Jade wirkt auf den ersten Blick ruhig, direkt und ziemlich selbstständig. Sie beobachtet viel, redet nicht unnötig um Dinge herum und hat einen trockenen, manchmal leicht bissigen Humor. Gleichzeitig fällt es ihr schwer, Verantwortung abzugeben, weil sie es gewohnt ist, sich um andere zu kümmern und Probleme selbst zu lösen. Nähe lässt sie nicht sofort zu, ist dafür aber extrem loyal, wenn jemand einmal wirklich zu ihr gehört. Hinter ihrer kontrollierten Art steckt deutlich mehr Unsicherheit, als sie nach außen zeigt, besonders wenn es um ihre eigene Zukunft, Geld oder ihren Körper geht. Jade Dawson wurde in Chicago geboren und ist dort gemeinsam mit ihren beiden jüngeren Geschwistern aufgewachsen. Reich waren sie nie, aber als Kind hat Jade das lange nicht wirklich hinterfragt. Das kleine Tattoo-Studio ihres Vaters lag direkt unter der Wohnung der Familie und gehörte für sie genauso selbstverständlich zu ihrem Alltag wie Schule oder Abendessen. Nachmittags saß sie oft irgendwo zwischen Wartebereich und Hinterzimmer, machte Hausaufgaben, hörte die Musik, die aus den alten Boxen kam, und kannte irgendwann mehr Stammkunden ihres Vaters beim Namen als manche Nachbarn. Ihre Schwester ist zwei Jahre jünger, ihr Bruder vier, und obwohl niemand Jade je ausdrücklich gesagt hatte, dass sie auf die beiden aufpassen musste, tat sie es trotzdem. Ihre Mutter war schnell überfordert, oft gereizt und manchmal einfach nicht wirklich anwesend, während ihr Vater ständig arbeitete oder irgendwo unterwegs war. Wenn ihre Eltern stritten, nahm Jade ihre Geschwister mit in ihr Zimmer, drehte den Fernseher lauter oder erzählte irgendeinen Unsinn, damit die beiden nicht jedes Wort hörten. Sie kochte, wenn ihre Mutter keine Kraft hatte, erinnerte an Hausaufgaben und war schon früh besser darin, Verantwortung zu übernehmen, als es eigentlich gut für sie war. In der Schule war Jade eher unauffällig. Keine, die unbedingt im Mittelpunkt stehen musste, aber auch niemand, den man übersah. Sie war ruhig, wenn sie Menschen noch nicht kannte, konnte dafür ziemlich direkt und trocken werden, sobald sie sich wohlfühlte. Ihre Noten waren ordentlich, besonders wenn sie zuhause tatsächlich einmal Ruhe zum Lernen hatte. Eine ihrer engsten Freundschaften entstand schon in der Grundschule. Maya wohnte nur wenige Straßen entfernt und gehörte irgendwann einfach dazu. Sie kannte das Studio, kannte Jades Eltern und wusste meistens auch ohne große Erklärung, wenn zuhause wieder irgendetwas nicht stimmte. Als Jade vierzehn war, verschwand ihre Mutter. Offiziell ging man davon aus, dass sie betrunken in den Chicago River gefallen und ertrunken war. Einige ihrer Sachen wurden in der Nähe gefunden, sie hatte an diesem Abend nachweislich getrunken und für die Polizei ergab die Geschichte irgendwann genug Sinn, um nicht mehr viel weiterzusuchen. Das Problem war nur, dass ihre Leiche nie gefunden wurde. Jade konnte sich mit dieser Erklärung nie ganz abfinden. Vielleicht, weil ihre Mutter kurz davor seltsam gewesen war. Nervös, fahrig, ständig am Telefon. Vielleicht auch, weil Jade sich an einen heftigen Streit ihrer Eltern erinnerte, über den danach nie wieder gesprochen wurde. Sie hatte keine Beweise und bis heute nichts, woran sie wirklich festhalten konnte, aber dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmte, ist nie verschwunden. Nach dem Verschwinden ihrer Mutter wurde zuhause alles schwieriger. Ihr Vater zog sich zurück und im Studio tauchten immer häufiger Leute auf, die offensichtlich nicht wegen Tattoos kamen. Männer, die spätabends vorbeikamen, sich mit ihm im Hinterzimmer einschlossen und aufhörten zu reden, sobald Jade auftauchte. Umschläge wechselten die Besitzer, ihr Vater verschwand manchmal mitten in der Nacht und kam erst am nächsten Morgen wieder. Jade verstand damals nicht genau, was dahintersteckte, aber sie war alt genug, um zu wissen, dass es nichts Gutes war. Fragen stellte sie irgendwann keine mehr. Für ihre Geschwister wurde sie in dieser Zeit noch wichtiger. Ihre Schwester war damals zwölf, ihr Bruder zehn, und Jade versuchte irgendwie dafür zu sorgen, dass ihr Alltag trotzdem halbwegs normal blieb. Elternabende, Frühstück, Schulsachen, Ausreden, wenn ihr Vater mal wieder nicht erreichbar war. Sie hatte nie geplant, diese Rolle einzunehmen, sie war einfach irgendwann darin gelandet. Trotzdem bestand ihre Jugend nicht nur aus Problemen. Jade hatte Freunde, ging auf Partys, trank viel zu süßen Alkohol aus Plastikbechern und machte denselben Blödsinn wie andere Teenager auch. Mit Ethan, einem zwei Jahre älteren Jungen, hatte sie ihre erste richtige Beziehung. Es war keine große dramatische Liebesgeschichte, sondern wahrscheinlich gerade deshalb etwas, an das sie gern zurückdenkt. Mit ihm konnte sie einfach jung sein. Sie saßen nachts am See, fuhren mit Freunden durch Chicago, lagen stundenlang in seinem Zimmer und redeten über Dinge, die damals unglaublich wichtig wirkten. Irgendwann trennten sie sich, ohne großes Drama, weil sie sich schlicht auseinanderentwickelten. Eine spätere Beziehung verlief weniger harmlos. Der Mann bewegte sich in einem Umfeld, das Jade unangenehm bekannt vorkam. Viel Bargeld, komische Freunde, Telefonate, die plötzlich draußen geführt wurden. Je länger sie mit ihm zusammen war, desto mehr erinnerte sie das Ganze an ihren Vater. Dieses Mal wartete Jade nicht darauf, herauszufinden, wie schlimm es werden konnte. Sie ging. Mit neunzehn passierte dann das, was ihr Leben endgültig auf den Kopf stellte. Nachts brach im Gebäude ein Feuer aus. Jade wurde vom Rauch wach und erinnert sich bis heute nur bruchstückhaft an diese Minuten. An den Alarm, an die Hitze, an ihren Bruder, der völlig panisch war, und an ihre Schwester, die kaum verstanden hatte, was überhaupt passierte. Sie brachte beide aus dem Haus. Selbst schaffte Jade es danach nicht mehr über denselben Weg nach draußen und wurde schließlich von der Feuerwehr aus einem Fenster geholt. Ihr Vater starb in dieser Nacht. Warum das Feuer ausbrach, konnte nie eindeutig geklärt werden. Ein technischer Defekt war möglich, Brandstiftung aber ebenfalls nicht völlig ausgeschlossen. Für Jade war genau das schwer auszuhalten. Nach dem Verschwinden ihrer Mutter war es schon wieder etwas, auf das es keine klare Antwort gab. Sie fragte sich, ob das Feuer mit den Leuten zu tun hatte, mit denen ihr Vater Geschäfte gemacht hatte, ob er Probleme gehabt hatte, von denen sie nichts wusste, und manchmal sogar, ob das Verschwinden ihrer Mutter irgendwie mit all dem zusammenhing. Gleichzeitig machte sie sich Vorwürfe, weil sie ihren Vater nicht retten konnte. Sie weiß heute, dass dieser Gedanke keinen Sinn ergibt. Sie war neunzehn, das Haus stand in Flammen und sie hatte ihre Geschwister gerettet. Trotzdem gibt es Nächte, in denen ihr Kopf daraus eine andere Geschichte macht. Seitdem reagiert Jade empfindlich auf Rauch, Feueralarm oder Situationen, in denen sie das Gefühl hat, nicht schnell genug irgendwo herauszukommen. Eine Kerze auf einem Tisch bringt sie nicht aus der Fassung, aber bei Feuerwerk, starkem Rauch oder einem blockierten Ausgang kippt ihre Stimmung schnell. Schlafprobleme hat sie bis heute. Nach dem Brand blieb nicht viel übrig und Jade musste ziemlich früh lernen, sich selbst durchzubringen. Ihre Schwester war damals siebzehn, ihr Bruder fünfzehn, also versuchte Jade auch für die beiden weiter da zu sein, während sie selbst kaum wusste, wie es weitergehen sollte. Sie nahm verschiedene Jobs an, arbeitete im Verkauf, am Empfang und später auch in Bars, überall dort, wo gerade jemand gebraucht wurde. Irgendwann schrieb sie sich trotzdem an einem College in Chicago ein und begann ein Studium im Bereich Kommunikation und Medien. Sie wollte etwas machen, das ihr später vielleicht mehr Möglichkeiten geben würde, und für eine Weile glaubte sie wirklich, dass sie Studium und Arbeit gleichzeitig schaffen könnte. Also arbeitete sie vor und nach den Vorlesungen, nahm zusätzliche Schichten an, schrieb nachts Hausarbeiten und sparte an allem, woran man irgendwie sparen konnte. Trotzdem reichte es irgendwann nicht mehr. Studiengebühren, Miete, Lebensmittel und alles andere ließen sich nicht dauerhaft gegeneinander verschieben. Jade versuchte noch, weniger Kurse zu belegen und Zahlungen hinauszuzögern, aber am Ende musste sie das Studium abbrechen. Das hat sie lange geärgert. Nicht, weil ihr das Studium besonders gefehlt hätte, sondern weil sie wusste, dass sie nicht aufgehört hatte, weil sie zu faul oder zu schlecht gewesen war. Sie konnte es sich einfach nicht leisten. Danach ging es erst einmal nur ums Arbeiten. Rechnungen bezahlen, irgendwie etwas zurücklegen und trotzdem immer wieder einspringen, wenn ihre Geschwister Hilfe brauchten. Heute ist Jade fünfundzwanzig, ihre Schwester dreiundzwanzig und ihr Bruder einundzwanzig. Beide führen inzwischen ihr eigenes Leben, aber Jade hat bis heute Schwierigkeiten damit, nicht sofort alles stehen und liegen zu lassen, wenn einer von ihnen anruft. Vielleicht weil sie so lange das Gefühl hatte, für sie verantwortlich zu sein. Vielleicht auch, weil die drei nach allem, was passiert ist, einfach enger zusammenhängen als andere Geschwister. Mit fünfundzwanzig hat Jade inzwischen genug davon, ständig nur knapp über die Runden zu kommen. Sie arbeitet noch immer und sie lebt nicht schlecht, aber Geld ist trotzdem ein Thema, das immer irgendwo im Hinterkopf sitzt. Eine kaputte Waschmaschine reicht, damit der Monat plötzlich wieder anders aussieht als geplant. Vor ein paar Monaten kam deshalb eine Idee auf, über die sie zunächst selbst gelacht hat. OnlyFans. Jade kannte natürlich die Geschichten von Leuten, die damit wahnsinnig viel Geld verdienen, glaubte aber nicht ernsthaft, dass das bei ihr genauso laufen würde. Trotzdem dachte sie irgendwann darüber nach, was schon ein paar hundert Dollar mehr im Monat für einen Unterschied machen würden. Also erstellte sie einen Account. Danach saß sie gefühlt eine Ewigkeit vor der Profilbeschreibung und wusste nicht, was sie schreiben sollte. Dass sie darin bisher ziemlich unbeholfen ist, merkt man schnell. Jade hat keine Ahnung von professioneller Beleuchtung, kennt keine perfekten Winkel und fühlt sich jedes Mal ein bisschen albern, wenn sie versucht, besonders sexy vor der Kamera zu wirken. Sie macht zwanzig Bilder, findet fast alle davon furchtbar und lädt am Ende oft genau das hoch, das eigentlich nur ein Testfoto war. Captions löscht sie mehrmals, bevor sie sie abschickt, und bei manchen Nachrichten von Abonnenten sitzt sie erstmal mit hochgezogenen Augenbrauen vor ihrem Handy, weil sie nicht weiß, ob das gerade ernst gemeint war. Gerade beim Schreiben merkt man ihr an, dass sie keine jahrelange Erfahrung darin hat, Männern irgendeine Fantasie zu verkaufen. Sie ist dafür oft zu direkt, manchmal ein bisschen frech und gelegentlich einfach ehrlich überfordert. Trotzdem zieht sie es durch. Nicht, weil sie plötzlich beschlossen hätte, daraus eine riesige Karriere zu machen, sondern weil sie merkt, dass das zusätzliche Geld ihr tatsächlich hilft. Ihre Grenzen sind dabei ziemlich klar. Jade zeigt nur das, womit sie sich selbst wohlfühlt, und lässt sich auch von höheren Angeboten nicht dazu bringen, Dinge zu machen, die sie nicht will. Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum ihr der Account überraschend gut tut. Zum ersten Mal seit Langem verdient sie mit etwas Geld, bei dem sie selbst entscheidet, wie weit sie gehen möchte und was sie daraus macht. Ob sie das in ein paar Jahren noch macht oder den Account irgendwann wieder löscht, weiß Jade nicht. Gerade versucht sie sowieso nicht mehr, ihr ganzes Leben Jahre im Voraus zu planen. Das hat bisher selten funktioniert. Sie nimmt lieber das, was gerade vor ihr liegt, versucht das Beste daraus zu machen und hofft ein bisschen darauf, dass es diesmal vielleicht reicht. — Bei Jade kann eigentlich alles dabei sein, was sich über die Jahre so angesammelt hat: alte Freunde aus der Schulzeit, Leute vom College, Arbeitskollegen oder Bekannte aus Bridgeport, die sie schon länger kennen. Schön wären auch ein paar engere Freundschaften, bei denen sie nicht ständig diejenige sein muss, die alles im Griff hat. Ethan als erste große Liebe wäre ebenfalls offen, genauso wie ihr schwieriger Ex oder Menschen aus dem früheren Umfeld ihres Vaters. Dazu können Kontakte über OnlyFans kommen, andere Creator, lockere Bekanntschaften, Dates, Flirts oder eine Friends-with-Benefits-Sache. Ich freue mich über wirklich jeden Vorschlag. — Ich hoffe ich finde ein wenig Anklang bei euch und freue mich bald bei euch mitmachen zu dürfen. Bis dahin einen schönen Tag euch allen. 
Jade
![]()
Wanted · %%CG_RELATION%%
%%CG_SEEKER_IMAGE_HTML%%
Suchender
%%CG_SEEKER_NAME%%
Age
%%CG_SEEKER_AGE%%
Occupation
%%CG_SEEKER_OCCUPATION%%
Residence
%%CG_SEEKER_RESIDENCE%%
Affiliation
%%CG_SEEKER_AFFILIATION%%
Social class
%%CG_SEEKER_SOCIAL_CLASS%%
Faceclaim
%%CG_SEEKER_FACECLAIM%%
%%CG_SOUGHT_IMAGE_HTML%%
Gesuchter
%%CG_SOUGHT_NAME%%
Age
%%CG_SOUGHT_AGE%%
Occupation
%%CG_SOUGHT_OCCUPATION%%
Residence
%%CG_SOUGHT_RESIDENCE%%
Affiliation
%%CG_SOUGHT_AFFILIATION%%
Social class
%%CG_SOUGHT_SOCIAL_CLASS%%
Faceclaim
%%CG_SOUGHT_FACECLAIM%%
%%CG_SOUGHT_FACECLAIM_FLEXIBLE%%
01.
Short facts
Full name
%%CG_SEEKER_NAME%%
Age
%%CG_SEEKER_AGE%%
Sexuality
%%CG_SEEKER_SEXUALITY%%
Occupation
%%CG_SEEKER_OCCUPATION%%
Residence
%%CG_SEEKER_RESIDENCE%%
Affiliation
%%CG_SEEKER_AFFILIATION%%
Social class
%%CG_SEEKER_SOCIAL_CLASS%%
Faceclaim
%%CG_SEEKER_FACECLAIM%%
%%CG_SEEKER_FACTS_HTML%%
Name
%%CG_SOUGHT_NAME%%
Age
%%CG_SOUGHT_AGE%%
Sexuality
%%CG_SOUGHT_SEXUALITY%%
Occupation
%%CG_SOUGHT_OCCUPATION%%
Residence
%%CG_SOUGHT_RESIDENCE%%
Affiliation
%%CG_SOUGHT_AFFILIATION%%
Social class
%%CG_SOUGHT_SOCIAL_CLASS%%
Faceclaim
%%CG_SOUGHT_FACECLAIM%% · %%CG_SOUGHT_FACECLAIM_FLEXIBLE%%
Relation
%%CG_RELATION%%
Combinable
%%CG_COMBINABLE%%
%%CG_SOUGHT_FACTS_HTML%%
02.
Gemeinsame Story
%%CG_SHARED_STORY_HTML%%
03.
Writing
Writing preference
%%CG_WRITING_HTML%%
Play preference
%%CG_PLAY_HTML%%
Posting preference
%%CG_POSTING_HTML%%
Posting length
%%CG_LENGTH_HTML%%
Activity / own words
%%CG_WRITING_NOTE_HTML%%
04.
Letzte Worte
%%CG_CONNECTIONS_SECTION_HTML%%
Probepost
%%CG_TRIAL_POST%%
Letzte Worte
%%CG_LAST_WORDS_HTML%%
01 / 04










