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Savannah Elise Laurent

Savannah

Age26
Homechicago
FaceclaimKennedy Walshalready reserved
Occupationcfo of laurents aerospace & aviation group [LAAG]
AffiliationThe Privé
Social classUpper Class
01.Short facts
Full nameSavannah Elise Laurent
NicknameVans
Birthday31.10.1999
Pronounsshe / her
Sexualityhetero
Occupationcfo of laurents aerospace & aviation group [LAAG]
Residencechicago
Social classUpper Class
+Personality
introvertiertextrovertiert
vorsichtigrisikofreudig
idealistischrealistisch
impulsivdiszipliniert
weichherzigabgeklärt

❝ SIE IST WIE PORZELLAN.
« wunderschön, kostbar und so makellos,
dass niemand die feinen risse sieht »

Nach außen hin ist Savannah Elise Laurent das perfekte Bild jener Welt, in die sie hineingeboren wurde: graziös, beherrscht und mit einer Selbstverständlichkeit elegant, die niemals nach Anstrengung aussieht. Sie trägt ihren Namen nicht wie Schmuck, sondern wie etwas, das längst mit ihr verwachsen ist, bewegt sich durch Empfänge, Geschäftsdinner und gesellschaftliche Veranstaltungen mit jener mühelosen Sicherheit, die man entweder von Geburt an besitzt oder sich so früh aneignet, dass irgendwann niemand mehr den Unterschied erkennen kann. Savannah weiß, wann sie lächeln muss, wann Schweigen wirkungsvoller ist als eine Antwort und wann ein einziger Blick genügt, um deutlich zu machen, dass eine Unterhaltung für sie beendet ist. Man könnte sie für weich halten, wenn man ihre Freundlichkeit mit Nachgiebigkeit verwechselt, oder für harmlos, wenn man übersieht, wie viel Aufmerksamkeit sich hinter ihren ruhigen Augen verbirgt, doch Savannah hat nie zu jenen Frauen gehört, die sich kleiner machen, um anderen Platz zu lassen. Sie braucht lediglich keine Lautstärke, um Raum einzunehmen. Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb Menschen sich so bereitwillig von ihrer Wärme täuschen lassen. Savannah kann bezaubern, ohne schmeichelnd zu wirken, kann Menschen mit wenigen Worten das Gefühl geben, interessant zu sein, und besitzt eine Form von Humor, die sich bevorzugt hinter einem unschuldigen Gesichtsausdruck versteckt, während eine Bemerkung bereits messerscharf genug zwischen den Rippen ihres Gegenübers sitzt. Ihre Höflichkeit ist echt, aber niemals grenzenlos; ihre Geduld beeindruckend, aber keinesfalls unerschöpflich, und wer sie lange genug kennt, weiß, dass Savannahs gefährlichste Momente nicht jene sind, in denen sie die Stimme erhebt, sondern die, in denen sie plötzlich besonders ruhig wird. Dann verschwindet die Wärme aus ihrem Blick, ihre Worte werden präziser und selbst ihr Französisch klingt eine Spur sauberer, als würde sie jedes einzelne davon erst polieren, bevor sie es benutzt. Es ist leicht, Savannah auf ihre Eleganz zu reduzieren, weil sie diese Seite so selbstverständlich trägt, doch unter Seide, guten Manieren und kontrollierten Bewegungen steckt weit mehr Temperament, als die meisten zunächst vermuten. Sie kann unglaublich stur sein, wenn sie sich einmal entschieden hat, besitzt einen Stolz, der sich nur selten mit bloßen Entschuldigungen besänftigen lässt, und reagiert beinahe allergisch darauf, wenn jemand versucht, über ihren Kopf hinweg Entscheidungen für sie zu treffen. Sie kann nachgeben, Kompromisse finden und sich sogar überzeugen lassen, aber sie möchte immer das Gefühl behalten, selbst entschieden zu haben, welchen Weg sie am Ende nimmt. Vielleicht ist es eine der wenigen Freiheiten, auf die sie niemals freiwillig verzichten würde. Gleichzeitig steckt in Savannah etwas beinahe Widersprüchliches, das nicht recht zu der Frau passen will, die bei offiziellen Anlässen aussieht, als hätte sie nie etwas Unüberlegtes getan. Sie besitzt eine weiche Sentimentalität, die sie bevorzugt unter Ironie versteckt, bewahrt kleine Erinnerungsstücke auf, die für niemanden außer sie einen Wert besitzen, kann bei einem alten Film emotionaler werden als bei den meisten realen Katastrophen und verliert sich viel zu leicht in Gesprächen, wenn sie jemanden wirklich mag. Sie hat eine Schwäche für lange Nächte, in denen aus einem Glas Wein plötzlich drei Stunden Gespräch werden, für Musik während Autofahrten ohne konkretes Ziel, für Bücher, die sie kauft, obwohl bereits zu viele ungelesen zu Hause liegen, und für jene seltenen Momente, in denen niemand von ihr erwartet, irgendeine Version ihrer selbst zu sein. Dann lacht Savannah lauter, als man ihr zugetraut hätte, wird alberner, schärfer, manchmal beinahe kindlich trotzig, und für einen Augenblick wirkt es, als hätte jemand die schwere Samtschicht aus Anstand, Erwartung und Selbstkontrolle von ihr gezogen. Gerade deshalb wirkt ihre Perfektion bei genauerem Hinsehen weniger wie ein natürlicher Zustand als wie eine Sprache, die Savannah fließend spricht. Sie kann darin denken, handeln und sich bewegen, doch sie ist nicht vollständig darin zu Hause. Irgendwo unter all den Dingen, die an ihr sorgfältig zusammengesetzt erscheinen, lebt noch immer eine Frau, die sich danach sehnt, Entscheidungen treffen zu dürfen, die keinen Zweck erfüllen, Wünsche zu haben, die niemandem erklärt werden müssen, und Dinge zu lieben, ohne vorher zu prüfen, ob sie vernünftig sind. Vielleicht besteht Savannahs größter Widerspruch deshalb nicht darin, dass hinter ihrer makellosen Oberfläche Dunkelheit lauert, sondern darin, dass sie trotz allem eine erstaunliche Fähigkeit bewahrt hat, das Leben zu mögen. Sie ist nicht aus Kälte geschaffen, nicht aus Traurigkeit und erst recht nicht ausschließlich aus Pflichtgefühl; sie ist neugierig, leidenschaftlich, gelegentlich eitel, manchmal unfair, humorvoller als erwartet und sehr viel schwerer zu durchschauen, als ihr offenes Lächeln vermuten lässt. Ihre Risse machen sie nicht weniger schön und vielleicht wäre Savannah selbst die Letzte, die sich jemals auf diese Weise betrachten würde, denn der Wert von Porzellan lag nie darin, unzerbrechlich zu sein, sondern in seiner Schönheit trotz all seiner Zerbrechlichkeit.

02.Story

« IN DEN HALLEN DER STILLE. »
In einem Haus, in dem Wohlstand beinahe ebenso selbstverständlich war wie die Erwartungen, die mit dem Namen Laurent einhergingen, lernte Savannah früh, mit geradem Rücken durch Räume zu gehen, ein Lächeln auch dann auf den Lippen zu behalten, wenn die Stimmung am Esstisch längst zu kippen drohte, und vor allem jene kleinen Veränderungen wahrzunehmen, die anderen entgingen: das kaum merkliche Anspannen eines Kiefers, den Blick, der eine Sekunde zu lange auf einem Weinglas ruhte, das Schweigen zwischen zwei Sätzen, in dem sich manchmal mehr verbarg als in einem ganzen Streit. Die Welt der Laurents war geprägt von jener selbstverständlichen Eleganz, die entsteht, wenn Geld niemals etwas gewesen ist, über das gesprochen werden musste, von gesellschaftlichen Verpflichtungen, Privatschulen und einem Familienunternehmen, dessen Name längst größer geworden war als die Menschen, die ihn trugen; Französisch und Englisch vermischten sich in den Räumen ihres Zuhauses ebenso selbstverständlich miteinander wie familiäre Nähe und unausgesprochene Erwartungen, und irgendwo zwischen all dem lernte Savannah, dass jedes Kind seinen Platz innerhalb dieses sorgfältig zusammengesetzten Gefüges besaß. Ihrer befand sich selten im Mittelpunkt. Nicht, weil sie weniger geliebt wurde, nicht, weil ihre Eltern sie bewusst übersahen, sondern weil Savannah jene beinahe verhängnisvolle Gabe besaß, so wenig Anlass zur Sorge zu geben, dass man irgendwann tatsächlich vergaß, sich um sie zu sorgen. Wo Sullivan nicht performte, wo Erwartungen auf Realität trafen und dabei jene Spannungen entstanden, die selbst ein großes Haus plötzlich zu klein wirken lassen konnten, wurde Savannah ein wenig vernünftiger, ein wenig ruhiger, ein wenig erwachsener, als ein Mädchen ihres Alters eigentlich hätte sein müssen. Sie vermittelte zwischen ihren Geschwistern, bevor sie überhaupt verstanden hatte, dass Vermittlung eine Aufgabe für Erwachsene sein sollte, hörte zu, wenn fremde Sorgen zu schwer für die Schultern ihrer Geschwister wurden, und entwickelte jene beinahe unheimliche Fähigkeit, aus dem Hintergrund heraus die Fäden zu ziehen, ohne jemals den Eindruck zu erwecken, sie hielte überhaupt welche in der Hand.
Ihre Jahre auf einer Privatschule verfeinerten lediglich, was Savannah längst beherrschte. Sie lernte dort nicht erst, wie man sich in einer Welt bewegte, in der Namen Türen öffneten und ein falsches Wort manchmal länger in Erinnerung blieb als zehn richtige; sie lernte vielmehr, aus diesen Regeln eine zweite Sprache zu machen. Savannah war nie das stille Mädchen am Rand des Raumes, nie das unscheinbare Mauerblümchen, das darauf wartete, dass jemand ihm Aufmerksamkeit schenkte, denn wenn sie wollte, konnte sie einen Raum mit derselben Leichtigkeit für sich einnehmen, mit der sie ihn im nächsten Moment wieder jemand anderem überließ. Sie war charmant, schlagfertig, aufmerksam, wusste um ihre Wirkung und verstand Menschen oft schneller, als diese sich selbst verstanden, doch gerade darin lag die erste feine Grausamkeit ihres Lebens: Savannah lernte jeden Menschen um sich herum zu lesen, nur niemals sich selbst. Die Anerkennung ihrer Eltern kam zuverlässig für jene Dinge, die sie richtig machte, für gute Leistungen, tadelloses Auftreten, Verantwortungsbewusstsein und diese beruhigende Gewissheit, dass wenigstens bei Savannah alles seinen geregelten Gang ging. We never had to worry about you. Es war als Kompliment gedacht. Vielleicht würde sie erst viele Jahre später verstehen, weshalb ausgerechnet diese Worte etwas in ihr berührten, das verdächtig nach Traurigkeit schmeckte.
« DAS GEWICHT DER UNSICHTBARKEIT. »
Savannahs Leben war niemals leer gewesen; im Gegenteil, es war so vollständig mit anderen Menschen, ihren Sorgen, Erwartungen und Bedürfnissen gefüllt, dass kaum Raum blieb, um zu bemerken, wo ihre eigenen eigentlich begonnen hätten. Sie wurde gebraucht und lange Zeit genügte ihr dieses Gefühl, weil gebraucht zu werden sich verdächtig ähnlich anfühlen konnte wie geliebt zu werden, solange niemand einem beibrachte, den Unterschied zu erkennen. Ihre Geschwister wussten, dass sie Savannah anrufen konnten. Sie hörte zu, organisierte, erinnerte, schlichtete, erschien mitten in der Nacht, wenn es notwendig war, und stellte nur selten jene Fragen, deren Antworten ein Mensch gerade nicht geben konnte. I've got it. Drei Worte, die irgendwann weniger zu einer Aussage als zu einem Lebensprinzip wurden, denn Savannah hatte es immer; das Problem, den Termin, die Zahlen, die Konsequenzen, manchmal sogar Menschen, die längst nicht mehr wussten, wie sie sich selbst halten sollten. Nur sich selbst hatte sie irgendwann aus den Händen verloren.
Es begann beinahe lächerlich unspektakulär, mit einem Frühstück, für das keine Zeit blieb, einem Mittagessen zwischen zwei Verpflichtungen, das sie vergaß, und der überraschenden Erkenntnis, dass Hunger sich nicht ausschließlich wie ein Mangel anfühlte, sondern auch wie etwas, das ihr gehörte. In einem Leben, dessen Grundriss bereits gezeichnet worden war, bevor Savannah alt genug gewesen war, nach einem Stift zu greifen, gab es plötzlich eine Entscheidung, über die niemand außer ihr verfügen konnte. This is mine. Sie konnte nicht bestimmen, was ihre Geschwister taten, konnte die Erwartungen ihrer Familie nicht verschwinden lassen und auch nicht verhindern, dass sich ihre eigene Identität immer enger mit der Rolle derjenigen verband, die alles zusammenhielt, aber sie konnte entscheiden, ob sie aß. Also begann sie zu zählen, zu verschieben, Mahlzeiten in Termine und Termine in Ausreden zu verwandeln, bis die Regeln in ihrem Kopf komplizierter wurden und gleichzeitig erschreckend einfach erschienen. Essen bedeutete Nachgeben. Hunger bedeutete Disziplin. Kontrolle bedeutete Sicherheit. Was zunächst wie Selbstbestimmung ausgesehen hatte, legte sich mit der Zeit wie eine Schlinge um genau jene Freiheit, nach der Savannah gesucht hatte, bis sie längst nicht mehr entschied, ob sie verzichten wollte, sondern der Verzicht für sie entschied. Trotzdem blieb ihre Fassade makellos. Sie konnte bei einem Geschäftsessen sitzen, an den richtigen Stellen lächeln, eine Unterhaltung führen und ihren Teller so beiläufig behandeln, dass kaum jemand bemerkte, wie wenig davon tatsächlich verschwand; sie konnte ihrer Familie erzählen, sie habe bereits gegessen, einen hektischen Tag vorschieben oder behaupten, ihr Magen spiele verrückt, und weil Savannah Laurent nicht log wie jemand, der ertappt werden könnte, sondern wie jemand, der sein Gegenüber beruhigen wollte, glaubten die meisten ihr. Sie wollte nicht verschwinden. Vielleicht war genau das der Unterschied. Savannah wollte leben, wollte lachen, lieben, reisen, wollte morgens aufwachen und für einen Moment nicht zuerst darüber nachdenken, wer an diesem Tag etwas von ihr brauchen könnte; sie wusste nur irgendwann nicht mehr, wie man sich selbst Raum zugestand, ohne das Gefühl zu haben, ihn jemand anderem wegzunehmen. Der Hunger gab diesem diffusen Gefühl eine Form, so wie später der Schmerz eine Sprache für all jene Emotionen fand, die Savannah sich niemals erlaubte auszusprechen, denn hinter ihrer nahezu unerschöpflichen Geduld lebte Wut, dunkel und heiß und so sorgfältig unter Schichten aus Vernunft begraben, dass niemand sie dort vermutet hätte. Wut auf ihre Eltern dafür, dass ihre Selbstständigkeit irgendwann zur Entschuldigung geworden war, nicht genauer hinzusehen; auf Sullivan dafür, dass sein Nicht-Funktionieren sie schon als junges Mädchen dazu gebracht hatte, ein wenig besser funktionieren zu wollen; auf jeden Menschen, der ihr sagte, wie stark sie sei, während sie sich insgeheim danach sehnte, wenigstens einmal schwach sein zu dürfen, ohne dass anschließend etwas zusammenbrach. Savannah schrie nicht, sie warf keine Gegenstände, schlug keine Türen zu und erlaubte ihrer Wut nur selten, einen anderen Menschen zu treffen. Sie fand andere Wege, sie zum Schweigen zu bringen, verbarg die Spuren dort, wo Stoff sie vor fremden Augen schützte, und stand am nächsten Morgen wieder vor dem Spiegel, bis nichts an der Frau darin verriet, was in der Nacht zuvor geschehen war. Schmerz wurde kein Wunsch nach einem Ende, sondern ein Ventil für etwas, das in ihr keinen anderen Ausgang fand; ein hässliches Geheimnis unter einer wunderschönen Oberfläche, verborgen selbst vor den Menschen, deren Geheimnisse Savannah seit Jahren kannte.
« DER TAG, AN DEM SLOANE DEN HIMMEL MITNAHM. »
Es gibt Verluste, die eine Familie erschüttern und es gibt jene, die ihre gesamte Statik verändern, weil plötzlich ein Mensch fehlt, um den herum sich so viele unsichtbare Verbindungen gespannt hatten, dass erst sein Verschwinden zeigt, wie sehr alle anderen an ihm befestigt gewesen waren. Sloanes Tod war ein solcher Verlust. Später würde Savannah sich kaum noch an die Reihenfolge jener ersten Tage erinnern, dafür aber an vollkommen belanglose Einzelheiten, die sich mit grausamer Präzision in ihr Gedächtnis gebrannt hatten: an ein Glas Wasser, das stundenlang unberührt auf einem Tisch stand, an das unaufhörliche Vibrieren ihres Telefons, an irgendeine Stimme, die wissen wollte, welche Blumen Sloane gemocht hatte und an Suttons Gesicht, das plötzlich nicht mehr aussah wie das Gesicht ihrer Schwester, sondern wie das eines Menschen, dem jemand bei lebendigem Leib etwas herausgerissen hatte. Savannah trauerte. Natürlich trauerte sie. Sie liebte Sloane und ihr Tod riss auch durch Savannah etwas hindurch, das niemals wieder vollständig zusammenwachsen würde, nur blieb ihr kaum Zeit, die Hände auf die eigene Wunde zu pressen, weil überall um sie herum Menschen bluteten. Also tat Savannah das, was sie schon immer getan hatte: Sie funktionierte. Sie war für Sutton da, selbst als Sutton begann, sich auf eine Weise zu verändern, die Savannah weder verstand noch akzeptieren konnte; sie achtete darauf, dass Silas weiterhin seinem Training nachging, hielt Sullivan und all die Spannungen im Blick, die längst vor Sloanes Tod existiert hatten und nun unter dem Gewicht der Trauer neue Formen annahmen, beantwortete Anrufe, regelte Dinge, an die inmitten eines Todes eigentlich niemand denken sollte und erschien gleichzeitig weiterhin dort, wo das Familienunternehmen sie brauchte. Während andere zerbrachen, wurde Savannah härter, nicht weil sie weniger fühlte, sondern weil sie das Gefühl hatte, sich den Luxus des Fallens nicht erlauben zu dürfen. Jemand musste schließlich stehen bleiben. Nur wuchs mit jedem Monat etwas in ihr, für das Savannah keinen Namen finden wollte. Sie liebte Sutton mit jener bedingungslosen, beinahe instinktiven Liebe, die auch dann bestehen blieb, wenn Verständnis längst an seine Grenzen geraten war, und trotzdem konnte jeder neue Fehltritt ihrer Schwester eine Wut in ihr entfachen, die sie anschließend beinahe ebenso sehr erschreckte wie Suttons Verhalten selbst. Savannah hatte die Scherben gerade erst wieder zusammengesetzt, da schien Sutton bereits nach der nächsten Vase zu greifen. Sie stritten. Vielleicht heftiger als früher, vielleicht mit Worten, die beiden noch Stunden später im Hals lagen, und trotzdem wäre Savannah bei jedem Anruf gekommen, no questions asked, weil Liebe für sie nie bedeutete, jemanden immer zu verstehen. Liebe bedeutete bleiben.
In ihren schlimmsten Nächten gab es jedoch einen Gedanken, den sie keinem Menschen jemals anvertrauen würde, weil allein seine Existenz sich wie Verrat anfühlte. Er kam leise, meistens dann, wenn sie wieder einmal wach im Dunkeln lag und sämtliche Verantwortungen des nächsten Tages bereits in ihrem Kopf sortierte, während Sloanes Abwesenheit wie ein zusätzliches Möbelstück im Raum stand. How could you leave me with all of this? Savannah hasste sich jedes Mal dafür und am nächsten Morgen lächelte sie weiter.
« DIE NÄCHTE, IN DENEN NIEMAND ETWAS VON IHR BRAUCHTE. »
Vielleicht waren die Nächte deshalb schon immer Savannahs gefährlichste Stunden gewesen, denn tagsüber gab es genügend Stimmen, Zahlen, Termine und Probleme, um ihre eigenen Gedanken zu übertönen, während die Dunkelheit eine geradezu unerträgliche Ehrlichkeit besaß. Wenn niemand mehr anrief, keine Mail beantwortet werden musste und selbst das Haus irgendwann verstummte, blieb Savannah allein mit einem Kopf zurück, der niemals gelernt hatte, Feierabend zu machen. Schon während ihrer Schulzeit hatte Schlaf sich gelegentlich wie etwas angefühlt, das andere Menschen müheloser beherrschten als sie, doch nach Sloanes Tod wurden aus schwierigen Nächten endlose Stunden, in denen sie die Decke betrachtete, Gespräche wiederholte, Fehler suchte, Probleme des kommenden Tages löste und sich an Dinge erinnerte, an die sie sich um drei Uhr morgens besser nicht erinnert hätte. Die ersten Tabletten waren Hilfe gewesen, medizinisch, vernünftig, beinahe banal; etwas, das ihr erlaubte, wenigstens für einige Stunden den Schalter umzulegen. Irgendwann wurde aus manchmal häufiger, aus einer Hilfe eine Notwendigkeit und aus der Notwendigkeit ein Geheimnis, das Savannah mit derselben Überzeugung verteidigte wie alle anderen. I just need them to sleep. Sie sagte es sich selbst oft genug, bis der Satz beinahe wahr klang. Es waren jene Stunden, in denen Savannah am wenigsten wie die Frau wirkte, die andere kannten. Keine perfekt sitzende Kleidung, kein aufmerksames Lächeln, keine ruhige Stimme, die versicherte, alles unter Kontrolle zu haben; nur eine müde Frau in einem viel zu stillen Zimmer, deren Körper längst nach Ruhe verlangte, während ihr Kopf weiterhin Listen schrieb. Manchmal fragte sie sich dann, wer kommen würde, wenn sie einmal diejenige wäre, die mitten in der Nacht anrief. Nicht, weil etwas organisiert werden musste, nicht, weil eines ihrer Geschwister Hilfe brauchte, sondern einfach, weil Savannah sagen würde, dass sie nicht mehr konnte. Die Vorstellung blieb abstrakt. Ihre Finger fanden niemals einen Namen in der Kontaktliste. Sie wusste nicht einmal, welchen Satz sie hätte sagen sollen. What do you need, Sav? Vielleicht war es die einzige Frage, auf die Savannah Laurent keine Antwort kannte.
« DIE MATHEMATIK DER KONTROLLE. »
Zahlen besaßen eine Eigenschaft, die Menschen Savannah niemals hatten bieten können: Sie waren ehrlich. Eine Bilanz konnte kompliziert sein, eine Prognose falsch, eine Investition riskant und ein Geschäftsquartal katastrophal, doch irgendwo existierte immer eine Ursache, eine Variable, eine Rechnung, die überprüft werden konnte. Zahlen waren keine Schwester, die behauptete, es gehe ihr gut, während Savannah längst das Gegenteil in ihrem Gesicht lesen konnte; sie waren keine Eltern, deren Erwartungen sich zwischen Lob und beiläufigen Bemerkungen versteckten, keine Trauer, die sich an keine Regeln hielt, und kein Mensch, den man lieben konnte, ohne ihn retten zu können. Zahlen ließen sich ordnen. Sie besaßen Struktur. Konsequenz. Control. Vielleicht war Savannah deshalb so erschreckend gut in einer Welt, in die sie zunächst beinahe beiläufig hineingerutscht war. Laurent Aerospace & Aviation Group war niemals lediglich ein Unternehmen gewesen, sondern ein Teil jener Familiengeschichte, deren Gewicht jedes der Laurent-Kinder auf seine eigene Weise trug, ein Imperium aus Luftfahrt, Technologie, Investitionen und Entscheidungen, bei denen ein falsch gesetztes Komma manchmal Summen bewegte, für die andere Menschen ein Leben lang arbeiteten. Savannah verstand diese Welt, zunächst aus der Distanz, später mit wachsender Selbstverständlichkeit, und was irgendwann als Unterstützung begonnen hatte, entwickelte sich zu einem Bereich, in dem sie nicht länger lediglich die zuverlässige Tochter des Hauses war. Sie war gut. Nicht gut für eine Laurent, nicht gut, weil ihr Nachname ihr eine Tür geöffnet hatte, sondern mit jener analytischen Schärfe, die selbst Menschen verstummen ließ, die ursprünglich geglaubt hatten, sie unterschätzen zu können. Sie sah Muster in Zahlenkolonnen, bemerkte Risiken, bevor diese Gestalt annahmen, behielt selbst dann den Überblick, wenn andere längst zwischen Prognosen, Investitionen und strategischen Entscheidungen den roten Faden verloren hatten, und besaß dazu jene ruhige Autorität, die sie schon als Kind entwickelt hatte: Savannah musste ihre Stimme nicht erheben, um einen Raum dazu zu bringen, ihr zuzuhören. Der Titel kam irgendwann beinahe folgerichtig: Chief Financial Officer of Laurent Aerospace & Aviation Group. CFO of LAAG. Drei Buchstaben, die auf Visitenkarten und unter ihrer Signatur so selbstverständlich wirkten, als hätte ihr gesamtes Leben auf genau diese Position zugesteuert. Vielleicht hatte es das sogar. Savannah saß nun an einem Tisch, an dem Entscheidungen getroffen wurden, kontrollierte Finanzstrategien, Risiken und Zahlen eines Unternehmens, dessen Dimension anderen Menschen den Atem geraubt hätte und trug eine Verantwortung, die beinahe absurd wirkte für jemanden, der außerhalb dieser gläsernen Konferenzräume zunehmend Schwierigkeiten hatte, Verantwortung für den eigenen Körper zu übernehmen. Dort war Kontrolle keine Krankheit, sondern eine Qualifikation. Perfektionismus wurde belohnt. Schlaflose Nächte hießen plötzlich Ehrgeiz, Mahlzeiten, die Meetings zum Opfer fielen, galten als Zeichen von Hingabe, und die Fähigkeit, selbst unter enormem Druck keinerlei Schwäche zu zeigen, brachte Savannah genau jene Anerkennung ein, die ihr gleichzeitig erlaubte, immer tiefer in den eigenen Abgrund zu sinken, ohne dass jemand ihn bemerkte. Vielleicht hätte es ein anderes Leben für sie gegeben. Eines, in dem sie einen Beruf gewählt hätte, der nichts mit Laurent im Namen trug; eines, in dem sie herausgefunden hätte, wer Savannah war, bevor die Bedürfnisse ihrer Familie diese Frage für sie beantworteten, doch sie hatte niemals rebelliert, niemals einen dramatischen Koffer gepackt und die Tür hinter sich zugeschlagen, weil ihre Gefängnisse nie aus verschlossenen Türen bestanden hatten. Savannah blieb freiwillig. Sie liebte ihre Familie. Sie liebte auf eine komplizierte Weise sogar LAAG, die Herausforderung, die Präzision, dieses seltene Gefühl, tatsächlich hervorragend in etwas zu sein, das nicht ausschließlich daraus bestand, andere Menschen zusammenzuhalten. Genau darin lag die Schwierigkeit: Nicht alles, was sie fesselte, fühlte sich wie eine Kette an. Manchmal saß sie spätabends allein in ihrem Büro, lange nachdem die meisten Lichter in den umliegenden Räumen erloschen waren, eine kalte Tasse Kaffee neben sich, während unter ihr eine Stadt weiterlebte, die nichts davon wusste, dass Savannah Laurent gerade Millionenbeträge durch Tabellen bewegte und gleichzeitig seit Stunden nichts gegessen hatte. Auf ihrem Bildschirm ließ sich jede Abweichung markieren, jedes Risiko berechnen und beinahe jede Zukunft zumindest modellieren. Nur für sich selbst besaß sie keine Prognose.
« DIE FRAU, DIE ALLE RETTET. »
Savannah hatte nie geglaubt, eine Heldin zu sein. Helden waren lautere Menschen, Menschen mit großen Gesten und Geschichten, die sich erzählen ließen; Savannahs Liebe dagegen lebte in den Zwischenräumen, in Nachrichten, die fragten, ob jemand sicher angekommen war, in Terminen, die sie sich merkte, obwohl sie nicht ihre eigenen waren, in einem Glas Wasser, das plötzlich neben jemandem stand, ohne dass er darum gebeten hatte, und in der Tatsache, dass sie selbst nach einem Streit noch wusste, wann Silas trainierte, wo Sullivan gerade war und ob Sutton an diesem Tag überhaupt einmal ans Telefon gegangen war. Sie liebte ihre Geschwister nicht trotz ihrer Probleme, sondern durch sie hindurch, selbst dann, wenn diese Liebe manchmal unter Schichten aus Frustration, Erschöpfung und unausgesprochenen Vorwürfen kaum noch zu erkennen war. Gerade Sutton war vielleicht der beste Beweis dafür. Savannah konnte ihre Wandlung nach Sloanes Tod verabscheuen, konnte wütend darüber sein, wie mühsam sie Harmonie herstellte, nur damit Sutton mit einem einzigen Fehltritt erneut alles ins Wanken brachte, und trotzdem würde es niemals eine Version dieser Geschichte geben, in der Savannah ihre Schwester wirklich fallen ließ. Sie würde schimpfen, streiten, ihr Wahrheiten sagen, die andere aus Angst vor Suttons Reaktion verschluckten, und fünf Minuten später trotzdem neben ihr sitzen, wenn die Welt endgültig zu schwer geworden war. Vielleicht war Savannah deshalb noch immer die erste Person, zu der Sutton kam, wenn es wirklich darauf ankam: nicht weil Savannah alles verzieh, sondern weil Sutton wusste, dass ihre Schwester zwischen I am angry with you und I don't love you anymore einen Unterschied machte, den Savannah niemals vergaß. Und vielleicht würde ausgerechnet Sutton irgendwann etwas bemerken, das allen anderen entgangen war. Nicht auf einmal. Savannahs Geheimnisse waren keine offene Tür, die man lediglich aufstoßen musste, sondern ein Haus aus vielen sorgfältig verschlossenen Räumen. Es wären Kleinigkeiten. Ein Abendessen, bei dem Savannah angeblich bereits gegessen hatte, obwohl Sutton sich plötzlich daran erinnerte, denselben Satz gestern gehört zu haben. Ein Ärmel, eine Bewegung, eine Müdigkeit in ihrem Gesicht, die Make-up nicht vollständig verschwinden ließ. Tabletten, deren Vorhandensein sich noch erklären ließ, deren Häufigkeit irgendwann jedoch nicht mehr dazu passte. Vielleicht die Erkenntnis, dass Savannah immer dünner geworden war, ohne dass irgendjemand einen einzelnen Moment benennen konnte, in dem es begonnen hatte. Das Problem an einer Frau, die ihr gesamtes Leben damit verbracht hatte, andere zu beobachten, war schließlich, dass sie niemals damit gerechnet hatte, selbst zum Gegenstand derselben Aufmerksamkeit zu werden. Savannah würde ausweichen. Lächeln. Eine vernünftige Erklärung liefern. Wahrscheinlich sogar genervt werden, wenn Sutton nicht lockerlassen sollte, denn Fürsorge fühlte sich für Savannah nur angenehm an, solange sie von ihr ausging. Die Vorstellung, selbst jemanden zu brauchen, berührte einen Teil von ihr, den sie seit ihrer Kindheit sorgfältig ausgehungert hatte. I'm fine. Vielleicht war das die größte Lüge ihres Lebens. Nicht weil Savannah unmittelbar davorstand, alles zu verlieren, nicht weil hinter jeder Ecke eine Katastrophe auf sie wartete, sondern weil sie längst vergessen hatte, dass fine niemals das Ziel hätte sein sollen. Sie hatte überlebt, funktioniert, getragen, organisiert, beschützt und geliebt, hatte aus dem Hintergrund die Fäden einer ganzen Familie in den Händen gehalten und dabei nicht bemerkt, wie diese sich Stück für Stück um ihre eigenen Handgelenke wickelten.
Savannah Elise Laurent war die Tochter, um die sich niemand Sorgen machen musste. Die Schwester, die kam, wenn man sie rief. Die Frau, die einen milliardenschweren Konzern finanziell mit ruhiger Hand durch Turbulenzen führen konnte, während in ihrem eigenen Inneren längst sämtliche Warnlichter blinkten. Und vielleicht bestand die grausamste Ironie ihres Lebens darin, dass Savannah jedem Menschen, den sie liebte, gesagt hätte, dass er nicht alles allein tragen müsse. Nur sich selbst hatte sie niemals mitgemeint.

Content notes / trigger warnings
deathlosseating disorderself-harmmedication misuse
03.Wanted takeover
YesNo
Wanted by@Sutton C. Laurent
Questions / notes

—

+Searching for connections
Application route
Find connections
What are you looking for?

Für Vans würde ich super gerne noch ein paar Connections finden. Ganz oben auf meiner Wunschliste steht definitiv eine beste Freundin, die sie vielleicht schon lange genug kennt, um zumindest ein bisschen hinter ihre perfekt polierte Fassade schauen zu können. Ansonsten suche ich sehr gerne Freunde, Bekannte oder Kollegen aus dem beruflichen Umfeld, bei denen man gemeinsam schauen kann, wie eng oder kompliziert die Verbindung inzwischen geworden ist. (:

Vielleicht datet sie gerade jemanden, wobei ich direkt dazusagen würde, dass es für diese Verbindung kein klassisches Happy End geben wird. Oder jemand aus ihrer Vergangenheit, mit dem es eigentlich ziemlich gut lief, bis es Vans irgendwann a little too real wurde und sie beschlossen hat, dass Ghosting offenbar eine vollkommen erwachsene Form der Konfliktlösung ist, upsi.

Generell bin ich aber für ziemlich vieles offen – gerne auch kompliziert, messy oder mit ein bisschen emotional damage.♥

04.Writing preferences
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style·Novel
Posting preference
Chat·Guestbook·Scene
Posting length
Medium·Long
Activity
regulary
Own words (optional)

Ich schaue täglich rein, poste allerdings nach Muse und nicht nach einem festen Zeitplan, dafür aber regelmäßig.

Bei der Sprache bin ich vollkommen flexibel und schreibe sowohl Deutsch als auch Englisch sehr gerne.

Generell mag ich es außerdem, Connections nicht nur als hübschen Namen in der Relationsliste stehen zu haben, sondern Kontakte, Dynamiken und Entwicklungen wirklich auszuspielen. Ich liebe langfristiges Plotten, kleine Details, gemeinsame Vorgeschichten und alles, was einer Verbindung mit der Zeit ein bisschen mehr Tiefe gibt. Also very much: give me all the dynamics, development & drama. <3

05.Last words

♥

Wie hast du zu uns gefunden?
Ich bin bereits Teil des Forums
01 / 05
Rules & guidelines
Ich habe die Regeln des The Cloud Gate gelesen und akzeptiert.
Accepted
Signature
Savannah
13.09.2026

#2

Guten Abend Savannah, schön dich hier zu sehen. Hattest du ein erholsames Wochenende? Ich hoffe doch. Eine echt heftige Story hast du da, ich hab beim lesen richtig mitgefiebert. Ich bin schon richtig gespannt, wie es für dich bei uns weiter geht.

Ich verlinke dir unsere Member und @Sutton C. Laurent freut sich sicherlich wahnsinnig dich zu sehen. Sollte noch etwas sein, melde dich einfach. Ich lass dir einen Tee da, jetzt ist ja endlich wieder Teezeit, findest du nicht auch?
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#3

Hey Savannah,
Ich könnte dir eine Freundschaft anbieten, vielleicht ja sogar eine beste ?!
Noa ist früher auch in der Upper class aufgewachsen so könnten die beiden sich schon länger kennen.
Und da du zu the Privé gehörst könnten sie wieder aufeinander getroffen sein da Noa dort Als kellerin arbeitet.

⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀
#4

there she is, the angel of chicago; hey vans.

Ich muss glaube ich nicht noch einmal in die unendliche Lobeshymne fallen, in der ich mich andauernd wiederhole, wie sehr ich es liebe, was für einen Charakter du Vans gegeben hast. Diese Details, die Sprache, das ganze Produkt deiner Kreativität ist das, was selbst meine Vorstellung übertroffen hat. Ich freue mich so unfassbar sehr, dass du bald (besser schneller als später) hier bist und wir den Sumpf, den schlechte Entscheidungen, eine tote Schwester, eine arrangierte Ehe, das Übersehen des Einzelnen und ein moralisch eher fragwürdiger Mann füllen, in Angriff nehmen können. Ich kann mit Sicherheit sagen, wir werden untergehen, und das im dramatischsten, und dennoch schönsten Fall, den Chicago zu bieten hat.

i already love with you with every inch of my skin,
sutton.


#5



Die einzigen Vans, die ich möge, haben Schnürsenkel

Hiii! Ich denke leider nicht, dass sich unsere beiden mögen. Beide haben zwar ein Herz für Sutton (literally sogar Sloane lol), aber Minas Gründe für die Freundschaft mit Sutton waren schon immer sinister. Mina und Vans werden sich auch schonmal über den Weg gelaufen sein. Ich sehe da eine Art Duldung zwischen den beiden. Blicke kalt, Worte scharf, jederzeit bereit für ein Gefecht. Natürlich kann sich das aber auch noch entwickeln. Wir können gern intern darüber quatschen, wenn du möchtest! Bis dahin!

#6

Hallo Savannah.

Irgendwie kommt mir dein Leben ziemlich vertraut vor, auch wenn sie selbstredend erheblich größere Kämpfe auszutragen hat, als es sich Constantijn jemals vorstellen kann - und auch definitiv nicht vorhat, das zu ändern.
Daher würde ich dir mit ihm gerne eine Verbindung aus der Vergangenheit anbieten. Aus einer Zeit, der auch ihre Welt augenscheinlich noch in perfekter Ordnung war. Eine Zeit, in der Sloane noch lebte.
Ich sehe so viele Gemeinsamkeiten bei den beiden, dass ich mir gut vorstellen kann, dass die beiden auf der Privatschule ein Paar gewesen waren. Ich habe gerade ein wenig an Constantijns Geburtstag herumgeschraubt, sodass er nun ein knappes Jahr jünger ist als Savannah. Daher könnte es zeitlich eigentlich ganz gut hinhauen.
“Nach außen hin ist Savannah Elise Laurent das perfekte Bild jener Welt, in die sie hineingeboren wurde: graziös, beherrscht und mit einer Selbstverständlichkeit elegant, die niemals nach Anstrengung aussieht.” — das klingt nahezu wie das weibliche Ebenbild von Constantijn und ich sehe die beiden als perfect couple vor mir. Aufgrund ihrer beiden einflussreichen Familien war die Beziehung vielleicht sogar durch die Väter fokussiert und herbeigeführt worden, aber sie haben sich wirklich gemocht. Vielleicht war es keine große romantische Liebe, wie es einem Filme und Bücher immer vorgaukelten, aber es funktionierte. Die Gesellschaft und die Öffentlichkeit waren von ihrer Perfektion geblendet und in der High School galten sie als das Traumpaar schlechthin. Ohne Skandale, Eifersuchtsszenen oder sexuell anrüchigem Verhalten. Savannah und Constantijn waren ein Vorzeigepaar.
Und das war keinesfalls Zufall. Für beide überwogen die Vorteile, wenn sie sich in der Öffentlichkeit und vor allem ihren Familien gegenüber als Paar verkauften. Es vervollständigte ihr makelloses Image nach außen. So gesehen war es eine natürliche Entwicklung in ihrer Welt und es stellte nie jemand Fragen, waren doch alle geblendet von so viel Harmonie und Perfektion.
Es verband sie schnell eine Freundschaft, die in gegenseitiger Sympathie statt romantischen Gefühlen gipfelte. Und das war für beide völlig in Ordnung, hatten doch sowohl Savannah als auch Constantijn dieselben Vorstellungen von und Erwartungen an diese Beziehung.
Und dann starb Sloane. Und Savannah funktionierte noch immer. Etwas, was er nachvollziehen konnte. Und dennoch beendete er irgendwann in einer Kurzschlussreaktion die Beziehung, die nie wirklich eine gewesen war. Constantijn kam einfach nicht damit klar, dass er als ihr fester Freund ebenso in die Dunkelheit und Trauer gezogen wurde, die die gesamte Familie nach Sloanes Tod umgab.
Ich dachte mir, dass Savannah die Trennung nach außen hin nüchtern und gefasst aufgenommen hatte, es ihm aber bis heute vorwirft, dass er sie damals einfach so im Stich gelassen hatte. Ohne Worte der Erklärung - kamen doch nur Ausflüchte und eine leise Entschuldigung über seine Lippe, die nicht im Stande war, die Enttäuschung zu übertönen. Er war feige gewesen und hatte den einfachen Weg gewählt, um sein Leben weiterhin als das zu verkaufen, was es in den Augen aller war ; perfekt. Und darin hatten Gefühle wie Verzweiflung, Trauer, Wut und Hilflosigkeit keinen Platz. Denn diese Dinge waren unkontrollierbar und hatten großes Potenzial, seine Fassade ins Wanken zu bringen, die sich über all die Jahre so mühsam aufgebaut hatte.

Ihr aktuelles Verhältnis können wir gerne zusammen besprechen. Aber ich sehe da viele Möglichkeiten, die sich uns bieten.

Vielleicht spricht dich meine Idee ja ein wenig an. Ich würde mich auf jeden Fall freuen.

— Constantijn

zuletzt bearbeitet 14.09.2026 18:00(+0200)
#7

Hallo, it‘s me!

Da ich gerade noch auf dem Sprung bin – habe gerade ohne das Wissen meiner besten Freundin einen Mietvertrag mit in ihrem Namen geschlossen – wollte ich nur kurz anmerken, dass wenn das wirklich so.. besonders zwischen dir und Constantijn war/ist, dann wirst du an mir nicht vorbei kommen. Womöglich wirst du bei D Verständnis finden, dass Vans empört ist über Connys Verhalten, aber keinen richtige Zusammenhalt, because.. well, it’s him. Schmälert aber nicht die Tatsache, dass D ihm sicherlich dafür auch die Ohren lang gezogen haben wird; am Ende ist sie trotz allem irgendwo ein Girls Girl.
 


#8

good morning in the morning.

first things first: vielen lieben Dank an euch alle; ich habe mich wirklich über jeden einzelnen von euch sehr gefreut.

» @Noa: Hiii! I actually really like that idea! Gerade die gemeinsame Upper-Class-Vergangenheit finde ich super passend für Vans. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die beiden sich von früher kennen – vielleicht nicht unbedingt eng, aber man ist sich durch Schule, Familien und Veranstaltungen immer wieder über den Weg gelaufen. Dass sie sich dann ausgerechnet im Privé wieder begegnen, finde ich umso cooler. Vielleicht braucht Vans sogar einen kleinen Moment, bis sie Noa wirklich zuordnet. Und friendship, maybe even best friends? Absolutely! Ich glaube, Noa könnte für Vans jemand sein, bei dem sie irgendwann einfach nur Savannah sein kann und nicht die Laurent-Tochter, Schwester oder CFO. I’d love that for them. <3 Lass uns intern darüber sprechen, ja? (:

» @Sutton: I swear, du musst dich wirklich nicht zurückhalten, weil ich jedes einzelne Wort gerade mit einem riesigen Grinsen gelesen habe. Ich freue mich mindestens genauso sehr darauf, Vans endlich in deinen ganzen Sumpf zu werfen, weil ich glaube, dass die beiden zusammen gleichzeitig unglaublich wholesome und absolutely disastrous sein können. #liebenwir
Ich sehe Savannah und Sutton sowieso als sehr enge Geschwister, aber eben auch mit all dem baggage, das nach Sloanes Tod zwangsläufig zwischen ihnen hängen geblieben ist. Savannah ist vermutlich die Person, die für Sutton immer da ist, no matter what, und gleichzeitig genau diejenige, die sich viel zu selten fragt, wer eigentlich für sie da ist. Und ich glaube, Sutton darf bei ihr auch Seiten sehen, die kaum jemand anderes bekommt. Vans kann bei ihr genervt sein, lachen, petty sein, die Augen verdrehen und für fünf Minuten vergessen, dass sie normalerweise diejenige ist, die alles zusammenhält. :') (jedenfalls in der Theorie, in der Praxis... nun ja, daran arbeiten wir, huh?) Gleichzeitig sehe ich da aber auch einiges an Konfliktpotenzial. Gerade, weil Savannah so schnell in dieses "I need to take care of you"-Ding rutscht und Sutton das sicherlich nicht immer einfach mitmachen wird. Die beiden dürfen sich lieben und sich trotzdem gegenseitig absolutely lose their minds bringen.
Und obviously bin ich sehr dafür, dass wir gemeinsam untergehen. Ich glaube, Chicago ist dafür bei uns in den besten Händen.

i already love you too, with every inch of my skin.
your Vans
.

» @Romina: Ich glaube, genau diese dynamic finde ich sogar viel spannender als eine Freundschaft. Ich kann mir total vorstellen, dass Vans und Mina sich schon ein paar Mal über den Weg gelaufen sind und beide ziemlich schnell gemerkt haben, dass sie einander nicht unbedingt mögen. Especially weil Vans wahrscheinlich ziemlich schnell spürt, dass Minas friendship with Sutton nicht ganz so innocent ist. Also ja: cold looks, sharp words und dieses gegenseitige "I’m being perfectly polite, but we both know what I mean"-Ding.
Und ich würde es auch suuuper gerne offenlassen, wohin sich das entwickelt. Vielleicht irgendwann gegenseitiger Respekt, vielleicht bleibt es bei dieser very fragile truce. We’ll see.

» @Constantijn: Hiii. Ich glaube, deine Idee hat mich gerade auf eine Art erwischt, mit der ich nicht gerechnet habe, weil ich diese ganze Dynamik zwischen den beiden wirklich unglaublich passend finde. Gerade, dass es eben nicht diese große, kitschige High-School-Love war, sondern etwas, das für ihre Welt einfach funktionierte, finde ich sehr schön. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihre Familien diese Verbindung durchaus gefördert haben, vielleicht sogar ein bisschen forciert, aber dass Savannah und Constantijn sich trotzdem wirklich mochten. They genuinely enjoyed each other’s company. Sie waren Freunde, Vertraute und gleichzeitig dieses perfekte Paar, das nach außen einfach alles verkörpert hat, was ihre Familien und diese Gesellschaft sehen wollten. Und ich liebe den Gedanken, dass sie vielleicht sogar selbst irgendwann gar nicht mehr darüber nachgedacht haben, wie viel davon eigentlich Erwartung und wie viel davon ihre eigene Entscheidung war. It just made sense.

Dass Sloanes Tod dann genau diese perfekte Ordnung zerstört, finde ich besonders spannend. Savannah funktioniert weiter, weil sie gar nicht weiß, wie man es anders macht. Sie bleibt, übernimmt Verantwortung, kümmert sich um ihre Familie und versucht irgendwie, alles zusammenzuhalten. Und Constantijn erlebt dadurch zum ersten Mal eine Seite von ihr, die nicht mehr polished und controlled ist... und dann geht er. Tbh: Ich glaube, Savannah hätte ihm das damals niemals vor der gesamten Welt vorgeworfen; no, sie hätte die Trennung wahrscheinlich mit genau dieser erschreckenden Ruhe angenommen, die sie so gut beherrscht. No scene, no accusations. Vielleicht ein simples "I understand." und das war's. Und vielleicht wirkte genau das so, als würde sie diese Trennung sowieso nicht interessieren oder berühren, doch hat sie einfach nie gelernt, negative Gefühle auch nur ansatzweise zu offenbaren, geschweige denn, diese richtig zu benennen oder zu zeigen, but deep down, she actually cares way too much. Und sowieso: verstehen und verzeihen sind zwei completely different things, denn ich glaube, was ihr wirklich wehgetan hat, war nicht einmal unbedingt die Trennung selbst; es war, dass er gegangen ist, als alles dunkel wurde. Gerade weil Savannah wahrscheinlich immer geglaubt hat, dass Liebe bedeutet, dass man bleibt. You don't have to fix it. You don't even have to understand it. But you stay. Und genau das hat Constantijn nicht getan.

Ich stelle mir ihr Wiedersehen deshalb auch gar nicht besonders dramatisch vor. Eher im Gegenteil. Savannah wäre höflich, ruhig, vielleicht sogar genuinely happy to see him, zumindest für diesen einen kurzen Moment, aber da wäre eben dieses something zwischen ihnen, das nie wirklich ausgesprochen wurde. Und ich finde es sehr interessant, dass trotz allem noch Sympathie und diese alte Vertrautheit vorhanden sein könnten. Vielleicht ist er noch immer einer der Menschen, die sie besonders gut lesen können. Vielleicht kennt er Seiten von ihr, die sonst niemand kennt und vielleicht macht genau das alles noch schlimmer. And no worries: Romantik würde ich dabei erstmal gar nicht festlegen. Ich mag viel zu sehr, was zwischen ihnen bereits liegt: alte Freundschaft, gegenseitige Sympathie, ein bisschen gemeinsame Vergangenheit, eine Trennung, die nie wirklich aufgearbeitet wurde und ganz viel what if.

Ich glaube, die beiden könnten sich heute ansehen und innerhalb von zwei Sekunden wieder in dieses alte, perfekt eingespielte Miteinander fallen; nur, dass jetzt beide wissen, was unter dieser Perfektion wirklich liegt. So yes. I am very, very into this. Und ich glaube, da können wir gemeinsam richtig viel daraus machen.

» @Daisy: Ich mag die Idee sehr, dass Daisy bei der ganzen Constantijn-Sache irgendwo zwischen "I understand why Vans is pissed" und "but unfortunately… it’s Conny" steht. Ich glaube, Savannah würde es sogar schätzen, wenn Daisy nicht einfach blind auf ihrer Seite wäre, denn sie braucht niemanden, der ihr erzählt, dass Constantijn ein Monster ist. Sie kennt ihn selbst gut genug und weiß wahrscheinlich besser als jeder andere, dass die Sache... complicated ist. Dass Daisy ihm dafür trotzdem die Ohren langgezogen hat, finde ich dafür umso besser. I can absolutely see Savannah finding that out irgendwann und nur völlig trocken: "You did what?" Und ich würde es auch schön finden, wenn ihre Verbindung nicht dauerhaft nur über Constantijn läuft. Vielleicht verstehen Daisy und Savannah sich irgendwann ganz unabhängig voneinander ziemlich gut, gerade dieses Girls-Girl-Ding könnte bei Vans definitiv funktionieren. <3

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