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Graham Elliot Brooks
File No.CHI-S-602
DistrictChicago
StatusSearching
Age26 years
OccupationLawyer & successor to his father's law firm
ClassUpper class
AffiliationPrivé
OriginChicago
FaceclaimBelmont Cameli
01
Personality+
Schon als Jugendlicher fiel er auf, obwohl er nie aktiv nach Aufmerksamkeit gesucht hatte. In der Schule hatte er gute Noten, spielte Lacrosse, war Mitglied im Debattierclub und bewegte sich mühelos durch die sozialen Strukturen, die viele andere erst verstehen mussten. Lehrer vertrauten ihm schnell, Mitschüler respektierten ihn, selbst wenn sie oft nicht genau wussten, was sie von ihm halten sollten. Graham wirkte selten arrogant — eher so, als hätte er schon früh gelernt, wie man Räume kontrollierte, ohne sich in den Mittelpunkt stellen zu müssen.
Dazu kam ein Charisma, das schwer greifbar blieb. Graham war keiner dieser Männer, die Menschen mit großen Gesten für sich gewannen. Es lag mehr an seiner ruhigen Art, an seiner Aufmerksamkeit, an diesem zurückhaltenden Lächeln, das offen wirkte und trotzdem immer eine gewisse Distanz bewahrte. Besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen verstand er früh, welche Wirkung er auf andere hatte. Er wusste, wie man Interesse weckte, Nähe entstehen ließ und Menschen das Gefühl gab, gesehen zu werden — ohne dabei jemals vollständig etwas von sich selbst preiszugeben.
Mit der Zeit wurde genau das zu einer seiner größten Stärken. Graham verstand nicht nur, was andere von ihm erwarteten, sondern auch, wie er diese Erwartungen für sich nutzen konnte. Er musste selten kämpfen oder sich durchsetzen; Türen öffneten sich oft lange bevor er sie überhaupt erreichte. Vielleicht war das der Grund, weshalb kaum jemand bemerkte, wie sehr er begonnen hatte, sich über Leistung und Kontrolle zu definieren.
Dazu kam ein Charisma, das schwer greifbar blieb. Graham war keiner dieser Männer, die Menschen mit großen Gesten für sich gewannen. Es lag mehr an seiner ruhigen Art, an seiner Aufmerksamkeit, an diesem zurückhaltenden Lächeln, das offen wirkte und trotzdem immer eine gewisse Distanz bewahrte. Besonders in zwischenmenschlichen Beziehungen verstand er früh, welche Wirkung er auf andere hatte. Er wusste, wie man Interesse weckte, Nähe entstehen ließ und Menschen das Gefühl gab, gesehen zu werden — ohne dabei jemals vollständig etwas von sich selbst preiszugeben.
Mit der Zeit wurde genau das zu einer seiner größten Stärken. Graham verstand nicht nur, was andere von ihm erwarteten, sondern auch, wie er diese Erwartungen für sich nutzen konnte. Er musste selten kämpfen oder sich durchsetzen; Türen öffneten sich oft lange bevor er sie überhaupt erreichte. Vielleicht war das der Grund, weshalb kaum jemand bemerkte, wie sehr er begonnen hatte, sich über Leistung und Kontrolle zu definieren.
02
Criminal Record+
--
03
Storyline+
Graham Elliot Brooks wurde in eine Welt hineingeboren, in der Einfluss selten laut wurde. Der Name Brooks gehörte in Chicago seit Jahrzehnten zu den Familien, die keine Vorstellung brauchten — politische Kontakte, alte Netzwerke, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Privatschulen und ein Vermögen, das nie offen gezeigt werden musste, weil es längst selbstverständlich geworden war. Während andere Familien versuchten, sich einen Platz in den oberen Kreisen der Stadt zu sichern, waren die Brooks dort bereits fest verankert gewesen.
Er war zwischen sorgfältig geplanten Dinnerabenden, Sommern an der Ostküste und einem Elternhaus aufgewachsen, in dem Haltung wichtiger gewesen war als jede Form von Lautstärke. Fehler wurden selten offen angesprochen, Erwartungen dafür umso deutlicher vermittelt. Graham hatte früh gelernt, Menschen zu beobachten, Gespräche zu führen und genau die Version von sich selbst zu zeigen, die von ihm erwartet wurde. Er war höflich, kontrolliert und machte kaum jemals Probleme. Die Art von Sohn, über die Erwachsene mit stiller Zufriedenheit sprachen.
Das Verhältnis zwischen Graham und Taylor war nie einfach zu fassen gewesen. Nach außen wirkten sie wie zwei Kinder derselben Familie, eingebunden in denselben Namen, dieselbe Herkunft und dieselben Erwartungen. In Wahrheit jedoch hatten sie früh begonnen, sich innerhalb dieser Struktur auf sehr unterschiedliche Weise zu bewegen.
Graham war derjenige gewesen, der sich angepasst hatte, bevor überhaupt jemand ihn dazu auffordern musste. Er hatte früh verstanden, dass Ruhe, Kontrolle und Berechenbarkeit in seiner Familie nicht nur geschätzt, sondern vorausgesetzt wurden. Taylor hingegen hatte sich nie dauerhaft in diese Form pressen lassen. Schon als Kind hatte sie etwas in sich getragen, das sich gegen jede klare Erwartung sperrte, selbst dann, wenn sie sie äußerlich erfüllte.
Er hatte beobachtet, wie sie Regeln testete, wie sie Grenzen nicht nur auslotete, sondern bewusst überschritt, als würde sie ständig prüfen wollen, wie viel Widerstand ein System aushalten konnte, bevor es sich veränderte. Taylor wiederum hatte Graham früh als etwas wahrgenommen, das ihr fremd blieb — nicht kalt im klassischen Sinne, sondern kontrolliert auf eine Weise, die sie nicht ganz greifen konnte
Für sein Studium war er nach New York an die Columbia University gezogen. Dort hatte er zunächst Political Science und Economics studiert, bevor er später die Columbia Law School besuchte. Zum ersten Mal war er weit genug von Chicago entfernt gewesen, um sich einzureden, sein Leben könnte tatsächlich ihm selbst gehören. New York hatte sich freier angefühlt — anonymer, schneller, weniger geprägt von der Geschichte seiner Familie. Trotzdem hatte Graham sich auch dort weiterhin in denselben Kreisen aus Ehrgeiz, Einfluss und gesellschaftlichem Prestige bewegt. Menschen wie er ließen ihre Welt selten vollständig hinter sich. Meist nahmen sie sie einfach mit.
Während seiner Zeit in New York hatte Graham für kurze Zeit geglaubt, weit genug von Chicago entfernt zu sein, um nicht ständig die Erwartungen seiner Familie mit sich tragen zu müssen. Die Stadt fühlte sich freier an als alles, was er bis dahin gekannt hatte — schneller, anonymer und weniger geprägt von den Strukturen, in denen er aufgewachsen war. Dort lernte er schließlich auch eine junge Frau kennen, die sich anders als viele Menschen in seinem Umfeld nie besonders für seinen Nachnamen oder die Stellung seiner Familie interessierte.
Zum ersten Mal seit langer Zeit entstand etwas, das sich nicht vollkommen kontrolliert anfühlte. Sie kannte Seiten an ihm, die in Chicago kaum jemand jemals zu sehen bekam — Zweifel, Überforderung und diese unterschwellige Rastlosigkeit, die er normalerweise hinter ruhiger Selbstsicherheit verbarg. Für eine Zeit hatte Graham tatsächlich geglaubt, jemand anderes sein zu können als die Version seiner selbst, die sein Vater seit Jahren aus ihm formte.
Denn auch wenn in der Familie Brooks selten offen Druck ausgeübt wurde, hatte Graham früh verstanden, was von ihm erwartet wurde. Sein Vater behandelte ihn schon lange nicht mehr wie einen Sohn, sondern zunehmend wie einen zukünftigen Nachfolger. Lob bekam er selten für das, was er fühlte, sondern fast ausschließlich für das, was er leistete. Haltung, Kontrolle und Disziplin galten innerhalb der Familie mehr als jede Form emotionaler Offenheit. Schwäche machte angreifbar, und wer Einfluss behalten wollte, durfte niemals den Eindruck erwecken, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren.
Je ernster die Beziehung wurde, desto stärker begann er sich zurückzuziehen. Anfangs beinahe unmerklich — längere Nächte in der Universität, abgesagte Treffen, sachliche Antworten dort, wo früher Nähe gewesen war. Konflikte löste Graham wie alles andere in seinem Leben: ruhig, kontrolliert und mit genügend Distanz, um niemals wirklich angreifbar zu werden. Irgendwann bestand die Beziehung mehr aus Stille als aus Ehrlichkeit.
Sie endete nicht laut. Es gab keinen großen Streit, keine dramatischen Abschiede. Wahrscheinlich blieb sie gerade deshalb bis heute in seinem Kopf bestehen. Kurz bevor sie ging, sagte sie ihm lediglich, dass er Menschen immer nur so nah an sich heranließ, wie er sie noch kontrollieren konnte.
Wenige Wochen später kam es zu dem einzigen Moment seines Lebens, über den Graham bis heute mit niemandem sprach: Nach einer Veranstaltung an der Columbia tauchte er spät nachts unangekündigt bei ihr auf — erschöpft, angetrunken und deutlich weniger gefasst, als man ihn normalerweise kannte. Zum ersten Mal verlor er die Kontrolle über die Version seiner selbst, die er sein gesamtes Leben lang aufrechterhalten hatte. Er sprach über Dinge, die er normalerweise nicht einmal dachte. Darüber, dass er nicht wusste, wer er außerhalb der Erwartungen seiner Familie eigentlich war. Darüber, dass sein gesamtes Leben sich manchmal wie eine Rolle anfühlte, die er zu lange gespielt hatte, um noch aus ihr herauszufinden. Am nächsten Morgen sprach Graham nie wieder darüber.
Nach seinem Abschluss war er nach Chicago zurückgekehrt, fast selbstverständlich. Heute arbeitete er als Wirtschaftsanwalt in der Kanzlei seines Vaters, die seit Jahren enge Verbindungen zur politischen und wirtschaftlichen Elite der Stadt pflegte. Offiziell beschäftigte er sich mit Unternehmensrecht, Fusionen und strategischer Beratung. Inoffiziell kannte er längst die Bereiche dieser Welt, über die selten öffentlich gesprochen wurde — diskrete Gespräche hinter verschlossenen Türen, Krisenmanagement für einflussreiche Mandanten, politische Kontakte, die mehr wert waren als jeder Vertrag.
Innerhalb der Kanzlei galt Graham schon früh als offensichtlicher Nachfolger seines Vaters. Viele respektierten ihn, manche beobachteten ihn aufmerksam. Er wirkte kontrolliert, höflich und beinahe unverschämt souverän, selbst in Situationen, die andere aus der Ruhe gebracht hätten. Genau das machte ihn auf viele Menschen gleichzeitig faszinierend und schwer einschätzbar. Graham sprach selten mehr als nötig, und gerade deshalb hörte man ihm meistens genauer zu.
Auch bei The Privé gehörte er zu den Männern, deren Anwesenheit sofort bemerkt wurde, obwohl er nie aktiv versucht hatte, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gespräche verlagerten sich in seine Richtung, Menschen vertrauten ihm schneller, als sie vermutlich sollten, und andere unterschätzten ihn, weil er nie laut werden musste, um Einfluss auszuüben. Graham verkörperte genau die Art von altem Chicagoer Geld, die nicht beeindrucken wollte, weil sie es nie nötig gehabt hatte.
Trotzdem begann die perfekte Oberfläche langsam Risse zu bekommen. Graham hatte fast sein gesamtes Leben damit verbracht, Erwartungen zu erfüllen und die Rolle zu spielen, die für ihn vorgesehen gewesen war. Lange hatte er sich nie die Frage gestellt, ob er diesen Weg überhaupt selbst gewählt hatte. Vielleicht, weil Erfolg vieles einfacher wirken ließ, als es tatsächlich war. In den letzten Jahren war jedoch zunehmend das Gefühl in ihm gewachsen, dass ein Leben auch dann fremdbestimmt sein konnte, wenn es nach außen beneidenswert wirkte. Zwischen politischen Netzwerken, familiären Verpflichtungen und den halbdunklen Räumen von Privé bewegte er sich inzwischen durch eine Welt, die ihm nahezu alles gegeben hatte — außer der Möglichkeit herauszufinden, wer er ohne sie eigentlich gewesen wäre.
Er war zwischen sorgfältig geplanten Dinnerabenden, Sommern an der Ostküste und einem Elternhaus aufgewachsen, in dem Haltung wichtiger gewesen war als jede Form von Lautstärke. Fehler wurden selten offen angesprochen, Erwartungen dafür umso deutlicher vermittelt. Graham hatte früh gelernt, Menschen zu beobachten, Gespräche zu führen und genau die Version von sich selbst zu zeigen, die von ihm erwartet wurde. Er war höflich, kontrolliert und machte kaum jemals Probleme. Die Art von Sohn, über die Erwachsene mit stiller Zufriedenheit sprachen.
Das Verhältnis zwischen Graham und Taylor war nie einfach zu fassen gewesen. Nach außen wirkten sie wie zwei Kinder derselben Familie, eingebunden in denselben Namen, dieselbe Herkunft und dieselben Erwartungen. In Wahrheit jedoch hatten sie früh begonnen, sich innerhalb dieser Struktur auf sehr unterschiedliche Weise zu bewegen.
Graham war derjenige gewesen, der sich angepasst hatte, bevor überhaupt jemand ihn dazu auffordern musste. Er hatte früh verstanden, dass Ruhe, Kontrolle und Berechenbarkeit in seiner Familie nicht nur geschätzt, sondern vorausgesetzt wurden. Taylor hingegen hatte sich nie dauerhaft in diese Form pressen lassen. Schon als Kind hatte sie etwas in sich getragen, das sich gegen jede klare Erwartung sperrte, selbst dann, wenn sie sie äußerlich erfüllte.
Er hatte beobachtet, wie sie Regeln testete, wie sie Grenzen nicht nur auslotete, sondern bewusst überschritt, als würde sie ständig prüfen wollen, wie viel Widerstand ein System aushalten konnte, bevor es sich veränderte. Taylor wiederum hatte Graham früh als etwas wahrgenommen, das ihr fremd blieb — nicht kalt im klassischen Sinne, sondern kontrolliert auf eine Weise, die sie nicht ganz greifen konnte
Für sein Studium war er nach New York an die Columbia University gezogen. Dort hatte er zunächst Political Science und Economics studiert, bevor er später die Columbia Law School besuchte. Zum ersten Mal war er weit genug von Chicago entfernt gewesen, um sich einzureden, sein Leben könnte tatsächlich ihm selbst gehören. New York hatte sich freier angefühlt — anonymer, schneller, weniger geprägt von der Geschichte seiner Familie. Trotzdem hatte Graham sich auch dort weiterhin in denselben Kreisen aus Ehrgeiz, Einfluss und gesellschaftlichem Prestige bewegt. Menschen wie er ließen ihre Welt selten vollständig hinter sich. Meist nahmen sie sie einfach mit.
Während seiner Zeit in New York hatte Graham für kurze Zeit geglaubt, weit genug von Chicago entfernt zu sein, um nicht ständig die Erwartungen seiner Familie mit sich tragen zu müssen. Die Stadt fühlte sich freier an als alles, was er bis dahin gekannt hatte — schneller, anonymer und weniger geprägt von den Strukturen, in denen er aufgewachsen war. Dort lernte er schließlich auch eine junge Frau kennen, die sich anders als viele Menschen in seinem Umfeld nie besonders für seinen Nachnamen oder die Stellung seiner Familie interessierte.
Zum ersten Mal seit langer Zeit entstand etwas, das sich nicht vollkommen kontrolliert anfühlte. Sie kannte Seiten an ihm, die in Chicago kaum jemand jemals zu sehen bekam — Zweifel, Überforderung und diese unterschwellige Rastlosigkeit, die er normalerweise hinter ruhiger Selbstsicherheit verbarg. Für eine Zeit hatte Graham tatsächlich geglaubt, jemand anderes sein zu können als die Version seiner selbst, die sein Vater seit Jahren aus ihm formte.
Denn auch wenn in der Familie Brooks selten offen Druck ausgeübt wurde, hatte Graham früh verstanden, was von ihm erwartet wurde. Sein Vater behandelte ihn schon lange nicht mehr wie einen Sohn, sondern zunehmend wie einen zukünftigen Nachfolger. Lob bekam er selten für das, was er fühlte, sondern fast ausschließlich für das, was er leistete. Haltung, Kontrolle und Disziplin galten innerhalb der Familie mehr als jede Form emotionaler Offenheit. Schwäche machte angreifbar, und wer Einfluss behalten wollte, durfte niemals den Eindruck erwecken, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren.
Je ernster die Beziehung wurde, desto stärker begann er sich zurückzuziehen. Anfangs beinahe unmerklich — längere Nächte in der Universität, abgesagte Treffen, sachliche Antworten dort, wo früher Nähe gewesen war. Konflikte löste Graham wie alles andere in seinem Leben: ruhig, kontrolliert und mit genügend Distanz, um niemals wirklich angreifbar zu werden. Irgendwann bestand die Beziehung mehr aus Stille als aus Ehrlichkeit.
Sie endete nicht laut. Es gab keinen großen Streit, keine dramatischen Abschiede. Wahrscheinlich blieb sie gerade deshalb bis heute in seinem Kopf bestehen. Kurz bevor sie ging, sagte sie ihm lediglich, dass er Menschen immer nur so nah an sich heranließ, wie er sie noch kontrollieren konnte.
Wenige Wochen später kam es zu dem einzigen Moment seines Lebens, über den Graham bis heute mit niemandem sprach: Nach einer Veranstaltung an der Columbia tauchte er spät nachts unangekündigt bei ihr auf — erschöpft, angetrunken und deutlich weniger gefasst, als man ihn normalerweise kannte. Zum ersten Mal verlor er die Kontrolle über die Version seiner selbst, die er sein gesamtes Leben lang aufrechterhalten hatte. Er sprach über Dinge, die er normalerweise nicht einmal dachte. Darüber, dass er nicht wusste, wer er außerhalb der Erwartungen seiner Familie eigentlich war. Darüber, dass sein gesamtes Leben sich manchmal wie eine Rolle anfühlte, die er zu lange gespielt hatte, um noch aus ihr herauszufinden. Am nächsten Morgen sprach Graham nie wieder darüber.
Nach seinem Abschluss war er nach Chicago zurückgekehrt, fast selbstverständlich. Heute arbeitete er als Wirtschaftsanwalt in der Kanzlei seines Vaters, die seit Jahren enge Verbindungen zur politischen und wirtschaftlichen Elite der Stadt pflegte. Offiziell beschäftigte er sich mit Unternehmensrecht, Fusionen und strategischer Beratung. Inoffiziell kannte er längst die Bereiche dieser Welt, über die selten öffentlich gesprochen wurde — diskrete Gespräche hinter verschlossenen Türen, Krisenmanagement für einflussreiche Mandanten, politische Kontakte, die mehr wert waren als jeder Vertrag.
Innerhalb der Kanzlei galt Graham schon früh als offensichtlicher Nachfolger seines Vaters. Viele respektierten ihn, manche beobachteten ihn aufmerksam. Er wirkte kontrolliert, höflich und beinahe unverschämt souverän, selbst in Situationen, die andere aus der Ruhe gebracht hätten. Genau das machte ihn auf viele Menschen gleichzeitig faszinierend und schwer einschätzbar. Graham sprach selten mehr als nötig, und gerade deshalb hörte man ihm meistens genauer zu.
Auch bei The Privé gehörte er zu den Männern, deren Anwesenheit sofort bemerkt wurde, obwohl er nie aktiv versucht hatte, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gespräche verlagerten sich in seine Richtung, Menschen vertrauten ihm schneller, als sie vermutlich sollten, und andere unterschätzten ihn, weil er nie laut werden musste, um Einfluss auszuüben. Graham verkörperte genau die Art von altem Chicagoer Geld, die nicht beeindrucken wollte, weil sie es nie nötig gehabt hatte.
Trotzdem begann die perfekte Oberfläche langsam Risse zu bekommen. Graham hatte fast sein gesamtes Leben damit verbracht, Erwartungen zu erfüllen und die Rolle zu spielen, die für ihn vorgesehen gewesen war. Lange hatte er sich nie die Frage gestellt, ob er diesen Weg überhaupt selbst gewählt hatte. Vielleicht, weil Erfolg vieles einfacher wirken ließ, als es tatsächlich war. In den letzten Jahren war jedoch zunehmend das Gefühl in ihm gewachsen, dass ein Leben auch dann fremdbestimmt sein konnte, wenn es nach außen beneidenswert wirkte. Zwischen politischen Netzwerken, familiären Verpflichtungen und den halbdunklen Räumen von Privé bewegte er sich inzwischen durch eine Welt, die ihm nahezu alles gegeben hatte — außer der Möglichkeit herauszufinden, wer er ohne sie eigentlich gewesen wäre.
04
Writing Preferences & Wanted Handling+
Perspective
3rd person
Preferred Writing Style
Novel
Preferred Post Style
Scences & Guestbook
Wanted Handling
ja, von @Taylor Jordan Brooks
Writing Sample
??
05
Connections+
Ich würde mich sehr über frühere Kontakte aus der Schulzeit freuen - seien es nun Freundschaften oder Rivalitäten, ich bin für alles offen. Vielleicht auch eine Ex-Freundin?
Ebenso gern gesehen sind berufliche Kontakte aus dem juristischen, wirtschaftlichen oder politischen Bereich.
Darüber hinaus bin ich natürlich offen für eure Ideen.
Ebenso gern gesehen sind berufliche Kontakte aus dem juristischen, wirtschaftlichen oder politischen Bereich.
Darüber hinaus bin ich natürlich offen für eure Ideen.
06
Sticky Note+
Ich bin immer für einen guten Plot und eine ordentliche Portion Drama zu haben ist, sofern es der Charakterentwicklung und der gemeinsamen Story zuträglich ist. Ich tauche tief in die emotionalen und gedanklichen Abgründe meines Charas ein und liebe es, diesen ins totale psychologische Chaos und an den Abgrund zu treiben - und mit Freuden dabei zuzusehen, wie er mit aller Kraft versucht, sich daraus zu befreien und dabei nicht selten gnadenlos scheitert.
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