Santiago ist ein Mann voller Widersprüche. Nach außen wirkt er selbstbewusst, aufgedreht und manchmal geradezu abgefahren. Er liebt Abenteuer, Geschwindigkeit und den Adrenalinkick und besitzt eine ausgeprägte Risikobereitschaft. Langeweile ist für ihn kaum auszuhalten, weshalb er selten lange darüber nachdenkt, ob eine Idee vernünftig ist, bevor er sie ausprobiert. Er ist humorvoll, charismatisch und besitzt ein loses Mundwerk, mit dem er vieles überspielt, was ihm eigentlich nähergeht, als er zeigen möchte. Gleichzeitig steckt in Santiago eine deutlich düsterere Seite. Er kann impulsiv, kompromisslos und erstaunlich unberechenbar werden, wenn eine Grenze erreicht ist. Seine Vergangenheit hat ihm eine Härte gegeben, die nicht immer sichtbar ist, aber durchaus in ihm steckt. Er trägt viel mit sich herum, spricht jedoch nur selten darüber und zieht sich lieber zurück, wenn alte Erinnerungen oder Gefühle zu viel Raum einnehmen. Seine aufgedrehte Art ist deshalb nicht ausschließlich Lebensfreude, sondern manchmal auch eine Möglichkeit, nicht zu lange über Dinge nachdenken zu müssen. Trotz seiner riskanten und gelegentlich selbstzerstörerischen Impulse ist Santiago kein gefühlloser Mensch. Im Gegenteil: Er ist ausgesprochen loyal und beschützend und bindet sich nur umso stärker an die Menschen, die ihm wirklich wichtig sind. Für sie würde er weit gehen und notfalls auch die eigenen Grenzen überschreiten. Gerade diese Mischung aus Leichtigkeit und Dunkelheit macht ihn schwer einzuschätzen. Er kann innerhalb weniger Sekunden vom lachenden Idioten zum vollkommen stillen, verschlossenen Mann werden. Santiago liebt das Leben, aber er trägt gleichzeitig genug Schatten mit sich herum, um zu wissen, wie schnell es aus den Händen gleiten kann. Er ist laut und still, impulsiv und nachdenklich, freiheitsliebend und gleichzeitig tief an die wenigen Menschen gebunden, die er als seine Familie betrachtet. Santiago Alvarez wurde am 02. Juni 2000 in Detroit, Michigan, geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Viel hatte seine Familie nie, doch lange Zeit war es vor allem die Atmosphäre zu Hause, die Santiago prägte. Seine Mutter verließ die Familie früh und ließ ihn mit seinem Vater zurück, zu dem das Verhältnis von Anfang an schwierig war. Sein Vater war ein strenger Mann, der wenig von Nachsicht hielt und der überzeugt davon war, dass ein Junge nur dann auf die Welt vorbereitet werden konnte, wenn man ihn mit harter Hand erzog. Für Santiago bedeutete das eine Kindheit, in der Fehler selten einfach Fehler sein durften und in der er früh lernte, bestimmte Grenzen besser nicht auszutesten. Gleichzeitig entwickelte er dadurch eine Widerstandsfähigkeit, die ihn später noch begleiten sollte. Er lernte, sich durchzubeißen, Dinge auszuhalten und nach außen oft so zu tun, als würde ihn wesentlich weniger treffen, als tatsächlich der Fall war. Als Santiago zehn Jahre alt war, zog sein Vater mit ihm von Detroit nach Chicago. Für Santiago bedeutete der Umzug zunächst vor allem, wieder einmal alles zurückzulassen, was ihm vertraut gewesen war. Er kam als der Neue an eine Schule, an der bereits jeder seinen Platz gefunden zu haben schien, und musste sich erst zurechtfinden. Lange dauerte es allerdings nicht, bis er Anschluss fand. Dort lernte er Missa kennen. Was zunächst wie eine gewöhnliche Freundschaft begann, entwickelte sich schnell zu etwas, das für Santiago weit darüber hinausging. Die beiden verstanden sich, als hätten sie sich schon wesentlich länger gekannt, und wurden innerhalb kürzester Zeit unzertrennlich. Missa wurde zu seinem besten Freund, seinem Partner für jeden noch so bescheuerten Einfall und gleichzeitig zu dem Menschen, bei dem Santiago jederzeit auftauchen konnte, wenn es zu Hause wieder einmal eskalierte. Er musste bei Missa nicht erklären, warum er manchmal nicht nach Hause wollte. Er musste nichts erzählen, wenn er nicht konnte. Es reichte, dass er da war. Aus einer Schulfreundschaft entstand so eine Verbindung, die sich für Santiago irgendwann mehr nach Familie anfühlte als vieles, was er tatsächlich mit seiner eigenen Familie verband. In der Schule fand Santiago schnell seinen Platz. Er spielte Football als Wide Receiver und fiel nicht nur durch seine sportlichen Fähigkeiten auf. Seine aufgedrehte, selbstbewusste Art, sein Humor und die Tatsache, dass er selten lange stillsitzen konnte, machten ihn schnell beliebt. Auch bei Mädchen kam er gut an und er ließ sich gelegentlich auf sie ein, doch so wichtig, wie andere es vielleicht erwartet hätten, waren diese Beziehungen für ihn nie. Vieles davon fühlte sich eher wie etwas an, das man eben tat, wenn man jung, beliebt und ständig von anderen umgeben war. Die Person, die für Santiago tatsächlich immer an erster Stelle stand, war Missa. Die beiden hatten schon damals mehr als genug Unsinn im Kopf und schienen geradezu ein Talent dafür zu besitzen, aus einer harmlosen Idee innerhalb weniger Minuten eine Situation zu machen, bei der vernünftige Menschen vermutlich längst gegangen wären. Ihre gemeinsame Begeisterung für Motoren entwickelte sich ebenfalls bereits während dieser Zeit. Was zunächst mit Interesse an Autos begann, wurde schnell zu einer echten Leidenschaft. Sie wollten nicht nur wissen, was sich unter einer Motorhaube befand, sondern verstehen, warum etwas funktionierte, wie einzelne Komponenten zusammenspielten und wie man aus einem kaputten Fahrzeug wieder etwas machen konnte, das sich bewegen ließ. Besonders Motorräder hatten es Santiago angetan. Geschwindigkeit faszinierte ihn nicht ausschließlich wegen des Nervenkitzels. Auf einem Motorrad, mit einem Motor unter sich und nichts als Straße vor Augen, konnte sein Kopf ruhig werden. Motoren gaben ihm Kraft und gleichzeitig eine Form von Ruhe, die er an anderen Stellen seines Lebens nur selten fand. Nach der Schule entschieden sich Santiago und Missa deshalb für eine Ausbildung zum Mechaniker. Die Entscheidung lag für beide näher als ein Studium oder irgendein anderer Beruf, der sie von dem ferngehalten hätte, was ihnen ohnehin längst Freude machte. Sie lernten gemeinsam, schraubten gemeinsam und verbrachten zunehmend mehr Zeit in Werkstätten als irgendwo sonst. Autos und Motorräder wurden zu ihrem gemeinsamen Projekt, später zu ihrem Lebensstil. Sie reparierten, bauten um, improvisierten und eigneten sich immer mehr Wissen über Motoren, Elektrik, Fahrwerke und die unterschiedlichsten Fahrzeuge an. Was andere als Arbeit betrachteten, war für Santiago gleichzeitig Hobby, Rückzugsort und eine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen. Sein Vater sah diese Entwicklung allerdings alles andere als positiv. Für ihn war eine Ausbildung zum Mechaniker kein ausreichender Plan für die Zukunft seines Sohnes. Er wollte, dass Santiago zum Militär ging, und machte zunehmend deutlich, dass er nicht bereit war, dessen Entscheidungen einfach hinzunehmen. Was lange Zeit nur Streit und Druck gewesen war, eskalierte schließlich in einen drastischen Zwischenfall. Ein Streit zwischen Vater und Sohn geriet außer Kontrolle und Santiago wehrte sich. Zum ersten Mal blieb er nicht einfach stehen, nahm die Situation nicht hin und versuchte auch nicht, ihr auszuweichen. Die Auseinandersetzung endete damit, dass sein Vater schwer verletzt wurde. Für Santiago war dieser Moment ein Wendepunkt. Er hatte sich sein ganzes Leben gegen die Vorstellung gewehrt, irgendwann so zu werden wie sein Vater, und plötzlich stand er selbst vor dem Ergebnis einer Eskalation, die er nicht mehr rückgängig machen konnte. Es war kein triumphaler Moment und keine Befreiung, die sich gut angefühlt hätte. Es war vor allem der Augenblick, in dem Santiago begriff, dass er gehen musste. Er packte seine Sachen und verschwand endgültig aus dem Haus seines Vaters. Zunächst kam er bei Missa unter, so wie er es schon früher getan hatte, wenn er seinem Vater entkommen musste. Nur dieses Mal gab es kein Zurück. Von da an wurde seine gemeinsame Zukunft mit Missa immer enger mit ihrer Leidenschaft für Fahrzeuge verbunden. Sie bauten und reparierten ihre eigenen Autos und Motorräder, verbrachten Nächte in Werkstätten und begannen irgendwann, auch abseits offizieller Strecken nach Möglichkeiten zu suchen, ihre Maschinen auszureizen. Gelegentlich nahmen sie an illegalen Motorradrennen teil. Es war nie der gesamte Mittelpunkt ihres Lebens, sondern eher eine weitere Facette ihrer ohnehin ausgeprägten Abenteuerlust. Für Santiago war Geschwindigkeit dabei mehr als bloßer Spaß. Sie war Rausch, Flucht und Ruhe zugleich. Je schneller er wurde, desto weniger Raum blieb in seinem Kopf für die Dinge, die er nicht hören wollte. Mit der Zeit kamen weitere Abenteuer hinzu. Lost Places wurden zu ihrem nächsten gemeinsamen Hobby. Verlassene Fabriken, aufgegebene Gebäude und Orte, an denen sich vernünftige Menschen vermutlich nicht freiwillig aufhalten würden, übten auf beide eine beinahe magnetische Wirkung aus. Was zunächst nur aus Neugier und einer Menge Blödsinn entstand, wurde irgendwann mit einer Kamera festgehalten. Aus einzelnen Videos entwickelte sich ein gemeinsamer YouTube-Kanal, auf dem Santiago und Missa ihre Ausflüge, Fahrzeuge, Werkstattprojekte und teilweise ziemlich riskanten Aktionen mit der Welt teilten. Was als bekloppte Idee begonnen hatte, entwickelte sich zu einem erfolgreichen Kanal mit mehr als einer Million Followern. Auch abseits davon sind beide in den sozialen Medien aktiv und lassen ihre Zuschauer immer wieder an Teilen ihres Lebens teilhaben. Heute lebt Santiago in Chicago und arbeitet gemeinsam mit Missa in derselben größeren Werkstatt. Mit 26 Jahren hat er sich ein Leben aufgebaut, das von außen vermutlich ziemlich genau so aussieht, wie er es sich immer gewünscht hat: Fahrzeuge, Motorräder, Geschwindigkeit, Abenteuer, ein erfolgreicher YouTube-Kanal und vor allem der Mensch, der seit seiner Jugend an seiner Seite ist. Santiago ist verrückt, manchmal geradezu abgefahren, risikobereit und für fast jeden Unsinn zu begeistern. Er besitzt allerdings eine düstere Seite, die jedoch selten offen zutage tritt, ist loyal bis an die Grenze zur Selbstaufgabe und neigt dazu, unangenehme Dinge mit Humor, Sprüchen oder überdrehter Energie zu überspielen. Er kann extrovertiert und laut sein, besonders dann, wenn seine Energie hoch ist, zieht sich aber ebenso schnell zurück, wenn sie ihm ausgeht oder etwas aus seiner Vergangenheit wieder an die Oberfläche drängt. Denn so sehr Santiago sein heutiges Leben liebt, hat er die Vergangenheit nie vollständig hinter sich gelassen. Manchmal reicht eine Kleinigkeit, um ihn aus seiner gewohnten Leichtigkeit herauszureißen. Dann wird er still, zieht sich zurück und versucht, die Gedanken allein wieder unter Kontrolle zu bekommen. Viel spricht er darüber nicht. Vielleicht, weil er nie gelernt hat, wie man über solche Dinge spricht. Vielleicht aber auch, weil er sich daran gewöhnt hat, Probleme selbst zu lösen. Was bleibt, ist der Mann, den die meisten Menschen kennen: laut, charmant, verrückt, manchmal viel zu risikofreudig und fast immer mit irgendeinem neuen Unsinn im Kopf. Einer, der Geschwindigkeit liebt, Motoren auseinandernehmen kann, bevor andere überhaupt verstanden haben, was kaputt ist, und dessen Loyalität gegenüber den Menschen, die er liebt, kaum Grenzen kennt. Vor allem aber ist Santiago jemand, der Missa seit seinem zehnten Lebensjahr an seiner Seite hat. Sein bester Freund, sein selbstgewählter Bruder und der Mensch, bei dem Santiago immer wieder ein Zuhause gefunden hat, wenn ihm sein eigenes keines sein konnte. Möglicherweise ist genau das der Grund, warum Santiago so viel Wert darauf legt, nach vorne zu schauen. Er hat lange genug in einer Vergangenheit gelebt, die er sich nicht ausgesucht hat. Heute entscheidet er selbst, wohin er fährt, wie schnell er fährt und wann er anhält. Und solange der Motor läuft, die Straße vor ihm liegt und Missa neben ihm sitzt, fühlt sich sein Leben zumindest für einen Moment genau richtig an. — Also ich würde mich über weitere Bekanntschaften, bzw. Freundschaften freuen. Ich bin auch gerne offen für Rivalitäten und/ oder Feindschaften. Natürlich sind auch Kunden in der Werkstatt gern gesehen, das würde Missa sicherlich auch freuen. Gegen andere Fahrer für die Motorradrennen, hätten wir auch nichts einzuwenden. Und wenn es sich ergibt, wäre ich auch für eine Ex oder sowas zu haben. Möglicherweise ergibt sich auch vielleicht familiärer Anschluss. — Joah, ich bin eher der entspannte Spieler und hoffe auf einen unkomplizierten Umgang miteinander. Möglicherweise entwickeln sich ja nice Verbindungen und so. Reingehauen.
Santiago
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