Missa ist ein lebensfroher, charmanter und aufgeschlossener junger Mann mit ansteckendem Lachen und losem Mundwerk. Er ist eher ruhig, verträumt und driftet gerne tief in seine Gedanken ab, ohne dabei melancholisch zu sein. Er interessiert sich für Philosophie, Menschen und die großen Fragen des Lebens, bleibt dabei neugierig und offen. Selbstbewusst, loyal und beschützend, kann er zugleich impulsiv, abenteuerlustig und für jede dumme Idee zu haben sein. Motorsport, Geschwindigkeit und Lost Places gehören zu seinen Leidenschaften. Als Mechaniker ist er praktisch veranlagt und geschickt, besitzt ein hitziges, aber schnell abkühlendes Temperament und kommt trotz seiner chaotischen Art hervorragend mit Menschen zurecht. Hinter seiner offenen Art bewahrt er jedoch einige Dinge, die selbst ihm nicht vollständig verständlich sind. Kennst du das, wenn du die Augen öffnest, die Vögel zwitschern hörst und weißt, heute wird ein guter Tag? Nein? Missa tatsächlich schon. Nicht immer, aber oft genug. Nicht, dass er mit einer unerschütterlichen rosaroten Brille geboren worden wäre, doch grundsätzlich gehörte der Perez schon früh zu jenen Menschen, die sich ziemlich leicht für das Leben begeistern konnten. Als zweites Kind einer spanischen Mittelschichtsfamilie geboren und mit einem drei Jahre älteren Bruder namens Isidro gesegnet oder, je nach Tagesform, gestraft, war seine Kindheit weder besonders außergewöhnlich noch vollkommen ereignislos. Geld war da, solange niemand auf die Idee kam, es aus dem Fenster zu werfen. Urlaube mussten geplant, größere Anschaffungen zusammengespart und Wünsche gelegentlich auf Weihnachten verschoben werden. Missa störte sich daran wenig. Er hatte ohnehin ein Talent dafür, sich mit dem zu beschäftigen, was gerade vor seiner Nase lag. Zwischen aufgeschlagenen Knien, Fußball auf der Straße, zerlegtem Spielzeug und Dingen, die nach seiner fachmännischen Behandlung erstaunlicherweise nicht wieder funktionierten, wuchs er in einem Zuhause auf, das er rückblickend vermutlich in warmen, hellen Farben zeichnen würde. Isidro und er kamen miteinander aus, waren aber nie jene Brüder, die einander jedes Geheimnis erzählten oder sich gegenseitig als wichtigste Person ihres Lebens bezeichnet hätten. Sie liebten sich auf diese selbstverständliche familiäre Weise, stritten, nervten einander und gingen mit zunehmendem Alter immer häufiger ihre eigenen Wege. Das große Geschwistermärchen blieb aus, ohne dass zwischen ihnen deshalb etwas zerbrochen wäre. Sie waren eben Brüder. Nicht beste Freunde. Seinen sollte Missa später woanders finden. Noch während der Schulzeit trat jener Junge in sein Leben, Santiago Alvarez und der irgendwann so selbstverständlich zu Missa gehörte, dass Außenstehende die beiden regelmäßig für Brüder hielten. Mit den Jahren wurde daraus sogar die Behauptung, sie müssten Zwillinge sein. Ganz abwegig war der Irrtum optisch nicht; beide ähnelten sich in Statur, Typ und Gesichtszügen genug, um besonders Fremde zweimal hinsehen zu lassen. Charakterlich waren sie dagegen keine Kopien voneinander. Sie ergänzten sich. Wo einer zu weit ging, konnte der andere ihn zurückholen, wo einer zögerte, schob der andere ihn vorwärts, und aus einer Jugendfreundschaft entwickelte sich eine Bindung, für die das Wort Freund irgendwann beinahe zu klein erschien. Er wurde zu dem Bruder, den Missa sich selbst ausgesucht hatte. Zu einem der wenigen Menschen, vor denen der Perez kaum eine Rolle spielen musste und mit dem selbst völliger Schwachsinn zu einer guten Idee werden konnte. Dass ausgerechnet Motoren einen erheblichen Anteil daran hatten, dürfte niemanden überraschen, der Missa als Kind dabei beobachtet hatte, wie er wissen wollte, warum Dinge sich bewegten, statt sich damit zufriedenzugeben, dass sie es taten. Aus Fahrrädern wurden Mopeds, aus Mopeds Autos und aus neugierigem Danebenstehen irgendwann zwei Jugendliche, die mehr Zeit mit öligen Händen als mit sauberen Fingern verbrachten. Motorsport entwickelte sich zu ihrer gemeinsamen Leidenschaft. Nicht ausschließlich das Fahren faszinierte Missa, sondern alles daran: Motoren, Fahrwerke, das Zusammenspiel einzelner Komponenten, die Suche nach Fehlern und dieser besondere Moment, wenn etwas, das eben noch keinen Mucks von sich gegeben hatte, unter den eigenen Händen wieder zum Leben erwachte. Geschwindigkeit kam erst danach und traf dafür umso heftiger. Die beiden begannen Rennen zu verfolgen, selbst zu fahren und irgendwann auch dort aufzutauchen, wo Startlisten und Streckenführung nicht unbedingt von einer offiziellen Behörde abgesegnet worden waren. Illegale Rennen wurden jedoch nie ihr gesamtes Leben. Sie waren eine gelegentliche Dummheit innerhalb einer viel größeren gemeinsamen Leidenschaft. Nach der Schule stellte sich für Missa weniger die Frage, welche Universität es werden sollte, sondern ob eine Universität überhaupt realistisch war. War sie nicht. Seine Familie gehörte zur Mittelschicht, Geld für mehrere Jahre Studium lag nicht einfach herum und Missa wollte seine Eltern weder in Schulden treiben noch Jahre damit verbringen, einem Leben hinterherzulaufen, das er sich nur leisten konnte, wenn jemand anderes dafür bezahlte. Dabei fehlte es ihm keineswegs am Kopf dafür. Er las viel, entwickelte früh eine besondere Begeisterung für Philosophie und konnte sich hoffnungslos in Fragen darüber verlieren, was Menschen antreibt, was ein gutes Leben überhaupt ausmacht oder wie viel von einem Menschen übrigbleibt, wenn man alles entfernt, womit er sich gewöhnlich definiert. Studiert hat er davon keine einzige Stunde. Interessiert hat es ihn trotzdem mehr als manches, wofür andere einen Abschluss an die Wand hängen. Missa ist tiefgründig. Eigentlich steckt erstaunlich viel Lebensfreude in ihm. Er lacht laut, kann sich für Kleinigkeiten begeistern und besitzt eine natürliche Wärme, mit der er Menschen schnell für sich einnimmt. Nur manchmal verliert er den Takt. Dann bleibt sein Blick irgendwo hängen, aus einem Gedanken werden fünf weitere und während um ihn herum das Leben weiterläuft, ist Missa längst irgendwo in seinem eigenen Kopf unterwegs. Ein Träumer vielleicht, nur einer, den man gelegentlich daran erinnern muss, wieder im Raum aufzutauchen. Statt Universität entschieden sich Missa und Santiago für etwas, das ihnen ohnehin längst lag: Sie wurden Mechaniker. Heute arbeiten beide in einer größeren Werkstatt in Chicago, deren Alltag weit über Ölwechsel und kaputte Familienkombis hinausgeht. Neben gewöhnlichen Pkw, Transportern und Nutzfahrzeugen werden dort auch Militär- und Spezialfahrzeuge gewartet und instand gesetzt. Für die beiden ist die Werkstatt Arbeitsplatz und Spielwiese zugleich, auch wenn ihr Arbeitgeber bei letzterer Bezeichnung vermutlich andere Ansichten vertreten würde. Sie kennen Motoren, Elektrik, Fahrwerke und die Eigenheiten verschiedenster Fahrzeuge, kommen über ihre Arbeit an gebrauchte oder ausgemusterte Komponenten und haben über die Jahre ein Netzwerk aus Mechanikern, Teilehändlern und Schrottplätzen aufgebaut. Ihre eigenen Fahrzeuge entstehen deshalb weniger durch einen dicken Geldbeutel als durch Arbeitsstunden, improvisierte Lösungen und die Fähigkeit, aus einem Teil, das andere längst abgeschrieben hätten, noch etwas Brauchbares herauszuholen. Was sie fahren, haben sie zu einem erheblichen Teil selbst aufgebaut. Irgendwann reichten ihnen Werkstatt und Rennstrecke allerdings nicht mehr als gemeinsames Abenteuer. Lost Places wurden zum nächsten Hobby. Verlassene Fabriken, aufgegebene Gebäude, vergessene Anlagen und all jene Orte, bei denen bereits ein Schild an der Tür deutlich macht, dass vernünftige Menschen vermutlich draußen bleiben sollten, übten auf beide eine beinahe magnetische Wirkung aus. Einer nahm irgendwann eine Kamera mit, aus einem Video wurden mehrere und aus einer Spielerei entstand ein gemeinsamer YouTube-Kanal. Heute verfolgen mehr als eine Million Menschen ihre Touren. Dazu kommen Missas eigene Social-Media-Kanäle, auf denen sich Motorsport, Werkstattalltag, Reisen, Blödsinn und Ausschnitte aus einem Leben finden, das von außen ziemlich beneidenswert aussehen kann. Die beiden haben nie geplant, damit derart groß zu werden. Vielleicht funktioniert es gerade deshalb. Vor der Kamera sind sie dieselben Idioten, die sie auch dann sind, wenn niemand zusieht. Und eigentlich wäre Missa mit diesem Leben ziemlich zufrieden. Er hat einen Beruf, den er mag, Menschen, die ihm wichtig sind, eine Familie, zu der trotz aller Unterschiede Kontakt besteht, einen besten Freund, den er vermutlich mitten in der Nacht anrufen könnte, ohne zunächst erklären zu müssen warum, und genügend Dinge, für die es sich morgens aufzustehen lohnt. Trotzdem wachte er eines Tages auf und etwas war anders. Es gab keinen großen Knall, keine Katastrophe, keinen einzelnen Moment, auf den er zeigen und sagen könnte: Da ist es passiert. Da war nur diese Leere. Plötzlich und unerklärlich. Als hätte jemand über Nacht etwas aus ihm herausgenommen und vergessen, die entstandene Stelle wieder zu füllen. Missa verstand sie nicht. Er versteht sie bis heute nicht. Sie macht ihn nicht traurig und verwandelt ihn auch nicht in einen melancholischen Menschen. Er kann lachen, Spaß haben, lieben, sich begeistern und vollkommen aufrichtig glücklich sein. Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen er das Gefühl bekommt, im eigenen Körper zu ertrinken. Hinzu kommen Blackouts. Zeiträume, die ihm fehlen, Sekunden oder Minuten, in denen der Faden reißt und er anschließend wieder einsetzen muss, ohne genau zu wissen, was dazwischen passiert ist. Manchmal sind es nur kleine Lücken, manchmal genug, um ihn zu beunruhigen. Missa spricht kaum darüber. Vor allem nicht mit seinem besten Freund. Ausgerechnet dem Menschen, dem er sonst beinahe alles erzählen würde, verschweigt er sowohl die Leere als auch, wie weit er mittlerweile geht, um ihr zu entkommen. Denn Missa hat irgendwann herausgefunden, dass es Dinge gibt, die sie für einen Moment verschwinden lassen. Geschwindigkeit gehört dazu. Höhe. Erschöpfung. Gefahr. Dieser winzige Augenblick, in dem der Körper begreift, dass ein Fehler reichen könnte und plötzlich jede Faser aufmerksam wird. Also testet Missa Grenzen. Erst vorsichtig, später immer weiter. Nicht weil er sterben möchte und auch nicht, weil ihm sein Leben gleichgültig wäre. Im Gegenteil: Er liebt sein Leben. Vielleicht ist gerade das das Absurde daran. Er bringt es an den Rand, um es wieder deutlich genug zu spüren. Bisher ist das sein Geheimnis. Für seine Umgebung bleiben viele seiner Aktionen eben Missa: neugierig, abenteuerlustig, ein bisschen verrückt, immer für eine Wette zu haben und ohnehin jemand, der Geschwindigkeit liebt. Niemand sieht die feine Grenze zwischen Spaß und jenen Momenten, in denen er ganz bewusst noch einen Schritt weitergeht, obwohl er längst weiß, dass er umdrehen sollte. Santiago am allerwenigsten. Missa weiß genau, was passieren würde, sollte der herausfinden, weshalb manche seiner Aktionen tatsächlich stattfinden. Er würde ihm gehörig den Kopf waschen, wahrscheinlich sehr viel lauter, als Missa gebrauchen könnte, und danach vermutlich noch genauer hinschauen. Also schweigt er. Nach außen bleibt Missa Perez deshalb vor allem Missa: 24 Jahre alt, Spanier in Chicago, Mechaniker mit einer Schwäche für Motoren und viel zu schnelle Fahrzeuge, Lost-Place-Abenteurer mit einer Million Menschen im digitalen Schlepptau und die eine Hälfte eines Duos, das ständig für Zwillinge gehalten wird. Er ist selbstbewusst, ohne überheblich zu sein, zugänglich, humorvoll, neugierig und ausgesprochen lebensfroh, besitzt ein loses Mundwerk, einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und eine ansteckende Lache. Er denkt viel, manchmal so viel, dass die Welt für ein paar Augenblicke ohne ihn weitermacht, und interessiert sich für die großen Fragen des Lebens, obwohl er nie einen Hörsaal von innen gesehen hat, trägt er zudem genau jene Mischung aus weicher, jungenhafter Ausstrahlung und markanterem Äußeren, die zu ihm passt. Missa wirkt wie jemand, der das Leben ziemlich gerne hat. Das stimmt sogar. Nur weiß bisher niemand, dass er manchmal bis an dessen äußersten Rand gehen muss, um sich selbst davon zu überzeugen, dass er noch mittendrin steckt. — Vielleicht Arbeitgeber? || Freunde von der Schule || vielleicht Verwandtschaft (Spanisch) ? || Jemanden aus der Rennszene || Freundschaften natürlich ebenfalls. Vielleicht auch die ein oder andere Person mit der er lange Gespräche führen kann die ein bisschen von der Norm abweichen? || Follower seines YT accs? — Und damit wären wir auch schon am Ende angekommen. Was gibt es noch über mich zu sagen? Vermutlich vor allem, dass ich mich auf jede Menge schöne, chaotische und unerwartete Geschichten mit euch freue. Mit mir bekommt ihr jemanden, der Spaß daran hat, Charaktere wirklich zu leben, Beziehungen aufzubauen und gemeinsam zu schauen, wohin sich eine Geschichte entwickelt. Ich habe absolut nichts gegen Drama, ganz im Gegenteil, ich sehe es sogar ausgesprochen gern, solange es auf Charakterebene bleibt und nicht ins persönliche Miteinander getragen wird. Konflikte, Streit, komplizierte Beziehungen, schlechte Entscheidungen und jede Menge emotionales Chaos? Immer her damit. Ich liebe es, wenn Charaktere nicht perfekt sind, sich gegenseitig herausfordern und eine Geschichte dadurch erst richtig interessant wird. Wichtig ist mir dabei nur, dass wir außerhalb der Charaktere entspannt miteinander umgehen und gemeinsam Spaß an dem haben, was wir schreiben. Ansonsten bin ich ziemlich unkompliziert, offen für Ideen und freue mich immer über neue Kontakte, spannende Plays und Menschen, die genauso viel Freude daran haben, ihre Charaktere ein bisschen gegen die Wand zu fahren wie ich. Also: Wenn ihr Lust auf Missa, habt, kommt gerne vorbei.😉
Missa
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