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Kieran Riorson

@kieran.riorson • US citizen / born in Germany / lived in Japan / back in the US since 2003
#37 years#Homicide Detective#Einwohner
Basicsidentity
NameKieran Riorson
Alter37 years
HerkunftUS citizen / born in Germany / lived in Japan / back in the US since 2003
SchichtMiddle Class
BerufHomicide Detective
FaceclaimGlen Powell
ReservierungWurde bereits reserviert
The Privé
Inner Circle
Sigma Kappa Delta
Freie Kriminelle
Einwohner
Storylinebackground
TriggerwarningMord
Seit Generationen hat die Familie Riorson es sich zur Tradition gemacht, dem Vaterland zu dienen. Wenn man den familieneigenen Chroniken Glauben schenken darf, geht diese Tradition sogar bis zum amerikanischen Bürgerkrieg zurück. Seitdem hat in jedem Krieg, den die USA jemals geführt haben, mindestens ein Riorson-Mann gedient – ganz egal ob bei der Army, der Navy, den Marines, den Seals oder als Pilot bei der Air Force. Sie tun es aus patriotischer Pflicht und dienen mit Überzeugung und Hingabe, so dass sich irgendwann der familieneigene Insider etablierte, dass es ihnen einfach in den Genen liegen musste und so hat seit vielen Jahrzehnten nun jeder Riorson-Mann eine militärische Karriere verfolgt. Und das nicht, um auf legalem Weg Menschen zu töten oder mit Waffen rumzuballern. Sie wollen die Menschen in ihrem Land beschützen. Dass dieses Unterfangen durchaus seine Tücken hat und nicht immer alles so schwarz und weiß ist, ist ihnen bewusst, aber ein Umstand, den sie in Kauf nehmen. Irgendwer muss es schließlich tun.
Auch Niall Riorson, zukünftiger Vater unseres späteren Protagonisten, folgte dem Vorbild seines Großvaters, Vaters, Onkels, seines älteren Bruders und seiner Cousins und ließ gar keinen Zweifel daran, dass auch er die Familientradition weiterführen würde. Wie sein Vater und sein Großvater, wollte er Pilot werden, was ihm auch schließlich gelang. Noch während seiner Ausbildung traf er seine große Liebe Julia, die ebenfalls aus einer Army-Familie entstammte und sich somit absolut im Klaren darüber war, worauf sie sich einlassen würde, wenn sie Niall heiratete, was die beiden auch recht jung taten. Nur zwei Jahre nach ihrer Hochzeit war bereits ihr erstes Kind unterwegs und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, immerhin steckten Niall und Julia gerade bis zum Hals in Umzugsvorbereitungen: Man hatte Niall auf die Clark Air Base auf den Philippinen versetzt und dort kam dann schließlich 1984 auch Declan Riorson als erster Sohn des jungen Ehepaares auf die Welt. Weitere zwei Jahre später folgte Makenna.
Im Grunde könnte unsere Geschichte bereits hier enden, wenn es denn nach Niall und Julia gegangen wäre, die mit zwei Kindern – immerhin einem Jungen und einem Mädchen – mehr als zufrieden waren. Doch das Schicksal wollte es, dass Julia noch ein drittes Mal schwanger wurde. Vollkommen ungeplant und wieder einmal mitten im Umzugsstress. Dieses Mal lautete der Befehl für Niall: Ramstein Air Base, Deutschland. Und dort erblickte dann am frühen Morgen des 10. Oktobers 1988 gegen 05:43 Uhr Kieran Riorson das Licht der Welt.
Doch bewusst kann sich Kier, wie er im Grunde von allem immer nur gerufen wurde, wenn er nicht gerade was ausgefressen hatte, nicht an seine ersten Lebensjahre in Deutschland erinnern. Es existieren zwar dutzende Fotos und Homevideos, doch das war es dann auch schon. Auch sollte er nicht wie seine älteren Geschwister die Sprache lernen, was sie später nur zu gern gegen ihn ausnutzten, denn bereits 1991 zog die Familie erneut um. Das Ziel? Die Yokota Air Base in Japan. Und das sollte nun für die nächsten 12 Jahre ihr zu Hause sein.
Hier verbrachte Kier die prägenden Jahre seiner Kindheit und Jugend und verliebte sich mit der Zeit auch in die fernöstliche Kultur, das Land, seine Geschichte und dessen Einwohner. Denn auch wenn die Riorson-Kinder die meiste Zeit in der dem Stützpunkt angeschlossenen Wohnsiedlung für Angehörige des Militärpersonals verbrachten und dort auch die Schule besuchten, so ließ es sich Julia nicht nehmen so oft wie nur irgend möglich Ausflüge ins Landesinnere mit ihren Kindern zu unternehmen, um ihnen auf diesem Wege das Land näher zu bringen, das zumindest für eine große Zeitspanne ihr zu Hause und ihre Heimat war.
Kier war schon immer ein wissbegieriges und quirliges Kind gewesen, das man an manchen Tagen nur sehr schwer bändigen konnte. Wenn er sich jedoch auf etwas fokussierte, war er mit voller Konzentration und Hingabe dabei. So baute er schon in jungen Jahren Modellflugzeuge, denn wie sein Vater teilte er schon in frühen Jahren die Liebe zum Fliegen. Immer wieder fragte er seinen Vater nach all den verschiedenen Flugzeug- und Jet Typen aus und konnte die wichtigsten Spezifikationen dazu später im Schlaf rezitieren und die unterschiedlichen Flugzeuge schon beinah am Geräusch auseinanderhalten. Schließlich lag er dann auch seiner Mutter so lange quengelnd und bettelnd in den Ohren, bis sie seinem Dad dann auch erlaubte ihn zu seinem ersten Flug mitzunehmen. Natürlich nicht in einem Jet der Air Force – es war dann doch nur eine ausrangierte P-51 Mustang, die auf dem Stützpunkt stand, aber wäre Kier nicht vorher schon vom Fliegen besessen gewesen, so wäre es spätestens in diesem Moment um ihn geschehen. Die Welt so von oben zu sehen, war für ihn wie ein Rausch, der viel zu schnell endete. Wie musste es dann erst in einem Kampfjet sein? Von diesem Tag an ging er jeden Abend mit dem Wunsch ins Bett, ganz schnell groß zu werden. Er wollte selbst fliegen und das so schnell wie möglich. Als er schließlich alt genug war, machte er dann auch seinen Pilotenschein und war kaum noch aus dem Cockpit herauszubekommen. Man könnte meinen, dass sich mit dieser Faszination bereits seine spätere Laufbahn abzeichnete, aber entgegen dem so Offensichtlichem blieb das Fliegen nur eine Leidenschaft, die Kier nicht zu seinem Beruf machen wollte.
Seine andere große Leidenschaft hatte er wohl von seiner Mutter in die Wiege gelegt bekommen und das war die Musik. Von Julia lernte er in jungen Jahren das Klavier und Gitarre spielen. Als Teenager kam dann noch das Schlagzeug dazu, dass er in der Schulband spielte.
Wenn man mit zwei älteren Geschwistern aufwächst, die sich dazu auch noch gern mal gegen einen verbünden und hierfür nur allzu oft ins deutsche wechselten, lernt man schnell sich durchzusetzen und sich auch das ein oder andere abzugucken. So dürfte es dann auch nicht weiter verwundern, dass der ‚kleinste‘ Riorson die größte Klappe und den trockensten Humor zu haben schien – sein Vater wurde nicht müde, zu behaupten, dass Kieran auch das von seiner Mutter geerbt haben musste. Doch auch wenn das Verhältnis der Geschwister eben auch manchmal von den so typischen Streitigkeiten und Neckereien geprägt war, so waren die Drei doch unzertrennlich und hielten zusammen, wenn es darauf ankam.
So zum Beispiel auch Anfang 2003, als Niall seiner Familie verkündete, dass sie Ende des Jahres Japan verlassen und nach so vielen Jahren endlich wieder in die Heimat ziehen würden. Julia war in diesem Fall wohl die Einzige, die sich darüber freute. Jedes ihrer Kinder hatte seine eigenen Gründe, warum ihnen der Umzug so gar nicht in den Kram passte und doch war es auch irgendwie immer derselbe: sie alle waren verliebt. Declan war seit gut einem Jahr mit einem japanischen Mädchen zusammen, Makenna schwärmte für einen Jungen aus ihrer Klasse, der nur noch erkennen musste, wie großartig sie war und auch Kieran hatte gerade erst ein Auge auf ein Mädchen geworfen, das nicht abgeneigt zu sein schien und nun sollten sie alle drei eben das hinter sich lassen? Für die Riorson-Geschwister die reinste Katastrophe und wieder einmal ein Grund, an einem Strang zu ziehen und einen Aufstand zu proben. Im Hause Riorson herrschte grundsätzlich eine liebevolle Strenge und ausgeprägte Streitkultur, was bei einer Familie dieser Größe und dazu auch noch mit drei Teenagern eben nicht ausblieb. Und so verlief dann auch die leicht hitzige Diskussion zwischen Eltern und Kindern. Immerhin ginge es hier nicht um unwichtige Liebeleien, die sowieso niemals ein Leben lang halten würden, sondern um die Pflicht, dem Vaterland zu dienen und ein Befehl war eben ein Befehl und als guter Soldat hatte man diesem auch Folge zu leisten. Der im Anschluss fast vier Tage durchgezogene Hungerstreik der Geschwister änderte ebenfalls nichts an der Entscheidung.
Und so stand Kier Ende November 2003 in seinem neuen Zimmer in seiner neuen, alten Heimat in Maryland auf der Andrews Air Base. Amerika war bis dahin immer nur ein Reiseziel gewesen, wenn sie zu Feiertagen die restliche Familie besuchten und dass auch immer nur für wenige Tage. So fühlte es sich dann doch wie ein kleiner Kulturschock an – alles schien so übertrieben, bunt, groß und laut. Es dauerte eine Weile, bis sich das ‚Heimweh‘ nach Japan legte. Doch schließlich lebte sich Kier ein, dem man nicht selten das typisch amerikanische Sunnyboy-Image nachsagte und auch in seiner neuen Schule kam er mit allen gut zurecht und gehörte immer mit zu den guten Schülern – seine Zukunft immer im Blick. Dennoch war er eben auch der Sohn seiner Mutter und es gewohnt, sich nicht unterkriegen zu lassen und so konnte er sich selten einen sarkastischen Kommentar oder trockenen Scherz verkneifen. Da machte es dann auch keinen Unterschied, ob ein Mitschüler oder Lehrer vor ihm stand.
Kaum, dass er seinen High School Abschluss in der Tasche hatte, zog es ihn nach Parris Island nach South Carolina, wo er die Grundausbildung für die Marines absolvierte. In den vergangenen Jahren hatte Kieran immer wieder mit sich gehadert, welche militärische Karriere er schlussendlich einschlagen würde. Letztlich waren es dann doch die Erzählungen seines Großvaters mütterlicherseits, der selbst bei den Marines gedient, die spezielle Ausbildung, die seinesgleichen suchen würde, und den Zusammenhalt der Kameraden immer wieder in den schillerndsten Farben gezeichnet hatte, die den entscheidenden Ausschlag gaben. Die Ausbildung war hart und trieb ihn nicht selten bis an die Belastungsgrenze und darüber hinaus, doch er biss sich durch und hängte sich voll rein – immerhin galt es hier neben dem Erreichen seines persönlichen Traumes auch eine Familientradition zu ehren und zu vertreten.
Nach der Grundausbildung, an dessen Ende er sich fast schon sicher war, mittendrin irgendwann gestorben zu sein, setzte er seinen Weg innerhalb der Marines fort und kam schließlich zum Infantry Training Battalion an dessen Ende er als Reconnaissance Marine (Aufklärer) einer Einheit zugeteilt wurde.
Im Jahr 2010 befand Kieran sich gerade auf Urlaub bei seiner Familie in Washington, DC. Dass dieses Jahr alles für die Familie Riorson verändern würde, hätte sich niemand auch nur um Geringsten ausgemalt. Es war ein Anruf seiner Schwester Makenna, der alles ins Rollen brachte. Der Unterton in ihrer Stimme stellte ihm die Nackenhaare auf und als er im Hintergrund das gedämpfte Schreien und Rütteln an ihrer Wohnungstür hören konnte, wusste er, dass er zu ihr musste. Bereits seit Monaten hatte Makennas Ex ihr das Leben zur Hölle gemacht und nun schien es zu eskalieren. Während sie sich am Telefon bereits dazu hinreißen ließ, sich von ihm zu verabschieden und ihm das Versprechen abnahm, eben auch ihren Eltern mitzuteilen, wie sehr sie sie liebte, raste Kier durch die Straßen Washingtons – bis das Telefonat abriss und er seine Schwester nicht mehr erreichen konnte. Der Anblick, der sich ihm einige Minuten später in ihrer Wohnung bot, würde ihn wohl bis zu seinem Lebensende begleiten. Er fand seine Schwester tot am Ende ihres Bettes in einer Blutlache. Es war auch nur ein schwacher Trost, dass ihr Mörder zwei Stunden später gefasst wurde und ein umfangreiches Geständnis ablegte, was der Familie einen langwierigen Prozess ersparte. Auch das Urteil von Lebenslang ohne die Aussicht auf Bewährung würde Makenna nicht wieder zurückbringen. Jedes Familienmitglied verarbeitete diesen Verlust auf seine ganz eigene Art und Weise. Für Kieran hieß das, dass sich die Pläne für seine Zukunft grundlegend änderten – er wollte zur Polizei. Weiterhin Menschen helfen, aber auf ganz anderem Weg als noch zuvor. Wesentlich direkter.
Nach vier Jahren aktivem Dienst bei den Marines entschied er sich gegen eine weitere militärische Laufbahn und ging in die inaktive Reserve. Bevor er sich schließlich bei der Washingtoner Metropolitan Police bewarb, gönnte er sich jedoch einen kleinen Urlaub und begann im Anschluss seine Ausbildung zum Cop. Der Mord an seiner Schwester und die Umstände, die erst dazu geführt hatten, hatten ihn ein wenig zynisch werden lassen und dann und wann blitzte dies auch in seiner Ausbildung auf. Er kannte die Schwächen des Systems und wie sie nur allzu oft die Schwächsten einfach im Stich ließen – entweder ganz bewusst oder eben aus schierer Überforderung. Doch er brannte für seinen neuen Job und fiel immer wieder durch seinen absoluten Willen und seine manchmal fast schon manische Disziplin auf.
Kurz vor dem Ende seiner Ausbildung begegnete Kieran auch einer Frau, in die er sich fast augenblicklich verliebte. Jennifer Connelly war zwei Jahre jünger als er und arbeitete als Lehrerin an einer Grundschule. Nach wenigen Wochen waren die Zwei ein Paar und bereits nach zwei Jahren läuteten die Hochzeitsglocken. Doch die Familienplanung rückte für Kieran hinter seinem Job, in dem er mehr als ehrgeizig war und immer weiter aufsteigen wollte, schnell an zweite Stelle. Anfänglich sah Jennifer über diesen Punkt noch großzügig hinweg, denn sie war sich sicher, dass sie und Kier trotzdem irgendwann eigene Kinder haben würden. Doch die Jahre vergingen und dieses Thema wurde immer wieder zentraler Punkt ihrer unterschiedlichen Sichtweisen.
Im Jahr 2018 zog es das Paar nach Chicago, da Jennifer ein Jobangebot an einer der renommiertesten Schulen der Stadt ergattern konnte. Kieran hingegen kam beim Chicagoer Police Department unter, wo er sich erneut unter Beweis stellen musste, was wiederum erneut Einfluss auf sein Eheleben hatte, denn mittlerweile hatte er ein festes Ziel, das er erreichen wollte. Er wollte zur Mordkommission und so rückte sein Privatleben wieder einmal in den Hintergrund. Anfänglich versuchte sich Jennifer weiterhin damit zu arrangieren, aber nachdem immer klarer wurde, dass Kinder für Kieran auch in naher Zukunft kein Thema sein würden, trennte sie sich 2020 letztendlich doch von ihm. Die Scheidung wurde ein Jahr später vollzogen.
Kieran selbst würde rückblickend wohl immer darauf beharren, dass sich seine Hartnäckigkeit und seine Sturheit in Bezug auf seinen Job mittlerweile mehr als ausgezahlt haben. Immerhin konnte er vor zwei Jahren die Beförderung zum Homicide Detective feiern. In ruhigeren Momenten ist ihm durchaus bewusst, was er für seinen Job alles geopfert hat und nicht selten muss er sich auf den obligatorischen Familienfeiern den ein oder anderen Spruch dafür gefallen lassen, dass beispielsweise sein älterer Bruder Declan es selbst mit hochdekorierter Army-Laufbahn auf die Kette bekommen hatte, eine Familie zu gründen. Und es ist nicht so, dass Kier wie ein zölibatärer Mönch leben würde, doch alle Beziehungen, die er seit seiner Scheidung versucht hat zu führen, scheiterten eben doch über kurz oder lang. Vielleicht ist ihm die richtige Frau bisher auch einfach nur noch nicht begegnet.
Character Traitssnapshot
Personality SnapshotTop 3 Scores
95%
The Firestarter
Primary Match
90%
Main Character Energy
Secondary
87%
The Soft Protector
Hidden Layer
Personality Insight mehr anzeigen
Laut deiner Angaben deutet vieles darauf hin, dass dieser Charakter Reibung nicht automatisch vermeidet. Er bringt Energie, Direktheit und eine Art mit, die Situationen schnell intensiver machen kann. Zusätzlich zeigen die weiteren Scores Einflüsse von Main Character Energy und The Soft Protector, wodurch der Charakter nicht auf eine einzige Richtung festgelegt wird.
Trait Scalesscroll
Freundlich75%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie warm, offen und zugänglich wirkt der Charakter auf andere?
Loyal100%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie sehr hält der Charakter an Menschen, Versprechen und Bindungen fest?
Empathisch85%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie gut nimmt der Charakter Gefühle, Grenzen und Stimmungen anderer wahr?
Verantwortungsbewusst95%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie ernst nimmt der Charakter Konsequenzen, Pflichten und Risiken?
Spontan75%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie sehr entscheidet der Charakter aus dem Moment heraus?
Mutig95%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie bereit ist der Charakter, sich schwierigen Situationen zu stellen?
Dominant90%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie selbstverständlich übernimmt der Charakter Raum, Führung oder Kontrolle?
Selbstbewusst95%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie sicher wirkt der Charakter in Auftreten, Entscheidungen und Selbstbild?
Durchsetzungsstark90%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie klar vertritt der Charakter Wünsche, Grenzen und Meinungen?
Offenherzig65%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie viel gibt der Charakter von Gedanken, Gefühlen und Motiven preis?
Ehrgeizig95%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie stark verfolgt der Charakter Ziele, Status oder persönliche Entwicklung?
Impulsiv70%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie schnell handelt der Charakter, bevor alles durchdacht ist?
Konfliktbereit85%
wenig ausgeprägtstark ausgeprägt
Wie direkt geht der Charakter in Reibung, Diskussionen oder Konfrontation?
Good to know
‣ ohne Koffein kann er nicht leben ‣ er liebt Tomaten, aber hasst Ketchup ‣ den Geruch von Orangen und Mandarinen kann er nicht ausstehen, trinkt aber gern O-Saft ‣ er hat eine ausgeprägte Schwäche für Käsekuchen ‣ in der Küche ist er semi-erfolgreich und nicht selten herrscht danach das totale Chaos – am Grill ist er dafür kaum zu schlagen ‣ hat einen Pilotenschein und einen Motorradführerschein ‣ spricht japanisch (ist aber eingerostet), beherrscht Schulspanisch und diverse deutsche Schimpfwörter ‣ ohne Musik geht bei ihm gar nichts – aus diesem Grund artet die Hausarbeit bei ihm auch regelmäßig zu einem One-Man-Konzert aus ‣ sein guilty pleasure sind kitschige RomComs
Preferencesselected
Schreibstilperspective
Poststilformat
Playstilflow
Zusätzenotes
Ich bin eine gemütliche Posterin, bei der Qualität vor Quantität steht und die eine Schwäche für aussagekräftige Posts hat - was nicht heißen muss, dass jeder Post 1500+ Wörter lang sein muss. Scheinbar lieblos hingeklatschte Posts ohne Substanz sorgen aber dafür, dass ich über kurz oder lang die Motivation verliere und das Play dann eher abbreche.
Ich lege mich ungern auf eine bestimmte Länge von Posts fest, aber mich kurz zu halten fällt mir in der Regel schwer. Es braucht eben soviele Wörter, wie es braucht.
Sinnige Charakterentwicklungen sowie Beziehungen sind für mich ein Muss. Selbstverständlich schließe ich ein Play rein aus der Laune heraus auch nicht aus, denn auch das kann manchmal zu ungeahnten Dingen führen. Wenn es aber zu sehr konstruiert wirkt oder der Charakter sich zu sehr verbiegen muss (egal welcher), dann nehme ich davon doch eher Abstand.
Connectionsnetwork
Gesuchapplication
Ja — The Man Behind The Badge - von @Audrey Remington
Connection Typesselected
FamilieFreundeFeindeKollegenBekannte / NachbarnRivalenEx-Partner
Gesuchte Kontakteideas
Im Grunde spricht ja doch alles irgendwie für sich selbst oder?

Familiäre Bande würden sich sicher über die weit verzweigte Familiendynamik finden lassen, wenn daran Interesse besteht. Ob nun mütterlicher oder väterlicherseits. Wenn daran Interesse besteht, dann finden wir sicher einen Weg.

Wünschenswert wäre natürlich ein bester Feund oder auch eine beste Freundin - zur Not nehm ich auch beides.

Ebenso bei Kollegen oder Rivalen/Feinden. Immerhin kann man sich ja nicht auch nur lieb haben, nicht wahr?

Ein großes ? würde ich aber durchaus bei Ex-Partnerinnen machen wollen. Immerhin wäre dafür doch eine einigermaßen zivilisierte Trennung nötig, damit man sich nicht bei jeder Gelegenheit die Augen auskratzen will. So reizvoll das auch klingt, auf Dauer möchte ich ein solches Drama nicht in meinen Plays. Und auch keine unerwiderten Gefühle.

Und natürlich gilt wie immer: wenn es bei jemandem nun 'klick' gemacht hat und ihr eine coole Idee habt, dann nur raus damit. Es ist fast alles möglich.
Finalrules
Letzte Wortemessage
I bite, but only upon explicit request. ⸺ Und so schnell wurde aus dem |'well, fuck it... gleich eine Präsentation.
Ich behalte mir vor, bis zur endgültigen Bewerbung ggf. noch an der Story zu werkeln, aber für einen ersten groben Eindruck sollte es wohl ausreichen und ich hoffe, Audrey erkennt hier zumindest ansatzweise, was sie sich vorgestellt hat.
Regelnconfirmation
Hiermit bestätigst du, dass du die Regeln, das Rating und die Teamhinweise gelesen hast und mit ihnen einverstanden bist.
Alles gelesen und akzeptiert.

#2

Hi Kieran
Well... "well, fuck it..." sind doch meistens die besten Story-Anfänge, oder?
Erst einmal. Vielen lieben Dank, dass du dir so viel Mühe mit Kieran gemacht hast. Ich hatte beim Lesen wirklich dauerhaft ein Grinsen im Gesicht. Ich finde, du hast genau das geschafft, was ich mir für den Gesuchten erhofft hatte. Seine Geschichte, seine Familie, Japan, die Marines, der Verlust seiner Schwester... all das gibt ihm so unglaublich viel Tiefe. Besonders spannend finde ich, dass Rey und Kieran im Grunde jeden Tag mit dem Tod arbeiten aber aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln. Während Rey den Opfern nach ihrem Tod noch eine Stimme gibt, versucht Kieran den Menschen zu finden, der dafür verantwortlich ist. I absolutely love that dynamic already.
Und ich musste lachen als ich bei den Fun Facts angekommen bin. Pilotenschein? Motorrad? RomCom-Guilty-Pleasure? Chaos in der Küche? Yep... you definitely got me there.
Von meiner Seite aus musst du dir also wirklich keine Sorgen machen. Ich mag ihn jetzt schon unglaublich gerne und freue mich riesig darauf zu sehen, wie sich die Dynamik zwischen den beiden entwickelt. Ich habe nämlich das Gefühl, dass sie sich genauso oft gegenseitig den letzten Nerv rauben werden, wie sie sich irgendwann verstehen. Und genau solche Beziehungen liebe ich.
And one last thing...
Be nice... oder auch nicht. Rey probably will. Die PB dahinter? That's a different story. I can definitely bite.

Can't wait to welcome Kieran to Chicago. I have a feeling this is going to be one hell of a ride.
-Rey


#3

Hello Kieran, das ging ja schneller als erwartet und ich freue mich, dass du es schon heute hier her geschafft hast. Du hast eine wirklich interessante Story mitgebracht und @Audrey Remington scheint auch begeistert von dir zu sein, das ist ja nun schon wirklich mehr als nur die halbe Miete. Ich würde dir auch direkt unsere Member verlinken, damit sie auf dich aufmerksam werden. Ich lasse dir Snacks und ein Bier da und sollte was sein, melde dich gerne nochmal, in Ordnung?

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new post 01
@thecloudgateteamjust now
Newsticker
Here is smth new to see!

Kommt schnell vorbei und schaut euch das an!

new update

@Abigail Bennet @Aiden Sullivan @Ares Castillo @Aria Rojas @Asher Sullivan @Aspen Cobain @August Montgomery @Avaia Montclair @Badger Drake @Basil Ashcombe @Bela Morrone @Belly Sinclair @Blaze Sinclair @Chase Callahan @Cherise Sinnett @Daisy Jane Calloway @Dakota Lane Hudson @Dante Reeve @Darcie Rusk @Dash Reeve @Dian Petrow @Dimitrij Bumaschkow @Eleanor Hayes @Elian D. Valmont @Elijah Carter @Ellie Wells @Emilia Romero @Gabriel James Ashbourne @Grace Wellson @Harper Reed @Jace Vanderbilt @Jake Stanford @Julian Sinclair @Juliette Céleste Vauclair @Kaia Beaumont @Katherine Hawthorne @Kehlani Delaney @Lauren Talia Bishop @Levi Withlock @Liam Sinclair @Linnea Castillo @Maaret Virtanen @Madelyn Castillo @Malin Sorensen @Mariel Rosemont @Marlee Meadows @Marlowe Kingsley @Matteo Castillo @Micah Rhodes @Mika Allie Kalyn @Mikhail Bumaschkow @Noa Soleil Wells @Noah Brooklyn Jones @Noemie Valmont @Nox Mercer @Odessa Kolesnikowa @Piper Alba @Quinn Elaine Thompson @Reagan Dallcassian @Reina Ferreira @Rochus Ignatius Andenmatten @Romina Ryder @Rowan Miller @Rune Mendoza @Samara Reyes @Sasha Vega @Selene Whitford @Taylor Jordan Brooks @Valentina De Vere @Weston Rhys Calloway @William Blackburn @Zury Reeve


#4

ReyRey - ob sich dieser Spitzname nun hält? Highly possible.
Es freut mich auf jeden Fall, dass dir Kieran so zusagt. Aber was es da bei den Facts zu lachen gab, das erschließt sich mir nun nicht so ganz. Alles ganz normale Dinge. Mal abgesehen davon, dass er das mit den kitschigen RomComs wohl niemals öffentlich zugeben würde. Nicht einmal unter Folter.
Was mich nun natürlich noch interessieren würde. Du hattest in deinem Gesuch angegeben, dass du auch gern einen Probepost lesen würdest. Ist das immer noch so? Ich wäre noch so halbwegs im Flow und könnte da noch was zurecht tippseln, damit du dir noch einen genaueren Einblick machen kannst. Eine Situation würde mir da auch schon vorschweben. Lass mich das doch noch gern wissen, Gorgeous.

TayTay - ja, das bot sich gerade an. #sorrynotsorry schieben wir es auf die Hitze
Ich danke dir fürs erneute Verlinken und bei Bier und Snacks sag ich absolut nicht nein. Unter Umständen wäre ich sogar bereit zu teilen. Vielleicht.

#5

Hey Love

Da du so schön nach Familie auch gesucht hast, würde ich dir sehr gerne Piper als Cousine anbieten. Aber auch nur wenn du nichts gegen ein bisschen Familien Drama vertragen kannst. Obwohl es selbst da Optional ist ob du von dieser weißt oder nicht. Ich erzähle dir gerne mehr darüber wenn überhaupt Interesse daran besteht.
Wenn nicht ist es auch gar nicht schlimm, ich denke wir würden auch sicherlich eine andere Art von Verbindung auf die Beine gestellt bekommen.

Piper

#6

hello
Oke, Miss Piper (ich hoffe, du machst daraus kein neuen Nickname ... Und sonst singen wir einfach HEY MISSES LANGSTRUMPF TRALALA... und so weiter.) war schneller mit dem Familien-Ding. Aber stattdessen könnte ich dir eine gute Bekannschaft anbieten?

#7

Hi Piper - darf ich kurz anmerken, dass ich deinen Namen echt mag?
Aber nur allein aus diesem Grund kann ich natürlich keine fundierte Entscheidung bzgl einer möglichen familiären Verbindung treffen und so lässt du mir gar keine Wahl, als ganz neugierig zu sagen: Come on, tell me more. Die Kurzfassung tut es auch, falls sich da nun ein Familien Drama im Bible Style abzeichnen sollte...

Und hello Mariel - god damn, that puppy dog eyes...
Ich würde nicht sagen, dass hier schon eine Entscheidung gefallen ist, was eine mögliche Verbindung im familiären Kontext angeht. Warum erzählst also nicht auch du mir deine Idee und die bessere gewinnt dann eben?
Konstruieren wir damit nun einen kleinen Konkurrenzkampf? Yep. Ist aber das Fairste, was mir gerade einfällt. Deine Entscheidung, Little One.

#8

ReyRey? ...Ich fürchte, jetzt habe ich den Salat. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass sich der Spitzname leider viel zu schnell etablieren könnte. Und was die Facts angeht... absolutely not. Klar kann jeder schreiben, dass jemand loyal, mutig oder schlagfertig ist. Aber dass er Ketchup hasst, obwohl er Tomaten liebt, beim Kochen regelmäßig die Küche in ihre Einzelteile zerlegt und heimlich RomComs schaut? That's the good stuff & funny. ... But don't worry , ich werde sein kleines Geheimnis natürlich streng für mich behalten. Rey erfährt davon ohnehin frühestens... sehr, sehr viel später. Falls überhaupt.

Und was den Probepost betrifft: Ja, sehr gerne sogar! Nicht, weil ich noch überzeugt werden müsste sondern weil ich Kieran ehrlich gesagt einfach gerne schon ein bisschen in Aktion erleben würde. Also wenn du gerade noch im Flow bist und dir ohnehin schon eine Szene im Kopf herumschwirrt, dann nur her damit. Ich lese sowas unglaublich gern. No pressure, though.


#9

Ich fürchte, dein Gefühl trügt dich nicht. Für den Anfang finde ich ReyRey doch sehr treffend. Und hey, es hätte schlimmer kommen können.
Muss ich jetzt wirklich erklären, warum Ketchup wirklich das abartigste Zeug unter Gottes schönem Himmel ist? Wie kann etwas, dass aus etwas so köstlichem entstanden ist oder sich zumindest damit rühmt, nur so künstlich und eklig schmecken? Das kann nicht gerwollt sein und gehört absolut verboten! Da lasse ich auch gar nicht mit mir diskutieren. Und mal ehrlich, hat man wirklich jemals richtig gekocht, wenn die Küche danach nicht aussieht wie Dresden 1945? I doubt it...
Ich danke trotzdem für deine Verschwiegenheit. Immerhin teilt man manche Dinger seiner Selbst ja dann doch nur mit sehr ausgewählten Personen. Das erfordert schon ein hohes Maß an Vertrauen. Solltest du also je davon erfahren, dass einer seiner absoluten feel good movies Pretty Woman ist, dann kannst du dich schon sehr special fühlen.

Und ich hab dann auch meinen Post fertig. Ist etwas eskaliert und ich möchte eine unbedingte Triggerwarnung aussprechen, da darin eine Szene aus seiner Story doch etwas genauer beschrieben wird. Also lesen auf eigene Gefahr! Enjoy - klingt hier irgendwie falsch...

~ Washington, DC – 2010 ~

«Ich hab Angst, Kiki. Er wird mich umbringen. Ich weiß es.» Makennas Stimme war leise, fast schon flüsternd, dennoch war die Panik ganz klar herauszuhören. Im Hintergrund hörte man undefinierbares Gepolter – Jonathan, der unentwegt gegen Maks Tür hämmerte – und gedämpftes Brüllen. Es war nicht das erste Mal, dass der Ex-Freund seiner Schwester gegen das Kontaktverbot und die Schutzanordnung verstieß. Nichts hatte ihn bisher davon abgehalten, Makenna immer wieder dutzende Nachrichten zu schicken. Sie zu den unmöglichsten Tageszeiten anzurufen oder ihr sogar aufzulauern. All das und die Polizei tat trotzdem nichts. Hatten denn all die anderen Fälle in den vergangenen Jahren nicht schon gezeigt, dass ein solcher Fall keine Lappalie war und nicht selten mit dem Tod des Opfers endete? Und immer fragten sich dann alle, wie es nur so weit hatte kommen können…
„Nein, das wird er nicht. Ich bin gleich da, Mak. Mach nur die Tür nicht auf. Ist die Polizei denn noch nicht da?“
«Nein, noch nicht. Er dreht vollkommen durch.»
Bei Maks Worten drückte Kieran das Gaspedal noch ein wenig weiter hinunter, doch ausgerechnet heute war der Washingtoner Verkehr einfach nur ein Alptraum.
„Ich bin so gut wie da. Alles wird gut,“ versicherte er seine Schwester. Auch, wenn nicht ganz klar war, wen er damit eigentlich eher beruhigen wollte: sie oder sich selbst.
«Sagst du Mum und Dad, dass ich sie liebe?»
Kieran schlug auf das Lenkrad seines Chevys. „Lass das, hörst du?! Verabschiede dich nicht, Mak. Er wird dir nichts tun. Nicht heute, noch jemals.“
«Bitte, Kieran…»
Er schüttelte heftig mit dem Kopf und wollte ihr nicht antworten. Und ehe er sich dann doch dazu durchringen konnte, ihr auf diese Bitte zu antworten, gab es einen lauten Knall und ein erschrockenes Aufschreien von Makenna, gefolgt von noch mehr undefinierbaren Gebrüll einer eindeutig männlichen Stimme. „Mak?!“ Keine Antwort. „MAKENNA?!?!“ Und dann war die Leitung tot. „Fuck, fuck, fuck…,“ wiederholte er immer wieder wie ein Mantra, während er bereits auf Wahlwiederholung gedrückt hatte und das monotone Tuten der Leitung seinen Herzschlag mit jedem verstreichenden Tut rasen ließ. Makenna ging nicht mehr an ihr Handy. Kieran war davon so abgelenkt, dass er beinah in seinen Vordermann reingefahren wäre, als dieser unvermittelt bremste und so auch ihn zu einem beherzten Bremsvorgang nötigte.
„FUUUCK!“ Schrie er in der Abgeschiedenheit seines Autos, fuhr sich fahrig durch die Haare, ehe seine Finger zitternd nun die 911 wählten. Wieder einmal zogen sich die Sekunden wie Stunden.
Er hatte in seiner Ausbildung bei den Marines gelernt, in jeder Situation einen kühlen Kopf zu bewahren. Rational zu denken und sich nicht von seinen Emotionen mitreißen zu lassen. Doch irgendwie schien all dieses Wissen sich in diesem Moment verabschiedet zu haben. Das hier war so viel mehr.
Als er den Dispatcher schließlich am Telefon hatte und dieser nachfragte, was denn sein Notfall wäre, erklärte er die Situation dann doch überraschend nüchtern: seine Schwester war in Gefahr, sie fürchtete um ihr Leben, ihr Ex-Freund verstieß gegen das Kontaktverbot und die Schutzanordnung – mal wieder; ja, sie hatte bereits die Polizei gerufen, aber bisher war noch niemand vor Ort und nun war das Telefonat zwischen ihm und ihr abgebrochen und sie ging nicht mehr an ihr Telefon. Kieran gab erneut Makennas Adresse durch und gab mit sarkastischem Unterton noch den Tipp, zu dieser Streife auch gleich noch einen Krankenwagen mitzuschicken, ehe er dann auflegte. Kopfschüttelnd griff er beherzt in die Mitte seines Lenkrades, um die Hupe zu betätigen und seinem Vordermann mit eindeutigen Gesten zu vermitteln, was er von dessen Fahrkünsten hielt. Hatte sich heute die gesamte Menschheit zu allgemeiner Dummheit verschworen?
Zwölfeinhalb Minuten später kam er mit quietschenden Reifen vor dem Haus, in dem sich Maks Appartement befand, zum Stehen und scherrte sich nicht um Parkvorschriften – von der Polizei war immer noch nichts zu sehen. Er sprang aus dem Wagen, schaffte es in das Treppenhaus und eilte die Stufen bis zu Maks Stockwerk in atemberaubender Geschwindigkeit hinauf. Was er tun würde, wenn er Jonathan gleich in die Finger bekam, hatte er noch überhaupt gar nicht bedacht, aber zuerst musste er zu Makenna. Musste schlimmeres verhindern. Als er vor ihrer Wohnung ankam, bemerkte er sofort die nur leicht angelehnte Tür. Und das verwischte Blut. Mit einem Mal wurde die Welt ganz still, alle Geräusche waren wie ausgeschaltet. Seine Augen starrten wie gebannt auf den roten Fleck. Sein Hirn weigerte sich zu realisieren, was das bedeutete oder bedeuten konnte. Wie in Zeitlupe stieß er langsam die Tür auf. „Mak?!“ Seine eigene Stimme hörte sich in seinen Ohren seltsam gedämpft an. Er betrat das Wohnzimmer und sein Blick blieb an dem umgeworfenen kleinen Tisch neben ihrem Sofa hängen. Scherben von dem zersprungenen Bilderrahmen, der einst ein Bild ihrer Familie ein Zuhause geboten hatte, wie Kieran nur zu gut wusste, lagen verstreut wie ein unvollständiges Mosaik. Langsam trugen ihn seine Schritte weiter in den Flur, vorbei an Küche und Badezimmer, die unberührt wirkten. Er hörte sein Herz in seinen Ohren pochen. „Makenna?“ Er bekam noch immer keine Antwort. Er funktionierte wie auf Autopilot. Dass er vielleicht besser auf die Polizei warten sollte, war so ein abstrakter Gedanke, dass er in diesem Moment gar keinen Sinn machte und ihn weiter vorwärts trieb. Wer konnte schon sagen, wann dein Freund und Helfer sich endlich mal die Mühe machen würde, hier aufzutauchen? Und Mak könnte verletzt sein und jetzt Hilfe brauchen! Nicht erst in weiteren zehn Minuten.
Nichts und Niemand hätte ihn darauf vorbereiten können, was er zu sehen bekam, als er das Schlafzimmer seiner Schwester betrat. Sein Gehirn wollte es gar nicht verarbeiten. Makenna lag verdreht und in einer Blutlache vor dem Fußende ihres Bettes – ein Messer schräg neben ihr. So viel Blut… Viel zu viel. Diesen Anblick würde er wohl nie wieder vergessen. Egal, womit er bisher bei den Marines konfrontiert gewesen war oder in Zukunft noch konfrontiert werden würde, das hier war der wahre Horror. Der Stoff, aus dem seine Alpträume für eine lange Zeit bestehen würden.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, die in Wahrheit nur höchstens zwei Minuten lang war, machte er dann doch zaghafte Schritte auf Makenna zu. Ihre Augen blickten leer ins Nichts. Ohne auf irgendwas zu achten sank er neben ihr auf die Knie. Seine Hände schwebten zittrig und fahrig über ihrem leblosen und geschundenen Körper – erst aus dem wenige Tage später vorliegenden Autopsiebericht würde er erfahren, dass es fünfunddreißig Messerstiche waren. Tränen, die er nicht einmal spürte, rannen ihm über die Wangen. Er war vollkommen überfordert. Sie war tot, Makenna war tot. Trotzdem legte er dann schließlich doch zwei Finger an ihren Hals und fühlte wirklich keinen Puls mehr. Seine Schwester, seine beste Freundin war tot, ausgelöscht. Ein herzzerreißender Schrei brach aus ihm heraus.
Dann wurde es hektisch in der Wohnung. Die Polizei war da – viel zu spät. Kieran war immer noch wie betäubt und reagierte zunächst gar nicht auf die Fragen der Polizisten, wer er sei. Registrierte nicht einmal die Waffen, die auf ihn gerichtet waren. Er stand unter Schock. Ohne Gegenwehr ließ er sich von Mak wegziehen und wurde ins Wohnzimmer gebracht, wo sich dann nach Überprüfung für die Polizisten klärte, dass er der Bruder des Opfers war und selbst die Polizei gerufen hatte. Seine Antworten waren mechanisch, hohl. Eine Sanitäterin kümmerte sich um ihn. Seine Schwester wurde noch am Tatort für tot erklärt. Ein lausiges Stück Papier hatte sie nicht beschützen können – wer hätte es gedacht? Sie würde niemals fünfundzwanzig werden, niemals heiraten, nie Kinder haben und das nur, weil ihr Ex-Freund die Trennung nicht akzeptieren wollte. Wie sollte Kieran das ihren Eltern beibringen? Er selbst konnte es ja kaum glauben. Er konnte sich später nicht einmal daran erinnern, dass er seinen älteren Bruder angerufen hatte, damit dieser ihn bei Makennas Wohnung abholte, da Kieran sich selbst nicht mehr in der Lage dazu sah, zu fahren. Am Telefon hatte er Declan nichts sagen wollen, doch kaum stand der ältere Riorson vor seinem jüngeren Bruder wusste auch dieser, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Es musste wohl das Blut an Kierans Sachen sein, dass ein unmissverständlicher Hinweis war. Aber Declan behielt wie durch ein Wunder die Fassung. Zumindest so lange, bis die zwei Brüder bei ihren Eltern ankamen und Kieran das Unaussprechliche in Worte fasste. Der Schrei seiner Mutter verfolgt ihn noch heute manchmal in seinen Träumen.
Jonathan wurde zwei Stunden später in seiner Wohnung verhaftet. Er leugnete nichts und gab den Mord an Makenna bereitwillig zu, ein schwacher Trost, für das Leben, das er genommen hatte. Doch Jonathans Geständnis ersparte der Familie Riorson einen an den Nerven zerrenden Prozess, auch wenn sich die Riorson-Männer einig waren, dass man Jonathan nur fünf Minuten mit ihnen allein lassen sollte und er seine gerechte Strafe erhalten würde. Mit einer lebenslangen Haftstrafe ohne Aussicht auf Bewährung kam er in ihren Augen noch glimpflich davon. An diesem Tag änderte sich alles. Es blieb eine Lücke, die sich nie schließen ließ und Kieran auf seinen ganz eigenen Weg schickte.

#10

ReyRey it is then... I guess I have officially lost that battle already.
Und bevor wir zu deinem Post kommen, möchte ich noch einmal kurz festhalten! Ketchup bleibt trotzdem legal. Auch wenn ich befürchte, dass wir diese Diskussion irgendwann IC über einen Burger oder Pommes weiterführen müssen. Ich sehe das Chaos in der Küche übrigens als Zeichen dafür, dass dort wenigstens mit Leidenschaft gekocht wurde. Also... I'll allow it.
Jetzt aber zu deinem Probepost... Puh.... ich bereue keine einzige Minute, ihn gelesen zu haben. Was mir besonders gefallen hat, war gar nicht unbedingt die Szene selbst sondern wie du sie geschrieben hast. Das Kieran nicht sofort zum unerschütterlichen Helden wird sondern einfach nur ein Bruder ist, der verzweifelt versucht rechtzeitig da zu sein. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit zieht sich durch den ganzen Post und macht ihn unglaublich greifbar. Besonders die kleinen Details haben mich abgeholt. Das er versucht ruhig zu bleiben obwohl innerlich längst alles auseinanderfällt. Das seine Marine-Ausbildung in genau diesem Moment plötzlich nichts mehr wert ist. Das er am Ende einfach nur neben seiner Schwester kniet und überhaupt nicht weiß, wohin mit sich. That hurt. In the best possible writing kind of way. Ich finde außerdem, das man genau dort versteht, warum Kier heute der Mensch ist der er ist. Es wirkt nicht wie ein tragisches Ereignis, das einfach nur seiner Biografie hinzugefügt wurde, sondern wie der eigentliche Wendepunkt seines Lebens. Kurz gesagt... You absolutely didn't need to convince me anymore... but now I'm even more excited.

Ich freue mich wirklich darauf zu sehen, wie jemand mit so einer Vergangenheit auf jemanden wie Rey trifft. Zwei Menschen,die täglich mit dem Tod konfrontiert werden und trotzdem völlig unterschiedlich damit umgehen. Ich glaube, das kann unglaublich intensiv werden.

*PS.: Ich freue mich jetzt fast noch mehr darauf, irgendwann herauszufinden, wann Rey das Geheimnis um Pretty Woman erfährt. Denn seien wir ehrlich... Geheimnisse dieser Art bleiben in Plays nie für immer geheim.

For the admins... stamped and... approved by me.


#11

Blasphemie! Aber ich freue mich sehr auf dieses Gespräch. Auch wenn wir uns dann sicher darauf werden einigen müssen, das wir uns nicht einig werden. Und ob es nun Leidenschaft ist, die zu dem unausweichlichen Chaos führt oder ein leichtes Maß an Kontrollverlust, muss sich wohl zeigen.
Dass dir der Post gefällt, freut mich ungemein und dass ich damit auch rüberbringen konnte, was wichtig war. Derlei dramatische Ereignisse haben in meinen Storylines immer einen Sinn und werden eben nicht einfach nur aus "ästhetischen' Gründen eingebaut, damit der Charakter noch interessanter wird und dann merkt man im späteren Verlauf seines Lebens nichts mehr davon. Und vielleicht war dieser Post noch für etwas ganz anderes gut, denn ich überlege, ob ich ihn nicht so oder ähnlich gänzlich in Kierans Story mit einbaue, damit sich dieser Wendepunkt in seinem Leben eben doch noch besser herauslesen lässt. Aber darüber werde ich noch einmal schlafen und mich dann entscheiden.
Und ich glaube auch, dass die Dynamik zwischen Audrey und ihm sehr interessant werden kann. Ich würde jetzt einmal behaupten, dass auch sie einen Grund hat, warum sie tut, was sie tut, aber vielleicht doch ein wenig nüchterner an die Sache herangeht, wohingegen es bei ihm doch schon einen recht emotionalen Grund hat und er aus diesem Grund bei gewissen Fällen eben auch manchmal dazu bereit ist, die Regeln ein wenig zu beugen - gerade wenn es um weibliche Opfer geht. Nicht, dass er andere Opfer weniger ernst nimmt. Ich denke, man versteht, was ich meine. Hoffentlich...

Für den Moment verabschiede ich mich aber erst einmal und bin gespannt, ob sich Piper und Mariel doch noch einmal zu Wort melden. Und alle anderen sind natürlich auch eingeladen. Versteht sich von selbst.
Habt noch einen schönen Abend.


*PS: Ach Gott... Ich hab da schon was vor Augen, wie sich dieses Geheimnis offenbaren könnte. Hoffentlich hab ich das bis dahin wieder vergessen.

#12

Okay... wir halten also fest.. Ketchup wird unser erstes großes Streitthema. Ich sehe schon, wir werden diese Diskussion niemals gewinnen sondern sie einfach über Jahre hinweg immer wieder aufwärmen.

Und genau das finde ich übrigens so schön an deinem Charakter. Man merkt einfach, dass seine Geschichte nicht nur aus tragischen Momenten besteht sondern dass jeder davon etwas hinterlassen hat. Für mich fühlt sich das nicht nach Drama um des Dramas willen an sondern nach einer Entwicklung, die ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist. Genau so mag ich Charaktere. Ich würde den Post tatsächlich fast in die Story übernehmen. Gerade dieser Wendepunkt macht unglaublich viel verständlicher und man lernt Kieran dadurch sofort besser kennen. Und ich glaube, ich weiß ziemlich genau, was du mit Audrey meinst. Sie hat definitiv ihre Gründe, warum sie in der Pathologie gelandet ist. Allerdings hat sie gelernt, ihre Gefühle hinter Professionalität zu verstecken. Sie versucht immer objektiv zu bleiben. Kier hingegen klingt nach jemandem, der zwar professionell arbeitet aber sein Herz nie ganz aus einem Fall heraushalten kann. Ich glaube, genau darin liegt unglaublich viel Potenzial. Vielleicht bremst Rey ihn manchmal, wenn er Gefahr läuft zu weit zu gehen... und vielleicht erinnert er sie im Gegenzug daran, dass hinter jedem Fall eben doch ein Mensch steckt. Sounds like a fair deal to me.

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß und noch einen schönen Abend.

*PS.: Please don't forget that idea. Jetzt hast du mich nämlich genauso neugierig gemacht.


#13

Als Reys beste Freundin, wirst du über kurz oder lang auf Julie treffen. Ich kann dir schonmal versprechen dass du mindestens ein Abends mit den beiden Damen aushalten musst nach französischer Art. Also sie fangen erst um acht abends an und dauert dann bis um zehn Uhr abends. Mit viel Wein und gutem Essen. Aber unabhängig davon, wird Julie dich mögen weil du eben rey gut tust.


Some hearts are gentle.
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