Das echte Leben hält unser Team gerade ein wenig auf Trab.
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deshalb etwas länger dauern. Wir kümmern uns darum, sobald
wieder jemand da ist. ♡
Füll die Bewerbung in Ruhe aus – sie ist gleichzeitig die Präsentation deines Charakters.
Über Preview wird aus deinen Angaben automatisch die fertige Vorlage erstellt,
die du vor dem Absenden noch einmal prüfen kannst. Beim Absenden wird daraus automatisch ein
eigenes Thema mit einem passenden Titel erstellt. Möchtest du vorher Kontakte suchen, kann die
Bewerbung dafür genutzt werden. Suchst du keine Kontakte, geht es nach der Freigabe direkt mit
der Registrierung weiter.
01.Identity
02.Personality
03.Story
Content notes / trigger warnings
04.Connections
Wanted takeoverNoYes
05.Writing
Writing preference
Play preference
Posting
Posting length
Activity
06.Last words
SicherheitsprüfungBitte bestätige kurz, dass du kein Bot bist.
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PreviewSo erscheint die fertige Vorlage später im erstellten Thema.
Kurz vorab
Fülle dein Gesuch direkt hier aus. Über Preview
siehst du exakt die fertige Vorlage. Beim Absenden wird sie als
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01.Suchender
02.Gesuchter
03.Gemeinsame Story
04.Writing
Writing Preference
Play Preference
Posting
Posting length
05.Letzte Worte
PreviewSo erscheint dein Gesuch als Antwort im Thema.
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Prive an der Bar
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimNicole Wallace
Gesuchter
Olivia Wells
Age48 aufwärts
OccupationIrgendwas was gut Geld gibt
ResidenceChicago
AffiliationFlexible
Social classUpper Class
FaceclaimMarta Hazas [nur ein Vorschlag]Flexible
01.Short facts
Full nameNoa Soleil Wells
Age25
SexualityBi-Sexuell
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Prive an der Bar
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimNicole Wallace
Noa ist eine junge Frau, die früh lernen musste, auf eigenen Beinen zu stehen. Nach dem Bruch mit ihrer wohlhabenden Familie baute sie sich ihr Leben selbst auf. Zwischen Studium, Barkeeperjob, Sigma Kappa Delta und ihrer großen Leidenschaft für Autos versucht sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Doch alte Familienkonflikte und neue Feindschaften machen ihr das Leben nicht gerade leichter.
Wenn gewünscht ist kann ich gerne auch die Story zur Verfügung stellen
NameOlivia Wells
Age48 aufwärts
SexualityFree
OccupationIrgendwas was gut Geld gibt
ResidenceChicago
AffiliationFlexible
Social classUpper Class
FaceclaimMarta Hazas [nur ein Vorschlag] · Flexible
RelationGehasste Mutter
CombinableYes
Wichtig ist das sie weiß was sie will. Vielleicht war ja auch der Vater eher der Dratziehet und sie hat nur das gemacht, was er wollte. Vielleicht hat sie insgeheim ihre Tochter vermisst und wollte sie sehen, hat es aber durch den Mann gelassen. Ich bin da für alles offen :)
Du bist Mutter von drei Kindern
02.Gemeinsame Story
Du bist meine Mutter welche mich mit meinem Vater im Alter von 13/14 abgestoßen hat und zu deiner Schwester geschickt hat. Außer mir hast du noch einen Sohn [älter als ich] und eine Tochter [jünger als ich]. Was dein Job angeht und auch den Rest bist du sehr offen gestellt, wichtig ist nur das ihr in Geld schwimmt und dazu auch steht. Mir habt ihr mit 16 Jahren den Geldhahn zugedreht und seither haber wir uns nicht mehr gesehen. Zu deiner Schwester hast du auch nicht so einen guten Draht wodurch wir uns seither nicht mehr gesehen haben. Da eure andere Tochter jetzt aber studiert werdet ihr sie sicher besuchen und so wird man sich sicher wiedersehen.
03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words
Ich bin, wenn nichts dazwischen kommt, eigenlich jeden Tag anwesend. Ich playe gerne eher kurze und Mittlere Plays da ich da öfters mal zeit für haben zu schreiben als so riesen plays mit tausenden Wörtern. Man findet mich ekgenlich immer mal wieder ob im Gästebuch oder doch in Chat play oder wo auch immer :)
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Also hier findet man eigenlich immer guten Anschluss, wenn nicht im Charaktervorstellungsbereich dann spätestens im Gästebuch :)
Und auch bei @Weston Rhys Calloway und seine kleine Schwester wären sicher Anschluss da Noa sie seit Kind an kennt und du dann sicher auch :)
Probepost
Nein
Letzte Worte
Der Vorname und auch der Ava sind Verhandungsbasis. Doch möchte ich bitte ein Veto mit haben.
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Prive an der Bar
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimNicole Wallace
Gesuchter
Eliana Wells
Age18/19
OccupationSuch dir was passendes aus
ResidenceChicago
AffiliationThe Inner Circle
Social classUpper Class
FaceclaimClara Galle [ist nur ein Vorschlag]Flexible
01.Short facts
Full nameNoa Soleil Wells
Age25
SexualityBi-Sexuell
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Prive an der Bar
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimNicole Wallace
Noa ist eine junge Frau, die früh lernen musste, auf eigenen Beinen zu stehen. Nach dem Bruch mit ihrer wohlhabenden Familie baute sie sich ihr Leben selbst auf. Zwischen Studium, Barkeeperjob, Sigma Kappa Delta und ihrer großen Leidenschaft für Autos versucht sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Doch alte Familienkonflikte und neue Feindschaften machen ihr das Leben nicht gerade leichter.
Wenn gewünscht ist kann ich gerne auch die Story zur Verfügung stellen
NameEliana Wells
Age18/19
SexualityFree
OccupationSuch dir was passendes aus
ResidenceChicago
AffiliationThe Inner Circle
Social classUpper Class
FaceclaimClara Galle [ist nur ein Vorschlag] · Flexible
RelationLittle Sister
CombinableYes
Da es dein Charaktere ist will ich dir da nicht so viel vorgeben Wichtig ist nur das du Noa den "Sonnenschein" Platz weggenommen hast und der Liebling der Familie warst. Dir hat an nichts gefehlt und so wirst du sicher auch vom Charakter werden. Ich bin bei den Sigma Kappa Deltas und du bei den The Inner Circle, unsere Verbindungen sind laut der Sigma Kappa Delta Verbindung feinfe. Also mal schauen was daraus wird. Du bist zwar meine Schwester die ich fruher eins sehr gerne hatte, doch haben wir uns auch lange nicht mehr gesehen also mal sehen was daraus wird.
02.Gemeinsame Story
Begonnen hat unsere Story mit dem 6. Lebensjahr von Noa, als sie von Olivia und Miguel Wells [unserer Eltern] erfahren hat große Schwester zu werden, Erst einmal war sie gar nicht begeistert davon immerhin war sie der kleine Sonnenschein der Familie als bisherige einzige Tochter und hatte so das Privileg immer an 1. Stelle zu stehen. Als du auf die Welt kamst hat sich dies aber ganz schnell, geändert, das gefiel Noa gar nicht doch irgendwann fand sie sich damit ab und fand sogar toll eine Schwester zu bekommen. So haben die beiden die Kindheit von dir oft zusammen verbracht mit spielen, steiten und sonst irgendwas. Als Noa im Teenager Alter 14/16 Jahre] dann zu ihrer Tante geschickt wurde brach de Köntakt rasant ab. Erst trafen sich die beiden immer ma wieder noch. doch es wurde immer seltener bis die Eltern den Kontakt mit Noas 16. Lebensjahr komplett abbrach und seither haben die beiden dich auch nicht nehr gesehen. Nie dein Leben seither verlief ist dir somit ganz frei überlassen. Wäre nur schön das es so passt, dass sic weiterhin der Liebling war und in der Familie blieb und den Erwartungen der Eltern Nachging. Wir beide haben auch noch einen älteren Bruder, mit dem treffe ich mich heimlich öfters, wieso du da nicht dabe warst oder ob du es überhaupt weißt ist dir überlassen, denn die Eltern wussten und wissen es nicht Jetzt studierst du recht neu [um ein Jahr rum] und ich habe dich mit den Klamotten der "feinde" gesehen, gesprochen haben wir aber noch nicht seither.
03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words
Ich bin, wenn nichts dazwischen kommt, eigenlich jeden Tag anwesend. Ich playe gerne eher kurze und Mittlere Plays da ich da öfters mal zeit für haben zu schreiben als so riesen plays mit tausenden Wörtern. Man findet mich ekgenlich immer mal wieder ob im Gästebuch oder doch in Chat play oder wo auch immer :)
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Also hier findet man eigenlich immer guten Anschluss, wenn nicht im Charaktervorstellungsbereich dann spätestens im Gästebuch :)
Und auch bei @Weston Rhys Calloway und seine kleine Schwester wären sicher Anschluss da Noa sie seit Kind an kennt und du dann sicher auch :)
Probepost
Nein
Letzte Worte
Ich freue mich wenn du Interesse hast, doch bitte ich dich dann auch zu bleiben und nicht direkt wieder zu verschwinden. Ich hätte einen Wunsch im Namen. Bitte den Namen oder den 2. Namen so nehmen das er die Bedeutung Sonne,Sonnenschein oder sowas in der Art hat. Den "Sonnenschein" Wunsch im Namen ist daher, da Noa auch als 2. Namen einen Namen mit de Bedeutung hat und das dadurch kam da die Eltern sie ja erst immer Sonnenschein genannt haber und später dich, daher würde passen wenn auch bei dir der Name so eine Bedeutung hat
Reagan ist fleißig, kreativ in seinen Wahrheiten, er lebt nach dem Motto, wer aus der South Side kommt, kann nur etwas erreichen, durch den Grundsatz #Steal or Scam. Ein Studium ist nicht sein Ding, lange ruhig rumsitzen, um sich unnützes Wissen ins Gehirn zu stopfen, dann doch lieber Handlanger Tätigkeiten, wo man direkt Ergebnisse in Form von Dollar sieht. Reagan kann sehr impulsiv sein, diskussionsfreudig, dominant, rechthaberisch, manchmal hat er sehr konservative Einstellungen, aber er kann auch liebenswürdig und sehr aufmerksam sein.
NameDeine ID
Age20 - ?
SexualityFree
Occupationflexible
Residenceflexible
AffiliationFlexible
Social classMid Class
FaceclaimDeine Sache (Veto) · Flexible
Relationchaotic love affair
CombinableYes
Du hast alle Möglichkeiten, dich frei zu entfalten, bitte keine Mary Sue, oder das perfekte Papa Kind, Überflieger oder irgendwelche Tomb Raider Frauen. Der Durchschnitt mit einem gewissen Twist ist auch ganz in Ordnung und bietet genug Möglichkeiten. Du kannst das genaue Gegenteil von Reagan sein, konservativ, familienorientiert, im Studium oder auch gerade erst vom Ausland in die USA gezogen sein....
02.Gemeinsame Story
Wer Marty& Rachel kennt, wird sich ungefähr vorstellen können, was für Reagan in Frage kommt, in etwas abgewandelter Form. Woher sich die Beiden kennen, kommt jetzt auch ein wenig auf deine Herkunft an, ob sie sich aus der Schulzeit, der Nachbarschaft, oder viel später erst durch das Nachtleben, ein Crime Ereignis oder ähnliches kennen gelernt haben. Auf jeden Fall war es nicht unbedingt von Anfang an, das gewisse Etwas, das Gefühl jemanden unbedingt besitzen zu wollen. Vielleicht mehr auf ein wenig Abschätzigkeit, bis hin zur leichten Abneigung gepolt, was sich aber dann aus zufälligen Gesprächen oder erneuten Aufeinander treffen, langsam ändert, und das eine führt zum Anderen. Es wird eine sehr solide Beziehung, auch wenn sie öfter mal durch massive Streitigkeiten und Break - Ups gekennzeichnet ist, so wird es doch crystal clear, dass keiner der Beiden sich so sehr auf den anderen verlassen kann, wie wenn sie im Gespann sind. Gute Zeiten durchleben sie natürlich mit viel Pomp und Getöse, sie fallen sich sicherlich auch mal in den Rücken, aber wenn es zu harten Zeiten kommt, werden Differenzen überbrückt, Unwahrheiten vergeben und man steht hinter dem anderen. Eine chaotische Beziehung, es geht nicht mit dem einen und nicht ohne den Anderen.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words
Kontakt außerhalb des RPGs wünschenswert, in Form von Guestbook, PN....geduldiger Spieler, kein Powerposter
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Wirst du sicher hier drinnen finden!
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Wenn du Interesse an einem langfristigen RPG mit spontanen Wendungen und Handlungen hast, nur rein, in's Chicago Streetlife.
Samara ist eine kleine Chaotin und liebt alles, was mit Kreativität zu tun hat. Sie kennt ihre Tante schon seit ihrer Kindheit, hatte aber nicht immer besonders viel Kontakt zu ihr. Dennoch ist sie für Samara ein wichtiger Teil der Familie und Sam würde sich sehr freuen, wenn sie diese öfter zu Gesicht bekommen würde.
STORY: Samara wurde in Madison, Illinois geboren und wuchs dort gemeinsam mit ihrer Mutter Anya Reyes auf. Ihre Mutter war aus Mexiko in die Vereinigten Staaten gekommen und arbeitete als Klavierlehrerin. Hin und wieder verdiente sie sich außerdem etwas Geld als Übersetzerin. Geld hatten sie nie im Überfluss, doch es reichte irgendwie immer aus und ihr kleines Zuhause fühlte sich selten leer an. Meistens lag Musik in der Luft. Während Anya Klavier spielte, summte sie leise spanische Volkslieder vor sich hin oder ließ alte Gitarrenaufnahmen laufen, die sie besonders dann hörte, wenn sie glaubte, Samara würde längst schlafen. Über ihren Vater wurde kaum gesprochen. Samara wusste lediglich, dass er vermutlich aus Amerika oder Kanada stammte. Fragen beantwortete ihre Mutter nur ausweichend, weshalb Samara irgendwann aufhörte zu fragen. Stattdessen stellte sie sich ihre eigenen Geschichten darüber zusammen, wer dieser Mann wohl gewesen sein mochte. Als Samara etwa elf Jahre alt war, veränderte sich ihr Leben innerhalb weniger Tage. Anya hatte sich schon seit Jahren mit verschiedenen Jobs über Wasser gehalten, doch ihr Aufenthaltsstatus in den Vereinigten Staaten war nie wirklich sicher gewesen. Schließlich wurde sie von den Behörden aufgegriffen und nach Mexiko abgeschoben. Für Samara kam das vollkommen unerwartet. Sie verstand zwar, dass ihre Mutter nicht freiwillig ging, aber nicht, warum ein paar Papiere darüber entscheiden konnten, ob sie bei ihr bleiben durfte. Da es niemanden gab, bei dem Samara dauerhaft hätte unterkommen können, kam sie in eine Pflegefamilie. Die Familie behandelte sie gut, gab ihr ein eigenes Zimmer und versuchte, ihr so viel Normalität wie möglich zu geben. Trotzdem fühlte sich nichts davon wie Zuhause an. Samara wartete lange darauf, dass Anya zurückkam. Anfangs glaubte sie noch, dass es nur ein paar Wochen dauern würde. Aus Wochen wurden Monate und irgendwann Jahre. Anya gab ihre Tochter allerdings nie auf. Von Mexiko aus versuchte sie immer wieder, Kontakt zu Samara zu halten, schrieb Briefe, rief an, wann immer es möglich war, und versuchte gleichzeitig, einen Weg zurück in die Vereinigten Staaten zu finden. Samara lernte dadurch früh, dass Liebe manchmal bedeutete, jemanden zu vermissen und trotzdem darauf zu vertrauen, dass er einen nicht vergessen hatte. Während dieser Zeit lernte sie auch einen Jungen kennen, der später zu ihrem besten Freund werden sollte. Er war schwierig, schnell gereizt und hatte wenig Vertrauen in andere Menschen. Viele der Kinder in der Pflegefamilie gingen ihm lieber aus dem Weg. Samara tat das nicht. Sie setzte sich irgendwann einfach neben ihn, zeichnete und ließ ihn in Ruhe, bis er von selbst anfing, mit ihr zu reden. Sie versuchte nie, ihn zu verändern oder seine Probleme zu lösen. Sie nahm ihn einfach so, wie er war. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb er ihr irgendwann vertraute. Die beiden wurden enge Freunde und verbrachten einen großen Teil dieser Jahre miteinander. Während Samara immer wieder von ihrer Mutter erzählte, war er einer der wenigen Menschen, die sie nicht dazu drängten, darüber hinwegzukommen. Er kannte ihre Geschichten, ihre Ängste und irgendwann auch die Seiten an ihr, die sie selbst kaum jemandem zeigte. Samara wiederum wusste, dass hinter seiner schwierigen Art mehr steckte, als andere sehen wollten. Sie entschuldigte sein Verhalten nicht, aber sie sah keinen Grund, ihn deshalb weniger zu mögen. Schon früh fiel außerdem auf, dass Samara nie lange still sitzen konnte. Während andere Kinder sich stundenlang mit einer Sache beschäftigten, sprang sie von einer Idee zur nächsten. Kaum hatte sie begonnen zu zeichnen, stand sie schon wieder auf, weil ihr plötzlich einfiel, dass sie draußen etwas Interessanteres entdeckt hatte. Minuten später saß sie wieder am Tisch und zeichnete weiter, als wäre sie nie weg gewesen. Ihre Mutter hatte darüber meistens nur gelächelt und gesagt, in Samaras Kopf würden wohl zehn Radios gleichzeitig laufen. Auch während der Zeit in der Pflegefamilie verschwand diese Eigenart nicht. Samara vergaß Dinge, ließ Bücher irgendwo liegen und konnte mitten in einem Gespräch plötzlich von einer völlig anderen Idee erzählen. Musik wurde schnell zu ihrem größten Zufluchtsort. Zunächst brachte sie sich das Gitarrespielen selbst bei, später wollte sie unbedingt Violine lernen. Kurz darauf interessierte sie sich für das Klavier, ehe sie wieder zur Gitarre zurückkehrte. Nie blieb sie lange bei nur einem Instrument. Sobald sie das Gefühl hatte, etwas verstanden zu haben, zog sie schon das Nächste an. Als Anya schließlich einen Weg zurück in die Vereinigten Staaten gefunden hatte, war Samara bereits vierzehn. Trotzdem war damit nicht automatisch alles wieder gut. Anya musste erst beweisen, dass sie ihre Tochter wieder bei sich aufnehmen konnte, und auch Samara hatte sich in den vergangenen Jahren verändert. Sie war kein kleines Mädchen mehr, das einfach darauf wartete, dass ihre Mutter durch die Tür kam. Sie war inzwischen ein Teenager, hatte Freunde, eine eigene Persönlichkeit und vor allem gelernt, ohne Anya zurechtzukommen. Es dauerte fast zwei weitere Jahre, bis Samara schließlich wieder zu ihrer Mutter ziehen konnte. Mit sechzehn war sie endlich wieder dort, wo sie eigentlich immer hatte sein wollen. Es war schön, aber gleichzeitig ungewohnt. Anya musste ihre Tochter neu kennenlernen, während Samara erst wieder lernen musste, ihre Mutter tatsächlich in ihrem Alltag zu haben. Trotzdem fanden die beiden mit der Zeit wieder zueinander. Die Musik, die früher schon ihr Zuhause gewesen war, half ihnen dabei. Samara war inzwischen alt genug, um zu verstehen, dass ihre Mutter sie nie freiwillig verlassen hatte. Sie wusste, dass Anya alles versucht hatte, um zurückzukommen. Vielleicht war gerade das der Grund, weshalb sie ihr nie wirklich vorwerfen konnte, dass sie so lange fort gewesen war. Auch der Kontakt zu ihrem besten Freund blieb bestehen. Die Jahre hatten ihre Freundschaft verändert, aber nicht zerstört. Er war einer der wenigen Menschen, die Samara aus einer Zeit kannten, in der sie selbst noch nicht wusste, wer sie einmal werden würde. Egal, wie sehr sich ihr Leben veränderte, er blieb ein Teil davon. Auch in der Schule zeigte sich schnell, dass Samara anders lernte als viele ihrer Mitschüler. Sie verstand Zusammenhänge oft erstaunlich schnell und stellte Fragen, auf die kaum jemand gekommen wäre. Gleichzeitig vergaß sie regelmäßig Hausaufgaben, verlor Arbeitsblätter oder erschien ohne das Material, das sie am Abend zuvor extra neben ihre Haustür gelegt hatte. Manche Lehrer hielten sie für unmotiviert, andere wussten, dass sie eigentlich deutlich mehr konnte. Wenn es allerdings um Kunst oder Musik ging, schien sie alles um sich herum zu vergessen. Stundenlang konnte sie an einer Zeichnung sitzen, ohne zu merken, wie viel Zeit vergangen war. Während andere in den Pausen über den Schulhof liefen, saß Samara häufig hinter der Turnhalle, spielte leise auf ihrer Gitarre oder skizzierte Gesichter von Mitschülern in ihr Skizzenbuch. Viele erkannten sich später darin wieder. Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag änderte sich jedoch alles erneut. Ihre Mutter kam bei einem Unfall ums Leben und plötzlich war Samara vollkommen auf sich allein gestellt. Innerhalb weniger Wochen verlor sie nicht nur den wichtigsten Menschen in ihrem Leben, sondern auch den letzten festen Mittelpunkt, den sie noch gehabt hatte. Wieder einmal musste sie mit dem Gefühl umgehen, einen Menschen zu verlieren, ohne etwas dagegen tun zu können. Nach einiger Zeit entschied sie sich, Madison hinter sich zu lassen und nach Chicago zu ziehen. Die Stadt war laut, chaotisch und manchmal überwältigend, doch genau das zog sie gleichzeitig an. Dort begann sie ein Studium der Kunstgeschichte und Psychologie. Das Studium verlief ungefähr so, wie vieles in ihrem Leben. Manche Klausuren bestand sie gerade so, andere schloss sie mit Bestnoten ab. Deadlines verschwanden regelmäßig irgendwo zwischen Notizzetteln, Büchern und halb fertigen Skizzen. Dafür schrieb sie Hausarbeiten, die ihre Professoren oft länger beschäftigten als erwartet, weil sie ungewöhnliche Blickwinkel einnahm und Dinge miteinander verband, an die sonst kaum jemand dachte. Nebenbei arbeitete sie einige Zeit in einem kleinen Café. Sie servierte Kaffee, kritzelte während ruhiger Schichten kleine Zeichnungen auf Servietten und griff manchmal zur Gitarre, wenn kaum Gäste da waren. Einige Stammkunden kamen irgendwann nicht mehr nur wegen des Kaffees. Mit zwanzig Jahren lebte Samara schließlich allein in einer kleinen Kellerwohnung. Durch das schmale Fenster konnte sie gerade so einen Teil der Skyline erkennen. Ihr Schreibtisch war selten aufgeräumt. Zwischen Büchern lagen angefangene Skizzen, lose Zettel mit Gedanken, spanische Gedichtbände, halbleere Kaffeebecher und Briefe, die sie irgendwann geschrieben, aber nie abgeschickt hatte. Für Außenstehende wirkte das wie pures Chaos. Samara hingegen wusste meistens erstaunlich genau, wo sie alles wiederfinden konnte. An der Universität hatte sie in ihren ersten Wochen schnell Kaia kennengelernt. Die beiden waren sich auf Anhieb sympathisch gewesen, was vermutlich auch daran lag, dass sie sich in ihrer chaotischen Art erstaunlich ähnlich waren. Während Kaia ihre eigenen Dinge vergaß, verlor Samara ihre, und gemeinsam schafften sie es regelmäßig, aus eigentlich einfachen Plänen kleine Abenteuer zu machen. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wurden die beiden schnell eng. Auch ihr bester Freund aus der Pflegefamilienzeit war inzwischen wieder ein fester Bestandteil ihres Lebens. Sie hatten über die Jahre nie vollständig den Kontakt verloren und waren schließlich gemeinsam in Chicago gelandet. Er war es auch, der sie überhaupt erst mit Sigma Kappa Delta in Berührung brachte. Die gemischte Studentenverbindung rund um die University of Chicago wirkte auf den ersten Blick nicht sonderlich ungewöhnlich. Sie war bekannt für ihre Partys, ihre direkten Mitglieder und eine gewisse raue Atmosphäre, die sie von den elitäreren Verbindungen auf dem Campus unterschied. Keine reichen Legacy-Kids, keine perfekt inszenierten Lebensläufe. Stattdessen junge Menschen mit Nebenjobs, Schulden, Leistungsdruck und dem Wunsch, sich ihren Platz selbst zu erarbeiten. Für Samara klang das zunächst nach einer ziemlich guten Mischung. Gemeinsam mit Kaia ging sie während der Rush Week zu einigen Veranstaltungen. Sie lernte die anderen Mitglieder kennen, blieb länger als geplant, verlor mindestens einmal ihre Tasche und fand sich irgendwann in Gesprächen mit Menschen wieder, deren Namen sie sich kaum merken konnte. Trotzdem fühlte sie sich erstaunlich wohl. Die Verbindung wirkte chaotisch, lebendig und vor allem nicht so, als müsste sie irgendjemandem etwas vorspielen. Dass hinter der Fassade deutlich mehr steckte, bemerkte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Aufnahme begann zunächst relativ normal. Anwärter wurden zu Partys eingeladen, lernten Mitglieder kennen und wurden dabei beobachtet. Entscheidend war weniger ihre Herkunft oder ihr Geld als die Frage, ob sie belastbar, loyal und für das Haus von Nutzen sein konnten. Nach der öffentlichen Phase folgte ein deutlich stillerer Check, bei dem herausgefunden wurde, wer Schulden hatte, welche Talente jemand besaß, welche Kontakte mitgebracht wurden und wer bereit war, sich besonders zu beweisen. Samara nahm das alles zunächst nicht sonderlich ernst. Für sie war es vor allem eine Möglichkeit, Zeit mit ihren Freunden zu verbringen und neue Menschen kennenzulernen. In der anschließenden Trial-Phase bekam auch sie kleinere Aufgaben. Etwas besorgen, jemanden begleiten, bei einer Fahrt mitkommen oder einfach beweisen, dass sie den Mund halten konnte. Vieles davon wirkte für sie eher merkwürdig als wirklich bedrohlich. Sie wusste noch nicht genau, worauf sie sich eingelassen hatte. Nach und nach wurde Sigma Kappa Delta trotzdem zu einem festen Bestandteil ihres Lebens. Die Mitglieder lebten gemeinsam in einer alten Villa in Hyde Park. Das Haus war groß, aber nicht protzig. Von außen wirkte es etwas abgenutzt und bewohnt, beinahe so, als hätte es schon bessere Zeiten gesehen. Innen war es dagegen das Zentrum der Verbindung. Offene Gemeinschaftsbereiche, eine große Küche, ein Barbereich, eine Lounge, ein Garten mit Pool, Bewohnerzimmer und Gemeinschaftsbäder machten das Haus zu einem Ort, an dem eigentlich ständig jemand zu finden war. Dazu kamen eine Dachlounge, ein Game Room, ein Musikzimmer und ein Keller mit Garage und Werkstatt. Gerade der Keller war ein Bereich, den Samara zunächst kaum hinterfragte. Dort wurden Fahrzeuge repariert, umgebaut und für illegale Rennen vorbereitet. Dinge, die für die meisten Studenten vermutlich deutlich weniger normal gewesen wären als für die Mitglieder von Sigma Kappa Delta. Nach außen hielt die Verbindung jedoch weiterhin das Bild einer normalen gemischten Studentenverbindung aufrecht. Es gab klassische Ämter, feste Zuständigkeiten und Menschen, die dafür sorgten, dass ΣΚΔ auf dem Campus nicht wie ein chaotischer Haufen wirkte. Samara selbst fand schließlich ebenfalls ihren Platz innerhalb der Verbindung. Sie wurde als Carrier eingesetzt. Ihre Aufgaben bestanden darin, Ware, Nachrichten oder Geld zwischen Partys, Clubs, dem Campus und verschiedenen Kontakten zu bewegen. Sie war dabei nicht unbedingt wegen ihrer Fähigkeiten hinter dem Steuer interessant. Ihre eigentliche Stärke lag darin, dass sie leicht mit Menschen ins Gespräch kam und sich zwischen unterschiedlichen Gruppen bewegen konnte, ohne sofort Misstrauen zu erwecken. Samara wirkte freundlich, kreativ und manchmal ein wenig verloren. Genau das machte sie für diese Aufgabe überraschend geeignet. Während sie für die meisten Mitglieder einfach die chaotische Kunst- und Psychologiestudentin war, die ständig irgendwo ihre Sachen verlegte und trotzdem irgendwie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort auftauchte, begann sie langsam zu verstehen, dass ihre neue Verbindung weitaus weniger harmlos war, als sie zunächst geglaubt hatte. Mit den Jahren ließ sie der Gedanke an ihren Vater jedoch ebenfalls immer weniger los. Nach dem Tod ihrer Mutter gab es niemanden mehr, den sie hätte fragen können. Also begann sie selbst zu suchen. Anfangs eher zögerlich, später immer entschlossener. Sie arbeitete sich durch alte Unterlagen, verglich Namen auf vergilbten Fotografien, durchforstete Archive und schrieb Menschen an, die ihre Mutter irgendwann einmal gekannt hatten. Immer wieder tauchte derselbe Name auf: William Blackburn. Nach all den Jahren hatte sie ihren Vater tatsächlich gefunden. Zum ersten Mal stand ihr nicht mehr nur ein Name zur Verfügung, sondern ein Mensch, den sie nun Stück für Stück kennenlernen konnte.
NameFreie Wahl (geb. Reyes)
Age35-37 Jahre
Sexuality Freie Wahl
OccupationFreie Wahl
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Faceclaim Freie Wahl · Free
Relation Tante
Combinable Yes
Sie hat einen reichen Mann geheiratet. Ob das ihr Ziel war oder ob es sich dabei um richtige Liebe handelt, ist nicht weiter wichtig. Das entscheidest du für dich. Sie war schon immer jemand, der vor allem die 'schönen', teuren Dinge anzog, ich stelle sie mir aber nicht als hochnäsig vor. Ihre Schwester (und Samaras Mutter) ist vor 3 Jahren gestorben und seit dem hilft sie mit ihrem Mann Samara finanziell ein wenig aus, damit sie studieren kann.
02.Gemeinsame Story
Es steht hier noch viel offen. Kennen tun sie sich schon immer, weshalb Samara sie natürlich auch mit dem aktuell wenigen Kontakt als ihre Tante ansieht und sie liebt. Nach dem Tod von Samaras Mutter wurde der Kontakt zwischen den beiden zwar mehr, aber es ist nie so regelmäßig wie sich Samara das eigentlich wünschen würde. Nach dem Tod ihrer Mutter hat Samara damit begonnen ihren Vater zu suchen und hat diesen auch vor fünf Monaten gefunden. Dabei könnte ihre Tante ihr ebenfalls geholfen haben. Vielleicht wusste sie noch ganz dunkel einen Namen oder wusste, wo ihre Mutter ein Foto aufbewahrte. Sie kommt ursprünglich aus armen Verhältnissen und ist vor Samaras Geburt, also vor ca. 22+ Jahren nach Amerika ausgewandert. Ob die Eltern der beiden mitkamen, überlasse ich auch dir. Allerdings ist dabei dann zu beachten, dass kein wirklicher Kontakt zu ihnen mehr besteht. Ob die Ehe für die erfüllend ist oder ob es bald endet, überlasse ich auch dir. Anhand dessen kannst du dann gerne auch nach jemanden suchen oder dich einem neuen Pair widmen.
03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words
Ich bin in der Regel jeden Tag zumindest online, schreibe regelmäßig in GBs und beantworte auch kürzere Texte, bei längeren Plays kann es aber auch mal ein paar Tage dauern, bis da eine Antwort kommt.
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Kontakte die du durch Samara hast sind zum einen ihr Vater, dessen zukünftige Frau und ebenso die zukünftige Partnerin von Samara selbst.
Probepost
Nein
Letzte Worte
Bei eigenen Ideen und Vorstellungen bin ich immer offen für Vorschläge! Im Grunde ist der Charakter ja doch recht frei zur Gestaltung. Sollte dir das Gesuch an sich gut gefallen, aber ein Detail nicht so zusagen, kannst du das auch gerne ansprechen. Ich bin eigentlich immer sehr flexibel. :)
FaceclaimKennedy Walsh? Ist nur ein Vorschlag. Es sollte einfach zu dem Influencer Dasein passenFlexible
01.Short facts
Full nameElijah Carter
Age24 Jahre
SexualityStraight
OccupationContent Creator { tik tok & twitch }
ResidenceChicago
AffiliationThe Inner Circle
Social classUpper Class
FaceclaimYessin Karim
Elijah Carter wurde in Chicago geboren, in eine Familie in der Geld nie eine Rolle spielte. Aufmerksamkeit dagegen schon. Seine Mutter Vivien Carter gehörte damals zu den ersten großen Internetpersönlichkeiten der USA. Nicht diese sterile Influencer-Welt von heute, sondern früher, als Menschen noch das Gefühl hatten jemandem wirklich beim Leben zuzusehen. Sie filmte ihren Alltag, ihre Schwangerschaft, Reisen, Streitigkeiten, Familienmomente. Und als Elijah geboren wurde, wurde er automatisch Teil davon. Es gibt kaum eine Phase seiner Kindheit, die nicht irgendwo im Internet existiert. Millionen Menschen sahen dabei zu, wie er laufen lernte, wie er seine ersten Worte sprach oder mitten in Livestreams irgendwelche Fragen stellte, die seine Mutter regelmäßig zum Lachen brachten. Online nannten ihn fast alle nur „little Eli“. Der Junge mit den großen braunen Augen und diesem schiefen Grinsen, das meistens bedeutete, dass er gleich irgendeinen Unsinn machte. Und genau das mochten die Menschen an ihm. Elijah war kein perfekt inszeniertes Kind. Stattdessen war er laut, chaotisch und viel zu neugierig für die Welt, in der er aufwuchs. Während andere Kinder geschniegelt vor der Kamera saßen, rannte Elijah mit aufgeschlagenen Knien durchs Bild, unterbrach Interviews seiner Mutter oder stellte mitten beim Essen Fragen, die meist unangebracht waren. Für ihn selbst war das alles normal. Kameras gehörten zu seinem Alltag wie bei anderen Fotos fürs private Familienalbum. Wenn seine Mutter das Handy hob, lächelte er automatisch. Wenn Menschen ihn auf der Straße erkannten, dachte er lange das wäre einfach bei jedem Kind so. Erst später verstand er, dass andere Kinder nicht mit Kommentaren über ihr Aussehen, ihre Stimme oder ihre Persönlichkeit groß wurden. Sein Vater Jonathan war das komplette Gegenteil seiner Mutter. Ruhig, kontrolliert und deutlich schwerer greifbar. Er arbeitete in der Finanzwelt, trug immer perfekt sitzende Anzüge und wirkte oft wie jemand, der jedes Problem rational lösen konnte. Trotzdem liebte Elijah ihn sehr und sein Vater war einer der wenigen Menschen, bei denen er nie das Gefühl hatte, performen zu müssen. Trotz allem war Elijahs Kindheit nicht unglücklich. Im Gegenteil, denn seine Eltern liebten ihn sehr. Vielleicht auf unterschiedliche Arten, aber nie halbherzig. Seine Mutter zeigte ihre Liebe laut, offen und manchmal fast zu viel, sein Vater eher in kleinen Dingen. Er brachte Elijah morgens selbst zur Schule, wenn er in Chicago war, erklärte ihm Börsenkurse wie anderen Kindern Fußballregeln und ließ ihn Abends länger wach bleiben, damit sie zusammen alte Filme schauen konnten. Mit elf Jahren bekam Elijah die Diagnose Morbus Crohn. Dieselbe Krankheit, die auch sein Vater hatte. Anfangs verstand Elijah gar nicht richtig, was das bedeutete. Er wusste nur, dass andere Kinder nicht plötzlich tagelang Bauchschmerzen hatten oder mitten im Unterricht Kreislaufprobleme bekamen. Dass Krankenhausbesuche normal wurden. Medikamente auch. Die Krankheit war nie lebensbedrohlich, aber sie veränderte trotzdem vieles. Elijah lernte früh, Beschwerden herunterzuspielen und selbst wenn es ihm schlecht ging, lächelte er weiter. Vielleicht, weil er seine Eltern nicht zusätzlich belasten wollte. Als Elijah dreizehn Jahre alt war, änderte sich alles. Seine Mutter bekam Krebs und anfangs glaubten alle noch, dass sie es schaffen würde. Vivien war immer präsent gewesen, voller Energie und selbst während der ersten Behandlungen machte sie Witze, filmte kleine Momente für Freunde oder versuchte Elijah einzureden, dass alles okay werden würde. Aber irgendwann konnte niemand mehr so tun, als wäre es nur eine schwere Phase. Elijah erinnert sich heute kaum an konkrete Gespräche aus dieser Zeit. Mehr an Gefühle. Das Summen der Geräte im Krankenhaus. Wie dünn seine Mutter plötzlich geworden war. Wie sie irgendwann zu schwach war, um ein langes Gespräch mit ihm zu führen. Er erinnert sich vor allem daran, wie hilflos sein Vater wirkte. Zum ersten Mal in seinem Leben sah Elijah diesen Mann nicht kontrolliert oder stark, sondern einfach nur verzweifelt. Vivien starb wenige Monate später und mit ihr verschwand plötzlich alles, was Elijahs Leben bis dahin ausgemacht hatte. Es gab niemanden mehr, der die Kamera auf ihn richtete und die Accounts wurden stillgelegt. Keine Videos mehr, keine Bilder, keine Interviews. Für die Öffentlichkeit verschwand „little Eli“ praktisch über Nacht. Für Elijah selbst fühlte es sich an, als wäre die Welt einfach weitergelaufen, obwohl seine eigene stehen geblieben war. Die Jahre danach waren schwer. Es war schwer morgens aufzustehen. Schwer in Räume zu gehen, in denen überall Erinnerungen an seine Mutter hingen. Sein Vater arbeitete plötzlich noch mehr als vorher. Nicht, weil ihm Elijah egal gewesen war, sondern weil Arbeit das Einzige war das ihn irgendwie funktionstüchtig hielt. Elijah veränderte sich in dieser Zeit ebenfalls stark. Früher war er offen gewesen, ständig am Reden, immer mitten im Geschehen. Jetzt zog er sich immer häufiger zurück, antwortete knapper, wurde schnell gereizt und ließ kaum noch Menschen richtig an sich ran. Er wusste einfach selbst nicht mehr genau, wohin mit sich selbst. Trotzdem funktionierte er nach außen weiterhin gut. Gute Noten, höfliches Auftreten. Genau das machte es für viele schwer zu verstehen, wie schlecht es ihm teilweise wirklich ging. Mit fünfzehn begann er auf seine ersten Partys mit älteren Freunden zu gehen. Erst kleine Hauspartys von Mitschülern, später größere Feiern mit älteren Jugendlichen aus dieser reichen Chicagoer Szene. Dort trank er zum ersten Mal Alkohol. Nicht sofort exzessiv oder komplett außer Kontrolle. Es war eher ein schleichender Prozess, welcher nicht sofort bemerkt wurde. Mit sechzehn Jahren lernte er auch Menschen kennen, die bis heute an seiner Seite sind. Freunde, die ihn nachts aus Bars nach Hause brachten, wenn er wieder über den Durst getrunken hatte. Leute, die mit ihm stundenlang durch Chicago fuhren, weil Elijah nachts oft nicht schlafen konnte. Menschen, bei denen er nicht „little Eli“ oder irgendein Influencer war, sondern einfach nur Elijah. Und genau diese Leute waren wahrscheinlich der Grund, warum er nie komplett abgestürzt ist. Mit neunzehn Jahren tauchte Elijah wieder online auf. Nach fast sechs Jahren völliger Stille. Kein großes Comebackvideo. Keine Erklärung. Kein emotionales Statement. Nur ein Bild mit schlechter Qualität, zerzausten Haar und einem schwarzen, knittrigen Shirt, welches eigentlich schon längst in die Wäsche gehört hätte und der Caption 'guess who's back'. Mehr brauchte es nicht. Innerhalb weniger Stunden war sein Name wieder überall zu lesen. Menschen erkannten ihn sofort wieder. Dieses ehemalige Internetkind war plötzlich erwachsen geworden, männlicher und attraktiver. Und das Internet liebte genau das. Die Zahlen schossen hoch, Marken meldeten sich, Paparazzi standen plötzlich wieder vor Restaurants oder Events. Für viele war Elijah ein perfektes Comeback, welches für viele nicht auf ihrer Bingokarte stand. Für ihn selbst fühlte es sich manchmal eher an, als würde er langsam wieder in etwas hineingezogen werden, bei dem er nie wirklich freiwillig ein Teil gewesen war und dennoch nahm er all das in Kauf. Über Kontakte seines Vaters kam er schließlich zu seinem ersten Management. Anfangs wirkte alles aufregend. Shootings in Los Angeles. Kampagnen. Reisen. Fashion Weeks und Elijah gewöhnte sich schnell wieder daran, gesehen zu werden. Hinter den Kulissen wurde allerdings vieles kompliziert. Das Management kontrollierte so gut wie alles. Welche Beziehungen öffentlich wurden. Welche Streitigkeiten Aufmerksamkeit brachten. Welche Version von Elijah verkauft werden sollte. In dieser Zeit hatte er auch seine erste richtige Beziehung. Sie war älter als er und arbeitete bei einem Shooting, bei dem sie sich kennenlernten. Für Elijah war sie wahrscheinlich die erste Person seit Jahren, bei der er wirklich das Gefühl hatte, einfach nur er selbst sein zu können. Als die Beziehung später auseinander ging und private Dinge über ihn plötzlich online auftauchten, traf ihn das härter, als er nach außen jemals gezeigt hätte. Danach fiel es ihm schwer, Menschen wirklich zu vertrauen. Mit einundzwanzig Jahren kündigte er schließlich seinen Vertrag und schloss sich kurz darauf The Inner Circle an, in der Hoffnung alles würde besser werden. Dort lernte er auch seine heutige Fake-Freundin Marlee kennen. Die Beziehung begann als reine PR-Idee. Zwei bekannte Gesichter, perfekte Außenwirkung, gute Zahlen. Privat wurde daraus allerdings nie wirklich Liebe. Dafür verstanden sie sich auf eine andere Art viel zu gut. Irgendwann vertraute sie ihm an, dass sie sich wahrscheinlich mehr zu Frauen hingezogen fühlte als zu Männern und Elijah war einer der wenigen Menschen, bei denen sie nie Angst haben musste dafür verurteilt zu werden. Heute spielen sie ihre Rollen nach außen trotzdem perfekt. Gemeinsame Bilder, Interviews, Events. Das Internet liebt ihre Beziehung. Hinter den Kameras sitzen sie dagegen oft einfach zusammen irgendwo auf dem Balkon vom Inner Circle Haus, reden über ihre Familien oder machen sich über absurde Gerüchte lustig. Elijah wirkt auf viele Menschen charmant, spontan, offen. Einer dieser Menschen, die jeden Raum sofort einnehmen können, ohne sich wirklich Mühe zu geben. Aber wer ihn länger kennt, merkt schnell, dass vieles davon ein selbstentworfener Mechanismus ist. Elijah hat sein ganzes Leben damit verbracht, sich uns sein Auftreten zu perfektionieren. Erwartungen zu erfüllen. Menschen eine Version von sich zu zeigen, die einfacher zu lieben ist als die echte. Doch die Menschen, welche ihm wirklich nahe stehen wissen, dass in ihm mehr kaputt ist, als es auf den ersten Blick scheint.
NameSienna Briggs
Age23 - 25 Jahre
SexualitySuch es dir aus
OccupationInfluencer
ResidenceChicago
AffiliationThe Inner Circle
Social classUpper Class
FaceclaimKennedy Walsh? Ist nur ein Vorschlag. Es sollte einfach zu dem Influencer Dasein passen · Flexible
RelationBest Friend
CombinableYes
Sie ist selbstbewusst, schlagfertig und ziemlich schwer aus der Ruhe zu bringen. Nach außen wirkt sie wie das typische Influencer-It-Girl: perfekt gestylt, immer unterwegs und scheinbar komplett unbeeindruckt von Aufmerksamkeit. Privat ist sie allerdings deutlich bodenständiger, loyal und eine der wenigen Personen, die Menschen sehr schnell durchschaut. Sie kann genauso chaotisch und impulsiv wie Elijah sein, weiß aber auch, wann sie ihn wieder auf den Boden holen muss. Wer einmal zu ihrem engen Kreis gehört, den lässt sie nur schwer wieder fallen.
02.Gemeinsame Story
Elijah und sie lernten sich mit ungefähr sechzehn auf einer Party kennen und verstanden sich überraschend schnell. Während viele ihn damals noch mit seiner Vergangenheit als „little Eli“ verbanden, behandelte sie ihn von Anfang an einfach wie jeden anderen. Aus gemeinsamen Partynächten, nächtlichen Fahrten durch Chicago und unzähligen Gesprächen wurde über die Jahre eine enge Freundschaft.
Als Elijah mit neunzehn wieder öffentlich auftauchte, war sie längst selbst in der Social-Media-Welt angekommen und verstand deshalb besser als die meisten, was der neue Hype mit ihm machte. Heute gehören beide zu The Inner Circle, besuchen gemeinsam Events, landen regelmäßig zusammen auf Social Media und gelten nach außen längst als eines dieser unzertrennlichen Influencer-Duos. Hinter den Kameras ist sie allerdings vor allem eines: eine der wenigen Personen, bei denen Elijah nicht performen muss.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words
Chat/GB geht etwas schneller von der Hand, Szenen langsamer. Aber ich bemühe mich zügig zu antworten
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Über The Inner Circle: @Noah Brooklyn Jones @Avaia Montclair @Marlee Meadows (ich hoffe ich habe niemanden vergessen). Dann vermutlich auch @Daisy Jane Calloway als gute Freundin von mir.
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Verschwinde nicht direkt wieder, bringe etwas Aktivität und eigene Ideen mit. Übe eine offene Kommunikation aus, auch auf PB-Ebene und connecte dich auch mit anderen, dann werden wir uns gut verstehen. Bei Fragen, stehe ich dir jederzeit zur Verfügung.
Avaia Montclair ist in Chicago aufgewachsen und kommt aus einer Familie, in der Geld immer da war. Ihr Vater Cassian Montclair hat ihr schon immer alles bezahlt. Kleidung, Reisen, Wohnung, Auto, Studium und Avaia musste sich um Geld nie Sorgen machen. Für ihn war sie immer sein kleines Mädchen und meistens bekam sie genau das, was sie wollte. Das hat sie verwöhnt gemacht, aber auch abhängig davon, dass andere Menschen ihr das Gefühl geben, wichtig zu sein. Ihre Mutter Seraphine war deutlich kälter. Sie achtete sehr darauf, wie Avaia aussieht und wie die Familie nach außen wirkt. Schon als Avaia jünger war, kamen ständig kleine Kommentare über ihre Figur, ihr Gesicht oder ihr Auftreten. Für andere klang das vielleicht harmlos, aber für Avaia blieb es hängen. Mit der Zeit fing sie an, sich selbst viel zu kritisch zu sehen. Avaia hat zwei Brüder. Lucien ist der älteste und der perfekte Sohn der Familie. Ruhig, vernünftig und längst auf dem Weg, irgendwann im Familienunternehmen eine wichtige Rolle zu übernehmen. Zu Avaia ist er freundlich, aber nicht besonders nah. Rome ist zwei Jahre älter als sie und deutlich chaotischer. Er war oft auf Partys, hatte Probleme mit Alkohol und brachte die Familie immer wieder in Schwierigkeiten. Trotzdem ist er Avaia näher als Lucien, weil er sie besser versteht und merkt, wenn es ihr schlecht geht. Mit fünfzehn bekam Avaia Probleme mit dem Essen. Erst wollte sie nur etwas abnehmen, später wurde daraus Kontrolle. Sie aß wenig, zählte Kalorien und fühlte sich schnell schlecht in ihrem eigenen Körper. Viele Menschen um sie herum bemerkten es nicht richtig, weil sie für ihr Aussehen eher Komplimente bekam. Das hat sie bis heute geprägt. Avaia wirkt selbstbewusst, aber sie zweifelt oft an sich und kontrolliert ständig, wie sie aussieht. Später baute sie sich über Social Media ein perfektes Bild auf. Schöne Outfits, teure Reisen, Fashion, Events und dieses Leben, um das andere sie beneiden sollten. Sie studiert Fashion Communication und Luxury Brand Management, weil Mode wirklich zu ihr passt. Sie liebt Kleidung, Marken, Kampagnen und alles, was mit Stil und Wirkung zu tun hat. Trotzdem ist ihr Content auch ein Schutz für sie. Solange alles schön aussieht, muss niemand sehen, wie unsicher sie eigentlich ist. Viele halten Avaia für verwöhnt, oberflächlich und anstrengend. Und manchmal ist sie das auch. Sie kann egoistisch sein, eifersüchtig und manipulativ, besonders wenn sie Angst hat, jemanden zu verlieren. Gleichzeitig steckt dahinter oft nicht Bosheit, sondern Unsicherheit. Avaia will geliebt werden, aber sie macht es anderen nicht leicht. Noah hat sie angezogen, weil er anders war als viele Männer aus ihren Kreisen. Er war ruhiger, schwerer zu lesen und wirkte nicht so, als müsste er ihr ständig gefallen. Am Anfang waren die beiden wirklich glücklich miteinander. Sie passten nach außen perfekt zusammen: schön, reich, bekannt, überall gesehen. Als Avaia Teil vom Inner Circle wurde, wurde genau das noch stärker. Vorher hatte sie schon Reichweite und bewegte sich in denselben Kreisen, aber dort wurde alles größer. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Partys, mehr Menschen, die ständig zuschauten. Avaia passte perfekt in diese Welt. Mit ihrem Fashion-Content, ihrem Aussehen und diesem teuren „it girl“-Image wurde sie schnell eines der bekannteren Gesichter dort. Auch ihre Beziehung mit Noah wurde im Inner Circle viel öffentlicher. Plötzlich waren sie nicht mehr nur Avaia und Noah, sondern dieses Paar, das alle sehen wollten. Auf Events, Reisen, Fotos, Partys. Anfangs liebten sie das vermutlich sogar. Doch mit der Zeit wurde genau diese Welt auch anstrengend. Im Inner Circle gab es ständig neue Menschen, schönere Frauen, mehr Aufmerksamkeit und mehr Vergleich. Avaia wurde dadurch unsicherer, auch wenn sie es nie zugegeben hätte. Wenn Noah sich zurückzog oder anderen Frauen Aufmerksamkeit schenkte, wurde sie schnell eifersüchtig und kontrollierend. Sie postete nach Streits perfekte Bilder, als müsste sie beweisen, dass zwischen ihnen noch alles stimmt. Noah wiederum wurde kalt und verschloss sich noch mehr. Trotz allem sieht sie, dass er nachts kaum schläft, dass seine Hände zittern oder dass er plötzlich verschwindet, wenn es ihm zu viel wird. Sie weiß nicht alles über seine Krankheit, aber genug, um Angst zu bekommen. Nur zeigt Avaia Angst selten auf eine gesunde Weise. Statt liebevoller zu werden, klammert sie mehr, fragt zu viel, kontrolliert zu viel und macht damit vieles schlimmer. Nach außen wirken Avaia und Noah immer noch wie ein perfektes Paar. Schön, reich, erfolgreich, mitten im Inner Circle. Aber eigentlich sind beide ziemlich kaputt. Avaia versucht verzweifelt, alles schön aussehen zu lassen, weil sie Angst hat, dass es sonst einfach alles zerbricht.
NameValentina De Vere
Age23 y/o
Sexualitylike u want to
OccupationModedesignerin eines eigenen Labels, oder irgendwie sowas in die Richtung
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMadelaine Petsch fand ich persönlich unglaublich passend, aber neue Vorschläge sind gerne gesehen · Flexible
RelationBest Bitch since ever
CombinableYes
Valentina { Platzhalter } ist elegant, kontrolliert und genau die Art Frau, die jeden Blick automatisch auf sich zieht. Keine typische Influencerin, sondern eher eine moderne Modeikone. Sie zeigt online nur ausgewählte Einblicke ihres Lebens und wirkt dadurch noch exklusiver. Mit ihrem eigenen High-Fashion-Label wurde sie schnell bekannt und gehört inzwischen zu den gefragteren Namen in der Fashionwelt. Avaia ist eines der Gesichter ihrer Marke, weshalb die beiden oft gemeinsam auf Kampagnen, Events oder Fashion Weeks auftauchen.
Sie ist ehrgeizig, perfektionistisch und achtet extrem darauf, wie sie wirkt. Fehler oder Schwäche zeigt sie kaum, weshalb viele sie für kühl oder arrogant halten. Tatsächlich steckt dahinter aber jemand, der große Angst davor hat, nicht genug zu sein oder die Kontrolle zu verlieren. Valentina kann loyal, aufmerksam und charmant sein, hat aber auch eine manipulative Seite. Sie weiß genau, wie sie Menschen lesen und Situationen beeinflussen kann.
02.Gemeinsame Story
Valentina ist vermutlich der wichtigste Mensch in Avaias Leben außerhalb ihrer Familie und Noah. Die beiden hängen seit ihrer Kindheit aneinander wie Klebstoff. Sie kennen alte Familiengeheimnisse, erste Abstürze, peinliche Jugendphasen, erste Lieben und die schlimmsten Seiten voneinander. Bei Valentina fühlt sich Avaia oft sicherer als bei vielen anderen Menschen, weil sie beide einfach so gleich sind. Gleichzeitig triggern sie sich gegenseitig extrem. Beide wurden damit großgezogen, perfekt aussehen zu müssen. Beide vergleichen sich ständig mit anderen Frauen. Beide leben von Aufmerksamkeit, Schönheit und Status. Es gibt Momente, in denen sie wie Schwestern wirken und andere, in denen ihre Freundschaft fast zerstörerisch wird. Eifersucht, Kontrolle, Konkurrenz. Gerade weil sie sich so ähnlich sind. Trotzdem würden beide vermutlich alles stehen und liegen lassen, wenn die andere wirklich Hilfe braucht. Selbst wenn sie sich fünf Stunden vorher noch angeschrien haben.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short
Activity / own words
Ich schreibe eher in Chats oder GBs und auch kürzere Texte, weil ich bei langen Texten immer ewig brauche, aus eigener Erfahrung. Aber ich bin auch offen dafür, sofern Geduld für mich aufgebracht wird. <3
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Auf jeden Fall @Noah Brooklyn Jones als mein fester Freund. Ich denke du wirst vielleicht auch @Marlee Meadows und @Daisy Jane Calloway kennen, sowie das Anhängsel von Noah, nämlich @Elijah Carter
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Hello und Glückwunsch, du hast es bis hier her geschafft. Deine Rolle ist eine wirklich wichtige Rolle in Avaias Leben und genau deswegen wünsche ich mir, dass du vor hast ein fester Teil von mir und dem Forum zu werden. Aktivität wäre natürlich toll, jedoch musst du keine Angst haben, dass ich diesbezüglich Stress mache, wenn mal nichts kommt oder das RL dich auffrisst. Aber mit mir wirst du eine loyale Playpartnerin haben. Anschluss findest du hier sicherlich genug, alleine über die Upper Class - Menschen bei The Inner Circle, auch wenn du nicht direkt dazu gehörst zu dieser Gruppe. Hab' einfach Spaß und Bock, alles weitere wird sich klären. Vielleicht sehen wir uns schon bald in den Fragen?
OccupationFreiberuflicher Schriftsteller (spezialisiert auf Krimi, Psychothriller & Dark Romance)
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimJacob Elordi
Gesuchter
Freie Wahl
Age26-28 Jahre
OccupationDeine Entscheidung
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMaybe Katherine McNamara oder Jennifer LawrenceFlexible
01.Short facts
Full nameCayden Evan MacRaven
Age28 Jahre
SexualityBisexuell
OccupationFreiberuflicher Schriftsteller (spezialisiert auf Krimi, Psychothriller & Dark Romance)
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimJacob Elordi
Cayden Evan MacRaven wurde am 18. Januar 1998 in Edinburgh geboren und wuchs in einer Familie auf, deren Geschichte weit älter war als er selbst. Das alte Steinhaus der MacRavens lag am Rand der Royal Mile und war weniger ein gewöhnliches Zuhause als vielmehr ein lebendiges Archiv der Familiengeschichte. Hinter schweren Holztüren, dunklen Fluren und hohen Fenstern hingen verblasste Porträts längst verstorbener Familienmitglieder, während sich in den Regalen alte Bücher, Geschäftsbücher und handschriftliche Aufzeichnungen stapelten. Die MacRavens führten seit dem 18. Jahrhundert eine traditionsreiche Gin-Destillerie, deren Name über Generationen hinweg mit Qualität, Wohlstand und schottischer Handwerkskunst verbunden worden war. Für die Öffentlichkeit war die Familie ein Beispiel für erfolgreichen Unternehmergeist, doch innerhalb der Mauern existierte eine andere Geschichte, die von Verlusten, Streitigkeiten, rätselhaften Todesfällen und Geheimnissen geprägt war.
Die eigentlichen Wurzeln der MacRavens reichten sogar bis ins 17. Jahrhundert zurück. Cayden kannte bereits als Kind zahlreiche Geschichten über seine Vorfahren, wobei besonders eine immer wieder erzählt wurde. Sein Urgroßvater Alastair war unter mysteriösen Umständen in einem der Lagerhäuser der Destillerie ums Leben gekommen. Offiziell hatte man seinen Tod als tragischen Unfall bezeichnet, doch unter den älteren Arbeitern hielt sich hartnäckig die Überzeugung, Alastair habe vor seinem Sturz den Verstand verloren. Es hieß, er habe Stimmen gehört, sich verfolgt gefühlt und sei schließlich schreiend in den Tod gestürzt. Andere behaupteten, er habe kurz vor seinem Tod etwas entdeckt, das niemals hätte ans Licht kommen dürfen. Über die Jahre entwickelte sich daraus die Legende eines Fluches, der angeblich auf der Familie lag. Cayden wusste nie, welche Version der Wahrheit entsprach, doch schon als Kind faszinierte und beunruhigte ihn die Geschichte gleichermaßen.
Während andere Kinder mit Märchen und Abenteuergeschichten aufwuchsen, verbrachte Cayden seine frühen Jahre mit den düsteren Erzählungen seiner Familie. Er war ein stilles Kind, das viel beobachtete und sich nur selten in den Mittelpunkt drängte. Bücher wurden schon früh zu seinem Rückzugsort, weil er in ihnen Welten fand, die er selbst kontrollieren konnte. Besonders Geschichten über ungelöste Verbrechen, alte Familiengeheimnisse und Menschen mit widersprüchlichen Motiven zogen ihn an. Bereits in der Grundschule begann er damit, kleine Geschichten zu schreiben. Zunächst waren es nur kurze Texte, die er in Schulhefte kritzelte, später wurden daraus ganze Kapitel, die er unter erfundenen Namen verfasste. Er erzählte niemandem, wie viel Zeit er damit verbrachte, weil ihm seine Geschichten zu persönlich erschienen.
Die Beziehung zu seinem Zwillingsbruder Callum war schon in ihrer Kindheit komplizierter, als es die enge Verbindung zwischen Zwillingen vermuten ließ. Die beiden waren gemeinsam aufgewachsen und teilten zahlreiche Erinnerungen, entwickelten sich jedoch zunehmend in unterschiedliche Richtungen. Callum war extrovertierter, selbstbewusster und deutlich besser darin, die Erwartungen ihres Vaters zu erfüllen. Er interessierte sich früh für die wirtschaftliche Seite des Familienunternehmens und schien keinerlei Schwierigkeiten damit zu haben, sich in die Welt der MacRavens einzufügen. Cayden hingegen stellte Fragen, die niemand hören wollte, beobachtete lieber, als sich einzumischen, und interessierte sich mehr für die Geschichten hinter den Menschen als für die Zahlen hinter der Destillerie. Zwischen den Brüdern entstand dadurch kein offener Hass, sondern vielmehr eine stille Distanz, die mit den Jahren immer schwieriger zu überbrücken wurde.
Als Cayden dreizehn Jahre alt war, veränderte sich sein Leben grundlegend. Sein Vater hatte längst größere Pläne für die Familie und wollte die Marke MacRaven Gin auf dem amerikanischen Markt etablieren. Die Entscheidung, Schottland zu verlassen, wurde deshalb weniger als Familienentscheidung und mehr als geschäftliche Notwendigkeit betrachtet. Cayden musste seine Heimat, seine Schule, seine vertraute Umgebung und den alten Familiensitz zurücklassen. Die Familie zog zunächst nach Las Vegas, Nevada, wo sein Vater begann, das amerikanische Standbein des Unternehmens aufzubauen. Für Cayden war die Stadt ein radikaler Gegensatz zu Edinburgh. Die schottischen Steinhäuser, der Nebel und die alten Friedhöfe waren einer grellen, lauten Stadt gewichen, die niemals wirklich zu schlafen schien. Trotzdem nahm er einen Teil seiner alten Heimat mit sich, denn einige Bücher und persönliche Aufzeichnungen durften ihn begleiten.
Auch seine Schulzeit in Las Vegas wurde von diesem Umbruch geprägt. Während Callum schnell Anschluss fand und sich problemlos in das neue Umfeld einfügte, brauchte Cayden deutlich länger, um sich einzuleben. Er war der stille Schüler, der lieber in der Bibliothek saß als auf Partys zu gehen, und dessen Lehrer schnell bemerkten, dass er außergewöhnlich gut schreiben konnte. Besonders im Englischunterricht fiel sein Talent für Geschichten und komplexe Figuren auf. Seine Aufsätze waren häufig düsterer als das, was man von einem Jugendlichen seines Alters erwartete, gleichzeitig aber bemerkenswert detailliert und sprachlich sicher. Ein Lehrer erkannte früh, dass Cayden nicht einfach nur Geschichten schrieb, sondern ein außergewöhnlich gutes Gespür dafür besaß, menschliche Abgründe zu beschreiben.
Während seiner Teenagerjahre begann Cayden, sich intensiver mit dem Schreiben auseinanderzusetzen. Er experimentierte mit Kriminalgeschichten, psychologischen Thrillern und später auch mit Dark Romance. Seine Figuren waren selten eindeutig gut oder böse, sondern bewegten sich meist irgendwo dazwischen. Beziehungen wurden von Macht, Geheimnissen, Schuld und Abhängigkeit geprägt, während Familien in seinen Geschichten häufig an Dingen zerbrachen, die sie jahrelang voreinander verborgen hatten. Vieles davon war Fiktion, doch immer wieder fanden sich darin Elemente seiner eigenen Vergangenheit. Die Geschichte um Alastair tauchte in unterschiedlichen Formen auf, ebenso wie die schwierige Beziehung zwischen zwei Brüdern und die Darstellung eines Vaters, dessen Ehrgeiz langsam alles zerstörte, was ihm eigentlich wichtig sein sollte.
Sein Vater betrachtete diese Entwicklung mit wachsendem Misstrauen. Für ihn war Schreiben keine ernsthafte Beschäftigung und schon gar keine Zukunftsperspektive für einen MacRaven. Cayden sollte lernen, Verantwortung für das Familienunternehmen zu übernehmen und irgendwann seinen Platz innerhalb der Firma einzunehmen. Dass sein Zwillingsbruder Callum sich genau in diese Richtung entwickelte, machte Caydens Situation zusätzlich schwierig. Callum wurde zunehmend zum bevorzugten Sohn seines Vaters, während Cayden immer stärker das Gefühl bekam, nicht in die Familie zu passen. Seine Mutter versuchte, zwischen den unterschiedlichen Persönlichkeiten ihrer Söhne zu vermitteln, doch auch sie hatte längst gelernt, sich dem Willen ihres Ehemannes unterzuordnen. Cayden liebte sie, wusste jedoch gleichzeitig, dass sie ihm niemals den Schutz geben konnte, den er sich als Kind von ihr gewünscht hatte.
Nach seinem Schulabschluss entschied sich Cayden schließlich bewusst gegen eine Zukunft im Familienunternehmen. Er widmete sich zunächst seinem Studium und arbeitete nebenbei an seinen ersten längeren Manuskripten. In dieser Zeit entwickelte er auch eine Leidenschaft für Recherche. Er las alte Zeitungsartikel, studierte historische Dokumente und begann, sich mit der Geschichte seiner eigenen Familie auseinanderzusetzen. Was zunächst nur eine Inspirationsquelle für seine Geschichten gewesen war, entwickelte sich allmählich zu einer regelrechten Obsession. Cayden wollte wissen, was tatsächlich mit Alastair geschehen war. Je mehr er über die Vergangenheit der MacRavens herausfand, desto weniger glaubte er an die offizielle Version seines Todes.
Seine ersten veröffentlichten Werke erschienen schließlich unter dem Pseudonym C. E. Raven. Cayden entschied sich bewusst gegen seinen Familiennamen, weil er seine Bücher unabhängig von der Macht und dem Ruf der MacRavens veröffentlichen wollte. Gleichzeitig war das Pseudonym eine kleine Anspielung auf seinen eigenen Namen und seine Vorliebe für düstere Geschichten. Unter C. E. Raven veröffentlichte er zunächst Kriminalromane und psychologisch geprägte Dark-Romance-Romane, deren Erfolg langsam, aber stetig wuchs. Seine Bücher waren keine leichten Geschichten. Sie handelten von obsessiver Liebe, Verrat, Schuld, Familiengeheimnissen und Menschen, die an ihrer eigenen Vergangenheit zu zerbrechen drohten. Gerade diese düstere Atmosphäre entwickelte sich jedoch zu seinem Markenzeichen.
Mit zunehmendem Erfolg entfernte sich Cayden auch räumlich von seiner Familie. Nach seiner Zeit in Las Vegas zog es ihn schließlich nach Chicago. Die Stadt bot ihm genau das, wonach er gesucht hatte: Anonymität, kulturelle Vielfalt und genügend Distanz zu den MacRavens, ohne dass er sich vollkommen von der Welt zurückziehen musste. Er bezog eine Wohnung in einem ruhigeren Teil der Stadt und richtete sich dort ein Arbeitszimmer ein, das schnell zu seinem wichtigsten Rückzugsort wurde. Zwischen Bücherregalen, alten Notizbüchern, Recherchematerial und mehreren Schreibmaschinen verbrachte er oft ganze Nächte mit seiner Arbeit. Chicago wurde für ihn nicht nur ein neuer Wohnort, sondern der erste Ort, an dem er das Gefühl hatte, sein Leben tatsächlich selbst bestimmen zu können.
Trotz seines Erfolges blieb das Verhältnis zu seiner Familie angespannt. Sein Vater empfand Caydens Bücher zunehmend als Verrat, weil er darin immer wieder Parallelen zur Geschichte der MacRavens erkannte. Cayden hatte nie behauptet, seine Familie direkt zu beschreiben, doch Menschen, die ihn kannten, wussten, woher viele seiner Ideen stammten. Auch Callum blieb eine komplizierte Figur in seinem Leben. Einerseits war Cayden stolz darauf, was sein Bruder erreicht hatte, andererseits erinnerte ihn Callum ständig an den Teil seines Lebens, dem er entkommen wollte. Zwischen ihnen gab es noch immer eine Verbindung, die sich nicht vollständig lösen ließ, doch ebenso wenig gelang es ihnen, die alten Spannungen hinter sich zu lassen.
Je erfolgreicher Cayden als Schriftsteller wurde, desto intensiver beschäftigte er sich mit der Vergangenheit seiner Familie. Für seine Romane recherchierte er nicht nur in öffentlichen Archiven, sondern suchte gezielt nach ehemaligen Mitarbeitern der Destillerie. Er fand alte Geschäftsunterlagen, Briefe und Tagebücher, die über Jahrzehnte in privaten Sammlungen verschwunden gewesen waren. Manche dieser Dokumente enthielten Informationen, die nie Teil der offiziellen Familiengeschichte geworden waren. Cayden begann sich zunehmend zu fragen, ob Alastair tatsächlich dem Wahnsinn verfallen war oder ob sein Urgroßvater etwas entdeckt hatte, das die Familie um jeden Preis geheim halten wollte.
Besonders beunruhigend wurde es, als Cayden während seiner Recherche auf einen alten Brief stieß, der Alastair zugeschrieben wurde. Das vergilbte Papier war beschädigt und an einigen Stellen kaum noch lesbar, doch einzelne Passagen waren deutlich genug, um Caydens Interesse endgültig zu wecken. Darin war von Stimmen im Gemäuer, verborgenen Geheimnissen und Dingen die Rede, die niemals hätten erforscht werden dürfen. Auch der Gin der Familie wurde in einer Weise erwähnt, die Cayden nicht einordnen konnte. Der Brief lieferte keine eindeutigen Antworten, sondern warf lediglich noch mehr Fragen auf. Für Cayden war er trotzdem von unschätzbarem Wert, denn zum ersten Mal besaß er etwas, das darauf hindeutete, dass die Geschichte um Alastair möglicherweise einen wahren Kern hatte.
Seitdem arbeitet Cayden an seinem bislang persönlichsten und dunkelsten Roman. Im Mittelpunkt steht ein alter Familienclan, der über Generationen hinweg von Macht, Alkohol und Geheimnissen zusammengehalten wird. Ein Zwillingspaar steht sich gegenüber, Loyalität wird zu Verrat und ein Familiengeheimnis droht alles zu zerstören, was über Jahrhunderte aufgebaut wurde. Je weiter Cayden schreibt, desto häufiger verschwimmen für ihn die Grenzen zwischen seiner eigenen Vergangenheit und der Geschichte, die er erschafft. Seine Figuren erinnern ihn an Menschen aus seinem Leben, Ereignisse aus dem Roman scheinen sich mit alten Familiengeschichten zu überschneiden und die Gestalt seines Urgroßvaters taucht immer wieder in seinen Träumen auf.
Cayden weiß selbst nicht mehr, ob seine zunehmende Beschäftigung mit Alastair lediglich das Ergebnis jahrelanger Recherche ist oder ob er sich langsam zu sehr in der Vergangenheit verliert. Manchmal glaubt er nachts Stimmen zu hören, obwohl er rational weiß, dass niemand in seiner Wohnung ist. Dann fragt er sich, ob er lediglich zu viel Zeit mit den Geschichten seiner Vorfahren verbracht hat oder ob es tatsächlich Dinge gibt, die sich nicht logisch erklären lassen. Die Erinnerung an Alastairs Schicksal begleitet ihn dabei wie ein Schatten, denn je mehr Cayden über seinen Urgroßvater herausfindet, desto weniger kann er sich davon überzeugen, dass dessen Tod ein gewöhnlicher Unfall gewesen sein soll.
Heute ist Cayden 28 Jahre alt und lebt in Chicago, weit entfernt von der alten Heimat der MacRavens und doch stärker mit ihr verbunden als jemals zuvor. Er hat sich als Schriftsteller unter dem Namen C. E. Raven einen eigenen Ruf aufgebaut und könnte sich eigentlich darauf konzentrieren, seine Karriere weiter auszubauen. Stattdessen ist er besessen davon, die Wahrheit über seine Familie herauszufinden. Er weiß, dass jede weitere Spur ihn tiefer in eine Vergangenheit führt, die sein Vater lieber begraben wissen würde, und dass seine Nachforschungen seine ohnehin brüchige Beziehung zu Callum endgültig zerstören könnten.
Für Cayden ist Schreiben längst mehr als ein Beruf geworden. Es ist seine Möglichkeit, Dinge auszusprechen, über die seine Familie seit Generationen schweigt. Jede Geschichte ist ein Stück Vergangenheit, das er aus den Schatten holt, jede Figur trägt einen Teil seiner eigenen Erfahrungen in sich. Vielleicht wird sein nächstes Buch tatsächlich nur ein Roman bleiben. Vielleicht wird es aber auch die Wahrheit über die MacRavens enthüllen.
Und während irgendwo in Schottland noch immer die alten Mauern der Destillerie stehen und der Name MacRaven Gin für Tradition und Erfolg steht, sitzt Cayden in seiner Wohnung in Chicago über seinen Aufzeichnungen und arbeitet weiter. Vor ihm liegt Alastairs alter Brief, daneben stapeln sich Notizen, Bücher und Dokumente aus einer Vergangenheit, die eigentlich längst abgeschlossen sein sollte. Cayden weiß nicht, was er am Ende seiner Recherche finden wird. Er weiß nur, dass er nicht mehr zurück kann. Denn wenn die Geschichte seiner Familie tatsächlich ein Geheimnis verbirgt, das seit Generationen bewahrt wurde, dann will Cayden derjenige sein, der es ans Licht bringt – selbst wenn die Wahrheit am Ende gefährlicher ist als jede Geschichte, die er jemals geschrieben hat.
NameFreie Wahl
Age26-28 Jahre
SexualityFreie Wahl
OccupationDeine Entscheidung
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMaybe Katherine McNamara oder Jennifer Lawrence · Flexible
RelationONS & Mutter meines Sohnes
CombinableYes
Das wichtigste ist eigentlich das sie eine Frau aus der Oberschicht ist und aus der High Society kommt, aber trotzdem mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie soll definitiv von niemanden abhängig sein, sondern eine selbstbewusste Frau sein die ihren eigenen Weg gegangen ist und darauf stolz ist was sie erreicht hat. Nebenbei ist sie Mutter mit Leib und Seele, auch wenn es nicht geplant war. Sie geht in ihrer Rolle als Mama vollständig auf.
02.Gemeinsame Story
Vermutlich kennen sich Cayden und du schon sehr lange. Als Mitglied der MacRaven Familie ist Cayden wohl alles andere als unbekannt und das gleiche trifft eben auch auf dich zu. Du bist ebenfalls Teil einer alten, sehr bekannten Familie mit einem großen Namen. Es ist naheliegend das unsere Eltern sehr eng befreundet sind und wir beide so natürlich ebenfalls in Kontakt gekommen sind. Vorzugsweise solltest du da vielleicht ursprünglich aus Schottland stammen und wir beide sollten dabei auch nicht wenig Kontakt zueinander haben. Immer wieder treffen wir eben aufeinander, beginnen dann aber auch uns immer besser zu verstehen. Es kommt zum Sex zwischen Cayden und dir, doch ihr seit euch einig. Es ist nur ein ONS. Nichts was tiefer geht. Also keine Gefühle oder ewige Versprechen. Einfach nur Spaß. Aber der Spaß hat folgen, denn nur kurze Zeit später erfährst du das du schwanger bist. Der Vater des Kindes eindeutig ich. Inzwischen ist unser Kontakt allerdings weniger geworden, auch weil ich derweil umgezogen bin und inzwischen in Chicago lebe. Seither haben wir kein Wort miteinander gewechselt. Ich weiß somit nicht das ich bereits Vater bin und auch deine Eltern sind der Ansicht das ein sich ein uneheliches Kind nicht gut macht. Somit überreden sie dich am Ende dazu deinen eigenen Sohn als deinen Bruder auszugeben und nicht als deinen Sohn. Eine Lüge die du allen auftischen musst und worunter du leidest. Trotzdem hälst du es aufrecht. Dumm ist eben nur das der Kleine eine absolute Kopie von mir ist und mir unglaublich ähnlich sieht. So kommt es dann auch nach 3 Jahren Funkstille dazu das wir wieder aufeinander treffen und auch mir erzählst du die Lüge, in der Hoffnung ich durchschaue es nicht.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words
Meine Aktivität kommt immer auf mein Real Life an. Ich schreibe so wie ich Zeit und Muse habe, daher kann ich nicht fest sagen wann Antworten kommen. Ich versuche niemanden lange warten zu lassen und falls doch dann melde ich mich ab.
04.Letzte Worte
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Es freut mich natürlich das du Interesse an der Rolle hast. Falls du Fragen hast, dann stelle sie mir gerne. Ich lege großen Wert auf Kommunikation, also sollte was sein melde dich. Ich habe viel Verständnis für das Real Life, denn ich kenne das selbst wenn es gnadenlos zuschlägt. Aber ich erwarte natürlich trotzdem das du öfter als einmal im Monat anwesend bist und auch Kontakt besteht. Sollte dir doch mal was dazwischen kommen, dann einfach abmelden. Ich hasse es nämlich wenn man mich ghostet. Was aus uns beiden wird das ist offen und entscheidet das Play, denn ich lege mich bei sowas ungern fest. Ich bin gespannt und freue mich auf dich.
Hast du dich jemals gefragt, was du alles tun würdest, wenn du eine zweite Chance auf ein neues Leben erhältst? Wenn alles, wovon du immer geträumt hast, auf einmal greifbar ist? Was würdest du tun?
Dein Leben beginnt ziemlich ereignislos, denn du wirst als letztes Kind in eine Familie hinein geboren, in der man nie nach etwas fragen musste — es gab ausnahmslos alles in beinah verschwenderischer Übermenge. Der Name Laurent hat nicht nur Türen, sondern wortwörtlich den Himmel eröffnet; maßgebender Marktführer, wenn es um die Entwicklung modernster Luftfahrttechnologie, hochpräziser Flugzeugkomponenten und exklusiver Aviationlösungen geht. Privatjets wurden mehr gesammelt als Luxuswagen, um auch nach außen hin zu zeigen, dass man hinter der eigenen Marke stand. Aber mit dem öffentlichen Anblick, mit diesem Privileg für das andere Sterben würden, kamen auch Erwartungen. Und entgegengesetzt der Erwartungen, so warst du doch körperliche die Schwächste, erfülltest du alle Erwartungen. Zeitweise sogar mit solch einer Leichtigkeit, weshalb dich Silas und Sloane damit nur zu gerne aufgezogen haben. Einen Streber musste es bei Drillingen doch immer geben, nicht wahr? Du warst die Tochter, die man perfekt präsentieren konnte. Die wusste, wie man sich der Etikette anpasste, wie man höflich lächelte, ohne das es zwanghaft aussah. Und vielleicht war auch genau das der Grund, wieso niemand deinen Wandel verstand. Wie aus Sonnenschein nichts anderes als allesverschlingende Dunkelheit werden konnte.
Die Geschichte deiner Familie war besser getaktet als ein Schweizer Uhrwerk. Sullivan war als Erstgeborener dafür verantwortlich, jegliche Verantwortung zu übernehmen — für das Unternehmen, aber auch stellvertretend für die Geschwister. Und doch war es Savannah, deine große Schwester, die immer ein wenig erwachsener als jeder andere wirkte, aber gerne von den Eltern übersehen wurde. Und dann gab es da noch.. euch. Silas, Sloane und dich. Die Drillinge, die beinah alle zeitgleich auf die Welt gekommen waren und vom ersten Schrei im Kreissaal eine Verbindung hatten, die sich nie gänzlich greifen oder erklären ließ. Während Silas immer derjenige war, der sich schützend vor seine gleichaltrigen Schwestern stellte, war Sloane schon immer die unermüdliche Energie des Trios. Und du? Du warst die Ruhe in dem Sturm beider; aber du warst weder schüchtern, noch unsicher. Während Silas und Sloane im hiesigen Garten fangen spielten, sahst du nicht zu selten von der Terrasse aus zu. Nicht, weil du nicht mitspielen wolltest, aber weil du zu schnell außer Atem warst. Weil du dazu bestimmt warst, vorsichtiger sein zu müssen, was nicht zuletzt dazu führte, dass du mit Intelligenz und Attitude überzeugen musstest. Der angeborene Herzfehler war abzusehen, war es doch herkömmlich, dass bei einer Drillingsgeburt einer der Drillinge schwächer war. Und das Schicksal entschied sich einfach dazu, deine Kindheitstage mit bedeutend vielen Arztterminen, Untersuchungen und Regeln zu füllen: Keine Überanstrengungen, früh erprobte Achtsamkeit, lernen, auf die Signale deines Körpers zu hören. Als Kind hast du dich schwer getan, all das in seinem Fundament zu verstehen, aber du hast die Angst deiner Familie gespürt. Wie Silas einen Beschützerinstinkt entwickelte, der dich auf kurz oder lang wahnsinnig machen würde. Wenn du zu lange mit Sloane gespielt hast, war er derjenige, der dich an Ruhepausen erinnerte. Sloane wiederum war das genaue Gegenteil.. sie nahm deine Krankheit nicht ernst. Nicht etwa, weil es ihr egal war, sondern weil sie sich schlichtweg weigerte dich als krankes Kind anzusehen. Sie versuchte sicherzustellen, dass in einem Netz, in dem nur Entscheidungen über dich anstatt mit dir getroffen worden sind, du in solch kleinen Momenten zumindest Mitspracherecht hast.
Dadurch, dass du körperlich aufgrund des schwachen Herzens eingeschränkt bist, passt du dich immer mehr der Rolle der Vorzeigetochter an. Du kannst körperlich vielleicht nicht glänzen, aber dafür zahlst du mit Verstand und Überzeugung. Du bist diszipliniert und gehst nahtlos in die Gesellschaft über, die man für dich auserwählt hat. Du verstehst dich richtig zu verhalten, du wirst herzlich und doch ziemlich früh in die geschäftlichen Essen eingeschleust, wenngleich auch vorerst als stiller Beobachter. Du lernst stundenlang Smalltalk zu führen, obwohl du dir innerlich den Revolver schon an die Schläfe legst. Aber du bist nun mal die Vorzeigetochter, und wann immer deine Eltern dich vorstellen, klingt es beinah wie eine Bewerbung: Sutton Laurent, ihr jüngster Drilling. Die hauseigene Erfolgsgeschichte — etwas, worüber du nicht einmal unglücklich bist. Nein, es erfüllt dich einerseits mit dem blanken Gefühl von Stolz und dein Ehrgeiz wird geweckt mehr als das zu erreichen. Hast du als Kind immer davon geträumt, Astronautin zu werden, so wolltest du dir jetzt lieber etwas eigenes im Familienunternehmen aufbauen.
Und auch wenn Silas und Sloane dich damit nur noch mehr aufziehen, belächelst du es nur. Du kannst nicht wie Silas dem Traum von Eishockey nachgehen, du kannst nicht wie Sloane eine anmutige Tänzerin werden, das macht dein Herz nicht mit. Du kannst zwar auch noch lange nicht mit dem Können von Sullivan mithalten, aber du lernst ordentlich von Savannah. Und trotz der Dynamik war es Sloane, die dir auch jetzt am nächsten war. Nicht, weil immer alles harmonisch war.. nein, eher das Gegenteil. Ihr streitet euch wegen den banalsten Dingen; Kleidern, Jungs, Partys, diese (laut Sloane) ätzenden Familienregeln. Aber am Ende war es immer wieder Sloane, die dich deine Einschränkung vergessen ließ; bei der du mehr Mensch als Krankheit warst. Sie ist der Impuls, der dich auch mal dazu verleitet, Chaos anzunehmen und zu erforschen, als immer nur dem Regelwerk zu folgen. Wenn du noch nachdenkst, hat sie längst gehandelt. Nicht zu selten zu dem Leidwesen von Silas, der zeitgleich dein größter Beschützer aber auch Gegner ist: Denn während Slo dich dazu bringt, deine Grenzen gelegentlich auszutesten, versucht Silas ständig, sie für dich zu definieren.
Du hast die Highschool mit Bravour bestanden und dich schnell für ein Studium im Bereich Business & Aerospace Engineering entschieden. Du hast deinen festen Freundeskreis und ein umfassend vertrautes Verhältnis mit deinen Geschwistern, und auch deine Eltern sehen dich weiterhin als wertvolles Mitglied der Familie als auch Gesellschaft an. Dein Leben verläuft bisher ziemlich gut, oder nicht? Dein Herz funktioniert noch, auch wenn es unausgesprochen im Raum steht, dass es irgendwann ersetzt werden muss. Dir ist auch bewusst, dass es nicht einfach ist auf eine Transplantationsliste nach oben zu rutschen, aber als du mit einem Mal im Krankenhaus wach wirst und dich vor Schmerzen kaum bewegen kannst, verstehst du gar nicht, wo du bist. Mühsam greifst du dir an die Brust, und fühlst frisches Narbengewebe unter deinen Fingern. Dein Kopf dröhnt und Bilder spielen sich ungefiltert vor deinem geistigen Auge ab, die du zuerst nicht in Zusammenhang bringen kannst. Sloane, die Party, ihr hattet beide getrunken. Silas wollte euch abholen, aber er war nie aufgetaucht, also versicherte Sloane dir, dass sie noch fahrtüchtig war. Ihr hattet diskutiert, du hattest etliche Male nachgefragt, aber du hast ihr vertraut, also warst du eingestiegen. Und jetzt war es nicht der Autositz, auf den dein Hintern lag, sondern ein.. Krankenhausbett. Und als du um dich herum blickst, konntest du sie nicht finden. Wo war Sloane? Und wieso fühlte sich dein Körper so.. anders an? Irgendetwas war fremd, und damit meintest du nicht die Nähte auf deiner Brust. Es war eher das, was darunter war.. dein Herz. Es fühlte sich so falsch stark an. Kurzerhand standen Sullivan und Savannah in deinem Zimmer, und trotz der betörenden Benommenheit und dem endlosen Pochen in deinem Kopf hattest du nur eine Frage: Wo war Sloane? Du merkst, wie sie versuchen deiner Frage zu umgehen, aber du antwortest auf nichts. Es gibt immer nur drei Worte, die du wiederholst wie ein Mantra. Wo ist Sloane? Aber als auch Silas hinzukam und dich kaum ansehen konnte, wusstest du es. Du erinnerst dich an quietschende Reifen, an den Geruch von auslaufendem Benzin, auf kaputtes Metall. Dem Geschmack von Blut, und diese allesverschlingende Dunkelheit. Aber als sie es aussprachen, war es schlimmer als jeglicher Schmerz, der Beweis dafür war, dass du noch lebtest: Sloane war tot. Sie hatte es im Gegensatz zu dir nicht überlebt. Und solltest du bis hier hin denken, dass das der schlimmste Teil war an der Geschichte, so wusstest du noch lange nicht, welche Bürde Sullivan für dich auf sich genommen hatten; und welche dunklen Geister seither auch Silas heimsuchen würden.
Es kostete Wochen auf der Intensivstation, dann noch die Rehabilitation und etliche Nachsorgeuntersuchungen — letzteres kanntest du immerhin aus der Kindheit, nur das dieses Mal Sloane fehlte, die dir trotz der ausdrücklichen Warnungen der Ärzte so viel Eis besorgte, wie du nur so schnell verschlingen konntest. Nein, dieses Mal warst du allein, auch wenn sich wieder alle Augen auf dich richteten. Die Ärzte und Medien sprachen von einer zweiten Chance und dem einschneidenden Verlust einer geliebten Seele. Aber niemand verstand, was das mit dir machte. Du trauerst, selbstverständlich, wirst heimgesucht von Schuldgefühlen. Es fällt dir zuerst schwer überhaupt in ein Auto zu steigen, du hörst dir krampfhaft alte Sprachnachrichten an, um ihre Stimme nicht zu vergessen. Du fragst dich still, wieso du überlebt hast, wenn du doch von den Drillingen wenn überhaupt dazu bestimmt warst, früh zu sterben. Wieso Sloane? Du warst dein Leben lang vorsichtig und was hatte dir das gebracht? Und das war der Moment, als der Sonnenschein dem Schatten wich. Du hast dein ganzes Leben lang damit verbracht, auf deinen Körper zu hören, aufzupassen, Regeln zu befolgen. Du hast brav deine Medikamente genommen, nicht zu viel getobt, du warst schlichtweg vernünftig. Du hast die Sommer in Frankreich, der Herkunft deiner Familie, verkürzt um passend für Untersuchungen wieder im Lande zu sein. Und dennoch standest du in schwarz gekleidet auf der Beerdigung deines Drillings.
Es hat langsam begonnen — erst hattest du dich verschanzt, Verabredungen abgesagt, Menschen gemieden. Nur um dann planlos rauszugehen, zu feiern, das zu leben, wofür Sloane gestanden hat. Zu tanzen, wie sie es sonst tat. Du probierst Dinge aus, die du früher niemals gemacht hättest (kam hier der Zugang zu The Privé und Cloud Nine doch nur gelegen) und irgendwann beginnst du bewusst Risiken einzugehen. Nicht, weil du sterben möchtest aber weil du das Gefühl hast, dass du nach Sloanes Tod endlich selbst entscheiden musst, was dein Leben wert ist. Für sie, als auch für dich. Das Verhältnis mit Silas wird komplizierter, weil er mehr klammert, während du mehr Freiheit forderst.
Heute bist du 23 und ein Widerspruch auf zwei Beinen. Du hast noch immer diese perfekte Ausstrahlung, weißt dich situationsbedingt dem Umfeld anzupassen, aber sobald die Vorhänge sich zuziehen, ist kaum etwas von der Scharade übrig. Du bist impulsiver, rücksichtsloser. Du provozierst regelrecht und überschreitest klare Grenzen. Du kannst nicht mehr akzeptieren dich von Angst und Medizin leiten zu lassen, wenn es dich bereits alles gekostet hat. Und der Muskel, der dafür sorgt, dass du all das erleben kannst, wird schlussendlich zur Hiobsbotschaft — denn wieso kann dich Sullivan nicht mehr ansehen ohne dabei auszuschauen, als würde er sich dafür schämen, dass du noch lebst? Wieso wich Silas der Frage aus, woher auf einmal so schnell ein Herz zur Verfügung stand?
Du weißt noch nicht, dass dein neues Leben mit einer Entscheidung begonnen hat, die niemals hätte getroffen werden dürfen. Und du weißt noch nicht, dass irgendwann jemand vor deiner Familie stehen wird und die Frage stellt, die alles zerstören könnte: Wisst ihr eigentlich, wessen Leben ihr für ihres genommen habt?
NameSavannah Elise Laurent
Agetwentysix
Sexualityfree
Occupationcfo of laurents aerospace & aviation group [LAAG]
Das der Vorname mit S beginnen muss, ist Pflicht (zur Optik, dass die Laurents Erben alle mit S anfangen). Außerdem können alle fließend Französisch, da sie mindestens zweisprachig aufgewachsen sind (Französisch & Englisch). Charakterlich sollte Vans kein Mauerblümchen sein, kann aber gerne auch eigene Dämonen und Probleme hinter ihrem bezauberndem Lächeln verstecken.
02.Gemeinsame Story
Seitdem du dich entsinnen konntest, warst du schon immer die gewesen, die mitunter am wenigsten Kind sein durfte. Da, wo Sullivan nicht performte, musstest du den Frieden wahren. Du warst schon immer das Kind, welches alleine durch ihre Anmut und Eleganz ein kleines wenig erwachsener als alle anderen wirkte. Du hast dich nie darüber beschwert, dass du in der Konstellation von fünf Kindern trotz allem die warst, die auch unterging. Nicht etwa, weil du weniger wichtig wart, sondern weil du gelernt hattest aus dem Hintergrund die Strippen zu ziehen. Unsichtbar sein war eine Art Superkraft für dich, die du oft genug zu nutzen wusstest. Du warst der Mensch, der vermittelte, der organisierte und jedem zuhörte, wenn die Gewichtung des Problems zu schwer für die eigenen Schultern wurden. Und das behielst du auch nach dem Tod von Sloane bei - du hast funktioniert, nahtlos, perfekt, wie fern gesteuert. Du warst für Sutton da, hast darauf geachtet, dass Silas weiterhin seinem Training nachging und hast nebenbei noch sämtliches Controlling des familieneigenen Unternehmens im Blick. Die Frage war nur, wer war für dich da, wenn du dir wieder die Pillen einwarfst, weil du nicht schlafen konntest? Wer bemerkte, dass du unter all der Kontrolle anderer, immer mehr die über dich selbst verlorst?
⸻ Die Beziehung der beiden stelle ich mir wiederum trotz allem ziemlich liebevoll vor, wenngleich Savannah kein allzu großes Verständnis für die Wandlung Suttons haben sollte. Immerhin macht sie die Harmonie, die Sav so mühsam, beinah akribisch, versuchte zu wahren, mit jeder ihrer Fehltritte zunichte. Ob das Verhältnis dementsprechend auch ebenso geladen sein kann, ist auch eine Option, aber unterm Strich, wenn es darauf ankommt, ist Savannah noch immer die erste Person, auf die Sutton zukommen würde. Wie sie zu Silas und Sullivan steht und ob gerade gegenüber Letzterem ggf. auch ein gesundes Maß an Konkurrenzdenken herrscht, ist dir überlassen.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words
almost daily, preferably over phone. posting frequently & in german as well as english. [englisch ist kein muss, deutsch ist genauso fine. <3]
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Es gibt bereits weiteren familiären Anschluss in Form eines Cousins, außerdem sind die Laurents auf jeden Fall Teil von The Privé, sodass sich hier auch Kontakte finden lassen. Ansonsten eben die Familien- und Kindheitsfreunde von Sutton, aber du solltest dir noch immer dein eigenes Netzwerk aufbauen. ♡
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Hab einfach Spaß an der Idee (und bevorzugt an emotionalem Drama), und bring auch gerne eigene Ideen an. Ich bin echt ne sehr spontane Person, lasse mich beim Posten nicht stressen, mache dies somit auch nicht im Gegensatz. Ansonsten heißt die goldene Regel ganz einfach: Immer offen und transparent miteinander sprechen. ♡
FaceclaimFände Leah Halton nicht schlecht, aber andere Vorschläge sind auch sehr gerne gesehen, jedoch mit vorheriger AbspracheFlexible
01.Short facts
Full nameTaylor Jordan Brooks
Age22 Jahre
SexualityStraight
OccupationStudentin
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimAmelie Warren
Taylor Jordan Brooks wurde in Chicago geboren, in eine Familie, die von außen betrachtet beinahe perfekt wirkte. Die Brooks hatten Geld, Ansehen und diesen makellosen Ruf, auf den ihre Eltern viel zu viel Wert legten. Ihr Haus war groß, ordentlich und immer so hergerichtet, als könne jederzeit Besuch vor der Tür stehen. Es gab Kindermädchen, teure Kleidung, gepflegte Familienessen und Eltern, die genau zu wissen glaubten, was aus ihren Kindern einmal werden sollte. Für Taylor bedeutete das schon früh, dass sie weniger als eigene Person gesehen wurde und mehr als etwas, das man formen, vorzeigen und kontrollieren konnte. Taylor war das jüngste Kind der Familie. Ihre beiden älteren Geschwister hatten auf ganz eigene Weise gelernt, in diesem Zuhause zu funktionieren. Ihr Bruder Elliot war der Sohn, auf den ihre Eltern stolz waren. Angepasst, ehrgeizig, höflich und derjenige, der früh verstanden hatte, dass man in dieser Familie am besten zurechtkam, wenn man keine Widerworte gab. Ihre ältere Schwester Madeline war vorsichtiger, weicher und bemüht, es allen recht zu machen. Sie war nicht unbedingt wie ihre Eltern, aber sie hatte sich schon früh für den einfachen Weg entschieden: lächeln, nicken, nicht auffallen. Taylor hingegen war anders als ihre älteren Geschwister. Vielleicht gerade, weil sie die Jüngste war. Vielleicht, weil alle schon eine Rolle bekommen hatten und für sie nur noch übrig blieb, das letzte perfekte Stück im Familienbild zu sein. Neben ihren Eltern und Geschwistern gehörte Noah Brooklyn Jones irgendwie schon immer zu ihrem Leben dazu. Nicht jeden Tag und nicht wie ein Nachbarsjunge, mit dem man nach der Schule draußen spielte, aber regelmäßig genug, dass Taylor ihn mit bestimmten Erinnerungen verband. Seine Eltern kannten ihre Eltern und so tauchte Noah bei Abendessen, Sommerfesten, Feiertagen oder diesen steifen Veranstaltungen auf, bei denen sie beide hübsche Kleidung tragen mussten und sich viel zu lange benehmen sollten. Anfangs war er einfach nur der Junge, der da sein musste, weil seine Eltern es waren. Einer, der manchmal gelangweilt neben ihr saß, während die Erwachsenen über Arbeit, Kontakte und Zukunftspläne redeten. Doch mit den Jahren wurde er zu jemandem, auf den Taylor sich freute, sobald sie wusste, dass seine Familie kommen würde.
Als Kind passte Taylor noch in das Bild, das ihre Eltern für sie vorgesehen hatten. Zumindest nach außen. Sie trug die Kleider, die ihre Mutter ihr kaufte, ließ sich ihre dunklen Locken sorgfältig frisieren und lächelte auf Familienfotos, wenn man es von ihr erwartete. Ihre Mutter achtete sehr darauf, dass Taylor süß, ordentlich und weiblich wirkte. Selbst Kleinigkeiten an ihrem Aussehen wurden kontrolliert. Ihre Locken sollten ordentlich fallen und nicht wild um ihr Gesicht stehen, ihre Sommersprossen wurden bei besonderen Anlässen lieber überschminkt, weil ihre Mutter alles möglichst makellos haben wollte. Sie sollte tanzen, aber bitte auf eine schöne, kontrollierte Art. Sie sollte klug sein, aber nicht klugscheißern oder widersprechen. Sie sollte auffallen, aber niemals unangenehm. In Taylors Familie gab es für alles eine Vorstellung, nur nicht dafür, dass Taylor vielleicht selbst eine haben könnte. Noah bekam früh beide Seiten von ihr zu sehen, auch wenn er damals vermutlich noch nicht verstand, wie viel davon wirklich sie war. Er sah das Mädchen in den hübschen Kleidern, das neben seiner Mutter stand und artig wirkte. Aber er sah auch, wie Taylor die Augen verdrehte, wenn keiner der Erwachsenen hinsah, wie sie unter dem Tisch gegen Stuhlbeine trat, weil sie es nicht mehr aushielt stillzusitzen oder wie sie manchmal absichtlich etwas Freches sagte, nur um zu sehen, ob jemand sich traute, sie dafür zurechtzuweisen. Noah lachte nicht über sie, aber oft über diese kleinen Dinge, die Erwachsene gerne übersahen. Und für Taylor, die sonst ständig das Gefühl hatte, eine Rolle spielen zu müssen, war das schon damals etwas Besonderes.
Je älter Taylor wurde, desto mehr spürte sie, dass etwas in diesem Haus nicht stimmte. Ihr Vater war nach außen ein charmanter, angesehener Mann. Einer, dem andere vertrauten, dem man zuhörte, der in Gesellschaft genau wusste, wann er lächeln und wann er ernst schauen musste. Zuhause war er ganz anders. Noch kontrollierender. Noch besitzergreifender. Und bei Taylor überschritt er Grenzen, die ein Vater niemals hätte überschreiten dürfen. Vielleicht, weil sie die Jüngste war, weil sie am längsten das kleine Mädchen geblieben war, das man herumkommandieren, anfassen, zurechtmachen und klein halten konnte. Für Taylor gab es keine einfache Erklärung dafür, nur dieses wachsende Gefühl, im eigenen Zuhause nicht sicher zu sein. Es waren Berührungen, Blicke und Situationen, die sie als Kind verwirrten und später beschämten, obwohl sie nichts falsch gemacht hatte. Ihr Vater verstand es, alles so aussehen zu lassen, als wäre es harmlos. Als wäre Taylor einfach nur zu empfindlich. Als würde sie die Dinge falsch verstehen und wahrnehmen. Ihre Mutter bekam mehr mit, als Taylor ihr zutraute, aber sie schwieg. Vermutlich, weil sie es nicht wahrhaben wollte oder weil der Ruf der Familie wichtiger war. Vielleicht auch, weil es einfacher war, Taylor als schwierig abzustempeln, als sich einzugestehen, was im eigenen Haus passierte.
Kurz vor der High School begann Taylor sich zu verändern. Oder vielleicht begann sie einfach nur, sich weniger zu verstecken. Sie wurde lauter, widersprach öfter und hielt sich immer weniger an die Regeln ihrer Eltern. Sie fing an, Kleidung absichtlich anders zu tragen, als ihre Mutter es wollte, schwänzte Termine, blieb länger draußen und hing immer häufiger an Skateparks herum. Dort fand sie zum ersten Mal gleichgesinnte Menschen, die nicht von ihr erwarteten, alles perfekt zu machen. Taylor mochte dieses Gefühl sehr und genau deshalb kehrte sie immer wieder dorthin zurück. Noah bemerkte diese Veränderung früher als viele andere in ihrem Umfeld. Bei einem der letzten Treffen ihrer Familien war Taylor nicht mehr das kleine Mädchen mit den sorgfältig zurechtgelegten Locken, sondern bereits deutlich kantiger. Sie hatte irgendein Kleid an, das ihre Mutter ausgesucht hatte, aber darunter trug sie Sneaker, die nicht dazu passten. Ihre Haare waren längst nicht mehr so ordentlich gemacht wie früher. Die dunklen Locken fielen wilder um ihr Gesicht, einzelne Strähnen standen ab und es war Taylor zunehmend egal, ob ihre Mutter damit zufrieden war. Ihre Antworten waren schärfer und sie wirkte unruhig, als wolle sie jeden Moment aus ihrer eigenen Haut steigen. Noah sagte nichts Großes dazu, sondern fragte sie nur irgendwann abseits der Erwachsenen, ob sie okay sei. Taylor lachte damals nur und meinte, er sollte sich nicht in Angelegenheiten einmischen, die ihn offensichtlich nichts angingen. Aber diese Frage blieb ihr im Kopf, weil sie nicht vorwurfsvoll oder neugierig klang, sondern eher vorsichtig.
In dieser Zeit entstand auch so etwas wie ihr Markenzeichen. Am Anfang war es nur eine kleine Kritzelei auf Schulheften, Toilettentüren und Tischkanten: ein grimmig schauender Bär mit einem X als Auge. Er sah nicht niedlich aus, eher trotzig und schlecht gelaunt. Fast so, als würde er die ganze Welt nicht leiden können und trotzdem jedem zeigen wollen, wer er ist. Irgendwann wurde dieser Bär ihr ganz persönliches Zeichen. Noah war sogar einer der ersten, der ihn sah, bevor daraus viel mehr wurde. Bei einem Sommerfest ihrer Familien erwischte er Taylor dabei, wie sie ihn mit einem schwarzen Marker unter eine Gartenbank malte. Taylor war sofort angespannt und bereit, frech zu werden oder sich rauszureden. Aber Noah verpetzte sie nicht, sondern sagte nur, dass der Bär aussieht, als hätte er richtig schlechte Laune. Taylor tat so, als wäre ihr das egal, aber sie dachte danach noch lange daran. Vielleicht mochte sie Noah gerade deshalb so sehr, weil er sie einfach nahm, wie sie war. Mit der Zeit wurde Noah ihr erster richtiger Crush. Nicht auf eine kitschige, offene Art und Weise, denn Taylor hätte niemals zugegeben, dass sie sich freute, wenn seine Familie eingeladen war. Sie hätte ihn auch nie gefragt, ob er mehr in ihr sah als dieses kleine, brave Mädchen. Aber jedes Mal, wenn er da war, fühlte sie sich ein bisschen weniger allein in dieser Welt aus höflichem Lächeln und perfekten Fassaden.
Als Taylor fünfzehn war, lief sie von zuhause weg. Es war keine perfekt geplante Flucht und auch kein mutiger Filmmoment. Es war einfach der Punkt, an dem sie nicht mehr konnte. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater, nach einer weiteren Situation, in der er ihr zu nah gekommen war und sie sich zum ersten Mal mit allem, was sie hatte, wehrte, wusste sie, dass sie dort keine Nacht länger bleiben konnte. Sie nahm etwas Geld, das sie in ihrer Schublade gelagert hatte, stopfte Kleidung in einen Rucksack und ging. Ohne Abschied und ohne einen Plan, wo sie am nächsten Tag schlafen würde. Natürlich war es nicht so einfach, einfach wegzugehen und ein neues Leben zu beginnen. Taylor war fünfzehn. Ein Teenager verschwindet immerhin nicht spurlos, ohne dass jemand Fragen stellt. Ihre Familie suchte nach ihr, zumindest offiziell. Vielleicht aus Sorge, vielleicht aus Panik um den eigenen Ruf, aber wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem. Es gab Anrufe, Nachfragen und irgendwann auch Vermisstenmeldungen. Taylor wusste, dass sie nicht einfach wieder an einer Schule auftauchen oder ihren echten Namen benutzen konnte, ohne gefunden zu werden. Also tauchte sie erst einmal unter. Die erste Zeit war chaotisch und alles andere als schön. Taylor schlief bei Leuten, die sie kaum kannte, auf Sofas, in Kellern, manchmal in Zimmern, in denen sie ihre Schuhe lieber anbehielt, weil sie sich zu sehr ekelte. Sie wechselte ständig den Ort, traute niemandem so richtig und hatte immer das Gefühl, irgendwer könnte sie erkennen oder zurückbringen. Sie hielt sich von Gegenden fern, in denen ihre Familie Kontakte hatte, mied alte Freunde und blockte alles ab, was sie an früher erinnerte.
Irgendwann lernte Taylor eine Frau kennen, die ihr Leben auf eine Weise veränderte, die Taylor bis heute nicht gern kitschig nennt, obwohl es vielleicht genau das war. Die Frau hieß Marisol Vega und arbeitete in einem kleinen Diner, in dem Taylor ein paar Mal herumhing, weil es warm war und niemand sie sofort rauswarf. Marisol war nicht naiv und sie merkte schnell, dass Taylor zu jung, zu hungrig und zu misstrauisch für jemanden war, der nur ein bisschen Ärger zuhause hatte. Sie stellte keine großen Fragen, zumindest nicht am Anfang. Sie gab Taylor Essen, ließ sie manchmal nach Ladenschluss noch sitzen und tat so, als wäre das alles keine große Sache. Taylor hasste es, Hilfe anzunehmen, aber Marisol hatte eine Art, bei der es sich nicht wie Mitleid anfühlte. Sie drängte nicht, fasste sie nicht ungefragt an und wollte keine Dankbarkeit aus ihr herauspressen. Die Frau war ziemlich unbeeindruckt von Taylors großer Klappe, die sie oft und unnötigerweise an den Tag legte. Als Taylor irgendwann wieder einmal keinen Ort zum Schlafen hatte, nahm Marisol sie für eine Nacht mit. Aus einer Nacht wurden mehrere und aus mehreren wurde ein stilles Abkommen zwischen den beiden. Marisol wurde nicht sofort zu einer Ersatzmutter, denn Taylor hätte das nie zugelassen. Aber sie wurde zu der ersten erwachsenen Person, bei der Taylor nicht ständig darauf wartete, dass die Hilfe irgendwann in Kontrolle umschlug. Marisol hatte selbst genug erlebt, um zu wissen, dass manche Kinder nicht aus Trotz weglaufen. Sie fragte Taylor nicht nach Details, solange sie nicht selbst darüber reden wollte. Aber sie machte ihr irgendwann sehr klar, dass Untertauchen allein kein Leben war. Wenn Taylor wirklich eine Zukunft wollte, musste sie wieder zur Schule und irgendwann ihren Abschluss machen. Dafür brauchte sie eine Geschichte, einen Namen und eine erwachsene Person, die für sie einstand.
Also erfanden sie beides zusammen. Taylor hieß für eine Weile nicht mehr Taylor Jordan Brooks. Marisol und sie dachten sich einen Namen aus, der nah genug an ihr blieb, dass sie darauf reagieren konnte, aber weit genug weg war, um nicht sofort aufzufallen. Jo Vega. Jo, weil es eine Abkürzung zu ihrem zweiten Vornamen war. Vega, weil Marisol ihr diesen Namen lieh, als wäre sie von nun an ihre Tochter. Vor Behörden, Schulstellen und überall dort, wo jemand Fragen stellte, gab Marisol sich als ihre Mutter aus. Nicht ohne Risiko, aber glaubwürdig genug, um damit durchzukommen. Eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrer Tochter neu anfangen wollte. Taylor lernte in dieser Zeit, wie es war, eine Lüge zu leben, die sich aber trotzdem sicherer anfühlte als die Wahrheit. Mit Marisol kam sie schließlich in Pilsen unter, später in einem kleinen Zimmer über einem Tattooshop, der einem Bekannten von Marisol gehörte. Es war eng, laut und nicht besonders schön, aber für Taylor fühlte es sich freier an als das Haus ihrer Eltern.
In dieser Zeit lernte sie die Menschen kennen, die sie für die Zukunft stark prägten. Milo Reyes war einer von ihnen. Ein Sprayer, der mehr Nächte auf Dächern und an Bahngleisen verbrachte als irgendwo sonst. Er zeigte Taylor, wie man mit Spraydosen umging, wie man Linien sauber setzte, wie man Schatten zog und welche Wände sich gut eigneten, sowie welche Gegenden sie dafür besser meiden sollte. Kenzie Vale wurde ihre beste Freundin. Kenzie tanzte, feierte, log, lachte zu oft und zu laut und zog Taylor in eine Welt aus Clubs, Afterpartys und Nächten, die oft erst endeten, wenn andere schon zur Arbeit gingen. Mit ihnen wurde Taylor mehr und mehr zu der Person, die sie heute ist. Nur bestand diese Veränderung irgendwann nicht mehr darin, sich selbst vollkommen neu zu erfinden. Vielmehr hörte Taylor Stück für Stück damit auf, all die Dinge an sich zu verstecken oder zu kontrollieren, die ihre Mutter jahrelang hatte zurechtrücken wollen. Ihre dunklen Locken mussten nicht mehr ordentlich gelegt oder gebändigt werden. Sie ließ sie groß, wild und manchmal vollkommen chaotisch um ihr Gesicht fallen. Sie hörte auf, ihre Sommersprossen zu verstecken oder sie unter Make up verschwinden zu lassen. Wenn sie sich schminkte, dann so, wie sie es selbst mochte. Dunkler um die Augen, auffälliger und garantiert nicht danach ausgesucht, ob ihre Mutter es als angemessen bezeichnet hätte. Es ging weniger darum, plötzlich wie ein vollkommen anderer Mensch auszusehen. Taylor wollte vielmehr zum ersten Mal selbst darüber entscheiden, wie sie aussah und wie viel von ihr andere zu sehen bekamen. Die süßen Kleider verschwanden und stattdessen trug sie oversized Hoodies, Baggies, Beanies und schwere Sneaker. Sie sah auffällig aus, eckte hier und da auch bestimmt mit ihrem Aussehen an. Aber sie war mehr sie selbst als je zuvor. Sie fuhr Skateboard, sprayte, tanzte Streetstyle und Hip Hop, hörte Musik viel zu laut und bewegte sich durch Chicago, als müsste sie ständig beweisen, dass sie vor nichts und niemandem Angst hatte.
Ganz angstfrei war Taylor jedoch nie. Sie konnte es nur gut verstecken. Sie wurde großmäulig, frech und schwer zu greifen. Manche würden sie als bissig bezeichnen. Sie vertraute kaum jemandem schnell und prüfte Menschen oft härter, als es fair war. Wenn sie das Gefühl hatte, jemand wolle sie kontrollieren, machte sie sofort dicht. Wenn jemand sie belog oder verriet, vergaß sie es dieser Person niemals. Taylor konnte nachtragend sein, manchmal fast schon zerstörerisch. Aber wenn sie jemanden wirklich mochte, wenn jemand es durch ihre Mauern schaffte, dann war sie loyal auf eine ganz eigene Art. Für diese Leute würde sie nachts um drei durch die ganze Stadt fahren, würde lügen, kämpfen, stehlen oder sich selbst in Schwierigkeiten bringen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Das Geld war immer knapp. Taylor arbeitete mal hier, mal da, aber nichts hielt lange und nichts reichte wirklich. Sie klaute, wenn es sein musste. Essen, Kleidung, Spraydosen und Kleinigkeiten, die ihr das Leben ein bisschen besser machten, wenn auch nur für kurze Zeit. Anfangs hatte sie noch ein schlechtes Gewissen, später verlor sie diese Hemmungen und Gedanken. Mit Kenzie kam irgendwann eine noch dunklere Art dazu, an Geld zu kommen. Auf Partys und in Clubs suchte sie sich Männer aus, die zu selbstsicher waren, zu betrunken oder zu überzeugt davon, dass ihnen die Welt ohnehin gehörte. Taylor wusste, wie sie wirken konnte, wenn sie wollte. Sie konnte charmant sein, konnte mit Nähe spielen und jemanden glauben lassen, er hätte gerade gewonnen. Manchmal begleitete sie Männer nach Hause oder auf eine Afterparty, versetzte ihnen den Drink mit Mitteln, die müde machten, nahm Geld aus dem Portemonnaie und verschwand. Meistens lief nicht mehr, manchmal schon. Aber darüber sprach Taylor so gut wie nie. Sie erzählte sich, dass sie nur von den Typen nahm, die auch selbst genommen hätten, wenn man sie gelassen hätte. Vielleicht stimmte das, aber vielleicht machte sie es sich damit auch nur leichter.
Trotz allem war Taylor nie dumm oder ziellos. Sie tat oft so, als wäre ihr alles egal, aber das stimmte nicht. In Wahrheit hasste sie es, unterschätzt zu werden. Sie hasste die Vorstellung, dass ihre Eltern irgendwann sagen könnten, sie hätten es ja gewusst, dass aus ihr nichts werden würde. Also biss sie sich in der Schule durch, auch wenn sie viel zu oft fehlte, müde war oder Ärger hatte. Sie schrieb gute Noten, die niemand von ihr erwartete. Jeder Mensch, der ihr das Gefühl gab, nichts drauf zu haben, gab ihr nur noch mehr Grund, besser zu sein. Dass sie ihren Abschluss überhaupt nachholen konnte, lag vor allem auch an Marisol. An der Frau, die sich für sie als Mutter ausgegeben hatte, die Formulare unterschrieb, Termine wahrnahm und Taylor jedes Mal böse ansah, wenn sie wieder gemeinsam beim Direktor der Schule saßen. Marisol war nicht weich im klassischen Sinn, denn sie konnte schreien, fluchen und Taylor ziemlich unangenehm die Wahrheit sagen. Aber sie hatte Taylor nie im Stich gelassen und genau das war für sie neu.
Irgendwann holte Taylors Vergangenheit sie trotzdem ein und zwar ganz ohne Vorwarnung. Nach einem Zwischenfall mit der Polizei wurde sie wieder als Taylor Jordan Brooks identifiziert und damit mussten auch ihre Eltern informiert werden. Das Wiedersehen war kälter, als Taylor es je hätte erwarten können. Es ging weniger darum, dass ihre verschwundene Tochter wieder da war und mehr darum, wie unangenehm die ganze Sache für den Ruf der Familie gewesen war. Ihre Eltern zeigten kaum echtes Interesse daran, sie zurückzuholen und auch Taylor selbst hätte nicht weniger zeigen können, wie wenig sie zurück in ihr altes Leben wollte. Da sie noch nicht volljährig war, brauchte es trotzdem eine offizielle Lösung. Marisol erklärte sich bereit, Verantwortung für sie zu übernehmen und nach Einwilligung ihrer Eltern, die froh waren, dieses Problem los zu sein, wurde Marisol schließlich Taylors gesetzlicher Vormund. Es war die beste Lösung für alle. Marisol verlor nicht ihre selbsternannte Tochter und für Taylor war es das erste Mal, dass jemand auf diese Art und Weise für sie einstand.
Nach ihrem Abschluss bewarb Taylor sich an einer Uni in Chicago und entschied sich für Urban Studies mit dem Schwerpunkt Street Culture und Community Development. Das Fach passte besser zu ihr, als sie selbst zugeben wollte. Taylor interessierte sich für Städte, für Viertel, die sich veränderten, für Orte, an denen Menschen verdrängt wurden und für die Art, wie Jugendliche sich Räume zurückholten, die ihnen niemand freiwillig gab. Graffiti, Tanz, Musik, Subkultur, Straßen und Zugehörigkeit waren für sie nicht nur Themen aus Büchern. Es war ihr Leben. Vielleicht gefiel ihr auch die Ironie daran, tagsüber in Seminaren über urbane Räume zu sprechen und nachts selbst ihren Bären an Wände zu sprayen. Das Problem war nur, dass die Uni Geld kostete. Mehr Geld, als Taylor je haben würde. Ihre Eltern hätten zahlen können, jedoch würde Taylor dann vermutlich auch in Vorlesungen über Jura oder Medizin sitzen. Hilfe aus dieser Richtung wollte sie nicht erwarten und schon gar nicht in Anspruch nehmen. Also hielt sie sich mit Nebenjobs, kleinen Deals und allem über Wasser, was gerade möglich war. Trotzdem reichte es kaum zum Leben.
Genau in dieser Zeit wurde Sigma Kappa Delta auf sie aufmerksam. Sigma Kappa Delta war eine Studentenverbindung, die nach außen wie ein Netzwerk für junge Menschen wirkte, die sich alles selbst erarbeiten mussten. Keine reichen Erben, keine perfekten Familienkinder, sondern Leute, die hungrig nach mehr waren und bereit waren, etwas dafür zu tun. Menschen, die nicht darauf warten wollten, dass ihnen jemand einen Platz gab. Taylor passte in dieses Bild erschreckend gut hinein. Sie wurde zuerst beobachtet, auf Partys, auf dem Campus und in Clubs. Man merkte schnell, dass sie dicht halten konnte, dass sie keine Angst hatte und dass sie loyal sein konnte. Rhea Mercer, eine der Verbindungsschwestern, sprach sie schließlich an. Rhea war ruhig, kontrolliert und gefährlich gut darin, Menschen einzuschätzen. Sie bot Taylor keine Rettung an, eher eine Möglichkeit. Geld, Kontakte, Schutz und Zugehörigkeit. Taylor wusste, dass nichts davon umsonst war, aber sie war müde davon, den Kopf gerade so über Wasser halten zu können. Also ließ sie sich darauf ein.
Durch Sigma Kappa Delta kam Taylor mit The Privé in Berührung. Was nach Partys, Verbindungen und exklusiven Kontakten klang, war in Wahrheit ein Netzwerk aus Drogen, Clubgeschäften und Abhängigkeiten. Besonders Cloud Nine spielte dabei eine immer größere Rolle. Die Droge hatte sich in bestimmten Kreisen fast wie ein Gerücht verbreitet. Erst in Clubs, dann auf privaten Partys und schließlich auch auf dem Campus. Niemand redete offensichtlich darüber, aber jeder kannte jemanden, der jemanden kannte. Für viele klang Cloud Nine nach Leichtigkeit, nach einem kurzen Ausstieg aus Druck, Prüfungen, Zukunftsangst und allem, was einem sonst zu schwer auf der Brust lag. Für The Privé war es vor allem eines: ein verdammt gutes Geschäft. Taylor begann zunächst mit kleineren Übergaben auf Partys und in Clubs, doch irgendwann verlagerte sich ein Teil davon auch auf das Unigelände. Nicht sehr offensichtlich, eher so nebenbei. Zwischen Vorlesungen, in überfüllten Fluren, auf Verbindungspartys, hinter Wohnheimen oder irgendwo dort, wo niemand genau hinsah, weil alle zu beschäftigt damit waren, so zu tun, als hätten sie ihr Leben im Griff. Taylor war gut darin und wurde immer besser darin, die Menschen einzuschätzen und zu lesen. Sie wusste, wer nur neugierig war, wer zu viel redete, wer Ärger bedeutete und wer bereits viel tiefer drinsteckte. Außerdem unterschätzten sie viele. Ein Mädchen mit wilden dunklen Locken, Sommersprossen, oversized Hoodie, frechem Grinsen und einer Zigarette zwischen den Fingern passte für viele nicht sofort in das Bild von jemandem, der gefährlich war.
Mit Cloud Nine verdiente Taylor mehr, als sie mit irgendeinem Nebenjob je verdient hätte. Das Geld bezahlte ihre Miete, ihre Bücher, Studiengebühren, Essen und das Nötigste, um nicht unterzugehen. Sie sagte sich, dass es nur vorübergehend war. Nur so lange, bis sie stabil genug war. Nur so lange, bis sie niemandem mehr etwas beweisen musste. Aber Taylor wusste tief in sich drin, dass solche Dinge selten einfach aufhören, sondern dass es ein Teufelskreis war, der so schnell nicht enden würde. Heute ist Taylor zweiundzwanzig und lebt noch immer in Chicago. Sie ist laut, eigenwillig, stur und oft schwieriger, als sie sein müsste. Sie macht Witze, wenn sie eigentlich verletzt ist, provoziert, wenn sie sich unsicher fühlt und tut so, als wäre ihr vieles egal. Sie raucht, trinkt auf Partys, nimmt manchmal selbst Drogen und bewegt sich in Kreisen, die eigentlich zu gefährlich sind. Gleichzeitig studiert sie, schreibt gute Arbeiten, tanzt mit anderen auf der Straße, sprayt nachts an Wände oder Zugwagons, fährt Skateboard und versucht auf ihre eigene chaotische Art, ihr Leben im Griff zu haben.
NameMadeline Brooks
Age24 Jahre
SexualityFree
OccupationFree
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimFände Leah Halton nicht schlecht, aber andere Vorschläge sind auch sehr gerne gesehen, jedoch mit vorheriger Absprache · Flexible
RelationOlder Sister
CombinableYes
Madeline ist ruhiger, vorsichtiger und deutlich angepasster als Taylor. Sie versucht oft, es allen recht zu machen, wirkt nach außen kontrolliert und freundlich, trägt aber viel mehr mit sich herum, als sie zeigt. In Taylors Leben ist sie die sanftere, schützende Konstante.
Ich möchte dennoch nicht zu viel vorgeben, weswegen du dir da auch dein eigenes Konzept zurecht schreiben kannst.
02.Gemeinsame Story
Taylor und Madeline hatten schon immer eine komplizierte, aber gleichzeitig sehr enge Beziehung zueinander. Während Madeline früh gelernt hatte, sich anzupassen und den Erwartungen ihrer Eltern gerecht zu werden, war Taylor genau das Gegenteil davon. Lauter, impulsiver und ständig auf der Suche nach Freiheit. Trotzdem war Madeline oft die einzige Person im Haus, bei der Taylor sich wirklich sicher fühlte. Sie war diejenige, die Streit zwischen Taylor und den Eltern abfing, Ausreden erfand oder nachts zu ihr ins Zimmer kam, wenn wieder alles eskaliert war. Früher hing Taylor ständig an ihrer Schwester, wollte so sein wie sie und bewunderte ihre Ruhe. Mit den Jahren wurde ihre Beziehung jedoch schwieriger. Taylor warf Madeline irgendwann vor, sich zu sehr unterordnen zu lassen und nie wirklich für sich selbst einzustehen, während Madeline Angst hatte, Taylor würde sich mit ihrer Art irgendwann komplett selbst zerstören. Trotzdem blieb zwischen ihnen immer diese tiefe Loyalität bestehen, selbst nachdem Taylor für eine lange Zeit untergetaucht war. Egal wie oft sie stritten oder wochenlang kaum miteinander redeten, wenn wirklich etwas passierte, war Madeline sofort da. Und Taylor wusste insgeheim, dass ihre Schwester wahrscheinlich einer der wenigen Menschen war, die sie bedingungslos liebten.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style
Posting preference
Chat · Guestbook
Posting length
Short · Medium
Activity / own words
Ich selbst bin recht aktiv, versuche schnellstmöglich zu antworten, was in GBs oder Chats schneller passiert als in richtigen Plays. Ich bin aber im Gegenzug ebenso bei Plays geduldig. Ich wünsche mir dennoch eine Grundaktivität für die Rolle, um einfach nicht ins Stocken zu geraden.
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
Du wirst je nachdem wo wir einsteigen Leute aus der Verbindung kennen. Ansonsten gibt es hier genug tolle Leute aus der Oberschicht, die du kennen könntest. Mal davon abgesehen hättest du eine Cousine und Cousin in Form von @Daisy Jane Calloway und @Weston Rhys Calloway
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Bei Interesse wünsche ich mir jemanden, welcher auch langfristig am Forenleben teilnehmen möchte und auch vor hat hier Fuß zu fassen. Sollte es Probleme geben, oder dass man mit etwas unzufrieden ist, habe ich zwei offene Ohren und versuche das auch immer zu lösen.
Wichtig ist mir auch, eigene Ideen mit einzubringen und vor allem, dass du dich wohl fühlst und einfach Spaß hier hast.
Bei Fragen melde dich gerne in den Fragen und Antworten, ich kanns kaum erwarten.
Jede Familie braucht ein schwarzes Schaf, jemand der nicht ins Bild passt und aus der Reihe tanzt. Genau das ist meine Rolle. Mein Name ist Cyrill Prescott und ich wurde als Sohn von Daniel und Evelyn Prescott geboren. Mein Vater Daniel arbeitet als Detective beim Chicago Police Department, während meine Mutter Evelyn als Sozialarbeiterin tätig ist. Am 12. November 1992 haben mein Zwillingsbruder Raven und ich in Chicago, Illinois das Licht der Welt erblickt. Wir beide sind die mittleren Kids der Familie. Es gibt neben uns beiden noch unseren großen Bruder Mason und unsere kleine Schwester Nora. Aber ich kann euch sagen, mit mir hatten sie es niemals leicht gehabt. Raven und ich sind zwar eineiige Zwillinge und optisch kann man uns eigentlich gar nicht unterscheiden, doch schon sehr früh haben wir beide uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt gehabt. Ich hab meine Eltern und Geschwister ziemlich auf Trab gehalten. Die erste Zeit hab ich geschrien, viel zu viel geschrien. Danach wurde ich neugierig. Nichts war sicher vor mir. Als ich krabbeln und später auch laufen konnte, da hab ich alles erkundet was mir vor die Nase gekommen war. Das war aber auch nur die ersten Jahre so bis ich etwa 3 Jahre war.
Tatsächlich war ich als Kind jemand der eher seine Umgebung beobachtet hat. Das konnte man ja auch schon daran erkennen das ich alles erkunden wollte. Und je älter ich eben wurde umso ruhiger wurde ich. Teilweise wirkte es für meine Mom so als wäre ich in einer anderen Welt. Das ich gar nicht richtig dazu gehörte. Möglicherweise war das auch so, aber so richtig konnte das keiner sagen damals. Wisst ihr, jeder wünscht sich ja auch irgendwie dazu zu gehören. Aber ich hatte eben immer das Gefühl gehabt als wenn man mich gezielt ausschließt, obwohl das eigentlich nicht mal so war. Meine Mom hat jedenfalls immer alles versucht. Allerdings kam es auch kurz vor meiner Einschulung zu einem tragischen Zwischenfall. Ich war gerade mal 5 Jahre als mein Vater einen Herzinfarkt bekommen hatte. Das war für uns alle ein Schock gewesen. Mein Dad hat sich von dem Infarkt nie erholt und ist kurz darauf verstorben. Das hat lange einen Schatten auf unsere Familie gelegt, aber ich hatte kaum eine Bindung zu meinem Vater. Da konnte ich kaum um ihn trauern. Trotzdem hat meine Mom alles versucht das auch meine Einschulung ein schöner Tag wurde. Für meinen großen Bruder Mason war der Tod unseres Vaters nochmal ganz anders. Er war ja schon immer derjenige der in dessen Fußstapfen getreten ist. Jetzt wurde auch der Druck auf ihn größer, obwohl er eben selbst noch jung war. Aber ich hatte meine eigenen Probleme gehabt. In der Schule selbst bin ich tatsächlich auch aufgefallen, aber nicht negativ wenn ihr das meint. Nein tatsächlich war es eher so das ich meinen Mitschülern weit voraus war. Die Lehrer bemerkten früh das ich sehr intelligent war. Woher das aber kam wusste keiner. Aber so war es. Eigentlich hätte ich wahrscheinlich alles machen können, aber mein Interesse hat sich ganz woanders gezeigt. Ich hatte großes Interesse an Techniksachen gehabt. Jeden Moment, jede freie Minute die ich hatte, die hab ich am PC verbracht.
Zu meinem 13. Geburtstag hab ich auch meinen eigenen Computer geschenkt bekommen. Für mich war das ein Traum, denn das war meine Leidenschaft. Ich liebte alles rund um Technik, Internet und was dazu gehörte. Das Internet wurde sowas wie mein zweites zu Hause. Dort hab ich mich verstanden gefühlt. Es ist leichter über etwas zu reden wenn dich niemand kennt oder sieht. Im Netz kann ich sein wer ich will. Niemand kennt das Gesicht hinter dem Namen. Ich war eben nie wie andere Kinder in meinem Alter und habe meine Zeit damit verbracht draußen zu spielen. Nein, ich habe meine Zeit damit verbracht am Computer zu sitzen. Auch wenn meine Mom oft versucht hat mich von dort weg zu locken. Geklappt hatte es am Ende eben nie und irgendwann hat sie aufgegeben, es nicht mehr versucht etwas aus mir zu machen das ich nicht war. Ich konnte hier schließlich alles machen. Die Möglichkeiten waren grenzenlos. So bekam ich auch meine ersten Kontakte. Ich landete in verschiedenen Foren wo ich mich mit anderen unterhielt. Dort wurde ich zum Veilbreaker. Ein Name ohne ein Gesicht. Im Internet war ich ein Phantom, etwas das ich im echten Leben auch gerne gewesen wäre. Unsichtbar und nicht gesehen. Ich wurde online Teil einer kleinen Gruppe und bin so ans Hacken gekommen. Zuerst begann das alles klein. Da hab ich gemerkt das es eigentlich gar nicht so schwer ist andere Accounts zu knacken. Mit der Zeit wurde es aber eben immer größer, immer mächtiger und zum Teil auch gefährlicher.
So verging eben die Zeit. Ich wuchs heran und hab die ersten Auffälligkeiten gezeigt die insbesondere meine Mom und auch mein Bruder stutzig machten. Die meiste Zeit hatte ich ja alleine verbracht vor meinem Computer. Im Netz war ich mittlerweile eine große Nummer geworden und nichts war sicher vor mir. Ich konnte alles hacken, auch wenn das aus meiner Familie keiner wusste. Sie würden ja alle einen Schock kriegen wenn sie wissen würden was ich konnte. Ein Prescott der dann in kriminelle Machenschaften verstrickt ist? Das würde wohl keiner so gut finden. Obwohl mir ehrlich gesagt die Meinungen anderer egal waren. Ich würde eh mein eigenes Ding machen. Aber es war ja nicht mal das Hacken das meine Familie so verunsicherte, sondern die Tatsache das ich anfing mit mir selbst Gespräche zu führen. Als würde ich mit imaginären Leuten im Raum reden, Menschen die gar nicht da waren. Ich war ja bereits 17 Jahre als das passierte, also konnte man die Möglichkeit eines imaginären Freundes ausschließen. Das war ja eher etwas von Kindern, aber ich selbst war ja auch fast erwachsen und führte trotzdem diese Gespräche. Es kam in der Zeit auch immer öfter dazu das ich weniger geschlafen hatte. Nicht selten kam es vor das ich mehrere Tage und Nächte am Computer verbrachte. Dabei verlor ich manchmal sogar jedes Zeitgefühl. Durch mein eigenes Verhalten zog ich mich auch komplett zurück. Ich kapselte mich vollständig ab und gab mich meinem eigenen Wahn hin. In meiner eigenen Welt war ich der König. Da würde mir niemand reinreden.
Meine Symptome verschlechterten sich in der nächsten Zeit ziemlich drastisch. Ich schlief kaum noch, war nur noch am Computer und sprach viel öfter mit mir selbst. Manchmal glaubte ich sogar Dinge zu sehen die gar nicht da waren. Meiner Mutter wurde das alles zu viel und sie wollte verstehen was mit mir los war. Das etwas mit mir nicht stimmte lag wohl eindeutig auf der Hand. Also brachte sie mich zum Arzt. Nach vielen Untersuchungen die ich über mich ergehen lassen musste, bekam ich schließlich die Diagnose für mein Verhalten. Ich litt an paranoider Schizophrenie. Regelmäßig hörte ich Stimmen in meinem Kopf die eben meine Selbstgespräche erklärten. Natürlich war das eine ernstzunehmende Krankheit, aber ich würde eh nur von den meisten als Verrückt abgetan. Zumindest war es das was ich glaubte. Die Ursache für meine Krankheit lag in der Familie tatsächlich. Meine Großmutter, die ich nie kennengelernt hatte, war selbst an Schizophrenie erkrankt gewesen und ich hab es von ihr vererbt bekommen. Durch meine Krankheit hab ich allerdings auch keinen wirklich normalen Alltag. Dazu war mir meine Krankheit aber auch im Weg.
Die nächsten Jahre verbrachte ich immer wieder damit das ich in Psychiatrien eingeliefert wurde. Dort sollte meine Krankheit behandelt werden, aber so richtig helfen konnte mir letztlich keiner. Wahrscheinlich war das nur ein Versuch mich los zu werden. Ich war schließlich alles andere als harmlos und meiner Mutter hatte ich regelmäßig Angst gemacht durch meine paranoiden Wahnvorstellungen und meinen Wahnsinn. Obwohl ich nicht immer nur verrückt war, wie ich gerne genannt wurde. Es gab auch klare Momente. Allerdings sollte mich eben niemand unterschätzen. Ich kann durchaus gefährlich werden, denn ich bin alles andere als dumm und kann mit einem Fingerschnipsen deine ganze Welt zerstören, jedenfalls dann wenn ich unterschätzt werde. Aber nun versteht ihr garantiert warum ich das schwarze Schaf in meiner Familie bin. Ich bin nicht nur Schizophren, sondern auch ein brillanter Hacker. Natürlich werde ich inzwischen auch von der Polizei gesucht, aber was soll ich sagen? Ich bin eh nur ein Phantom. Nachweisen kann mir letztlich niemand was. Deshalb mache nie den Fehler mich zu unterschätzen. Ich kenne alle deine Geheimnisse und die Stimmen in meinem Kopf raten mir dich zu zerstören. Sie raten mir manchmal sogar mich selbst zu zerstören.
NameFreie Wahl
Age41 Jahre
SexualityMänner sollten schon in deinem Beuteschema liegen
OccupationPsychologische Psychotherapeutin
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimSarah Rafferty · Fixed
RelationMeine Psychologin & heimliche Affäre
CombinablePlease ask
Du bist eine selbstbewusste Frau die genau weiß was sie eigentlich will. In deinem Job gehst du voll und ganz auf und stehst mit beiden Beinen voll im Leben. Du bist verheiratet, allerdings nicht mehr sonderlich glücklich und du hast ein dunkles Geheimnis von dem sonst niemand etwas weiß. Welches du da mit dir herum trägst steht dir frei. Da möchte ich dir nichts vorgeben.
02.Gemeinsame Story
Du bist meine Therapeutin, also jedenfalls ist das eben meine Auflage. Mir wird gesagt ich muss mich aufgrund meiner paranoiden Schizophrenie einer Therapie unterziehen muss. Dem muss ich mich natürlich beugen, da ich keine Lust habe wieder in eine geschlossene Psychiatrie eingesperrt zu werden. Da nehme ich also lieber die Sitzungen bei dir in Kauf. Wenn das aber alles nur mal so einfach wäre. Schon vom ersten Moment an besteht zwischen uns eine magische Anziehung. Natürlich weißt du das es absolut verboten ist. Schließlich bin ich dein Patient und das überschreitet eine klare Grenze. Trotzdem ist da etwas das dich immer wieder zu mir zieht. Du bist verheiratet, allerdings nicht besonders glücklich. Dein Ehemann behandelt dich nicht gut und du sehnst dich heimlich nach Nähe, danach dich fallen zu lassen und einfach nur zu genießen. Nebenbei hast du auch ein dunkles Geheimnis von dem keiner etwas ahnt, ich aber kenne es und nutze das natürlich auch. Ich provoziere dich, locke dich mit deinen Sehnsüchten bis du letztlich nachgibst und dich mir hingibst. Es soll sich also zwischen uns eine verbotene Affäre entwickeln, ein Spiel mit dem Feuer bei dem wir beide eigentlich nur verlieren können und trotzdem ist es unmöglich das zu beenden.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words
Ich habe keinen festen Rhythmus, aber eine Antwort kommt immer von mir. Aber es ist alles abhängig von meinem Real Life. Da kann es sein das ich manchmal mehr und manchmal weniger da bin. Bei längerer Abwesenheit sage ich aber immer Bescheid. Online bin ich aber täglich.
04.Letzte Worte
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Hab Spaß, das ist das wichtigste. Du solltest natürlich kein Problem mit meiner paranoiden Schizophrenie haben, denn die Krankenheit bestimmt zum größten Teil mein Leben. Ich lege sehr großen Wert auf Kommunikation. Wenn also was ist dann rede mit mir. Keine Sorge, für das RL hab ich immer Verständnis. Es hört aber auf wenn ich merke das von deiner Seite aus rein gar nichts mehr passiert und du nur noch kurz reinschaust und kaum noch online bist. Hast du Fragen, dann stell sie mir sehr gerne. Es ist durchaus möglich gemeinsam zu plotten, denn zu viel vorgeben möchte ich dir nicht. Immerhin musst du dich auch wohlfühlen mit dem Charakter.
01 / 04
⠀⠀⠀⠀ ❝Eins für den Verrat, zwei für die Lügen, drei für den Schatten, der sich niemals wird fügen. Vier für den Fall, der euch unweigerlich droht. Fünf, ihr versinkt in ewigem Tod❞
OccupationPrivate-Equity-Erbe und Managing Partner eines Family Offices
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimBill Skarsgård
Gesuchter
Completely up to you.
Age25-27
OccupationCompletely up to you.
ResidenceCompletely up to you.
AffiliationFlexible
Social classMid Class
FaceclaimNicola Peltz. {just an idea}Flexible
01.Short facts
Full nameVincent Hale
Age29
SexualityStraight
OccupationPrivate-Equity-Erbe und Managing Partner eines Family Offices
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimBill Skarsgård
"Unfortunately, you know him better than most." Vince ist der älteste Sohn der Familie und vermutlich genau das geworden, was man von einem Hale immer erwartet hat: erfolgreich, kontrolliert, hervorragend ausgebildet und nach außen nur schwer aus der Ruhe zu bringen. Geboren in London, zog er mit seiner Familie im Alter von elf Jahren nach Chicago und übernahm später eine zentrale Rolle im Familienunternehmen. Heute arbeitet er im Private-Equity-Bereich und bewegt sich ziemlich selbstverständlich in einer Welt aus Beteiligungen, Übernahmen, Millionenbeträgen und Entscheidungen, die für andere Menschen deutlich größere Konsequenzen haben können als für ihn selbst.CONTROL · LOYALTY · OBSERVATION Vincent ist intelligent und analytisch, beobachtet lieber, bevor er spricht, und besitzt einen ziemlich trockenen Humor. Er ist nicht besonders leicht kennenzulernen. Persönliche Dinge behält er meistens für sich, Vertrauen muss man sich verdienen und Kontrolle abzugeben gehört definitiv nicht zu seinen Stärken. Hat man es allerdings einmal hinter seine Mauern geschafft, ist seine Loyalität beinahe bedingungslos. Er vergisst wenig, verzeiht nicht besonders schnell und kann einen ausgeprägten Beschützerinstinkt entwickeln, der gelegentlich gefährlich nah an Kontrolle grenzt. Dabei ist Vincent weder der typische arrogante Millionär noch ein emotionsloses Arschloch. Geld beeindruckt ihn kaum und gesellschaftlicher Status entscheidet nicht darüber, wie er jemanden behandelt. Er respektiert Menschen eher für Kompetenz, Rückgrat und Ehrlichkeit. Mit der eigenen Upper-Class-Welt kann er sogar ausgesprochen wenig Geduld haben. "Some people know the name. You know the man behind it."Innerhalb der Familie war sein Verhältnis zum Vater kompliziert. Anerkennung und Erwartungen spielten eine wesentlich größere Rolle als tatsächliche Nähe. Trotzdem hat Vincent viel von ihm gelernt und vermutlich mehr von ihm übernommen, als ihm lieb ist. Nach dessen Tod wird ausgerechnet Vincent zum Haupterben und übernimmt damit nicht nur einen erheblichen Teil des Vermögens, sondern auch die Position, die sein Vater innerhalb der Familie hinterlässt.THE WEAK SPOTSein größter Schwachpunkt ist seine jüngere Schwester. Für sie würde er vermutlich Dinge tun, die er bei jedem anderen als vollkommen irrational bezeichnen würde. Dicht gefolgt wird sie von Mercy, seiner Katze, wobei Vincent jede Diskussion darüber verweigert, wer tatsächlich auf Platz eins steht.THE MAN YOU KNOW "Everyone gets a version of Vincent. Yours happens to be real."
NameCompletely up to you.
Age25-27
SexualityCompletely up to you.
OccupationCompletely up to you.
ResidenceCompletely up to you.
AffiliationFlexible
Social classMid Class
FaceclaimNicola Peltz. {just an idea} · Flexible
RelationBest Friend · Partner in Crime
CombinableYes
A FEW THINGS THAT MATTER WHAT MATTERS "The connection is written. The character is yours." Bei ihr möchte ich bewusst genug Freiraum lassen, damit sie dein eigener Charakter wird und nicht nur als Ergänzung zu Vincent funktioniert. Herkunft, Beruf, Familienverhältnisse, Sexualität und Beziehungsstatus bleiben deshalb vollkommen dir überlassen. Auch charakterlich möchte ich kein fertiges Konzept vorgeben, eine gewisse Grundrichtung sollte allerdings vorhanden sein. Wichtig wäre mir, dass sie zwischen 25 und 29 Jahre alt ist, ein eigenes Leben und eigene Geschichten mitbringtGanz wichtig: Die Beziehung zwischen den beiden ist und bleibt rein platonisch. Kein Friends-to-Lovers, keine heimlichen Gefühle und kein Kuss, der irgendwann in ihrer Vergangenheit passiert ist. Sie lieben einander, aber auf eine freundschaftliche, beinahe familiäre Weise.Wie sie darüber hinaus tickt, möchte ich nicht vollständig festlegen. Ganz zum Sonnenschein sollte sie allerdings nicht werden. Ich stelle mir jemanden mit Biss, Ecken und Kanten vor, der Vincent in einigen Punkten durchaus ähnlich sein darf. Vielleicht ist sie ebenso stur, nachtragend oder kontrolliert, vielleicht besitzt sie denselben trockenen Humor oder die Angewohnheit, Probleme lieber selbst zu lösen, anstatt andere um Hilfe zu bitten. Sie darf schwierig sein, Fehler machen, schlechte Entscheidungen treffen und ausdrücklich auch eigenes Drama und eigene Probleme mitbringen. Auch jene Nacht soll nicht einfach als düstere Anekdote in ihrer Vergangenheit existieren. Was passiert ist, darf an ihr nagen und sie bis heute beeinflussen. Vielleicht lebt sie mit Schuldgefühlen, vielleicht hat sie gelernt, diese hervorragend zu verdrängen. Vielleicht schläft sie manchmal schlecht, reagiert auf bestimmte Situationen anders als früher oder fragt sich bis heute, ob sie damals wirklich keine andere Wahl hatte. Wie genau sich das äußert, möchte ich aber dir überlassen. Gleichzeitig soll dieses Geheimnis nicht ihre gesamte Persönlichkeit bestimmen. Sie darf lachen, lieben, Karriere machen, Beziehungen führen und ein vollkommen eigenes Leben besitzen. Am Ende suche ich keine fertig geschriebene „beste Freundin für Vincent“, sondern einen eigenständigen, durchaus etwas komplizierten Charakter, der selbst Geschichten, Konflikte und Drama mitbringt. Die beiden dürfen sich ähnlich genug sein, um einander zu verstehen, aber unterschiedlich genug, um sich regelmäßig gegenseitig auf die Nerven zu gehen. Gerade daraus darf sich ihre Verbindung gemeinsam immer weiterentwickeln."Best friends. No fine print."
02.Gemeinsame Story
THE PAST NEVER STAYS BURIED NOTHING STAYS BURIED FOREVER "She called. He came. Neither of them ever spoke about it again." Eigentlich begann ihre Geschichte vollkommen unspektakulär. Sie lernten sich während des Studiums kennen, zu einem Zeitpunkt, an dem Vincent bereits beinahe fertig war und sie gerade erst angefangen hatte. Vielleicht teilten sie sich ein Seminar, vielleicht begegneten sie sich regelmäßig in derselben Bibliothek oder über gemeinsame Bekannte. Besonders eng waren sie damals noch nicht. Sie verstanden sich gut, führten überraschend lange Gespräche und blieben schließlich auch nach Vincents Abschluss lose miteinander in Kontakt. Ein paar Nachrichten. Geburtstage. Social Media. Gelegentlich ein Kaffee. Genug, um einander nicht vollständig aus den Augen zu verlieren. Nicht genug, um erklären zu können, warum ausgerechnet seine Nummer jene war, die sie einige Zeit später mitten in der Nacht wählte. "I think I killed someone." Vincent stellte damals nur eine einzige Frage. Wo sie war. Als er bei ihr ankam, lag ein Mann tot in ihrer Wohnung. Was genau in den Stunden zuvor geschehen war, würde ich gern gemeinsam ausarbeiten. Vielleicht war es ein Partner, vielleicht ein Exfreund oder jemand, mit dem sie lediglich eine komplizierte Geschichte verband. Feststehen sollte lediglich, dass sein Tod nicht geplant war. Die Situation war eskaliert, sie hatte sich gewehrt und irgendwann lag ein Mensch vor ihr, der nicht mehr atmete. Es hätte Notwehr gewesen sein können. Vielleicht hätte sie nur die Polizei rufen müssen. Vielleicht wäre alles anders gekommen. Aber sie hatte Angst.Und Vincent traf eine Entscheidung."Okay. Then we make sure you were never here." Vielleicht hätte Vincent damals vernünftiger sein müssen. Vielleicht hätte er erkennen müssen, dass die Wahrheit ihre beste Chance gewesen wäre. Stattdessen tat er bereits damals das, was ihm bis heute gefährlich leichtfällt: Er betrachtete eine Situation, entschied, dass er sie kontrollieren konnte, und handelte. Was in jener Nacht genau geschah, soll bewusst unser Geheimnis bleiben und gemeinsam ausgearbeitet werden. Sicher ist lediglich, dass am nächsten Morgen nichts mehr so aussah wie zuvor. Ein Mann war verschwunden. Und zwei Menschen wussten warum. THE MORNING AFTER Das eigentlich Grausame daran zeigte sich erst später. Mit der Zeit tauchten Informationen über den Toten auf. Frühere Vorfälle. Vielleicht Anzeigen, Aussagen anderer Frauen oder Beweise dafür, dass sie keineswegs die erste Person gewesen war, der er gefährlich geworden war.Und irgendwann mussten beide sich eingestehen, dass sie vermutlich niemals hätten tun müssen, was sie getan hatten. Sie hätte möglicherweise nichts zu befürchten gehabt. Aus einem Tod, den man hätte erklären können, hatten sie gemeinsam ein Verbrechen gemacht. Danach herrschte zunächst Stille zwischen ihnen. Keine dramatischen Schwüre. Kein Versprechen, das Geheimnis mit ins Grab zu nehmen. Für einige Zeit wussten sie vermutlich nicht einmal, ob sie einander überhaupt noch ansehen konnten, ohne wieder in dieser Nacht zu stehen. Bis irgendwann eine Nachricht auf ihrem Handy erschien. "Have you eaten?" "Seriously?" "That wasn't an answer." Vielleicht begann ihre Freundschaft genau dort. Nicht in jener Nacht. Sondern danach. Sie hatte Vincent in einem Moment erlebt, in dem seine Loyalität sämtliche vernünftigen Grenzen überschritten hatte. Vincent wiederum kannte wahrscheinlich den schlimmsten Moment ihres Lebens und war trotzdem geblieben. Seitdem sind Jahre vergangen. Partner kamen und gingen. Karrieren begannen. Leben veränderten sich. Aus zwei ehemaligen Collegebekanntschaften wurden beste Freunde und irgendwann etwas, das sich wesentlich mehr nach Familie anfühlten. Über jene Nacht sprechen sie trotzdem kaum. Vielleicht ist das ihr einziger unausgesprochener Grundsatz. "We don't talk about that night." "We never had to."UNTIL NOWDenn ich möchte die Geschichte ausdrücklich nicht als längst abgeschlossenes Ereignis in ihrer Vergangenheit betrachten. Vielleicht liegt eines Morgens ein Umschlag vor ihrer Tür. Kein Absender. Darin befindet sich nichts Dramatisches. Keine Morddrohung. Keine Forderung nach Geld. Nur ein Foto. Ein Gegenstand. Oder etwas anderes, das eigentlich seit jener Nacht nicht mehr existieren dürfte. Und eine einzige Nachricht: YOU MISSED SOMETHING Damit steht plötzlich eine Möglichkeit im Raum, die beide all die Jahre niemals ernsthaft in Betracht gezogen haben. Jemand weiß davon. Vielleicht hat damals jemand etwas gesehen. Vielleicht kannten sie den Toten wesentlich schlechter, als sie glaubten. Vielleicht hat Vincent tatsächlich einen Fehler gemacht. Vielleicht hängt hinter der Geschichte etwas Größeres, das erst Jahre später beginnt, an die Oberfläche zu kommen. Wer dahintersteckt und was damals tatsächlich passiert ist, möchte ich ausdrücklich nicht vollständig vorgeben. Das würde ich gern gemeinsam entwickeln, damit wir beide die Möglichkeit haben, eigene Ideen, Wendungen und Geheimnisse einzubauen. Es darf ermittelt werden. Es darf gelogen werden. Alte Menschen dürfen wieder auftauchen, neue Wahrheiten ans Licht kommen und aus einem Geheimnis, das sie ursprünglich zusammengeschweißt hat, darf irgendwann genau das werden, was ihre Freundschaft auf ihre härteste Probe stellt. Denn interessant wird es für mich nicht nur dann, wenn jemand herausfindet, was sie getan haben. Interessant wird es, wenn die beiden irgendwann herausfinden müssen, ob sie sich überhaupt dieselbe Geschichte darüber erzählt haben. ONE NIGHT · TWO VERSIONS · ONE SECRET "Some friendships are built on trust. Theirs was built on what they buried."
03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words
Ich suche jemanden, der wirklich Lust auf den Charakter und unsere gemeinsame Geschichte hat. Daueraktivität erwarte ich nicht, Kommunikation ist mir allerdings wichtig. Eigene Ideen, Plots und Entwicklungen sind ausdrücklich erwünscht – schließlich soll sie vor allem dein Charakter sein.
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
MORE THAN JUST ONE CONNECTION MORE CONNECTIONS "Knowing Vincent unfortunately comes with knowing everyone around him."Durch die langjährige Freundschaft mit Vincent dürfte sie längst auch einigen Menschen aus seinem Umfeld begegnet sein. Allen voran natürlich seiner Familie. Wie gut sie mit den einzelnen Hales auskommt, möchte ich dabei überhaupt nicht vorgeben. Vielleicht wird sie von manchen längst wie ein weiteres Familienmitglied behandelt, vielleicht gibt es genauso gut Personen, mit denen sie seit Jahren regelmäßig aneinandergerät. Darüber hinaus gibt es bereits einige weitere Kontakte rund um Vincent, über die sich bei Interesse problemlos zusätzliche Verbindungen finden lassen. Gleichzeitig besteht natürlich keinerlei Verpflichtung, sich ausschließlich in seinem Umfeld zu bewegen. Im Gegenteil: Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sie eigene Freundschaften, Beziehungen, Familie und Geschichten mitbringt und dadurch vielleicht sogar ganz neue Menschen in Vincents Leben schleift, die er sich selbst niemals ausgesucht hätte.An Anschlussmöglichkeiten sollte es also definitiv nicht mangeln. Und alles Weitere darf sehr gerne organisch im Inplay entstehen. "His people can become yours. Your people might become his problem."
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Wenn dich das Gesuch anspricht, melde dich sehr gerne bei mir. Ich habe jederzeit ein offenes Ohr für eigene Ideen, Änderungen und alles, was du gerne mit dem Charakter machen möchtest. Für Drama, Chaos, gemeinsame Plots und spontane Einfälle bin ich eigentlich immer zu haben und freue mich darauf, die Geschichte der beiden gemeinsam weiterzuentwickeln. Für Absprachen können wir natürlich über PN schreiben, bei Interesse ist aber auch Discord-Kontakt überhaupt kein Problem. Fragen dürfen jederzeit gestellt werden und auch vor einer Anmeldung können wir gerne schon ein bisschen gemeinsam planen. Am wichtigsten ist mir eigentlich nur, dass du Spaß an ihr hast und Lust darauf mitbringst, aus diesem ziemlich beschissenen kleinen Geheimnis noch sehr viel größeres Chaos zu machen. ♥"Come for the friendship. Stay because you know too much."
01 / 04
ALL THAT WE SEE OR SEEM — IS BUT A DREAM WITHIN A DREAM;THE DEVIL IS IN THE DETAILS
once upon a midnight dreary, while I pondered, weak and weary, Over many a quaint and curious volume of forgotten lore, While I nodded, nearly napping, suddenly there came a tapping
01control is knowing exactly which parts of yourself should never be allowed into the light.
FaceclaimLaura Vandervoort (verhandelbar mit Veto)Flexible
01.Short facts
Full nameMatteo Castillo
Age48 Jahre
SexualityHeterosexuell
OccupationSergeant beim CPD
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimJensen Ackles
Manchmal lernt man früh das Geld im Leben keine große Rolle spielt und das es andere Dinge gibt die im Leben mehr zählen als Geld. Matteo Castillo wurde nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren und doch hatte er eine schöne Kindheit gehabt. Matteo hat am 1. März 1978 in Bridgeport, Chicago als ältester von 3 Kindern das Licht der Welt erblickt. Sein Vater Eduard war ein mexikanischstämmiger Mechaniker und seine Mutter Christina war eine amerikanische Krankenschwester. Seine Eltern haben immer beide extrem hart gearbeitet um die Familie ernähren zu können, aber sie haben es irgendwie immer geschafft. Zu seinen beiden jüngeren Geschwistern hatte er schon immer eine sehr enge und innige Bindung gehabt, aber im Hause der Castillos war es eben immer laut, chaotisch und eng. Doch trotz allem gab es einen wahnsinnig starken Zusammenhalt in der Familie. Egal wie verrückt es manchmal zuging, am Ende hätte Matteo keine andere Kindheit gewollt. Er liebte diese Momente wenn er Zeit mit seinen Eltern oder auch seinen Geschwistern hatte. Allerdings lernte Matteo auch schon früh Verantwortung zu übernehmen. Er war nicht wie andere Kinder. Statt draußen zu spielen, begann er zu arbeiten. Half seinem Vater wo er konnte, er hielt sich aber auch von den Gangs auf den Straßen fern. Dort wo er aufwuchs war Gewalt allgegenwärtig und ein großes Thema. Aber es formte auch einen Wunsch in ihm, nämlich den zur Polizei zu gehen.
Er hatte dieses Ziel immer im Hinterkopf gehabt und bekam dabei auch die Unterstützung seiner Familie. Seine Eltern fanden es gut das Matteo Träume und Wünsche hatte, etwas dem er nachgehen konnte. Seinen Traum konnte er aber auch nicht einfach so erfüllen, denn dazu waren natürlich in erster Linie gute Noten nötig. Er brauchte dafür einen guten Highschool Abschluss und dafür lernte er fleißig. Die Zeit in der Schule war allerdings nichts woran er sich gerne erinnerte, denn die meisten seiner Mitschüler hielten es eben für besser wenn sie über Matteo herzogen und ihn als Streber hinstellten. Doch er nahm sich selten etwas davon an, denn er sah sich nicht als Streber sondern nur fleißig. Sein Ziel würde er ja nicht erreichen wenn er nichts dafür tun würde. Aber Matteo war natürlich nicht rund um die Uhr am lernen, sondern hatte auch einige Freunde mit denen er viel unternommen hatte. Er liebte es mit seinen Freunden draußen zu sein, die Gegenden zu erkunden oder einfach nur mit dem Fahrrad durch die Straßen zu fahren. In seiner Clique lernte er auch seine erste Liebe Nicole kennen. Die beiden waren damals ein Traumpaar, aber die Beziehung der beiden hielt nur bis zum Abschluss. Nachdem die beiden diesen in der Tasche hatten, trennten sich die Wege beider. Er hatte danach auch nie wieder was von ihr gehört.
Nach seinem Abschluss beschloss er dann aber auch das er seinen eigenen Weg verfolgen wollte. Immerhin hatte er hart dafür gearbeitet gehabt und so trat er zunächst der United States Army bei. Dort diente er einige Jahre, aber die Zeit bei der Army veränderte ihn auch nachhaltig. Er lernte dort Struktur, Disziplin und ein deutlich härteres Auftreten. Alles Eigenschaften die man bei der Army brauchte. Es war aber auch eine Zeit die er definitiv nicht missen wollte. Matteo war während seiner Dienstzeit in Deutschland stationiert. Dort hat er auch die Deutsche Sprache gelernt. Aber nicht nur Sprachen lernte er, sondern auch unter Druck ruhig zu bleiben und auch Verantwortung für andere zu tragen. Eine Zeit die ihm sehr viel abverlangte, ihn aber auch für seinen weiteren Lebensweg formte. Immerhin konnte er ja bei der Army sehr viel lernen. Die Zeit dort prägte ihn, doch nach seiner ehrenhaften Entlassung zog es ihn zurück nach Amerika. Er wollte wieder nach Hause zu seiner Familie und diese nahm ihn auch mit offenen Armen auf. Es war ein Platz an dem er ankommen konnte und sich für seinen weiteren Lebensweg sammeln konnte. Die Momente zu Hause waren eben diese die ihn erdeten und ihm ein zu Hause gaben.
Matteo war Anfang 20 als er dann seine Ausbildung beim Chicago Police Department begann. Die Police Academy war sehr anstrengend und verlangte ihm unglaublich viel ab. Sowohl Psychisch und auch körperlich musste er einiges über sich ergehen lassen. Aber auch hier kam ihm seine Ausbildung bei der Army zu Gute. Er fiel durch seine Ruhe und Ausdauer in Stresssituationen auf. Die Ausbildung konnte er daher auch super meistern und egal wie hart es war, Matteo wusste was er wollte und verfolgte seinen Weg. Bereut hatte er es nie diesen Weg eingeschlagen zu haben. Nachdem er seine Ausbildung beendet hatte, setzte man ihn zuerst im Streifendienst ein. Die ersten Jahre auf den Straßen Chicagos waren hart. Matteo arbeitete in Vierteln mit hoher Kriminalität, reagierte auf Schießereien, häusliche Gewalt, Drogendelikte und bewaffnete Überfälle. Er sah früh Dinge, die ihn nie wieder ganz losließen. Trotzdem entwickelte er sich schnell zu einem Officer, dem Kollegen vertrauten, weil er auch in gefährlichen Situationen einen klaren Kopf behielt. Seinen Wunsch Polizist zu werden, den hatte er nie bereut gehabt.
Doch tatsächlich konnte er auch durchaus positive Dinge verzeichnen in seinem Leben. Während eines Einsatzes lernte er Elena kennen. Sie arbeitete als Krankenschwester in der Notaufnahme, denn Matteo war im Dienst verletzt worden und kam daher eben ins Krankenhaus. Seine Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich, trotzdem hatte er so die Möglichkeit gehabt sich näher mit Elena zu unterhalten. Die beiden haben sich eigentlich sofort verstanden und trafen sich, nachdem er wieder gesunden war, auch privat. Es entwickelte sich eine Romanze zwischen den beiden und irgendwann wurde aus Matteo und Elena ein Paar. Die beiden waren glücklich, allerdings litten sie auch darunter keine Kinder bekommen zu können. Jedenfalls hatte es nie geklappt gehabt, obwohl die beiden gerne Eltern werden wollten. Trotzdem blieben sie zusammen und heirateten sogar. Ihre Beziehung überstand vieles: Nachtschichten, gefährliche Einsätze, Schlaflosigkeit und die emotionale Distanz, die Matteo mit der Zeit entwickelte. Das Leben der beiden sollte eine Schicksalhafte Wendung bekommen als er eines Abends am Waldrand ein junges Mädchen fand. Sie war verletzt und kaum in der Lage zu laufen. Matteo konnte sie nicht ihrem Schicksal überlassen, sonst wäre sie dort gestorben. Er nahm sie mit nach Hause, dort kümmerten sich Elena und er liebevoll um sie, solange bis sie wieder auf den Beinen war. Das junge Mädchen erzählte ihm alles als sie wieder fit war und Matteo wusste er wollte ihr helfen. Er redete mit Madelyn und danach stand die Entscheidung fest. Die beiden adoptierten sie, damit die kleine Isabelle ein neues Leben beginnen konnte und so wurde sie zu Linnea. Er versprach ihr zu helfen und sie immer zu unterstützen, so gut es ihm eben möglich war. Elena und Matteo glaubten ja auch das Linnea das einzige Kind sein würde, bis Elena aber überraschend doch schwanger wurde. Mit Anfang 20 brachte sie ihren gemeinsamen Sohn Ares zur Welt. Für die Familie das größte Glück mit dem keiner mehr gerechnet hatte.
Beruflich wechselte Matteo nach fast einem Jahrzehnt im Streifendienst in die Ermittlungsarbeit. Als Detective beschäftigte er sich vor allem mit Gangkriminalität und bewaffneten Überfällen. Die Arbeit verlangte lange Nächte, Verhöre und unzählige Stunden Aktenarbeit. Er baute sich den Ruf eines hartnäckigen Ermittlers auf, der selten lockerließ. Gleichzeitig hinterließ die Arbeit Spuren. Matteo schlief schlecht, trank zeitweise zu viel Kaffee und gewöhnte sich daran, ständig angespannt zu sein. Mehrere Kollegen gingen in den Jahren verloren — manche durch Gewalt, andere an den psychischen Belastungen des Berufs. Mit Ende dreißig wurde Matteo Sergeant. Heute, mit 48 Jahren, gehört er zu den erfahrenen Veteranen des Reviers. Jüngere Officers respektieren ihn, auch wenn viele ihn anfangs einschüchternd finden. Er spricht wenig, beobachtet viel und hat die Angewohnheit, Menschen direkt anzusehen, bis sie nervös werden. Gleichzeitig gilt er als jemand, der seine Leute schützt und Verantwortung übernimmt, wenn Einsätze eskalieren. Seine Erfahrung macht ihn wertvoll, besonders in kritischen Situationen.
Matteo versuchte inzwischen auch bewusst mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. In den letzten Jahren war da einiges zu kurz gekommen und er wollte einfach mehr Zeit mit seiner Frau und den Kindern verbringen. Immerhin war er doch schon immer ein sehr familiärer Mensch gewesen. Er versucht alles was möglich ist. Allerdings weiß er auch das die Jahre im Polizeidienst ihren Preis gefordert haben. Alte Verletzungen, Rückenschmerzen, schlaflose Nächte und Erinnerungen, die sich nicht abschütteln lassen. Trotzdem trägt er seine Dienstmarke noch immer mit einem gewissen Stolz — nicht weil er an Perfektion glaubt, sondern weil er überzeugt ist, dass irgendjemand diesen Job machen muss.
NameDeine Wahl
Age42-46 Jahre
SexualityBi oder Heterosexuell
OccupationÄrztin
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimLaura Vandervoort (verhandelbar mit Veto) · Flexible
RelationNervige Ärztin & neue Nachbarin
CombinablePlease ask
Wenn du mich fragst dann würde ich sagen du bist ausgesprochen nervig und extrem anstrengend. Aber mich fragt natürlich keiner und meine Meinung ist ja auch gar nicht relevant xD Deswegen gibt's hier auch so wenig wie möglich vorgegeben. Das wichtigste am Ende ist natürlich die Tatsache das du deinen Job liebst, was dann auch die einzige Voraussetzung ist. Den Rest bestimmst du.
02.Gemeinsame Story
Du bist Ärztin mit Leib und Seele. Dein Job macht dir jede Menge Spaß und mit schwierigen Patienten hast du sicherlich auch schon deine Erfahrungen gemacht. Bis ich eben im Krankenhaus lande, denn mein Job als Polizist fordert mich mehr als ich wahrscheinlich zugeben möchte. Irgendwann aber macht mein Körper nicht mehr mit. Seit dem Tod meiner Frau vor 4 Monaten leide ich an extremen Schlafmangel, körperlicher Erschöpfung und Rückenschmerzen. Gut die Schmerzen hatte ich schon vorher, sie sind nur schlimmer geworden nun und zwingen mich dazu mich behandeln zu lassen. Gut ganz freiwillig komme ich natürlich nicht in die Notaufnahme des Krankenhauses, sondern meine Tochter Linnea bringt mich. Sie hat mich nach einem Zusammenbruch gefunden und reagiert eben sofort. Nach ihrer Mutter will sie nicht noch ihren Vater verlieren, also lande ich bei dir im Behandlungszimmer und ich bin tatsächlich alles andere als ein einfacher Patient. Die ganze Zeit bin ich eigentlich am meckern, denn ich persönlich bin der Ansicht das es mir gut geht. Du als erfahrene Ärztin siehst das aber anders und da du deinen Job ernst nimmst, geraten wir beide immer wieder aneinander. Du bist von mir schlichtweg genervt, was wohl auch auf Gegenseitigkeit beruht. Da bist du tatsächlich froh als du mich wieder nach Hause schicken kannst. Eigentlich gehst du ja davon aus das wir beide uns nicht mehr wieder sehen, denn du gehst nicht davon aus das ich erneut ins Krankenhaus komme. Aber falsch gedacht, denn dummerweise musst du tatsächlich feststellen das ausgerechnet ich dein neuer Nachbar bin. Du bist erst vor kurzem in das Haus nebenan gezogen und bisher war noch keine Gelegenheit gewesen die Nachbarn kennenzulernen. Nun weißt du es und es gefällt dir natürlich nicht. Mit der Zeit aber erkennst du das ich eigentlich gar nicht so schlimm bin, sondern einfach nur den Verlust meiner Frau betrauere und auch ich erkenne langsam aber sicher das du eigentlich ein gutes Herz hast.
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words
Ich bin aktiv, aber es kann auch Situationen geben in denen es eben auch zu Wartezeiten kommt. In der Regel versuche ich aber zeitnah alles zu beantworten, sonst bekommst du Bescheid. Vieles kommt natürlich auf das RL drauf an.
Zuerst einmal freut es mich natürlich das du es bis hierher geschafft hast und dich für mein Gesuch interessierst. Bei der Gestaltung deines Charakters hast du vollkommen freie Wahl. Du musst dich damit wohlfühlen und Spaß haben. Was aus uns beiden wird kann ich nicht sagen, denn das soll einfach das Play entscheiden. Wichtig ist das es gerne schwierig werden darf. Matteo trauert, denn der Verlust seiner Frau belastet ihn schwer. Aber vielleicht kannst du ihn aus dem Mauseloch heraus holen. Mir ist einfach wichtig das wir uns eine spannende und interessante Geschichte aufbauen gemeinsam. Ob das nun als Liebe, Freunde oder Feinde endet steht nicht fest. Ansonsten ist mir Kommunikation sehr wichtig. Ich bin per PN immer erreichbar und Discord ist ebenfalls vorhanden. Sollte also was sein, dann rede mit mir denn Ghosting mag ich rein gar nicht. Wenn was ist dann immer fragen oder schreiben. Ich beiße nicht und freu mich auf eine interessante Geschichte.
❝You were such a soft little thing once, my love, before hell learned the sound of your name and carved it into every place that hurt; yet when its hands finally loosened around you, you crawled back into the light with blood between your teeth, ashes beneath your skin, and the terrible, beautiful tragedy of a heart that had somehow forgotten to die.❝ Yuliana Vaughn war vier Jahre alt als ihre Mutter starb, also in einem Alter, in dem die Welt eigentlich noch aus jenen kleinen, überschaubaren Wahrheiten bestehen sollte, die Erwachsene später gern Kindheit nennen: aus der selbstverständlichen Gewissheit, dass eine Hand, die man festhält, nicht plötzlich loslässt, dass eine Mutter vielleicht müde, traurig oder manchmal ein wenig zu still sein kann, am nächsten Morgen jedoch trotzdem wieder in der Küche steht, und dass jedes Verschwinden lediglich vorübergehend ist, weil Menschen, die einen lieben, selbstverständlich zurückkommen. Yuliana wusste damals nichts von Abhängigkeit, nichts von jener schleichenden Form der Selbstzerstörung, die einen Menschen nicht auf einen Schlag verschlingt, sondern ihn über Monate und Jahre hinweg Stück für Stück aus seinem eigenen Leben herauslöst, bis zwischen der Person, die einmal existiert hat, und dem Schatten, der schließlich zurückbleibt, kaum noch eine erkennbare Verbindung besteht; sie wusste lediglich, dass ihre Mutter immer häufiger schlief, dass manches Lächeln einen Augenblick zu spät kam und manche Umarmung eine Spur zu fest wurde, als müsste die Frau sich selbst daran erinnern, dass dort noch ein kleines Mädchen existierte, das sie brauchte. Es gab gute Tage, manchmal sogar mehrere hintereinander, an denen ihre Mutter beinahe wieder jene Frau war, die Yuna aus ihren frühesten Erinnerungen kannte, mit warmen Händen, einer heiseren Stimme und der Angewohnheit, beim Kochen leise vor sich hin zu summen, während sie ihrer Tochter das helle Haar aus dem sommersprossigen Gesicht strich; dann wiederum kamen jene anderen Tage, an denen die Vorhänge selbst am Nachmittag geschlossen blieben, ungeöffnete Briefe zwischen überquellenden Aschenbechern auf dem Küchentisch lagen und ihre Mutter so lange auf dem Sofa oder im Bett verschwand, dass Yuna irgendwann selbst begann, Schränke nach etwas Essbarem zu durchsuchen. Armut war für ein vierjähriges Mädchen schließlich kein gesellschaftlicher Zustand und schon gar keine persönliche Tragödie, sondern lediglich eine Ansammlung kleiner Selbstverständlichkeiten, über deren Bedeutung sie erst Jahre später nachdenken würde: Schuhe wurden getragen, bis die Sohlen Wasser durchließen, ein kaputter Reißverschluss mit einer Sicherheitsnadel zusammengehalten, Cornflakes galten gelegentlich als Abendessen und ihre Mutter behauptete auffallend häufig, selbst keinen Hunger zu haben, während sie Yuna den größeren Teil einer Mahlzeit zuschob, die kaum für eine Person gereicht hätte. Irgendwo zwischen all diesen Dingen hatte sich längst etwas anderes in ihr Leben geschlichen, zunächst beinahe unsichtbar, später groß genug, um alles Übrige an den Rand zu drängen; Yuna erinnert sich nicht daran, wann ihre Mutter zum ersten Mal Drogen nahm, erinnert sich weder an einen bestimmten Tag noch an jenen einen Augenblick, in dem alles sichtbar schlechter wurde, sondern lediglich an Veränderungen, an fremde Menschen, die für kurze Zeit in ihrer Wohnung auftauchten und wieder verschwanden, an geflüsterte Gespräche hinter halb geschlossenen Türen, an Geld, das niemals lange blieb, und an jene namenlose Unruhe eines Kindes, dessen Verstand noch nicht begreifen konnte, was sein Körper längst verstanden hatte. Ihre Mutter war keine grausame Frau, und vielleicht war genau das später das Schwerste daran, denn Grausamkeit hätte Yuna etwas gegeben, das sie hätte hassen können, während Liebe und Versagen auf eine wesentlich unbequemere Weise nebeneinander existierten. Zwischen versäumten Mahlzeiten, verschlafenen Nachmittagen und Versprechen, die kaum bis zum nächsten Morgen hielten, gab es eine Frau, die ihre Tochter aufrichtig liebte und trotzdem irgendwann nicht mehr genug von sich selbst besaß, um diese Liebe in etwas Verlässliches zu verwandeln; eine Frau, die Yuna fest an sich drücken, ihr über das Haar streichen und wenige Stunden später vergessen konnte, dass sie noch nichts gegessen hatte, die mit glasigen Augen versprach, morgen werde alles anders, und dieses Versprechen in genau diesem Augenblick vermutlich sogar glaubte. Vielleicht liegt darin bis heute ein Teil von Yunas schwieriger Beziehung zu Zuneigung verborgen, denn lange bevor sie überhaupt verstand, was Verlust bedeutete, hatte sie bereits gelernt, dass jemand einen vollkommen aufrichtig lieben und einen trotzdem im Stich lassen konnte. Die Nacht, in der ihre Mutter starb, besitzt entsprechend nichts von jener dramatischen Endgültigkeit, die Erinnerungen in Geschichten häufig erhalten; kein Abschied, keine bedeutungsschweren letzten Worte, kein Augenblick, in dem ein vierjähriges Mädchen begriff, dass sich sein Leben gerade unwiderruflich veränderte, sondern lediglich eine ungewöhnliche Stille, die irgendwann selbst einem Kind auffiel. Yuna erinnert sich an nackte Füße auf kaltem Boden, an fahles Licht aus einem angrenzenden Raum und an den Körper ihrer Mutter, der sich nicht bewegte, obwohl sie ihren Namen sagte, zunächst leise, dann noch einmal, etwas lauter, schließlich mit jener zunehmenden Ungeduld, die nur ein Kind besitzen kann, das noch nicht versteht, weshalb ein Mensch plötzlich nicht mehr antwortet. Alles danach liegt wie schlecht zusammengesetztes Glas in ihrer Erinnerung: fremde Stimmen, hektische Bewegungen, grelles Licht, Erwachsene, die sie aus dem Raum bringen wollten, obwohl sie nicht verstand, weshalb man ihre Mutter dort allein ließ, und irgendwann jene Erklärung, deren genaue Worte längst verschwunden sind, während ihre Bedeutung sich mit einer Grausamkeit in ihr festsetzte, die kein vierjähriges Kind hätte tragen sollen. Erst Jahre später erfuhr sie, dass eine Überdosis das Herz ihrer Mutter zum Stillstand gebracht hatte; ob es tatsächlich jener eine bewusst gesetzte letzte Schuss gewesen war oder lediglich eine Dosis, die ein bereits geschundener Körper nicht mehr verkraftete, konnte ihr niemand mit Sicherheit sagen, und irgendwann hörte Yuna auf, nach einer Antwort zu suchen, weil die Unterscheidung für sie nichts mehr änderte. Ihre Mutter war tot, und keine medizinische Formulierung der Welt würde aus dieser Wahrheit etwas anderes machen. Mit ihrem Tod begann keine einzelne große Katastrophe, sondern eine lange Reihe kleiner Entwurzelungen, die Yuna früh beibrachten, dass ein Zuhause weniger ein Ort als eine Behauptung war, die Erwachsene erstaunlich leicht aussprechen konnten. Sozialarbeiter kamen und gingen, Übergangsunterkünfte wurden gegen Pflegefamilien getauscht, fremde Namen standen plötzlich auf Formularen, die Entscheidungen über ihr Leben trafen, während Yuna daneben saß und lernte, dass Erwachsene gern von Stabilität sprachen, während sie gleichzeitig ihre wenigen Habseligkeiten wieder in Taschen packten. Manche Pflegepersonen waren ehrlich bemüht, manche hoffnungslos überfordert und andere schlicht ungeeignet für ein Kind, das längst aufgehört hatte, Fürsorge automatisch mit Sicherheit gleichzusetzen; Yuna war still, aber keineswegs fügsam, aufmerksam, jedoch schwer zugänglich, und besonders jene unausgesprochene Erwartung, sie müsse dankbar sein, weil jemand ihr ein Bett, Essen und saubere Kleidung zur Verfügung stellte, ließ schon früh etwas Trotzendes in ihr wachsen. Nach mehreren Übergängen kam schließlich jene Familie, bei der sie den größten Teil ihrer Jugend verbringen sollte, ein vollkommen gewöhnliches Haus in einer vollkommen gewöhnlichen Straße, eingerahmt von gepflegten Vorgärten, Mülltonnen und Nachbarn, die einander freundlich grüßten, ohne besonders viel voneinander zu wissen. Die Pflegemutter empfing sie mit einem Lächeln, das vermutlich sogar ehrlich gemeint war, während ihr Mann zunächst beinahe väterlich wirkte und für einen kurzen Moment eine Hand auf Yunas Schulter legte, als wäre diese beiläufige Berührung nichts weiter als eine selbstverständliche Geste des Willkommenheißens; unter seinen Fingern erstarrte ihr kleiner Körper dennoch mit jener lautlosen Vollkommenheit, die niemand bemerkte, während sie sich den Geruch nach Nikotin an seiner Kleidung, das Gewicht seiner Hand und die wenigen Sekunden bis zu deren Verschwinden einprägte, ohne zu wissen, weshalb ihr Körper offenbar entschieden hatte, solche Dinge nicht zu vergessen. Das Zimmer, das man ihr anschließend zeigte, war hell, ordentlich und mit jener bemühten Freundlichkeit eingerichtet worden, von der Erwachsene offenbar glaubten, sie könne einem fremden Ort etwas Vertrautes verleihen, und während ihre Pflegemutter ihr erklärte, dies sei nun ebenfalls ihr Zuhause, stand Yuna zwischen frischer Bettwäsche, leeren Schrankfächern und einem Fenster zur Straße und betrachtete weniger die Möglichkeiten eines neuen Lebens als die Entfernung zwischen Bett, Tür und Ausgang. Ihre Tasche blieb deshalb zunächst neben der Matratze stehen, griffbereit für den Fall, dass auch dieses Zuhause sich als etwas Vorübergehendes herausstellen sollte; erst Monate später bemerkte sie, dass ihre Kleidung inzwischen in Schubladen lag und die Tasche leer geworden war, als hätte ein Teil von ihr tatsächlich begonnen, an die Möglichkeit des Bleibens zu glauben. Gerade deshalb wäre es zu einfach, dieses Haus rückblickend ausschließlich als Ort des Schreckens zu beschreiben, denn es gab Geburtstage, gemeinsames Abendessen, Weihnachtsdekoration, schlechte Fernsehabende, halb verbrannte Pfannkuchen und vollkommen gewöhnliche Wochenenden, an denen nichts zerbrach, weder Geschirr noch Menschen. Ihre Pflegemutter kaufte Kleidung, fragte nach der Schule und brachte Medikamente an ihr Bett, wenn Yuna krank war; ihr Pflegevater reparierte Möbel, fuhr sie gelegentlich irgendwohin und konnte tagelang jener Mann sein, den Außenstehende ohne Zögern als fürsorglich bezeichnet hätten. Vielleicht machte genau diese Normalität alles, was später kam, so schwer einzuordnen, weil gute Erinnerungen die schlechten nicht auslöschten und die schlechten wiederum nicht verhinderten, dass manche guten tatsächlich echt gewesen waren. Alkohol gehörte zunächst beiläufig zum Haushalt, ein Bier am Abend, später zwei, irgendwann Flaschen, deren Anzahl niemand mehr zählte, und mit ihm veränderte sich die Luft im Haus auf eine Weise, die Yuna früher bemerkte als jede offene Eskalation. Die Art, wie seine Schlüssel auf die Kommode fielen, die Schwere seiner Schritte oder das Zuschlagen einer Schranktür verrieten ihr genug, um zu wissen, welcher Abend bevorstand; seine Gewalt begann entsprechend nicht spektakulär, sondern in jener alltäglichen Form, die besonders leicht unter Gewohnheit begraben wird, mit herablassenden Bemerkungen, Demütigungen, einem zu festen Griff um einen Oberarm, einem zerbrochenen Glas oder Drohungen, die am nächsten Morgen niemals so gemeint gewesen sein sollten. Ihre Pflegemutter sah vieles davon und entschied sich doch erschreckend häufig dafür, gerade lange genug wegzusehen, bis aus Feigheit Routine geworden war. Mit zunehmendem Alter verlor Yuna allerdings die Bereitschaft, sich selbst möglichst klein zu machen, damit ein erwachsener Mann genügend Platz für seine Wut hatte. Aus dem vorsichtigen Kind wurde eine Jugendliche mit scharfem Mundwerk, hochgezogenem Kinn und jener Form von Trotz, die nicht aus Furchtlosigkeit entstand, sondern aus der Erkenntnis, dass Angst ohnehin keinen zuverlässigen Schutz bot; wenn Schweigen sie nicht vor seinen Launen bewahrte, sah sie irgendwann keinen Sinn mehr darin, ihm zusätzlich auch noch ihre Stimme zu überlassen. Gerade in dieser Zeit, mit achtzehn, begegnete sie Alvaro erstmals wirklich, obwohl beide sich längst vom Sehen kannten, weil er in derselben Straße lebte und zu jenen Nachbarn gehörte, deren Tagesrhythmus Fragen aufwarf, die Yuna klug genug war, nicht zu stellen. Er kannte sie als die blonde junge Frau mit den Sommersprossen, die auffällig häufig mitten in der Nacht draußen saß und rauchte; sie kannte ihn als den Mann, bei dem Autos zu Uhrzeiten hielten, zu denen vernünftige Menschen schliefen, dessen Besucher selten lange blieben und dessen Geschäfte mit ziemlicher Sicherheit nichts mit einer regulären Büroanstellung zu tun hatten. Lange blieb es bei diesem wortlosen Wiedererkennen, bei flüchtigen Blicken über die Straße hinweg und jener stillen Kenntnis voneinander, die noch keinerlei Grund besaß, mehr zu werden, bis Yuna nach einem jener Abende, an denen ihr Pflegevater genügend getrunken hatte, um selbst die nächtliche Kälte der Straße einladender erscheinen zu lassen als die eigenen vier Wände, weit nach Mitternacht draußen saß. Zwischen ihren Fingern brannte eine Zigarette langsam bis zum Filter hinunter, während sie die erleuchteten Fenster des Hauses beobachtete und darauf wartete, dass eines nach dem anderen erlosch und mit dem letzten Licht vielleicht auch die Gefahr verschwand, ihm auf dem Weg zurück in ihr Zimmer noch einmal begegnen zu müssen. Irgendwann zeichnete sich Alvaros Gestalt am anderen Ende der Straße aus der Dunkelheit ab, zu einer jener Stunden, in denen vernünftige Menschen längst hinter verschlossenen Türen verschwunden waren und Männer wie er offenbar erst den Heimweg fanden; als sein Blick an Yuna hängen blieb, verlangsamten sich seine Schritte beinahe unmerklich, bis er wenige Meter vor ihr zum Stehen kam und sie mit einer Selbstverständlichkeit nach Feuer fragte, als wäre die bereits glimmende Zigarette zwischen ihren Fingern nicht gerade der denkbar schlechteste Beweis dafür, dass er dafür ausgerechnet die Richtige angesprochen hatte. Yunas Blick sank auf die Zigarette zwischen ihren Fingern, deren Spitze im Dunkel unübersehbar rot aufglomm, wanderte anschließend zu Alvaro und blieb einen Moment vollkommen ausdruckslos auf seinem Gesicht liegen. „Hab keins.“ Alvaro sagte zunächst nichts. Sein Blick glitt demonstrativ zu ihrer brennenden Zigarette. Yuna folgte ihm, betrachtete die Glut, als sähe sie diese ebenfalls zum ersten Mal, und hob anschließend wieder den Blick zu ihm, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Es entstand jene vollkommen absurde Stille, in der beide sehr genau wussten, dass einer von ihnen offensichtlich log und keiner auch nur das geringste Interesse daran hatte, dem anderen den Gefallen zu tun, es auszusprechen. Schließlich zog Yuna noch einmal seelenruhig an ihrer Zigarette, ließ den Rauch zwischen ihnen in die kalte Nachtluft steigen und sah ihn dabei mit einer Gelassenheit an, die beinahe eine Herausforderung war. Alvaro bekam an diesem Abend kein Feuer und setzte sich trotzdem zu ihr. Was als vollkommen idiotischer Wortwechsel begann, entwickelte sich in den folgenden Wochen beinahe unbemerkt zu einer Gewohnheit. Sie begegneten sich nachts, zunächst zufällig, später mit jener Form von Zufall, bei der beide längst wussten, wann der andere normalerweise auftauchte; manchmal rauchten sie gemeinsam und redeten über vollkommen belanglosen Unsinn, manchmal saßen sie zwanzig Minuten nebeneinander, ohne mehr als wenige Sätze auszutauschen, und erstaunlicherweise war gerade dieses Schweigen etwas, das Yuna nicht als unangenehm empfand. Alvaro bemerkte schnell, dass sie nicht aus romantischer Vorliebe für nächtliche Straßen so oft draußen saß, sah blaue Flecken, hörte vielleicht einmal eine zu laute Auseinandersetzung aus dem Haus und begriff irgendwann, dass ihre späten Zigaretten weniger schlechte Angewohnheit als Aufschub waren, doch er tat etwas, das Yuna bei anderen Menschen selten erlebt hatte: Er fragte nicht nach einer Geschichte, auf die sie ihm keine Antwort schuldete. Yuna erwiderte diese Zurückhaltung auf ihre Weise, denn ebenso schnell erkannte sie, dass Alvaros Leben auf der anderen Seite des Gesetzes stattfand, dass die Männer in den Autos nicht einfach Freunde waren und dass hinter seinen nächtlichen Wegen eine Welt lag, über die man besser nicht aus bloßer Neugier Bescheid wusste. Sie stellte ebenfalls keine Fragen. Zwischen ihnen entstand dadurch keine klassische Vertrautheit, sondern etwas wesentlich vorsichtigeres und vielleicht gerade deshalb stabileres: das unausgesprochene Einverständnis, dass beide Dinge sahen, die der andere nicht erklären musste. Aus nächtlichen Zigaretten wurden irgendwann Kaffee, gemeinsames Essen, Fahrten ohne wirklichen Grund und Stunden, die keiner von beiden mehr glaubwürdig als zufällige Begegnungen bezeichnen konnte. Alvaro wurde nicht zum Retter, der Yuna aus ihrem Leben ziehen wollte, und gerade deshalb durfte er langsam Teil davon werden; er lernte, wann ihre bissigen Bemerkungen bedeuteten, dass sie Gesellschaft wollte, und wann ein Lass mich in Ruhe tatsächlich eine Grenze war, während Yuna die unterschiedlichen Versionen seines Schweigens ebenso selbstverständlich zu lesen begann. Körperliche Nähe schlich sich erst später zwischen sie, so beiläufig und selbstverständlich, dass Yuna vermutlich selbst nicht hätte benennen können, wann Berührung aufgehört hatte, etwas zu sein, das ihr Körper zunächst als Gefahr übersetzen musste: sein Knie, das ihres streifte, während sie nebeneinandersaßen, seine Jacke, die irgendwann wortlos über ihren Schultern landete, eine Hand, die sie am Arm zurückhielt, bevor sie gedankenlos auf die Straße trat. Es waren unscheinbare Gesten, kaum bedeutend genug, um sie einzeln festzuhalten, und vielleicht lag gerade darin ihre Bedeutung, denn irgendwann bemerkte Yuna, dass Alvaros Berührungen nicht länger den Umweg über ihren Verstand nehmen mussten, bevor ihr Körper begriff, dass er vor ihnen nicht zurückweichen musste. Mit neunzehn war Alvaro längst nicht mehr bloß der Mann, der einige Häuser weiter wohnte und ihr zu unmöglichen Uhrzeiten auf der Straße begegnete, sondern jener eine Ort geworden, zu dem Yuna gehen konnte, wenn sie den Gedanken an ihr eigenes Zuhause nicht ertrug, ohne an seiner Tür erst eine Erklärung für ihr Auftauchen abliefern zu müssen; mit zwanzig kannte er die feinen Unterschiede zwischen ihrem Schweigen, wusste, wann ihr Sarkasmus tatsächlich nur Sarkasmus war und wann jedes weitere Wort eines zu viel gewesen wäre, während Yuna ihrerseits längst aufgehört hatte, sich einzureden, Alvaros nächtliche Geschäfte bestünden lediglich aus ein paar harmlosen Gesetzesbrüchen. Er erzählte ihr nichts, jedenfalls nichts, das einen Namen, eine Struktur oder irgendeine konkrete Wahrheit besessen hätte, und Yuna fragte nicht danach, doch sie war weder blind noch naiv genug, um die Männer zu übersehen, die zu ungewöhnlichen Zeiten auftauchten, die Gespräche, die verstummten, sobald Unbeteiligte zu nahe kamen, das Geld, die Fahrzeuge, die gelegentlichen Verletzungen und vor allem jene besondere Form von Vorsicht, die Menschen entwickelten, wenn die Konsequenzen eines Fehlers weit über eine Nacht auf dem Polizeirevier hinausgingen. Sie kannte keine Details und hätte vermutlich nicht einmal sagen können, wo genau Alvaro innerhalb dieser Welt stand; sie wusste lediglich, dass das, worin er steckte, größer, organisierter und erheblich gefährlicher war als gewöhnliche Straßenkriminalität — und dass ein vernünftiger Mensch diese Erkenntnis vermutlich als Anlass genommen hätte, Abstand zu gewinnen. Yuna hatte mehr als einmal die Gelegenheit dazu und blieb trotzdem. Mit einundzwanzig hatte Yuna längst begonnen, ihr eigenes Geld zu verdienen und konkrete Pläne für den endgültigen Auszug zu machen. Sie arbeitete inzwischen hinter dem Tresen einer kleinen Late-Night-Bar, zunächst wegen der Schichten, die sich mit ihrem Leben besser vereinbaren ließen als jeder gewöhnliche Nine-to-five-Job, später auch deshalb, weil sie erstaunlich gut darin war; Menschen erzählten Barkeepern Dinge, die sie nüchtern niemals ausgesprochen hätten, und Yuna besaß die seltene Fähigkeit, gleichzeitig zuzuhören und vollkommen uninteressiert zu wirken, konnte einen betrunkenen Gast mit einem einzigen Blick zum Schweigen bringen, wusste nach wenigen Wochen, wer immer dasselbe bestellte, wer Ärger suchte und wer lediglich jemanden brauchte, der für zehn Minuten so tat, als sei seine Geschichte interessant. Der Job gab ihr eigenes Geld, einen Ort außerhalb des Pflegehauses und erstmals eine Form von Alltag, die niemand für sie ausgesucht hatte, während sich aus genau dieser Arbeit später Kontakte entwickelten, die sie an die Ränder jener zwielichtigen Welt führen würden, in der Informationen manchmal mehr wert waren als Bargeld. Nur einige Monate fehlten ihr wahrscheinlich noch, bis sie das Haus ihrer Pflegefamilie endgültig verlassen hätte, als alles auf eine Weise eskalierte, gegen die sämtliche Pläne plötzlich bedeutungslos wurden. Die Nacht begann mit irgendeiner Belanglosigkeit, die Yuna heute kaum noch rekonstruieren kann, weil Katastrophen selten den Anstand besitzen, sich einen ihrer Tragweite angemessenen Anfang auszusuchen; ihr Pflegevater hatte erheblich getrunken, aus Worten wurde Streit, aus Streit eine jener Forderungen nach Respekt, die längst nichts anderes mehr bedeuteten als Gehorsam, und Yuna, einundzwanzig Jahre alt und müde davon, ihre Existenz um seine Launen herum zu bauen, antwortete mit jenem scharfen Trotz, der ihn bereits seit Jahren zur Weißglut brachte. Der erste Schlag überraschte sie, der zweite nicht mehr, und danach zerfiel ihre Erinnerung in einzelne Eindrücke: eine Wand gegen ihren Rücken, metallischer Geschmack im Mund, Schmerz zwischen den Rippen, Hände, gegen die sie sich wehrte, das Gewicht eines Körpers, der ihr körperlich überlegen war, und irgendwann jene entsetzliche Verschiebung innerhalb einer vertrauten Situation, durch die Yuna begriff, dass dies nicht wie die anderen Male enden würde, denn dieses Mal hörte er nicht auf. Sie schlug zurück, trat, kratzte und kämpfte, solange ihr Körper ihr gehorchte, doch irgendwann wurde aus Gegenwehr bloßer Instinkt, aus Instinkt Erschöpfung und aus Erschöpfung die kalte Erkenntnis, dass ihr Pflegevater sie tatsächlich totschlagen würde, wenn nichts ihn davon abhielt. Wie Alvaro erfuhr, dass etwas geschehen war, liegt in jenen Minuten, die Yunas Erinnerung nie sauber zurückbekam; vielleicht erreichte ihn ein Anruf, vielleicht eine Nachricht, vielleicht wusste er schlicht genug über dieses Haus und über sie, um zu erkennen, wann etwas nicht stimmte. Sicher ist lediglich, dass er kam und eine Frau auf dem Boden fand, die er seit drei Jahren kannte, deren Sarkasmus, Trotz und beinahe aggressive Selbstständigkeit ihm längst vertrauter waren als jede Bitte um Hilfe, und die nun kaum noch bei Bewusstsein war, Blut im Gesicht, den Atem flach, während der Mann über ihr offenbar jeden Punkt überschritten hatte, an dem eine solche Situation noch hätte relativiert werden können. Alvaro riss ihn von ihr fort, zunächst mit keinem anderen Gedanken, als zwischen Yuna und den nächsten Schlag zu gelangen, doch ihr Pflegevater wandte die Gewalt, die eben noch ihr gegolten hatte, beinahe nahtlos gegen ihn, und innerhalb weniger Augenblicke verlor die Situation jede Ordnung. Aus Eingreifen wurde Gegenwehr, aus Gegenwehr ein Kampf, in dem Wut, Angst und Adrenalin längst schneller handelten als jeder vernünftige Gedanke, bis schließlich jener eine Moment kam, der sich nicht zurücknehmen, nicht entschuldigen und durch keine spätere Erklärung wieder in etwas Vorheriges verwandeln ließ. Als der Lärm verstummte und die Bewegung aus dem Raum wich, blieb eine Stille zurück, die schwerer wog als alles unmittelbar zuvor — und Yunas Pflegevater stand nicht wieder auf. Yuna bekam nur Fragmente davon mit, ein Krachen, Stimmen, Alvaros Gesicht über ihr und jene beinahe verstörende Diskrepanz zwischen Händen, die eben noch Gewalt hatten anwenden müssen und der Vorsicht, mit der dieselben Hände nun ihr Gesicht, ihren Hals und ihre verletzten Rippen berührten, weil er herauszufinden versuchte, wie schwer sie verletzt war. Die folgenden Wochen verschwammen zwischen Krankenhauslicht, Schmerzmitteln, gebrochenen Rippen, einer schweren Gehirnerschütterung, tiefen Prellungen und all den sichtbaren wie unsichtbaren Folgen einer Nacht, die sie nur knapp überlebt hatte. Dass Alvaro in jener Nacht einen Menschen getötet hatte, weil dieser wenige Augenblicke zuvor im Begriff gewesen war, Yuna das Leben aus dem Körper zu prügeln, grub sich zwischen ihnen an einen Ort, für den weder Schuld noch Dankbarkeit ein ausreichend großes Wort gewesen wären. Yuna hat ihn deshalb niemals einen Mörder genannt; vielleicht, weil sie längst ahnte, dass Alvaros Welt ohnehin genug Blut kannte, um aus diesem einen Toten keine moralische Zeitenwende zu machen, vor allem jedoch, weil ihre eigene Erinnerung an jene Nacht ihr nicht den Luxus jener sauberen Distanz gewährt, aus der sich Schuld bequem vermessen und ein Mensch auf seine schlimmste Tat reduzieren lässt. Alvaro hatte diesen Mann nicht getötet, um Yuna anschließend irgendeinen Anspruch auf ihr Leben entgegenhalten zu können, nicht aus Eifersucht, Besitzdenken oder einem jener romantisierten Versprechen, für die Menschen in Geschichten bereitwillig Blut vergießen; er hatte ihn von ihr fortgerissen, weil Yuna irgendwann kaum noch die Kraft besessen hatte, sich selbst vor dem nächsten Schlag zu schützen, und irgendwo zwischen Gegenwehr, Adrenalin und der verzweifelten Notwendigkeit, ihn zum Aufhören zu bringen, war aus einem Kampf etwas Endgültiges geworden. Seit jener Nacht liegt deshalb etwas zwischen Yuna und Alvaro, das sie weder ausgesprochen noch jemals bewusst miteinander vereinbart haben, eine gemeinsame Wahrheit mit scharfen Kanten, um die beide längst zu leben gelernt haben, ohne sie besonders häufig anzusehen. Sie schuldet ihm dafür weder ihr Leben noch ihre Liebe, und er hat ihr niemals vermittelt, dass sie es täte; trotzdem wissen beide, dass es eine Version jener Nacht gibt, die ausschließlich ihnen gehört, einen Augenblick, in dem sein Leben ihres berührte und beide anschließend nicht mehr dieselben waren. Dieses Wissen hält sie nicht zusammen wie eine Schuld, sondern sitzt längst tiefer, verwachsen mit allem, was bereits vorher zwischen ihnen existierte — und jeder Versuch, es heute noch herauszuschneiden, würde vermutlich weit mehr mit sich reißen als nur die Erinnerung an einen toten Mann. Die Jahre nach 2022 waren die ersten, in denen Yuna tatsächlich nur sich selbst gehörte. Sie behielt ihren Job hinter der Bar, wurde mit der Zeit zu einer jener Barkeeperinnen, wegen der Stammgäste wiederkommen und problematische Gäste erstaunlich schnell lernen, welche Grenzen nicht verhandelbar sind, und entdeckte, dass dieser vermeintlich gewöhnliche Beruf hervorragend zu einer Frau passte, die Menschen ohnehin lieber beobachtete, als ihnen zu viel von sich zu erzählen. Gleichzeitig wuchsen aus den Nächten hinter dem Tresen Kontakte, Gefälligkeiten und Informationen; sie hörte Namen, kannte Gesichter, wusste, wer mit wem Geschäfte machte, und lernte schnell, dass Wissen in bestimmten Kreisen eine eigene Währung besitzt. Sie verkauft nicht wahllos jedes Geheimnis, das ihr anvertraut wird, und betrachtet sich selbst keineswegs als professionelle Kriminelle, doch gelegentlich gibt sie Informationen weiter, übernimmt diskrete Gefälligkeiten oder bewegt sich an den Rändern jener Underground-Fighting-Szene, in der Gewalt zumindest den Anstand besitzt, nicht so zu tun, als wäre sie Fürsorge. Yuna arbeitet mit Menschen, niemals für sie in einem Sinne, der Besitz impliziert, und gerade ihre Nähe zu Alvaros Welt bedeutet nicht, dass sie ein Teil seines Kartells geworden wäre; seine Geschäfte sind seine, ihr Leben ist ihres, und diese Grenze gehört zu den wenigen Dingen, auf deren Existenz sie mit fast brutaler Konsequenz besteht. Heute ist Yuliana Vaughn fünfundzwanzig, arbeitet noch immer überwiegend nachts hinter einer Bar und besitzt ein Leben, das keinen makellosen Lebenslauf und kaum etwas von jener sauberen Geradlinigkeit aufweist, die andere Menschen gern mit Erwachsensein verbinden. Sie schläft zu wenig, raucht zu viel, kennt Menschen, deren Telefonnummern besser nicht in falsche Hände geraten sollten, und bewegt sich gelegentlich gefährlich nah an Grenzen entlang, deren genaue Lage sie durchaus kennt; gleichzeitig besitzt sie eine eigene Wohnung, eigenes Geld, einen Schlüssel, der nur in ihr Schloss passt, und die Freiheit, einen Menschen hereinzulassen oder vor ihrer Tür stehen zu lassen, ohne dass irgendjemand diese Entscheidung für sie trifft. Für andere sind solche Dinge banal. Für Yuna besitzen sie das Gewicht eines ganzen Lebens. Alvaro ist sieben Jahre nach jener ersten absurd nächtlichen Unterhaltung über ein Feuerzeug noch immer da. Aus dem Mann einige Häuser weiter wurde zunächst jener Mensch, neben dem sie schweigen konnte, später derjenige, dessen Tür sie kannte, wenn ihre eigene sich nicht nach Zuhause anfühlte, und schließlich ein Bestandteil ihres Lebens, der sich längst nicht mehr sauber in Freundschaft, Liebe, Abhängigkeit oder irgendeinen anderen einzelnen Begriff pressen lässt. Zwischen ihnen liegen drei Jahre gemeinsamer Geschichte vor jener Nacht von 2022 und weitere vier danach, genügend Wut, Begehren, Schuld, Vertrauen und schlechte Entscheidungen, um vernünftigere Menschen mehrfach endgültig auseinanderzutreiben, während Yuna und Alvaro trotzdem eine bemerkenswerte Begabung dafür besitzen, einander wiederzufinden. Vielleicht liegt das daran, dass keiner von beiden den anderen je unter falschen Voraussetzungen kennengelernt hat: Yuna wusste früh, dass Alvaro kein guter Mann im klassischen Sinn war, und Alvaro wusste ebenso früh, dass Yuna keine Frau war, die darauf wartete, von irgendeinem Mann gerettet zu werden. Was von ihrer Geschichte bleibt, ist deshalb keine Erzählung über ein beschädigtes Mädchen, das von den richtigen Menschen gefunden und zusammengesetzt wurde, sondern über eine Frau, deren Leben genug versucht hat, sie auf einzelne Erfahrungen zu reduzieren, und die sich bis heute mit bemerkenswerter Sturheit weigert, darauf einzugehen. Yuliana Vaughn besteht aus wesentlich mehr als einer Mutter, die an ihrer eigenen Abhängigkeit zugrunde ging, einem Pflegevater, dessen Gewalt sie beinahe mit in den Tod nahm, und einem Mann, der 2022 Blut an den Händen hatte, weil er verhinderte, dass ihres aufhörte zu fließen; sie besteht aus Sommersprossen und hellem Haar, schwarzem Kaffee hinter einem Bartresen, Zigaretten in den frühen Morgenstunden und Musik, die viel zu laut durch ihre Wohnung läuft, aus Arroganz, Eitelkeit, schlechtem Humor, einer scharfen Zunge, überraschend weichen Händen und jener beinahe unvernünftigen Loyalität, mit der sie die wenigen Menschen festhält, die tatsächlich bis zu ihr vorgedrungen sind. Ihre Vergangenheit liegt nicht wie eine offene Wunde über allem, was sie ist, sondern wie Metall unter der Haut, längst eingewachsen und manchmal noch empfindlich, aber längst nicht mehr schwer genug, um jede ihrer Bewegungen zu bestimmen. Vielleicht ist genau deshalb die wichtigste Wahrheit ihres Lebens erstaunlich unspektakulär: Niemand besitzt Yuna, niemand entscheidet mehr, wohin sie geht oder wann sie bleibt, und selbst Alvaro, der tiefer in ihr Leben hineinreicht als beinahe jeder andere Mensch, bekommt von ihr nur das, was sie ihm freiwillig gibt. Dass sie ihm freiwillig verdammt viel davon gibt, ist schließlich ein völlig anderes Problem.
Namefree to choose
Age18-20
Sexualityfree to choose
Occupationyour choice [no content creator pls]
Residencechicago [yunas place]
AffiliationCitizen
Social classLower Class
Faceclaimyour choice · Free
Relationlittle sister
CombinablePlease ask
Auf dem Papier mag irgendwo noch das Wort Pflegeschwestern stehen, für Yuna hat diese Unterscheidung allerdings längst jede Bedeutung verloren. Du bist ihre kleine Schwester, sie ist deine große, ihr seid miteinander aufgewachsen und habt euch eine Familie geschaffen, lange bevor eine von euch diesem Verhältnis einen komplizierteren Namen geben musste. Yuna liebt dich mit jener kompromisslosen Loyalität, die sie nur sehr wenigen Menschen entgegenbringt und leider äußert sich diese gelegentlich in einem ziemlich ausgeprägten Beschützerinstinkt. Schon früher war sie diejenige, die sich vor dich stellte, wenn euer Pflegevater getrunken hatte und seine Stimmung kippte, selbst wenn sie damit seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Diese Rolle hat Yuna nie ganz abgelegt. Dass du längst erwachsen bist und deine große Schwester nicht bei jedem Problem zwischen dich und den Rest der Welt treten muss, weiß sie theoretisch durchaus; praktisch mischt sie sich trotzdem ein, überschreitet gelegentlich Grenzen und sucht vermutlich bereits nach dem Verantwortlichen, während du ihr noch erklärst, dass es überhaupt nichts zu regeln gibt. Genügend Potenzial für den einen oder anderen Streit dürfte ihr übertriebener Beschützerinstinkt also definitiv bieten, upsi.
Wenn du sie allerdings brauchst, ist Yuna da und inzwischen steht ihre Tür sogar ganz wortwörtlich für dich offen, denn du wohnst mittlerweile in ihrer Wohnung. Da Yuna ohnehin einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit bei Alvaro verbringt, wäre es schließlich ziemlich unsinnig, sie leer stehen zu lassen. Wobei sie vermutlich vehement bestreiten würde, dir irgendetwas zu „überlassen“; für sie ist es genauso dein Zuhause wie ihres.
Natürlich dürft ihr euch trotzdem streiten, einander gehörig auf die Nerven gehen und euch Dinge sagen, mit denen niemand sonst bei Yuna durchkommen würde. Unter all dem gibt es für sie jedoch etwas, worüber niemals ernsthaft diskutiert werden muss: Du bist ihre Schwester. Nicht ihre Pflegeschwester und kein Überbleibsel einer gemeinsamen Vergangenheit, sondern ihre Familie und Yuna würde vermutlich eher die halbe Welt gegen sich aufbringen, als dich daran zweifeln zu lassen. ♥
02.Gemeinsame Story
Als du in Yunas Leben kamst, wusste sie längst, dass Erwachsene das Wort Zuhause mit einer Leichtigkeit aussprechen konnten, die Kinder sich erst mühsam aneignen mussten. Mehrere Pflegestellen und fremde Zimmer lagen bereits hinter ihr, ehe sie in jenem unscheinbaren Haus landete, das schließlich für einen großen Teil ihrer Kindheit und Jugend ihr Zuhause werden sollte. Irgendwann, als ihre Kleidung längst in Schubladen lag und die Tasche neben ihrem Bett endlich leer geblieben war, öffnete sich dieselbe Haustür noch einmal – für dich. Einige Jahre jünger als Yuna und mit deiner ganz eigenen Geschichte im Gepäck. Weshalb du ins Pflegesystem gekommen bist, was davor lag und ob dies deine erste Pflegefamilie oder nur eine weitere Station war, möchte ich vollkommen dir überlassen. Deine Geschichte soll schließlich nicht erst dort beginnen, wo sie Yunas berührt. Was euch miteinander verband, entstand erst mit den Jahren und all jenen unscheinbaren Dingen, aus denen Kindheit besteht: zwei Zimmer entlang desselben Flurs, zwei Plätze am Esstisch, gemeinsame Feiertage und Hunderte vollkommen gewöhnliche Tage dazwischen. Yuna war die Ältere und damit deine große Schwester, doch wann aus zwei Pflegekindern tatsächlich Schwestern wurden, lässt sich vermutlich kaum auf einen einzelnen Moment reduzieren. Irgendwann wart ihr es einfach.
Dabei war dieses Haus nicht immer jener Ort, an den Yuna heute mit Bitterkeit zurückdenkt. Eure Pflegemutter konnte warmherzig sein und schuf zwischen Geburtstagen, gemeinsamen Abendessen und ereignislosen Sonntagen lange genug etwas, das sich tatsächlich nach Familie anfühlte. Auch euer Pflegevater war nicht von Anfang an der Mann, zu dem er später wurde; die guten Erinnerungen an ihn waren ebenso echt wie jene, die irgendwann alles überschatteten. Sein Alkoholkonsum nahm schleichend zu, bis bereits das Geräusch seiner Schlüssel oder die Schwere seiner Schritte verriet, welcher Abend euch bevorstand. Aus Bemerkungen wurden Demütigungen, aus Drohungen schließlich Gewalt, während eure Pflegemutter viel zu häufig wegsah. Wie viel davon dich selbst traf und welche Erinnerungen du an diese Jahre mit dir trägst, möchte ich bewusst dir überlassen; derselbe Ort muss schließlich nicht dieselbe Geschichte hinterlassen.
Das endgültige Ende kam 2022. Du warst an jenem Abend mit eurer Pflegemutter im Kino, während Yuna zu Hause blieb und ein Streit mit eurem betrunkenen Pflegevater so heftig eskalierte, dass sie später mit gebrochenen Rippen, einer schweren Gehirnerschütterung und zahlreichen weiteren Verletzungen im Krankenhaus landete. Euer Pflegevater überlebte die Nacht nicht. Die Geschichte, die du kennst, ist jene, die später auch zur offiziellen Wahrheit wurde: Ein Einbruch war eskaliert, euer Pflegevater dabei ums Leben gekommen und Yuna schwer verletzt zurückgeblieben. Was tatsächlich geschah, hat Yuna dir bis heute verschwiegen: Alvaro war in jener Nacht ins Haus gekommen, hatte euren Pflegevater von ihr fortgerissen und ihn in dem folgenden Kampf getötet. Anschließend sorgte er dafür, dass die Spuren eine andere Geschichte erzählten – die eines Einbruchs – und Yuna ließ diese Version bestehen. Ob du sie wirklich glaubst, bleibt vollkommen dir überlassen. Vielleicht hattest du nie einen Grund, daran zu zweifeln; vielleicht kennst du Yuna und Alvaro inzwischen aber gut genug, um längst zu ahnen, dass in jener Nacht etwas anderes geschehen sein könnte. Und vielleicht ziehst du es sogar vor, diese Gedanken für dich zu behalten, weil manche Fragen Antworten mit sich bringen, die man eigentlich gar nicht hören möchte.
Heute ist Yuna fünfundzwanzig und du einige Jahre jünger, doch alles jenseits eurer gemeinsamen Vergangenheit soll möglichst dir gehören. Beruf, Beziehungen, Freundschaften, Träume und all das, was dich unabhängig von Yuna ausmacht, darfst du vollkommen frei gestalten. Du sollst schließlich keine bloße Verlängerung ihrer Geschichte werden, sondern einen eigenständigen Charakter mit einem eigenen Leben – eines, das sich irgendwann zufällig mit Yunas verflochten hat und aus zwei fremden Mädchen schließlich Schwestern werden ließ. ♥
03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Medium · Long
Activity / own words
Ich würde mich als ziemlich aktive Schreiberin bezeichnen und bin regelmäßig im Forum unterwegs, trotzdem bleibt das Schreiben natürlich ein Hobby und das RL geht immer vor. Tägliche Antworten erwarte ich daher nicht; sollte es einmal länger dauern, freue ich mich einfach über ein kurzes Lebenszeichen statt unnötigem Schreibdruck.
Meine Posts fallen meistens etwas länger und ausführlicher aus, ohne dass du dich meiner Postlänge anpassen musst. Solange wir einander genügend Anknüpfungspunkte geben und Spaß am Schreiben haben, bin ich da vollkommen unkompliziert; ebenso bei der Sprache, denn ich schreibe sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch sehr gern. <3
Wichtig wäre mir lediglich, dass unsere Connection tatsächlich bespielt wird und nicht irgendwann nur noch im Profil existiert. Gerade bei einer so wichtigen Beziehung würde ich mich deshalb über regelmäßige gemeinsame Szenen und darauf freuen, die beiden im Inplay miteinander weiterzuentwickeln. ♥
04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten
» An erster Stelle steht hier vermutlich @Alva Alonso , denn wenn jemand seit Jahren derart fest zu Yunas Leben gehört, bleibt es kaum aus, dass irgendwann eine ganz eigene Verbindung zu ihrer kleinen Schwester entsteht. Du kennst ihn bereits seit deiner Jugend als den Mann aus der Nachbarschaft, der zunächst immer häufiger an Yunas Seite auftauchte und irgendwann schlicht nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken war. Entsprechend ist euer Verhältnis längst persönlicher geworden, als es ein simples Freund meiner Schwester beschreiben könnte. Du vertraust ihm und weißt vor allem, dass er Yuna gut genug kennt, um gelegentlich mit Dingen umgehen zu können, bei denen ihre große Schwesterqualitäten ein kleines bisschen zu enthusiastisch ausfallen. Gerade deshalb landest du hin und wieder bei Alvaro, wenn dich etwas beschäftigt, das du Yuna zumindest im ersten Moment lieber nicht erzählen möchtest. Nicht, weil du ihr grundsätzlich etwas verheimlichen musst oder ihr nicht vertrauen würdest, sondern weil du ziemlich genau weißt, wie sie reagiert, sobald jemand ihrer kleinen Schwester wehgetan hat. Wo andere Menschen zunächst zuhören, nachfragen und anschließend gemeinsam nach einer vernünftigen Lösung suchen würden, überspringt Yuna unter Umständen ein paar dieser Zwischenschritte und befindet sich gedanklich bereits bei der Frage, wer verantwortlich ist, wo diese Person wohnt und weshalb eigentlich alle darauf bestehen, dass Gewalt keine angemessene Konfliktlösungsstrategie darstellt. Alvaro ist in solchen Momenten häufig die deutlich weniger explosive Zwischenstation: jemand, mit dem du reden kannst, der die Information nicht sofort in eine persönliche Kriegserklärung verwandelt und gleichzeitig ziemlich genau einschätzen kann, was Yuna besser irgendwann erfahren sollte und was tatsächlich erst einmal zwischen euch bleiben darf. Wie genau sich eure eigene Verbindung über die Jahre entwickelt hat, können wir natürlich gemeinsam mit seiner PB weiter ausgestalten.♥ Was Alvaro eigentlich macht, weißt du dagegen nicht. Yuna spricht nicht über seine Geschäfte, und er dürfte ebenfalls kaum die Angewohnheit besitzen, dir beim Kaffee einen detaillierten Tätigkeitsbericht vorzulegen. Dass sein Leben vermutlich nicht ausschließlich aus vollkommen legalen und steuerlich einwandfrei dokumentierten Beschäftigungen besteht, könntest du dir inzwischen allerdings durchaus zusammengereimt haben. Dafür kennst du ihn lange genug, hast vermutlich genug Merkwürdigkeiten mitbekommen und bist schließlich nicht naiv. Wie viel du tatsächlich ahnst und ob du überhaupt genauer wissen möchtest, womit er sein Geld verdient, können wir vollkommen offenlassen.
» Auch @Maaret Virtanen dürfte dir längst begegnet sein. Sie ist Yunas Chefin und gleichzeitig ihre Freundin, weshalb es ziemlich wahrscheinlich ist, dass sich eure Wege über die Jahre bereits das eine oder andere Mal gekreuzt haben. Wie gut ihr euch kennt und ob daraus vielleicht sogar eine eigene Connection entstehen könnte, lässt sich wunderbar gemeinsam schauen.
» Und schließlich wäre da noch @Noah Brooklyn Jones , Yunas bester Freund, der dir ebenfalls alles andere als unbekannt sein dürfte. Wer Yuna nahesteht, begegnet früher oder später schließlich zwangsläufig den wenigen Menschen, die sie selbst wirklich eng an sich heranlässt, und als ihre Schwester wirst du Noah sicherlich nicht erst gestern kennengelernt haben.
Darüber hinaus darfst und sollst du dir natürlich unbedingt eigene Connections aufbauen. Du bist schließlich nicht nur Yunas kleine Schwester und sollst entsprechend ein eigenes Umfeld, eigene Freundschaften und Verbindungen besitzen, die überhaupt nichts mit ihr zu tun haben. Bei den vielen wunderbaren Charakteren im Forum dürfte sich dafür sicherlich mehr als genug Anschluss finden. ♥
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte
Bei mir bekommst du kein Gesuch, bei dem bereits jede Entwicklung feststeht; eigene Ideen, gemeinsame Plots, kleine Details zur Vergangenheit und vollkommen unnötige Komplikationen sind ausdrücklich erwünscht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich für eine schlechte Idee mit hervorragendem Dramapotenzial begeistern lasse, ist ohnehin ausgesprochen hoch, hehe.
Drama, Spannung und komplizierte Situationen dürfen sehr gern zwischen unseren Charakteren stattfinden; auf PB-Ebene wünsche ich mir dagegen einen entspannten, offenen und respektvollen Umgang, bei dem wir gemeinsam Spaß am Schreiben haben. Discord können wir dafür natürlich ebenfalls sehr gern austauschen. ♥