenpistole vor der Brust waren deutlich zu erkennen. Rio hatte nicht damit gezögert, den Abzug seiner Waffe zu betätigen und den Ansturm des Angreifers mit einem gezielten Schuss in den Bauch zu unterbrechen. Kaum fiel die Person der Länge nach zu Boden, hielt er sich wieder das Handy ans Ohr. "Mehr habt ihr nicht zu bieten?" Doch die Stimme am anderen Ende der Leitung lachte nur gehässig. 'Sieh genauer hin, du Idiot. Wer rennt denn schon mit einer Schusswaffe auf jemanden zu?' Damit war die Leitung tot. Er verstand nicht sofort, was mit dieser Aussage gemeint war, doch als schlagartig das Flutlicht auf seiner Ebene eingeschaltet wurde, ließ ihn eine Vorahnung das Handy fallenlassen. Er rannte auf die Gestalt am Boden zu, realisierte, dass dessen Hände mit Panzertape an der Maschinenpistole fixiert waren und riss ihr sofort die Sturmmaske herunter. "Nein, nein, nein, nein.." Hundertfach hatte er das Wort wiederholt, bis er dazu übergegangen war, schluchzend den Namen seiner Schwester zu rufen.. Und damit sind wir wieder am Anfang der Geschichte angelangt.
Sie war tot, bevor der Krankenwagen ankam. Von den Tätern fehlte jede Spur. Und sein Kontaktmann beim FBI sah diese Angelegenheit nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich, schließlich hatte Rio seine Schwester selbst getötet; er konnte froh sein, dass man ihn weiterhin deckte. Und das FBI war sicher auch nicht traurig darum, wenn ein Verbrecher früher oder später von anderen Verbrechern getötet wurde. Er hatte seinen Nutzen lange überschritten. Dennoch boten sie ihm weiterhin ihren Schutz an, doch dieses Mal lehnte Rio das Angebot ab. Es gab nichts mehr zu schützen. Die Leere, die sich nach dieser Nacht in ihm einstellte, war schlimmer als die, die er damals durch die Arbeit für Jay erfahren hatte. Der Wunsch nach Rache kochte kurzzeitig in ihm hoch, wurde aber durch das Bewusstsein erstickt, dass er tot wäre, noch bevor er einen einzigen von Jay's Leuten umgebracht hatte. Und an Jay selbst würde er hinter meterdickem Beton ohnehin nicht herankommen. In Sacramento zu bleiben, war keine Option für ihn, also packte er ein paar wenige Sachen und machte sich auf den Weg.. wohin genau, wusste er zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht. Per Anhalter landete er einige Wochen später in Chicago und beschloss aus einer Laune heraus, vorerst in der Stadt zu bleiben. Da mit dem Verlust von Emilia auch der Funke in ihm, etwas Gutes aus seinem Leben zu machen, endgültig erloschen war, dauerte es nicht lange, bis er sich im altbekannten Milieu wiederfand. Das sündige Leben war in dieser Stadt an jeder Straßenecke zu finden und Kontakte zu Drogendealern waren schnell geknüpft, wenn man wusste, wonach man die Augen offen halten musste. Schneller als erwartet machte er sich auf der Straße einen Namen und gewann den Ruf, dass man sich besser nicht mit ihm anlegen sollte - und auch The Privé sah Potential in ihm. Rio spürte zu diesem Zeitpunkt nichts mehr, auch wenn er sich auf jede erdenkliche Art eine Empfindungen zu entlocken versuchte. Es dauerte ein paar Jahre, bis das Taubheitsgefühl allmählich nachließ und er die Vorzüge seines neuen Lebens zu genießen wusste. Mit seinem rücksichtlosen Vorgehen und seinem Mangel an Selbsterhaltungstrieb, hatte er sich vom Drogendealer zu demjenigen hochgearbeitet, der andere auf die Straße schickte und selbst nur noch die Gewinne einsteckte. Es war nicht das Leben, das er gewollt hatte, aber es war das, was er am besten konnte und was ihn zumindest ein klein wenig lebendig fühlen ließ. Ein schlechtes Gewissen darüber, dass er andere inzwischen ebenso in den Abgrund stieß, aus dem er selbst nie gänzlich wieder herausgestiegen war, hatte keinen Platz mehr in seinem Bewusstsein.
Doch Jay's Interesse an ihm war noch nicht erloschen und die Rachsucht dieses Mannes nicht zu unterschätzen. Sobald der Investor erneut auf seine Spur gekommen war und erfahren hatte, was Rio sich in der Zwischenzeit aufgebaut hatte, sabotierte er bewusst seine Geschäfte und gab Angriffe gegen diese, Rio selbst und ihm nahestehende Personen in Auftrag. Gerade genug, um ihm zu schaden, aber nicht genug, um es zu beenden. Plötzlich sah er sich gezwungen, sich erneut mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, nahm Kontakt zu längst vergessenen Freunden auf, um Informationen zu sammeln und konnte schließlich mit der Hilfe The Privé einen echten Schlussstrich unter dieses Kapitel ziehen, indem Jay sein verdientes Ende fand. Das Aufatmen nach diesen zwei zermürbenden Jahren fühlte sich an als würde er zum ersten Mal wieder Luft bekommen und sich nicht nur vor dem Ertrinken retten. Ein echter Neuanfang winkte ihm zu, doch alte Gewohnheiten waren nur schwer abzulegen..
Perspective
3. Person
Writing Style
Chat, Novel
Post Style
Chats, Szenen, GB
The Wanted
Deine Wahl
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age20 Jahre
OccupationDrogendealer
ClassLower Class
Relationship" Protegé "
AffiliationFreier Krimineller (eventuell auch Sigma Kappa Delta)
FaceclaimDeine Wahl (Ideen: Itzan Escamilla, ..)
Er sollte noch nicht zu abgestumpft zu sein, nicht zu gewalttätig oder im Umgang mit Waffen geübt - einfach ein normaler Typ aus der Unterschicht, der die falschen Entscheidungen getroffen hat (am besten aus guter Absicht heraus) und nun versucht, am Leben zu bleiben. Alles andere wird er von Rio lernen.
Ein heruntergekommene Wohngegend, Geldsorgen, die falschen Freunde, abwesende Eltern: ein Freifahrtschein ohne Zurück, direkt hinein in all die falschen Entscheidungen, die man in viel zu jungen Jahren treffen kann.
Du hast Rio schon als Teenager kennengelernt und bist durch dessen schlechten Einfluss umso mehr auf die schiefe Bahn geraten, hast Bestätigung darin gefunden, dass Probleme sich am besten mit Gewalt lösen lassen und bist durch Jobs von Rio an Geld gekommen (bis heute andauernd). Es fing harmlos an, ein paar Lieferungen, ohne den Inhalt zu kennen, ein paar Gramm Gras an der Straßenecke oder auf einer Party verkaufen. Doch du wurdest zu gierig, das schnelle Geld war zum Greifen nah und du erkanntest nicht, in welche Schuldenfalle du gelockt wurdest. Rio hatte dir eine Art "Kredit" gegeben, einen Vorschuss, mit dem du die Drogen von ihm kaufen und zu einem besseren Preis auf der Straße wieder verkaufen konntest. Doch das Spiel war gezinkt, die Preise im Einkauf zu hoch und ehe du verstanden hattest, in welche Falle du getappt warst, waren deine Schulden schon zu hoch, um einfach wieder auszusteigen. Seitdem arbeitest du für Rio. Freiwillig, redest du dir ein - unfreiwillig, sagt der Schuldenberg, dessen Spitze du nach nur drei Jahren nicht mehr erkennen kannst. Du siehst nur das, was du sehen willst: dass Rio dir trotz allem eine Chance gegeben hat, dass er dir Möglichkeiten bietet, die Schulden abzuarbeiten, nachdem du dich verkalkuliert hast - zumindest konnte er dir das erfolgreich einreden. Du siehst noch nicht das große Ganze. Aber du siehst in ihm eine starke Vorbildsfigur, die dein Vater niemals war und als jemanden, der sich ebenfalls aus dem Dreck nach oben gearbeitet hat. Du willst dasselbe tun und dafür brauchst du seine Hilfe. Du willst nicht mehr von Schulden zu Schulden leben, sondern endlich das große Geld machen - also hast du dir vorgenommen, ihn um andere Jobs zu bitten, die besser bezahlt werden. Seine Antwort steht noch aus. Und hier stehst du nun, am Abgrund einer neuen Entscheidung, deren Konsequenzen sich erst noch offenbaren werden.
Rio wird viel von sich selbst in ihm wiedererkennen - aber anstatt ihm zu helfen, wird er ihn nur noch weiter in den Abgrund stoßen, ihn dazu zwingen, andere zu verletzen, härter zu werden, etc wie man es damals auf mit ihm gemacht hat. Dabei wäre mir wichtig, dass Rio ihn nicht einfach nur "benutzt", sondern, je nachdem, was alles so passiert, irgendwann vielleicht sogar erkennt, dass er nicht besser ist als sein ehemaliger Auftraggeber, der ihn auch durch die Hölle geschickt hatte. XX sieht wiederum Stärke darin, dass Rio trotz aller Widrigkeiten jetzt am oberen Ende der Nahrungskette steht. Natürlich weiß XX nicht alles über Rio's Vergangenheit, das weiß so gut wie niemand, aber er hat genug Einblicke von Rio bekommen. (Achtung, diese Rolle wird viele Triggerthemen zum Thema Gewalt/Drogen/Blut beinhalten)
Eine nachvollziehbare Charakterentwicklung von XX ist mir für diese Rolle besonders wichtig! Schuldgefühle, Trauma, Angst, Verzweiflung, aber auch die Ohnmacht gegenüber seinem Schicksal sollten erkennbar sein. Ich wünsche mir hier Drama, Ups und Downs, eine Auseinandersetzung mit der eigenen Moral und dem Verlust von dieser. XX sollte es aushalten können, dass Rio oftmals harte Worte und noch härtere Schläge findet - und trotzdem noch zu ihm aufblicken und seinem Vorbild folgen wollen. Denn natürlich überwiegen die guten Momente zwischen den beiden und in den Besten davon wirkt Rio wie der große Bruder, den XX nie hatte.
OccupationManagerin des Avalon Diners; Drugdealer;
Classunder class
Affiliationresident of chicago
Originchicago
Faceclaimmaggie lindemann
Wenn ihr dachtet, ihr würdet nun eine schöne Gute Nacht Geschichte erzählt bekommen, muss ich euch leider enttäuschen. Diese Geschichte, über ein Mädchen aus Chicago ist alles andere als eine Bilderbuchgeschichte, aber seht selbst. Es war eine kalte Nacht im Oktober, als in einem Trailer ganz am Rande von Chicago der Schrei eines Babys durch die dünnen Metallwände drang. Es war kalt, die Heizung funktionierte nur so semi gut. Es war der Schrei eines Neugeborenen Mädchens und um sie herum lediglich ihre Mutter Lauren und ihr Vater Mitch. Für eine Geburt im Krankenhaus reichte das Geld vorne und hinten nicht, weswegen die jungen Eltern einfach beteten, dass alles gut laufen würde und die Hilfe eines Arztes nicht nötig sein würde und vielleicht war es auch das erste und letzte Mal, dass wer auch immer über sie wachte, ihre Gebete erhört hatte. Das kleine Mädchen in dem Arm von Lauren hatte, wurde auf den Namen Rue ‚getauft‘. Die frisch gebackenen Eltern wussten zwar, dass sie ihrer Tochter nicht alles Geld der Welt bieten konnten, aber sie eines wussten sie: an Liebe wird es dem Mädchen sicherlich nicht mangeln. Das Mädchen wuchs trotz des fehlenden Geldes und des wenigen Platzes, welcher der Trailer nur bat, so behütet wie möglich auf. Schnell lernte sie, was im Leben wirklich zählt und das waren bei Gott keine Materiellen Dinge. Familie würde immer da sein, zumindest wurde das Rue so vermittelt. Ihr Kindesalltag bestand daraus vor dem Trailer mit anderen Kindern zu spielen, sich dreckig zu machen und ihre Fantasie in der Natur zum Leben zu erwecken. Schon im frühen Kindesalter entwickelte das Mädchen eine Leidenschaft zum tanzen und singen, doch einen Tanzkurs oder Gesangsunterricht blieben aus Geldmangel aus. Rue tanzte und sang zu der Musik, welche aus dem Radio erklang und entwickelte ihre eigenen Schritte und die Leidenschaft wuchs mir den Jahren immer mehr. Rues Schulzeit war sehr durchwachsen. Von 'alles ist toll, alles ist super' bis hin zu 'ich will nie wieder dort hin – alle hassen mich', was auch für ihre Eltern definitiv keine leichte Situation war. Von ihren Mitschülern zählte sie Freunde, welche sie an einer Hand abzählen und auf die sie immer zählen konnte. Die anderen waren eher Leute, die mal nett und mal oberscheiße zu ihr waren, wobei zweiteres wohl doch etwas besser zutraf, denn die Kinder aus der Oberschicht ließen ihre Freunde und sie oft genug spüren, dass sie von ihnen nicht sonderlich viel hielten. Und da sollte noch einmal jemand sagen die Schulzeit wäre nicht so schlimm, richtig? Es war kein ungewöhnlicher Anblick, dass die Kinder aus der Oberschicht sich das Recht heraus nahmen, Kinder wie Rue zu mobben, herum zu schubsen oder gar schlimmeres mit ihnen anzustellen, was vermutlich auch der Grund war, wieso die junge Winslow und ihre Freunde sich regelrecht gegen die Oberschichtskinder zu verschwören und sich irgendwann auch begannen zu wehren. Als Rue bereits zur Highschool ging, wurde Lauren, ihre Mutter schwer krank. Sie erkrankte an Bauchspeicheldrüsenkrebs und dieser war laut der Ärzte nicht heilbar. Selbst wenn, wie hätten sie sich das alles leisten sollen? Richtig, konnten sie nicht. Doch Lauren konnte nicht mehr arbeiten gehen und so kam es, dass sich das junge Mädchen an ältere Schüler wendete und für diese begann Drogen an andere Schüler zu bringen. Es war ein Nebenverdienst, wenn auch nur ein kleiner, welcher ihren Eltern wenigstens ein bisschen half. Doch dadurch begannen auch die Noten in der Schule zu leiden, sie vernachlässigte das lernen, damit sie sich um ihre kranke Mutter kümmern konnte und ihr Vater seinem Job als KFZ-Mechaniker weiter nachgehen konnte. Und dann passierte etwas, was keiner für möglich gehalten hatte und was ungelegener nicht hätte kommen können. Lauren wurde schwanger, so krank wie sie war und sollte die damals 15 Jährige zu einer großen Schwester machen. Es folgten viele Diskussionen darüber, ob es Sinn machte das Kind zu bekommen und ob ein Kind so etwas überhaupt verdient hatte. Ganz davon zu schweigen, ob es möglich war unter diesen Umständen ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Doch ehrlich gesagt hätte es Rue sehr gewundert, wenn sich ihre Eltern gegen den Wurm entschieden hätten. 8 Monate später kam Rues jüngerer Bruder zu Welt – diesmal in einem Krankenhaus und unter Beobachtung. Lauren und Mitch gaben dem Kleinen den Namen Jonah Winslow. Während Rues Mutter geschwächt im Bett lag und kaum noch Atmen konnte, beäugte das junge Mädchen ihren frischgeborenen Bruder skeptisch. Er war gesund, was einem Wunder glich und dennoch konnte sie sich darüber einfach nicht freuen. Zur Beobachtung blieben Lauren und Jonah im Krankenhaus, während die roten Zahlen auf dem Konto nur so in die Höhe schnellten und Rue zusammen mit ihrem Vater Zuhause schlaflose Nächte durchlebten. Es war ein ungutes Gefühl, welches Rue 4 Tage mit sich herum trug, ehe sie die Nachricht bekamen, dass ihre Mutter ihrer Krankheit und den Strapazen der Geburt erlag. Eine Welt brach über die kleine Familie Winslow zusammen und während Rues Vater sich in Alkohol ertrank, hütete sie ihren kleinen Bruder. Sie kümmerte sich um ihn und ging aufgrund dessen nicht mehr zur Schule. Was hätte sie denn tun sollen? Sie hatten niemand der sich hätte kümmern können und auch wenn sie sich über den kleinen Sprössling nicht gefreut hatte, war sie noch immer seine große Schwester. Sie entwickelte nach und nach einen Beschützerinstinkt und lernte den kleinen, nervigen Wonneproppen lieben. Doch es war ja nicht nur Jonah um welchen sie sich kümmern musste, auch ihr Vater blieb Zuhause und ertrank im Selbstmitleid und seinen Depressionen, welche sich mit der Zeit entwickelt hatten. Rue wusste genau, dass sie nicht ewig so weiter machen konnten, denn die Rechnungen bezahlten sich nicht von alleine und auch das Essen würde nicht vom Himmel fallen. Sie wählte die Nummer ihrer besten Freunde, welche sie auch schon Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen hatten und bat um Hilfe. Es glich einem Wunder, dass die Eltern von XY sich dazu bereit erklärten, auf ihren Bruder aufzupassen, damit Rue die Schule besuchen konnte um irgendwann einen Abschluss in den Händen halten zu können. Auch auf ihren Vater warfen sie einen Blick und sie wusste, dass sie das alles niemals danken könnte. Kein Dank dieser Welt würde genug sein. Doch sie konnte wieder zur Schule gehen und zumindest bis zum Nachmittag so tun als wäre sie ein ganz normaler Teenager. Die junge Winslow suchte sich einen Job in einem kleinen Rollschuh Diner in welchem sie nach der Schule für 4-5 Stunden arbeiten konnte, um danach ihren Bruder abzuholen und in den kleinen Trailer zu ihrem Vater zurück zu kehren. Die ersten Partys welche ihre Freunde erlebten, blieben bei Jasmine aus und sie nutzte die Zeit Zuhause für ihre Familie und für die Schule, welche sie auch irgendwie bestehen musste. Mit dem Geld was Rue verdiente, zahlte sie nach und nach ein paar der Schulden ab, welche entstanden waren und sparte einen kleinen Teil davon weg um einen KiTa-Platz für Jonah bezahlen zu können. Nach Monatelangem einreden auf ihren Vater, bekam auch dieser langsam seinen Hintern bewegt und suchte sich wieder einen Job – doch der Alkohol wurde nicht weniger. Neben der Schule und der Arbeit in dem American Rollschuh Diner, begann sie wieder Drogen zu verticken und sammelte somit einiges an Geld um auch den Eltern ihrer besten Freundin wenigstens auf diese Art und Weise ein wenig was zurück zu geben. Sie nahmen mit der Zeit Jonah auch am Abend und über Nacht hin und wieder zu sich, um Rue zu ermöglichen die ganzen typischen Jugend-Dinge zu machen, welche ihr bis dato verwehrt blieben. Sie ging mit ihren besten Freundinnen auf Partys, lernte den Genuss von Alkohol kennen und die Vorzüge von dem männlichen Geschlecht, welches ihr bis dahin ebenso verborgen war. Es folgte ihre erste Beziehung und alles was man in dieser Zeit erlebte. Er war ein Goldstück, denn er half ihr mit Jonah, mit ihrem Vater und den ganzen ungewollten Verpflichtungen, die ihr regelrecht zugeschoben wurden. Er schlug wahrlich ein, wie ein Komet auf die Erde, als sie es am wenigsten erwartet hatte. Mit seiner ganzen Hilfe hatte sie genug Zeit für den Abschluss zu lernen und hielt diesen auch am Ende in ihren Händen. Sie war zwar nicht die Beste, aber sie hatte bestanden und das war auch das, was ihr so wahnsinnig wichtig war. Ab diesem Moment begann Rue in dem Diner in Vollzeit zu arbeiten und brachte so auch genug Geld nach Hause um die Miete zu bezahlen. Jonah wuchs schneller als ihr lieb war, was ihr aber auch neben dem ganzen Mist eine Menge Freude bereitete. Auch das verticken von Drogen war weiterhin ein netter Nebenverdienst und zu ihrem Glück wurde sie auch noch nie erwischt. Die Zeit mit ihrem kleinen Bruder und ihrem Freund, war die einzige Zeit welche sie wirklich in ihrem Leben genießen konnte. Welche ihr die nötige Kraft gab, um genauso weiter zu machen, wie sie es seit vielen Jahren tat. Jedoch kam der Punkt, an dem bei einer Durchsuchung in ihrem Zuhause der Polizei die Drogen gefunden wurden. XY (ihr Freund) nahm die Schuld auf sich und wanderte für sie in den Knast. Eine weitere Welt brach für das Mädchen zusammen, denn wieder wurde ihr eine wichtige Person genommen, wenn auch nicht komplett aus den Leben, aber er war nicht mehr hier. Sie besuchte ihn sooft sie konnte im Gefängnis, zerbrach regelrecht an allem, was XY dazu verleitete, den Kontakt zu ihr abzubrechen und sie als Besuch nicht mehr in Empfang zu nehmen, damit sie lernte ohne ihn klar zu kommen – ihn zu vergessen. Zu dem Zeitpunkt war sie bereits 20 Jahre alt und wäre Jonah nicht in ihrem Leben gewesen, hätte sie sich vermutlich vor den nächsten Zug geworfen. Doch das stand nicht zur Debatte, denn das konnte sie ihrem damals bereits fast 5 Jährigem Bruder nicht antun. Weiterhin passten die Eltern ihrer besten Freundin auf Jonah auf, und inzwischen waren sie sowas wie ihre kleine Ersatzfamilie geworden. Für Jonah waren sie seine Tante und Onkel und es erleichterte der jungen Winslow regelrecht, dass er von den ganzen Umständen nicht so viel mitbekam. Doch hatte sie aus der Sache mit ihrem Exfreund gelernt? Nein, offensichtlich nicht. Sie machte den scheiß weiter, denn eine andere Möglichkeit sah sie einfach nicht. Dazu kam, dass sie auch nach Jahren in dem Diner noch immer die Drecksarbeit verrichtete. Doch es war ein sicherer Job und sie zahlten rechtzeitig. Ihr Vater hatte abermals seinen Job verloren und sie tat weiterhin alles Nötige, damit sie nicht auch noch auf der Straße landeten und Jonah so wenig wie möglich von all dem mitbekam. In Rues Augen sollte er eine möglichst Sorgenfreie Kindheit haben und dafür tat sie auch alles. Dann ging ein Deal jedoch komplett schief und Rue ließ sich beim Dealen abziehen und verlor eine verdammt hohe Summe Geld. Geld, das Rio gehörte. Und Rio ließ sie das spüren, sowohl auf emotionale, psychische, wie auch körperliche Art und Weise. Er setzte sie unter Druck, ließ sie Drecksjobs machen, tauchte nachts bei ihr auf und fügte ihr nicht nur eine Verletzung zu. Trotzdem machte sie immer weiter. Wegen Jonah. Immer nur wegen Jonah. Das Ganze zog sich über zwei Jahre, bis ein Auftrag komplett eskalierte und Rue fast draufging. Danach verschwand sie, täuschte ihren Tod vor und Rio schien davon überzeugt zu sein. Als sie Wochen später plötzlich wieder vor ihm stand, war irgendwas anders. Weniger Hass. Weniger Druck und aus ihnen wurde ein Paar. Der folgende Urlaub in Mexiko mit Jonah war wahrscheinlich das erste Mal seit Jahren, dass Rue mal kurz vergessen konnte, wie beschissen ihr Leben eigentlich war und ihr irgendwie zeigte, dass Rio auch durchaus anders konnte.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chatstil und Novel, beides ist möglich
Post Style
Privatchats, Szenen, sowie Gästebücher
The Wanted
Mitch Winslow
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age50+
Occupationaktuell arbeitslos
Classunder class
Relationshipfather of mine and former hero
AffiliationResident; “Marionette” by The Privé
Faceclaimmaybe Skeet Ulrich? Ich bin offen für andere Vorschläge, behalte mir aber ein Veto vor
Früher, vor Mums Tod, warst du genau dieser Vater, welches sich wohl jedes Kind wünscht. Du hast mit den Kindern aus dem Trailerpark gespielt, mit ihnen Quatsch gemacht und dich immer gut um mich gekümmert.
Nach dem Tod hast du dich verändert, oder viel mehr hat dich der Alkohol verändert. Man konnte sich auf dich nicht mehr verlassen, du wurdest launisch und oft laut oder sauer. Es war dir schlichtweg egal was andere taten, dazu zählten auch ich und Jonah. Das heißt nicht, dass es dir schlichtweg egal ist, du kannst nur einfach nicht anders.
Als ich klein war und bis zur Geburt von Jonah, warst du eigentlich ein richtiger Vorzeigevater - der Vater, den sich jedes Kind gewünscht hatte. Du warst bei uns im Trailerpark der coolste von allen, denn du warst der, der mit den Trailerpark Kindern immer getobt und gespielt hat, auch wenn ich meine Eifersucht dazu manchmal nicht im Zaum halten konnte, denn hallo? Du warst mein Dad und nicht der, der anderen. Du hast mir so viel beigebracht, viel mit mir unternommen und trotz des wenigen Geldes mir versucht alles zu ermöglichen. Aber mir hat auch schon ein selbstgebautes Skateboard gereicht, damit du mich beeindrucken konntest. Doch das Blatt wendete sich, als deine Frau und meine Mutter schwer krank wurde und dazu noch schwanger. Die Entscheidung das Kind dennoch zu bekommen und die Therapie nicht zu starten, löste anfänglich in dir eine gewisse Wut aus, denn du wolltest deine Frau nicht deswegen verlieren. Mit der Zeit hattest du dich jedoch damit angefreundet, wobei .. falsches Wort, du hattest dich eher damit abgefunden und ihre Entscheidung akzeptiert. Kurz nach der Geburt deines zweiten Kindes, als ich schon 15 Jahre alt war, verstarb deine Frau, was dich in ein tiefes Loch riss, aus welchem du lange nicht heraus kommen solltest. Du begannst zu trinken, vielleicht sogar die ein oder andere Droge zu nehmen und überliest das Neugeborene deiner 15 Jährigen Tochter. Ich wusste, dass du Jonah geliebt hast und es immer noch tust, doch gegen eine so tiefe und heftige Trauer kann man manchmal eben einfach nicht ankommen. Sooft habe ich auf dich eingeredet und ja, ich tue es auch heute noch, denn du hattest schnell keinen Job mehr, weil du einfach nicht in der Lage dazu warst, weswegen ich mit 16 Jahren begann in einem Diner zu arbeiten, um den Trailer und die damit verbundenen Kosten zu decken. Dabei versuchte ich so viel wie möglich für Jonah da zu sein, der das ganze natürlich mitbekam, umso älter er wurde. Deine kläglichen Versuche wieder in der Werkstatt am Rande des Trailers zu arbeiten, waren vergebens, weswegen du auch heute noch oft genug betrunken auf der Couch liegst oder mal Tage bei einer anderen verschwindest und dort die Zuwendung suchst, die du vor 10 Jahren verloren hast. Du und ich rasseln oft genug aneinander, denn während du nicht mehr auf dein Leben klar kommst, versuche ich alles andere zu Regeln, was schlichtweg dein Part wäre. Wir sind schon zu oft aneinander geraten, haben gestritten und uns so sehr in den Haaren gehabt, dass du Tagelang verschwunden warst und ich mit dir ohnehin kein Wort mehr geredet hätte. Irgendwann kam auch @Rio Guerrero ins Spiel, welcher sich als mein Freund vorstellte, was zu dieser Zeit jedoch genau das Gegenteil war. Natürlich hattest du ihm geglaubt, wieso solltest du auch nicht? Aber dann bist du untergetaucht. Ich habe dich seit Monaten nicht mehr gesehen, noch habe ich von dir gehört. ( .. fortsetzung folgt bei den Plotideen. )
Hier schließt es eigentlich an die Story zwischen uns an, denn ich habe folgende Ideen für den weiteren Verlauf der beiden.
1. Du wolltest dein Leben endlich wieder in den Griff bekommen. Nach einem heftigen Absturz, welcher dich beinahe dein Leben gekostet hatte, ist dir klar geworden, dass es so nicht weiter gehen kann, weswegen du dich selbst hast einweisen lassen. Du hast die letzten Monate einen Entzug gemacht, eine Therapie und jetzt bist du einfach wieder da. Du stehst vor dem Trailer, als Rue mit Jonah oder vielleicht sogar @Rio Guerrero zurück kommt. What will happen?
2. In der Zeit in welcher du dich viel in Bars und Kneipen herumgetrieben hast, wurdest du von jemanden aus The Privé aufgegabelt. Dir wurde ein Angebot gemacht, welches du nicht ausschlagen konntest. Ware abholen, einsacken und ausliefern. Eigentlich kein großes Ding, jedoch etwas, was mit vielen Risiken verbunden ist. Statt die Chance zu nutzen, hast du Fehler gemacht und somit Schulden und bei The Privé macht man diese lieber und besser nicht. ( Vorraussetzung ist hier, dass wir uns noch nicht dort über den Weg gelaufen sind, sowie auch nicht @Rio Guerrero, da er ebenfalls zu den Kreisen gehört, jedoch könnte man in der fortlaufenden Story was richtig cooles draus drehen )
Zwei ziemlich unterschiedliche Ansätze, aber ich bin auch offen für andere Vorschläge. Der Charakter hat ziemlich viel Tiefgang, zumindest wünsche ich mir genau das für ihn und ich freue mich umso mehr, wenn deine Kreativität da zusätzlich mit einfliest.
Dieses Gesuch ist ein wirklich wichtiges ( und er wurde schon sooft gesucht, es wäre unglaublich schön, wenn jemand ihn übernehmen könnte der richtig Lust hat und auch vor hat zu bleiben), weswegen ich mir natürlich eine gewisse Grundaktivität wünsche, was auch Chat/GB beinhaltet für mich, also wäre das super, wenn das bei dir ebenfalls auf der Liste steht. Bei diesem Charakter ist mir auch wichtig, dass Triggerthemen ausgeschrieben werden können, auch wenn er nie die Hand seinen Kindern gegenüber erhoben hat, darf er gerne aggressiv handeln, denn natürlich hört man nicht gerne, was für eine Sucht man hat und was man alles falsch macht. Ansonsten verschwinde einfach nicht direkt wieder, das wäre mir ein sehr großes Anliegen. Meine PB ist wirklich sehr entspannt und offen für alles, also nur keine Scheu nachzufragen. ♥
OccupationManagerin des Avalon Diners; Drugdealer;
Classunder class
Affiliationresident of chicago
Originchicago
Faceclaimmaggie lindemann
Wenn ihr dachtet, ihr würdet nun eine schöne Gute Nacht Geschichte erzählt bekommen, muss ich euch leider enttäuschen. Diese Geschichte, über ein Mädchen aus Chicago ist alles andere als eine Bilderbuchgeschichte, aber seht selbst. Es war eine kalte Nacht im Oktober, als in einem Trailer ganz am Rande von Chicago der Schrei eines Babys durch die dünnen Metallwände drang. Es war kalt, die Heizung funktionierte nur so semi gut. Es war der Schrei eines Neugeborenen Mädchens und um sie herum lediglich ihre Mutter Lauren und ihr Vater Mitch. Für eine Geburt im Krankenhaus reichte das Geld vorne und hinten nicht, weswegen die jungen Eltern einfach beteten, dass alles gut laufen würde und die Hilfe eines Arztes nicht nötig sein würde und vielleicht war es auch das erste und letzte Mal, dass wer auch immer über sie wachte, ihre Gebete erhört hatte. Das kleine Mädchen in dem Arm von Lauren hatte, wurde auf den Namen Rue ‚getauft‘. Die frisch gebackenen Eltern wussten zwar, dass sie ihrer Tochter nicht alles Geld der Welt bieten konnten, aber sie eines wussten sie: an Liebe wird es dem Mädchen sicherlich nicht mangeln. Das Mädchen wuchs trotz des fehlenden Geldes und des wenigen Platzes, welcher der Trailer nur bat, so behütet wie möglich auf. Schnell lernte sie, was im Leben wirklich zählt und das waren bei Gott keine Materiellen Dinge. Familie würde immer da sein, zumindest wurde das Rue so vermittelt. Ihr Kindesalltag bestand daraus vor dem Trailer mit anderen Kindern zu spielen, sich dreckig zu machen und ihre Fantasie in der Natur zum Leben zu erwecken. Schon im frühen Kindesalter entwickelte das Mädchen eine Leidenschaft zum tanzen und singen, doch einen Tanzkurs oder Gesangsunterricht blieben aus Geldmangel aus. Rue tanzte und sang zu der Musik, welche aus dem Radio erklang und entwickelte ihre eigenen Schritte und die Leidenschaft wuchs mir den Jahren immer mehr. Rues Schulzeit war sehr durchwachsen. Von 'alles ist toll, alles ist super' bis hin zu 'ich will nie wieder dort hin – alle hassen mich', was auch für ihre Eltern definitiv keine leichte Situation war. Von ihren Mitschülern zählte sie Freunde, welche sie an einer Hand abzählen und auf die sie immer zählen konnte. Die anderen waren eher Leute, die mal nett und mal oberscheiße zu ihr waren, wobei zweiteres wohl doch etwas besser zutraf, denn die Kinder aus der Oberschicht ließen ihre Freunde und sie oft genug spüren, dass sie von ihnen nicht sonderlich viel hielten. Und da sollte noch einmal jemand sagen die Schulzeit wäre nicht so schlimm, richtig? Es war kein ungewöhnlicher Anblick, dass die Kinder aus der Oberschicht sich das Recht heraus nahmen, Kinder wie Rue zu mobben, herum zu schubsen oder gar schlimmeres mit ihnen anzustellen, was vermutlich auch der Grund war, wieso die junge Winslow und ihre Freunde sich regelrecht gegen die Oberschichtskinder zu verschwören und sich irgendwann auch begannen zu wehren. Als Rue bereits zur Highschool ging, wurde Lauren, ihre Mutter schwer krank. Sie erkrankte an Bauchspeicheldrüsenkrebs und dieser war laut der Ärzte nicht heilbar. Selbst wenn, wie hätten sie sich das alles leisten sollen? Richtig, konnten sie nicht. Doch Lauren konnte nicht mehr arbeiten gehen und so kam es, dass sich das junge Mädchen an ältere Schüler wendete und für diese begann Drogen an andere Schüler zu bringen. Es war ein Nebenverdienst, wenn auch nur ein kleiner, welcher ihren Eltern wenigstens ein bisschen half. Doch dadurch begannen auch die Noten in der Schule zu leiden, sie vernachlässigte das lernen, damit sie sich um ihre kranke Mutter kümmern konnte und ihr Vater seinem Job als KFZ-Mechaniker weiter nachgehen konnte. Und dann passierte etwas, was keiner für möglich gehalten hatte und was ungelegener nicht hätte kommen können. Lauren wurde schwanger, so krank wie sie war und sollte die damals 15 Jährige zu einer großen Schwester machen. Es folgten viele Diskussionen darüber, ob es Sinn machte das Kind zu bekommen und ob ein Kind so etwas überhaupt verdient hatte. Ganz davon zu schweigen, ob es möglich war unter diesen Umständen ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Doch ehrlich gesagt hätte es Rue sehr gewundert, wenn sich ihre Eltern gegen den Wurm entschieden hätten. 8 Monate später kam Rues jüngerer Bruder zu Welt – diesmal in einem Krankenhaus und unter Beobachtung. Lauren und Mitch gaben dem Kleinen den Namen Jonah Winslow. Während Rues Mutter geschwächt im Bett lag und kaum noch Atmen konnte, beäugte das junge Mädchen ihren frischgeborenen Bruder skeptisch. Er war gesund, was einem Wunder glich und dennoch konnte sie sich darüber einfach nicht freuen. Zur Beobachtung blieben Lauren und Jonah im Krankenhaus, während die roten Zahlen auf dem Konto nur so in die Höhe schnellten und Rue zusammen mit ihrem Vater Zuhause schlaflose Nächte durchlebten. Es war ein ungutes Gefühl, welches Rue 4 Tage mit sich herum trug, ehe sie die Nachricht bekamen, dass ihre Mutter ihrer Krankheit und den Strapazen der Geburt erlag. Eine Welt brach über die kleine Familie Winslow zusammen und während Rues Vater sich in Alkohol ertrank, hütete sie ihren kleinen Bruder. Sie kümmerte sich um ihn und ging aufgrund dessen nicht mehr zur Schule. Was hätte sie denn tun sollen? Sie hatten niemand der sich hätte kümmern können und auch wenn sie sich über den kleinen Sprössling nicht gefreut hatte, war sie noch immer seine große Schwester. Sie entwickelte nach und nach einen Beschützerinstinkt und lernte den kleinen, nervigen Wonneproppen lieben. Doch es war ja nicht nur Jonah um welchen sie sich kümmern musste, auch ihr Vater blieb Zuhause und ertrank im Selbstmitleid und seinen Depressionen, welche sich mit der Zeit entwickelt hatten. Rue wusste genau, dass sie nicht ewig so weiter machen konnten, denn die Rechnungen bezahlten sich nicht von alleine und auch das Essen würde nicht vom Himmel fallen. Sie wählte die Nummer ihrer besten Freunde, welche sie auch schon Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen hatten und bat um Hilfe. Es glich einem Wunder, dass die Eltern von XY sich dazu bereit erklärten, auf ihren Bruder aufzupassen, damit Rue die Schule besuchen konnte um irgendwann einen Abschluss in den Händen halten zu können. Auch auf ihren Vater warfen sie einen Blick und sie wusste, dass sie das alles niemals danken könnte. Kein Dank dieser Welt würde genug sein. Doch sie konnte wieder zur Schule gehen und zumindest bis zum Nachmittag so tun als wäre sie ein ganz normaler Teenager. Die junge Winslow suchte sich einen Job in einem kleinen Rollschuh Diner in welchem sie nach der Schule für 4-5 Stunden arbeiten konnte, um danach ihren Bruder abzuholen und in den kleinen Trailer zu ihrem Vater zurück zu kehren. Die ersten Partys welche ihre Freunde erlebten, blieben bei Jasmine aus und sie nutzte die Zeit Zuhause für ihre Familie und für die Schule, welche sie auch irgendwie bestehen musste. Mit dem Geld was Rue verdiente, zahlte sie nach und nach ein paar der Schulden ab, welche entstanden waren und sparte einen kleinen Teil davon weg um einen KiTa-Platz für Jonah bezahlen zu können. Nach Monatelangem einreden auf ihren Vater, bekam auch dieser langsam seinen Hintern bewegt und suchte sich wieder einen Job – doch der Alkohol wurde nicht weniger. Neben der Schule und der Arbeit in dem American Rollschuh Diner, begann sie wieder Drogen zu verticken und sammelte somit einiges an Geld um auch den Eltern ihrer besten Freundin wenigstens auf diese Art und Weise ein wenig was zurück zu geben. Sie nahmen mit der Zeit Jonah auch am Abend und über Nacht hin und wieder zu sich, um Rue zu ermöglichen die ganzen typischen Jugend-Dinge zu machen, welche ihr bis dato verwehrt blieben. Sie ging mit ihren besten Freundinnen auf Partys, lernte den Genuss von Alkohol kennen und die Vorzüge von dem männlichen Geschlecht, welches ihr bis dahin ebenso verborgen war. Es folgte ihre erste Beziehung und alles was man in dieser Zeit erlebte. Er war ein Goldstück, denn er half ihr mit Jonah, mit ihrem Vater und den ganzen ungewollten Verpflichtungen, die ihr regelrecht zugeschoben wurden. Er schlug wahrlich ein, wie ein Komet auf die Erde, als sie es am wenigsten erwartet hatte. Mit seiner ganzen Hilfe hatte sie genug Zeit für den Abschluss zu lernen und hielt diesen auch am Ende in ihren Händen. Sie war zwar nicht die Beste, aber sie hatte bestanden und das war auch das, was ihr so wahnsinnig wichtig war. Ab diesem Moment begann Rue in dem Diner in Vollzeit zu arbeiten und brachte so auch genug Geld nach Hause um die Miete zu bezahlen. Jonah wuchs schneller als ihr lieb war, was ihr aber auch neben dem ganzen Mist eine Menge Freude bereitete. Auch das verticken von Drogen war weiterhin ein netter Nebenverdienst und zu ihrem Glück wurde sie auch noch nie erwischt. Die Zeit mit ihrem kleinen Bruder und ihrem Freund, war die einzige Zeit welche sie wirklich in ihrem Leben genießen konnte. Welche ihr die nötige Kraft gab, um genauso weiter zu machen, wie sie es seit vielen Jahren tat. Jedoch kam der Punkt, an dem bei einer Durchsuchung in ihrem Zuhause der Polizei die Drogen gefunden wurden. XY (ihr Freund) nahm die Schuld auf sich und wanderte für sie in den Knast. Eine weitere Welt brach für das Mädchen zusammen, denn wieder wurde ihr eine wichtige Person genommen, wenn auch nicht komplett aus den Leben, aber er war nicht mehr hier. Sie besuchte ihn sooft sie konnte im Gefängnis, zerbrach regelrecht an allem, was XY dazu verleitete, den Kontakt zu ihr abzubrechen und sie als Besuch nicht mehr in Empfang zu nehmen, damit sie lernte ohne ihn klar zu kommen – ihn zu vergessen. Zu dem Zeitpunkt war sie bereits 20 Jahre alt und wäre Jonah nicht in ihrem Leben gewesen, hätte sie sich vermutlich vor den nächsten Zug geworfen. Doch das stand nicht zur Debatte, denn das konnte sie ihrem damals bereits fast 5 Jährigem Bruder nicht antun. Weiterhin passten die Eltern ihrer besten Freundin auf Jonah auf, und inzwischen waren sie sowas wie ihre kleine Ersatzfamilie geworden. Für Jonah waren sie seine Tante und Onkel und es erleichterte der jungen Winslow regelrecht, dass er von den ganzen Umständen nicht so viel mitbekam. Doch hatte sie aus der Sache mit ihrem Exfreund gelernt? Nein, offensichtlich nicht. Sie machte den scheiß weiter, denn eine andere Möglichkeit sah sie einfach nicht. Dazu kam, dass sie auch nach Jahren in dem Diner noch immer die Drecksarbeit verrichtete. Doch es war ein sicherer Job und sie zahlten rechtzeitig. Ihr Vater hatte abermals seinen Job verloren und sie tat weiterhin alles Nötige, damit sie nicht auch noch auf der Straße landeten und Jonah so wenig wie möglich von all dem mitbekam. In Rues Augen sollte er eine möglichst Sorgenfreie Kindheit haben und dafür tat sie auch alles. Dann ging ein Deal jedoch komplett schief und Rue ließ sich beim Dealen abziehen und verlor eine verdammt hohe Summe Geld. Geld, das Rio gehörte. Und Rio ließ sie das spüren, sowohl auf emotionale, psychische, wie auch körperliche Art und Weise. Er setzte sie unter Druck, ließ sie Drecksjobs machen, tauchte nachts bei ihr auf und fügte ihr nicht nur eine Verletzung zu. Trotzdem machte sie immer weiter. Wegen Jonah. Immer nur wegen Jonah. Das Ganze zog sich über zwei Jahre, bis ein Auftrag komplett eskalierte und Rue fast draufging. Danach verschwand sie, täuschte ihren Tod vor und Rio schien davon überzeugt zu sein. Als sie Wochen später plötzlich wieder vor ihm stand, war irgendwas anders. Weniger Hass. Weniger Druck und aus ihnen wurde ein Paar. Der folgende Urlaub in Mexiko mit Jonah war wahrscheinlich das erste Mal seit Jahren, dass Rue mal kurz vergessen konnte, wie beschissen ihr Leben eigentlich war und ihr irgendwie zeigte, dass Rio auch durchaus anders konnte.
Perspective
3. Person
Writing Style
Chat, Novel
Post Style
Privatchats, Szenen, GBs
The Wanted
Vor Nachname
InvestigationOngoing
RoleOpen
StatusAlready missed
Age25-28 Jahre
Occupationit's up to you
Classunder class
Relationshipbest male friend; soulmate;
Affiliationresident of chicago
Faceclaimich fände Dominic Richard Harrison aka Yungblud sehr passend, ist aber kein Muss. Es wäre cool wenn der Avatar ein wenig außergewöhnlich wäre und in die Unterschicht passt.
Verrückt, aufgedreht und für jeden Spaß zu haben, genau das würde ihn wohl in meinen Vorstellungen am besten beschreiben. Ich möchte nicht so viel vorgeben, aber er soll kein Miesepeter sein und das Leben einfach nicht zu ernst nehmen.
Wir sind beide im Trailerpark aufgewachsen und wohnen bis heute in diesem Loch, welches wir unser Zuhause nennen. Je nachdem für welches Alter du dich entscheidest, sah unser kennenlernen sicherlich ein wenig anders aus, jedoch muss ich sagen, dass wir entweder unmittelbare Nachbarn waren oder uns spätestens, als die Kinder draußen spielten, über den Weg gerannt sind. Vermutlich hat es auch eine ganze Weile gedauert, bis wir begriffen haben, wie ähnlich wir doch tatsächlich ticken und dass ich gar nicht das nervige Mädchen bin. Mir der Zeit haben wir uns angefreundet und irgendwann waren wir schon unzertrennlich. Mal ehrlich? Ein Leben ohne dich kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Beim Tod meiner Mum wart ihr meine Stütze und auch als mein Ex-Freund in den Knast kam, warst du derjenige, welcher immer an meiner Seite war - bis heute. Doch Dinge ändern sich, denn irgendwann steckte ich ziemlich in der Scheiße und @Rio Guerrero war der Hauptgrund dafür. Du warst einer der wenigen, dem ich die ganzen Vorfälle erzählt habe (dazu gerne mehr in den PNs) und natürlich ist dein Bild alles andere als gut von ihm. Nein, du hasst ihn regelrecht dafür. Doch was passiert, wenn du erfährst, dass ich heute mit ihm zusammen bin?
Ich könnte mir richtig gut vorstellen, dass du die Stadt einige Monate verlassen hattest, eine Art selbstfindungstrip oder du einfach mal ein wenig was sehen wolltest, weswegen du einfach losgetrampt bist. Jetzt kommst du zurück und checkst, was die letzten Monate eigentlich abging und wie viel sich auch zwischen mir und @Rio Guerrero verändert hat.
Dazu könnte ich mir auch diverse Situationen vorstellen, die ihm aber auf seiner möglichen Reise passiert sind, die man vielleicht gut in den Plot einbauen könnte. Lass uns doch dazu einfach mal die Köpfe zusammen stecken.
Okay, du hast es bis hier her geschafft. Congratulations! Solltest du ernsthaftes Interesse an der Rolle haben, freue ich mich! Bitte verschwinde nicht direkt wieder, denn es wäre wirklich schön, eine gewisse Konstante dabei zu haben. Ich hoffe außerdem sehr, dass du auf Drama stehst, denn das bringe ich ganz kostenlos mit und dafür gibt es auch kein Rückgaberecht. Sei ein wenig aktiv, knüpfe weitere Kontakte und hab einfach Spaß. Ist das ein Deal? Bei Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung und was soll ich sagen? Ich freue mich auf dich!