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Alvaro Libero Alonso

Alvaro

Age30
HomeTehuacán, Mexico
FaceclaimFabien Frankelalready reserved
Occupationsecurity counselor
AffiliationIndependent Criminal
Social classUpper Class
01.Short facts
Full nameAlvaro Libero Alonso
NicknameAlva
Birthday05.03.1996
Pronounshe / him
Sexualitystraight
Occupationsecurity counselor
ResidenceChicago
Social classUpper Class
+Personality
introvertiertextrovertiert
vorsichtigrisikofreudig
idealistischrealistisch
impulsivdiszipliniert
weichherzigabgeklärt

Alva könnte man als freundlichen Fremden mit der Kippe im Mund bezeichnen. Er grüßt, er schüttelt Hände, dennoch will er keine Rolle in den Leben anderer spielen. Aus Selbstschutz, aus Gewohnheit. Vielleicht auch aus Schutz anderer. Sein Leben ist geprägt von Arbeit. Illegaler Arbeit, die Anonymität bedarf. Fernab davon hat er kein richtiges Leben. Er beobachtet viel, ist viel unterwegs und durchlebt seinen Alltag. Das ist im Grunde alles, was er macht. Irgendwo ist es auch alles, was er ist. Ein vorsichtiger Mensch. Vermutlich der einzige Mexikaner, der während einem Fußballspiel ruhig bleibt. Ein Typ, der durch den Schuss einer Pistole oder an Lungenkrebs durch den Tabakkonsum draufgehen wird. So viel gibt es über ihn nicht zu sagen. Er ist unscheinbar, aber gleichzeitig auch präsent. Sozusagen ein Geist in einer fremden Stadt, die mittlerweile zu seinem Zuhause geworden war.

02.Story

It’s truly an unforgettable feeling – a gun to your head, your mum looking at you in disbelieve.
Pulling the trigger would take your life immediately. Another wasted life. That was existence
in our world. Opportunities that would cause harm to others. Everyone wants their piece of
pie. Many die for that piece; many suffer because of their actions.
Alvaro hatte es sich nicht ausgesucht, dieses Leben zu führen. Viele würden sagen, dass er
das beste Szenario bekommen hatte. Sohn einer wohlhabenden Familie – Geschwister, die
füreinander da waren. Armut war kein direktes Problem, wodurch es auch keinen Futterneid
gab. Er konnte in dieser Umgebung aufwachsen, sich entwickeln und musste sich nicht vor
den üblichen Gefahren Mexikos fürchten. Das Essen kam auf den Tisch, Bildung war auch
kein Problem. Es konnte doch nicht so schlimm sein, oder?
Alejandro Alonsos Vermögen war kein Selbstläufer. Er hielt sich zwar überwiegend im
Schatten der Gesellschaft auf, doch änderte es nichts an der Sache, dass er ein Teil von
etwas war, dass die Gesellschaft spaltete. Sonora-Kartell – one bad decision, one
beheading. In der Gegend kannte jeder den netten, respektvollen Mann, der in die Jahre
gekommen war. Seine Familie stand ebenfalls in der Mitte der Gesellschaft. Alvaro, sein zwei
Jahre älterer Bruder Inigo und die fünf Jahre ältere Iliza kannten jeden und jeder kannte sie.
Sie waren gern gesehen, denn die Familie prahlte nicht mit ihrem Geld. Letztendlich wäre
das auch fatal. Neid und Habgier, zwei nicht zu unterschätzende Einbruchsgründe.
Einbrüche konnten gut und gern mit Tod und Entführung enden. Das Haus der Alonso war
abgesichert. Zusätzlich wohnten auch zwei Onkel von Alvaro in diesem Haus. Wie er später
herausfand, waren diese aber nicht wirklich mit ihm verwandt. Die Skepsis gegenüber den
beiden konnte er nie ablegen, was auch daran lag, dass er die Handfeuerwaffen an ihren
Gürteln fast schon hören konnte. Sein Vater trug nie etwas dergleichen. Er übte sich in
Worten, konnte sich mit diesen Gehör verschaffen. Im Grunde ein friedliebender Mensch.
Sein Gegenstück, Fernanda, war ihm ähnlich. Als Mutter von drei Kindern lebte in ihr ein
gewisser Lebenswille. Der Argwohn in ihren Augen konnte schnell einer puren Freundlichkeit
weichen. Sie wusste von der anderen Seite – wusste, dass ihr Mann Teil von etwas war,
dass alles zugrunde richten konnte. Auf der anderen Seite wusste sie aber auch, dass das
Kartell eine Möglichkeit war, ihr Leben zu genießen. Armut hatte ihr Leben bestimmt. Das
wollte sie ihren Kindern nicht antun. Wenn sie dafür weggucken musste, dann war es ihr das
wert. Alejandro involvierte sie auch nicht in die Geschäfte des Kartells. Wenn er fiel, sollte sie
nicht das gleiche Schicksal ereilen. Seine Kinder sollten es gut haben. Dafür hatte er schon
gesorgt.
Doing something bad to help yourself and others doesn’t mean that it’s good. In the opposite,
it’s just bad reasoning. Living with your decisions without justifying them – that’s what you
should do.
Alvaro galt als extrovertierter Junge, der sich gern mal an den Rand der Straftaten begab.
Mit Feuer spielen, verbotene Orte erkunden. Er war sich im Grunde für nichts zu schade.
Alles war irgendwo ein Spielplatz für ihn. Er kannte die Stadt, er kannte das Dorf. Und überall
kannte ihn jeder. Jeder war freundlich, jeder drückte auch mal ein Auge zu. Diese
Herzlichkeit war auf ihn übergesprungen. Man half Nachbarn, man grüßte sie jedes Mal. Es
war eine Selbstverständlichkeit. Alvaro war selbst nie wirklich frech. Er war aufgeweckt, hatte
immer ein Grinsen auf den Lippen. So war es damals Normalität gewesen. Das änderte sich
fast schon schlagartig, als er an die falsche Person geriet. An einem Sommertag hatte der
Siebenjährige sich ein Auto angeguckt, dass an der heimischen Tankstelle stand. Es war
nicht üblich, dass ein solches Auto hier vorbeifuhr. Ein orangener Mustang GT. Er konnte
diesen Wagen nie vergessen. Alvaro war mit zwei Freunden unterwegs, als er sich dem
Wagen näherte. Es war eine harmlose Handlung. Er ging um den Wagen herum, während
sich die anderen beiden an die Tanksäule daneben lehnten. Er selbst kam nicht aus dem
Staunen heraus, berührte den Wagen am Tankdeckel leicht, als auch schon eine kalte
Stimme ertönte. Es ging alles sehr schnell. Eine erhobene Pistole, ein kalter Blick. Emilio und
Sergio starrten ihn an, bevor sie sich langsam rückwärts von der Tankstelle entfernten. Doch
Alvaro durfte nicht. Er hätte es auch nicht gekonnt. Starre. Angst. Überraschung. „Dreh dich
um, chico.“ Ein Befehl, doch sein Körper wollte sich nicht rühren. Die Rückseite der Pistole
traf auf seine Schläfe. Schmerz. Seine Hand schnellte zu der Schläfe, wurde aber
abgefangen. Der Lauf der Pistole ruhte nach ein paar Sekunden auf seiner Stirn. „Du hattest
es auf mein Auto abgesehen. Ich muss mit dir leider ein Exempel statuieren, bevor die
Autodiebe mir noch folgen.“ Zu dem dazugehörigen Schuss kam es allerdings nicht. Es
erfolgten mehrere Schüsse aus entgegengesetzten Richtungen. Der Mann ging fast sofort zu
Boden, während Alvaro sich endlich bewegt hatte, um sich auf den Boden zu schmeißen.
Sein Vater kam direkt zu ihm geeilt. Das warme Blut tropfte auf den Boden, der Alvaro im
Moment noch erdete. Er weinte nicht, aber er konnte nicht richtig atmen. Alles verging in
Zeitlupe. Die Geräusche hallten in seinen Ohren. Menschen riefen und schrien um ihn
herum, aber es fühlte sich so an, als wäre er gar nicht an dieser Situation beteiligt gewesen.
Dann spürte eine Hand auf seiner Schulter. Es war nicht die Hand seines Vaters. Miguel
Nandes sprach mit ihm, fragte ihn, ob alles in Ordnung sei. Er sprach nicht so, als ob diese
Situation in großartig stören würde. Ein Mann war tot, aber er fragte Alvaro mit einer Art
Ruhe, die ihm eine Gänsehaut verpasste. Er verspürte nicht direkt Panik, nur konnte er nicht
damit umgehen. Als Miguel sich wieder entfernt hatte und sich seinem Sohn anschloss,
blickte ihm Alvaro hinterher. Sein Blick traf nach wenigen Momenten auch auf den von
Ferran. Im Gegensatz zu seinem Vater kannte Alvaro ihn gut. Eine Untertreibung, wenn man
bedachte, dass sich die beiden Haushalte regelmäßig trafen. Sein Anwesen kannte er wie
ein zweites Zuhause. Nur wusste er auch, dass sein Vater Miguel anders betrachtete. Sie
waren Geschäftspartner, aber er konnte in dem Blick seines Vaters sehen, dass es nur das
war. Wollte sein Vater Arbeit und Privates auseinanderhalten? Möglich. Seine Eltern
reagierten allerdings auf den Vorfall an der Tankstelle. Er sollte sich von Fremden fernhalten.
Vor allem von welchen an Tankstellen. Leute, die einfach auf Durchreise waren. Seine
Geschwister wirkten so, als wäre es für sie nichts Neues. Alvaro wurde so behandelt, als
hätte er etwas derartig Dummes getan. Die Nachbarschaft sah es ein wenig anders.
Letztendlich war er noch jung und unerfahren. Alvaro schämte sich dafür, zog sich ein wenig
zurück. Er musste das ganze verarbeiten, bekam es aber nur so halb hin. Was mit dem Auto
oder mit dem Mann passiert ist, würde er nie herausfinden. Die Tankstelle sah am gleichen
Abend wieder normal aus. Alle verhielten sich so, als wäre nichts passiert. Es vergingen ein
paar Tage. Er und Ferran saßen auf einer Mauer am Anwesen. „Nobody can tell me if what
happened to that hombre – or nobody wants to tell me. Is it no issue for them that he was
killed? Is my participation in this situation the reason he had to die?“ Die Frage war nicht an
Ferran gerichtet, dennoch sah er ihn fragend an, bevor er den Kopf schüttelte. „Possible. Not
possible. Maybe not“ Doch der Gedanke blieb.
Innocence is a difficult term. Who is truly innocent? The children, animals? Everyone can
inflict damage and cause sorrow. So, who’s truly innocent? Those who cannot reason or no
one at all?
Alvaro arbeitete ohne große Ablenkung an seiner akademischen Bildung. Er wurde an einer
Privatschule untergebracht, genauer gesagt an einem Internat in Mexico City. Sein Vater
hatte ihn auf seinen eigenen Wunsch dort reingebracht. Es war ihm vermutlich recht. Der
Vorfall vor vier Jahren hatte etwas in dem Jungen hinterlassen. Alle anderen hatten den
Vorfall schnell vergessen. Er hing jedoch hinterher, fokussierte sich auf alles, was ihn von der
Erinnerung ablenken konnte. Jedoch musste er immer dran denken, wenn er Miguel sah –
oder ein Auto sah, dass annähernd so aussah wie ein Mustang. Allerdings wusste er
mittlerweile auch, wie er sich wehren konnte. Ein Trick – das kleine Messer in seiner
Schuhsohle. Inigo hatte es ihm gezeigt – es von ihm gefordert. Wenn sein kleiner Bruder in
eine Situation geriet, sollte er alles daran setzen, sich ohne die Hilfe anderer wieder
rauszuwinden. Nur war er im Internat in Sicherheit. Es fühlte sich beinahe wie ein schräger
Traum an. Er war es nicht gewohnt, so behandelt zu werden. Ein Großteil der Schüler wirkte
kühler, distanzierter als die Leute zuhause. Trotz der Unterschiede zwischen der Schule und
seinem Dorf fand er dort Freunde, knüpfte Kontakte. Niemand dort wusste etwas über seine
Verbindung zu dem Sonora-Kartell. Als Miguel vor zweieinhalb Jahren auf ihn zugekommen
war, hatte er selbst nichts davon gewusst. Er hatte ihn unter Vorwänden mit zu einer
Hanfgroßplantage mitgenommen. Sein Sohn war diesmal nicht mitgekommen. Miguel hatte
ihm erklärt, was es mit ihm und Alvaros Vater auf sich hatte. Illegaler Anbau, illegaler
Schmuggel, Menschenhandel, Korruption. Alvaro hatte einen Teil davon selbst erlebt. Die
verschwundene Leiche. Miguel hatte sie verschwinden lassen. Die Leiche lag irgendwo in
der Nähe der Plantage, das Auto wurde an jemanden verteilt. So einfach hatte er eine
Existenz vernichtet. Ein weiteres erloschenes Licht. Es war keine Überraschung gewesen.
Seine Schwester hatte ihn vor Kartellen gewarnt, allerdings auch, weil sie selbst Teil davon
war. Sie hatte es sich ausgesucht, ihrem Vater zu helfen. Das erfuhr er jedenfalls erst später.
Jedoch hatte er sowas geahnt. Ein Vermögen kam nicht von ungefähr. Sein Vater war Teil
von etwas Grausamen und doch verstand Alvaro, warum er Teil davon war. Und er verstand
auch seine eigene Rolle in diesem Spiel. Seine Dummheit hatte Miguel dazu gezwungen,
eine Leistung zu erfüllen. Der tote Mann. Miguel verlangte nichts von ihm, aber Alvaro
wusste, was er von ihm wollte. Loyalität, ein Verständnis der Ernsthaftigkeit. Eine
Machtdemonstration. Er sprach mit niemanden über die Stunden auf der Plantage. Er hatte
genug gesehen. Während der Internatszeit wurde ihm aber schonmal unterschwellig
angeboten, Informationen über Mitschüler gegen Geld mit den Leuten des Sonora-Kartells
auszutauschen. Vorrangig ging es um die Beziehung zu den Eltern. Anfangs lehnte er ab,
aber irgendwann schrieb er unter anderem Leuten wie Ferran Steckbriefe von Mitschülern.
Dass sogar Ferran mit drinhing, hatte er von Miguel erfahren. Als gleichaltriger Freund von
Ferran sollte Alva hin und wieder auch ein Auge auf seinen Sohn haben. Schwer wiegt die
Krone des Erbes.
Accepting to be part of a crime construct comes with a price. You feel like someone who
can’t complain about bad treatment because you indirectly signed a death warrant. Start
complaining and they won’t tolerate you anymore.
Konnte er froh sein, dass er es bis zu diesem Punkt überlebt hatte? Seine Familie war in
keiner unmittelbaren Gefahr und dennoch fühlte sich das Leben im Internat wie ein indirekter
Ritt auf einem Pulverfass an. Er wusste erst verzögert über Entwicklungen im Dorf. Sein
Vater wollte auch, dass er sich keine Sorgen machte. Alejandro war nicht enttäuscht, dass er
sich mit dem Kartell in Verbindung gebracht hatte, aber er begrüßte es auch nicht. Für ihn
war es immer nur ein Geschäft gewesen. Seine Augen waren geschlossen, aber seine
Geldwäsche lief und funktionierte. Das Dorf war involviert, die Stadt auch. Seine Wurzeln
schlug er selbst in der Hauptstadt Mexikos. Deswegen war er also so wichtig. Ohne ihn
konnte das Kartell ihr Geld nicht reinwaschen. Alvas Schwester half ihm dabei, Inigo hielt
sich heraus und wollte lieber eine Fußballerkarriere starten. Alvaro fand das naiv, aber hielt
es gleichzeitig auch für eine der besten Optionen. Sein eigener Weg würde nicht so harmlos
verlaufen.
Trotz der wenigen Aufträge, die er für das Kartell erfüllt hatte, war er mittendrin. Er hatte es
mit jedem Ferienaufenthalt zuhause gespürt. Wie Miguel immer wieder auf ihn zugekommen
war, ihm auf die Schulter geklopft hatte. Sein Vater hatte ihm immer wieder verdeckt Vorsicht
geboten. Wenn er schon Teil der Sache war, dann musste er wenigstens aufpassen. Nach
seinem Abschluss fungierte er als Kurier für seinen Vater. Jemand, der viel reiste. Er hatte
einen Deckmantel – junger Handelsvertreter aus Tijuana. Was er auch hatte: Die Hoffnung,
nicht so wie Ferran zu enden. Sein Handeln hatte er mitbekommen. Ein Mord in den
Vereinigten Staaten, Gefängnis. Irgendwie war ihm bewusst, wer wirklich dahintersteckte.
Weiterhin galt jedoch, dass er es nicht sagen musste.
Spiraling isn’t that bad. If you spiral upwards, of course. If it goes south, well, you’ve been
warned. Murder, prison, devotion to a master who calls himself father. It can drive you mad.
Im Gegensatz zu Ferran konnte Alvaro Gefängnisse vermeiden. Das erstarrte Kind von
damals hatte sich zu einem Mann entwickelt, der sich zwischen den Welten bewegen konnte,
ohne groß aufzufallen. Dinge fielen ihm leichter, als sie sollten. Das Lügen, die sanften
Forderungen. Er war das Sprachrohr seines Vaters und als solches blieb er immer fern von
Risiken. Das war jedenfalls der Regelfall. Wenn es doch mal brenzlig wurde, zog er gern die
Notbremse. Verschwinden war eine nützliche Fähigkeit seinerseits. Er konnte sich auch
herausreden, falls es nötig war. Er musste nur wissen, wie er es am besten anstellen konnte.
Sich dummstellen, andere als schlauer bezeichnen. Es war alles Teil des Charmes. Noch
immer war er in der Hauptstadt unterwegs, überprüfte die Geldwäschestätten in
unregelmäßigen Abständen. Gab es Probleme konnte er sich die Sache anschauen. Die
Behörden bekamen es entweder nicht mit oder wurden geschmiert. Es würde sowieso nicht
auffallen, da die halbe Stadt geschmiert war.
Wenn man einmal auf dem Torre Latinoamericana stand, wurde einem bewusst, wie
unbedeutend man selbst eigentlich war. Letztendlich blieb es dabei, dass man einer von
vielen war – nur dass man schließlich Teil eines Konstrukts geworden war, der keine Fehler
duldete. Ein Fehler konnte zu weiteren Fehlern führen. Ein Fehler konnte das Konstrukt in
viele, kleine Teile zerbersten lassen. Es wäre nicht das erste Kartell, dem dieses Schicksal
widerfahren würde. Alva würde auch nicht der erste Naivling sein, der durch Familienbande
zwischen die Fronten geriet und sein Leben verlor. Würde jemand aus seiner Familie einen
Fehler begehen, war die Chance nicht allzu gering, dass er auch dran glauben musste.
Früher hatte er daran geglaubt, dass er dem Ganzen ausweichen konnte. Einfach die Schule
abschließen und sich Arbeit suchen. Ein normaler Alltag. Aber es hatte sich seit seiner
Kindheit angebahnt. Nur wenige schafften es, sich dagegen zu wehren. Sein Bruder hatte
sich dagegen gewehrt. Er hatte es in den Profisport geschafft, während sein Bruder
wenigstens einen guten Schulabschluss schaffen konnte, bevor er immer mehr in die Pläne
des Kartells integriert wurde. Noch immer kümmerte er sich um die meisten Orte, an denen
die sogenannte Finanzverschleierung stattfand. Schutzgeld war einer dieser Themen, denen
er bewusst aus dem Weg ging. Da man es mit ihm gut meinte und ihm durch seinen Vater
Respekt gezollt wurde, hatte er nicht zu befürchten, dass man ihm etwas aufdrückte. Alva
war noch immer der charmante, freundliche Junge aus der Nachbarschaft – nur hatte er
mittlerweile Dinge gesehen. Weinende Menschen, eingeschüchterte Mienen, Verrat. Nicht an
ihm selbst. Und trotzdem war er anwesend, als dieser Verrat bestraft wurde. An diesem Tag
hatte sich nicht viel an ihm geändert – und genau diese nicht vorhandene Änderung in
seinem Wesen hatte ihm zu denken gegeben. Gewalt hatte er nie gewollt, doch war es
mittlerweile Teil seiner Existenz. Er war Teil einer Organisation, die physische und
psychische Gewalt anwandte. Ob schuldig oder unschuldig – es spielte keine Rolle. Vielleicht
wollte er genau deswegen anders sein. Sein kleiner, naiver Versuch, seine Existenz zu
rechtfertigen. Als ob es die Sache besser machen würde.
Chilangolandia rückte in Ferne, als er sich erst Richtung Florida begab und sich dann
Richtung Norden aufmachte. In Miami hielt er sich knapp ein Jahr auf. Seine Heimat war auf
Befehl von oben ein Stück ein Stück weiter weggerückt. Dabei war er nur auf der anderen
Seite des Golfs von Mexiko. Miami war kein großer Kulturschock für ihn. Als jemand, der
noch nie großartig feiern gegangen war, änderte sich kaum etwas. Nur waren es sehr viele
Kulturen, die aufeinandertrafen. Neben den ganzen Gringos sah man Menschen aller
Ethnien. Viele davon lebten einfach ihr Leben, während andere das Leben dieser anderen
einschränken oder verschlimmern wollten. Zwietracht und Hass blieben schließlich ganz die
Alten. Es waren Jahre vergangen, seit Alva auf eigenen Beinen stand. Die Stimme seiner
Mutter weckte ihn seit Ewigkeiten nicht mehr, seinen Vater sah er nicht mehr mit der
ausgebreiteten Zeitung am Frühstückstisch sitzen. Seine Geschwister sah er auch nur noch
vor dem Bildschirm. Beide wussten, für wen er da im fremden Land unterwegs war. Beide
wussten allerdings auch, dass er nicht wirklich darüber sprechen wollte – oder auch nicht
darüber sprechen durfte. Iliza unterstützte ihren Vater bei seinen Geschäften. Ihr traute Alva
zu, mit dem einhergehenden Druck umzugehen. Besonders als Frau würde sie schwer
haben. Nur wusste er, dass seine große Schwester sich nicht auf diese Schiene einließ. Eine
Kämpferin. Er war eher das Gegenteil. Konflikten ging er aus dem Weg. Das war irgendwo
auch zu seiner Aufgabe geworden. Sein Name war in Florida nicht bekannt, genannt wurde
er Camu. Keine richtige Bedeutung, einfach nur ein schlichter Deckname. Ausgerechnet Alva
sollte ein Auge auf die Geschäfte haben. Nur ein Auge. Er war während den Touren durch die
Vertriebsorte, die er in unregelmäßigen Abständen machte, eine stille, fast schon beiläufige
Erscheinung. Er mischte sich mit Verkleidungen unter die Arbeit und beobachtete. Ob was
abgezogen wurde, ob es Themen gab. Dokumentieren tat er dies auf seinem Handy. Nach
einem Jahr und täglichen Berichterstattungen ging es weiter mit ihm. Das Jahr 2018 war
gerade angebrochen, als er nach Zwischenstopps in Städten, die der gewöhnlichen Route
entsprachen, nach Chicago gelangte. Einer der Orte, an dem die Ware später nach Kanada
übersetzte. Dort sollte er nun die Lage beobachten. Business as usual. Unter dem Radar,
lange Nächte. Ein junger Mann in seinen Zwanzigern hatte oft den Drang, sich auszuleben.
Diesen Drang verspürte er nicht. Er schlief sieben Stunden, wartete auf Anweisungen und
ging raus. Oft wurde er abgeholt, oft schleppte er sich selbst hin. Sein strikt geführtes
Arbeitsleben bestand aus Variation – Unberechenbarkeit. Dabei half ihm keiner. Ein falsches
Gedankenexperiment und seine Identität konnte auffliegen. Anders als Camu lebte Alva ein
geradezu einseitiges Leben. Einkaufen gehen, zuhause trainieren, lesen. So ähnlich. Ans
Telefon ging er fernab von den Business Calls nur, wenn seine Familie anrief. Ein simples
Leben in einer Klimazone, die sich deutlich von seinem Heimatort unterschied. Chicago war
nochmal eine Ecke anders als Miami. Die Stadt am Golf ist geprägt von einer gewissen
spanischen Kultur. Chicago wiederum erinnerte ihn an eine Art New York, wie er es aus
Filmen kannte. Langgezogene Mehrfamilienhäuser, neben denen sich eine Bahn durch die
Stadt schlängelt. Und erneut eine Hochburg der Multikulturalität. Nur hatte diese Großstadt
eine gewisse Tristesse, die sich vor allem im Winter wie eine Decke über die Stadt legte.
Hochhäuser, deren Spitze man nicht sehen konnte, wenn der Nebel zu dick war. Und Alva
war immer noch mittendrin. Kontakte pflegte er in dieser Stadt nur wenige. Einer, der sich bei
den Nachbarn als sein Bruder ausgab, kümmerte sich darum, dass nichts seiner Wohnung
zustieß, wenn er weg war. Sowieso hielt er seine Wohnung wie jemand, der jederzeit
ausziehen könnte. Wenige Sachen, die Flucht mit einem Anruf erreichbar. Mit den Jahren
hatte er ein Gefühl dafür entwickelt, die Sicherheit nicht als selbstverständlich zu betrachten.
Fehler geschahen oft genau da, wo das Gefühl der Sicherheit zunahm. Paranoia war ein Teil
seiner Persönlichkeit. Er zeigte es nicht unbedingt nach außen, doch würde er gern jede
zweite Sekunde hinter sich blicken. Schließlich konnte sich jederzeit das Blatt gegen ihn
wenden. Sein Vater war seit langer Zeit Teil des Kartells – und dennoch fühlte Alvaro sich mit
den fortschreitenden Jahren immer unsicher gegenüber dieser Geschäftsbeziehung. Als
würde sein Vater das Unvermeidliche nur herauszögern. Doch musste er seine Arbeit
machen, um Miguel keinen Grund zu geben, seine Familie zu hinterfragen. Zurück nach
Mexiko durfte er nicht. Es war ein zu hohes Risiko, dass ihm während der Reise etwas
passieren konnte. Und schließlich musste er auch vor Ort bleiben. Trotzdem bekam er auch
einige Tage frei. Geld hatte er. Ausgeben tat er es nicht. Noch immer war er offiziell als
Security Counselor tätig. In den Jahren war er in mehreren Unternehmen gewesen, die
allerdings auch nur Schein waren. Oft war er abends unterwegs, aber tagsüber tat er auch
gewisse Prozesse am Laptop, wobei diese eher nur Fassade waren. Durch die Schulungen
nahm er allerdings Dinge mit, sah Mängel oft vor Ort, was allerdings nur ein amüsanter
Zeitvertreib war. In einer Welt der Arbeit brauchte er diese Abwechslung hin und wieder. Und
seine Zigaretten. Ohne sie wäre er aufgeschmissen. Nicht selten lehnte er sich über die
Metallplatte des Konstrukts, das einen Balkon nachahmen sollte. Nicht selten zündete er sich
eine Zigarette an, nachdem er spätabends aus einem Bus ausstieg. So traf er auch seinen
ersten Freund seit Ewigkeiten – oder seine erste Freundin. Er hatte sie schon öfter einfach
vor ihrer Wohnung sitzen sehen. Blicke hatten sich flüchtig getroffen. Chicagos Infrastruktur
sorgte wohl dafür, dass einige Leute keinen Balkon besaßen. Sein erster Gedanke, der sich
wiederholte, als er ihre Anwesenheit vor ihrer Wohnung spürte. Wenn man eine Zeit lang in
einer Gegend wohnte, konnte man Veränderungen spüren. Leichte Unterschiede in der
Optik, leichte Änderungen der Lautstärke. Dass sie dort saß, war eine Konstante. Und
ironischerweise hatte er sein Feuerzeug unterwegs liegen gelassen, was ihn nicht gerade
positiv stimmte. Spuren, die er hinterließ. Spuren, die vermutlich niemand lesen konnte oder
wollte, aber die Vorsicht vor allem und jedem war ein Fluch. Und doch sprach er sie an,
fragte nach Feuer. An diesem Abend bekam er kein Feuer, sondern eine Abfuhr. Eine
offensichtliche Lüge von einer Frau, die ihn ein wenig an seine Schwester erinnerte. Von ihr
ging keine Streitlust aus, aber sie machte auch keinen Hehl daraus, dass sie es einen
Scheiß interessierte, dass er sie nach Feuer gefragt hatte. Alva hatte sie einfach nur
gemustert, auf sie herabgesehen, bevor er den Stoff des herunterhängenden Mantels
hochzog, um sich neben sie zu setzen. Sogar eine Kippe wurde sich zwischen die Lippen
geschoben, um wenigstens so zu tun, als hätte sie ihm Feuer gegeben. Man musste sich an
die Situation anpassen, richtig?
Yuna stahl sich in sein Leben – nein, er bewegte sich in ihr Leben. Vielleicht war es auch ein
Aufeinanderzugehen. Einen kleinen, fast schon unbedeutenden Teil seiner Freizeit
verbrachte er mit ihr. Wenn er wiederkam, die Straße entlangging, fiel sein Blick erst zu ihrer
Haustür und dann zu den Fenstern der Wohnung, wenn sie mal nicht vor der Tür saß. Es
waren Momente, in denen sie Kippen teilten, die ihm etwas gaben, dass er seit dem
Verlassen seines Heimatortes nicht mehr wirklich gefühlt hatte. Etwas Vertrautes. Ferrans
Lachen, Ilizas strenger Blick oder Inigos lautes Seufzen. Alles wirkte so fern. Sein ehemalig
bester Freund im Gefängnis, seine Schwester mit etlichen Lasten auf ihren Schultern, sein
Bruder im Dunstkreis des Profi-Fußballs. Jeder hatte sich weiterentwickelt –
auseinandergelebt. Alva hatte es nach Chicago verschlagen. Yuna war hier aufgewachsen.
Und dennoch behandelte sie ihn nicht wie einen Außenseiter – jedenfalls sah er ihre eher
abweisende Art nicht als Anlass, in Angst und Schrecken auszubrechen. Genau wie er hatte
sie ihre Auf und Abs. Als Alva merkte, dass ihre abendlichen Ausflüge vor die Tür mehr des
Selbstschutzes vor ihrem Pflegevater galten als ihren kleinen Meetings, fühlte er sich
ebenfalls zurückversetzt. Eltern, die ihre Kinder vorschickten. Die Unschuldigen zuerst, da es
Menschen gab, die den unschuldigen Kindern kein Haar krümmten. Dann wunderten sich
genau diese Eltern, warum auf diese unschuldigen Kinder eingetreten wurde. Doch sah man
ihr die Unerschrockenheit an. Blaue Flecken verstörten sie nicht, die bösartigen Worte
konnte sie wegignorieren. Und dennoch fühlte er sich für sie verantwortlich. Irgendwo war sie
seine Bezugsperson. Eine Person, mit der er außerhalb seiner Machenschaften in der
Dunkelheit zu tun hatte. Ihr eine Schulter zum Anlehnen zu geben, war das mindeste, was er
tun konnte. Er wusste durch die Persönlichkeit von Iliza, dass solche Persönlichkeiten in der
Regel nach Hilfe fragten, wenn sie diese wirklich brauchten. Geborene Einzelkämpfer, die
andere nicht mit in den Schlamm ziehen wollen. Alva respektierte es. Er hatte kein Recht, ihr
dieses Gefühl zu nehmen. Es wurde nur schwieriger mit jeder weiteren Minute, die er mit ihr
verbrachte. Aus Zigarettenminuten wurden Essenspausen in seiner Wohnung, aus
Essenspausen wurden Jahre des Anlehnens. Trotz des Altersunterschieds von fünf Jahren
hatten die beiden einander respektieren gelernt. Für ihn war Yuna ein Bestandteil von
Chicago – eher seinem Leben in Chicago. War das der Grund, warum er immer ein Auge auf
ihr hatte? Vermutlich hatte er deswegen auch jemanden in die Wohnung neben ihr einziehen
lassen. Für den Fall der Fälle. Ein klarer Machtmissbrauch, aber immerhin konnte er
jemanden, der eh über seine Wohnung wachte, wenn er weg war, einen längeren Weg
ersparen. Natürlich war das nur ein Bonuseffekt. Während er vorher nur an die Arbeit und
ans Leben selbst gedacht hatte, war da nun jemand, den er beschützen wollte. Jemand, der
so oder so ahnen würde, was er ungefähr für ein Leben führte. Yuna war meilenweit davon
entfernt, naiv zu sein. Das merkte er, als sie das erste Mal in seine Wohnung trat, den Blick
betont beiläufig zur Tür und seinen Fenstern schwenken ließ. Nichts, was er noch nie zuvor
gesehen hatte. Er war selbst so jemand. Nur hatte er den Fehler gemacht, sich neben sie zu
setzen. Schließlich brachte er sich und Yuna in Gefahr. Würde ihm jemand auflauern – seine
Identität herausfinden – wäre sie ein guter Köder. Nicht umsonst hatte man ihn ins Ausland
geschickt. Bisher hatte er noch das Vertrauen von Miguel inne. Seines Wissens lag auch
noch kein besonderes Augenmerk auf ihm. Änderte sich das in jener Nacht, in der Yunas
Küche verwüstet wurde und man den leblosen Körper ihres Pflegevaters untersuchte. Ein
simpler Einbruch, der tödlich endete. Oder doch ein Totschlag, da ein gewisser Jemand das
angeschwollene Gesicht von Yuna gesehen hatte und die Sicherungen durchgebrannt
waren? Als Alva die Nachricht bekam, dass es laut in der Wohnung wurde – nein, dass es
sich nach einem Kampf anhörte – zog er sich schwarze Plastikhandschuhe über. Trotz der
Gefühle, die in ihm hochkochten, plante er in der ganzen Eile. Männer, die unterwegs waren,
Improvisation. Ein maskierter Alva trat die Tür ein und zog den Mann von seiner
Pflegetochter. Natürlich kam es zu einem Kampf, den der ausgelaugte, alkoholisierte Mann
schließlich verlor. Und dennoch gab er nicht auf. Und Alva hörte nicht auf, schubste ihn
gegen den Kühlschrank, Schlag – stieß in gegen die Schränke, deren Glas splitterte, Schlag.
Jahrelange Wut aus zwei verschiedenen Leben war entfesselt worden. Und schließlich
reichte ein Griff an den Kopf und ein dumpfes Rammen gegen den die Küchenzeile, um den
Menschen vor ihm zum Schweigen zu bringen. Für immer. Trotz der Spontanität der Aktion
hatte es weitreichende Folgen. Die Polizei wurde ein paar Minuten später von dem Nachbarn
gerufen, den er installiert hatte. Wertgegenstände wurden entwendet. Während seine Frau
außer Haus und Yuna bewusstlos waren, wurde eine Situation inszeniert. Die Vertuschung
des wahren Grundes reduziert zu einem gewaltvollen Einbrechen. Es hatte weitreichende
Folgen für Alva. Nicht nur hatte er nun die Macht des Kartells genutzt. Nein, er hatte diese
Macht genutzt, um etwas fernab der Tätigkeiten zu beeinflussen. Ein egoistisches Handeln,
das man aber verdecken konnte. Erstmal. Und dazu war es der erste Mensch, den er auf
dem Gewissen hatte. Es war kein Angeben, es war kein Grund zur Feier. Es war nicht für
Yuna gewesen, dass er sich an diesem Abend in die endgültige Dunkelheit begeben hatte.
Er selbst hatte es nicht mehr hinnehmen können. Er, wie er über ihr kniete – auf sie
einschlug.
Seit diesem Abend war es nicht selten, dass er auf seinem Bett saß und sein Bein
ungeduldig zitterte. Nicht weil er Ungeduld verspürte. Es war schlicht, dass er immer wieder
an diesen Abend denken musste. Er hatte sich einen Fehler erlaubt. Gut durchgeplant –
vielleicht. Aber dennoch konnte dieser Fehler das Kartenhaus zum Einstürzen bringen.
Dutzende Männer, die bei den Alonsos auf der Veranda auftauchten und sie abführten. Sein
Blick erhellte sich leicht, als er daran dachte, dass Yuna sich wieder erholen konnte. Trotz
ihrer Art nichts zu sagen, war ihm bewusst, dass sie wusste, dass er etwas damit zu tun
gehabt hatte. Und er stritt es dennoch nie ab. Er hatte sich dafür entschieden, Yuna zu
beschützen, wenn sie es selbst nicht mehr konnte. Unterbewusst hatte er sich schon lange
dafür entschieden, diese Frau – diesen einzigen Menschen, zu dem er in dieser Stadt eine
solche Bindung aufgebaut hatte – vor Dingen zu bewahren, die sich nicht zu beeinflussen
hatte. Was 2022 in einer verwüsteten Wohnung endete, begann in einer merkwürdigen Art
und Weise, als sie bei ihm unterkam. Drei Jahre zuvor hatte er sie überzeugt bekommen.
Nein, sie hatte es selbst entschieden. Nachdem sie selbst bei ihm aufgetaucht war und ihn
einfach nur still angeguckt hatte, ihre Lippen zu einer Linie geformt. Sie war nicht perfekt.
War er auch nicht. Im Gegensatz zu ihm war sie impulsiv und hatte die Art an sich, Leute
verbal auseinanderzunehmen, wenn sie nicht mit deren Meinung d'accord war. Aber sich
nach sieben Jahren neben sie zu setzen und die Kippe von ihren Lippen zu stehlen, um
selbst zu rauchen, während sie einfach wieder ihre Augen auf seine richtete, hatte etwas
Unbeschreibliches an sich. Wirklich wissen, was es war, tat Alva nicht. Es war zu lange her,
dass er sich für seine eigenen Bedürfnisse interessiert hatte. Mittlerweile galt seine Existenz
nur als eine Art Mythos. Selbst seine Familie sprach das durch die Blume aus. Er war da,
gleichzeitig aber fern. Sein Lächeln war bekannt, aber seine wirklichen Gefühle nicht
einsehbar. Was sollte ein Mann schon machen, der sich in andere Länder begeben hatte, um
dafür zu sorgen, dass es seiner Familie gutging. Ob sie das überhaupt gewollt hatten, tat
nichts zur Sache. Letztendlich blieb er in Chicago. Es fühlte sich so an, als hätte er kein
anderes Zuhause mehr. Nur noch Yuna. Vielleicht hatte er deswegen alles riskiert.
Schließlich bedeutete ihr Leben etwas für ihn. Etwas, was weitreichender war, als die Fehler,
die er machen musste, um sie zu schützen.

Content notes / trigger warnings
death
03.Wanted takeover
YesNo
Wanted by
Questions / notes

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Alva ist nicht jemand, den man per se als gesellig identifizieren würde. Er ist nett und zuvorkommend, aber distanziert und in der Regel wortkarg. Natürlich hat er auch Kontakte. In Form von Yuna. Vielleicht auch ein paar Business-Partner als Security Counselor, die er auch ein wenig als Alibi hält. Ich bin da offen für alle Ideen, wie klein sie auch sein sollten. Es können in Zukunft auch neue Personen in sein Leben treten. Man kann da gern was planen!

04.Writing preferences
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style·Novel
Posting preference
Chat·Guestbook·Scene
Posting length
Medium·Long
Activity
regurlarlytaking some time
Own words (optional)

05.Last words

In Alvas Story wird das Sonora-Kartell beschrieben. Das Kartell soll natürlich nicht im Forum stattfinden, sondern nur im Mikrokosmos von Alvas Existenz!

Wie hast du zu uns gefunden?
Ich bin bereits Teil des Forums
01 / 05
Rules & guidelines
Ich habe die Regeln des The Cloud Gate gelesen und akzeptiert.
Accepted
Signature
Alvaro
29.08.2026

#2

Auch dir einen wunderschönen


Mensch ich komme heute wohl nicht mehr zum schlafen. Also wenn ich Augenringe bekomme wissen wir ja wer Schuld ist.
Aber das nehme ich gerne in Kauf
Einen Interessanten Charakter hast du uns da mitgebracht und ich glaube @Yuliana Vaughn springt vor Freude auch gleich aus ihren Höschen.
Deswegen verlinke dir dir mal ganz schnell unsere Member okay?
Auch hier, hab ein bisschen Geduld ist immerhin Wochenende.
-Noah


The Cloud Gate · Teamcheck
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Wir haben alle deine Angaben geprüft und für uns passt alles so. ♡ Auch wenn du noch Kontakte suchst, kannst du dich jederzeit anmelden und ins Forum wechseln. Deine Präsentation bleibt dafür 7 Tage bestehen und kann auf Wunsch verlängert werden. Wenn du erst noch auf Angebote warten möchtest, meldest du dich einfach an, sobald du soweit bist.



Es gibt Neuigkeiten!Für euch hat sich etwas getan. Schaut euch das hier bitte einmal an, damit ihr nichts verpasst.
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#3

Very impressive.
Anyway, bring food on your way home. And don’t get me something you think I’ll like. You know what I want.

#4



Guten Abend zusammen!

@Noah Brooklyn Jones - Ich hoffe, du hattest einen schönen nachträglichen Schlaf. War ja viel los heute Was Yuna angeht, hast du vermutlich Recht

@Yuliana Vaughn - I will pick up some cigs for you, Yuna

Und ich bin mal gleich in der Anmeldung. See ya!

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