Cayden ist ein ruhiger, introvertierter und ausgesprochen aufmerksamer Mann, der seine Umwelt lieber beobachtet, als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Er besitzt einen scharfen Verstand, ein ausgeprägtes Gespür für menschliche Abgründe und die Angewohnheit, selbst hinter scheinbar unbedeutenden Details nach verborgenen Zusammenhängen zu suchen. Fremden gegenüber wirkt er zunächst zurückhaltend und etwas unnahbar, während er bei Menschen, denen er wirklich vertraut, deutlich wärmer und humorvoller sein kann. Seine größte Stärke liegt in seiner Kreativität und seiner Fähigkeit, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Gleichzeitig neigt er dazu, sich in seinen Recherchen zu verlieren und Dinge nicht loslassen zu können, die ihn einmal beschäftigen. Cayden ist eigenständig, loyal und ausgesprochen beharrlich, trägt jedoch eine gewisse Melancholie in sich, die aus seiner schwierigen Familiengeschichte und dem ständigen Gefühl entstanden ist, niemals vollständig in die Welt der MacRavens zu passen. Cayden Evan MacRaven wurde am 18. Januar 1998 in Edinburgh geboren und wuchs in einer Familie auf, deren Geschichte weit älter war als er selbst. Das alte Steinhaus der MacRavens lag am Rand der Royal Mile und war weniger ein gewöhnliches Zuhause als vielmehr ein lebendiges Archiv der Familiengeschichte. Hinter schweren Holztüren, dunklen Fluren und hohen Fenstern hingen verblasste Porträts längst verstorbener Familienmitglieder, während sich in den Regalen alte Bücher, Geschäftsbücher und handschriftliche Aufzeichnungen stapelten. Die MacRavens führten seit dem 18. Jahrhundert eine traditionsreiche Gin-Destillerie, deren Name über Generationen hinweg mit Qualität, Wohlstand und schottischer Handwerkskunst verbunden worden war. Für die Öffentlichkeit war die Familie ein Beispiel für erfolgreichen Unternehmergeist, doch innerhalb der Mauern existierte eine andere Geschichte, die von Verlusten, Streitigkeiten, rätselhaften Todesfällen und Geheimnissen geprägt war. Die eigentlichen Wurzeln der MacRavens reichten sogar bis ins 17. Jahrhundert zurück. Cayden kannte bereits als Kind zahlreiche Geschichten über seine Vorfahren, wobei besonders eine immer wieder erzählt wurde. Sein Urgroßvater Alastair war unter mysteriösen Umständen in einem der Lagerhäuser der Destillerie ums Leben gekommen. Offiziell hatte man seinen Tod als tragischen Unfall bezeichnet, doch unter den älteren Arbeitern hielt sich hartnäckig die Überzeugung, Alastair habe vor seinem Sturz den Verstand verloren. Es hieß, er habe Stimmen gehört, sich verfolgt gefühlt und sei schließlich schreiend in den Tod gestürzt. Andere behaupteten, er habe kurz vor seinem Tod etwas entdeckt, das niemals hätte ans Licht kommen dürfen. Über die Jahre entwickelte sich daraus die Legende eines Fluches, der angeblich auf der Familie lag. Cayden wusste nie, welche Version der Wahrheit entsprach, doch schon als Kind faszinierte und beunruhigte ihn die Geschichte gleichermaßen. Während andere Kinder mit Märchen und Abenteuergeschichten aufwuchsen, verbrachte Cayden seine frühen Jahre mit den düsteren Erzählungen seiner Familie. Er war ein stilles Kind, das viel beobachtete und sich nur selten in den Mittelpunkt drängte. Bücher wurden schon früh zu seinem Rückzugsort, weil er in ihnen Welten fand, die er selbst kontrollieren konnte. Besonders Geschichten über ungelöste Verbrechen, alte Familiengeheimnisse und Menschen mit widersprüchlichen Motiven zogen ihn an. Bereits in der Grundschule begann er damit, kleine Geschichten zu schreiben. Zunächst waren es nur kurze Texte, die er in Schulhefte kritzelte, später wurden daraus ganze Kapitel, die er unter erfundenen Namen verfasste. Er erzählte niemandem, wie viel Zeit er damit verbrachte, weil ihm seine Geschichten zu persönlich erschienen. Die Beziehung zu seinem Zwillingsbruder Callum war schon in ihrer Kindheit komplizierter, als es die enge Verbindung zwischen Zwillingen vermuten ließ. Die beiden waren gemeinsam aufgewachsen und teilten zahlreiche Erinnerungen, entwickelten sich jedoch zunehmend in unterschiedliche Richtungen. Callum war extrovertierter, selbstbewusster und deutlich besser darin, die Erwartungen ihres Vaters zu erfüllen. Er interessierte sich früh für die wirtschaftliche Seite des Familienunternehmens und schien keinerlei Schwierigkeiten damit zu haben, sich in die Welt der MacRavens einzufügen. Cayden hingegen stellte Fragen, die niemand hören wollte, beobachtete lieber, als sich einzumischen, und interessierte sich mehr für die Geschichten hinter den Menschen als für die Zahlen hinter der Destillerie. Zwischen den Brüdern entstand dadurch kein offener Hass, sondern vielmehr eine stille Distanz, die mit den Jahren immer schwieriger zu überbrücken wurde. Als Cayden dreizehn Jahre alt war, veränderte sich sein Leben grundlegend. Sein Vater hatte längst größere Pläne für die Familie und wollte die Marke MacRaven Gin auf dem amerikanischen Markt etablieren. Die Entscheidung, Schottland zu verlassen, wurde deshalb weniger als Familienentscheidung und mehr als geschäftliche Notwendigkeit betrachtet. Cayden musste seine Heimat, seine Schule, seine vertraute Umgebung und den alten Familiensitz zurücklassen. Die Familie zog zunächst nach Las Vegas, Nevada, wo sein Vater begann, das amerikanische Standbein des Unternehmens aufzubauen. Für Cayden war die Stadt ein radikaler Gegensatz zu Edinburgh. Die schottischen Steinhäuser, der Nebel und die alten Friedhöfe waren einer grellen, lauten Stadt gewichen, die niemals wirklich zu schlafen schien. Trotzdem nahm er einen Teil seiner alten Heimat mit sich, denn einige Bücher und persönliche Aufzeichnungen durften ihn begleiten. Auch seine Schulzeit in Las Vegas wurde von diesem Umbruch geprägt. Während Callum schnell Anschluss fand und sich problemlos in das neue Umfeld einfügte, brauchte Cayden deutlich länger, um sich einzuleben. Er war der stille Schüler, der lieber in der Bibliothek saß als auf Partys zu gehen, und dessen Lehrer schnell bemerkten, dass er außergewöhnlich gut schreiben konnte. Besonders im Englischunterricht fiel sein Talent für Geschichten und komplexe Figuren auf. Seine Aufsätze waren häufig düsterer als das, was man von einem Jugendlichen seines Alters erwartete, gleichzeitig aber bemerkenswert detailliert und sprachlich sicher. Ein Lehrer erkannte früh, dass Cayden nicht einfach nur Geschichten schrieb, sondern ein außergewöhnlich gutes Gespür dafür besaß, menschliche Abgründe zu beschreiben. Während seiner Teenagerjahre begann Cayden, sich intensiver mit dem Schreiben auseinanderzusetzen. Er experimentierte mit Kriminalgeschichten, psychologischen Thrillern und später auch mit Dark Romance. Seine Figuren waren selten eindeutig gut oder böse, sondern bewegten sich meist irgendwo dazwischen. Beziehungen wurden von Macht, Geheimnissen, Schuld und Abhängigkeit geprägt, während Familien in seinen Geschichten häufig an Dingen zerbrachen, die sie jahrelang voreinander verborgen hatten. Vieles davon war Fiktion, doch immer wieder fanden sich darin Elemente seiner eigenen Vergangenheit. Die Geschichte um Alastair tauchte in unterschiedlichen Formen auf, ebenso wie die schwierige Beziehung zwischen zwei Brüdern und die Darstellung eines Vaters, dessen Ehrgeiz langsam alles zerstörte, was ihm eigentlich wichtig sein sollte. Sein Vater betrachtete diese Entwicklung mit wachsendem Misstrauen. Für ihn war Schreiben keine ernsthafte Beschäftigung und schon gar keine Zukunftsperspektive für einen MacRaven. Cayden sollte lernen, Verantwortung für das Familienunternehmen zu übernehmen und irgendwann seinen Platz innerhalb der Firma einzunehmen. Dass sein Zwillingsbruder Callum sich genau in diese Richtung entwickelte, machte Caydens Situation zusätzlich schwierig. Callum wurde zunehmend zum bevorzugten Sohn seines Vaters, während Cayden immer stärker das Gefühl bekam, nicht in die Familie zu passen. Seine Mutter versuchte, zwischen den unterschiedlichen Persönlichkeiten ihrer Söhne zu vermitteln, doch auch sie hatte längst gelernt, sich dem Willen ihres Ehemannes unterzuordnen. Cayden liebte sie, wusste jedoch gleichzeitig, dass sie ihm niemals den Schutz geben konnte, den er sich als Kind von ihr gewünscht hatte. Nach seinem Schulabschluss entschied sich Cayden schließlich bewusst gegen eine Zukunft im Familienunternehmen. Er widmete sich zunächst seinem Studium und arbeitete nebenbei an seinen ersten längeren Manuskripten. In dieser Zeit entwickelte er auch eine Leidenschaft für Recherche. Er las alte Zeitungsartikel, studierte historische Dokumente und begann, sich mit der Geschichte seiner eigenen Familie auseinanderzusetzen. Was zunächst nur eine Inspirationsquelle für seine Geschichten gewesen war, entwickelte sich allmählich zu einer regelrechten Obsession. Cayden wollte wissen, was tatsächlich mit Alastair geschehen war. Je mehr er über die Vergangenheit der MacRavens herausfand, desto weniger glaubte er an die offizielle Version seines Todes. Seine ersten veröffentlichten Werke erschienen schließlich unter dem Pseudonym C. E. Raven. Cayden entschied sich bewusst gegen seinen Familiennamen, weil er seine Bücher unabhängig von der Macht und dem Ruf der MacRavens veröffentlichen wollte. Gleichzeitig war das Pseudonym eine kleine Anspielung auf seinen eigenen Namen und seine Vorliebe für düstere Geschichten. Unter C. E. Raven veröffentlichte er zunächst Kriminalromane und psychologisch geprägte Dark-Romance-Romane, deren Erfolg langsam, aber stetig wuchs. Seine Bücher waren keine leichten Geschichten. Sie handelten von obsessiver Liebe, Verrat, Schuld, Familiengeheimnissen und Menschen, die an ihrer eigenen Vergangenheit zu zerbrechen drohten. Gerade diese düstere Atmosphäre entwickelte sich jedoch zu seinem Markenzeichen. Mit zunehmendem Erfolg entfernte sich Cayden auch räumlich von seiner Familie. Nach seiner Zeit in Las Vegas zog es ihn schließlich nach Chicago. Die Stadt bot ihm genau das, wonach er gesucht hatte: Anonymität, kulturelle Vielfalt und genügend Distanz zu den MacRavens, ohne dass er sich vollkommen von der Welt zurückziehen musste. Er bezog eine Wohnung in einem ruhigeren Teil der Stadt und richtete sich dort ein Arbeitszimmer ein, das schnell zu seinem wichtigsten Rückzugsort wurde. Zwischen Bücherregalen, alten Notizbüchern, Recherchematerial und mehreren Schreibmaschinen verbrachte er oft ganze Nächte mit seiner Arbeit. Chicago wurde für ihn nicht nur ein neuer Wohnort, sondern der erste Ort, an dem er das Gefühl hatte, sein Leben tatsächlich selbst bestimmen zu können. Trotz seines Erfolges blieb das Verhältnis zu seiner Familie angespannt. Sein Vater empfand Caydens Bücher zunehmend als Verrat, weil er darin immer wieder Parallelen zur Geschichte der MacRavens erkannte. Cayden hatte nie behauptet, seine Familie direkt zu beschreiben, doch Menschen, die ihn kannten, wussten, woher viele seiner Ideen stammten. Auch Callum blieb eine komplizierte Figur in seinem Leben. Einerseits war Cayden stolz darauf, was sein Bruder erreicht hatte, andererseits erinnerte ihn Callum ständig an den Teil seines Lebens, dem er entkommen wollte. Zwischen ihnen gab es noch immer eine Verbindung, die sich nicht vollständig lösen ließ, doch ebenso wenig gelang es ihnen, die alten Spannungen hinter sich zu lassen. Je erfolgreicher Cayden als Schriftsteller wurde, desto intensiver beschäftigte er sich mit der Vergangenheit seiner Familie. Für seine Romane recherchierte er nicht nur in öffentlichen Archiven, sondern suchte gezielt nach ehemaligen Mitarbeitern der Destillerie. Er fand alte Geschäftsunterlagen, Briefe und Tagebücher, die über Jahrzehnte in privaten Sammlungen verschwunden gewesen waren. Manche dieser Dokumente enthielten Informationen, die nie Teil der offiziellen Familiengeschichte geworden waren. Cayden begann sich zunehmend zu fragen, ob Alastair tatsächlich dem Wahnsinn verfallen war oder ob sein Urgroßvater etwas entdeckt hatte, das die Familie um jeden Preis geheim halten wollte. Besonders beunruhigend wurde es, als Cayden während seiner Recherche auf einen alten Brief stieß, der Alastair zugeschrieben wurde. Das vergilbte Papier war beschädigt und an einigen Stellen kaum noch lesbar, doch einzelne Passagen waren deutlich genug, um Caydens Interesse endgültig zu wecken. Darin war von Stimmen im Gemäuer, verborgenen Geheimnissen und Dingen die Rede, die niemals hätten erforscht werden dürfen. Auch der Gin der Familie wurde in einer Weise erwähnt, die Cayden nicht einordnen konnte. Der Brief lieferte keine eindeutigen Antworten, sondern warf lediglich noch mehr Fragen auf. Für Cayden war er trotzdem von unschätzbarem Wert, denn zum ersten Mal besaß er etwas, das darauf hindeutete, dass die Geschichte um Alastair möglicherweise einen wahren Kern hatte. Seitdem arbeitet Cayden an seinem bislang persönlichsten und dunkelsten Roman. Im Mittelpunkt steht ein alter Familienclan, der über Generationen hinweg von Macht, Alkohol und Geheimnissen zusammengehalten wird. Ein Zwillingspaar steht sich gegenüber, Loyalität wird zu Verrat und ein Familiengeheimnis droht alles zu zerstören, was über Jahrhunderte aufgebaut wurde. Je weiter Cayden schreibt, desto häufiger verschwimmen für ihn die Grenzen zwischen seiner eigenen Vergangenheit und der Geschichte, die er erschafft. Seine Figuren erinnern ihn an Menschen aus seinem Leben, Ereignisse aus dem Roman scheinen sich mit alten Familiengeschichten zu überschneiden und die Gestalt seines Urgroßvaters taucht immer wieder in seinen Träumen auf. Cayden weiß selbst nicht mehr, ob seine zunehmende Beschäftigung mit Alastair lediglich das Ergebnis jahrelanger Recherche ist oder ob er sich langsam zu sehr in der Vergangenheit verliert. Manchmal glaubt er nachts Stimmen zu hören, obwohl er rational weiß, dass niemand in seiner Wohnung ist. Dann fragt er sich, ob er lediglich zu viel Zeit mit den Geschichten seiner Vorfahren verbracht hat oder ob es tatsächlich Dinge gibt, die sich nicht logisch erklären lassen. Die Erinnerung an Alastairs Schicksal begleitet ihn dabei wie ein Schatten, denn je mehr Cayden über seinen Urgroßvater herausfindet, desto weniger kann er sich davon überzeugen, dass dessen Tod ein gewöhnlicher Unfall gewesen sein soll. Heute ist Cayden 28 Jahre alt und lebt in Chicago, weit entfernt von der alten Heimat der MacRavens und doch stärker mit ihr verbunden als jemals zuvor. Er hat sich als Schriftsteller unter dem Namen C. E. Raven einen eigenen Ruf aufgebaut und könnte sich eigentlich darauf konzentrieren, seine Karriere weiter auszubauen. Stattdessen ist er besessen davon, die Wahrheit über seine Familie herauszufinden. Er weiß, dass jede weitere Spur ihn tiefer in eine Vergangenheit führt, die sein Vater lieber begraben wissen würde, und dass seine Nachforschungen seine ohnehin brüchige Beziehung zu Callum endgültig zerstören könnten. Für Cayden ist Schreiben längst mehr als ein Beruf geworden. Es ist seine Möglichkeit, Dinge auszusprechen, über die seine Familie seit Generationen schweigt. Jede Geschichte ist ein Stück Vergangenheit, das er aus den Schatten holt, jede Figur trägt einen Teil seiner eigenen Erfahrungen in sich. Vielleicht wird sein nächstes Buch tatsächlich nur ein Roman bleiben. Vielleicht wird es aber auch die Wahrheit über die MacRavens enthüllen. Und während irgendwo in Schottland noch immer die alten Mauern der Destillerie stehen und der Name MacRaven Gin für Tradition und Erfolg steht, sitzt Cayden in seiner Wohnung in Chicago über seinen Aufzeichnungen und arbeitet weiter. Vor ihm liegt Alastairs alter Brief, daneben stapeln sich Notizen, Bücher und Dokumente aus einer Vergangenheit, die eigentlich längst abgeschlossen sein sollte. Cayden weiß nicht, was er am Ende seiner Recherche finden wird. Er weiß nur, dass er nicht mehr zurück kann. Denn wenn die Geschichte seiner Familie tatsächlich ein Geheimnis verbirgt, das seit Generationen bewahrt wurde, dann will Cayden derjenige sein, der es ans Licht bringt – selbst wenn die Wahrheit am Ende gefährlicher ist als jede Geschichte, die er jemals geschrieben hat. — Ich freue mich über jede Art von Verbindung und bin da auch absolut nicht festgelegt. Also macht mir gerne Vorschläge. Bevorzugt werden von meiner Seite aus eher kürzere Postings. Bei längeren Posts ist mit langen Wartezeiten zu rechnen. Ich schreibe immer so wie ich Zeit und Muse habe, kann aber keinen festen Zeitraum sagen. Mein Real Life spielt manchmal leider nicht mit, aber Antwort kommt immer. Ich freue mich sehr auf eine tolle Zeit bei euch und bin gespannt was mich hier alles erwartet.Cayden
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