Milo ist selbstbewusst, schlagfertig und besitzt eine große Klappe. Er liebt es, andere zum Lachen zu bringen und hat selbst in unangenehmen Situationen meistens noch einen lockeren Spruch auf Lager. Gleichzeitig ist er aufmerksam, loyal und überraschend einfühlsam. Er hört anderen gerne zu und gibt oft genau den Rat, den sie gerade brauchen – auch wenn er selbst selten danach handelt. Milo wirkt nach außen unkompliziert und lässig, doch hinter seiner charmanten Fassade steckt ein deutlich unsicherer und nachdenklicher Mensch. Er redet lieber über die Probleme anderer als über seine eigenen und versteckt seine Ängste gerne hinter Humor und Sarkasmus. Er kann stur sein, hasst es, die Kontrolle zu verlieren, und tut sich schwer damit, Schwäche zu zeigen. Kurz gesagt: charmant, witzig, loyal, intelligent, selbstbewusst, sarkastisch, aufmerksam – aber emotional deutlich verschlossener, als er auf den ersten Blick wirkt. Milo Carter ist einer dieser Menschen, die einen Raum betreten und sofort wirken, als hätten sie alles unter Kontrolle. Selbstbewusst, lässig und mit einer großen Klappe ausgestattet, hat er für beinahe jede Situation den richtigen Spruch auf Lager. Er besitzt diese besondere Art von Charme, die es ihm leicht macht, Menschen für sich einzunehmen, und schafft es selbst dann noch entspannt zu wirken, wenn um ihn herum längst alles aus dem Ruder läuft. Milo weiß meistens, was er sagen muss, wann ein lockerer Spruch die Situation entschärft und wann es besser ist, einfach den Mund zu halten. Nach außen wirkt vieles bei ihm mühelos – beinahe so, als würde ihm das Leben selten wirklich etwas anhaben können. Dabei steckt hinter dieser selbstsicheren Fassade deutlich mehr, als Milo andere sehen lässt. Er ist aufmerksam, beobachtet seine Umgebung genau und bemerkt oft Dinge, die andere übersehen. Wenn jemand ein Problem hat, ist er meistens einer der Ersten, die es bemerken. Für seine Freunde hat er immer ein offenes Ohr und erstaunlich oft auch den passenden Rat parat. Manchmal könnte man beinahe meinen, Milo hätte auf jede Frage eine Antwort. Nur wenn es um seine eigenen Probleme geht, sieht die Sache anders aus. Über sich selbst spricht er nur selten und noch seltener lässt er jemanden wirklich nah genug an sich heran. Eine besondere Rolle in seinem Leben spielt sein Cousin Elijah. Die beiden stehen sich ziemlich nahe und ihre Beziehung ist an vielen Stellen eher brüderlich als typisch für Cousins. Sie können sich gegenseitig aufziehen, stundenlang über völligen Unsinn reden und sind trotzdem füreinander da, wenn es darauf ankommt. Elijah gehört zu den wenigen Menschen, bei denen Milo nicht ständig das Gefühl hat, irgendetwas beweisen zu müssen. Gerade deshalb fällt es ihm so schwer, dass ausgerechnet Elijah nichts von den Dingen weiß, die Milo momentan am meisten beschäftigen. Elijah weiß nicht, dass Milo schwul ist. Er weiß nichts von dem Mann, mit dem Milo erwischt wurde, und schon gar nichts von der Erpressung, die seitdem über ihm schwebt. Anfangs war es vielleicht nur die Angst vor dem Coming-out, später wurde aus einem einfachen „Ich erzähle es ihm irgendwann“ eine Wahrheit, die Milo inzwischen kaum noch über die Lippen bekommt. Je länger er schweigt, desto größer scheint das Geheimnis zu werden. Und dann gibt es noch Piper. Auch von ihr weiß Elijah nichts. Für ihn ist Milo einfach sein selbstbewusster, manchmal viel zu vorlauter Cousin, der Jura studiert und sein Leben scheinbar ziemlich gut im Griff hat. Er ahnt nicht, dass Milo Piper als seine Freundin ausgibt und dass hinter dieser Beziehung eine Geschichte steckt, die deutlich komplizierter ist, als sie von außen aussieht. Doch Elijah ist nicht der Einzige, der Milo nur teilweise kennt. Auch an der Universität hat Milo sich einen festen Freundeskreis aufgebaut. Vor allem mit seinen Kommilitonen aus dem Jurastudium verbringt er viel Zeit. Nach Seminaren noch gemeinsam etwas trinken gehen, stundenlang in der Bibliothek sitzen, sich über Professoren beschweren, gemeinsam für Klausuren lernen oder spontan auf einer Party landen – Milo ist meistens mittendrin. Er ist derjenige, der die Gruppe zum Lachen bringt, bei Diskussionen unbedingt das letzte Wort haben möchte und selbst aus einem langweiligen Uni-Abend noch irgendwie etwas machen kann. Seine Freunde würden wahrscheinlich behaupten, dass sie Milo ziemlich gut kennen. Sie wissen, wie ehrgeizig er ist, kennen seinen Sarkasmus, seine schlechte Angewohnheit, Dinge bis zur letzten Minute aufzuschieben, und wissen genau, welcher Professor ihn regelmäßig auf die Palme bringt. Sie kennen seine Lieblingsbar, seine üblichen Ausreden, wenn er zu spät kommt, und vermutlich auch einige seiner peinlichsten Geschichten. Für sie ist Milo einfach Milo – der charmante, selbstbewusste Jurastudent mit der großen Klappe, der immer einen Spruch parat hat und erstaunlich gut darin ist, anderen bei ihren Problemen zu helfen. Aber auch sie kennen ihn nicht wirklich. Keiner seiner Uni-Freunde weiß, dass Milo schwul ist. Niemand weiß von dem Mann, mit dem er erwischt wurde, und niemand kennt das Ausmaß der Erpressung, die seitdem über ihm hängt. Auch von Piper wissen sie nur das, was Milo ihnen erzählt. Für sie ist sie seine Exfreundin und ihre Beziehung eine komplizierte Geschichte, über die Milo nicht besonders gerne spricht. Dass Piper ursprünglich nur seine Scheinfreundin war und dass er selbst bis heute an dieser Lüge festhalten muss, ahnt keiner. Milo macht es ihnen allerdings auch nicht leicht, hinter seine Fassade zu schauen. Er ist verdammt gut darin, unangenehmen Fragen auszuweichen. Wenn jemand wissen möchte, warum er plötzlich stiller ist als sonst, macht er einen Witz. Wenn jemand fragt, warum er Piper noch immer nicht vollständig aus seinem Leben gestrichen hat, findet er irgendeine beiläufige Erklärung. Und wenn ein Gespräch zu persönlich wird, lenkt er es geschickt auf jemand anderen. Trotzdem sind ihm seine Uni-Freunde wichtig. Vielleicht sogar wichtiger, als er ihnen gegenüber jemals zugeben würde. Bei ihnen kann Milo für ein paar Stunden vergessen, wie kompliziert sein Leben außerhalb der Universität geworden ist. Wenn sie gemeinsam in einer Bar sitzen, bis spät in die Nacht für eine Klausur lernen oder einfach ziellos durch Chicago ziehen, fühlt sich sein Leben manchmal beinahe normal an. Sie geben ihm etwas, das er sonst kaum noch hat: Leichtigkeit. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum Milo so viel Zeit mit ihnen verbringt. Er braucht diese Normalität. Er braucht Menschen, bei denen er nicht ständig darüber nachdenken muss, wer er eigentlich ist und welche Version von sich er gerade zeigen darf. Gleichzeitig bleibt immer ein kleiner Abstand bestehen. Eine unsichtbare Grenze, die Milo selbst gezogen hat und die niemand von ihnen wirklich bemerkt. Denn niemand soll zu nah kommen. Piper sollte ursprünglich nur eine Lösung für ein Problem sein. Nachdem Milo mit einem Mann erwischt wurde, wurde er erpresst. Die Person, die davon weiß, könnte sein Leben mit einem einzigen Schritt völlig verändern. Für Milo steht dabei nicht nur sein persönliches Umfeld auf dem Spiel, sondern auch das Bild, das er sich über Jahre hinweg aufgebaut hat. Also ließ er sich darauf ein, Piper als seine Freundin auszugeben. Nach außen sollte alles glaubwürdig wirken: Milo Carter, der charmante Jurastudent, und Piper an seiner Seite. Sie kannten sich, konnten miteinander lachen und wirkten vertraut genug, dass kaum jemand auf die Idee gekommen wäre, ihre Beziehung infrage zu stellen. Doch die Geschichte zwischen ihnen ist inzwischen längst vorbei. Milo und Piper sind seit beinahe zwei Jahren getrennt. Die Trennung war alles andere als sauber und spätestens als Milo begann, ihre Grenzen nicht mehr zu respektieren, zog Piper Konsequenzen. Nachrichten, unangekündigte Besuche und sein ständiges Auftauchen führten schließlich dazu, dass sie eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkte. Milo darf sich ihr nicht nähern und müsste eigentlich akzeptieren, dass Piper aus seinem Leben verschwunden ist. Nur ist das für ihn komplizierter, als es sein sollte. Denn obwohl ihre Beziehung längst beendet ist, muss Milo den Schein noch immer aufrechterhalten. Seine Erpressung ist nicht einfach verschwunden und Milo hat sich noch immer nicht geoutet. Für die Menschen in seinem Umfeld muss Piper weiterhin die Erklärung dafür sein, wer Milo ist und mit wem er zusammen ist. Eine Beziehung, die längst nicht mehr existiert, wird damit zu einer Fassade, die Milo nicht einfach fallen lassen kann. Das Absurde daran ist, dass Piper vermutlich diejenige Person ist, die am wenigsten von all dem weiß. Für sie ist Milo ihr Exfreund, der nicht akzeptieren kann, dass es vorbei ist. Sie sieht die Nachrichten, die unerwünschten Kontaktversuche und seine Versuche, irgendwie in ihrem Leben zu bleiben, und kann daraus nur schließen, dass er sie zurückhaben will. Und vielleicht will ein Teil von Milo das tatsächlich. Aber nicht auf die Art, wie Piper glaubt. Milo kann ihr nicht erklären, warum er die Verbindung zwischen ihnen nicht vollständig kappen kann, ohne gleichzeitig Dinge preiszugeben, die er seit Jahren geheim hält. Er kann ihr nicht sagen, dass sie für ihn nach wie vor Teil einer Lüge ist, die er braucht, um seine eigene Wahrheit zu verstecken. Und er kann ihr schon gar nicht erzählen, dass die Beziehung, die sie beide einst geführt haben, für ihn von Anfang an eine Fassade gewesen ist. Trotzdem sind seine Gefühle für Piper nicht einfach gespielt. Sie ist ihm wichtig geworden. Vielleicht sogar wichtiger, als sie es jemals hätte sein sollen. Sie ist eine der wenigen Personen, bei denen er sich tatsächlich wohlfühlt. Sie bringt ihn zum Lachen, widerspricht ihm und schafft es manchmal, hinter seine Fassade zu blicken, ohne dass er genau weiß, wie sie das überhaupt geschafft hat. Genau deshalb tut die Trennung ihm mehr weh, als er sich eingestehen möchte. Gleichzeitig weiß Milo, dass er ihre Grenzen respektieren muss. Er darf sich ihr nicht nähern. Er darf keinen Kontakt erzwingen. Und trotzdem steht über allem die Angst, dass mit dem endgültigen Ende dieser Beziehung auch seine sorgfältig aufgebaute Fassade zusammenbricht. Milo studiert Jura und passt damit vielleicht besser zu seinem Charakter, als ihm selbst bewusst ist. Er liebt Argumente, kann sich hervorragend ausdrücken und besitzt ein Talent dafür, Dinge so darzustellen, dass sie plötzlich ganz anders aussehen. Worte sind für ihn ein Werkzeug. Er weiß, wie man sich aus unangenehmen Situationen herausredet, wie man einen Standpunkt verteidigt und wie man jemanden mit wenigen Sätzen aus dem Konzept bringen kann. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ihm das Jurastudium so leichtzufallen scheint. Und genau dort, zwischen Vorlesungen, Lerngruppen und langen Abenden mit seinen Freunden, kann Milo am besten so tun, als wäre alles in Ordnung. Nur sich selbst kann er damit nicht überzeugen. Denn Milo weiß, dass er auf ziemlich dünnem Eis steht. Die Erpressung, seine ungeklärte Sexualität, die Lügen gegenüber Elijah und die Scheinbeziehung mit Piper beginnen langsam an ihm zu nagen. Zwei Jahre nach der Trennung steckt er noch immer in derselben Lüge fest, aus der er eigentlich längst herauswollte. Er hat sich nicht geoutet. Er hat die Wahrheit niemandem erzählt. Und so muss er weiterhin so tun, als wäre Piper die Frau, mit der er zusammen sein möchte, während er gleichzeitig nicht einmal mehr das Recht hat, in ihre Nähe zu kommen. Seine Uni-Freunde geben ihm dabei zumindest für einige Stunden das Gefühl, ein normales Leben zu führen. Sie kennen Milo als den Typen, der mit ihnen lacht, diskutiert, flirtet, Klausuren überlebt und nachts noch spontan mitkommt. Sie kennen seine Geschichten, aber nicht seine Geheimnisse. Sie kennen seine Persönlichkeit, aber nicht seine Angst. Und obwohl sie ihm wahrscheinlich jederzeit helfen würden, würde Milo niemals auf die Idee kommen, ihnen die Wahrheit zu erzählen. Er ist gut darin, Dinge auszuhalten. Vielleicht sogar zu gut. Milo würde einem Freund mitten in der Nacht zuhören, ihm den Kopf waschen, einen guten Rat geben und anschließend behaupten, dass das alles überhaupt kein Problem sei. Wenn es dagegen um seine eigenen Gefühle geht, zieht er sich zurück und macht einen Witz daraus. Er versteckt Unsicherheit hinter Selbstbewusstsein, Angst hinter Sarkasmus und Verletzlichkeit hinter einem Grinsen. Elijah kennt den Milo, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat und für seine Familie da ist. Seine Uni-Freunde kennen den Milo, der mit ihnen lacht, feiert und sich durch das Jurastudium kämpft. Piper kennt inzwischen den Milo, der aufmerksamer und tiefgründiger ist, als er nach außen wirken möchte. Doch keiner von ihnen kennt die ganze Wahrheit. Und vielleicht ist das für Milo das Beängstigendste daran: Er ist ständig von Menschen umgeben und trotzdem mit seinem größten Geheimnis vollkommen allein. Er steckt seit zwei Jahren in einer Beziehung fest, die nicht mehr existiert, muss gleichzeitig Abstand zu der Frau halten, die diese Fassade überhaupt erst möglich gemacht hat, und darf niemandem erklären, warum. Denn solange Milo sich nicht outet, kann er die Wahrheit nicht einfach loslassen. Also spielt er weiter. Mit Elijah. Mit seinen Freunden. Mit Piper. Und irgendwann vielleicht sogar mit sich selbst. Auch wenn längst niemand mehr zusieht. Wichtiges, hierzu wurde schon besprochen und wir sind alle seeeehr gespannt :) Ich suche zuerst einen besten Freund! Auch DU, weißt noch nicht das ich nicht auf Frauen stehe, oder hast du da den 6ten Sinn? Love Interest? Flirts, oder andere UNI Freunde, sind auch gerne gesehen! Milo ist jemand, der eigentlich umgänglich ist, aber noch nicht zu sich selber stehen kann! Er braucht, ein starkes Rückrad und Freunde, die ihn unterstützen, das Richtige zu tun Ich bin schon sehr gespannt ! :)Milo
Jemand, mit dem man erstmal befreundet ist und dann schaut, was darauß wird? Vielleicht, hast du aber schon Interesse an mir und bist die Person, die mich erpresst, weil ich dich ignoriert habe?
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