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#2

Wanted · Adoptivbruder
Maaret Virtanen
Suchender

Maaret Virtanen

Age 31
Occupation Hotelbesitzerin
Residence Chicago
Affiliation Citizen
Faceclaim Scarlett leithold
01.Short facts
Full nameMaaret Virtanen
Age31
Sexuality Heterosexuell
OccupationHotelbesitzerin
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
FaceclaimScarlett leithold

Maaret hat als gebürtige Finnin ein Faible für Wintersport, besonderes Eishockey hat es der Blondine angetan. Au0erdem ist ihr das Gastrecht sowie der Traditionelle Nachmittagskaffee der sogenannte iltapäiväkahvi heilig.

02.Gemeinsame Story

Du wurdest ursprünglich in eine reiche und wohlhabende Familie in Chicago hinein geboren. Doch besonders voller Liebe war diese Welt, der du die ersten acht Jahre deines Lebens angehörtest nicht. Sie waren voller Macht Besessenheit und Intrigen. Mit acht Jahren starben deine Eltern bei einem tragischen Unfall. Die unzähligen Fons der Familie wurden auf Eis gelegt, bis du volljährig bist. Die beste Freundin aus Collagezeiten deiner Mutter, nahm dich schließlich bei ihr auf. Sie wohnte zur damaligen Zeit mit ihrer Familie in Helsinki. Was für dich bedeutete, dass du ebenfalls in die Finnische Hauptstadt, zogst. Die nächsten Jahre deines Lebens waren von Liebe und denn ein oder anderen Geschwisterlichen Streitereien natürlich geprägt, aber die Virtanen nahmen dich auf, als wärst du einer von ihnen. Blutsverwandt. Doch du wolltest schon immer zurück nach Chicago. Zu deinen wurzeln. Deswegen entschlossest du dich, zum Studium von Jura zurück nach Illinois zugehen. Nach einigen ansträngenden Jahren, darfst du dich mittlerweile als fähiger Anwalt bezeichnen. Ein Anwalt mit Klienten, die meistens gut zahlen aber nicht immer saubere Geschäfte machen. Einige der Klienten bringst du bei Maaret in ihrer Pension unter. Da Maaret, dass warmherzige Gemüt ihrer Urgroßmutter geerbt hat lässt sie es zu. Für dich ist aber klar, dass man deine kleine Schwester aus dem ganzen raushält. Sie ist das Helle, was deine Dunkele Seele noch etwas Grau sein lässt.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich bin grundsätzlich jeden Tag hier anwesend. Guestbook plays, gehören nicht unbedingt zu meinen liebsten Sachen. Ich konzentriere mich am liebsten auf die Scenen. Denn ein oder anderen Chat - WA Play, darüber lässt sich reden, wenn man dadurch in der Story voran kommt.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Die schönen und Reicher der Stadt. Immerhin stammt Damon gebürtig aus einer solchen Familie und vertritt diese mittlerweile als Anwalt.

Probepost
Ja
Letzte Worte

Habe ernsthaftes Interesse auf einen lang angelegten Plot und Charakter.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Maaret
16.08.2026


zuletzt bearbeitet 16.08.2026 06:00(+0200)
#3

Wanted · schein verlobter
Maaret Virtanen
Suchender

Maaret Virtanen

Age 31
Occupation Hotelbesitzerin
Residence Chicago
Affiliation Citizen
Faceclaim Scarlett leithold
01.Short facts
Full nameMaaret Virtanen
Age31
Sexuality Heterosexuell
OccupationHotelbesitzerin
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
FaceclaimScarlett leithold

Maaret hat als gebürtige Finnin ein Faible für Wintersport, besonderes Eishockey hat es der Blondine angetan. Au0erdem ist ihr das Gastrecht sowie der Traditionelle Nachmittagskaffee der sogenannte iltapäiväkahvi heilig.

02.Gemeinsame Story

Maarets Bruder Jyrki, schuldet dir noch einen gefallen wegen einer Sache im nahen Osten, von vor zwei Jahren. Diesen Gefallen forderst du vor etwas mehr als Fünf Monaten ein. Du wolltest neu anfangen, weg von CIA, Spionagespielchen. Jyrki brachte dich schließlich bei seiner kleinen Schwester in Chicago unter als ihr Verlobter, der bis vor eben drei Monaten noch geschäftlich unterwegs war. Ihr beide sollt jetzt etwas Spielen, was noch nie jemand von euch bisher gespielt hat. Eine BEZIEHUNG. Gut Maaret hatte bisher noch nie eine Beziehung, bis mal auf eine ganz kurze während sie so 19 war. Und als ehemaliger Marine und Black Ops Operator, waren deine Beziehungen meistens nur Sex. Maaret hasst die Situation und doch zählt für die Finnin, die Familie und die einhergehende Verantwortung, mehr als ihr Stolz.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich bin grundsätzlich jeden Tag hier anwesend. Guestbook plays, gehören nicht unbedingt zu meinen liebsten Sachen. Ich konzentriere mich am liebsten auf die Scenen. Denn ein oder anderen Chat - WA Play, darüber lässt sich reden, wenn man dadurch in der Story voran kommt.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Neben Maaret würde es an Anschlussmöglichkeiten noch die Angestellten der Blondine geben, sowie Bekannte und Freunde der 31-Jährigen.

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Habe ernsthaftes Interesse auf einen lang angelegten Plot und Charakter.
DARF SEHR SEHR GERNE ALS ZWEIT/MEHRFACH CHARAKTER ÜBERNOMMEN WERDEN. ♥

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Maaret
16.08.2026


zuletzt bearbeitet 16.08.2026 06:54(+0200)
#4

Wanted · former best friend, now enemie until sudden death
Weston Rhys Calloway
Suchender

Weston Rhys Calloway

Age 26 y/o
Occupation NHL star, stanley cup winner. hockey man
Residence Chicago
Affiliation Citizen
Faceclaim Stephen Kalyn
01.Short facts
Full nameWeston Rhys Calloway
Age26 y/o
Sexuality hetero
OccupationNHL star, stanley cup winner. hockey man
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
FaceclaimStephen Kalyn

Weston Rhys Calloway wurde in Chicago geboren – und zwar in die Art von Familie, bei der der Nachname allein schon einige Türen öffnete. Die Calloways gehörten seit Jahren zur gesellschaftlichen Elite der Stadt. Sein Vater und seine Mutter waren beide erfolgreiche Anwälte mit exzellentem Ruf, regelmäßig auf Galas anzutreffen und in den besseren Kreisen Chicagos bekannt. Trotzdem war das Calloway-Anwesen nie einer dieser kalten Orte voller Dienstpersonal und emotionaler Distanz. Im Gegenteil. Seine Eltern waren herzlich, bodenständig und legten großen Wert darauf, dass ihre Kinder lernten, Menschen nach ihrem Charakter und nicht nach ihrem Kontostand zu beurteilen. Weston wuchs gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester auf, die von Anfang an sein ganzer Stolz war. Während andere große Brüder ihre Geschwister als lästige Anhängsel betrachteten, war Weston der Erste, der sich mit ihr auf den Wohnzimmerboden setzte, ihr Fahrradfahren beibrachte oder ihr erklärte, warum Jungs in ihrem Alter meistens Idioten waren. Daran sollte sich auch Jahre später nichts ändern. Schon als kleiner Junge stand Weston auf dem Eis. Was zunächst als harmloses Hobby begann, entwickelte sich schnell zu einer Leidenschaft. Während andere Kinder samstags ausschliefen, verbrachte er seine Morgenstunden in eiskalten Hallen. Seine Eltern unterstützten ihn dabei, solange die Schule nicht darunter litt – was bei Weston überraschenderweise nie ein Problem war. Er war intelligent genug, um mit minimalem Aufwand gute Noten zu schreiben, und charmant genug, um sich notfalls aus Schwierigkeiten herauszureden. Auf der High School und später an der Universität wurde er schnell zu einer bekannten Figur. Nicht nur wegen seines Talents auf dem Eis, sondern auch wegen seines Auftretens. Weston hatte die unangenehme Angewohnheit, überall Freunde zu finden, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen zu haben und dabei auch noch verdammt gut auszusehen. Er war der Typ, der jede Party kannte, auf jeder Gästeliste stand und trotzdem irgendwie mit den Hausmeistern genauso gut auskam wie mit den Dekanen. Sein Liebesleben war dabei legendär. Oder berüchtigt. Je nachdem, wen man fragte. Weston selbst bezeichnete sich gerne als „the rollercoaster“ - als erlebnisreiche Achterbahn vieler Frauen, die nach einer heißen, rasanten Fahrt schnell wieder aussteigen. Allerdings war er niemals unehrlich. Jede Frau, mit der er ausging, wusste genau, woran sie bei ihm war. Während sein Privatleben florierte, entwickelte sich auch seine Eishockeykarriere rasant. Als Verteidiger gehörte er bereits an der Universität zu den besten Spielern seiner Altersklasse. Schnell wurden Scouts auf ihn aufmerksam. Als schließlich die Chicago Blackhawks anklopften, musste er keine Sekunde überlegen. Innerhalb weniger Jahre wurde Weston zu einem bekannten Namen in der NHL. Die Fans liebten seine risikoreiche Spielweise, seine Interviews voller Selbstironie und sein Talent, selbst nach einer Niederlage noch einen lockeren Kommentar abzugeben. Seine Karriere erreichte ihren Höhepunkt, als er als einer der jüngsten Verteidiger der Liga gemeinsam mit den Blackhawks den Stanley Cup gewann. Es hätte der Beginn einer langen Erfolgsgeschichte werden sollen, doch das Leben hatte andere Pläne. Kurz nach seinem größten Triumph änderte sich alles. Während eines hitzigen Spiels geriet Weston mit einem langjährigen Rivalen aneinander. Eine Sekunde Unachtsamkeit reichte aus. Der gegnerische Spieler rammte ihn mit voller Wucht gegen die Bande. Was folgte, waren Schreie, Stille und schließlich Blaulicht. Genickbruch. Schulterbruch. Weston überlebte nur dank der schnellen Reaktion seiner Mitspieler und der Sanitäter und wurde umgehend ins nächste Krankenhaus gebracht. Unzählige Operationen und Eingriffe später gelang es, ihn wieder auf die Beine zu bringen, doch seine Schulter sollte nie wieder vollständig heilen. Jeder Schuss, jeder Check und jede Bewegung erinnerten ihn daran. Dennoch verschwieg er die Wahrheit, denn er wollte unbedingt zurück aufs Eis. Koste es, was es wolle. Das war der Grund, wieso er Cloud Nine für sich entdeckte. Anfangs war es nur eine Möglichkeit, die Schmerzen auszublenden. Eine kleine Hilfe. Ein kurzfristiger Ausweg. Doch mit jedem Tag wurde es einfacher, die Realität zu vergessen. Die Schmerzen und die Angst verschwanden und Weston spielte besser als je zuvor. Zumindest glaubte er das. Die Droge gab ihm das Gefühl, unbesiegbar zu sein. Glücklicher. Stärker. Schneller. Sie ließ ihn vergessen, dass sein Körper längst begann, gegen ihn zu arbeiten. Bis die NHL einen routinemäßigen Drogentest durchführte und Weston durchfiel. Der Absturz erfolgte schneller, als sein Aufstieg jemals gewesen war. Innerhalb weniger Tage war der gefeierte Stanley-Cup-Sieger nicht mehr als eine Schlagzeile. Sponsoren sprangen ab. Medien stürzten sich auf die Geschichte. Fans diskutierten über Enttäuschung und Verrat. Zum ersten Mal in seinem Leben konnte Weston sich nicht mit einem charmanten Grinsen aus der Situation retten. Doch obwohl viele ihm den Rücken kehrten, taten es nicht alle. Einer der Funktionäre der Organisation hatte Weston über Jahre beobachtet. Nicht den Star. Nicht den Frauenhelden. Sondern den Jungen, der nach jedem Training noch auf dem Eis blieb, um jüngeren Spielern Tipps zu geben. Den Teamkollegen, der neue Spieler sofort integrierte. Den Mann, der trotz aller Fehler ein großes Herz besaß. Anstatt ihn fallen zu lassen, bot man ihm eine neue Chance an. Er sollte seine Position auf dem Eis behalten, jedoch nicht mehr als Spieler, sondern als Trainer der Jugendmannschaft. Am Anfang war es für ihn erschütterlich, nicht mehr selbst im Rampenlicht zu stehen, doch heute liebt er es. Die Kinder vergöttern ihn und obwohl er nie zugeben würde, wie viel ihm dieser Job bedeutet, verbringt er mehr Zeit mit seinen Nachwuchsspielern, als wahrscheinlich gesund wäre, nicht nur als Trainer, sondern auch als Vorbild, Ratschlaggeber und Mensch. Seine Schulter schmerzt heute manchmal noch immer. Manche Nächte sind schlimmer als andere. Doch jemand wie Weston lässt sich davon nicht unterkriegen. Er hat seinen Weg gefunden und auch wenn er weiß, dass er Fehler gemacht hat, steckt in ihm immer noch der fürsorgliche Freund und loyale Begleiter. Auch heute bekommt er noch Autogramm oder Interviewanfragen von seinen Fans und gibt diese natürlich gerne. Denn wenn er eins gelernt hat, dann ist es das: Egal welchen Weg das Schicksal für dich plant, mach' einfach das Beste daraus.

02.Gemeinsame Story

Wes und Ethan lernten sich auf der Highschool kennen und waren von Anfang an beste Freunde. Sie unternahmen alles miteinander, spielten ständig irgendwelche Scherze und hatten Spaß daran, sich gegenseitig zu neuen Bestleistungen herauszufordern. Sie beide liebten Hockey schon immer, sodass die Freude besonders groß war, als beide in die Hockeymannschaft aufgenommen wurden. Von nun an spielten sie Seite an Seite jedes Spiel und waren praktisch unzertrennlich. Das änderte sich aber, als Wes' kleine Schwester größer wurde. Ethan mochte sie schon immer, versteckte das aber immer vor Wes. Als Daisy älter wurde, wuchs auch Wes' Beschützerinstinkt und er ließ sie kaum allein auf eine Party gehen. Eines Abends allerdings war er selbst verhindert und beauftragte seinen besten Freund, ein Auge auf seine Schwester zu haben. Ethan stimmte sofort zu und sah seine Chance gekommen, Daisy endlich für sich allein zu haben. Den ganzen Abend näherte er sich ihr auf unangenehme Art und Weise, was Daisy immer mehr abblockte. Doch Ethan ließ sich nicht abwimmeln. Er hatte schon damit gerechnet, dass sie nicht besonders willig sein würde und trug bereits ein Betäubungsmittel mit sich, was er Daisy in einem unbeobachteten Moment in den Drink kippte. Nachdem sie zu benommen war, um selbst noch geradeaus gehen oder sich wehren zu können, trug er sie hinauf in eines der Zimmer und verging sich die ganze Nacht an ihr. Denn dies war immer sein eigentlicher Plan gewesen - Daisy's Unschuld zu rauben. Die Freundschaft mit Wes war für ihn nur der Vorwand dafür. Als Daisy am nächsten Morgen wach wurde, war Ethan bereits über alle Berge und kappte auch jeglichen Kontakt zu ihrem Bruder. Er verließ noch am selben Abend die Stadt, wohlwissend dass der Zorn von Wes gnadenlos sein würde. Den Beweis dafür erhielt er ein paar Jahre später. Ethan spielte inzwischen für eine andere Hockeymannschaft, die an diesem Tag gegen die Chicago Hawks spielen sollte. Er fürchtete ein Wiedersehen mit Wes und hielt sich deshalb bedeckt. Doch als man ihn einwechselte und Wes ihn zum ersten Mal seit damals wieder erblickte, rastete er völlig aus. Wes stürzte sich auf Ethan und schlug auf ihn ein, dieser wehrte sich aber heftig. Es gelang ihm, die Kontrolle zurück zu bekommen und er schleuderte Wes mit voller Wucht gegen die Bande, bis dieser bewusstlos auf dem Eis liegen blieb. Rettungssanitäter eilten schnell herbei und brachten Wes direkt in ein Krankenhaus, was Ethan mit ansehen musste. Ein Teil von ihm erinnerte sich noch an die vergangenen Zeiten, in denen sie ein unzertrennliches Duo gewesen waren und fühlte sich schuldig an der Situation, besonders als er erfuhr, dass Wes' Verletzung etwas schwerwiegender sein würde.

03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

eigentlich regelmäßig anzutreffen und für Shortplays und ähnliches verfügbar, längere Posts können schon mal etwas dauern.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Du wirst auf jeden Fall @Daisy Jane Calloway kennen ‒ wenn du sie nochmal anrührst, schlage ich dir die Fresse ein, egal welche Konsequenzen das hat! Außerdem wurdest du zurecht durch @August Montgomery und @Gabriel James Ashbourne ersetzt, die nun Wes beste Freunde sind, daran geht auch kein Weg vorbei.
Zudem hat Wes allgemein einen sehr großen Freundeskreis, den du kennenlernen wirst. Bis auf August weiß allerdings niemand von der Story mit Daisy, da die Calloway Geschwister dieses Trauma für sich behalten, daher könnte es sein, dass du da gute Chancen hast, vielleicht ein paar freundliche Kontakte zu knüpfen.

Probepost
Nein
Letzte Worte

Der Charakter ist etwas komplexer und nicht leicht zu schreiben, das wissen wir. Entsprechende Anpassungen können nach Absprache gern vorgenommen werden, solange die Grundidee nicht geändert wird.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Weston
16.08.2026


weston rhys calloway • #66 • nhl star defenseman








Too loud for silence. Too stubborn to quit. Too busy living to care.

#5

Wanted · Big Brother
Noa Soleil Wells
Suchender

Noa Soleil Wells

Age25
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Prive an der Bar
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimNicole Wallace
01.Short facts
Full nameNoa Soleil Wells
Age25
SexualityBi-Sexuell
OccupationStudentin [Lehramt] und als Nebenverdienst im The Prive an der Bar
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimNicole Wallace

Noa ist eine junge Frau, die früh lernen musste, auf eigenen Beinen zu stehen. Nach dem Bruch mit ihrer wohlhabenden Familie baute sie sich ihr Leben selbst auf. Zwischen Studium, Barkeeperjob, Sigma Kappa Delta und ihrer großen Leidenschaft für Autos versucht sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Doch alte Familienkonflikte und neue Feindschaften machen ihr das Leben nicht gerade leichter.

Wenn gewünscht ist kann ich gerne auch die Story zur Verfügung stellen

02.Gemeinsame Story

Geboren bist du wie ich in Saint Albans - England und dort bist du auch bis zu deinem ca. 10. Lebensjahr aufgewachsen. Mit ca. 4 Jahren hast du eine Kleine Schwester [mich] bekommen und warst total erfreut darüber. Du warst zwar ein Typischer Junge: Autos,Bauen, Fußball usw. Doch wenn es um deine Schwester ging warst du immer für sie da und hast dich für sie eingesetzt.

Selbst als es mit dem Teenageralter von mir so weit kam das unsere Eltern mich zu unserer Tante gebracht haben. Wir hatten immer, gefühlt schon Täglich Kontakt. Als sie mir dann den Geldhahn zudrehten und den Kontakt abbrachen, verboten sie dir Kontakt zu mir zu halten. Du hast dich heimlich über das Verbot gesetzt und warst trotzdem weiterhin für mich da.

Im Jugendlichen Alter hast du angefangen in einer Werkstatt zu arbeiten und durch dich habe ich die Interesse an Autos gefunden. Auch noch immer arbeitest du in dieser [vielleicht gehört sie dir heutzutage sogar?!]. Sollte ich doch mal Geld brauchen bist du immer an erster Stelle, was ich zwar nett finde aber ich versuche immer alles selber zu lösen und zur Not mit illegalen Autorennen von denen du weißt da du mein Auto bei Problemen reparierst, doch begeistert bist du nicht davon.

03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich bin, wenn nichts dazwischen kommt, eigenlich jeden Tag anwesend. Ich playe gerne eher kurze und Mittlere Plays da ich da öfters mal zeit für haben zu schreiben als so riesen plays mit tausenden Wörtern. Man findet mich ekgenlich immer mal wieder ob im Gästebuch oder doch in Chat play oder wo auch immer :)

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Also hier findet man eigenlich immer guten Anschluss, wenn nicht im Charaktervorstellungsbereich dann spätestens im Gästebuch :)

Und auch bei @Weston Rhys Calloway und seine kleine Schwester wären sicher Anschluss da Noa sie seit Kind an kennt und du dann sicher auch :)

Probepost
Nein
Letzte Worte

Der Vorname und auch der Ava sind Verhandungsbasis. Doch möchte ich bitte ein Veto mit haben.

Und natürlich "ICH FREUE MICH AUF DICH"

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Noa
18.08.2026

⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀
zuletzt bearbeitet 18.08.2026 16:55(+0200)
#6

Wanted · Twin Brother
Reagan Dallcassian
Suchender

Reagan Dallcassian

Age24
OccupationWäscherei Assistent
ResidenceSouthside, Chicago
AffiliationCitizen
Social classLower Class
FaceclaimTimothée Chalamet
01.Short facts
Full nameReagan Dallcassian
Age24
SexualityHeterosexual
OccupationWäscherei Assistent
ResidenceSouthside, Chicago
AffiliationCitizen
Social classLower Class
FaceclaimTimothée Chalamet

Reagan ist ein typisches South Side Kind. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, doch die Familie steht in der Not über allem und hält immer zusammen.
Er ist kommunikativ, erfinderisch und holt das Beste für sich aus den meisten Situationen heraus. Ein Studium kam für ihn nicht in Frage, da er nicht mit Hierarchien klar kommt und das ewige herum sitzen und lernen ist für ihn eine Quälerei. Reagan braucht immer gleich Ergebnisse, die er natürlich nur durch Taten erzielt. Er kann sehr zuverlässig sein, aber auch Lügen, was das Zeug hält. Trotzdem ist er für jeden Unsinn zu haben und lässt es auch mal ruhig und mit tiefsinnigen Gesprächen einhergehen.

02.Gemeinsame Story

Chicago, die Southside, dort wurde Reagan und sein Zwillingsbruder hineingeboren, und leben dort bis heute, obwohl die Gentrifizierung auch hier Einzug hält. Die Dallcassians entstammen dem mittelarmen Zweig der Familie. Einer muss ja die Arschkarte haben. Doch es mangelte zu Hause nie an familiärem Miteinander, die Eltern trennten sich, als die Zwillinge nach der Grundschule in die Mittelschule wechselten. Für Reagan war das kein Problem damit klar zu kommen, er war immer schon derjenige gewesen, der zusah, dass es zu Hause rund lief, er zog seinen Zwilling der ein paar Minuten jünger war mit durch. Da seine Mutter die Trennung sehr deprimierte, hielt er die Familie am Laufen. Nachdem die Mutter dann einen neuen Macker hatte, besserte sich die Lage wieder, und Reagan konnte sich mehr auf einen schlechten Highschool Abschluss einer schlechten Schule konzentrieren. Und wie das in solchen Vierteln so ist, hing er oft mit seinen Kumpels ab und veranstaltete Mist, wobei er zusätzlich eine Freundin hatte, die ihm teilweise den Haushalt ungefragt schmiss und ihm zu dem Zeitpunkt eine große Hilfe war. Nach der Highschool versuchte er es ein Jahr lang auf einem städtischen College, doch Reagan setzte absolut die falschen Schwerpunkte, Partyleben, Studentinnen und das Leben genießen. Außerdem hatte er Probleme mit der Hierarchie im College und war zu diskussionsfreudig. Mittlerweile waren noch zwei Kinder nachgerutscht, Mädchen, die seine Mutter mit dem Stiefvater gezeugt hatte. Der besorgte ihm auch einen Job als Hausmeister in einem Krankenhaus. Reagans Traum war in Erfüllung gegangen, in einem Blaumann und mit Putzmop durch die Flure spazieren und Rotze aufwischen. Reagan warf nach einem Jahr hin und wuselte sich durch, bis er durch eine Fügung einen Job in einer Wäscherei bekam, deren alte Inhaberin er schon lange kannte. Nicht, dass ihn der Job begeistern würde, aber er sieht das Potential, dass er dadurch entwickeln könnte, wenn ihm nur jemand mal eine Chance geben würde. Seine Hausfrauen Freundin hat er mit dem Krankenhausjob aufgegeben, doch zu seiner alten Gruppe hält er nach wie vor Kontakt, sowie zu neuen Freundschaften. Was die Familie angeht? Die klebt nach wie vor an de Zwillingen.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich antworte regelmäßig (außer wir sitzen wieder in einer Hitzewelle harm), und antworten kann jemand, wie er Lust und Laune hat. Keine Powerposter oder Menschen, die meinen Part gleich mitschreiben. : - )

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Hier drinnen gibt es jede Menge interessante Charaktere. You choose!

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Dieses Gesuch ist für Spieler, die Lust auf ein langlebiges Rollenspiel haben mit vielen Twists und Möglichkeiten.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Reagan
29.08.2026

zuletzt bearbeitet 29.08.2026 19:35(+0200)
#7

Wanted · best friend and favourite idiot
Taylor Jordan Brooks
Suchender

Taylor Jordan Brooks

Age22 Jahre
OccupationStudentin
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimAmelie Warren
01.Short facts
Full nameTaylor Jordan Brooks
Age22 Jahre
Sexualitystraight
OccupationStudentin
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimAmelie Warren

Taylor Jordan Brooks wurde in Chicago geboren, in eine Familie, die von außen betrachtet beinahe perfekt wirkte. Die Brooks hatten Geld, Ansehen und diesen makellosen Ruf, auf den ihre Eltern viel zu viel Wert legten. Ihr Haus war groß, ordentlich und immer so hergerichtet, als könne jederzeit Besuch vor der Tür stehen. Es gab Kindermädchen, teure Kleidung, gepflegte Familienessen und Eltern, die genau zu wissen glaubten, was aus ihren Kindern einmal werden sollte. Für Taylor bedeutete das schon früh, dass sie weniger als eigene Person gesehen wurde und mehr als etwas, das man formen, vorzeigen und kontrollieren konnte. Taylor war das jüngste Kind der Familie. Ihre beiden älteren Geschwister hatten auf ganz eigene Weise gelernt, in diesem Zuhause zu funktionieren. Ihr Bruder Elliot war der Sohn, auf den ihre Eltern stolz waren. Angepasst, ehrgeizig, höflich, und derjenige der früh verstanden hatte, dass man in dieser Familie am besten zurecht kam, wenn man keine Wiederworte gab. Ihre ältere Schwester Madeline war vorsichtiger, weicher und bemüht, es allen recht zu machen. Sie war nicht unbedingt wie ihre Eltern, aber sie hatte sich schon früh für den einfachen Weg entschieden: lächeln, nicken, nicht auffallen. Taylor hingegen war anders als ihre älteren Geschwister. Vielleicht gerade, weil sie die Jüngste war. Vielleicht, weil alle schon eine Rolle bekommen hatten und für sie nur noch übrig blieb, das letzte perfekte Stück im Familienbild zu sein. Neben ihren Eltern und Geschwistern gehöörte Noah Brooklyn Jones irgendwie schon immer zu ihrem Leben dazu. Nicht jeden Tag, nicht wie ein Nachbarsjunge mit dem man nach der Schule draußen spielte, aber regelmäßig genug, dass Taylor ihn mit bestimmten Erinnerungen verband. Seine Eltern kannten ihre Eltern und so tauchte Noah bei Abendessen, Sommerfesten, Feiertagen oder diesen steifen Veranstaltungen auf, bei denen sie beide hübsche Kleidung tragen mussten und sich viel zu lange benehmen sollten. Anfangs war er einfach nur der Junge, der da sein musste, weil seine Eltern es waren. Einer der manchmal gelangweilt neben ihr saß, während die Erwachsenen über Arbeit, Kontakte und Zukunftspläne redeten. Doch mit den Jahren wurde er zu jemandem, auf den Taylor sich freute, sobald sie wusste, dass seine Familie kommen würde. Als Kind passte Taylor noch in das Bild das ihre Eltern für sie vorgesehen hatten. Zumindest nach außen. Sie trug die Kleider, die ihre Mutter ihr kaufte, ließ sich die dunklen Locken frisieren und lächelte auf Familienfotos, wenn man es von ihr erwartete. Ihre Mutter achtete sehr darauf, dass Taylor süß, ordentlich und weiblich wirkte. Sie sollte tanzen, aber bitte auf eine schöne, kontrollierte Art. Sie sollte klug sein, aber nicht klugscheißern oder widersprechen. Sie sollte auffallen, aber niemals unangenehm. In Taylors Familie gab es für alles eine Vorstellung, nur nicht dafür, dass Taylor vielleicht selbst eine haben könnte. Noah bekam früh beide Seiten von ihr zu sehen, auch wenn er damals vermutlich noch nicht verstand, wie viel davon wirklich sie war. Er sah das Mädchen in den hübschen Kleidern, das neben seiner Mutter stand und artig wirkte. Aber er sah auch wie Taylor die Augen verdrehte, wenn keiner der Erwachsenen hinsah. Wie sie unter dem Tisch gegen Stuhlbeine trat, weil sie es nicht mehr aushielt stillzusitzen. Wie sie manchmal absichtlich etwas Freches sagte, nur um zu sehen, ob jemand sich traute, sie dafür zurechtzuweisen. Noah lachte nicht über sie, aber oft über diese kleinen Dinge, die Erwachsene gerne übersahen. Und für Taylor die sonst ständig das Gefühl hatte, eine Rolle spielen zu müssen, war das schon damals etwas Besonderes. Je älter Taylor wurde, desto mehr spürte sie, dass etwas in diesem Haus nicht stimmte. Ihr Vater war nach außen ein charmanter, angesehener Mann. Einer, dem andere vertrauten, dem man zuhörte, der in Gesellschaft genau wusste wann er lächeln und wann er ernst schauen musste. Zuhause war er ganz anders. Noch Kontrollierender. Noch Besitzergreifender. Und bei Taylor überschritt er Grenzen, die ein Vater niemals hätte überschreiten dürfen. Vielleicht, weil sie die Jüngste war, weil sie am längsten das kleine Mädchen geblieben war das man herumkommandieren, anfassen, zurechtmachen und klein halten konnte. Für Taylor gab es keine einfache Erklärung dafür, nur dieses wachsende Gefühl im eigenen Zuhause nicht sicher zu sein. Es waren Berührungen, Blicke und Situationen, die sie als Kind verwirrten und später beschämten, obwohl sie nichts falsch gemacht hatte. Ihr Vater verstand es, alles so aussehen zu lassen, als wäre es harmlos. Als wäre Taylor einfach nur zu empfindlich. Als würde sie die Dinge falsch verstehen und wahrnehmen. Ihre Mutter bekam mehr mit als Taylor ihr zutraute, aber sie schwieg. Vermutlich, weil sie es nicht wahrhaben wollte oder weil der Ruf der Familie wichtiger war. Vielleicht auch, weil es einfacher war Taylor als schwierig abzustempeln, als sich einzugestehen, was im eigenen Haus passierte. Kurz vor der High School begann Taylor sich zu verändern. Oder vielleicht begann sie einfach nur sich weniger zu verstecken. Sie wurde lauter, widersprach öfter und hielt sich immer weniger an die Regeln ihrer Eltern. Sie fing an Kleidung absichtlich anders zu tragen, als ihre Mutter es wollte, schwänzte Termine, blieb länger draußen und hing immer häufiger an Skateparks herum. Dort fand sie zum ersten Mal gleichgesinnte Menschen, die nicht von ihr erwarteten alles perfekt zu machen. Taylor mochte dieses Gefühl sehr und das war auch der Grund, warum sie immer wieder dort hin zurückkehrte. Noah bemerkte diese Veränderung früher als viele andere in ihrem Umfeld. Bei einem der letzten Treffen ihrer Familien war Taylor nicht mehr das kleine Mädchen mit den ordentlich frisierten Locken, sondern bereits deutlich kantiger. Sie hatte irgendein Kleid an, das ihre Mutter ausgesucht hatte, aber darunter trug sie Sneaker, die nicht dazu passten. Ihre Haare waren weniger sorgfältig gemacht, ihre Antworten schärfer. Sie wirkte unruhig, als wolle sie jeden Moment aus ihrer eigenen Haut steigen. Noah sagte nichts Großes dazu, sondern fragte sie nur irgendwann abseits der Erwachsenen, ob sie okay sei. Taylor lachte damals nur und meinte, er sollte sich nicht Angelegenheiten einmischen, die ihn offensichtlich nichts angingen. Aber diese Frage blieb ihr im Kopf, weil sie nicht vorwurfsvoll oder neugierig klang, sondern eher vorsichtig. In dieser Zeit entstand auch sowas wie ihr 'Markenzeichen' in Form von Linien. Am Anfang war es nur eine kleine Kritzelei auf Schulheften, Toilettentüren und Tischkanten: ein grimmig schauender Bär mit einem X als Auge. Er sah nicht niedlich aus, eher trotzig und schlecht gelaunt. Fast so, als würde er die ganze Welt nicht leiden können und trotzdem jedem zeigen wollen, wer er ist. Irgendwann wurde dieser Bär ihr ganz persönliches Zeichen. Noah war sogar einer der ersten, der diesen Bären sah bevor daraus viel mehr wurde. Bei einem Sommerfest ihrer Familien erwischte er sie dabei, wie sie ihn mit einem schwarzen Marker unter eine Gartenbank malte. Taylor war sofort angespannt und bereit frech zu werden oder sich rauszureden. Aber Noah verpetzte sie nicht, sondern sagte nur, dass der Bär aussieht als hätte er richtig schlechte Laune. Taylor tat so als wäre ihr das egal, aber sie dachte danach noch lange daran. Vielleicht mochte sie Noah gerade deshalb so sehr, weil er sie einfach nahm wie sie war. Mit der Zeit wurde Noah ihr erster richtiger Crush. Nicht auf eine kitschige, offene Art und Weise, denn Taylor hätte niemals zugegeben, dass sie sich freute, wenn seine Familie eingeladen war. Sie hätte ihn auch nie gefragt, ob er mehr in ihr sah, als dieses kleine, brave Mädchen. Aber jedes Mal, wenn er da war, fühlte sie sich ein bisschen weniger allein in dieser Welt aus höflichem Lächeln und perfekten Fassaden. Als Taylor fünfzehn war, lief sie von zuhause weg. Es war keine perfekt geplante Flucht und auch kein mutiger Film-Moment. Es war einfach der Punkt, an dem sie nicht mehr konnte. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater, nach einer weiteren Situation, in der er ihr zu nah gekommen war und sie sich zum ersten Mal mit allem was sie hatte wehrte, wusste sie, dass sie dort keine Nacht länger bleiben konnte. Sie nahm etwas Geld, welches sie in ihrer Schublade gelagert hatte, stopfte Kleidung in einen Rucksack und ging. Ohne Abschied und ohne einen Plan wo sie am nächsten Tag schlafen würde. Natürlich war es nicht so einfach, wie einfach wegzugehen und ein neues Leben zu beginnen. Taylor war fünfzehn. Ein Teenager verschwindet immerhin nicht spurlos, ohne dass jemand Fragen stellt. Ihre Familie suchte nach ihr, zumindest offiziell. Vielleicht aus Sorge, vielleicht aus Panik um den eigenen Ruf, aber wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem. Es gab Anrufe, Nachfragen, irgendwann auch Vermisstenmeldungen. Taylor wusste, dass sie nicht einfach wieder an einer Schule auftauchen oder ihren echten Namen benutzen konnte, ohne gefunden zu werden. Also tauchte sie erst einmal unter. Die erste Zeit war chaotisch und alles andere als schön. Taylor schlief bei Leuten, die sie kaum kannte, auf Sofas, in Kellern, manchmal in Zimmern, in denen sie ihre Schuhe lieber anbehielt, da sie sich zu sehr ekelte. Sie wechselte ständig den Ort, traute niemandem so richtig und hatte immer das Gefühl, irgendwer könnte sie erkennen oder zurückbringen. Sie hielt sich von Gegenden fern, in denen ihre Familie Kontakte hatte, mied alte Freunde und blockte alles ab, was sie an früher erinnerte. Irgendwann lernte Taylor eine Frau kennen, die ihr Leben auf eine Weise veränderte, die Taylor bis heute nicht gern kitschig nennt, obwohl es vielleicht genau das war. Die Frau hieß Marisol Vega und arbeitete in einem kleinen Diner in dem Taylor ein paar Mal herumhing, weil es warm war und niemand sie sofort rauswarf. Marisol war nicht naiv. und sie merkte schnell, dass Taylor zu jung war, zu hungrig und zu misstrauisch für jemanden, der nur ein bisschen Ärger zuhause hatte. Sie stellte keine großen Fragen, zumindest nicht am Anfang. Sie gab Taylor Essen, ließ sie manchmal nach Ladenschluss noch sitzen und tat so, als wäre das alles keine große Sache. Taylor hasste es, Hilfe anzunehmen, aber Marisol hatte eine Art, bei der es sich nicht wie Mitleid anfühlte. Sie drängte nicht, fasste sie nicht ungefragt an, wollte keine Dankbarkeit aus ihr herauspressen. Die Frau war ziemlich unbeeindruckt von Taylors großer Klappe, die sie oft und unnötiger Weise an den Tag legte. Als Taylor irgendwann wieder einmal keinen Ort zum Schlafen hatte, nahm Marisol sie für eine Nacht mit. Aus einer Nacht wurden mehrere. Aus mehreren wurde ein stilles Abkommen zweischen den beiden. Marisol wurde nicht sofort zu einer Ersatzmutter, denn Taylor hätte das nie zugelassen. Aber sie wurde zu der ersten erwachsenen Person, bei der Taylor nicht ständig darauf wartete, dass die Hilfe irgendwann in Kontrolle umschlug. Marisol hatte selbst genug erlebt, um zu wissen, dass manche Kinder nicht aus Trotz weglaufen. Sie fragte Taylor nicht nach Details, solange sie nicht selbst darüber reden wollte. Aber sie machte ihr irgendwann sehr klar, dass Untertauchen allein kein Leben war. Wenn Taylor wirklich eine Zukunft wollte, musste sie wieder zur Schule und irgendwann ihren Abschluss machen. Und dafür brauchte sie eine Geschichte, einen Namen und eine erwachsene Person, die für sie einstand. Also erfanden sie beides zusammen. Taylor hieß für eine Weile nicht mehr Taylor Jordan Brooks. Marisol und sie dachten sich einen Namen aus, der nah genug an ihr blieb, dass sie darauf reagieren konnte, aber weit genug weg war, um nicht sofort aufzufallen. Jo Vega. Jo, weil es eine Abkürzung zu ihrem 2. Vorname war. Vega, weil Marisol ihr diesen Namen lieh, als wäre sie von nun an ihre Tochter. Vor Behörden, Schulstellen und überall dort wo jemand Fragen stellte, gab Marisol sich als ihre Mutter aus. Nicht ohne Risiko, aber glaubwürdig genug um damit durchzukommen. Eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrer Tochter neu anfangen wollte. Taylor lernte in dieser Zeit, wie es war eine Lüge zu leben, die sich aber trotzdem sicherer anfühlte als die Wahrheit. Mit Marisol kam sie schließlich in Pilsen unter, später in einem kleinen Zimmer über einem Tattoo-Shop, der einem Bekannten von Marisol gehörte. Es war eng, laut und nicht besonders schön, aber für Taylor fühlte es sich freier an als das Haus ihrer Eltern. In dieser Zeit lernte sie die Menschen kennen, die sie für die Zukunft stark prägten. Milo Reyes war einer von ihnen. Ein Sprayer, der mehr Nächte auf Dächern und an Bahngleisen verbrachte als irgendwo sonst. Er zeigte Taylor, wie man mit Spraydosen umging, wie man Linien sauber setzte, wie man Schatten zog und welche Wände sich gut eigneten, sowie welche Gegenden sie dafür besser meiden sollte. Kenzie Vale wurde ihre beste Freundin. Kenzie tanzte, feierte, log, lachte zu oft und zu laut und zog Taylor in eine Welt aus Clubs, Afterpartys und Nächten, die oft erst endeten, wenn andere schon zur Arbeit gingen. Mit ihnen wurde Taylor mehr und mehr zu der Person, die sie heute ist. Sie färbte ihre dunklen Haare blond und begann sie glatt zu tragen und verbannte somit das Mädchen aus ihrer Vergangenheit. Die süßen Kleider verschwanden und stattdessen trug sie oversized Hoodies, Baggies, Beanies und schwere Sneaker. Sie sah auffällig aus, eckte hier und da auch bestimmt mit ihrem Aussehen an. Aber sie war mehr sie selbst als je zuvor. Sie fuhr Skateboard, sprayte, tanzte Streetstyle und Hip Hop, hörte Musik viel zu laut und bewegte sich durch Chicago als müsste sie ständig beweisen, dass sie vor nichts und niemanden Angst hatte. Ganz angstfrei war Taylor jedoch nie, sie konnte es nur gut verstecken. Sie wurde großmäulig, frech und schwer zu greifen. Manche würden sie als 'bissig' bezeichnen. Sie vertraute kaum jemandem schnell und prüfte Menschen oft härter, als es fair war. Wenn sie das Gefühl hatte, jemand wolle sie kontrollieren, machte sie sofort dicht. Wenn jemand sie belog oder verriet, vergaß sie es dieser Person niemals. Taylor konnte nachtragend sein, manchmal fast schon zerstörerisch. Aber wenn sie jemanden wirklich mochte, wenn jemand es durch ihre Mauern schaffte, dann war sie loyal auf eine ganz eigene Art. Für diese Leute würde sie nachts um drei durch die ganze Stadt fahren, würde lügen, kämpfen, stehlen oder sich selbst in Schwierigkeiten bringen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Das Geld war immer knapp. Taylor arbeitete mal hier, mal da, aber nichts hielt lange und nichts reichte wirklich. Sie klaute, wenn es sein musste. Essen, Kleidung, Spraydosen, Kleinigkeiten, die ihr das Leben ein bisschen besser machten, wenn auch nur für kurze Zeit. Anfangs hatte sie noch ein schlechtes Gewissen, später aber verlor sie diese Hemmungen und Gedanken. Mit Kenzie kam irgendwann eine noch dunklere Art dazu, an Geld zu kommen. Auf Partys und in Clubs suchte sie sich Männer aus die zu selbstsicher waren, zu betrunken oder zu überzeugt davon, dass ihnen die Welt ohnehin gehörte. Taylor wusste, wie sie wirken konnte, wenn sie wollte. Sie konnte charmant sein, konnte mit Nähe spielen und sie konnte jemanden glauben lassen, er hätte gerade gewonnen. Manchmal begleitete sie Männer nach Hause oder auf eine Afterparty, versetzte ihnen den Drink mit Mitteln die Müde machten, nahm Geld aus dem Portemonnaie und verschwand. Meistens lief nicht mehr, manchmal schon. Aber darüber sprach Taylor so gut wie nie. Sie erzählte sich, dass sie nur von den Typen nahm, die auch selbst genommen hätten, wenn man sie gelassen hätte. Vielleicht stimmte das, aber vielleicht machte sie es sich damit auch nur leichter. Trotz allem war Taylor nie dumm oder ziellos. Sie tat oft so, als wäre ihr alles egal, aber das stimmte nicht. In Wahrheit hasste sie es, unterschätzt zu werden. Sie hasste die Vorstellung, dass ihre Eltern irgendwann sagen könnten sie hätten es ja gewusst das aus ihr nichts werden würde. Also biss sie sich in der Schule durch, auch wenn sie viel zu oft fehlte, müde war oder Ärger hatte. Sie schrieb gute Noten, die niemand von ihr erwartete. Jeder Mensch, der ihr das Gefühl gab nichts drauf zu haben, gab ihr nur noch mehr Grund besser zu sein. Dass sie ihren Abschluss überhaupt nachholen konnte, lag vor allem auch an Marisol. An der Frau, die sich für sie als Mutter ausgegeben hatte, die Formulare unterschrieb, Termine wahrnahm und Taylor jedes Mal böse ansah, wenn mit ihr zusammen wieder beim Direktor der Schule saß. Marisol war nicht weich im klassischen Sinn, denn sie konnte schreien, fluchen und Taylor ziemlich unangenehm die Wahrheit sagen. Aber sie hatte Taylor nie im Stich gelassen und genau das war für sie neu. Irgendwann holte Taylors Vergangenheit sie trotzdem ein und zwar ganz ohne Vorwarnung. Nach einem Zwischenfall mit der Polizei wurde sie wieder als Taylor Jordan Brooks identifiziert und damit mussten auch ihre Eltern informiert werden. Das Wiedersehen war kälter, als Taylor es je hätte erwarten können. Es ging weniger darum, dass ihre verschwundene Tochter wieder da war und mehr darum, wie unangenehm die ganze Sache für den Ruf der Familie gewesen war. Ihre Eltern zeigten kaum echtes Interesse daran, sie zurückzuholen und auch Taylor selbst hätte nicht weniger zeigen können, wie wenig sie zurück in ihr altes Leben wollte. Da sie noch nicht volljährig war brauchte es trotzdem eine offizielle Lösung. Marisol erklärte sich bereit, Verantwortung für sie zu übernehmen und nach Einwilligung ihrer Eltern, die froh waren dieses Problem los zu sein, wurde Marisol schließlich Taylors gesetzlicher Vormund. Es war die beste Lösung für alle, Marisol verlor nicht ihre selbsternannte Tochter und für Taylor war es das erste Mal, dass jemand auf diese Art und Weise für sie einstand. Nach ihrem Abschluss bewarb Taylor sich an einer Uni in Chicago und entschied sich für Urban Studies mit dem Schwerpunkt Street Culture und Community Development. Das Fach passte besser zu ihr, als sie selbst zugeben wollte. Taylor interessierte sich für Städte, für Viertel, die sich veränderten, für Orte, an denen Menschen verdrängt wurden und für die Art, wie Jugendliche sich Räume zurückholten, die ihnen niemand freiwillig gab. Graffiti, Tanz, Musik, Subkultur, Straßen und Zugehörigkeit waren für sie nicht nur Themen aus Büchern. Es war ihr Leben. Vielleicht gefiel ihr auch die Ironie daran, tagsüber in Seminaren über urbane Räume zu sprechen und nachts selbst ihren Bären an Wände zu sprayen. Das Problem war nur, dass die Uni Geld kostete. Mehr Geld, als Taylor je haben würde. Ihre Eltern hätten zahlen können, jedoch würde Taylor dann vermutlich auch in Vorlesungen über Jura oder Medizin sitzen. Hilfe aus dieser Richtung wollte sie nicht erwarten und schon gar nicht in Anspruch nehmen. Also hielt sie sich mit Nebenjobs, kleinen Deals und allem über Wasser, was gerade möglich war. Trotzdem reichte es kaum zum Leben. Genau in dieser Zeit wurde Sigma Kappa Delta auf sie aufmerksam. Sigma Kappa Delta war eine Studentenverbindung, die nach außen wie ein Netzwerk für junge Menschen wirkte, die sich alles selbst erarbeiten mussten. Keine reichen Erben, keine perfekten Familienkinder, sondern Leute, die hungrig nach mehr waren und bereit waren etwas dafür zu tun. Menschen, die nicht darauf warten wollten, dass ihnen jemand einen Platz gab. Taylor passte in dieses Bild erschreckend gut hinein. Sie wurde zuerst beobachtet, auf Partys, auf dem Campus, in Clubs. Man merkte schnell, dass sie dicht halten konnte, dass sie keine Angst hatte und dass sie loyal sein konnte. Rhea Mercer, eine der Verbindungsschwestern, sprach sie schließlich an. Rhea war ruhig, kontrolliert und gefährlich gut darin Menschen einzuschätzen. Sie bot Taylor keine Rettung an, eher eine Möglichkeit. Geld, Kontakte, Schutz und Zugehörigkeit. Taylor wusste, dass nichts davon umsonst war, aber sie war müde davon den Kopf gerade so über Wasser halten zu können. Also ließ sie sich darauf ein. Durch Sigma Kappa Delta kam Taylor mit The Privé in Berührung. Was nach Partys, Verbindungen und exklusiven Kontakten klang, war in Wahrheit ein Netzwerk aus Drogen, Clubgeschäften und Abhängigkeiten. Besonders Cloud Nine spielte dabei eine immer größere Rolle. Die Droge hatte sich in bestimmten Kreisen fast wie ein Gerücht verbreitet. Erst in Clubs, dann auf privaten Partys und schließlich auch auf dem Campus. Niemand redete offensichtlich darüber, aber jeder kannte jemanden, der jemanden kannte. Für viele klang Cloud Nine nach Leichtigkeit, nach einem kurzen Ausstieg aus Druck, Prüfungen, Zukunftsangst und allem was einem sonst zu schwer auf der Brust lag. Für The Privé war es vor allem eines: ein verdammt gutes Geschäft. Taylor begann zunächst mit kleineren Übergaben auf Partys und in Clubs, doch irgendwann verlagerte sich ein Teil davon auch auf das Unigelände. Nicht sehr offensichtlich, eher so nebenbei. Zwischen Vorlesungen, in überfüllten Fluren, auf Verbindungspartys, hinter Wohnheimen oder irgendwo dort, wo niemand genau hinsah, weil alle zu beschäftigt damit waren so zu tun als hätten sie ihr Leben im Griff. Taylor war gut darin, und wurde immer besser darin die Menschen einzuschätzen und zu lesen. Sie wusste, wer nur neugierig war, wer zu viel redete, wer Ärger bedeutete und wer bereits viel tiefer drinsteckte. Außerdem unterschätzten sie viele. Ein blondes Mädchen im oversized Hoodie, mit frechem Grinsen und einer Zigarette zwischen den Fingern, passte für viele nicht sofort in das Bild von jemandem, der gefährlich war. Mit Cloud Nine verdiente Taylor mehr, als sie mit irgendeinem Nebenjob je verdient hätte. Das Geld bezahlte ihre Miete, ihre Bücher, Studiengebühren, Essen und das nötigste um nicht unter zu gehen. Sie sagte sich, dass es nur vorübergehend war, nur so lange, bis sie stabil genug war. Nur so lange, bis sie niemandem mehr etwas beweisen musste. Aber Taylor wusste tief in sich drin, dass solche Dinge selten einfach aufhören, sondern dass es ein Teufelskreis war, der so schnell nicht enden würde. Heute ist Taylor zweiundzwanzig und lebt noch immer in Chicago. Sie ist laut, eigenwillig, stur und oft schwieriger, als sie sein müsste. Sie macht Witze, wenn sie eigentlich verletzt ist, provoziert, wenn sie sich unsicher fühlt und tut so, als wäre ihr vieles egal. Sie raucht, trinkt auf Partys, nimmt manchmal selbst Drogen und bewegt sich in Kreisen, die eigentlich zu gefährlich sind. Gleichzeitig studiert sie, schreibt gute Arbeiten, tanzt mit anderen auf der Straße, sprayt Nachts an Wände oder Zugwagons, fährt Skateboard und versucht auf ihre eigene chaotische Art ihr Leben im Griff zu haben.

Good to know:
Taylor ist frech, direkt und ziemlich schwer zu beeindrucken. Sie beobachtet Menschen genau, testet Grenzen gerne aus und merkt sich mehr, als man ihr zutrauen würde. Innerhalb von Sigma Kappa Delta wirbt sie unter anderem neue Studenten an, führt sie langsam an die Verbindung heran und schaut, wer wirklich ins Bild passt. Außerdem vertickt sie Cloud Nine und andere Drogen, hauptsächlich auf dem Campus, auf Partys und in Clubs. Sie ist extrem loyal gegenüber den Menschen, die sie als ihre eigenen betrachtet, kann aber genauso nachtragend sein, wenn man sie belügt oder verrät. Kontrolle, Bevormundung und Autoritäten kann sie überhaupt nicht leiden. Trotz ihres chaotischen Auftretens ist sie ziemlich clever, ehrgeizig und hasst es, unterschätzt zu werden.

02.Gemeinsame Story

Taylor und Brody haben sich kennengelernt, als Taylor zu Sigma Kappa Delta kam. Zu dieser Zeit war Brody bereits Mitglied und wusste ganz genau wie es dort läuft. Zuerst haben Taylor und er sich fast die Köpfe eingeschlagen, Sturkopf gegen Sturkopf und nach einem ziemlich heftigen Streit wegen eigentlich nichts haben sie beide gemerkt, dass sie sich ähnlicher eigentlich nicht hätten sein können. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten miteinander, begannen sie jedoch immer öfter miteinander abzuhängen, Brody nahm sie mit zu Partys, zu den illegalen Rennen und Brody wurde aus einem Einzelgänger jemand, der Taylor nicht mehr von seiner Seite weg denken konnte, genauso wie umgekehrt. Es ist nicht so, dass die beiden nie streiten, sie streiten sogar recht oft, weil keiner nachgeben möchte, aber am Ende sitzen sie dennoch lachend nebeneinander als wäre nie etwas gewesen.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words

Ich selbst bin recht aktiv, versuche schnellstmöglich zu antworten, was in GBs oder Chats schneller passiert als in richtigen Plays. Ich bin aber im Gegenzug ebenso bei Plays geduldig. Ich wünsche mir dennoch eine Grundaktivität für die Rolle, um einfach nicht ins Stocken zu geraden.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Weitere Anschlussmöglichkeiten findest du vor Allem auch über die Verbindung, durch @Piper Alba@Nox Mercer@Noa Soleil Wells@Kaia Beaumont@Samara Reyes@Romina Ryder

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Letzte Worte

Bei Interesse wünsche ich mir jemanden, welcher auch langfristig am Forenleben teilnehmen möchte und auch vor hat hier Fuß zu fassen. Sollte es Probleme geben, oder dass man mit etwas unzufrieden ist, habe ich zwei offene Ohren und versuche das auch immer zu lösen.

Wichtig ist mir auch, eigene Ideen mit einzubringen und vor allem, dass du dich wohl fühlst und einfach Spaß hier hast.

Bei Fragen melde dich gerne in den Fragen und Antworten, ich kanns kaum erwarten.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Taylor
24.08.2026


zuletzt bearbeitet 24.08.2026 19:13(+0200)
#8

Wanted · Großer Bruder
Audrey Remingon
Suchender

Audrey Remingon

Age31
OccupationForensic Pathologist [Fachärztin für Rechtsmedizin] beim Cook County Medical Examiner's Office
ResidenceGold Coast, Chicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMichelle Randolph
01.Short facts
Full nameAudrey Remingon
Age31
SexualityHetero
OccupationForensic Pathologist [Fachärztin für Rechtsmedizin] beim Cook County Medical Examiner's Office
ResidenceGold Coast, Chicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMichelle Randolph

"The dead never lie. It's the living you have to worry about."

Seit mehr als einem Jahrhundert gehört der Name Remington zu den einflussreichsten Familien Chicagos. Was einst mit Eisenbahn- und Stahlunternehmen begann, entwickelte sich über Generationen hinweg zu einem weit verzweigten Wirtschaftsimperium aus Immobilien, Investmentgesellschaften und Beteiligungen an namhaften Unternehmen. Der Name öffnet Türen, verschafft Einfluss und ist eng mit der Gold Coast verbunden, wo die Familie seit Jahrzehnten zu den festen Größen der gehobenen Gesellschaft zählt. Wer als Remington geboren wird, wächst nicht einfach nur wohlhabend auf. Man wächst mit Erwartungen auf. Mit Traditionen, die älter sind als man selbst. Mit Charity-Galas, Debütantinnenbällen, Privatclubs und dem unausgesprochenen Anspruch, den Familiennamen niemals zu beschmutzen. Für manche ist dieses Leben ein Privileg. Für Audrey war es lange Zeit ein goldener Käfig.

1995
Audrey wird am 18. April 1995 im Northwestern Memorial Hospital geboren. Sie ist das zweite Kind von Jonathan Remington (Investmentunternehmer) und Catherine Ashford Remington (Kunsthistorikerin und Vorsitzende mehrerer Wohltätigkeitsorganisationen.) Ihr älterer Bruder Alexander William Remington ist drei Jahre älter und gilt früh als zukünftiger Nachfolger des Familienunternehmens.

1995–2001
Audrey wächst in einer historischen Villa an der Gold Coast auf. Mit Personal, Privatlehrern, Klavierunterricht, Französisch, Reitstunden und dem Ballett. Segelurlauben auf dem Lake Michigan gehörten jeden Sommer dazu wie Luft zum Atmen. Nach außen wirkt ihre Kindheit wie aus einem Hochglanzmagazin. Doch innerhalb der Familie zählt Leistung und nicht Gefühle. Jonathan Remington war selten zu Hause. Wenn er erschien, brachte er teure Geschenke mit doch Zeit ließ sich nicht in Geschenkpapier verpacken. Catherine dagegen war stets präsent allerdings nie wirklich greifbar. Sie liebte ihre Kinder auf ihre eigene Weise, glaubte jedoch fest daran, dass Disziplin, Haltung und Perfektion der beste Ausdruck von Fürsorge seien. Fehler wurden selten laut kritisiert. Noch schlimmer war das höfliche Schweigen das ihnen folgte. Audrey lernte früh, gute Noten zu schreiben, aufrecht zu sitzen, die richtigen Gabeln bei einem Dinner zu benutzen und niemals Schwäche zu zeigen. Irgendwann begann sie zu glauben, Liebe müsse man sich verdienen.
Nur eine Person durchbrach dieses strenge Gefüge regelmäßig: ihr Großvater Henry Remington. Als pensionierter Internist beantwortete er jede ihrer unzähligen Fragen mit erstaunlicher Geduld und nahm sie schon als kleines Mädchen mit in seine Bibliothek, wo medizinische Fachbücher neben Romanen standen. Als Henry starb, war Audrey neun Jahre alt. Während ihre Familie trauerte stand sie schweigend neben dem offenen Sarg und betrachtete zum ersten Mal einen leblosen Menschen. Wo andere nur Verlust sahen, begann ihr Kopf zu arbeiten. Warum fühlte sich die Haut anders an? Weshalb veränderte sich die Gesichtsfarbe? Warum wirkte der Tod gleichzeitig endgültig und doch so friedlich? Es waren Fragen, die viele Erwachsene irritierten. Für Audrey wurden sie zum Beginn einer lebenslangen Faszination.

2001–2013
Audrey besucht die Francis W. Parker School, eine der angesehensten Privatschulen Chicagos. Sie gehört nie zu den beliebtesten Schülerinnen aber zu den besten in Biologie, Chemie, Physik und der Anatomie. Sie gewinnt mehrere Wissenschaftswettbewerbe. Während ihre Freundinnen Modemagazine lesen... verschlingt Audrey Bücher über den menschlichen Körper. Als sie mit sechzehn Jahren ein Praktikum am Northwestern Memorial Hospital absolvierte, führte der Zufall sie nicht nur in Operationssäle sondern auch in die Rechtsmedizin. Viele der anderen Praktikanten verließen den Raum sobald die erste Obduktion begann. Audrey blieb. Sie verspürte keinen Ekel. Keine Angst. Nur Neugier. Der erfahrene Gerichtsmediziner bemerkte ihren konzentrierten Blick und fragte sie später, ob alles in Ordnung sei. Audrey nickte nur und antwortete: "Ich glaube, ich habe gerade herausgefunden, was ich später machen möchte." Er lächelte lediglich und erwiderte "Dann willkommen in einem Beruf, den sich kaum jemand freiwillig aussucht."

2013–2017
Entgegen dem Wunsch ihrer Eltern entscheidet sie sich gegen Jura und Wirtschaft. Sie schreibt sich an der University of Chicago für Biological Sciences (Pre-Med Track) ein.
Die Stimmung zu Hause kippt. Die Entscheidung, Medizin zu studieren, konnte Jonathan noch akzeptieren. Ärzte genossen Ansehen, verdienten gut und passten in das Bild einer erfolgreichen Tochter. Als Audrey jedoch erklärte, dass sie nicht Menschen heilen, sondern Todesursachen erforschen wollte, endete das erste Familienessen seit Jahren in einem handfesten Streit. Für ihren Vater war Rechtsmedizin verschwendetes Talent. Für Audrey war es ihre Berufung. Audrey lässt sich davon jedoch nicht beirren. Sie arbeitet im Forschungslabor und veröffentlicht erste wissenschaftliche Arbeiten. Ihre Graduierung Bachelor of Science (2017) besteht sie erfolgreich.

2017–2021
Anschließend beginnt sie ihr Medizinstudium an der Pritzker School of Medicine (University of Chicago). Sie gehört durchgehend zu den besten ihres Jahrgangs. Während ihre Kommilitonen später Herzchirurgen, Neurochirurgen oder Dermatologen werden möchten, zieht Audrey immer stärker die Pathologie an. Sie interessiert sich nicht nur für Krankheiten sondern für die Wahrheit. Sie möchte Antworten finden. Für Angehörige, für Ermittler und für Menschen, die selbst nicht mehr sprechen können.

2021
Abschluss als Doctor of Medicine (MD).

2021–2025
Audrey beginnt ihre Facharztausbildung in Anatomischer Pathologie am Northwestern Memorial Hospital. Während dieser vier Jahre lernt sie Histologie, Molekularpathologie, Tumordiagnostik, Autopsien und Mikroskopische Diagnostik. Ihre Vorgesetzten beschreiben sie als außergewöhnlich präzise. Manchmal beinahe zu präzise. Sie verlässt das Labor selten vor Mitternacht. Während ihrer Residency fiel Audrey weniger durch Lautstärke als durch ihre außergewöhnliche Präzision auf. Sie dokumentierte jede Auffälligkeit, überprüfte Ergebnisse mehrfach und ließ sich weder von Zeitdruck noch von voreiligen Schlussfolgerungen beeinflussen. Kollegen scherzten gelegentlich, sie suche selbst dort noch nach Antworten, wo längst alle überzeugt waren, die Lösung gefunden zu haben. Genau diese Hartnäckigkeit machte sie zu einer der besten Assistenzärztinnen ihres Jahrgangs.

...In Her Mid-Twenties...
Lange Zeit schien Audreys Zukunft bereits festzustehen. Nicht von ihr selbst, sondern von ihrer Familie. Mit Mitte zwanzig lernte sie Christopher Thorne kennen, den Sohn einer ebenso angesehenen Unternehmerfamilie Chicagos. Die Thornes und die Remingtons kannten sich seit Jahrzehnten, bewegten sich in denselben Kreisen und teilten ähnliche Vorstellungen davon, wie eine Zukunft auszusehen hatte. Christopher war erfolgreich, gebildet, charmant und in den Augen beider Familien die perfekte Partie. Ihre Beziehung entwickelte sich beinahe so, wie man es von ihnen erwartete. Gemeinsame Galas, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Sommer auf Nantucket und Weihnachten in Aspen. Zwei Familien, die bereits begannen, von einer gemeinsamen Zukunft zu sprechen, noch bevor Audrey selbst wusste, ob sie diese überhaupt wollte. Als Christopher ihr einen Heiratsantrag machte, sagte sie Ja. Nicht, weil sie sich ihrer Gefühle vollkommen sicher war. Sondern weil ein Nein nie eine wirkliche Option gewesen war. Erst während ihrer Residency begann sie zu begreifen, wie weit sie sich von sich selbst entfernt hatte. Zwischen langen Nächten im Labor, unzähligen Autopsien und Gesprächen mit Angehörigen begegnete sie täglich Menschen, deren Leben von einem Moment auf den anderen beendet worden war. Immer häufiger stellte sie sich dieselbe Frage "Wenn mein Leben morgen vorbei wäre... hätte ich es für mich gelebt oder für die Erwartungen anderer?" Die Antwort erschreckte sie. Nur wenige Monate vor der geplanten Hochzeit löste Audrey die Verlobung. Die Entscheidung traf beide Familien völlig unvorbereitet und sorgte in den Kreisen der Chicagoer High Society für mehr Gesprächsstoff als jeder Wohltätigkeitsball des Jahres. Offiziell sprach man von unterschiedlichen Lebensvorstellungen. Hinter verschlossenen Türen war von Undankbarkeit, Egoismus und einer vertanen Zukunft die Rede. Seitdem gilt Audrey innerhalb ihrer Familie als jene Tochter, die zwar alles erreichen konnte sich jedoch bewusst gegen den Weg entschieden hat, den andere längst für sie vorgesehen hatten. Sie selbst bereut ihre Entscheidung bis heute nicht. Manchmal fragt sie sich, wie ihr Leben wohl ausgesehen hätte, wäre sie geblieben. Doch jedes Mal, wenn sie morgens den weißen Kittel überstreift und die Tür zur Autopsie betritt, weiß sie die Antwort bereits. Sie hat nicht das Leben gewählt, das am leichtesten gewesen wäre sondern das, in dem sie sich selbst wiedergefunden hat.

2025–2026
Nach Abschluss ihrer Residency folgt das einjährige Fellowship in Forensic Pathology am Cook County Medical Examiner's Office, einer der renommiertesten rechtsmedizinischen Einrichtungen der USA. Dort arbeitet sie erstmals eng mit Detectives, Staatsanwälten, Spurensicherung, Tatortermittlern und FBI-Agenten zusammen. Sie untersucht Opfer von Schussverletzungen, Messerattacken, Verkehrsunfällen, Bränden, Vergiftungen und ungeklärten Todesfällen. Während viele Kollegen emotional abstumpfen... entwickelt Audrey eine andere Philosophie... "Jeder Mensch verdient Antworten. Ganz gleich, wer er zu Lebzeiten war."
Mit gerade einmal einunddreißig Jahren arbeitet Audrey als Fachärztin für Rechtsmedizin am Cook County Medical Examiner's Office. Ihre Aufgabe endet nicht mit einer Obduktion. Sie rekonstruiert die letzten Stunden eines Menschen, wertet Verletzungsmuster aus, bestimmt Todesursachen und tritt regelmäßig als medizinische Sachverständige vor Gericht auf. Für Detectives ist sie eine verlässliche Ansprechpartnerin, weil sie nüchtern argumentiert und sich niemals von Vorurteilen leiten lässt. Trotz ihres Berufs wirkt Audrey außerhalb des Instituts überraschend unauffällig. Sie lebt in einem stilvollen Apartment in der Gold Coast, fährt einen dunkelgrauen Volvo XC60 statt eines auffälligen Sportwagens und trägt lieber schlichte Designerstücke als extravagante Mode. Ihre freie Zeit verbringt sie mit langen Läufen am Lake Michigan, Besuchen im Art Institute of Chicago oder mit klassischer Musik und einem guten Buch. Das Verhältnis zu ihrer Familie ist höflich aber distanziert. Bei Empfängen der Remingtons erscheint sie, wenn es sich nicht vermeiden lässt, doch spätestens wenn das Gespräch auf das Familienunternehmen oder ihre ungewöhnliche Berufswahl kommt, wird deutlich, wie groß die Kluft zwischen den Erwartungen ihrer Eltern und ihrem eigenen Lebensweg geblieben ist. Während ihr Bruder William längst als künftiger Kopf des Familienimperiums gilt, hat Audrey sich bewusst für einen Beruf entschieden in dem Status keine Rolle spielt. Auf ihrem Obduktionstisch sind Milliardär, Politiker oder Gangmitglied am Ende einfach nur Menschen, deren Geschichte darauf wartet, erzählt zu werden. Gerade diese Haltung macht sie bei Kollegen und Ermittlern so angesehen. Für Audrey besitzt jeder Verstorbene dieselbe Würde. Es spielt keine Rolle, ob auf ihrem Obduktionstisch ein obdachloser Veteran, ein Politiker, ein CEO oder ein Gangmitglied liegt. Im Tod verschwinden Titel, Vermögen und gesellschaftlicher Status. Übrig bleibt nur die Wahrheit. Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb sie ihren Beruf nie als düster empfunden hat. Während viele Menschen im Tod nur ein Ende sehen, sieht Audrey den letzten Versuch einem Menschen eine Stimme zu geben. Nicht für die Justiz. Nicht für die Presse. Sondern für jene, die selbst nicht mehr erzählen können, was ihnen widerfahren ist. Sie glaubt daran, dass Wahrheit die letzte Form von Gerechtigkeit sein kann, die einem Menschen noch bleibt. Und genau deshalb hat sie nie bereut, den Weg gewählt zu haben, den ihre Familie nie für sie vorgesehen hatte.

02.Gemeinsame Story

Alex und Rey verbindet dieselbe Kindheit, dieselbe Familie und derselbe Name. Beide wuchsen im goldenen Käfig der Chicagoer High Society auf, geprägt von Tradition, Leistung und dem ständigen Anspruch, den Familiennamen mit Würde zu tragen. Als Kinder standen sie sich deutlich näher. Alex war der große Bruder zu dem Audrey aufblickte, der sie beschützte und ihr vieles beibrachte. Mit den Jahren änderte sich das jedoch zunehmend. Während ER immer stärker in die Rolle des zukünftigen Familienoberhauptes hineinwuchs, begann Rey, ihren eigenen Weg zu suchen. Den endgültigen Bruch verursachte nicht ihre Entscheidung, Medizin zu studieren sondern ihre Spezialisierung auf die Rechtsmedizin. Für Alex war unverständlich, weshalb seine hochbegabte Schwester ihr Leben zwischen Obduktionssälen und Gerichtssälen verbringen wollte obwohl ihr als Remington nahezu jede Tür offenstand. Aus seiner Sicht verschwendet sie ihren Namen und ihr Potenzial. Rey hingegen empfindet genau diese Haltung als Sinnbild all dessen, wovon sie sich bewusst lösen wollte.
Heute begegnen sich die Geschwister mit Respekt, doch ihre Beziehung ist von Distanz, unterschwelligen Spannungen und unterschiedlichen Weltanschauungen geprägt. Alex verkörpert alles, was Rey hinter sich gelassen hat: Prestige, Tradition und den Glauben, dass Herkunft den Wert eines Menschen bestimmt. Rey dagegen glaubt daran, dass im Tod Titel, Vermögen und Status bedeutungslos werden und jeder Mensch dieselbe Würde verdient. Genau dieser Gegensatz sorgt bis heute immer wieder für Reibungen.
Wie sich ihre Beziehung im Inplay entwickelt, möchte ich bewusst offenlassen. Vielleicht schaffen sie es irgendwann, wieder zueinanderzufinden. Vielleicht treiben neue Konflikte sie endgültig auseinander. Ebenso können gemeinsame Familienfeiern, geschäftliche Verpflichtungen oder unerwartete Ereignisse jederzeit für neue Dynamik sorgen. Mir ist wichtig, dass beide trotz aller Differenzen glaubwürdige Geschwister bleiben, die sich kennen wie kaum jemand sonst auch wenn sie sich selten wirklich verstehen.

03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Medium
Activity / own words

Aktivität sollte jeder selbst für sich entscheiden. Keine feste Mindestpostingfrequenz. RL geht immer vor. Bei der Postlänge passe ich mich gerne meinem Posting Partner an. Von kurzen Antworten bis zu ausführlicheren Posts ist alles willkommen, solange beide etwas zum Anknüpfen haben.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Neben meiner besten Freundin und auch einem Detektive den Rey kennt, könnte auch Alex jene kennenlernen , wenn er denn möchte, Dazu jedoch dann Intern mehr. Ansonsten stehen dir, denke ich, sämtliche Türe offen. Du bewegt dich beruflich und privat schließlich in den höchsten Kreisen Chicagos. Und mit ein wenig Offenheit und Eigeninitiative klappt alles um Kontakte zu knüpfen anderweitig.

Probepost
Ja
Letzte Worte

Vielen Dank, dass du bis hierher gelesen hast!
Mir ist vor allem wichtig, dass Alex kein eindimensionaler Bösewicht wird. Er darf arrogant, elitär und gelegentlich zum Haare raufen sein, sollte aber dennoch ein vielschichtiger Charakter mit eigenen Zielen, Beziehungen und Entwicklungsmöglichkeiten bleiben. Ich wünsche mir jemanden, der Freude daran hat, diese komplizierte Geschwisterbeziehung gemeinsam auszubauen und sowohl Konflikte als auch ruhigere Familienszenen auszuspielen. Viele Punkte, wie seine Ehe, Kinder, Freundschaften oder weitere Details seines Lebens, sind bewusst offen gelassen und können gerne gemeinsam ausgearbeitet werden. Eigene Ideen sind ausdrücklich willkommen, solange der Grundgedanke erhalten bleibt.
Ich freue mich auf jemanden, der Lust auf langfristiges, charakterorientiertes RP hat und Alex mit Leben füllt.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Audrey
18.08.2026


#9

Wanted · Male best friend // & more
Jace Vanderbilt
Suchender

Jace Vanderbilt

Age25
Occupationmedical student working part-time as an EMT
ResidenceGold Coast
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimVinni Hacker
01.Short facts
Full nameJace Vanderbilt
Age25
Sexualitypolyamory
Occupationmedical student working part-time as an EMT
ResidenceGold Coast
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimVinni Hacker

„Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich.“ Psalm 25,5. Im Haus der Vanderbilts hing dieser Satz seit Generationen über der Tür des Salons, eingerahmt in mattem Gold, schwer und alt, als hätte jede Generation ihre Fingerabdrücke auf dem Rahmen hinterlassen. Marguerite staubte ihn regelmäßig selbst ab, obwohl es genügend Angestellte gab, die diese Aufgabe hätten übernehmen können. Vielleicht weil manche Dinge zu wichtig waren, um sie aus der Hand zu geben. Wahrheit bedeutete in diesem Haus vieles. Für Ibrahim war sie untrennbar mit seinem Glauben verbunden. Für Marguerite lag sie in Herkunft, Familie und den Traditionen, die sie von ihren Eltern übernommen hatte. Für Jace würde sie später etwas vollkommen anderes bedeuten. Das Haus in der Gold Coast war erfüllt von ruhiger Eleganz. Von Jasmin, den Marguerite jeden Morgen hinter ihren Ohren auftrug, bevor sie die hohen Fenster öffnete und Chicagos Luft durch die Räume strömen ließ. Von Kerzenwachs, poliertem Holz und den Stimmen einer Familie, die selten laut wurde, weil niemand es musste. Wer die Vanderbilts besuchte, bemerkte schnell, dass hier keine Strenge herrschte. Nur Erwartungen. Und manchmal konnten Erwartungen schwerer wiegen als Regeln. Als Jace geboren wurde, war von all dem noch nichts zu spüren. Sein erstes Schreien hallte über die Marmorböden des Hauses und vertrieb für einen Augenblick jede Form von Würde aus den Räumen. Ibrahim behauptete später gern, sein Sohn habe bereits in den ersten Sekunden seines Lebens beschlossen, die Aufmerksamkeit eines ganzen Raumes für sich zu beanspruchen. Vielleicht hatte er damit sogar recht. Jace wuchs umgeben von Liebe auf. Nicht der lauten Sorte, die ständig ausgesprochen werden musste, um glaubhaft zu sein. Sondern der Art, die sich in kleinen Gesten zeigte. In der Hand seines Vaters auf seinem Nacken. Im Duft von Jasmin, der seine Mutter überall begleitete. In den Fenstern, die jeden Morgen geöffnet wurden. In gemeinsamen Abendessen und Gesprächen, die niemals erzwungen wirkten. Wenn Jace heute an seine Kindheit dachte, erinnerte er sich selten an einzelne Ereignisse. Er erinnerte sich an Gefühle. An warme Hände, Sonnenlicht auf dunklem Holz, das Rascheln schwerer Vorhänge und den Geruch von Marmelade am Frühstückstisch. Vor allem aber erinnerte er sich an Sicherheit. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb er nie zu einem Menschen wurde, der Angst vor Nähe hatte. Nähe war für ihn nie etwas gewesen, das man sich verdienen musste. Sie war immer da gewesen. Wie das Haus. Wie seine Familie. Wie die Gewissheit, dass seine Mutter am Fenster stand und ihm zusah, wenn er durch die Lavendelbeete im Garten lief. Marguerite beobachtete ihn oft mit jener Mischung aus Stolz und Sorge, die vermutlich jede Mutter kannte. Sie wollte, dass ihr Sohn frei dachte, doch Freiheit war nur dann etwas Schönes, wenn man irgendwann auch wieder nach Hause fand. Jace hingegen dachte als Kind nicht über solche Dinge nach. Er dachte über Regenwürmer nach, über die Käfer zwischen den Lavendelsträuchern und darüber, wie hoch man schaukeln musste, bevor der Himmel einen vielleicht verschluckte. Er war neugierig. Auf Menschen, auf Geschichten und auf die Welt um ihn herum. Und vielleicht war genau das die erste Eigenschaft an ihm, die niemals verschwinden würde. Während viele Kinder damit zufrieden waren, ihre eigene kleine Welt zu erkunden, interessierte Jace sich schon früh für die anderer Menschen. Er stellte Fragen, manchmal zu viele. Nicht aus Höflichkeit, sondern aus ehrlicher Neugier. Er wollte wissen, warum jemand lachte, warum jemand schwieg, weshalb manche Menschen sich in Gesellschaft wohlfühlten, während andere bereits nach wenigen Minuten einen Fluchtweg suchten. Marguerite behauptete oft scherzhaft, ihr Sohn würde sich mit einer Zimmerpflanze unterhalten, wenn sie ihm lange genug im Raum stehen blieb. Ganz unrecht hatte sie damit nicht. Jace mochte Menschen. Ihre Geschichten, ihre Eigenheiten, ihre Widersprüche. Vielleicht war es genau diese Offenheit, die ihn schon früh zu jemandem machte, an den man sich erinnerte. Während andere Kinder sich hinter ihren Eltern versteckten, war Jace längst dabei, Gespräche zu führen. Nicht, weil er Aufmerksamkeit brauchte, sondern weil ihn die Welt faszinierte. Mit den Jahren wurde sein Radius größer. Aus dem Garten der Vanderbilts wurden die Straßen Chicagos. Aus den Fenstern, durch die er als Kind hinausgeschaut hatte, wurden Türen, durch die er schließlich selbst trat. Chicago war laut, lebendig und voller Möglichkeiten. Die Stadt schlief nie wirklich, und genau das liebte Jace an ihr. Zwischen den alten Gebäuden der Gold Coast, den Restaurants entlang der Straßen und den Menschenmengen, die sich durch die Innenstadt bewegten, hatte er oft das Gefühl, als würde die Stadt selbst atmen. Immer in Bewegung. Immer auf dem Weg irgendwohin. Vielleicht erkannte er sich genau deshalb in ihr wieder. Stillstand war nie etwas gewesen, das ihm besonders lag. In seiner Jugend begann sich diese Rastlosigkeit deutlicher zu zeigen. Nicht als Unzufriedenheit, sondern als Hunger auf das Leben. Jace wollte Erfahrungen sammeln. Geschichten erleben. Dinge ausprobieren, bevor andere überhaupt auf die Idee kamen. Rugby trat beinahe zufällig in sein Leben, blieb jedoch länger, als irgendjemand erwartet hätte. Der Sport gab ihm etwas, das er bis dahin nicht gekannt hatte. Die körperliche Wucht eines Zusammenstoßes. Das Brennen in den Muskeln. Den kurzen Moment, in dem das Herz so schnell schlug, dass alle anderen Gedanken verstummten. Viele sahen darin einen Sport. Jace sah darin ein Gefühl. Das erste Mal verstand er, weshalb Menschen süchtig nach Adrenalin werden konnten. Es ging nie um den Schmerz. Es ging um das Leben, das sich in diesen Augenblicken intensiver anfühlte als sonst. Seine Eltern beobachteten diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Marguerite sorgte sich jedes Mal, wenn er mit neuen Blessuren nach Hause kam. Ibrahim versuchte es mit Vernunft. Keiner von beiden hatte Erfolg. Nicht, weil Jace rebellieren wollte. Sondern weil er Dinge erleben wollte. Für ihn bestand das Leben nicht daraus, Risiken zu vermeiden. Es bestand daraus, Geschichten zu sammeln. In jener Zeit trat auch Rune in sein Leben. Rückblickend hätte vermutlich keiner von ihnen sagen können, wann aus einer Bekanntschaft Freundschaft geworden war. Vielleicht war es während eines Gesprächs, das länger dauerte als geplant. Vielleicht bei einem gemeinsamen Spaziergang entlang des Chicago River. Vielleicht an irgendeinem Abend, den keiner von beiden für wichtig gehalten hatte. Tatsache war nur, dass Rune irgendwann einfach da war. Und blieb. Wo andere Menschen versuchten, Jace einzuordnen, schien Rune nie das Bedürfnis dazu zu haben. Er akzeptierte ihn mit all seinen Ideen, seinem Chaos und seiner unstillbaren Neugier auf das Leben. Gemeinsam verloren sie Stunden in Gesprächen, liefen nachts durch die Stadt, saßen auf Dächern oder in kleinen Diners, in denen der Kaffee nie wirklich gut war, aber trotzdem besser schmeckte als anderswo. Rune gehörte zu den wenigen Menschen, bei denen Jace nie das Gefühl hatte, sich erklären zu müssen. Das machte seine Anwesenheit leicht. Wertvoll. Vertraut. Als die Schulzeit sich langsam dem Ende näherte, stand für viele seiner Mitschüler bereits fest, welchen Weg sie einschlagen würden. Bei Jace war das anders. Nicht weil ihm die Möglichkeiten fehlten, sondern weil es zu viele gab. Menschen hatten ihn schon immer fasziniert. Ihre Gedanken, ihre Geschichten, ihre Körper. Vielleicht war genau deshalb die Medizin irgendwann die Antwort auf eine Frage geworden, die er selbst lange nicht bewusst gestellt hatte. Das Studium an der University of Chicago begann nicht mit einem großen Schicksalsmoment, sondern mit einem Gefühl. Dem Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Zwischen Anatomiebüchern, Vorlesungssälen und den endlosen Kaffeebechern überforderter Studenten fand Jace etwas, das ihn forderte. Nicht nur geistig, sondern auch menschlich. Der menschliche Körper erschien ihm wie ein Rätsel, das niemals vollständig gelöst werden konnte. Mit jeder Vorlesung, jedem Praktikum und jedem neuen Fach wurde seine Faszination größer. Gleichzeitig blieb er derselbe. Der Junge, der Fragen stellte. Der junge Mann, der lieber eine Geschichte erlebte, als sie erzählt zu bekommen. Und während viele seiner Kommilitonen ausschließlich auf Noten achteten, interessierte Jace sich weiterhin vor allem für die Menschen hinter den Gesichtern. Denn ganz gleich, wohin sein Weg ihn führte, die Welt war für ihn noch immer voller Momente die erlebt werden wollten. Und er hatte nicht vor, auch nur einen davon zu verpassen.

02.Gemeinsame Story

Dynamikconnection
Unkompliziert, familiär, neckend, anziehend, verrückt (kindsköpfe) deep.

Aktuelle Situationentry
In den letzten Wochen hat sich etwas verändert. Nichts Offensichtliches. Nichts, das man auf Anhieb benennen könnte. Jace ist nach wie vor derselbe Mensch, lacht, macht dumme Witze und lebt sein Leben mit der gewohnten Leichtigkeit. Und doch erwischst du ihn immer häufiger dabei, wie seine Gedanken irgendwo anders zu sein scheinen. Er kommt später nach Hause als sonst, manchmal erst lange nachdem du selbst schon auf der Couch eingeschlafen bist. Statt sich wie früher mit einem Bier neben dich fallen zu lassen und dir ungefragt von seinem Tag zu erzählen, verschwindet er nach einem kurzen "Bin da." in seinem Zimmer oder auf die Veranda. Ihr lebt nun schon seit Jahren zusammen in einer Art Bungalow, kennt die Macken und Gewohnheiten des anderen beinahe auswendig. Natürlich braucht jeder Mensch hin und wieder seinen Freiraum, und gerade Jace war nie jemand, der jede freie Minute an jemandes Seite verbringen musste. Das stört dich also nicht. Zumindest nicht grundsätzlich. Trotzdem merkst du, dass es diesmal anders ist. Es ist kein Wunsch nach Ruhe, keine stressige Woche an der Uni oder eine anstrengende Schicht im Rettungswagen. Es fühlt sich vielmehr so an, als wäre ein Teil von ihm ständig woanders. Er wirkt gedanklich abwesend, verliert sich mitten im Gespräch für ein paar Sekunden oder greift häufiger als sonst zu seinem Handy, ohne überhaupt zu bemerken, dass du es gesehen hast. Wenn ihr gemeinsam auf der Terrasse sitzt, schweifen seine Augen gelegentlich ins Leere, bevor er sich wieder fängt und grinst, als wäre nichts gewesen. Die meisten würden diese kleinen Veränderungen vermutlich gar nicht bemerken. Du schon. Nicht, weil Jace sich völlig verändert hätte, sondern weil du ihn vermutlich besser kennst als jeder andere Mensch auf dieser Welt. Und genau deshalb weißt du, dass irgendetwas in seinem Leben gerade beginnt, seinen festen Platz einzunehmen, auch wenn er selbst vielleicht noch gar nicht bemerkt hat, wie sehr es ihn bereits beschäftigt.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich wünsche mir für Rune keinen zweiten Jace und auch keinen stillen Gegenpol. Ich suche jemanden, der genauso viel Unsinn im Kopf hat, genauso herzlich lachen kann und sich mit Jace gegenseitig zu den besten wie auch dümmsten Ideen des Lebens anstiftet. Gleichzeitig ist Rune der Mensch, der ihn auffängt, wenn die Welt einmal zu laut wird. Er erinnert Jace daran, dass man nicht alles allein tragen muss, und Jace erinnert Rune jeden Tag daran, dass Familie nicht zwangsläufig aus denselben Genen bestehen muss. Genau das macht ihre Verbindung für mich so besonders. Sei zuverlässig und hab Spaß daran deinem Charakter Raum zu geben. Drama ist gerne willkommen wenn es Sinn macht und nicht ständig alles andere überrollt. Bring auch eigene Ideen mit und such dir intern ein paar nette Menschen - bitte lass dich nicht auf die Kriminelle Seite ziehen!

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Er wird definitiv auch @Mariel Rosemont kennen oder seine beste Freundin, @Piper Alba , so wie @Taylor Jordan Brooks und auch @Liam Sinclair (wobei ich mir gut vorstellen könnte das die beiden sich nicht besonders leiden, da Liam nicht so viel mit Menschen aus der Unterschicht zutun haben will) und Elian mal über den Weg gelaufen sein. — Kontakt zu @Kaia Beaumont @Juliette Céleste Vauclair oder @Maaret Virtanen wären auch nicht ausgeschlossen — aber da kann man intern gerne noch mal schnacken. Zudem wird er @Emilia Romero aus Erzählungen kennen, aber da legt er eigentlich Wert drauf das die beiden sich nicht über den Weg laufen, einfach weil er Freundschaft nicht mit seinen Sidestorys vermischt 🤪

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Besonders schön fände ich, wenn Rune ebenfalls als Rettungssanitäter arbeitet, sodass die beiden nicht nur privat, sondern auch beruflich viele Stunden miteinander verbringen. Zwischen Blaulicht, Nachtschichten und den ruhigen Minuten im Rettungswagen entstehen schließlich oft die ehrlichsten Gespräche. Alles Weitere würde ich unglaublich gerne gemeinsam entwickeln. Mir ist wichtig, dass Rune kein Nebencharakter für intime Momente ist, sondern der Mensch, der Jace seit Jahren begleitet, ihn auffängt, herausfordert, auslacht und ihm gleichzeitig den Spiegel vorhält wie kaum jemand sonst. Alles andere darf sich ganz natürlich im Inplay entwickeln.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Jace
19.08.2026

zuletzt bearbeitet 19.08.2026 21:57(+0200)
#10

Wanted · Zwillingsbruder
Cayden Evan MacRaven
Suchender

Cayden Evan MacRaven

Age28 Jahre
OccupationFreiberuflicher Schriftsteller (spezialisiert auf Krimis, Psychothriller und Dark Romance)
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimJacob Elordi
01.Short facts
Full nameCayden Evan MacRaven
Age28 Jahre
SexualityBisexuell
OccupationFreiberuflicher Schriftsteller (spezialisiert auf Krimis, Psychothriller und Dark Romance)
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimJacob Elordi

Cayden Evan MacRaven wurde am 18. Januar 1998 in Edinburgh geboren und wuchs in einer Familie auf, deren Geschichte weit älter war als er selbst. Das alte Steinhaus der MacRavens lag am Rand der Royal Mile und war weniger ein gewöhnliches Zuhause als vielmehr ein lebendiges Archiv der Familiengeschichte. Hinter schweren Holztüren, dunklen Fluren und hohen Fenstern hingen verblasste Porträts längst verstorbener Familienmitglieder, während sich in den Regalen alte Bücher, Geschäftsbücher und handschriftliche Aufzeichnungen stapelten. Die MacRavens führten seit dem 18. Jahrhundert eine traditionsreiche Gin-Destillerie, deren Name über Generationen hinweg mit Qualität, Wohlstand und schottischer Handwerkskunst verbunden worden war. Für die Öffentlichkeit war die Familie ein Beispiel für erfolgreichen Unternehmergeist, doch innerhalb der Mauern existierte eine andere Geschichte, die von Verlusten, Streitigkeiten, rätselhaften Todesfällen und Geheimnissen geprägt war.

Die eigentlichen Wurzeln der MacRavens reichten sogar bis ins 17. Jahrhundert zurück. Cayden kannte bereits als Kind zahlreiche Geschichten über seine Vorfahren, wobei besonders eine immer wieder erzählt wurde. Sein Urgroßvater Alastair war unter mysteriösen Umständen in einem der Lagerhäuser der Destillerie ums Leben gekommen. Offiziell hatte man seinen Tod als tragischen Unfall bezeichnet, doch unter den älteren Arbeitern hielt sich hartnäckig die Überzeugung, Alastair habe vor seinem Sturz den Verstand verloren. Es hieß, er habe Stimmen gehört, sich verfolgt gefühlt und sei schließlich schreiend in den Tod gestürzt. Andere behaupteten, er habe kurz vor seinem Tod etwas entdeckt, das niemals hätte ans Licht kommen dürfen. Über die Jahre entwickelte sich daraus die Legende eines Fluches, der angeblich auf der Familie lag. Cayden wusste nie, welche Version der Wahrheit entsprach, doch schon als Kind faszinierte und beunruhigte ihn die Geschichte gleichermaßen.

Während andere Kinder mit Märchen und Abenteuergeschichten aufwuchsen, verbrachte Cayden seine frühen Jahre mit den düsteren Erzählungen seiner Familie. Er war ein stilles Kind, das viel beobachtete und sich nur selten in den Mittelpunkt drängte. Bücher wurden schon früh zu seinem Rückzugsort, weil er in ihnen Welten fand, die er selbst kontrollieren konnte. Besonders Geschichten über ungelöste Verbrechen, alte Familiengeheimnisse und Menschen mit widersprüchlichen Motiven zogen ihn an. Bereits in der Grundschule begann er damit, kleine Geschichten zu schreiben. Zunächst waren es nur kurze Texte, die er in Schulhefte kritzelte, später wurden daraus ganze Kapitel, die er unter erfundenen Namen verfasste. Er erzählte niemandem, wie viel Zeit er damit verbrachte, weil ihm seine Geschichten zu persönlich erschienen.

Die Beziehung zu seinem Zwillingsbruder Callum war schon in ihrer Kindheit komplizierter, als es die enge Verbindung zwischen Zwillingen vermuten ließ. Die beiden waren gemeinsam aufgewachsen und teilten zahlreiche Erinnerungen, entwickelten sich jedoch zunehmend in unterschiedliche Richtungen. Callum war extrovertierter, selbstbewusster und deutlich besser darin, die Erwartungen ihres Vaters zu erfüllen. Er interessierte sich früh für die wirtschaftliche Seite des Familienunternehmens und schien keinerlei Schwierigkeiten damit zu haben, sich in die Welt der MacRavens einzufügen. Cayden hingegen stellte Fragen, die niemand hören wollte, beobachtete lieber, als sich einzumischen, und interessierte sich mehr für die Geschichten hinter den Menschen als für die Zahlen hinter der Destillerie. Zwischen den Brüdern entstand dadurch kein offener Hass, sondern vielmehr eine stille Distanz, die mit den Jahren immer schwieriger zu überbrücken wurde.

Als Cayden dreizehn Jahre alt war, veränderte sich sein Leben grundlegend. Sein Vater hatte längst größere Pläne für die Familie und wollte die Marke MacRaven Gin auf dem amerikanischen Markt etablieren. Die Entscheidung, Schottland zu verlassen, wurde deshalb weniger als Familienentscheidung und mehr als geschäftliche Notwendigkeit betrachtet. Cayden musste seine Heimat, seine Schule, seine vertraute Umgebung und den alten Familiensitz zurücklassen. Die Familie zog zunächst nach Las Vegas, Nevada, wo sein Vater begann, das amerikanische Standbein des Unternehmens aufzubauen. Für Cayden war die Stadt ein radikaler Gegensatz zu Edinburgh. Die schottischen Steinhäuser, der Nebel und die alten Friedhöfe waren einer grellen, lauten Stadt gewichen, die niemals wirklich zu schlafen schien. Trotzdem nahm er einen Teil seiner alten Heimat mit sich, denn einige Bücher und persönliche Aufzeichnungen durften ihn begleiten.

Auch seine Schulzeit in Las Vegas wurde von diesem Umbruch geprägt. Während Callum schnell Anschluss fand und sich problemlos in das neue Umfeld einfügte, brauchte Cayden deutlich länger, um sich einzuleben. Er war der stille Schüler, der lieber in der Bibliothek saß als auf Partys zu gehen, und dessen Lehrer schnell bemerkten, dass er außergewöhnlich gut schreiben konnte. Besonders im Englischunterricht fiel sein Talent für Geschichten und komplexe Figuren auf. Seine Aufsätze waren häufig düsterer als das, was man von einem Jugendlichen seines Alters erwartete, gleichzeitig aber bemerkenswert detailliert und sprachlich sicher. Ein Lehrer erkannte früh, dass Cayden nicht einfach nur Geschichten schrieb, sondern ein außergewöhnlich gutes Gespür dafür besaß, menschliche Abgründe zu beschreiben.

Während seiner Teenagerjahre begann Cayden, sich intensiver mit dem Schreiben auseinanderzusetzen. Er experimentierte mit Kriminalgeschichten, psychologischen Thrillern und später auch mit Dark Romance. Seine Figuren waren selten eindeutig gut oder böse, sondern bewegten sich meist irgendwo dazwischen. Beziehungen wurden von Macht, Geheimnissen, Schuld und Abhängigkeit geprägt, während Familien in seinen Geschichten häufig an Dingen zerbrachen, die sie jahrelang voreinander verborgen hatten. Vieles davon war Fiktion, doch immer wieder fanden sich darin Elemente seiner eigenen Vergangenheit. Die Geschichte um Alastair tauchte in unterschiedlichen Formen auf, ebenso wie die schwierige Beziehung zwischen zwei Brüdern und die Darstellung eines Vaters, dessen Ehrgeiz langsam alles zerstörte, was ihm eigentlich wichtig sein sollte.

Sein Vater betrachtete diese Entwicklung mit wachsendem Misstrauen. Für ihn war Schreiben keine ernsthafte Beschäftigung und schon gar keine Zukunftsperspektive für einen MacRaven. Cayden sollte lernen, Verantwortung für das Familienunternehmen zu übernehmen und irgendwann seinen Platz innerhalb der Firma einzunehmen. Dass sein Zwillingsbruder Callum sich genau in diese Richtung entwickelte, machte Caydens Situation zusätzlich schwierig. Callum wurde zunehmend zum bevorzugten Sohn seines Vaters, während Cayden immer stärker das Gefühl bekam, nicht in die Familie zu passen. Seine Mutter versuchte, zwischen den unterschiedlichen Persönlichkeiten ihrer Söhne zu vermitteln, doch auch sie hatte längst gelernt, sich dem Willen ihres Ehemannes unterzuordnen. Cayden liebte sie, wusste jedoch gleichzeitig, dass sie ihm niemals den Schutz geben konnte, den er sich als Kind von ihr gewünscht hatte.

Nach seinem Schulabschluss entschied sich Cayden schließlich bewusst gegen eine Zukunft im Familienunternehmen. Er widmete sich zunächst seinem Studium und arbeitete nebenbei an seinen ersten längeren Manuskripten. In dieser Zeit entwickelte er auch eine Leidenschaft für Recherche. Er las alte Zeitungsartikel, studierte historische Dokumente und begann, sich mit der Geschichte seiner eigenen Familie auseinanderzusetzen. Was zunächst nur eine Inspirationsquelle für seine Geschichten gewesen war, entwickelte sich allmählich zu einer regelrechten Obsession. Cayden wollte wissen, was tatsächlich mit Alastair geschehen war. Je mehr er über die Vergangenheit der MacRavens herausfand, desto weniger glaubte er an die offizielle Version seines Todes.

Seine ersten veröffentlichten Werke erschienen schließlich unter dem Pseudonym C. E. Raven. Cayden entschied sich bewusst gegen seinen Familiennamen, weil er seine Bücher unabhängig von der Macht und dem Ruf der MacRavens veröffentlichen wollte. Gleichzeitig war das Pseudonym eine kleine Anspielung auf seinen eigenen Namen und seine Vorliebe für düstere Geschichten. Unter C. E. Raven veröffentlichte er zunächst Kriminalromane und psychologisch geprägte Dark-Romance-Romane, deren Erfolg langsam, aber stetig wuchs. Seine Bücher waren keine leichten Geschichten. Sie handelten von obsessiver Liebe, Verrat, Schuld, Familiengeheimnissen und Menschen, die an ihrer eigenen Vergangenheit zu zerbrechen drohten. Gerade diese düstere Atmosphäre entwickelte sich jedoch zu seinem Markenzeichen.

Mit zunehmendem Erfolg entfernte sich Cayden auch räumlich von seiner Familie. Nach seiner Zeit in Las Vegas zog es ihn schließlich nach Chicago. Die Stadt bot ihm genau das, wonach er gesucht hatte: Anonymität, kulturelle Vielfalt und genügend Distanz zu den MacRavens, ohne dass er sich vollkommen von der Welt zurückziehen musste. Er bezog eine Wohnung in einem ruhigeren Teil der Stadt und richtete sich dort ein Arbeitszimmer ein, das schnell zu seinem wichtigsten Rückzugsort wurde. Zwischen Bücherregalen, alten Notizbüchern, Recherchematerial und mehreren Schreibmaschinen verbrachte er oft ganze Nächte mit seiner Arbeit. Chicago wurde für ihn nicht nur ein neuer Wohnort, sondern der erste Ort, an dem er das Gefühl hatte, sein Leben tatsächlich selbst bestimmen zu können.

Trotz seines Erfolges blieb das Verhältnis zu seiner Familie angespannt. Sein Vater empfand Caydens Bücher zunehmend als Verrat, weil er darin immer wieder Parallelen zur Geschichte der MacRavens erkannte. Cayden hatte nie behauptet, seine Familie direkt zu beschreiben, doch Menschen, die ihn kannten, wussten, woher viele seiner Ideen stammten. Auch Callum blieb eine komplizierte Figur in seinem Leben. Einerseits war Cayden stolz darauf, was sein Bruder erreicht hatte, andererseits erinnerte ihn Callum ständig an den Teil seines Lebens, dem er entkommen wollte. Zwischen ihnen gab es noch immer eine Verbindung, die sich nicht vollständig lösen ließ, doch ebenso wenig gelang es ihnen, die alten Spannungen hinter sich zu lassen.

Je erfolgreicher Cayden als Schriftsteller wurde, desto intensiver beschäftigte er sich mit der Vergangenheit seiner Familie. Für seine Romane recherchierte er nicht nur in öffentlichen Archiven, sondern suchte gezielt nach ehemaligen Mitarbeitern der Destillerie. Er fand alte Geschäftsunterlagen, Briefe und Tagebücher, die über Jahrzehnte in privaten Sammlungen verschwunden gewesen waren. Manche dieser Dokumente enthielten Informationen, die nie Teil der offiziellen Familiengeschichte geworden waren. Cayden begann sich zunehmend zu fragen, ob Alastair tatsächlich dem Wahnsinn verfallen war oder ob sein Urgroßvater etwas entdeckt hatte, das die Familie um jeden Preis geheim halten wollte.

Besonders beunruhigend wurde es, als Cayden während seiner Recherche auf einen alten Brief stieß, der Alastair zugeschrieben wurde. Das vergilbte Papier war beschädigt und an einigen Stellen kaum noch lesbar, doch einzelne Passagen waren deutlich genug, um Caydens Interesse endgültig zu wecken. Darin war von Stimmen im Gemäuer, verborgenen Geheimnissen und Dingen die Rede, die niemals hätten erforscht werden dürfen. Auch der Gin der Familie wurde in einer Weise erwähnt, die Cayden nicht einordnen konnte. Der Brief lieferte keine eindeutigen Antworten, sondern warf lediglich noch mehr Fragen auf. Für Cayden war er trotzdem von unschätzbarem Wert, denn zum ersten Mal besaß er etwas, das darauf hindeutete, dass die Geschichte um Alastair möglicherweise einen wahren Kern hatte.

Seitdem arbeitet Cayden an seinem bislang persönlichsten und dunkelsten Roman. Im Mittelpunkt steht ein alter Familienclan, der über Generationen hinweg von Macht, Alkohol und Geheimnissen zusammengehalten wird. Ein Zwillingspaar steht sich gegenüber, Loyalität wird zu Verrat und ein Familiengeheimnis droht alles zu zerstören, was über Jahrhunderte aufgebaut wurde. Je weiter Cayden schreibt, desto häufiger verschwimmen für ihn die Grenzen zwischen seiner eigenen Vergangenheit und der Geschichte, die er erschafft. Seine Figuren erinnern ihn an Menschen aus seinem Leben, Ereignisse aus dem Roman scheinen sich mit alten Familiengeschichten zu überschneiden und die Gestalt seines Urgroßvaters taucht immer wieder in seinen Träumen auf.

Cayden weiß selbst nicht mehr, ob seine zunehmende Beschäftigung mit Alastair lediglich das Ergebnis jahrelanger Recherche ist oder ob er sich langsam zu sehr in der Vergangenheit verliert. Manchmal glaubt er nachts Stimmen zu hören, obwohl er rational weiß, dass niemand in seiner Wohnung ist. Dann fragt er sich, ob er lediglich zu viel Zeit mit den Geschichten seiner Vorfahren verbracht hat oder ob es tatsächlich Dinge gibt, die sich nicht logisch erklären lassen. Die Erinnerung an Alastairs Schicksal begleitet ihn dabei wie ein Schatten, denn je mehr Cayden über seinen Urgroßvater herausfindet, desto weniger kann er sich davon überzeugen, dass dessen Tod ein gewöhnlicher Unfall gewesen sein soll.

Heute ist Cayden 28 Jahre alt und lebt in Chicago, weit entfernt von der alten Heimat der MacRavens und doch stärker mit ihr verbunden als jemals zuvor. Er hat sich als Schriftsteller unter dem Namen C. E. Raven einen eigenen Ruf aufgebaut und könnte sich eigentlich darauf konzentrieren, seine Karriere weiter auszubauen. Stattdessen ist er besessen davon, die Wahrheit über seine Familie herauszufinden. Er weiß, dass jede weitere Spur ihn tiefer in eine Vergangenheit führt, die sein Vater lieber begraben wissen würde, und dass seine Nachforschungen seine ohnehin brüchige Beziehung zu Callum endgültig zerstören könnten.

Für Cayden ist Schreiben längst mehr als ein Beruf geworden. Es ist seine Möglichkeit, Dinge auszusprechen, über die seine Familie seit Generationen schweigt. Jede Geschichte ist ein Stück Vergangenheit, das er aus den Schatten holt, jede Figur trägt einen Teil seiner eigenen Erfahrungen in sich. Vielleicht wird sein nächstes Buch tatsächlich nur ein Roman bleiben. Vielleicht wird es aber auch die Wahrheit über die MacRavens enthüllen.

Und während irgendwo in Schottland noch immer die alten Mauern der Destillerie stehen und der Name MacRaven Gin für Tradition und Erfolg steht, sitzt Cayden in seiner Wohnung in Chicago über seinen Aufzeichnungen und arbeitet weiter. Vor ihm liegt Alastairs alter Brief, daneben stapeln sich Notizen, Bücher und Dokumente aus einer Vergangenheit, die eigentlich längst abgeschlossen sein sollte. Cayden weiß nicht, was er am Ende seiner Recherche finden wird. Er weiß nur, dass er nicht mehr zurück kann. Denn wenn die Geschichte seiner Familie tatsächlich ein Geheimnis verbirgt, das seit Generationen bewahrt wurde, dann will Cayden derjenige sein, der es ans Licht bringt – selbst wenn die Wahrheit am Ende gefährlicher ist als jede Geschichte, die er jemals geschrieben hat.

02.Gemeinsame Story

Das meiste kannst du natürlich aus meiner Geschichte entnehmen. Mir ist es sehr wichtig das Callum und Cayden Zwillinge sind, sich aber in den letzten Jahren extrem voneinander entfernt haben. Callum ist die Firma sehr wichtig, auch alles was rund um die Familie geschieht. Von Caydens Romanen hält er wenig, auch da er weiß das eben sehr viele Geschichten der Familie darin verarbeitet werden. In der letzten Zeit haben die Brüder sich aus den Augen verloren. Jeder hat damit sein Ding gemacht. Wichtig ist nur das beide nun wieder einen Weg aufeinander zu machen. Immerhin sind beide Familie und als solche sollte man auch eigentlich zusammen halten. Was ihn nun letztlich dazu bringt wieder Kontakt mit Cayden aufzunehmen ist eine freie Entscheidung von dir.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words

Ich bin immer online, kann aber keine feste Aktivität sagen. Es ist immer unterschiedlich und kommt auf mein RL drauf an. Ich versuche natürlich keine langen Wartezeiten entstehen zu lassen, aber sollte es doch mal dazu kommen dann sag ich natürlich Bescheid.

04.Letzte Worte
Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Das wichtigste ist einfach der Spaß an der Rolle und das wir beide einfach schauen wohin der Weg uns führt. Ich jedenfalls liebe es sehr wenn sich Geschichten im Play entwickeln. Ansonsten lege ich großen Wert auf Kommunikation. Wenn also was sein sollte, dann rede mit mir. Ich hab jede Menge Verständnis für das Real Life. Es ist schließlich komplett gnadenlos und kann selten beeinflusst werden. Allerdings setze ich auch eine gewisse Aktivität voraus, da es natürlich keinem etwas bringt wenn du einmal im Monat online kommst. Da sollte natürlich deutlich mehr erfolgen. Meld dich gern wenn du Fragen hast. Ich freu mich sehr auf dich.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Cayden
19.08.2026

⠀⠀⠀
#11

Wanted · your are my father
Aspen Cobain
Suchender

Aspen Cobain

Age24
OccupationShe works for Dima as a jack-of-all-trades.
ResidenceLincoln Avenue / North Side
AffiliationCitizen
Social classLower Class
FaceclaimDove Cameron
01.Short facts
Full nameAspen Cobain
Age24
Sexualityidgaf
OccupationShe works for Dima as a jack-of-all-trades.
ResidenceLincoln Avenue / North Side
AffiliationCitizen
Social classLower Class
FaceclaimDove Cameron

tw: Missbrauch von Jugendlichen, Drogenkonsum,
Tod von Kindern, Suizid und Mord.

1. Akt
Manche Erinnerungen verschwinden mit der Zeit. Andere bleiben so scharf, dass sie selbst Jahre später noch nach feuchter Erde, Pferdefutter und Sommer riechen. Wenn Audrey an ihre Kindheit dachte, fiel ihr nie das Haus als Erstes ein. Es waren Lilys kleinen Hände, die viel zu vorsichtig nach den weichen Nüstern eines Pferdes griffen, als könnte schon eine falsche Bewegung den ganzen Moment zerbrechen. Ihr leises Kichern, wenn der warme Atem über ihre Finger strich. Der Hund, der bellend über die Koppel jagte, während ihr Vater so tat, als hätte er keine Chance, ihn einzuholen. Das Knarren der alten Veranda unter bloßen Füßen. Der Geruch von Apfelkuchen, der durchs geöffnete Küchenfenster zog. Damals fühlte sich jeder Tag an, als würde er morgen einfach wiederkommen. Niemand denkt als Kind darüber nach, dass Erinnerungen irgendwann alles sein könnten, was von einem Zuhause übrig bleibt. Niemand glaubt, dass ein ganzes Leben verschwinden kann, noch bevor man alt genug ist, zu verstehen, weshalb. Eleanor liebte dieses Leben mindestens genauso sehr wie ihre Töchter. Vielleicht war genau das ihr größter Fehler. Liebe kann Menschen vorsichtig machen. Manchmal macht sie sie auch blind. Anfangs waren es nur Kleinigkeiten. Sie zog abends die Vorhänge etwas früher zu. Fragte ihren Mann, ob er wirklich abgeschlossen hatte. Blieb am Fenster stehen, sobald draußen ein Auto langsamer wurde. Es waren Momente, über die man lachte, weil sie am nächsten Morgen schon wieder vergessen waren. Mit den Monaten wurden sie häufiger. Eleanor begann sich umzusehen, bevor sie das Haus verließ. Sie brach Gespräche mitten im Satz ab, weil sie glaubte, draußen etwas gehört zu haben. Hin und wieder nahm sie Audrey und Lily etwas fester in den Arm, als müsste sie sich vergewissern, dass beide noch da waren. Ihr Vater lächelte diese Sorgen fort. Er versprach ihr immer wieder, dass ihnen nichts passieren würde. Dass niemand hinter ihnen her war. Dass sie zuhause waren. Irgendwann reichten seine Worte nicht mehr. Audrey erinnerte sich bis heute an das Ticken der Uhr im Flur. Nicht an die Uhr selbst, nur an dieses Geräusch. Mitten in der Nacht riss Eleanor die Schlafzimmertür auf, flüsterte ihren Töchtern zu, sie sollten keinen Laut machen, und stopfte Kleidung in zwei viel zu kleine Taschen. Lily verstand gar nichts und hielt nur ihre Stoffkatze fest an sich gedrückt. Audrey fragte nach ihrem Vater. Eleanor antwortete nicht. Sie sagte nur: "Wir müssen los." Als Audrey noch einmal zurück zum Fenster lief, sah sie ihn auf der Veranda stehen. Barfuß. Verwirrt. Er rief ihren Namen, doch das Autofenster blieb geschlossen. Sie presste ihre Hand gegen die Scheibe, bis das Haus zwischen den Bäumen verschwand. Damals war sie alt genug, um zu wissen, dass etwas nicht stimmte. Aber noch viel zu jung, um zu begreifen, dass sie ihren Vater nie wiedersehen würde.

2. Akt
Danach begann ein Leben, das sich anfühlte, als würde ständig jemand den Boden unter ihren Füßen austauschen. Kaum hatte Audrey gelernt, welchen Weg sie zur Schule nehmen musste, zog Eleanor weiter. Aus Nachbarn wurden Fremde, aus Freunden flüchtige Erinnerungen und aus ihrem eigenen Namen etwas, das sich jederzeit ändern konnte. Eleanor hatte immer einen Grund. Mal war es sicherer zu gehen, bevor jemand Fragen stellte. Mal durfte niemand erfahren, wo sie lebten. Mal behauptete sie, ihr Vater hätte sie gefunden, obwohl Audrey nie ein Gesicht sah, das ihr bekannt vorkam. Mit den Jahren hörte sie auf nachzufragen. Kinder gewöhnen sich an fast alles, wenn man ihnen lange genug erzählt, dass es normal ist. Also lernte sie, neue Namen auszusprechen, neue Geschichten über sich selbst zu erzählen und sich von Menschen zu verabschieden, noch bevor sie ihnen wirklich nah gekommen war. Nur Lily blieb dieselbe. Nachts lagen sie oft wach, teilten sich schmale Betten in billigen Motels oder Matratzen in Wohnungen, die nie lange ihr Zuhause blieben. Audrey erzählte ihr Geschichten, erfand Welten, in denen sie eines Tages wieder ein Pferd besitzen würden, einen Hund, der inzwischen bestimmt viel zu dick geworden war, und einen Garten, in dem sie nie wieder Koffer packen mussten. Lily glaubte jedes Wort. Vielleicht glaubte Audrey selbst ein kleines bisschen daran. Es war leichter, ihr Hoffnung zu schenken, als zuzugeben, dass sie selbst längst keine mehr hatte. Je älter Audrey wurde, desto deutlicher bemerkte sie, dass ihre Mutter nicht vor etwas davonlief, sondern ständig auf etwas wartete. Eleanor erschrak bei Klingeln an der Tür, beobachtete fremde Autos länger als nötig und wechselte ihre Meinung innerhalb weniger Stunden. An guten Tagen lachte sie mit ihren Töchtern, buk Pfannkuchen und tanzte mit ihnen durch die Küche. An schlechten Tagen zog sie sämtliche Vorhänge zu und sprach kaum ein Wort. Audrey lernte, diese Tage voneinander zu unterscheiden, ohne sie jemals benennen zu können. Sie nahm Lily dann einfach mit nach draußen, setzte sich mit ihr auf einen Bordstein oder in einen Park und wartete, bis ihre Mutter wieder die Frau war, die sie sein konnte. Für Lily wollte sie stark sein. Nicht, weil sie musste, sondern weil sie gar nichts anderes mehr kannte. Sie wurde zur großen Schwester, lange bevor sie alt genug dafür gewesen wäre. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb sie nie bemerkte, wie sehr sie selbst noch ein Kind war. Als Lily starb, blieb die Welt nicht stehen. Genau das war das Schlimmste daran. Die Sonne ging am nächsten Morgen trotzdem auf. Menschen kauften ein, Autos fuhren an den Fenstern vorbei und irgendwo lachte jemand, als wäre nichts geschehen. Audrey verstand nicht, wie das möglich war. Für sie hatte sich die Welt in dem Moment aufgehört zu drehen, als sie ihre kleine Schwester reglos auf dem Boden fand. Alles, was danach kam, fühlte sich an wie ein Leben, das jemand anderem gehörte. Eleanor sprach kaum noch, bewegte sich durch den Alltag wie ein Mensch, der nur noch aus Gewohnheit atmete, und im Haus wurde es so still, dass Audrey manchmal glaubte, Lilys Lachen müsste jeden Moment aus einem anderen Zimmer zurückkehren. Es kam nie zurück.

3. Akt
Mit Lilys Tod verschwand nicht nur das Einzige, woran Audrey sich festgehalten hatte. Er hinterließ auch einen Platz, den niemand mehr füllen konnte. Eleanor versuchte es nicht einmal. Sie funktionierte, weil sie funktionieren musste, doch in ihren Augen lag etwas, das Audrey vorher nie gesehen hatte. Es war, als hätte ihre Mutter einen Teil von sich zusammen mit ihrer jüngsten Tochter begraben. Monate vergingen, vielleicht auch länger. Zeit spielte irgendwann keine Rolle mehr. Irgendwann lernte Eleanor einen Mann kennen. Victor trat in ihr Leben wie jemand, der Ordnung in ein längst zerbrochenes Zuhause bringen wollte. Er sprach ruhig, lächelte viel und behandelte Eleanor mit einer Geduld, die Audrey misstrauisch machte. Sie wusste nicht, weshalb. Vielleicht war es nur dieses Gefühl im Bauch, das sie schon einmal gehabt hatte, bevor ihre Mutter sie mitten in der Nacht aus ihrem alten Leben gerissen hatte. Sie sagte nichts. Schweigen war längst einfacher geworden als Fragen zu stellen. Victor wartete geduldig. Erst als Eleanor ihm vollkommen vertraute, zeigte er sein wahres Gesicht. Audrey sprach mit niemandem darüber. Nicht, weil sie glaubte, dass ihr niemand helfen würde, sondern weil sie längst verlernt hatte, Hilfe überhaupt in Betracht zu ziehen. Sie ertrug es, so wie sie alles ertragen hatte. Tag für Tag. Bis Eleanor eines Abends früher nach Hause kam, als sie es sollte. Was danach geschah, dauerte nur wenige Augenblicke und veränderte trotzdem alles. Audrey sah, wie ihre Mutter Victor erschoss. Sie sah auch, wie Eleanor die Waffe anschließend gegen sich selbst richtete. Es gab keinen Abschiedsbrief, keine Erklärung und keine Antwort auf die Fragen, die Audrey ihr ihr ganzes Leben lang hätte stellen wollen. Mit einem einzigen Schuss verschwanden alle Möglichkeiten, jemals zu erfahren, weshalb sie ihren Vater verlassen hatte, weshalb sie ständig weitergezogen waren und ob die Gefahr, vor der Eleanor ihre Töchter ihr Leben lang beschützen wollte, jemals wirklich existiert hatte. Manche Antworten starben in dieser Nacht mit ihr. Das Jugendheim wurde zu dem Ort, an dem Audrey erwachsen werden musste. Nicht, weil man es von ihr verlangte, sondern weil niemand sonst übrig geblieben war. Sie lernte schnell, dass Gefühle Menschen angreifbar machten. Also versteckte sie ihre hinter einem losen Spruch, einem frechen Grinsen oder genau der richtigen Antwort im falschen Moment. Wer sie nicht zu nah an sich heranließ, konnte sie auch nicht verlieren. Die Erzieher gaben sich Mühe, doch keiner von ihnen konnte ersetzen, was sie längst verloren hatte. Trotzdem gab es dort Menschen, die sie nie wieder vergessen würde. Eine Erzieherin, die sie behandelte, als wäre sie mehr als nur eine Akte. Ein Mädchen, das sich eines Tages schweigend neben sie setzte und nichts weiter tat, als ihre Gesellschaft auszuhalten. Es war das erste Mal seit Lilys Tod, dass Audrey weinte. Nicht laut. Nicht lange. Nur gerade genug, um zu merken, dass irgendwo unter all den Mauern noch etwas in ihr lebte. Als sie das Heim mit achtzehn verließ, nahm sie nichts mit außer einem Rucksack, einer Handvoll Erinnerungen und der Gewissheit, dass Audrey zu einem Menschen gehörte, den es längst nicht mehr gab. Zum ersten Mal gab sie sich selbst einen Namen. Von diesem Tag an war sie Aspen.

4 Akt.
Chicago fühlte sich an wie jeder andere Ort zuvor. Nur größer. Lauter. Gleichgültiger. Aspen hatte keinen Plan, keine Familie und niemanden, der auf sie wartete. Sie schlief dort, wo sie für eine Nacht nicht vertrieben wurde, arbeitete zwischendurch als Kellnerin, schleppte Kisten, putzte, nahm alles an, was irgendwie Geld brachte. Sie kam durch. Gerade so. Manchmal fragte sie sich, ob das schon alles war. Morgens aufstehen, funktionieren und abends in ein Zimmer zurückkehren, das sich nie wie ein Zuhause anfühlte. Das Schlimmste war nicht die Einsamkeit. Es war die Stille. Immer wenn sie einen Moment für sich hatte, war Lily wieder da. Nicht als Erinnerung, sondern so lebendig, dass Aspen beinahe glaubte, ihre Stimme noch hören zu können. Sie dachte an ihre kleinen Hände, an das helle Lachen im Stall, an Versprechen, die sie nie hatte halten können. Je ruhiger es um sie wurde, desto lauter wurde die Vergangenheit. Irgendwann begann sie zu begreifen, weshalb Menschen alles dafür taten, nichts mehr fühlen zu müssen.

Sie lernte ihn an einem Abend kennen, an dem sie eigentlich nur einen warmen Platz zum Sitzen gesucht hatte. Er war freundlich, drängte sich nicht auf und behandelte sie nicht wie jemanden, der bereits verloren war. Als er ihr die erste Tablette in die Hand legte, versprach er nicht, ihr Leben zu verändern. Er sagte nur: "Probier's aus. Vielleicht wird es heute leichter." Aspen wusste, dass sie Nein sagen sollte. Stattdessen schluckte sie sie. Zum ersten Mal seit Jahren wurde es still in ihrem Kopf. Lily verschwand nicht, doch der Schmerz verlor seine Schärfe. Erinnerungen fühlten sich plötzlich weit entfernt an, als würden sie jemand anderem gehören. Es war kein Glück. Es war Frieden. Ein künstlicher, geliehener Frieden, aber zum ersten Mal seit ihrem dreizehnten Lebensjahr konnte sie atmen, ohne das Gefühl zu haben, unterzugehen. Genau das wurde ihre Sucht. Nicht der Rausch. Nicht die Droge selbst. Sondern die wenigen Stunden, in denen sie vergessen durfte, was sie ihr ganzes Leben mit sich herumtrug.

Aus einer Tablette wurden viele. Irgendwann reichten Tabletten nicht mehr. Er blieb die einzige Konstante in ihrem Leben, während alles andere wieder verschwand. Er wurde ihr Dealer, ihre Bezugsquelle und der Mensch, der sie jedes Mal auffing, wenn der Entzug sie zurück in die Realität zwang. Über Jahre machte er sie abhängig, Stück für Stück, bis sie irgendwann nicht mehr wusste, wie sich ein Leben ohne diesen Kreislauf überhaupt anfühlte. Dann änderte sich etwas. Ausgerechnet der Mann, der sie in diese Spirale geführt hatte, begann ihr die Drogen zu verweigern. Er sprach plötzlich von Grenzen und Verantwortung, als könnte man drei verlorene Jahre einfach ungeschehen machen. Aspen hasste ihn dafür. Nicht nur, weil er ihr den Stoff nahm, sondern weil er sich das Recht herausnahm, über einen Schmerz zu entscheiden, den er nie selbst hatte tragen müssen. Trotzdem kam sie immer wieder zu ihm zurück. Nicht aus Vertrauen. Nicht aus Hoffnung. Sondern weil er noch immer der Einzige war, der wusste, wer sie geworden war. Und vielleicht auch der Einzige, der sich noch daran erinnerte, dass es einmal ein Mädchen gegeben hatte, das Audrey hieß.

02.Gemeinsame Story

Es gab Tage, an denen die Erinnerungen Charles fast den Atem raubten. Er sah sich noch immer auf den Stufen der alten Veranda sitzen, die Nachmittagssonne warm im Nacken, während der Geruch von Motoröl und frischem Gras in der Luft lag. Neben ihm saß die kleine Audrey, ganz konzentriert, während er ihre winzigen Finger auf den Saiten seiner Akustikgitarre platzierte, um ihr den ersten einfachen Griff zu zeigen. Nur ein paar Meter weiter gluckste Lily in ihrem bunten Gehfrei, trippelte auf der Holzverkleidung auf und ab und versuchte, dem Hund hinterherzukommen. An jenen Nachmittagen zeigte er Audrey nicht nur Akkorde, sondern nahm sie später mit in die Garage, wo sie mit fettigen Händen neben ihm stand und er ihr geduldig erklärte, wie man an alten Motoren schraubte. Er war ein gütiger, wohlhabender Mann, der seiner Familie die Welt zu Füßen legen wollte und nie etwas Böses im Sinn hatte. Doch dieses ruhige Leben zerbrach von einem Tag auf den anderen. Eleanors Schizophrenie verdrehte ihre Wahrnehmung vollkommen. Urplötzlich sah sie in ihm nicht mehr den liebevollen Vater und Ehemann, sondern blickte ihn an, als stünde der Teufel persönlich vor ihr. In einer ganz gewöhnlichen Nacht riss sie die Töchter aus den Betten und verschwand spurlos.

Vierzehn lange Jahre verstrichen seit jener Nacht. Jahre, in denen Charles keinen Aufwand scheute, um die Spuren seiner Familie im Schlamm der Ungewissheit zu verfolgen. Er setzte sein Vermögen ein, nutzte jeden Einfluss und folgte jeder noch so vagen Fährte. Getrieben von einer unstillbaren Sehnsucht nach Lilys feinem Lachen und den unendlichen Fragen der kleinen Audrey.

Bis zu diesem einen Tag. Die Zeilen in der Lokalzeitung waren kurz gehalten gedruckt. Sie erzählten von häuslicher Gewalt, zwei tödlichen Schüssen auf eine Frau und ihren Lebensgefährten. Darunter der Hinweis auf ein Kind desselben Haushalts, das bereits ein Jahr zuvor verstorben war. Als die Namen und Details in seinen Kopf sickerten, fror die Welt um ihn herum ein. Die grauenhafte Gewissheit über Eleanors, Audreys und Lilys Ende lähmte ihn vollkommen. Der Schmerz zog ihm schlagartig den Boden unter den Füßen weg. In diesem dunklen Nebel aus Trauer entging ihm das entscheidende Detail: Der Artikel erwähnte mit keinem Wort eine zweite Tochter. Überwältigt von der Katastrophe nahm Charles einfach an, dass an jenem Abend sein gesamtes Leben ausgelöscht worden war. Nach außen hin zieht er bis heute die Maske des erfolgreichen, unerschütterlichen Mannes auf. Doch hinter der polierten Fassade bleibt er ein gebrochener Vater. Sie begegneten sich seither nie wieder. Obwohl sie dieselbe kalte Luft in den Häuserschluchten Chicagos atmen, wissen sie nichts voneinander. Sollten sich ihre Wege auf der Straße kreuzen, würde Aspen – früher Audrey – an ihm vorbeigehen. Die traumatischen Jahre, der ständige Schmerz und das harte Überleben auf den Straßen ließen seine Züge in ihren Erinnerungen langsam verschwimmen.

Charles hingegen brauchte nur einen einzigen Sekundenbruchteil. Er würde seine Tochter unter Tausenden herausfiltern. Für ihn bleibt sie unverkennbar. Bestimmte feine Macken aus den Tagen an den alten Motoren prägen ihre Gestik bis heute. Das nervöse Drehen am rechten Ärmel, sobald sie ins Nachdenken gerät. Das kurze Blinzeln, wenn ein plötzliches Geräusch die Stille bricht. All diese kleinen Angewohnheiten überdauerten die Jahre unberührt.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ein gutes Play lebt vom gemeinsamen Fluss und der richtigen Atmosphäre. Zu lange Pausen oder abrupte Szenensprünge reißen einen nur unnötig aus der Stimmung, deshalb achte ich sehr darauf, die Übergänge dicht und spürbar zu halten, damit man richtig in die Welt eintauchen kann.

Ich erwarte von niemandem ein 24/7-Dauerposten. Was mir wirklich am Herzen liegt, ist einfach Zuverlässigkeit und eine ehrliche, entspannte Kommunikation. Wenn der Alltag dazwischengrätscht, der Kopf voll ist oder die Muse mal Pause macht, reicht eine kurze Nachricht völlig aus. So bleibt der Austausch entspannt und macht beiden Seiten nachhaltig Spaß!

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Auch abseits der Familiendynamik gibt es im Forum bereits direkte Anknüpfungspunkte, an die Charles leicht andocken kann:

Da ist zum einen @Elian D. Valmont , der Mann, der Aspen überhaupt erst in die Abhängigkeit getrieben hat. Er war jahrelang ihr Dealer, ihre feste Konstante und die Wurzel ihres Schmerzes. Für Charles bietet er das größte Konfliktpotenzial überhaupt: Sobald der wohlhabende Vater begreift, wer seine Tochter auf dem Gewissen hat, wird Elian zum ultimativen Ziel – sei es durch Charles’ Einfluss, sein Geld oder direkte Konfrontation.

Ein weiterer Teil ihrer Welt ist @Nox Mercer . Er ist auf seine ganz eigene Art irgendwie ein Freund für sie, aber vor allem jemand, der sie und ihre schwierige Art schlichtweg erträgt. Clean wird sie durch ihn zwar nicht, doch er gehört zu ihrem Umfeld. Für Charles könnte Nox eine nützliche Anlaufstelle sein, um unbemerkt Informationen über Aspens Alltag einzuholen – oder schlicht ein Mann, den er mit großem Misstrauen beäugt.

Einen besonders spannenden Berührungspunkt bildet @Dimitrij Bumaschkow . Er hat Aspen von der Straße geholt, allerdings nicht aus reiner Nächstenliebe: Sie schuftet in seiner Werkstatt als Mädchen für alles, um Schulden bei ihm abzutragen. Selbst wenn Dima etwas wie Fürsorge empfindet, verkauft er das stoisch, gefasst und pragmatisch. Für Charles ist die Werkstatt der perfekte Ort, um ins Spiel einzusteigen. Hier trifft sein altes Wissen über Motoren auf Dimas Revier. Ob Charles versucht, Aspens Schulden mit seinen finanziellen Mitteln auszulösen, oder ob sich zwischen den beiden Männern eine zweckmäßige Allianz entwickelt, liegt ganz bei euch.

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Wenn du Lust auf eine tiefgründige, emotionale und düstere Vater-Tochter-Dynamik hast, die von Missverständnissen, Schmerz und unerwarteter Hoffnung lebt, dann bist du hier genau richtig. Charles ist ein vielschichtiger Charakter mit unendlich viel Raum für Entfaltung.

Ich freue mich riesig auf deine Ideen, deinen Schreibstil und darauf, gemeinsam mit dir zu erleben, was passiert, wenn die Vergangenheit uns in den Straßen von Chicago einholt. Lass uns die Geschichte zusammen schreiben ♥

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Aspen
20.08.2026

#12

Wanted · cousin, like a brother, achor since ever
Elijah Carter
Suchender

Elijah Carter

Age24
OccupationContent Creator { twitch & tik tok }
ResidenceChicago
AffiliationThe Inner Circle
Social classUpper Class
FaceclaimYessin Karim
01.Short facts
Full nameElijah Carter
Age24
Sexualitystraight
OccupationContent Creator { twitch & tik tok }
ResidenceChicago
AffiliationThe Inner Circle
Social classUpper Class
FaceclaimYessin Karim

Elijah Carter wurde in Chicago geboren, in eine Familie in der Geld nie eine Rolle spielte. Aufmerksamkeit dagegen schon. Seine Mutter Vivien Carter gehörte damals zu den ersten großen Internetpersönlichkeiten der USA. Nicht diese sterile Influencer-Welt von heute, sondern früher, als Menschen noch das Gefühl hatten jemandem wirklich beim Leben zuzusehen. Sie filmte ihren Alltag, ihre Schwangerschaft, Reisen, Streitigkeiten, Familienmomente. Und als Elijah geboren wurde, wurde er automatisch Teil davon. Es gibt kaum eine Phase seiner Kindheit, die nicht irgendwo im Internet existiert. Millionen Menschen sahen dabei zu, wie er laufen lernte, wie er seine ersten Worte sprach oder mitten in Livestreams irgendwelche Fragen stellte, die seine Mutter regelmäßig zum Lachen brachten. Online nannten ihn fast alle nur „little Eli“. Der Junge mit den großen braunen Augen und diesem schiefen Grinsen, das meistens bedeutete, dass er gleich irgendeinen Unsinn machte. Und genau das mochten die Menschen an ihm. Elijah war kein perfekt inszeniertes Kind. Stattdessen war er laut, chaotisch und viel zu neugierig für die Welt, in der er aufwuchs. Während andere Kinder geschniegelt vor der Kamera saßen, rannte Elijah mit aufgeschlagenen Knien durchs Bild, unterbrach Interviews seiner Mutter oder stellte mitten beim Essen Fragen, die meist unangebracht waren. Für ihn selbst war das alles normal. Kameras gehörten zu seinem Alltag wie bei anderen Fotos fürs private Familienalbum. Wenn seine Mutter das Handy hob, lächelte er automatisch. Wenn Menschen ihn auf der Straße erkannten, dachte er lange das wäre einfach bei jedem Kind so. Erst später verstand er, dass andere Kinder nicht mit Kommentaren über ihr Aussehen, ihre Stimme oder ihre Persönlichkeit groß wurden. Sein Vater Jonathan war das komplette Gegenteil seiner Mutter. Ruhig, kontrolliert und deutlich schwerer greifbar. Er arbeitete in der Finanzwelt, trug immer perfekt sitzende Anzüge und wirkte oft wie jemand, der jedes Problem rational lösen konnte. Trotzdem liebte Elijah ihn sehr und sein Vater war einer der wenigen Menschen, bei denen er nie das Gefühl hatte, performen zu müssen. Trotz allem war Elijahs Kindheit nicht unglücklich. Im Gegenteil, denn seine Eltern liebten ihn sehr. Vielleicht auf unterschiedliche Arten, aber nie halbherzig. Seine Mutter zeigte ihre Liebe laut, offen und manchmal fast zu viel, sein Vater eher in kleinen Dingen. Er brachte Elijah morgens selbst zur Schule, wenn er in Chicago war, erklärte ihm Börsenkurse wie anderen Kindern Fußballregeln und ließ ihn Abends länger wach bleiben, damit sie zusammen alte Filme schauen konnten. Mit elf Jahren bekam Elijah die Diagnose Morbus Crohn. Dieselbe Krankheit, die auch sein Vater hatte. Anfangs verstand Elijah gar nicht richtig, was das bedeutete. Er wusste nur, dass andere Kinder nicht plötzlich tagelang Bauchschmerzen hatten oder mitten im Unterricht Kreislaufprobleme bekamen. Dass Krankenhausbesuche normal wurden. Medikamente auch. Die Krankheit war nie lebensbedrohlich, aber sie veränderte trotzdem vieles. Elijah lernte früh, Beschwerden herunterzuspielen und selbst wenn es ihm schlecht ging, lächelte er weiter. Vielleicht, weil er seine Eltern nicht zusätzlich belasten wollte. Als Elijah dreizehn Jahre alt war, änderte sich alles. Seine Mutter bekam Krebs und anfangs glaubten alle noch, dass sie es schaffen würde. Vivien war immer präsent gewesen, voller Energie und selbst während der ersten Behandlungen machte sie Witze, filmte kleine Momente für Freunde oder versuchte Elijah einzureden, dass alles okay werden würde. Aber irgendwann konnte niemand mehr so tun, als wäre es nur eine schwere Phase. Elijah erinnert sich heute kaum an konkrete Gespräche aus dieser Zeit. Mehr an Gefühle. Das Summen der Geräte im Krankenhaus. Wie dünn seine Mutter plötzlich geworden war. Wie sie irgendwann zu schwach war, um ein langes Gespräch mit ihm zu führen. Er erinnert sich vor allem daran, wie hilflos sein Vater wirkte. Zum ersten Mal in seinem Leben sah Elijah diesen Mann nicht kontrolliert oder stark, sondern einfach nur verzweifelt. Vivien starb wenige Monate später und mit ihr verschwand plötzlich alles, was Elijahs Leben bis dahin ausgemacht hatte. Es gab niemanden mehr, der die Kamera auf ihn richtete und die Accounts wurden stillgelegt. Keine Videos mehr, keine Bilder, keine Interviews. Für die Öffentlichkeit verschwand „little Eli“ praktisch über Nacht. Für Elijah selbst fühlte es sich an, als wäre die Welt einfach weitergelaufen, obwohl seine eigene stehen geblieben war. Die Jahre danach waren schwer. Es war schwer morgens aufzustehen. Schwer in Räume zu gehen, in denen überall Erinnerungen an seine Mutter hingen. Sein Vater arbeitete plötzlich noch mehr als vorher. Nicht, weil ihm Elijah egal gewesen war, sondern weil Arbeit das Einzige war das ihn irgendwie funktionstüchtig hielt. Elijah veränderte sich in dieser Zeit ebenfalls stark. Früher war er offen gewesen, ständig am Reden, immer mitten im Geschehen. Jetzt zog er sich immer häufiger zurück, antwortete knapper, wurde schnell gereizt und ließ kaum noch Menschen richtig an sich ran. Er wusste einfach selbst nicht mehr genau, wohin mit sich selbst. Trotzdem funktionierte er nach außen weiterhin gut. Gute Noten, höfliches Auftreten. Genau das machte es für viele schwer zu verstehen, wie schlecht es ihm teilweise wirklich ging. Mit fünfzehn begann er auf seine ersten Partys mit älteren Freunden zu gehen. Erst kleine Hauspartys von Mitschülern, später größere Feiern mit älteren Jugendlichen aus dieser reichen Chicagoer Szene. Dort trank er zum ersten Mal Alkohol. Nicht sofort exzessiv oder komplett außer Kontrolle. Es war eher ein schleichender Prozess, welcher nicht sofort bemerkt wurde. Mit sechzehn Jahren lernte er auch Menschen kennen, die bis heute an seiner Seite sind. Freunde, die ihn nachts aus Bars nach Hause brachten, wenn er wieder über den Durst getrunken hatte. Leute, die mit ihm stundenlang durch Chicago fuhren, weil Elijah nachts oft nicht schlafen konnte. Menschen, bei denen er nicht „little Eli“ oder irgendein Influencer war, sondern einfach nur Elijah. Und genau diese Leute waren wahrscheinlich der Grund, warum er nie komplett abgestürzt ist. Mit neunzehn Jahren tauchte Elijah wieder online auf. Nach fast sechs Jahren völliger Stille. Kein großes Comebackvideo. Keine Erklärung. Kein emotionales Statement. Nur ein Bild mit schlechter Qualität, zerzausten Haar und einem schwarzen, knittrigen Shirt, welches eigentlich schon längst in die Wäsche gehört hätte und der Caption 'guess who's back'. Mehr brauchte es nicht. Innerhalb weniger Stunden war sein Name wieder überall zu lesen. Menschen erkannten ihn sofort wieder. Dieses ehemalige Internetkind war plötzlich erwachsen geworden, männlicher und attraktiver. Und das Internet liebte genau das. Die Zahlen schossen hoch, Marken meldeten sich, Paparazzi standen plötzlich wieder vor Restaurants oder Events. Für viele war Elijah ein perfektes Comeback, welches für viele nicht auf ihrer Bingokarte stand. Für ihn selbst fühlte es sich manchmal eher an, als würde er langsam wieder in etwas hineingezogen werden, bei dem er nie wirklich freiwillig ein Teil gewesen war und dennoch nahm er all das in Kauf. Über Kontakte seines Vaters kam er schließlich zu seinem ersten Management. Anfangs wirkte alles aufregend. Shootings in Los Angeles. Kampagnen. Reisen. Fashion Weeks und Elijah gewöhnte sich schnell wieder daran, gesehen zu werden. Hinter den Kulissen wurde allerdings vieles kompliziert. Das Management kontrollierte so gut wie alles. Welche Beziehungen öffentlich wurden. Welche Streitigkeiten Aufmerksamkeit brachten. Welche Version von Elijah verkauft werden sollte. In dieser Zeit hatte er auch seine erste richtige Beziehung. Sie war älter als er und arbeitete bei einem Shooting, bei dem sie sich kennenlernten. Für Elijah war sie wahrscheinlich die erste Person seit Jahren, bei der er wirklich das Gefühl hatte, einfach nur er selbst sein zu können. Als die Beziehung später auseinander ging und private Dinge über ihn plötzlich online auftauchten, traf ihn das härter, als er nach außen jemals gezeigt hätte. Danach fiel es ihm schwer, Menschen wirklich zu vertrauen. Mit einundzwanzig Jahren kündigte er schließlich seinen Vertrag und schloss sich kurz darauf The Inner Circle an, in der Hoffnung alles würde besser werden. Dort lernte er auch seine heutige Fake-Freundin Marlee kennen. Die Beziehung begann als reine PR-Idee. Zwei bekannte Gesichter, perfekte Außenwirkung, gute Zahlen. Privat wurde daraus allerdings nie wirklich Liebe. Dafür verstanden sie sich auf eine andere Art viel zu gut. Irgendwann vertraute sie ihm an, dass sie sich wahrscheinlich mehr zu Frauen hingezogen fühlte als zu Männern und Elijah war einer der wenigen Menschen, bei denen sie nie Angst haben musste dafür verurteilt zu werden. Heute spielen sie ihre Rollen nach außen trotzdem perfekt. Gemeinsame Bilder, Interviews, Events. Das Internet liebt ihre Beziehung. Hinter den Kameras sitzen sie dagegen oft einfach zusammen irgendwo auf dem Balkon vom Inner Circle Haus, reden über ihre Familien oder machen sich über absurde Gerüchte lustig. Elijah wirkt auf viele Menschen charmant, spontan, offen. Einer dieser Menschen, die jeden Raum sofort einnehmen können, ohne sich wirklich Mühe zu geben. Aber wer ihn länger kennt, merkt schnell, dass vieles davon ein selbstentworfener Mechanismus ist. Elijah hat sein ganzes Leben damit verbracht, sich uns sein Auftreten zu perfektionieren. Erwartungen zu erfüllen. Menschen eine Version von sich zu zeigen, die einfacher zu lieben ist als die echte. Doch die Menschen, welche ihm wirklich nahe stehen wissen, dass in ihm mehr kaputt ist, als es auf den ersten Blick scheint.

02.Gemeinsame Story

Wir sind zwar keine Geschwister, aber wurden schon wahnsinnig oft für welche gehalten. Wir sind zusammen in der Oberschicht groß geworden und eigentlich sind wir tatsächlich wie Brüder, nur mit unterschiedlichen Eltern. Als Kinder haben wir zusammen die Familienurlaube verbracht, Weihnachten, alle Geburtstage und eigentlich warst du immer der Anker den ich auch im Leben gebraucht habe. Da du selbst so gar nicht viel mit Social Media am Hut hast, kannst du die Dinge immer sehr neutral und rational betrachten und warst auch hier in der schwersten Zeit die Person, die mich am aller meisten gestützt hat. Auch heute noch sagst du offen deine Meinung zu meinem Job, sagst was du über meine Posts denkst, ganz gleich ob positiv oder negativ aber am Ende bist du vor allem eine krasse Vertrauensperson für mich.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words

Recht aktiv, ich versuche zumindest GBs und Chats zügig und beinahe täglich zu beantworten. Plays können auch gerne mal warten.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Definitiv meinen besten Freund @Noah Brooklyn Jones , ansonsten vermutlich auch @Daisy Jane Calloway und @Marlee Meadows

Probepost
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Letzte Worte

Hau nicht gleich wieder ab, such dir weitere Kontakte und gestalte deinen Charakter so wie es dir am besten gefällt. Sei etwas aktiv und hab einfach Bock. See ya!

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Elijah
23.08.2026

zuletzt bearbeitet 23.08.2026 12:22(+0200)
#13

Wanted · oldest brother
Sutton Claire Laurent
Suchender

Sutton Claire Laurent

Agetwentythree
Occupationstudent [Business & Aerospace Engineering]
Residencechicago
AffiliationThe Privé
Social classUpper Class
Faceclaimsadie sink
01.Short facts
Full nameSutton Claire Laurent
Agetwentythree
Sexualitystraight
Occupationstudent [Business & Aerospace Engineering]
Residencechicago
AffiliationThe Privé
Social classUpper Class
Faceclaimsadie sink

Hast du dich jemals gefragt, was du alles tun würdest, wenn du eine zweite Chance auf ein neues Leben erhältst? Wenn alles, wovon du immer geträumt hast, auf einmal greifbar ist? Was würdest du tun?

Dein Leben beginnt ziemlich ereignislos, denn du wirst als letztes Kind in eine Familie hinein geboren, in der man nie nach etwas fragen musste — es gab ausnahmslos alles in beinah verschwenderischer Übermenge. Der Name Laurent hat nicht nur Türen, sondern wortwörtlich den Himmel eröffnet; maßgebender Marktführer, wenn es um die Entwicklung modernster Luftfahrttechnologie, hochpräziser Flugzeugkomponenten und exklusiver Aviationlösungen geht. Privatjets wurden mehr gesammelt als Luxuswagen, um auch nach außen hin zu zeigen, dass man hinter der eigenen Marke stand. Aber mit dem öffentlichen Anblick, mit diesem Privileg für das andere Sterben würden, kamen auch Erwartungen. Und entgegengesetzt der Erwartungen, so warst du doch körperliche die Schwächste, erfülltest du alle Erwartungen. Zeitweise sogar mit solch einer Leichtigkeit, weshalb dich Silas und Sloane damit nur zu gerne aufgezogen haben. Einen Streber musste es bei Drillingen doch immer geben, nicht wahr? Du warst die Tochter, die man perfekt präsentieren konnte. Die wusste, wie man sich der Etikette anpasste, wie man höflich lächelte, ohne das es zwanghaft aussah. Und vielleicht war auch genau das der Grund, wieso niemand deinen Wandel verstand. Wie aus Sonnenschein nichts anderes als allesverschlingende Dunkelheit werden konnte.

Die Geschichte deiner Familie war besser getaktet als ein Schweizer Uhrwerk. Sullivan war als Erstgeborener dafür verantwortlich, jegliche Verantwortung zu übernehmen — für das Unternehmen, aber auch stellvertretend für die Geschwister. Und doch war es Savannah, deine große Schwester, die immer ein wenig erwachsener als jeder andere wirkte, aber gerne von den Eltern übersehen wurde. Und dann gab es da noch.. euch. Silas, Sloane und dich. Die Drillinge, die beinah alle zeitgleich auf die Welt gekommen waren und vom ersten Schrei im Kreissaal eine Verbindung hatten, die sich nie gänzlich greifen oder erklären ließ.
Während Silas immer derjenige war, der sich schützend vor seine gleichaltrigen Schwestern stellte, war Sloane schon immer die unermüdliche Energie des Trios. Und du? Du warst die Ruhe in dem Sturm beider; aber du warst weder schüchtern, noch unsicher. Während Silas und Sloane im hiesigen Garten fangen spielten, sahst du nicht zu selten von der Terrasse aus zu. Nicht, weil du nicht mitspielen wolltest, aber weil du zu schnell außer Atem warst. Weil du dazu bestimmt warst, vorsichtiger sein zu müssen, was nicht zuletzt dazu führte, dass du mit Intelligenz und Attitude überzeugen musstest. Der angeborene Herzfehler war abzusehen, war es doch herkömmlich, dass bei einer Drillingsgeburt einer der Drillinge schwächer war. Und das Schicksal entschied sich einfach dazu, deine Kindheitstage mit bedeutend vielen Arztterminen, Untersuchungen und Regeln zu füllen: Keine Überanstrengungen, früh erprobte Achtsamkeit, lernen, auf die Signale deines Körpers zu hören. Als Kind hast du dich schwer getan, all das in seinem Fundament zu verstehen, aber du hast die Angst deiner Familie gespürt. Wie Silas einen Beschützerinstinkt entwickelte, der dich auf kurz oder lang wahnsinnig machen würde. Wenn du zu lange mit Sloane gespielt hast, war er derjenige, der dich an Ruhepausen erinnerte. Sloane wiederum war das genaue Gegenteil.. sie nahm deine Krankheit nicht ernst. Nicht etwa, weil es ihr egal war, sondern weil sie sich schlichtweg weigerte dich als krankes Kind anzusehen. Sie versuchte sicherzustellen, dass in einem Netz, in dem nur Entscheidungen über dich anstatt mit dir getroffen worden sind, du in solch kleinen Momenten zumindest Mitspracherecht hast.

Dadurch, dass du körperlich aufgrund des schwachen Herzens eingeschränkt bist, passt du dich immer mehr der Rolle der Vorzeigetochter an. Du kannst körperlich vielleicht nicht glänzen, aber dafür zahlst du mit Verstand und Überzeugung. Du bist diszipliniert und gehst nahtlos in die Gesellschaft über, die man für dich auserwählt hat. Du verstehst dich richtig zu verhalten, du wirst herzlich und doch ziemlich früh in die geschäftlichen Essen eingeschleust, wenngleich auch vorerst als stiller Beobachter. Du lernst stundenlang Smalltalk zu führen, obwohl du dir innerlich den Revolver schon an die Schläfe legst. Aber du bist nun mal die Vorzeigetochter, und wann immer deine Eltern dich vorstellen, klingt es beinah wie eine Bewerbung: Sutton Laurent, ihr jüngster Drilling. Die hauseigene Erfolgsgeschichte — etwas, worüber du nicht einmal unglücklich bist. Nein, es erfüllt dich einerseits mit dem blanken Gefühl von Stolz und dein Ehrgeiz wird geweckt mehr als das zu erreichen. Hast du als Kind immer davon geträumt, Astronautin zu werden, so wolltest du dir jetzt lieber etwas eigenes im Familienunternehmen aufbauen.

Und auch wenn Silas und Sloane dich damit nur noch mehr aufziehen, belächelst du es nur. Du kannst nicht wie Silas dem Traum von Eishockey nachgehen, du kannst nicht wie Sloane eine anmutige Tänzerin werden, das macht dein Herz nicht mit. Du kannst zwar auch noch lange nicht mit dem Können von Sullivan mithalten, aber du lernst ordentlich von Savannah. Und trotz der Dynamik war es Sloane, die dir auch jetzt am nächsten war. Nicht, weil immer alles harmonisch war.. nein, eher das Gegenteil. Ihr streitet euch wegen den banalsten Dingen; Kleidern, Jungs, Partys, diese (laut Sloane) ätzenden Familienregeln. Aber am Ende war es immer wieder Sloane, die dich deine Einschränkung vergessen ließ; bei der du mehr Mensch als Krankheit warst. Sie ist der Impuls, der dich auch mal dazu verleitet, Chaos anzunehmen und zu erforschen, als immer nur dem Regelwerk zu folgen. Wenn du noch nachdenkst, hat sie längst gehandelt. Nicht zu selten zu dem Leidwesen von Silas, der zeitgleich dein größter Beschützer aber auch Gegner ist: Denn während Slo dich dazu bringt, deine Grenzen gelegentlich auszutesten, versucht Silas ständig, sie für dich zu definieren.

Du hast die Highschool mit Bravour bestanden und dich schnell für ein Studium im Bereich Business & Aerospace Engineering entschieden. Du hast deinen festen Freundeskreis und ein umfassend vertrautes Verhältnis mit deinen Geschwistern, und auch deine Eltern sehen dich weiterhin als wertvolles Mitglied der Familie als auch Gesellschaft an. Dein Leben verläuft bisher ziemlich gut, oder nicht? Dein Herz funktioniert noch, auch wenn es unausgesprochen im Raum steht, dass es irgendwann ersetzt werden muss. Dir ist auch bewusst, dass es nicht einfach ist auf eine Transplantationsliste nach oben zu rutschen, aber als du mit einem Mal im Krankenhaus wach wirst und dich vor Schmerzen kaum bewegen kannst, verstehst du gar nicht, wo du bist. Mühsam greifst du dir an die Brust, und fühlst frisches Narbengewebe unter deinen Fingern. Dein Kopf dröhnt und Bilder spielen sich ungefiltert vor deinem geistigen Auge ab, die du zuerst nicht in Zusammenhang bringen kannst. Sloane, die Party, ihr hattet beide getrunken. Silas wollte euch abholen, aber er war nie aufgetaucht, also versicherte Sloane dir, dass sie noch fahrtüchtig war. Ihr hattet diskutiert, du hattest etliche Male nachgefragt, aber du hast ihr vertraut, also warst du eingestiegen. Und jetzt war es nicht der Autositz, auf den dein Hintern lag, sondern ein.. Krankenhausbett. Und als du um dich herum blickst, konntest du sie nicht finden. Wo war Sloane? Und wieso fühlte sich dein Körper so.. anders an? Irgendetwas war fremd, und damit meintest du nicht die Nähte auf deiner Brust. Es war eher das, was darunter war.. dein Herz. Es fühlte sich so falsch stark an. Kurzerhand standen Sullivan und Savannah in deinem Zimmer, und trotz der betörenden Benommenheit und dem endlosen Pochen in deinem Kopf hattest du nur eine Frage: Wo war Sloane? Du merkst, wie sie versuchen deiner Frage zu umgehen, aber du antwortest auf nichts. Es gibt immer nur drei Worte, die du wiederholst wie ein Mantra. Wo ist Sloane? Aber als auch Silas hinzukam und dich kaum ansehen konnte, wusstest du es. Du erinnerst dich an quietschende Reifen, an den Geruch von auslaufendem Benzin, auf kaputtes Metall. Dem Geschmack von Blut, und diese allesverschlingende Dunkelheit. Aber als sie es aussprachen, war es schlimmer als jeglicher Schmerz, der Beweis dafür war, dass du noch lebtest: Sloane war tot. Sie hatte es im Gegensatz zu dir nicht überlebt. Und solltest du bis hier hin denken, dass das der schlimmste Teil war an der Geschichte, so wusstest du noch lange nicht, welche Bürde Sullivan für dich auf sich genommen hatten; und welche dunklen Geister seither auch Silas heimsuchen würden.

Es kostete Wochen auf der Intensivstation, dann noch die Rehabilitation und etliche Nachsorgeuntersuchungen — letzteres kanntest du immerhin aus der Kindheit, nur das dieses Mal Sloane fehlte, die dir trotz der ausdrücklichen Warnungen der Ärzte so viel Eis besorgte, wie du nur so schnell verschlingen konntest. Nein, dieses Mal warst du allein, auch wenn sich wieder alle Augen auf dich richteten. Die Ärzte und Medien sprachen von einer zweiten Chance und dem einschneidenden Verlust einer geliebten Seele. Aber niemand verstand, was das mit dir machte. Du trauerst, selbstverständlich, wirst heimgesucht von Schuldgefühlen. Es fällt dir zuerst schwer überhaupt in ein Auto zu steigen, du hörst dir krampfhaft alte Sprachnachrichten an, um ihre Stimme nicht zu vergessen. Du fragst dich still, wieso du überlebt hast, wenn du doch von den Drillingen wenn überhaupt dazu bestimmt warst, früh zu sterben. Wieso Sloane? Du warst dein Leben lang vorsichtig und was hatte dir das gebracht? Und das war der Moment, als der Sonnenschein dem Schatten wich. Du hast dein ganzes Leben lang damit verbracht, auf deinen Körper zu hören, aufzupassen, Regeln zu befolgen. Du hast brav deine Medikamente genommen, nicht zu viel getobt, du warst schlichtweg vernünftig. Du hast die Sommer in Frankreich, der Herkunft deiner Familie, verkürzt um passend für Untersuchungen wieder im Lande zu sein. Und dennoch standest du in schwarz gekleidet auf der Beerdigung deines Drillings.

Es hat langsam begonnen — erst hattest du dich verschanzt, Verabredungen abgesagt, Menschen gemieden. Nur um dann planlos rauszugehen, zu feiern, das zu leben, wofür Sloane gestanden hat. Zu tanzen, wie sie es sonst tat. Du probierst Dinge aus, die du früher niemals gemacht hättest (kam hier der Zugang zu The Privé und Cloud Nine doch nur gelegen) und irgendwann beginnst du bewusst Risiken einzugehen. Nicht, weil du sterben möchtest aber weil du das Gefühl hast, dass du nach Sloanes Tod endlich selbst entscheiden musst, was dein Leben wert ist. Für sie, als auch für dich. Das Verhältnis mit Silas wird komplizierter, weil er mehr klammert, während du mehr Freiheit forderst.

Heute bist du 23 und ein Widerspruch auf zwei Beinen. Du hast noch immer diese perfekte Ausstrahlung, weißt dich situationsbedingt dem Umfeld anzupassen, aber sobald die Vorhänge sich zuziehen, ist kaum etwas von der Scharade übrig. Du bist impulsiver, rücksichtsloser. Du provozierst regelrecht und überschreitest klare Grenzen. Du kannst nicht mehr akzeptieren dich von Angst und Medizin leiten zu lassen, wenn es dich bereits alles gekostet hat. Und der Muskel, der dafür sorgt, dass du all das erleben kannst, wird schlussendlich zur Hiobsbotschaft — denn wieso kann dich Sullivan nicht mehr ansehen ohne dabei auszuschauen, als würde er sich dafür schämen, dass du noch lebst? Wieso wich Silas der Frage aus, woher auf einmal so schnell ein Herz zur Verfügung stand?

Du weißt noch nicht, dass dein neues Leben mit einer Entscheidung begonnen hat, die niemals hätte getroffen werden dürfen. Und du weißt noch nicht, dass irgendwann jemand vor deiner Familie stehen wird und die Frage stellt, die alles zerstören könnte: Wisst ihr eigentlich, wessen Leben ihr für ihres genommen habt?

02.Gemeinsame Story

Noch während deine kleinen Kinderhände das erste Mal einen Stift in der Hand hielten, wusstest du, mit welch einer Verantwortung du die Feder mal führen würdest - als Erstgeborener war es dir in die Wiege gelegt worden, dass du Verantwortung tragen würdest. Du musstest du früh lernen Entscheidungen zu treffen, Menschen zu beeinflussen und dich in einer Gesellschaft einzufinden, die versuchte dich zu formen. Aber dein Ziel war immer mehr als das, du wolltest derjenige sein, der mit am Tisch die Regeln bestimmte, anstatt sie auferlegt zu bekommen. Zum Glück ließ dich dein Charisma nie im Stich - auch nicht dann, als du erstmalig deinen Einfluss dazu genutzt hattest, nicht nur dich selber weiterzubringen. Als Suttons Herz nachgeben wollte, und es entweder ein neues Herz geben musste oder noch eine tote Schwester, war es für dich klar, dass du keinen Handlungsspielraum mehr hattest. Du sahst dich regelrecht dazu gezwungen, etwas zu unternehmen, also hast du deine Verbindungen spielen lassen und das einzige, verfügbare Herz gekauft. Manipulation war schon immer eine deiner Stärken, aber das du damit jemand anderen um sein Leben brachtest, war dir nicht bewusst. Erst dachtest du dir, dass jemand sich einen Streich mit dir erlaubte, als du anonyme Briefe bekamst; Buchstaben ausgeschnitten aus alten Zeitungen, die ihm nur mitteilten, dass man wissen würde, was er getan hatte. Ziemlich vage, keine genaue Anklage. Aber über die Wochen und Monate wurden die Drohungen immer klarer und deutlicher, und damit stand fest: Jemand wusste, was du getan hattest. Mit jedem weiteren Brief wirst du gereizter, misstrauischer und irgendwann auch paranoid. Du weißt nicht mehr, wem du vertrauen kannst und allmählich hast du das Gefühl, dass die Gefahr überall lauerte, und nicht mehr nur in deinem Kopf.

⸻ Die Beziehung von Sully und Sutton stelle ich mir als wirklich besonders vor; eigentlich beinah so, dass sie seine Schwachstelle darstellt. Dennoch blickt er sie mittlerweile so an, als würde er sich fast schämen, dass sie noch lebt, was sie in ihren Fehltritten nur bestärkt. Sie streiten sich lautstark, weil er ihr Vorwürfe macht sie wüsste ja gar nicht was die Familie alles für ihr Überleben geopfert habe, was er alles geopfert habe, aber die Standardantwort ist immer nur, dass sie niemanden darum gebeten hat. Wie paranoid oder psychisch krank er schlussendlich wirklich wird, ist dir überlassen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass er Silas eingeweiht hat, dass er das Herz auf illegalem Weg ergattert hat, ob er dabei weitere Details genannt hat, bleibt dir offen. Wie er dann schlussendlich sonst zu Silas und Savannah steht und ob gerade gegenüber Letzterer ggf. auch ein gesundes Maß an Konkurrenzdenken herrscht, ist dir überlassen.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

almost daily, preferably over phone. posting frequently & in german as well as english. [englisch ist kein muss, deutsch ist genauso fine. <3]

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Es gibt bereits weiteren familiären Anschluss in Form eines Cousins, außerdem sind die Laurents auf jeden Fall Teil von The Privé, sodass sich hier auch Kontakte finden lassen. Ansonsten eben die Familien- und Kindheitsfreunde von Sutton, aber du solltest dir noch immer dein eigenes Netzwerk aufbauen. ♡

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Hab einfach Spaß an der Idee (und bevorzugt an emotionalem Drama), und bring auch gerne eigene Ideen an. Ich bin echt ne sehr spontane Person, lasse mich beim Posten nicht stressen, mache dies somit auch nicht im Gegensatz. Ansonsten heißt die goldene Regel ganz einfach: Immer offen und transparent miteinander sprechen. ♡

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Sutton
22.08.2026


#14

Wanted · triplet [third triplet is dead]
Sutton Claire Laurent
Suchender

Sutton Claire Laurent

Agetwentythree
Occupationstudent [Business & Aerospace Engineering]
Residencechicago
AffiliationThe Privé
Social classUpper Class
Faceclaimsadie sink
01.Short facts
Full nameSutton Claire Laurent
Agetwentythree
Sexualitystraight
Occupationstudent [Business & Aerospace Engineering]
Residencechicago
AffiliationThe Privé
Social classUpper Class
Faceclaimsadie sink

Hast du dich jemals gefragt, was du alles tun würdest, wenn du eine zweite Chance auf ein neues Leben erhältst? Wenn alles, wovon du immer geträumt hast, auf einmal greifbar ist? Was würdest du tun?

Dein Leben beginnt ziemlich ereignislos, denn du wirst als letztes Kind in eine Familie hinein geboren, in der man nie nach etwas fragen musste — es gab ausnahmslos alles in beinah verschwenderischer Übermenge. Der Name Laurent hat nicht nur Türen, sondern wortwörtlich den Himmel eröffnet; maßgebender Marktführer, wenn es um die Entwicklung modernster Luftfahrttechnologie, hochpräziser Flugzeugkomponenten und exklusiver Aviationlösungen geht. Privatjets wurden mehr gesammelt als Luxuswagen, um auch nach außen hin zu zeigen, dass man hinter der eigenen Marke stand. Aber mit dem öffentlichen Anblick, mit diesem Privileg für das andere Sterben würden, kamen auch Erwartungen. Und entgegengesetzt der Erwartungen, so warst du doch körperliche die Schwächste, erfülltest du alle Erwartungen. Zeitweise sogar mit solch einer Leichtigkeit, weshalb dich Silas und Sloane damit nur zu gerne aufgezogen haben. Einen Streber musste es bei Drillingen doch immer geben, nicht wahr? Du warst die Tochter, die man perfekt präsentieren konnte. Die wusste, wie man sich der Etikette anpasste, wie man höflich lächelte, ohne das es zwanghaft aussah. Und vielleicht war auch genau das der Grund, wieso niemand deinen Wandel verstand. Wie aus Sonnenschein nichts anderes als allesverschlingende Dunkelheit werden konnte.

Die Geschichte deiner Familie war besser getaktet als ein Schweizer Uhrwerk. Sullivan war als Erstgeborener dafür verantwortlich, jegliche Verantwortung zu übernehmen — für das Unternehmen, aber auch stellvertretend für die Geschwister. Und doch war es Savannah, deine große Schwester, die immer ein wenig erwachsener als jeder andere wirkte, aber gerne von den Eltern übersehen wurde. Und dann gab es da noch.. euch. Silas, Sloane und dich. Die Drillinge, die beinah alle zeitgleich auf die Welt gekommen waren und vom ersten Schrei im Kreissaal eine Verbindung hatten, die sich nie gänzlich greifen oder erklären ließ.
Während Silas immer derjenige war, der sich schützend vor seine gleichaltrigen Schwestern stellte, war Sloane schon immer die unermüdliche Energie des Trios. Und du? Du warst die Ruhe in dem Sturm beider; aber du warst weder schüchtern, noch unsicher. Während Silas und Sloane im hiesigen Garten fangen spielten, sahst du nicht zu selten von der Terrasse aus zu. Nicht, weil du nicht mitspielen wolltest, aber weil du zu schnell außer Atem warst. Weil du dazu bestimmt warst, vorsichtiger sein zu müssen, was nicht zuletzt dazu führte, dass du mit Intelligenz und Attitude überzeugen musstest. Der angeborene Herzfehler war abzusehen, war es doch herkömmlich, dass bei einer Drillingsgeburt einer der Drillinge schwächer war. Und das Schicksal entschied sich einfach dazu, deine Kindheitstage mit bedeutend vielen Arztterminen, Untersuchungen und Regeln zu füllen: Keine Überanstrengungen, früh erprobte Achtsamkeit, lernen, auf die Signale deines Körpers zu hören. Als Kind hast du dich schwer getan, all das in seinem Fundament zu verstehen, aber du hast die Angst deiner Familie gespürt. Wie Silas einen Beschützerinstinkt entwickelte, der dich auf kurz oder lang wahnsinnig machen würde. Wenn du zu lange mit Sloane gespielt hast, war er derjenige, der dich an Ruhepausen erinnerte. Sloane wiederum war das genaue Gegenteil.. sie nahm deine Krankheit nicht ernst. Nicht etwa, weil es ihr egal war, sondern weil sie sich schlichtweg weigerte dich als krankes Kind anzusehen. Sie versuchte sicherzustellen, dass in einem Netz, in dem nur Entscheidungen über dich anstatt mit dir getroffen worden sind, du in solch kleinen Momenten zumindest Mitspracherecht hast.

Dadurch, dass du körperlich aufgrund des schwachen Herzens eingeschränkt bist, passt du dich immer mehr der Rolle der Vorzeigetochter an. Du kannst körperlich vielleicht nicht glänzen, aber dafür zahlst du mit Verstand und Überzeugung. Du bist diszipliniert und gehst nahtlos in die Gesellschaft über, die man für dich auserwählt hat. Du verstehst dich richtig zu verhalten, du wirst herzlich und doch ziemlich früh in die geschäftlichen Essen eingeschleust, wenngleich auch vorerst als stiller Beobachter. Du lernst stundenlang Smalltalk zu führen, obwohl du dir innerlich den Revolver schon an die Schläfe legst. Aber du bist nun mal die Vorzeigetochter, und wann immer deine Eltern dich vorstellen, klingt es beinah wie eine Bewerbung: Sutton Laurent, ihr jüngster Drilling. Die hauseigene Erfolgsgeschichte — etwas, worüber du nicht einmal unglücklich bist. Nein, es erfüllt dich einerseits mit dem blanken Gefühl von Stolz und dein Ehrgeiz wird geweckt mehr als das zu erreichen. Hast du als Kind immer davon geträumt, Astronautin zu werden, so wolltest du dir jetzt lieber etwas eigenes im Familienunternehmen aufbauen.

Und auch wenn Silas und Sloane dich damit nur noch mehr aufziehen, belächelst du es nur. Du kannst nicht wie Silas dem Traum von Eishockey nachgehen, du kannst nicht wie Sloane eine anmutige Tänzerin werden, das macht dein Herz nicht mit. Du kannst zwar auch noch lange nicht mit dem Können von Sullivan mithalten, aber du lernst ordentlich von Savannah. Und trotz der Dynamik war es Sloane, die dir auch jetzt am nächsten war. Nicht, weil immer alles harmonisch war.. nein, eher das Gegenteil. Ihr streitet euch wegen den banalsten Dingen; Kleidern, Jungs, Partys, diese (laut Sloane) ätzenden Familienregeln. Aber am Ende war es immer wieder Sloane, die dich deine Einschränkung vergessen ließ; bei der du mehr Mensch als Krankheit warst. Sie ist der Impuls, der dich auch mal dazu verleitet, Chaos anzunehmen und zu erforschen, als immer nur dem Regelwerk zu folgen. Wenn du noch nachdenkst, hat sie längst gehandelt. Nicht zu selten zu dem Leidwesen von Silas, der zeitgleich dein größter Beschützer aber auch Gegner ist: Denn während Slo dich dazu bringt, deine Grenzen gelegentlich auszutesten, versucht Silas ständig, sie für dich zu definieren.

Du hast die Highschool mit Bravour bestanden und dich schnell für ein Studium im Bereich Business & Aerospace Engineering entschieden. Du hast deinen festen Freundeskreis und ein umfassend vertrautes Verhältnis mit deinen Geschwistern, und auch deine Eltern sehen dich weiterhin als wertvolles Mitglied der Familie als auch Gesellschaft an. Dein Leben verläuft bisher ziemlich gut, oder nicht? Dein Herz funktioniert noch, auch wenn es unausgesprochen im Raum steht, dass es irgendwann ersetzt werden muss. Dir ist auch bewusst, dass es nicht einfach ist auf eine Transplantationsliste nach oben zu rutschen, aber als du mit einem Mal im Krankenhaus wach wirst und dich vor Schmerzen kaum bewegen kannst, verstehst du gar nicht, wo du bist. Mühsam greifst du dir an die Brust, und fühlst frisches Narbengewebe unter deinen Fingern. Dein Kopf dröhnt und Bilder spielen sich ungefiltert vor deinem geistigen Auge ab, die du zuerst nicht in Zusammenhang bringen kannst. Sloane, die Party, ihr hattet beide getrunken. Silas wollte euch abholen, aber er war nie aufgetaucht, also versicherte Sloane dir, dass sie noch fahrtüchtig war. Ihr hattet diskutiert, du hattest etliche Male nachgefragt, aber du hast ihr vertraut, also warst du eingestiegen. Und jetzt war es nicht der Autositz, auf den dein Hintern lag, sondern ein.. Krankenhausbett. Und als du um dich herum blickst, konntest du sie nicht finden. Wo war Sloane? Und wieso fühlte sich dein Körper so.. anders an? Irgendetwas war fremd, und damit meintest du nicht die Nähte auf deiner Brust. Es war eher das, was darunter war.. dein Herz. Es fühlte sich so falsch stark an. Kurzerhand standen Sullivan und Savannah in deinem Zimmer, und trotz der betörenden Benommenheit und dem endlosen Pochen in deinem Kopf hattest du nur eine Frage: Wo war Sloane? Du merkst, wie sie versuchen deiner Frage zu umgehen, aber du antwortest auf nichts. Es gibt immer nur drei Worte, die du wiederholst wie ein Mantra. Wo ist Sloane? Aber als auch Silas hinzukam und dich kaum ansehen konnte, wusstest du es. Du erinnerst dich an quietschende Reifen, an den Geruch von auslaufendem Benzin, auf kaputtes Metall. Dem Geschmack von Blut, und diese allesverschlingende Dunkelheit. Aber als sie es aussprachen, war es schlimmer als jeglicher Schmerz, der Beweis dafür war, dass du noch lebtest: Sloane war tot. Sie hatte es im Gegensatz zu dir nicht überlebt. Und solltest du bis hier hin denken, dass das der schlimmste Teil war an der Geschichte, so wusstest du noch lange nicht, welche Bürde Sullivan für dich auf sich genommen hatten; und welche dunklen Geister seither auch Silas heimsuchen würden.

Es kostete Wochen auf der Intensivstation, dann noch die Rehabilitation und etliche Nachsorgeuntersuchungen — letzteres kanntest du immerhin aus der Kindheit, nur das dieses Mal Sloane fehlte, die dir trotz der ausdrücklichen Warnungen der Ärzte so viel Eis besorgte, wie du nur so schnell verschlingen konntest. Nein, dieses Mal warst du allein, auch wenn sich wieder alle Augen auf dich richteten. Die Ärzte und Medien sprachen von einer zweiten Chance und dem einschneidenden Verlust einer geliebten Seele. Aber niemand verstand, was das mit dir machte. Du trauerst, selbstverständlich, wirst heimgesucht von Schuldgefühlen. Es fällt dir zuerst schwer überhaupt in ein Auto zu steigen, du hörst dir krampfhaft alte Sprachnachrichten an, um ihre Stimme nicht zu vergessen. Du fragst dich still, wieso du überlebt hast, wenn du doch von den Drillingen wenn überhaupt dazu bestimmt warst, früh zu sterben. Wieso Sloane? Du warst dein Leben lang vorsichtig und was hatte dir das gebracht? Und das war der Moment, als der Sonnenschein dem Schatten wich. Du hast dein ganzes Leben lang damit verbracht, auf deinen Körper zu hören, aufzupassen, Regeln zu befolgen. Du hast brav deine Medikamente genommen, nicht zu viel getobt, du warst schlichtweg vernünftig. Du hast die Sommer in Frankreich, der Herkunft deiner Familie, verkürzt um passend für Untersuchungen wieder im Lande zu sein. Und dennoch standest du in schwarz gekleidet auf der Beerdigung deines Drillings.

Es hat langsam begonnen — erst hattest du dich verschanzt, Verabredungen abgesagt, Menschen gemieden. Nur um dann planlos rauszugehen, zu feiern, das zu leben, wofür Sloane gestanden hat. Zu tanzen, wie sie es sonst tat. Du probierst Dinge aus, die du früher niemals gemacht hättest (kam hier der Zugang zu The Privé und Cloud Nine doch nur gelegen) und irgendwann beginnst du bewusst Risiken einzugehen. Nicht, weil du sterben möchtest aber weil du das Gefühl hast, dass du nach Sloanes Tod endlich selbst entscheiden musst, was dein Leben wert ist. Für sie, als auch für dich. Das Verhältnis mit Silas wird komplizierter, weil er mehr klammert, während du mehr Freiheit forderst.

Heute bist du 23 und ein Widerspruch auf zwei Beinen. Du hast noch immer diese perfekte Ausstrahlung, weißt dich situationsbedingt dem Umfeld anzupassen, aber sobald die Vorhänge sich zuziehen, ist kaum etwas von der Scharade übrig. Du bist impulsiver, rücksichtsloser. Du provozierst regelrecht und überschreitest klare Grenzen. Du kannst nicht mehr akzeptieren dich von Angst und Medizin leiten zu lassen, wenn es dich bereits alles gekostet hat. Und der Muskel, der dafür sorgt, dass du all das erleben kannst, wird schlussendlich zur Hiobsbotschaft — denn wieso kann dich Sullivan nicht mehr ansehen ohne dabei auszuschauen, als würde er sich dafür schämen, dass du noch lebst? Wieso wich Silas der Frage aus, woher auf einmal so schnell ein Herz zur Verfügung stand?

Du weißt noch nicht, dass dein neues Leben mit einer Entscheidung begonnen hat, die niemals hätte getroffen werden dürfen. Und du weißt noch nicht, dass irgendwann jemand vor deiner Familie stehen wird und die Frage stellt, die alles zerstören könnte: Wisst ihr eigentlich, wessen Leben ihr für ihres genommen habt?

02.Gemeinsame Story

Seitdem du dich zurückerinnern kannst, warst du immer der einzige Junge unter zwei Mädchen; der einzige, männliche Drilling. Während du von klein auf versucht hast auf Sutton aufgrund ihres schwachen, kranken Herzens aufzupassen, hast du versucht Sloane so gut es geht darin zu unterstützen, in was auch immer sie sich wieder vorgenommen hatte. Und doch sollte es einen einzigen Abend geben, an dem du mal nicht der perfekte Bruder sein konntest, der dir für alle Ewigkeit nachhängen sollte. Das Training war zu lang, du zu kaputt, und obwohl du es versprochen hattest, bist du nicht aufgetaucht, um deine beiden Schwestern abzuholen. Anstatt sie also von einer Party abzuholen, konntest du sie mitten in der Nacht im Krankenhaus aufsuchen. Hattest du bisher immer geglaubt, dass Schuldgefühle nur da entstehen, wenn man auch wirklich was falsch gemacht hast, so wurdest du nun eines besseren belehrt. Seit jenem verhängnisvollen Abend wird die Last der Schuld immer schwerer, und dein Drang Sutton zu schützen immer stärker. Zu deinem Leidwesen versucht sie sich aber komplett deiner Kontrolle zu entziehen, was dein ohnehin dünnes Nervenkostüm nur noch mehr strapaziert. Ihr gegenüber wirst du nicht gewaltvoller, aber dafür immer mehr dein Spiel; beinah fahrlässig. Aber du kannst die Schuld nicht abschütteln, egal wie oft du deine Gegner in die Bande teckelst. Und dazu kommt noch, dass du genau weißt, dass das Herz, welches in der Brust deiner Schwester schlägt, niemals für sie bestimmt war. Und du verstehst, wieso dein Bruder sich so verändert, beinah paranoid wird, aber dir sind die Hände gebunden; mal wieder. Irgendwann kannst du nicht mehr zwischen Schutz und Wut unterscheiden, zwischen Ruhe und Verstand, bis das Fass zu platzen beginnt.

⸻ Die Beziehung zwischen Silas und Sutton ist verstrickt und paradox. Haben sie doch eine unfassbar innige, beinah telepathische Verbindung zueinander, so sind sie mittlerweile nur noch wie Magneten derselben Seite; sie versuchen sich immer wieder anzunähern, stoßen einander aber durchgängig ab. Inwieweit all die Geschehnisse und auch die Rücksichtslosigkeit von Sutton sich auf Silas auswirken, ist dir überlassen. Gegenüber Sullivan stelle ich mir schon ein gutes Verhältnis auf, vielleicht sieht er irgendwie zu ihm auf, Savannah ist eher sein Ruhepol, aber am Ende ist es ganz dir überlassen.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

almost daily, preferably over phone. posting frequently & in german as well as english. [englisch ist kein muss, deutsch ist genauso fine. <3]

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Es gibt bereits weiteren familiären Anschluss in Form eines Cousins, außerdem sind die Laurents auf jeden Fall Teil von The Privé, sodass sich hier auch Kontakte finden lassen. Ansonsten eben die Familien- und Kindheitsfreunde von Sutton, aber du solltest dir noch immer dein eigenes Netzwerk aufbauen. ♡

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Hab einfach Spaß an der Idee (und bevorzugt an emotionalem Drama), und bring auch gerne eigene Ideen an. Ich bin echt ne sehr spontane Person, lasse mich beim Posten nicht stressen, mache dies somit auch nicht im Gegensatz. Ansonsten heißt die goldene Regel ganz einfach: Immer offen und transparent miteinander sprechen. ♡

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Sutton
22.08.2026


#15

Wanted · Ex Boyfriend {personal Nightmare}
Piper Alba
Suchender

Piper Alba

Age24
OccupationMedizin Studentin
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimPayton Ramolla
01.Short facts
Full namePiper Alba
Age24
SexualityBisexual
OccupationMedizin Studentin
ResidenceChicago
AffiliationSigma Kappa Delta
Social classLower Class
FaceclaimPayton Ramolla

Piper Alba kam in Chicago zur Welt, während draußen ein Sturm gegen die Fenster des Saint Anthony Hospital schlug und ihr Vater Santino Alba zum ersten Mal in seinem Leben so aussah, als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Ihre Mutter Amber starb wenige Stunden nach der Geburt, und obwohl niemand es jemals laut sagte, hing dieser Satz seitdem wie Schimmel in den Wänden der Alba-Wohnung. Nicht du bist schuld, sagten ihre Geschwister später manchmal. Aber ihr Vater sah sie nie lange genug an, damit Piper es glauben konnte. Santino war kein Mann, der schlug, wenn Nachbarn hinhören konnten. Er war leiser als das. Kälter. Er vergaß Geburtstage, aber nie, wie viel Geld Piper ihn damals gekostet hatte. Er nannte Piper mija {Tochter} , wenn er etwas brauchte, und gar nichts, wenn sie weinte. Ihre älteren Geschwister versuchten auf ihre eigene Art, sie davor zu schützen. Mateo, der Älteste, wurde viel zu früh der Mann im Haus und verschwand trotzdem irgendwann in Schichten, Nebenjobs und Wut. Alina war die Schwester, die Piper die Haare flocht, wenn Santino wieder tagelang kein Wort mit ihr sprach, oder sorgte dafür das Piper einigermaßen Ordentlich zur Schule kam. Und Nico, nur ein paar Jahre älter als Piper, war ihr Komplize, ihr Schatten, derjenige, der sie mit zwölf nachts aus der Küche zog, wenn ihr Vater betrunken am Tisch saß und alte Fotos von Amber ansah nachdem er vollkommen die Kontrolle Verloren hatte. Was nicht nur einmal das Jugendfürsorge ins Haus brachte. Aber Santino war Charmant genug und hatte die Kinder genug im Griff um nicht weiter Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wuchsen in Armut auf, nicht diese Romantisierte Armut. Es war keine schöne Traurigkeit. Es waren Mahnungen auf der Ablage, kaputte Heizungen, Secondhand-Schuhe, Rechnungen, die unter Magneten am Kühlschrank klebten, bis niemand sie mehr ansehen wollte. Piper lernte früh, ruhig zu sein. Leise essen, leise duschen, leise durch den Flur, sich leise in den Schlaf weinen. Gleichzeitig lernte sie, dass sie nützlich sein musste, um bleiben zu dürfen. Als Teenager passte sie auf Kinder aus der Nachbarschaft auf, trug Einkäufe für alte Frauen hoch, putzte in einer Praxis nach Feierabend und gab Santino fast alles ab, was sie verdiente. Er nahm es Wortlos. Er nahm es wie etwas, das ihm ohnehin zustand. Und dennoch war Piper eine gute Schülerin. Nicht wirklich übertrieben gut oder so das es auffällt sondern dieser gute durchschnitt. Später, als Piper ihre Ausbildung zur Krankenschwester begann, sagte er nur, dass wenigstens eine von ihnen endlich einen Beruf habe, der nicht komplett wertlos sei. Es traf sie trotzdem. Vielleicht gerade deswegen, weil sie sich insgeheim gewünscht hatte, dass er stolz war. Ihre besten Freunde wurden zu dem, was Familie bei ihr nie ganz leisten konnte. Jules Navarro, ihr bester Freund seit der Highschool, kannte sie schon, als sie noch zu große Hoodies trug und so tat, als würde sie nichts treffen. Er arbeitete inzwischen in einer Bar in Pilsen, hatte immer Pflaster in der Jackentasche und eine Art, Piper anzusehen, als würde er nur darauf warten das sie zusammenbrach. Amara Wells, ihre beste Freundin, war das genaue gegenteil. Sie sagte was sie dachte egal wie Hässlich die Wahrheit auch sein mochte. Amara studiert Journalismus, kannte jede halbseidene Geschichte in Chicago, bevor sie offiziell passierte, und sagte Piper regelmäßig, dass sie aufhören müsse, ihren Vater wie eine offene Rechnung zu behandeln. Piper lachte dann meistens nur. Kurz. Trocken. Als wäre das alles halb so schlimm. War es nicht. Vor ein paar Monaten machte sie ihre Ausbildung fertig. Zum ersten Mal hatte sie etwas in der Hand, das nur ihr gehörte. Eine Zukunft, vielleicht. Ein kleines Zimmer, das sie sich leisten konnte. Ein Job im Krankenhaus. Schichten, müde Füße, Kaffee aus Automaten, Hände, die wussten, was zu tun war, selbst wenn ihr Kopf längst irgendwo anders war. Und dann kam Sigma Kappa Delta. Nicht als großes Angebot. Eher wie eine Tür, die jemand einen Spalt offen ließ. Es war XY, ein Mitglied der Verbindung, die Piper nach einer Nachtschicht ansprach. Sie kannte Pipers Namen, wusste von ihren Noten, von ihrem Wunsch Medizin zu studieren, von den unbezahlbaren Gebühren, von Santinos Schulden. Piper hätte misstrauischer sein müssen. War sie auch. Nur nicht genug. Drei Monate später gehörte sie offiziell dazu. Sigma Kappa Delta zahlte, half, regelte. Die Uni, Kontakte, ein Zimmer im Verbindungshaus, das sauberer war als alles, was Piper früher kannte. Niemand sagte Schuld. Sie nannten es Förderung. Unterstützung. Eine Chance. Aber Piper verstand schnell, dass Chancen in diesen Kreisen keine Geschenke waren. Man bekam sie nicht, man unterschrieb sie mit dem eigenen Namen, auch wenn kein Papier auf dem Tisch lag. Für die Verbindung war sie nicht nur das Mädchen aus Chicago mit den guten Noten und dem traurigen Familienhintergrund. Sie war Zugang. Zum Krankenhaus. Zu Schränken, Räumen, Dienstplänen, Medikamenten, kleinen Dingen, die im System verschwanden, wenn man wusste, wo man nicht hinsehen durfte. Beim ersten Mal nahm sie nur etwas mit, das niemand sofort vermissen würde. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie sich im Personalbad einschloss und zehn Minuten lang auf die Seife starrte. Danach überwies sie Santino Geld, weil seine Heizung angeblich kaputt war. Später sah sie auf Instagram, dass er in einer Bar in Little Village saß, ein Glas vor sich, ihr Geld vermutlich schon halb weg. Piper schrieb nichts. Sie legte das Handy nur umgedreht auf den Tisch und lernte weiter Anatomie, bis die Buchstaben verschwammen. Ihr Ex, Callum Reyes, machte es nicht leichter. Sie beide hatten sich im Krankenhaus kennengelernt. Er war Patient sie Krankenschwester. Die Beziehung ging nicht sehr tief, jedenfalls nicht von ihrer Seite aus. Die Trennung lag kaum sechs Wochen zurück. Er war nicht böse im offensichtlichen Sinn. Das wäre einfacher gewesen. Callum war charmant, geduldig, aber immer nur wenn andere zusahen. Er kannte ihre Schichten, ihre Lieblingszigarettenmarke, obwohl sie behauptete, nicht wirklich zu rauchen, und die Stellen, an denen sie einknickte, wie er sie manipulieren konnte. Seit dem Ende tauchte er immer wieder auf. Vor dem Krankenhaus. Vor der Uni. Einmal vor dem Verbindungshaus, was Piper mehr Angst machte, als sie zugab. Er sagte, er mache sich Sorgen. Vielleicht stimmte das sogar. Vielleicht war Sorge bei ihm nur ein anderes Wort für Besitz. Piper wusste es nicht mehr. Sie wusste nur, dass er sie ansah, als wäre sie ihm etwas schuldig. Und sie war es leid, jedem etwas schuldig zu sein. In der Verbindung lernte sie schnell, dass niemand dort unschuldig war. Piper passte nicht richtig hinein, aber genau das machte sie interessant. Sie war nicht beeindruckt genug, nicht dankbar genug, aber kaputt genug, um nicht leicht händelbar zu sein. Trotzdem blieb sie. Wegen der Uni. Wegen des Geldes. Wegen Santino. Wegen dem kleinen, hässlichen Teil in ihr, der wissen wollte, wie weit sie kommen konnte, wenn sie einmal nicht diejenige war, die zurücksteckte. Und vielleicht auch, weil Sigma Kappa Delta ihr zum ersten Mal das Gefühl gab, dass ihre Kälte nicht nur Überleben war, sondern ein Talent. Und es gab eben auch diese Ausnahmen in der Verbinung die sie trotz der kurzen Zeit irgendwie zu schätzen wusste.

02.Gemeinsame Story

Mit ihm war es am Anfang überraschend einfach. Vielleicht sogar zu einfach für Piper, die Beziehungen eigentlich nur in kompliziert kannte. Er war aufmerksam, charmant, konnte sie zum Lachen bringen und gehörte zu den wenigen Menschen, bei denen sie irgendwann nicht mehr jedes Wort dreimal überlegte. Er wusste von ihrer Familie, von ihrem Dad und davon, wie sehr Piper sich manchmal selbst kaputt machte, nur damit es allen anderen irgendwie gut ging. Eine ganze Weile funktionierten die beiden ziemlich gut miteinander. Bis aus *„Schreib mir wenn du zuhause bist“* irgendwann *„Warum hast du mir nicht geschrieben?“* wurde. Aus zufälligen Begegnungen wurden immer häufiger welche, die vielleicht gar nicht so zufällig waren. Er wollte wissen wo sie war, mit wem und warum sie ihm Dinge verschwieg. Piper brauchte lange, um sich einzugestehen, dass seine Aufmerksamkeit längst angefangen hatte sich wie Kontrolle anzufühlen.

Was Piper bis heute nicht vollständig weiß: Er bewegt sich selbst alles andere als zufällig in diesem Teil Chicagos. Inoffiziell arbeitet er für The Privé und gehört dort nicht gerade zu den kleinen Fischen. Er ist niemand, der selbst an irgendeiner Straßenecke steht, sondern eher derjenige, bei dem Informationen zusammenlaufen, der Kontakte hält und dafür sorgt, dass bestimmte Dinge funktionieren, ohne dass sein Name irgendwo auftaucht. Darüber könnte auch die Verbindung zu @Taylor Jordan Brooks laufen: Er könnte einer ihrer direkten Kontakte zu The Privé sein, jemand, bei dem sie sich meldet, wenn es um Aufträge, Übergaben oder Probleme rund um Cloud Nine Distribution geht.

Dadurch bekam auch seine Beziehung zu Piper irgendwann einen ziemlich bitteren Beigeschmack. Er wusste deutlich früher als sie selbst, wie tief Sigma Kappa Delta tatsächlich in gewissen Geschäften steckt. Seit Piper durch die Verbindung finanziell aufgefangen wird und angefangen hat Medikamente aus dem Krankenhaus zu beschaffen, ist sie für dieses Geflecht nützlich geworden. Zu nützlich, um sie einfach gehen zu lassen. Und so verschwimmen bei ihm inzwischen persönliche und geschäftliche Gründe ziemlich ordentlich miteinander. Er will Piper zurück. Zumindest behauptet er das. Gleichzeitig behält er sie für The Privé im Auge und soll sicherstellen, dass sie nicht plötzlich kalte Füße bekommt und Sigma Kappa Delta verlässt.

Die Trennung liegt nun schon fast 2 Jahre zurück allerdings war sie nicht besonders sauber.. Piper hat inzwischen sogar eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt, nachdem Nachrichten, unangekündigte Besuche und dieses ständige zufällige Auftauchen irgendwann nicht mehr wegzuerklären waren. Abstand bedeutet für ihn allerdings offenbar etwas anderes als für sie. Er muss nicht direkt vor ihrer Wohnung stehen, um zu wissen, wo sie ihre Nächte verbringt. Und genau darin liegt das eigentliche Problem zwischen ihnen: Piper glaubt noch immer, dass sie versucht einen Exfreund loszuwerden, der nicht akzeptieren kann, dass ihre Beziehung vorbei ist. Sie ahnt nicht, dass er inzwischen noch einen ganz anderen Grund hat, sie nicht aus den Augen zu lassen.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich würde mich selbst schon als sehr Aktiv bezeichnen. Eigentlich bin ich so gut wie jeden Tag da und auch erreichbar. Bei längeren Post lasse ich mir gerne Zeit aber kürzere Post, vor allem auch im GB gehen mir recht schnell von der Hand.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Ich habe ja schon die Verbindung zu @Taylor Jordan Brooks angedeutet die ich ganz Interessant finden würde, wenn ihr beide auch Lust darauf habt. Zudem würdest du auf jeden Fall auch @Jace Vanderbilt kennen der alles andere als ein Fan von dir ist. So wie du sicher auch nicht von ihm. Immerhin war er der Grund weswegen ich mich letztendlich getraut habe mich von dir zu trennen. Zudem wirst du sicher auch schon von @Elijah Carter mitbekommen haben wo es ein kleinen Öffentlichen Skandal vor kurzen gegeben hat. Ansonsten gibt es sicherlich noch einige weitere Personen hier im Forum die du durch Sigma und auch The Privè kennen könntest.

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Ich freu mich schon auf dich und bin gespannt wie unsere Story weiter geht.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Piper
22.08.2026

zuletzt bearbeitet 22.08.2026 19:53(+0200)
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