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#2

Wanted · Mitarbeiter
Maaret Virtanen
Suchender

Maaret Virtanen

Age31
OccupationHotelbesitzerin
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimScarlett Leithold
01.Short facts
Full nameMaaret Virtanen
Age31
SexualityHeterosexuell
OccupationHotelbesitzerin
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classMid Class
FaceclaimScarlett Leithold

Maaret hat als gebürtige Finnin ein Faible für Wintersport, besonderes Eishockey hat es der Blondine angetan. Au0erdem ist ihr das Gastrecht sowie der Traditionelle Nachmittagskaffee der sogenannte iltapäiväkahvi heilig.

02.Gemeinsame Story

Ihr habt alle etwas gemeinsam! Das ihr dank der gebürtigen Finnin ein neues, geregelteres Leben habt. Ein Leben, dass noch immer nicht Friedefreude Eierkuchen immer ist, aber dank Maaret nicht mehr ganz so Dunkel und Hart wirkt. Ihr fandet im letzten Jahr alle euren Weg in das kleine aber feine Backsteingebäude, dass die Finnin mit viel Herzblut und Gastfreundlichkeit führt.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich bin grundsätzlich jeden Tag hier anwesend. Guestbook plays, gehören nicht unbedingt zu meinen liebsten Sachen. Ich konzentriere mich am liebsten auf die Scenen. Denn ein oder anderen Chat - WA Play, darüber lässt sich reden, wenn man dadurch in der Story voran kommt.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Was die Anschlussmöglichkeiten innerhalb des Hotels angeht, währe dies bisher Maaret sowie Maarets liebste Barfee @Yuliana Vaughn. Doch die ein oder anderen Gäste des Hauses und des dazu gehörigen kleinen Lokal lässt sich bestimmt etwas gutes finden, sowie einige Verbindungen außerhalb der Arbeit.

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Diese drei Charaktere eigen sich perfekt zum Einstieg ins Forum oder als Schnupper Charas um zu schauen, ob das Forum etwas für einen sein könnte.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Maaret
05.09.2026


zuletzt bearbeitet 05.09.2026 16:43(+0200)
#3

Wanted · Familiy
Vincent Hale
Suchender

Vincent Hale

Age29
OccupationPrivate-Equity-Erbe und Managing Partner eines Family Offices.
ResidenceChicago.
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimBill Skarsgård
01.Short facts
Full nameVincent Hale
Age29
SexualityStraight
OccupationPrivate-Equity-Erbe und Managing Partner eines Family Offices.
ResidenceChicago.
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimBill Skarsgård

THE ELDEST SON · 29 YEARS

THE HEIR
"He left me everything except an explanation."

Vince ist der älteste Sohn der Familie und vermutlich genau das geworden, was man von einem Hale immer erwartet hat: erfolgreich, kontrolliert, hervorragend ausgebildet und nach außen nur schwer aus der Ruhe zu bringen. Geboren in London, zog er mit seiner Familie im Alter von elf Jahren nach Chicago und übernahm später eine zentrale Rolle im Familienunternehmen. Heute arbeitet er im Private-Equity-Bereich und bewegt sich ziemlich selbstverständlich in einer Welt aus Beteiligungen, Übernahmen, Millionenbeträgen und Entscheidungen, die für andere Menschen deutlich größere Konsequenzen haben können als für ihn selbst.
CONTROL · LOYALTY · OBSERVATION
Vincent ist intelligent und analytisch, beobachtet lieber, bevor er spricht, und besitzt einen ziemlich trockenen Humor. Er ist nicht besonders leicht kennenzulernen. Persönliche Dinge behält er meistens für sich, Vertrauen muss man sich verdienen und Kontrolle abzugeben gehört definitiv nicht zu seinen Stärken. Hat man es allerdings einmal hinter seine Mauern geschafft, ist seine Loyalität beinahe bedingungslos. Er vergisst wenig, verzeiht nicht besonders schnell und kann einen ausgeprägten Beschützerinstinkt entwickeln, der gelegentlich gefährlich nah an Kontrolle grenzt.
Dabei ist Vincent weder der typische arrogante Millionär noch ein emotionsloses Arschloch. Geld beeindruckt ihn kaum und gesellschaftlicher Status entscheidet nicht darüber, wie er jemanden behandelt. Er respektiert Menschen eher für Kompetenz, Rückgrat und Ehrlichkeit. Mit der eigenen Upper-Class-Welt kann er sogar ausgesprochen wenig Geduld haben.
"Some inherit money.
Others inherit expectations."
Innerhalb der Familie war sein Verhältnis zum Vater kompliziert. Anerkennung und Erwartungen spielten eine wesentlich größere Rolle als tatsächliche Nähe. Trotzdem hat Vincent viel von ihm gelernt und vermutlich mehr von ihm übernommen, als ihm lieb ist. Nach dessen Tod wird ausgerechnet Vincent zum Haupterben und übernimmt damit nicht nur einen erheblichen Teil des Vermögens, sondern auch die Position, die sein Vater innerhalb der Familie hinterlässt.
THE WEAK SPOT
Sein größter Schwachpunkt ist seine jüngere Schwester. Für sie würde er vermutlich Dinge tun, die er bei jedem anderen als vollkommen irrational bezeichnen würde. Dicht gefolgt wird sie von Mercy, seiner Katze, wobei Vincent jede Diskussion darüber verweigert, wer tatsächlich auf Platz eins steht.

Der Tod seines Vaters bringt nun Menschen zurück an einen Tisch, die sich längst voneinander entfernt haben. Und Vincent, der normalerweise ziemlich gut darin ist, jede Situation unter Kontrolle zu behalten, findet sich plötzlich mitten in einer Familie wieder, in der alte Verletzungen, neue Wahrheiten und ein unehelicher Bruder dafür sorgen könnten, dass genau diese Kontrolle erstmals ernsthaft ins Wanken gerät.
THE NAME REMAINS
"The man doesn't."

02.Gemeinsame Story


THE DEATH OF A PATRIARCH · CHICAGO

THE BITCH IS DEAD
A HALE FAMILY AFFAIR

"Some things refuse to stay buried."


Der Patriarch der Familie ist tot. Und vermutlich wäre es gelogen zu behaupten, dass darüber ausschließlich Tränen vergossen werden.

Jahrzehntelang bestimmte Vincents Vater, wie diese Familie funktionierte. Er entschied, wer seinen Erwartungen entsprach, wer enttäuschte, worüber gesprochen wurde und welche Dinge besser hinter verschlossenen Türen blieben. Selbst diejenigen, die sich seinem Einfluss irgendwann entzogen, wurden ihn nie vollständig los. Vincents Onkel gehörte zu diesen Menschen. Er weigerte sich, weiterhin nach den Vorstellungen seines Bruders zu leben, verließ das familiäre Konstrukt und kommt nun gemeinsam mit seinem Ehemann zur Beerdigung zurück.


"Am Abend vor der Beisetzung findet in Hale House
eine private Totenwache statt."


Und damit sitzen zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Menschen in einem Raum, die verdammt gute Gründe hatten, Abstand voneinander zu halten.


Vincent · seine jüngere Schwester · die Zwillinge
seine Mutter · sein Onkel samt Ehemann

AND THEN THERE IS
THE BASTARD


Dass Vincents Vater während seiner Ehe einen weiteren Sohn gezeugt hatte, war nie ein Geheimnis. Dass er all die Jahre Kontakt zu ihm hielt, ihn finanziell unterstützte, regelmäßig traf und offenbar wesentlich stärker an dessen Leben beteiligt war, als irgendjemand ahnte, dagegen schon.

Seine Anwesenheit allein reicht aus, um alte Wunden aufzureißen. Vincents Mutter will ihn nicht dort haben. Seine Schwester hasst ihn beinahe augenblicklich. Vincent glaubt ihm ebenso wenig wie der Rest, dass er tatsächlich nur gekommen ist, um seinen Vater ein letztes Mal zu sehen.

"And he isn't the only secret
their father left behind."



Mit der Testamentseröffnung beginnt nach der Beerdigung erst der eigentliche Plot. Vincent erbt den Großteil des väterlichen Vermögens und übernimmt dessen Stellung innerhalb des Familienimperiums. Der Bastard wurde ebenfalls bedacht. Entscheidungen des Verstorbenen werfen Fragen auf, alte Geschichten bekommen plötzlich eine andere Bedeutung und nach und nach darf ans Licht kommen, was über Jahre mit Geld, Einfluss und einem bekannten Familiennamen unter Verschluss gehalten wurde.
Dabei soll es ausdrücklich nicht nur um einen Erbschaftsstreit gehen. Wir wollen Geheimnisse, Loyalitätskonflikte, alte Ressentiments, neue Allianzen und eine Familie, die langsam herausfindet, wie wenig sie eigentlich voneinander wusste.


DAD IS DEAD
"Unfortunately, he left receipts."

03.Writing
Writing preference
1st person · 3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words


BEFORE YOU JOIN THE FUNERAL
"Bring your own secrets. We'll provide the family drama."


Mir ist vor allem wichtig, dass ihr wirklich Bock auf die Charaktere und die Familie habt. Ich suche keine Rollen, die ausschließlich für diesen einen Plot erstellt werden und nach der Beerdigung wieder in der Versenkung verschwinden. Die Totenwache, das Testament und die Geheimnisse sollen vielmehr der Anfang sein, aus dem sich langfristig eigene Geschichten und Dynamiken entwickeln können.

MAKE THEM YOUR OWN

Die Beschreibungen oben sind deshalb ausdrücklich keine fertigen Charakterbögen. Namen, Berufe, Beziehungen, Eigenheiten, Vergangenheit und sämtliche kleinen oder großen Abgründe dürft und sollt ihr selbst mitbringen. Auch bei den vorgeschlagenen Charakterzügen lässt sich reden. Wichtig sind uns hauptsächlich die grundlegenden familiären Beziehungen und der gemeinsame Plot.

Eigene Ideen sind dabei nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Ihr wollt ein weiteres Familiengeheimnis mitbringen? Jemand hat eine Rechnung mit dem Verstorbenen offen? Einer der Charaktere weiß etwas, das Vincent besser niemals erfahren sollte?

"Give it to me."

Ich möchte vorher natürlich kurz darüber sprechen, damit alles zusammenpasst, aber niemand soll hier lediglich eine von uns vorgeschriebene Geschichte nachspielen.

REAL LIFE COMES FIRST

Was Aktivität betrifft, erwarte ich keine 24/7-Anwesenheit und niemand muss täglich posten. Ein gewisses Interesse an der gemeinsamen Story und Kommunikation wäre uns bei einem größeren Familienplot allerdings wichtig. Wenn das Real Life dazwischenkommt, ist das selbstverständlich kein Problem. Ein kurzes Lebenszeichen reicht vollkommen.

Am Ende suche ich vor allem Leute, die Lust haben, gemeinsam etwas aufzubauen, Ideen hin und her zu werfen und diese Familie mit ihren eigenen Charakteren noch ein kleines bisschen kaputter zu machen.


WELCOME TO THE FAMILY
"The roles are yours.
Make them worse."

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten


YOU DON'T HAVE TO KNOCK
"Everyone knows someone. Everyone knows something."


Das Gesuch soll natürlich nicht ausschließlich innerhalb der Hale-Familie stattfinden. Einige Anschlüsse bestehen bereits und können direkt in den Plot eingebunden werden.

THE OUTSIDERS · FAMILY

Vincents Onkel und dessen Ehemann werden ebenfalls zur Beerdigung nach Hale House kommen und können damit unmittelbar in den Familienplot einsteigen. Der Onkel hat sich vor Jahren bewusst von seinem Bruder und dessen Einfluss distanziert und gehört innerhalb der Familie eher zu den Außenseitern. Sein Ehemann ist Psychologe und dürfte bei dieser Totenwache vermutlich genug Material für mehrere Sitzungen sammeln.


"Related by blood.
Present by choice."

OLD NAMES · OLD CONNECTIONS

Auch die Familie Laurent gehört seit Jahren zum gesellschaftlichen Umfeld der Familie. Die Laurents und Hales kennen sich, bewegen sich in denselben Kreisen und entsprechend dürfen bereits Freundschaften, Bekanntschaften oder ganz eigene Verbindungen zu einzelnen Familienmitgliedern bestehen. Sutton Laurent kennt Vincent bereits und bietet damit ebenfalls einen direkten Anschluss.


"Old money has a long memory."

AND EVERYONE ELSE

Darüber hinaus ist eigentlich alles offen. Alte Freunde der Familie, gemeinsame Schulzeiten, geschäftliche Kontakte, ehemalige Beziehungen oder Menschen, die den verstorbenen Patriarchen vielleicht besser kannten, als sie sollten. Gerade durch die kommenden Geheimnisse dürfen jederzeit neue Verbindungen entstehen oder alte plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen.


SOMEONE ALWAYS KNEW
"Just because nobody mentioned it at dinner
doesn't mean nobody knew."

Probepost
Nein
Letzte Worte


ONE LAST THING

"The good news is, he's dead.
The bad news is, you're related."


01 / 04
Wanted details
Wanted by
Vincent
28.08.2026

ALL THAT WE SEE OR SEEM — IS BUT A DREAM WITHIN A DREAM;THE DEVIL IS IN THE DETAILS

once upon a midnight dreary, while i pondered, weak and weary, over many a quaint and curious volume of forgotten lore, while i nodded, nearly napping, suddenly there came a tapping

𝓥.𝓗.──── i swear to you, gentlemen, that to be overly conscious is a sickness, a real, thorough sickness.
zuletzt bearbeitet 28.08.2026 16:36(+0200)
#4

Wanted · Freunde, Beste Freunde, Freunde mit Zusatzleistungen...
Reagan Dallcassian
Suchender

Reagan Dallcassian

Age24
OccupationWäscherei Assistent
ResidenceSouth Side
AffiliationCitizen
Social classLower Class
FaceclaimTimothée Chalamet
01.Short facts
Full nameReagan Dallcassian
Age24
SexualityHetero
OccupationWäscherei Assistent
ResidenceSouth Side
AffiliationCitizen
Social classLower Class
FaceclaimTimothée Chalamet

Reagan ist ein typisches South Side Kind. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, doch die Familie steht in der Not über allem und hält immer zusammen.
Er ist kommunikativ, erfinderisch und holt das Beste für sich aus den meisten Situationen heraus. Ein Studium kam für ihn nicht in Frage, da er nicht mit Hierarchien klar kommt und das ewige herum sitzen und lernen ist für ihn eine Quälerei. Reagan braucht immer gleich Ergebnisse, die er natürlich nur durch Taten erzielt. Er kann sehr zuverlässig sein, aber auch Lügen, was das Zeug hält. Trotzdem ist er für jeden Unsinn zu haben und lässt es auch mal ruhig und mit tiefsinnigen Gesprächen einhergehen.

02.Gemeinsame Story

Ihr seid Reagans Freunde. Euer Background bleibt euch überlassen. Aber ein paar Freunde sollten eben auch aus der South Side kommen. Vielleicht kennt man sich noch aus der Schule, oder aus der Nachbarschaft. Man hat einiges miteinander erlebt, ein paar leicht kriminelle Sachen abgezogen, um zu überleben oder sich mal einen Vorteil zu verschaffen, bspw. wie einen Essens Auslieferer gelinkt, um an das Essen zu kommen, Spritztouren in tollen Karosserien usw.
Ihr könnt auch gern erst neu in die Nachbarschaft gezogen sein, vielleicht durch einen sozialen Abstieg oder überhaupt erst neu in Chicago?
Auf jeden Fall sind es nicht nur cozy Freundschaften die Reagan sucht, denn wie es in dem Milieu so üblich ist, Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Es sollte schon mal zu Diskussionen, Streitigkeiten kommen. Mit den weiblichen Freunden kann auch gern mal was gelaufen sein.
Und heute kennt man sich immer noch (oder lernt sich kennen) und erlebt weiter triviale Dinge mit einer Prise Twist oder eben auch mal spannendere Aktionen gemeinsam.
Natürlich könnt ihr auch aus einem gänzlich anderen Milieu kommen, Midclass usw. und man lernt sich oder hat sich auf andere Weise kennen gelernt. Die Metro ist ein netter Ort, das Nachtleben in Chicago, der Wäscherei Salon...uns stehen alle Möglichkeiten offen.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Posts kommen regelmäßig, aber nicht täglich. Obwohl ich täglich reinchaue.
Für ein GB bin ich immer zu haben, zwischendurch. Oder anderen Quatsch.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Kontakte könnte ihr knüpfen, wie es euch beliebt.

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Zieh nach Chicago, schau dir die South Side an und lerne sie lieben.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Reagan
29.08.2026

zuletzt bearbeitet 29.08.2026 13:14(+0200)
#5

Wanted · Bandmates · Close Friends · Found Family
Darcie Rusk
Suchender

Darcie Rusk

Age24 y/o
OccupationSinger, Songwriter
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMaggie Lindemann
01.Short facts
Full nameDarcie Rusk
Age24 y/o
SexualityBisexual
OccupationSinger, Songwriter
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMaggie Lindemann

Darcie Rusk wurde in Chicago geboren und wuchs in Belmont Cragin auf. Ihre Familie lebte in einer schmalen Wohnung in einem alten Mehrfamilienhaus, direkt an einer viel befahrenen Straße. Die Fenster hielten weder den Lärm noch die Kälte richtig draußen. Im Winter wurden Handtücher vor die Ritzen gelegt, im Sommer liefen zwei Ventilatoren rund um die Uhr. Ihre Mutter Merrin arbeitete in der Wäscherei eines Krankenhauses. Sie begann oft vor sechs Uhr morgens und kam mit roten Händen nach Hause, weil sie den ganzen Tag mit heißer Wäsche, Reinigungsmitteln und schweren Wagen beschäftigt war. Ihr Vater Levon nahm alles an, was gerade Geld brachte. Er strich Wohnungen, reparierte Dächer, räumte Keller aus und half Bekannten an ihren Autos. Es gab Wochen, in denen er jeden Tag unterwegs war. Danach saß er manchmal einen Monat lang zu Hause, telefonierte irgendwelchen Leuten hinterher und wartete auf Geld, das nie kam. Darcie hatte zwei Geschwister. Ihr Bruder Penn war drei Jahre älter. Ihre Schwester Tova kam knapp zwei Jahre nach ihr zur Welt. Die drei teilten sich lange ein Zimmer. Penn schlief auf einer ausgezogenen Matratze, Darcie im unteren Bett und Tova oben. Ihre Sachen lagen in Kisten, weil kein Platz für einen großen Schrank war. Wenn einer nachts nach Hause kam, wachten die anderen beiden meistens mit auf. Penn war der Ruhigste von ihnen. Er konnte stundenlang an einem alten Radio oder einem kaputten Controller sitzen, bis es wieder funktionierte. Tova war schon als Kind laut, schnell beleidigt und ständig unterwegs. Sie schleppte Freunde mit nach Hause, aß Darcies Sachen und borgte sich Kleidung, ohne zu fragen. Darcie und Tova stritten dauernd. Trotzdem rief Tova immer zuerst bei ihr an, sobald etwas passiert war. Die Musik kam durch Levon in die Familie. In seiner Jugend hatte er in kleinen Punk- und Hardcorebands gespielt. Er besaß noch eine schwarze Gitarre, mehrere zerkratzte Kassetten und eine Kiste voller alter Konzertflyer. Die Bands darauf hatte außerhalb Chicagos kaum jemand gekannt. Levon erzählte trotzdem von dieser Zeit, als hätte er jahrelang auf Welttournee gelebt. Wenn er gute Laune hatte, holte er die Gitarre aus dem Schlafzimmer. Penn trommelte auf dem Tisch, Tova schrie irgendwelche erfundenen Texte und Darcie versuchte, lauter als alle anderen zu singen. Ihre Stimme fiel schon früh auf. Sie war nicht besonders sauber oder geschult, dafür kräftig und rauer als die Stimmen der anderen Kinder. Mit acht bekam Darcie von ihrem Vater die ersten Akkorde gezeigt. Nach einer Woche verlor sie die Geduld. Ihre Finger taten weh und die Gitarre war fast so groß wie sie selbst. Sie wollte lieber singen. Levon spielte daraufhin dieselben vier Akkorde in Schleife, während Darcie dazu Melodien erfand. Merrin hörte beim Kochen viel R&B, Soul und alten Pop. Levon legte Punk, Alternative Rock und Metal auf. Darcie mochte alles davon. Später hörte man das auch in ihrer eigenen Musik. Ihre Strophen waren oft ruhig und melodisch, während die Refrains plötzlich laut wurden. In der Schule meldete sie sich für jeden Auftritt. Sie sang bei Weihnachtsfeiern, Sportveranstaltungen und Abschlussfeiern. Einmal wurde ihr das Mikrofon mitten im Lied abgestellt, weil die Schulleitung den ausgewählten Song für unpassend hielt. Darcie sang ohne Verstärkung weiter. Ihre Freunde stimmten ein, bis die Lehrer die Veranstaltung unterbrachen. Gesangsunterricht war zu teuer. Darcie nutzte den Musikraum der Schule, solange dort niemand anderes war. Eine Lehrerin namens Ms. Dawe ließ ihr nach dem Unterricht den Schlüssel da. Darcie räumte dafür Instrumente weg, sortierte Notenblätter und stellte die Stühle zurück. Mit zwölf nahm sie ihre ersten eigenen Lieder auf. Penn hatte aus gebrauchten Teilen einen alten Computer zusammengebaut. Das Mikrofon war ein günstiges Headset, das eigentlich zum Spielen gedacht war. Bei jeder Aufnahme hörte man das Summen des Rechners und die Autos vor dem Fenster. Tova platzte regelmäßig ins Zimmer und beschwerte sich, dass Darcie seit einer Stunde dieselbe Zeile sang. Die Texte handelten von der Schule, von Leuten aus der Nachbarschaft und von Merrin, die morgens schon fort war, bevor die Kinder aufstanden. Ein Lied schrieb Darcie über den Waschsalon am Ende ihrer Straße, weil dort nachts immer dieselben Menschen saßen. Sie nannte es „Quarter After Quarter“ und war überzeugt, damit irgendwann berühmt zu werden. Ihre engste Freundin lernte sie mit dreizehn kennen. Zadie Morrow kam mitten im Schuljahr neu in ihre Klasse. Sie hatte fast immer eine kleine Kamera dabei und fotografierte alles, was ihr auffiel: Graffiti an Brücken, kaputte Neonreklamen, Leute im Bus oder weggeworfene Möbel am Straßenrand. Zadie hörte Darcie eines Tages im Treppenhaus singen. Am selben Nachmittag stand sie mit ihrer Kamera vor der Wohnung der Rusks und erklärte, sie wolle ein Video drehen. Darcie sagte zunächst nein. Zwei Stunden später saßen sie auf dem Boden im Flur, weil dort das Licht am besten war. Das Video bestand aus einer einzigen Aufnahme. Darcie sang einen Coversong und Penn spielte hinter der Kamera Gitarre. Tova lief kurz durchs Bild, bemerkte die Kamera und ging rückwärts wieder hinaus. Zadie lud es auf ihrem eigenen Account hoch. Der Clip bekam innerhalb weniger Tage mehr Aufrufe als alles, was Zadie vorher gepostet hatte. Es waren keine Millionen. Für Darcie reichten schon ein paar Tausend fremde Menschen, die ihre Stimme hörten und nach einem weiteren Lied fragten. Von da an filmte Zadie sie regelmäßig. Sie gingen auf Parkdecks, in Hinterhöfe oder in leer stehende Lagerräume, in die sie durch kaputte Zäune gelangten. Manchmal nahm Darcie ihre Songs im Treppenhaus auf, während Nachbarn an ihnen vorbeiliefen. Die Videos wirkten roh. Im Hintergrund fuhren Züge, irgendwo bellte ein Hund oder jemand rief aus einem Fenster. Zadie ließ das alles drin. Mit fünfzehn begann Darcie in einer kleinen Siebdruckerei in Pilsen zu arbeiten. Der Laden hieß Inkline Supply und druckte Shirts, Stoffbeutel, Tourposter und Aufnäher für lokale Bands, Bars und kleine Unternehmen. Darcie reinigte zuerst hauptsächlich die Siebe, sortierte Bestellungen und packte Kartons. Sie mochte den Geruch der Farben, die Stapel frisch bedruckter Shirts und die Musiker, die ihre Ware selbst abholten. Viele von ihnen hatten kaum Geld. Sie diskutierten über zehn zusätzliche Shirts, über falsche Druckfarben und darüber, welche Größen sie am häufigsten verkaufen würden. Der Besitzer, Bram, ließ im hinteren Teil des Ladens ständig Musik laufen. Er kannte fast jede kleine Band in Chicago und wusste, in welchem Club noch ein Support-Act gesucht wurde. Darcie durfte irgendwann eigene Entwürfe vorbereiten und lernte, Poster und einfache Logos zu gestalten. Ihren Lohn bekam sie teilweise bar, wenn Bram am Monatsende wieder Probleme mit der Buchhaltung hatte. Über Inkline lernte sie auch die Leute kennen, mit denen sie ihre erste Band gründete. Hal Voss kam regelmäßig in den Laden, weil er Shirts für die Band seines älteren Cousins abholte. Er spielte Gitarre, trug ständig dieselbe ausgewaschene Jacke und sprach beim ersten Treffen kaum mit Darcie. Er ließ allerdings eine Demo-CD auf dem Tresen liegen. Darcie hörte sie sich nach Feierabend an und schrieb ihre eigenen Melodien über zwei der Instrumentals. Ivo Soria stammte aus Zadie's Nachbarschaft und spielte Schlagzeug. Er war laut, nervös und konnte nie still sitzen. Sobald er an einem Drumkit saß, war er plötzlich konzentriert. Kit Arcos spielte Bass und kannte Darcie aus der Schule. Kit sagte fast immer direkt, wenn ein Song nicht funktionierte, und stritt mit Darcie regelmäßig über Texte. Die vier gründeten Cheap Halo. Geprobt wurde in einem Lagerraum hinter Inkline. Bram verlangte keine Miete, solange sie nach Feierabend aufräumten und nichts kaputt machten. Die Wände waren dünn. Bei den ersten Proben hämmerten Leute aus den benachbarten Werkstätten gegen die Rohre, sobald die Band zu laut wurde. Cheap Halo spielte Alternative Pop mit Punk- und Grungeeinflüssen. Viele Songs begannen ruhig und endeten in einem chaotischen Refrain. Darcie schrieb über ihre Familie, über Geldprobleme, über Menschen, die große Pläne machten und trotzdem jeden Morgen denselben Bus nahmen. Ihre ersten Auftritte fanden bei Hauspartys, in Jugendzentren und kleinen Clubs statt. Manchmal standen nur zwanzig Leute vor der Bühne. Einmal brach Hal mitten im Set eine Saite, Ivo trat versehentlich ein Loch in die Bassdrum und Darcie vergaß den Text ihres eigenen Songs. Zadie filmte den Abend trotzdem und schnitt daraus ein Video, das deutlich besser aussah, als der Auftritt gewesen war. Penn fuhr sie häufig zu den Shows. Er hatte einen alten Minivan gekauft, bei dem die Seitentür nur aufging, wenn man gleichzeitig zog und dagegen trat. Die Instrumente wurden zwischen Werkzeugkisten und leeren Wasserflaschen gestapelt. Tova kam mit, sobald ihre Mutter es erlaubte. Sie verkaufte selbst gemachte Sticker und behauptete gegenüber Fremden, sie sei die Managerin der Band. Darcies Reichweite wuchs langsam. Sie lud Proben, Coversongs, unfertige Demos und kurze Videos aus ihrem Alltag hoch. Man sah sie beim Reinigen der Siebdrucksiebe, mit Farbe an den Armen oder nachts im Minivan auf dem Weg zu einem Auftritt. Sie sprach nicht wie jemand, der bereits eine fertige Karriere präsentieren wollte. Sie zeigte die Sachen so, wie sie gerade waren. Aus ein paar Tausend Followern wurden zwanzigtausend. Danach fünfzigtausend. Der erste wirklich große Clip entstand zufällig. Während einer Probe fiel im gesamten Gebäude der Strom aus. Hal spielte auf einer akustischen Gitarre weiter. Ivo trommelte mit den Händen auf einer Transportkiste. Darcie sang einen Song, den sie erst am selben Morgen beendet hatte. Zadie stellte ihr Handy auf einen Farbeimer und filmte. Der Raum wurde nur von den Taschenlampen der anderen beleuchtet. Am Ende hörte man Bram im Flur fluchen, weil seine Druckmaschine mitten in einem Auftrag ausgefallen war. Der Clip verbreitete sich über mehrere Plattformen. Innerhalb weniger Tage kannten plötzlich hunderttausende Menschen Darcies Gesicht. Der Song war noch nicht veröffentlicht. In den Kommentaren fragten die Leute nach einem Namen, einem Link und einem Konzert. Kurz darauf meldete sich Rafe Calder. Rafe arbeitete als Musikmanager und behauptete, in Cheap Halo die nächste große Alternativeband zu sehen. Er kam mehrmals zu ihren Auftritten, brachte Getränke für alle mit und kannte angeblich jeden wichtigen Menschen zwischen Chicago, Los Angeles und New York. Er sprach schnell und gab jedem in der Band das Gefühl, besonders wichtig zu sein. Bei Darcies Eltern trat er anders auf. Er erklärte Merrin, dass ihre Tochter bald genug verdienen könne, um die ganze Familie abzusichern. Mit Levon redete er über die Musikszene von früher. Er hörte sich dessen Geschichten an, lachte an den richtigen Stellen und ließ ihn glauben, er würde bei allen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen. Darcie war siebzehn. Für den ersten Vertrag brauchte sie die Unterschrift eines Elternteils. Levon übernahm das. Er setzte sich mit Rafe mehrfach allein zusammen. Darcie dachte, sie würden über Auftritte und Studiotermine sprechen. Tatsächlich ging es um einen Vertrag, der nur für sie galt. Cheap Halo tauchte darin kaum auf. Rafe wollte Darcie als Solokünstlerin aufbauen und die anderen später durch bezahlte Musiker ersetzen. Levon wusste davon. Er unterschrieb trotzdem. Mit dem Vertrag wurde ein Vorschuss ausgezahlt. Levon erzählte zu Hause, das Geld werde für Aufnahmen, Videos und eine kleine Tour genutzt. Einen großen Teil hatte er wenige Wochen später bereits ausgegeben. Er hatte seit Jahren Spielschulden. Erst waren es Sportwetten gewesen. Später hatte er Geld von Leuten geliehen, die nicht geduldig auf Rückzahlungen warteten. Merrin kannte nur einen kleinen Teil davon. Darcie und ihre Geschwister wussten gar nichts. Rafe bestellte Darcie allein ins Studio. Dort wurde ihr erklärt, Cheap Halo passe nicht zu der Richtung, die man für sie geplant hatte. Ihre Songs sollten glatter werden. Andere Songwriter würden neue Texte vorbereiten. Ihre Haare, ihre Kleidung und ihre Beiträge in den sozialen Medien sollten ebenfalls verändert werden. Darcie ging davon aus, dass sie einfach ablehnen konnte. Rafe legte ihr den Vertrag hin. Er besaß die Rechte an den ersten Aufnahmen, einen Anteil an ihren kommenden Songs und die Kontrolle über mehrere Accounts, die Levon während der Verhandlungen übergeben hatte. Studiokosten, Fotoshootings und Marketingausgaben wurden mit dem Vorschuss verrechnet. Alles war so geschrieben, dass Darcie am Ende Schulden hatte, bevor überhaupt ein Album erschienen war. Kit fand eine Kopie der Unterlagen in einer E-Mail, die versehentlich an die gemeinsame Bandadresse geschickt worden war. Bei der nächsten Probe legte Kit den Ausdruck auf einen Verstärker und fragte Darcie, wie lange sie schon geplant hatte, allein weiterzumachen. Darcie verstand zuerst nicht einmal, worum es ging. Hal glaubte ihr, dass sie nichts gewusst hatte. Ivo war unsicher. Kit sah den Vertrag und Levons Unterschrift. Für Kit gehörte die Familie mit zu der Entscheidung. Der Streit zog sich über Stunden. Kit warf Darcie vor, Cheap Halo als Einstieg benutzt zu haben. Darcie schrie zurück, dass sie selbst gerade erst davon erfahren hatte. Hal saß auf einem Verstärker und sagte fast nichts. Ivo ging zwischendurch vor die Tür und kam nicht wieder. Kit nahm den Bass, den Rucksack und den Schlüssel zum Lagerraum. Danach spielte Cheap Halo nie wieder gemeinsam. Am selben Wochenende standen zwei Männer vor der Wohnung der Rusks und verlangten nach Levon. Merrin schickte die Kinder ins Schlafzimmer, obwohl Penn und Darcie längst verstanden, dass es um Geld ging. Levon kam erst am nächsten Morgen zurück. Er behauptete, alles sei geregelt. Zwei Wochen später verschwand er. Er nahm Kleidung, Werkzeug und die alte schwarze Gitarre mit. Auf dem Küchentisch lag ein Umschlag mit dreihundert Dollar. Dazu ein Zettel mit Merrins Namen. Mehr nicht. Kurz darauf erfuhr Merrin, dass die Miete seit Monaten nicht vollständig bezahlt worden war. Levon hatte außerdem Geld von einem gemeinsamen Konto genommen und mehrere Rechnungen ungeöffnet in seiner Werkzeugsammlung versteckt. Die Familie verlor die Wohnung. Merrin und Tova kamen vorübergehend bei Merrins Kollegin unter. Penn teilte sich damals eine kleine Wohnung mit einem Arbeitskollegen und nahm Darcie bei sich auf. Sie schlief auf einer Matratze zwischen seinem Bett und einem Wäscheständer. Ihre Kleidung lagerte in Müllsäcken. Die Instrumente der Band blieben zunächst bei Inkline, weil nirgends Platz dafür war. Rafe drängte darauf, dass Darcie weiterhin ins Studio kam. Sie erschien zu keinem Termin mehr. Daraufhin schickte seine Firma Forderungen für ausgefallene Sessions, bereits gebuchte Produzenten und angebliche Werbekosten. Als Darcie einen eigenen Song online stellte, wurde er innerhalb weniger Stunden gesperrt. Die Melodie stammte aus einer Demo, die sie während der Vertragszeit aufgenommen hatte. Rafe ließ die Veröffentlichung entfernen und drohte mit einer Klage. Darcie war gerade achtzehn geworden. Ihre Band war weg. Ihr Vater war verschwunden. Ihre Familie lebte auf drei Wohnungen verteilt. Gleichzeitig wurde im Internet darüber diskutiert, weshalb sie keine neue Musik veröffentlichte. Sie löschte fast alle Apps von ihrem Handy. Bei Inkline arbeitete sie weiterhin. Bram gab ihr zusätzliche Schichten und ließ sie hinten im Lager schlafen, wenn Penns Mitbewohner Besuch hatte. Darcie druckte Merch für Bands, die auf Tour gingen, während ihre eigene Musik in irgendeinem Büro festhing. Sie reinigte Siebe, mischte Farben, verpackte Shirts und hörte sich dieselben Songs über die Lautsprecher des Ladens an. Gesungen hat sie dort monatelang nicht mehr. Sobald jemand sie auf Cheap Halo ansprach, wechselte sie das Thema. Zu Merrin hatte sie in dieser Zeit wenig Kontakt. Ihre Mutter gab Darcie keine Schuld an dem Vertrag. Trotzdem erinnerte alles rund um die Musik an Levon. Merrin wollte nichts von Managern, Aufnahmen oder neuen Angeboten hören. Darcie wiederum hielt es kaum aus, wenn ihre Mutter sagte, dass sie froh sein sollte, wenigstens noch ihren Job bei Inkline zu haben. Tova verstand den Rückzug ihrer Schwester überhaupt nicht. Sie war damals sechzehn und wütend auf fast jeden Erwachsenen in ihrer Umgebung. Sie schrieb Rafe Nachrichten, beschimpfte ihn öffentlich und versuchte herauszufinden, wo Levon sich aufhielt. Darcie nahm ihr irgendwann das Handy weg, nachdem Tova die Privatadresse eines Mitarbeiters von Rafes Firma veröffentlicht hatte. Zadie blieb in der Nähe, ohne Darcie ständig auf die Musik anzusprechen. Sie kam zu Inkline, half beim Verpacken und brachte Essen mit. Erst nach mehreren Monaten erzählte Darcie ihr die ganze Geschichte. Zadie begann daraufhin, nach Unterstützung zu suchen. Über eine Initiative für junge Musiker fanden sie die Anwältin Inez Bell. Inez prüfte den Vertrag, sprach mit Merrin und sammelte Nachrichten zwischen Rafe und Levon. Es dauerte fast ein Jahr, bis Darcie aus dem Vertrag herauskam. Ihre ersten Aufnahmen blieben bei der Firma. Einen Teil ihrer alten Songs durfte sie nicht mehr verwenden. Auch der Bandname Cheap Halo war inzwischen registriert worden. Darcie unterschrieb die Auflösung an einem Dienstagmorgen in Inez’ Büro. Danach fuhr sie direkt zur Arbeit. Bram fragte, ob sie feiern wolle. Darcie zog sich Handschuhe an und begann, ein Sieb auszuwaschen. Sie veröffentlichte trotzdem noch keine Musik. Zadie wartete weitere zwei Monate. Dann stellte sie Darcie an einem Abend eine Kamera auf den Tisch und sagte, sie solle einen einzigen Song singen. Es müsse kein Comeback werden. Sie wollten auch nichts ankündigen. Sie drehten das Video im Treppenhaus von Penns Wohnhaus. Die Beleuchtung flackerte und in der dritten Etage stritt ein Paar hinter einer Wohnungstür. Darcie saß auf einer Stufe und sang einen neuen Song namens Paper House. Hal begleitete sie auf einer Akustikgitarre. Es war das erste Mal seit der Trennung von Cheap Halo, dass Darcie und Hal wieder gemeinsam Musik machten. Zadie lud das Video kurz nach Mitternacht hoch. Am nächsten Morgen hatte es mehrere hunderttausend Aufrufe. Zwei Tage später waren es mehr als eine Million. Viele ihrer alten Follower hatten geglaubt, Darcie sei komplett verschwunden. Der neue Song klang wütender als die Sachen von Cheap Halo. Ihre Stimme war tiefer geworden. Im letzten Refrain brach sie kurz weg, fing sich aber wieder. Zadie ließ auch das im Video. Darcie erzählte danach öffentlich einen Teil der Wahrheit. Sie sprach über einen Vertrag, den sie als Minderjährige nicht verstanden hatte, über verlorene Musik und über die Menschen, die ihre Familie mit großen Versprechen überzeugt hatten. Levons Namen erwähnte sie nicht. Im Internet wurde trotzdem schnell herausgefunden, wer beteiligt gewesen war. Alte Fotos, Namen und Adressen wurden geteilt. Leute schrieben Merrin bei der Arbeit an. Tova erhielt Nachrichten von Fremden, die wissen wollten, ob ihr Vater die Familie wirklich bestohlen hatte. Darcie zog sich erneut zurück, diesmal nur für ein paar Wochen. Danach stellte sie klare Grenzen auf. Über ihre Musik sprach sie offen. Fragen zu ihrer Familie beantwortete sie selten. Paper House veröffentlichte sie unabhängig. Hal spielte Gitarre. Ivo schickte später Schlagzeugspuren, ohne persönlich im Studio zu erscheinen. Kit meldete sich nicht. Zadie übernahm die Videos, Cover und Fotos. Penn kümmerte sich um Transporte, Rechnungen und die Technik bei kleinen Auftritten. Tova gestaltete Sticker und kurze Clips für die sozialen Medien. Sie war inzwischen alt genug, um mitzuarbeiten, und ließ sich dafür auch bezahlen. Darcie baute ihre Reichweite neu auf. Ihre Musik wurde härter und persönlicher. Elektronische Sounds trafen auf Gitarren, tiefe Bässe und Refrains, die sich live fast wie Schreien anhörten. In den ruhigeren Songs ließ sie viel Platz zwischen den Zeilen. Sie veröffentlichte zuerst einzelne Songs und später eine EP. Ein kleines Label bot ihr einen Vertriebsvertrag an. Inez prüfte jede Seite. Darcie behielt die Rechte an ihren Aufnahmen und bestand darauf, dass Zadie weiterhin die kreative Leitung ihrer Videos übernahm. Mit zweiundzwanzig ging Darcie als Vorband auf ihre erste größere Tour. Sie spielte jeden Abend dreißig Minuten und verkaufte danach selbst Shirts am Stand. Viele Stücke stammten noch aus Inkline. Bram hatte darauf bestanden, die erste Auflage kostenlos zu drucken. Ein Jahr später folgte ihre erste eigene Tour durch die USA. Danach kamen Termine in Kanada und Europa hinzu. Die Hallen wurden größer. Vor den Eingängen warteten Menschen mit alten ausgedruckten Bildern aus ihrer Cheap-Halo-Zeit. Einige hatten sich Zeilen aus Paper House tätowieren lassen. Darcie wird heute regelmäßig auf der Straße erkannt. Sie wird zu Modeveranstaltungen, Premieren und Musikfestivals eingeladen. Marken schicken Kleidung in ihre Wohnung. Fotografen warten vor Veranstaltungsorten auf sie. Bei Interviews wirkt sie ruhig und vorbereitet. Sie kennt die Fragen und weiß, wann sie keine weiteren Antworten geben möchte. Als Künstlerin verwendet sie nur ihren Vornamen. Auf Plakaten, Veröffentlichungen und Tourankündigungen steht schlicht Darcie. Zurück in Chicago lebt sie deutlich unspektakulärer. Ihre Wohnung liegt in Avondale. Sie hat zwei Schlafzimmer, obwohl sie eines fast nur für Instrumente, Kleiderstangen und ungeöffnete Pakete nutzt. Im Wohnzimmer steht ein gebrauchtes Sofa, das Zadie online gefunden hat. Die Küche ist klein, und eine Schranktür hängt schief, weil Penn seit Monaten verspricht, sie zu reparieren. Darcie geht weiterhin manchmal bei Inkline vorbei. Bram lässt sie nicht mehr an den großen Maschinen arbeiten, weil er keine Versicherung für berühmte Sängerinnen abschließen will. Sie sitzt dann auf dem Tresen, faltet Shirts und hört sich die Demos der jungen Bands an, die ihre ersten Bestellungen abholen. Merrin arbeitet noch immer im Krankenhaus, inzwischen weniger Stunden. Darcie bezahlt ihre Miete und einige Rechnungen. Merrin nimmt das Geld an, kommentiert es aber nicht. Dafür füllt sie Darcies Kühlschrank, sobald diese auf Tour geht, und schickt ihr Nachrichten, wenn sie in Interviews zu müde aussieht. Tova ist zweiundzwanzig und arbeitet inzwischen selbst im kreativen Bereich. Sie schneidet Videos, fotografiert Konzerte und begleitet Darcie gelegentlich auf Tour. Die beiden streiten weiterhin über Kleidung, geliehene Sachen und darüber, wie viele private Bilder Tova posten darf. Meistens dauert es keine Stunde, bis eine von beiden wieder anruft. Penn arbeitet als Veranstaltungstechniker. Nach den ersten kleinen Touren wollte er eigentlich wieder aus Darcies Team aussteigen. Inzwischen betreut er bei ausgewählten Shows die Bühnentechnik und beschwert sich jedes Mal über die Organisation. Er behandelt Darcie weiterhin wie seine kleine Schwester und nicht wie die Person, deren Gesicht draußen auf der Halle hängt. Von Levon kommen gelegentlich Nachrichten über neue Nummern. Manchmal entschuldigt er sich. Manchmal schreibt er, dass er stolz auf sie sei. In einer Nachricht behauptete er, seine Entscheidung habe ihre Karriere am Ende erst möglich gemacht. Diese Nachricht hat Darcie gespeichert. Geantwortet hat sie nie. Vor einem Konzert in Chicago glaubte sie, ihn in der Nähe des Bühneneingangs gesehen zu haben. Der Mann verschwand zwischen den wartenden Leuten, bevor sie sicher sein konnte. Am selben Abend lag eine alte schwarze Gitarrensaite vor ihrer Garderobe. Niemand aus der Crew wusste, wer sie dort hingelegt hatte. Darcie bewahrt sie seitdem in der Schublade ihres Nachttisches auf. Auf der Bühne wirkt Darcie lauter und wilder als im Alltag. Sie bewegt sich ständig, geht nah an den Rand und lässt das Publikum viele Zeilen mitsingen. Nach den Shows redet sie oft stundenlang weiter, weil ihr Körper noch voller Energie ist. Danach braucht sie einen Tag, an dem niemand etwas von ihr will. Zu Hause trägt sie alte Shirts, holt ihren Kaffee selbst und läuft in denselben Läden herum wie früher. Sie mag es, wenn Menschen sie erkennen. An manchen Tagen möchte sie nur ihre Einkäufe erledigen, ohne fotografiert zu werden. Sie hat gelernt, beides gleichzeitig auszuhalten. Trotz ihres Erfolgs kontrolliert sie beinahe täglich ihre Konten. Verträge liegen ausgedruckt in mehreren Ordnern. Ihre Songs werden doppelt und dreifach gesichert. Bei jedem neuen Projekt fragt sie zuerst, wem am Ende die Rechte gehören. Das alte Aufnahmegerät aus ihrer Kindheit besitzt sie noch. Penn hat es mehrmals repariert. Das Display flackert und das Batteriefach hält nur mit Klebeband. Manchmal nimmt Darcie damit neue Melodien auf, obwohl in ihrer Wohnung längst besseres Equipment steht.

02.Gemeinsame Story

Auf den Plakaten und Veröffentlichungen steht DARCIE, aber wer die Musik schon etwas länger verfolgt, kennt längst auch die Menschen dahinter. Die heutige Besetzung ist seit Jahren gemeinsam unterwegs, steht zusammen auf Bühnen, taucht in Musikvideos, Interviews und Tourcontent auf und wird von den Fans genauso als Teil des Ganzen wahrgenommen. Dass weiterhin Darcies Name über allem steht, liegt vor allem daran, dass unter diesem Namen damals ihr Neustart begonnen hat. Mit der Bedeutung der einzelnen Bandmitglieder hat das schon lange nichts mehr zu tun. Zusammengefunden hat die Band eher nach und nach. Nach dem Ende von Cheap Halo und allem, was danach passiert war, wollte Darcie zunächst einfach wieder Musik machen. Für ihre ersten Auftritte nach dem Comeback brauchte sie Unterstützung auf der Bühne. Über die Chicagoer Musikszene, gemeinsame Kontakte und kurzfristige Aushilfen kamen nach und nach genau die Menschen dazu, die heute noch an ihrer Seite stehen. Niemand wurde mit dem Gedanken gesucht, daraus direkt eine feste Band zu machen. Manche waren ursprünglich nur für einen Abend oder eine Tour eingeplant, andere kamen etwas später dazu. Irgendwann musste aber niemand mehr überlegen, wer beim nächsten Konzert spielen würde. Es waren einfach dieselben Leute. Aus einzelnen Shows wurden Touren durch die USA, später kamen Kanada und Europa dazu. Aus gemeinsamen Proben wurden eigene Abläufe, aus ersten musikalischen Ideen richtige Zusammenarbeit. Heute entstehen Songs nicht mehr nur allein bei Darcie. Jeder bringt den eigenen Stil, Ideen und Erfahrungen mit ein und hat über die Jahre mitgeprägt, wie DARCIE heute klingt. Natürlich ist daraus auch abseits der Musik etwas entstanden. Wer wochenlang gemeinsam in Tourbussen sitzt, an Flughäfen festhängt, nach Konzerten noch irgendwo Essen sucht und am nächsten Morgen wieder zusammen beim Soundcheck steht, kennt irgendwann mehr voneinander als ursprünglich geplant. Es gibt Freundschaften, Insider, schlechte Angewohnheiten, gemeinsame Erinnerungen und genauso Tage, an denen man sich gegenseitig ordentlich auf die Nerven geht. Nach außen kennt man sie heute als feste Band. Darcie steht vorne am Mikrofon und ihr Name ist der Name des Acts, aber niemand daneben ist austauschbar oder bloße Begleitung.
DARCIE ist vielleicht nur ein Name auf dem Plakat. Gemeint sind inzwischen aber alle fünf.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words

Ich versuche in der Woche immer wieder aktiv rein zu schauen und auch regelmäßig zu antworten. Sollte aber was dazwischen kommen, gebe ich in der Regel auch Bescheid.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Weitere Anschlussmöglichkeiten gibt es durch meinen ehemaligen Bodyguard @Micah Rhodes und durch den jetzigen, welcher jetzt anfangen wird @Nox Mercer

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Ich würde mich freuen, wenn sich hier die ein oder andere Person findet, welche sich in einer der Rollen spielt, da es einfach auch essenziell wichtig ist für Darcie als Person, da sich 90% ihres Lebens um die Band und die Musik dahinter dreht. Eine konstante Basis wäre toll und dass ihr einfach Spaß daran hat. Alles andere lässt sich regeln, sofern man eine offene Kommunikation hegt. <3

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Darcie
12.09.2026

#6

Wanted · Former Bandmates & Best Friends
Darcie Rusk
Suchender

Darcie Rusk

Age24 y/o
OccupationSinger, Songwriter
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMaggie Lindemann
01.Short facts
Full nameDarcie Rusk
Age24 y/o
SexualityBisexual
OccupationSinger, Songwriter
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMaggie Lindemann

Darcie Rusk wurde in Chicago geboren und wuchs in Belmont Cragin auf. Ihre Familie lebte in einer schmalen Wohnung in einem alten Mehrfamilienhaus, direkt an einer viel befahrenen Straße. Die Fenster hielten weder den Lärm noch die Kälte richtig draußen. Im Winter wurden Handtücher vor die Ritzen gelegt, im Sommer liefen zwei Ventilatoren rund um die Uhr. Ihre Mutter Merrin arbeitete in der Wäscherei eines Krankenhauses. Sie begann oft vor sechs Uhr morgens und kam mit roten Händen nach Hause, weil sie den ganzen Tag mit heißer Wäsche, Reinigungsmitteln und schweren Wagen beschäftigt war. Ihr Vater Levon nahm alles an, was gerade Geld brachte. Er strich Wohnungen, reparierte Dächer, räumte Keller aus und half Bekannten an ihren Autos. Es gab Wochen, in denen er jeden Tag unterwegs war. Danach saß er manchmal einen Monat lang zu Hause, telefonierte irgendwelchen Leuten hinterher und wartete auf Geld, das nie kam. Darcie hatte zwei Geschwister. Ihr Bruder Penn war drei Jahre älter. Ihre Schwester Tova kam knapp zwei Jahre nach ihr zur Welt. Die drei teilten sich lange ein Zimmer. Penn schlief auf einer ausgezogenen Matratze, Darcie im unteren Bett und Tova oben. Ihre Sachen lagen in Kisten, weil kein Platz für einen großen Schrank war. Wenn einer nachts nach Hause kam, wachten die anderen beiden meistens mit auf. Penn war der Ruhigste von ihnen. Er konnte stundenlang an einem alten Radio oder einem kaputten Controller sitzen, bis es wieder funktionierte. Tova war schon als Kind laut, schnell beleidigt und ständig unterwegs. Sie schleppte Freunde mit nach Hause, aß Darcies Sachen und borgte sich Kleidung, ohne zu fragen. Darcie und Tova stritten dauernd. Trotzdem rief Tova immer zuerst bei ihr an, sobald etwas passiert war. Die Musik kam durch Levon in die Familie. In seiner Jugend hatte er in kleinen Punk- und Hardcorebands gespielt. Er besaß noch eine schwarze Gitarre, mehrere zerkratzte Kassetten und eine Kiste voller alter Konzertflyer. Die Bands darauf hatte außerhalb Chicagos kaum jemand gekannt. Levon erzählte trotzdem von dieser Zeit, als hätte er jahrelang auf Welttournee gelebt. Wenn er gute Laune hatte, holte er die Gitarre aus dem Schlafzimmer. Penn trommelte auf dem Tisch, Tova schrie irgendwelche erfundenen Texte und Darcie versuchte, lauter als alle anderen zu singen. Ihre Stimme fiel schon früh auf. Sie war nicht besonders sauber oder geschult, dafür kräftig und rauer als die Stimmen der anderen Kinder. Mit acht bekam Darcie von ihrem Vater die ersten Akkorde gezeigt. Nach einer Woche verlor sie die Geduld. Ihre Finger taten weh und die Gitarre war fast so groß wie sie selbst. Sie wollte lieber singen. Levon spielte daraufhin dieselben vier Akkorde in Schleife, während Darcie dazu Melodien erfand. Merrin hörte beim Kochen viel R&B, Soul und alten Pop. Levon legte Punk, Alternative Rock und Metal auf. Darcie mochte alles davon. Später hörte man das auch in ihrer eigenen Musik. Ihre Strophen waren oft ruhig und melodisch, während die Refrains plötzlich laut wurden. In der Schule meldete sie sich für jeden Auftritt. Sie sang bei Weihnachtsfeiern, Sportveranstaltungen und Abschlussfeiern. Einmal wurde ihr das Mikrofon mitten im Lied abgestellt, weil die Schulleitung den ausgewählten Song für unpassend hielt. Darcie sang ohne Verstärkung weiter. Ihre Freunde stimmten ein, bis die Lehrer die Veranstaltung unterbrachen. Gesangsunterricht war zu teuer. Darcie nutzte den Musikraum der Schule, solange dort niemand anderes war. Eine Lehrerin namens Ms. Dawe ließ ihr nach dem Unterricht den Schlüssel da. Darcie räumte dafür Instrumente weg, sortierte Notenblätter und stellte die Stühle zurück. Mit zwölf nahm sie ihre ersten eigenen Lieder auf. Penn hatte aus gebrauchten Teilen einen alten Computer zusammengebaut. Das Mikrofon war ein günstiges Headset, das eigentlich zum Spielen gedacht war. Bei jeder Aufnahme hörte man das Summen des Rechners und die Autos vor dem Fenster. Tova platzte regelmäßig ins Zimmer und beschwerte sich, dass Darcie seit einer Stunde dieselbe Zeile sang. Die Texte handelten von der Schule, von Leuten aus der Nachbarschaft und von Merrin, die morgens schon fort war, bevor die Kinder aufstanden. Ein Lied schrieb Darcie über den Waschsalon am Ende ihrer Straße, weil dort nachts immer dieselben Menschen saßen. Sie nannte es „Quarter After Quarter“ und war überzeugt, damit irgendwann berühmt zu werden. Ihre engste Freundin lernte sie mit dreizehn kennen. Zadie Morrow kam mitten im Schuljahr neu in ihre Klasse. Sie hatte fast immer eine kleine Kamera dabei und fotografierte alles, was ihr auffiel: Graffiti an Brücken, kaputte Neonreklamen, Leute im Bus oder weggeworfene Möbel am Straßenrand. Zadie hörte Darcie eines Tages im Treppenhaus singen. Am selben Nachmittag stand sie mit ihrer Kamera vor der Wohnung der Rusks und erklärte, sie wolle ein Video drehen. Darcie sagte zunächst nein. Zwei Stunden später saßen sie auf dem Boden im Flur, weil dort das Licht am besten war. Das Video bestand aus einer einzigen Aufnahme. Darcie sang einen Coversong und Penn spielte hinter der Kamera Gitarre. Tova lief kurz durchs Bild, bemerkte die Kamera und ging rückwärts wieder hinaus. Zadie lud es auf ihrem eigenen Account hoch. Der Clip bekam innerhalb weniger Tage mehr Aufrufe als alles, was Zadie vorher gepostet hatte. Es waren keine Millionen. Für Darcie reichten schon ein paar Tausend fremde Menschen, die ihre Stimme hörten und nach einem weiteren Lied fragten. Von da an filmte Zadie sie regelmäßig. Sie gingen auf Parkdecks, in Hinterhöfe oder in leer stehende Lagerräume, in die sie durch kaputte Zäune gelangten. Manchmal nahm Darcie ihre Songs im Treppenhaus auf, während Nachbarn an ihnen vorbeiliefen. Die Videos wirkten roh. Im Hintergrund fuhren Züge, irgendwo bellte ein Hund oder jemand rief aus einem Fenster. Zadie ließ das alles drin. Mit fünfzehn begann Darcie in einer kleinen Siebdruckerei in Pilsen zu arbeiten. Der Laden hieß Inkline Supply und druckte Shirts, Stoffbeutel, Tourposter und Aufnäher für lokale Bands, Bars und kleine Unternehmen. Darcie reinigte zuerst hauptsächlich die Siebe, sortierte Bestellungen und packte Kartons. Sie mochte den Geruch der Farben, die Stapel frisch bedruckter Shirts und die Musiker, die ihre Ware selbst abholten. Viele von ihnen hatten kaum Geld. Sie diskutierten über zehn zusätzliche Shirts, über falsche Druckfarben und darüber, welche Größen sie am häufigsten verkaufen würden. Der Besitzer, Bram, ließ im hinteren Teil des Ladens ständig Musik laufen. Er kannte fast jede kleine Band in Chicago und wusste, in welchem Club noch ein Support-Act gesucht wurde. Darcie durfte irgendwann eigene Entwürfe vorbereiten und lernte, Poster und einfache Logos zu gestalten. Ihren Lohn bekam sie teilweise bar, wenn Bram am Monatsende wieder Probleme mit der Buchhaltung hatte. Über Inkline lernte sie auch die Leute kennen, mit denen sie ihre erste Band gründete. Hal Voss kam regelmäßig in den Laden, weil er Shirts für die Band seines älteren Cousins abholte. Er spielte Gitarre, trug ständig dieselbe ausgewaschene Jacke und sprach beim ersten Treffen kaum mit Darcie. Er ließ allerdings eine Demo-CD auf dem Tresen liegen. Darcie hörte sie sich nach Feierabend an und schrieb ihre eigenen Melodien über zwei der Instrumentals. Ivo Soria stammte aus Zadie's Nachbarschaft und spielte Schlagzeug. Er war laut, nervös und konnte nie still sitzen. Sobald er an einem Drumkit saß, war er plötzlich konzentriert. Kit Arcos spielte Bass und kannte Darcie aus der Schule. Kit sagte fast immer direkt, wenn ein Song nicht funktionierte, und stritt mit Darcie regelmäßig über Texte. Die vier gründeten Cheap Halo. Geprobt wurde in einem Lagerraum hinter Inkline. Bram verlangte keine Miete, solange sie nach Feierabend aufräumten und nichts kaputt machten. Die Wände waren dünn. Bei den ersten Proben hämmerten Leute aus den benachbarten Werkstätten gegen die Rohre, sobald die Band zu laut wurde. Cheap Halo spielte Alternative Pop mit Punk- und Grungeeinflüssen. Viele Songs begannen ruhig und endeten in einem chaotischen Refrain. Darcie schrieb über ihre Familie, über Geldprobleme, über Menschen, die große Pläne machten und trotzdem jeden Morgen denselben Bus nahmen. Ihre ersten Auftritte fanden bei Hauspartys, in Jugendzentren und kleinen Clubs statt. Manchmal standen nur zwanzig Leute vor der Bühne. Einmal brach Hal mitten im Set eine Saite, Ivo trat versehentlich ein Loch in die Bassdrum und Darcie vergaß den Text ihres eigenen Songs. Zadie filmte den Abend trotzdem und schnitt daraus ein Video, das deutlich besser aussah, als der Auftritt gewesen war. Penn fuhr sie häufig zu den Shows. Er hatte einen alten Minivan gekauft, bei dem die Seitentür nur aufging, wenn man gleichzeitig zog und dagegen trat. Die Instrumente wurden zwischen Werkzeugkisten und leeren Wasserflaschen gestapelt. Tova kam mit, sobald ihre Mutter es erlaubte. Sie verkaufte selbst gemachte Sticker und behauptete gegenüber Fremden, sie sei die Managerin der Band. Darcies Reichweite wuchs langsam. Sie lud Proben, Coversongs, unfertige Demos und kurze Videos aus ihrem Alltag hoch. Man sah sie beim Reinigen der Siebdrucksiebe, mit Farbe an den Armen oder nachts im Minivan auf dem Weg zu einem Auftritt. Sie sprach nicht wie jemand, der bereits eine fertige Karriere präsentieren wollte. Sie zeigte die Sachen so, wie sie gerade waren. Aus ein paar Tausend Followern wurden zwanzigtausend. Danach fünfzigtausend. Der erste wirklich große Clip entstand zufällig. Während einer Probe fiel im gesamten Gebäude der Strom aus. Hal spielte auf einer akustischen Gitarre weiter. Ivo trommelte mit den Händen auf einer Transportkiste. Darcie sang einen Song, den sie erst am selben Morgen beendet hatte. Zadie stellte ihr Handy auf einen Farbeimer und filmte. Der Raum wurde nur von den Taschenlampen der anderen beleuchtet. Am Ende hörte man Bram im Flur fluchen, weil seine Druckmaschine mitten in einem Auftrag ausgefallen war. Der Clip verbreitete sich über mehrere Plattformen. Innerhalb weniger Tage kannten plötzlich hunderttausende Menschen Darcies Gesicht. Der Song war noch nicht veröffentlicht. In den Kommentaren fragten die Leute nach einem Namen, einem Link und einem Konzert. Kurz darauf meldete sich Rafe Calder. Rafe arbeitete als Musikmanager und behauptete, in Cheap Halo die nächste große Alternativeband zu sehen. Er kam mehrmals zu ihren Auftritten, brachte Getränke für alle mit und kannte angeblich jeden wichtigen Menschen zwischen Chicago, Los Angeles und New York. Er sprach schnell und gab jedem in der Band das Gefühl, besonders wichtig zu sein. Bei Darcies Eltern trat er anders auf. Er erklärte Merrin, dass ihre Tochter bald genug verdienen könne, um die ganze Familie abzusichern. Mit Levon redete er über die Musikszene von früher. Er hörte sich dessen Geschichten an, lachte an den richtigen Stellen und ließ ihn glauben, er würde bei allen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen. Darcie war siebzehn. Für den ersten Vertrag brauchte sie die Unterschrift eines Elternteils. Levon übernahm das. Er setzte sich mit Rafe mehrfach allein zusammen. Darcie dachte, sie würden über Auftritte und Studiotermine sprechen. Tatsächlich ging es um einen Vertrag, der nur für sie galt. Cheap Halo tauchte darin kaum auf. Rafe wollte Darcie als Solokünstlerin aufbauen und die anderen später durch bezahlte Musiker ersetzen. Levon wusste davon. Er unterschrieb trotzdem. Mit dem Vertrag wurde ein Vorschuss ausgezahlt. Levon erzählte zu Hause, das Geld werde für Aufnahmen, Videos und eine kleine Tour genutzt. Einen großen Teil hatte er wenige Wochen später bereits ausgegeben. Er hatte seit Jahren Spielschulden. Erst waren es Sportwetten gewesen. Später hatte er Geld von Leuten geliehen, die nicht geduldig auf Rückzahlungen warteten. Merrin kannte nur einen kleinen Teil davon. Darcie und ihre Geschwister wussten gar nichts. Rafe bestellte Darcie allein ins Studio. Dort wurde ihr erklärt, Cheap Halo passe nicht zu der Richtung, die man für sie geplant hatte. Ihre Songs sollten glatter werden. Andere Songwriter würden neue Texte vorbereiten. Ihre Haare, ihre Kleidung und ihre Beiträge in den sozialen Medien sollten ebenfalls verändert werden. Darcie ging davon aus, dass sie einfach ablehnen konnte. Rafe legte ihr den Vertrag hin. Er besaß die Rechte an den ersten Aufnahmen, einen Anteil an ihren kommenden Songs und die Kontrolle über mehrere Accounts, die Levon während der Verhandlungen übergeben hatte. Studiokosten, Fotoshootings und Marketingausgaben wurden mit dem Vorschuss verrechnet. Alles war so geschrieben, dass Darcie am Ende Schulden hatte, bevor überhaupt ein Album erschienen war. Kit fand eine Kopie der Unterlagen in einer E-Mail, die versehentlich an die gemeinsame Bandadresse geschickt worden war. Bei der nächsten Probe legte Kit den Ausdruck auf einen Verstärker und fragte Darcie, wie lange sie schon geplant hatte, allein weiterzumachen. Darcie verstand zuerst nicht einmal, worum es ging. Hal glaubte ihr, dass sie nichts gewusst hatte. Ivo war unsicher. Kit sah den Vertrag und Levons Unterschrift. Für Kit gehörte die Familie mit zu der Entscheidung. Der Streit zog sich über Stunden. Kit warf Darcie vor, Cheap Halo als Einstieg benutzt zu haben. Darcie schrie zurück, dass sie selbst gerade erst davon erfahren hatte. Hal saß auf einem Verstärker und sagte fast nichts. Ivo ging zwischendurch vor die Tür und kam nicht wieder. Kit nahm den Bass, den Rucksack und den Schlüssel zum Lagerraum. Danach spielte Cheap Halo nie wieder gemeinsam. Am selben Wochenende standen zwei Männer vor der Wohnung der Rusks und verlangten nach Levon. Merrin schickte die Kinder ins Schlafzimmer, obwohl Penn und Darcie längst verstanden, dass es um Geld ging. Levon kam erst am nächsten Morgen zurück. Er behauptete, alles sei geregelt. Zwei Wochen später verschwand er. Er nahm Kleidung, Werkzeug und die alte schwarze Gitarre mit. Auf dem Küchentisch lag ein Umschlag mit dreihundert Dollar. Dazu ein Zettel mit Merrins Namen. Mehr nicht. Kurz darauf erfuhr Merrin, dass die Miete seit Monaten nicht vollständig bezahlt worden war. Levon hatte außerdem Geld von einem gemeinsamen Konto genommen und mehrere Rechnungen ungeöffnet in seiner Werkzeugsammlung versteckt. Die Familie verlor die Wohnung. Merrin und Tova kamen vorübergehend bei Merrins Kollegin unter. Penn teilte sich damals eine kleine Wohnung mit einem Arbeitskollegen und nahm Darcie bei sich auf. Sie schlief auf einer Matratze zwischen seinem Bett und einem Wäscheständer. Ihre Kleidung lagerte in Müllsäcken. Die Instrumente der Band blieben zunächst bei Inkline, weil nirgends Platz dafür war. Rafe drängte darauf, dass Darcie weiterhin ins Studio kam. Sie erschien zu keinem Termin mehr. Daraufhin schickte seine Firma Forderungen für ausgefallene Sessions, bereits gebuchte Produzenten und angebliche Werbekosten. Als Darcie einen eigenen Song online stellte, wurde er innerhalb weniger Stunden gesperrt. Die Melodie stammte aus einer Demo, die sie während der Vertragszeit aufgenommen hatte. Rafe ließ die Veröffentlichung entfernen und drohte mit einer Klage. Darcie war gerade achtzehn geworden. Ihre Band war weg. Ihr Vater war verschwunden. Ihre Familie lebte auf drei Wohnungen verteilt. Gleichzeitig wurde im Internet darüber diskutiert, weshalb sie keine neue Musik veröffentlichte. Sie löschte fast alle Apps von ihrem Handy. Bei Inkline arbeitete sie weiterhin. Bram gab ihr zusätzliche Schichten und ließ sie hinten im Lager schlafen, wenn Penns Mitbewohner Besuch hatte. Darcie druckte Merch für Bands, die auf Tour gingen, während ihre eigene Musik in irgendeinem Büro festhing. Sie reinigte Siebe, mischte Farben, verpackte Shirts und hörte sich dieselben Songs über die Lautsprecher des Ladens an. Gesungen hat sie dort monatelang nicht mehr. Sobald jemand sie auf Cheap Halo ansprach, wechselte sie das Thema. Zu Merrin hatte sie in dieser Zeit wenig Kontakt. Ihre Mutter gab Darcie keine Schuld an dem Vertrag. Trotzdem erinnerte alles rund um die Musik an Levon. Merrin wollte nichts von Managern, Aufnahmen oder neuen Angeboten hören. Darcie wiederum hielt es kaum aus, wenn ihre Mutter sagte, dass sie froh sein sollte, wenigstens noch ihren Job bei Inkline zu haben. Tova verstand den Rückzug ihrer Schwester überhaupt nicht. Sie war damals sechzehn und wütend auf fast jeden Erwachsenen in ihrer Umgebung. Sie schrieb Rafe Nachrichten, beschimpfte ihn öffentlich und versuchte herauszufinden, wo Levon sich aufhielt. Darcie nahm ihr irgendwann das Handy weg, nachdem Tova die Privatadresse eines Mitarbeiters von Rafes Firma veröffentlicht hatte. Zadie blieb in der Nähe, ohne Darcie ständig auf die Musik anzusprechen. Sie kam zu Inkline, half beim Verpacken und brachte Essen mit. Erst nach mehreren Monaten erzählte Darcie ihr die ganze Geschichte. Zadie begann daraufhin, nach Unterstützung zu suchen. Über eine Initiative für junge Musiker fanden sie die Anwältin Inez Bell. Inez prüfte den Vertrag, sprach mit Merrin und sammelte Nachrichten zwischen Rafe und Levon. Es dauerte fast ein Jahr, bis Darcie aus dem Vertrag herauskam. Ihre ersten Aufnahmen blieben bei der Firma. Einen Teil ihrer alten Songs durfte sie nicht mehr verwenden. Auch der Bandname Cheap Halo war inzwischen registriert worden. Darcie unterschrieb die Auflösung an einem Dienstagmorgen in Inez’ Büro. Danach fuhr sie direkt zur Arbeit. Bram fragte, ob sie feiern wolle. Darcie zog sich Handschuhe an und begann, ein Sieb auszuwaschen. Sie veröffentlichte trotzdem noch keine Musik. Zadie wartete weitere zwei Monate. Dann stellte sie Darcie an einem Abend eine Kamera auf den Tisch und sagte, sie solle einen einzigen Song singen. Es müsse kein Comeback werden. Sie wollten auch nichts ankündigen. Sie drehten das Video im Treppenhaus von Penns Wohnhaus. Die Beleuchtung flackerte und in der dritten Etage stritt ein Paar hinter einer Wohnungstür. Darcie saß auf einer Stufe und sang einen neuen Song namens Paper House. Hal begleitete sie auf einer Akustikgitarre. Es war das erste Mal seit der Trennung von Cheap Halo, dass Darcie und Hal wieder gemeinsam Musik machten. Zadie lud das Video kurz nach Mitternacht hoch. Am nächsten Morgen hatte es mehrere hunderttausend Aufrufe. Zwei Tage später waren es mehr als eine Million. Viele ihrer alten Follower hatten geglaubt, Darcie sei komplett verschwunden. Der neue Song klang wütender als die Sachen von Cheap Halo. Ihre Stimme war tiefer geworden. Im letzten Refrain brach sie kurz weg, fing sich aber wieder. Zadie ließ auch das im Video. Darcie erzählte danach öffentlich einen Teil der Wahrheit. Sie sprach über einen Vertrag, den sie als Minderjährige nicht verstanden hatte, über verlorene Musik und über die Menschen, die ihre Familie mit großen Versprechen überzeugt hatten. Levons Namen erwähnte sie nicht. Im Internet wurde trotzdem schnell herausgefunden, wer beteiligt gewesen war. Alte Fotos, Namen und Adressen wurden geteilt. Leute schrieben Merrin bei der Arbeit an. Tova erhielt Nachrichten von Fremden, die wissen wollten, ob ihr Vater die Familie wirklich bestohlen hatte. Darcie zog sich erneut zurück, diesmal nur für ein paar Wochen. Danach stellte sie klare Grenzen auf. Über ihre Musik sprach sie offen. Fragen zu ihrer Familie beantwortete sie selten. Paper House veröffentlichte sie unabhängig. Hal spielte Gitarre. Ivo schickte später Schlagzeugspuren, ohne persönlich im Studio zu erscheinen. Kit meldete sich nicht. Zadie übernahm die Videos, Cover und Fotos. Penn kümmerte sich um Transporte, Rechnungen und die Technik bei kleinen Auftritten. Tova gestaltete Sticker und kurze Clips für die sozialen Medien. Sie war inzwischen alt genug, um mitzuarbeiten, und ließ sich dafür auch bezahlen. Darcie baute ihre Reichweite neu auf. Ihre Musik wurde härter und persönlicher. Elektronische Sounds trafen auf Gitarren, tiefe Bässe und Refrains, die sich live fast wie Schreien anhörten. In den ruhigeren Songs ließ sie viel Platz zwischen den Zeilen. Sie veröffentlichte zuerst einzelne Songs und später eine EP. Ein kleines Label bot ihr einen Vertriebsvertrag an. Inez prüfte jede Seite. Darcie behielt die Rechte an ihren Aufnahmen und bestand darauf, dass Zadie weiterhin die kreative Leitung ihrer Videos übernahm. Mit zweiundzwanzig ging Darcie als Vorband auf ihre erste größere Tour. Sie spielte jeden Abend dreißig Minuten und verkaufte danach selbst Shirts am Stand. Viele Stücke stammten noch aus Inkline. Bram hatte darauf bestanden, die erste Auflage kostenlos zu drucken. Ein Jahr später folgte ihre erste eigene Tour durch die USA. Danach kamen Termine in Kanada und Europa hinzu. Die Hallen wurden größer. Vor den Eingängen warteten Menschen mit alten ausgedruckten Bildern aus ihrer Cheap-Halo-Zeit. Einige hatten sich Zeilen aus Paper House tätowieren lassen. Darcie wird heute regelmäßig auf der Straße erkannt. Sie wird zu Modeveranstaltungen, Premieren und Musikfestivals eingeladen. Marken schicken Kleidung in ihre Wohnung. Fotografen warten vor Veranstaltungsorten auf sie. Bei Interviews wirkt sie ruhig und vorbereitet. Sie kennt die Fragen und weiß, wann sie keine weiteren Antworten geben möchte. Als Künstlerin verwendet sie nur ihren Vornamen. Auf Plakaten, Veröffentlichungen und Tourankündigungen steht schlicht Darcie. Zurück in Chicago lebt sie deutlich unspektakulärer. Ihre Wohnung liegt in Avondale. Sie hat zwei Schlafzimmer, obwohl sie eines fast nur für Instrumente, Kleiderstangen und ungeöffnete Pakete nutzt. Im Wohnzimmer steht ein gebrauchtes Sofa, das Zadie online gefunden hat. Die Küche ist klein, und eine Schranktür hängt schief, weil Penn seit Monaten verspricht, sie zu reparieren. Darcie geht weiterhin manchmal bei Inkline vorbei. Bram lässt sie nicht mehr an den großen Maschinen arbeiten, weil er keine Versicherung für berühmte Sängerinnen abschließen will. Sie sitzt dann auf dem Tresen, faltet Shirts und hört sich die Demos der jungen Bands an, die ihre ersten Bestellungen abholen. Merrin arbeitet noch immer im Krankenhaus, inzwischen weniger Stunden. Darcie bezahlt ihre Miete und einige Rechnungen. Merrin nimmt das Geld an, kommentiert es aber nicht. Dafür füllt sie Darcies Kühlschrank, sobald diese auf Tour geht, und schickt ihr Nachrichten, wenn sie in Interviews zu müde aussieht. Tova ist zweiundzwanzig und arbeitet inzwischen selbst im kreativen Bereich. Sie schneidet Videos, fotografiert Konzerte und begleitet Darcie gelegentlich auf Tour. Die beiden streiten weiterhin über Kleidung, geliehene Sachen und darüber, wie viele private Bilder Tova posten darf. Meistens dauert es keine Stunde, bis eine von beiden wieder anruft. Penn arbeitet als Veranstaltungstechniker. Nach den ersten kleinen Touren wollte er eigentlich wieder aus Darcies Team aussteigen. Inzwischen betreut er bei ausgewählten Shows die Bühnentechnik und beschwert sich jedes Mal über die Organisation. Er behandelt Darcie weiterhin wie seine kleine Schwester und nicht wie die Person, deren Gesicht draußen auf der Halle hängt. Von Levon kommen gelegentlich Nachrichten über neue Nummern. Manchmal entschuldigt er sich. Manchmal schreibt er, dass er stolz auf sie sei. In einer Nachricht behauptete er, seine Entscheidung habe ihre Karriere am Ende erst möglich gemacht. Diese Nachricht hat Darcie gespeichert. Geantwortet hat sie nie. Vor einem Konzert in Chicago glaubte sie, ihn in der Nähe des Bühneneingangs gesehen zu haben. Der Mann verschwand zwischen den wartenden Leuten, bevor sie sicher sein konnte. Am selben Abend lag eine alte schwarze Gitarrensaite vor ihrer Garderobe. Niemand aus der Crew wusste, wer sie dort hingelegt hatte. Darcie bewahrt sie seitdem in der Schublade ihres Nachttisches auf. Auf der Bühne wirkt Darcie lauter und wilder als im Alltag. Sie bewegt sich ständig, geht nah an den Rand und lässt das Publikum viele Zeilen mitsingen. Nach den Shows redet sie oft stundenlang weiter, weil ihr Körper noch voller Energie ist. Danach braucht sie einen Tag, an dem niemand etwas von ihr will. Zu Hause trägt sie alte Shirts, holt ihren Kaffee selbst und läuft in denselben Läden herum wie früher. Sie mag es, wenn Menschen sie erkennen. An manchen Tagen möchte sie nur ihre Einkäufe erledigen, ohne fotografiert zu werden. Sie hat gelernt, beides gleichzeitig auszuhalten. Trotz ihres Erfolgs kontrolliert sie beinahe täglich ihre Konten. Verträge liegen ausgedruckt in mehreren Ordnern. Ihre Songs werden doppelt und dreifach gesichert. Bei jedem neuen Projekt fragt sie zuerst, wem am Ende die Rechte gehören. Das alte Aufnahmegerät aus ihrer Kindheit besitzt sie noch. Penn hat es mehrmals repariert. Das Display flackert und das Batteriefach hält nur mit Klebeband. Manchmal nimmt Darcie damit neue Melodien auf, obwohl in ihrer Wohnung längst besseres Equipment steht.

02.Gemeinsame Story

Bevor es DARCIE gab, gab es Cheap Halo. Vier Jugendliche aus Chicago, die nicht nur gemeinsam Musik machten, sondern vor allem beste Freunde waren. Sie probten in einem kleinen Lagerraum, spielten ihre ersten Shows vor wenigen Leuten und waren irgendwann fest davon überzeugt, dass sie es gemeinsam schaffen würden. Als ihre Musik langsam mehr Aufmerksamkeit bekam, tauchte Manager Rafe Calder auf und versprach ihnen genau diese Chance. Was niemand wusste: Hinter ihrem Rücken wurde ein Vertrag vorbereitet, der nur Darcie betraf und von ihrem Vater unterschrieben wurde. Darcie selbst wusste nichts davon. Als eines der Bandmitglieder den Vertrag fand, zerbrach alles. Während Darcie versuchte zu erklären, dass sie genauso wenig davon gewusst hatte, fühlten sich ihre besten Freunde belogen und verraten. Der Streit wurde hässlich und Cheap Halo war danach Geschichte. Erst später kam heraus, dass auch Darcie von Rafe und ihrem eigenen Vater hintergangen worden war. Zu diesem Zeitpunkt waren die Freundschaften allerdings längst kaputt. Heute steht Darcie mit einer neuen Band auf genau den großen Bühnen, von denen Cheap Halo früher gemeinsam geträumt hatte. Die anderen haben längst ihr eigenes Leben aufgebaut, doch wirklich ausgesprochen wurde das, was damals zwischen ihnen passiert ist, nie. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ein Wiedersehen nach all den Jahren alles andere als einfach wäre.

Wie es heute zwischen ihnen weitergeht, soll bewusst offen bleiben. Vielleicht führt das erste Wiedersehen direkt zum nächsten Streit, weil nach all den Jahren noch immer Dinge unausgesprochen sind. Vielleicht kommt irgendwann die Entschuldigung, die damals gefehlt hat, oder sie merken, dass sie die Vergangenheit unterschiedlich in Erinnerung haben. Eine langsame Annäherung wäre genauso möglich wie eine komplizierte Freundschaft, bei der alte Verletzungen immer wieder hochkommen. Vielleicht entsteht sogar irgendwann wieder gemeinsam Musik, ohne dass Cheap Halo deshalb zurückkommen muss. Es soll nicht darum gehen, dass plötzlich alles vergeben und vergessen ist, sondern darum herauszufinden, ob aus den Menschen, die einmal beste Freunde waren, heute überhaupt wieder etwas werden kann.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium
Activity / own words

Ich versuche in der Woche immer wieder aktiv rein zu schauen und auch regelmäßig zu antworten. Sollte aber was dazwischen kommen, gebe ich in der Regel auch Bescheid.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

-

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Ich würde mich freuen, wenn sich hier die ein oder andere Person findet, welche sich in einer der Rollen spielt, da es einfach auch essenziell wichtig ist für Darcie als Person, da sich 90% ihres Lebens um die Band und die Musik dahinter dreht. Eine konstante Basis wäre toll und dass ihr einfach Spaß daran hat. Alles andere lässt sich regeln, sofern man eine offene Kommunikation hegt. <3

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Darcie
12.09.2026

#7

Wanted · roomies, wenn auch eher wie ein eigenes, soziales Ökosystem.
Tatum Reese Hale
Suchender

Tatum Reese Hale

Age24
OccupationStudentin { Architektur + Restaurierung/Heritage/Interior Spaces
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMadeline Argy
01.Short facts
Full nameTatum Reese Hale
Age24
Sexualitystraight
OccupationStudentin { Architektur + Restaurierung/Heritage/Interior Spaces
ResidenceChicago
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimMadeline Argy

PROLOGUE · THOSE THREE WORDS

Three words.
There are three words that have seemingly been able to put humanity into a full range of emotions since the beginning of modern language. Some people actually spent years waiting for them. Others, on the other hand, feared the moment they would be confronted with them because they knew how influential these three little words could be. They could irreversibly change something, hold opportunity or risk. Yes, some longed to hear them as though it would give them a purpose again after an endlessly long search, while others would do anything to never have to say or hear them.
Three words that could be a promise, but also proof of weakness. They could represent a salvation, or cause a natural disaster. Three words that for some people even simply weighed heavier than any promise ever could. Three words that one repeated over and over again in their head at night. Words that could decide entire relationships. And whoever really thought we were talking about something as banal as “I love you” here apparently had no idea who Tatum Hale was. Because it certainly wasn’t those three words that complicated her life.
It were three others.
You could never.
You could tell her that something was too difficult, that she was too young, that she had no idea. Perhaps she would even just nod and put it aside. But never tell her that she could never accomplish something — Tate wasn’t particularly afraid of failure. Just had an almost very personal problem with leaving something untried.
Never was not an ending to her, no limitation; it was always a challenge.

CHAPTER I • CHILDHOOD
„She always looked twice, and always wanted to know why.“

Es war ein ungewöhnlich warmer Tag im Juni 2002 als Tatum Reese Hale das erste Mal unechtes Licht im Kreissaal erblickte und somit den Platz des jüngsten Kindes in einer Dynastie einnahm, in der so gut wie alles bereits existierte, bevor man überhaupt den Wunsch danach äußern konnte. In diesem altbritischem Blut ging es schon lange nicht mehr um die Frage des Geldes, sondern viel mehr um das Netzwerk und den Einfluss. Hier sprach man nicht einmal mehr von Reichtum und Vermögen, viel mehr glich dieses Leben einer eigenen Infrastruktur. Alles glänzte, und der neugierige Dschungel ihrer Augen hing nie daran fest, was ihre Familie besaß — die wichtigste Frage war viel eher, wie manche Dinge funktionierten. Das Warum war schon immer wichtiger, als die banale Frage nach dem Was. Es war die ungebändigte Neugierde, die in ihr schnell ein Zuhause fand. Sie wollte verstehen, wieso die Häuser, die ihre Familie erwarb, immer anders aussahen. Wieso manche Räume so einen Einfluss auf sie hatten, dass sie sich gar nicht traute lauter zu reden. Wieso Vincent sie einmal öfter ins Bett brachte, als ihre eigene Mutter. Wieso die verschiedenen Autos ihres Vaters anders klangen, obwohl sie auf den ersten Blick beinah identisch wirkten. Fragen waren das, was Menschen dazu brachten, genauer zuzuhören und ihr eine Antwort zu geben — und sie bestand auf eine. Selbst dann wenn die Erwachsenen ihr sagten, dass sie etwas noch nicht verstehen könne, weil sie zu jung sei, war das nichts, wovon sie sich abhalten ließ. "Why do you say that I'm too young to understand it, when perhaps you're simply too old to explain it properly?" Nicht zu selten lenkte sie sämtliche Aufmerksamkeit eines Raumes auf sich, ohne es überhaupt darauf anlegen zu wollen. Es war ihr Naturell, etwas einzunehmen, bevor sie überhaupt einen Anspruch darauf legte.
Und das alles, obwohl sie kein lautes Kind war. Nicht im herkömmlichen Sinne. Sie schrie nicht in verzogener Art, wenn sie etwas nicht bekam, sie weinte nicht aus Frust, nein, sie wurde stattdessen eher still, beobachtete wie andere es machten und versuchte es erneut. Es war diese beinah herrliche Hale-Sturheit, die sich auch als ihr Markenzeichen herausstellen sollte, wenngleich in ganz anderer Art wie die ihres Bruders. Denn im Vergleich zu Vincent war Tate dann doch eher.. laut. Lebendiger.
Und dennoch zeichnete sich in den jungen Jahren, den geliebten Jahren im britischen Elternhaus, bereits früh der rote Faden ab, der sich durch ihr ganzes Leben ziehen würde. Wenn sie etwas nicht konnte, wollte sie wissen wie man es lernte. Wenn ihr jemand sagte, sie könne etwas nicht, war das kein Hindernis, keine Einladung zur Rekapitulation, sondern viel eher eine persönliche Einladung.

Was weniger eine persönliche Einladung war, war der beschlossene Umzug in die Staaten. Sie würde ihren nächsten Geburtstag bereits in einem fremden Land verbringen, in welchem sich ihr die erste Frage stellte, wieso sich die Fenster nicht auf Kippe öffnen ließen. Zu Beginn adaptierte sie die Abneigung ihres Bruders, war sie doch wirklich zu jung um zu verstehen, welch ein strategischer Zug hinter dem Umzug stand. Und doch gewöhnte sie sich erstaunlich schnell an alle die neuen Eindrücke und Wahrnehmungen. Chicago war so viel lauter als das Leben abseits Londons, so voller Gegensätze, die regelrecht an eine Reizüberflutung erinnerten. Hier trafen historische Fassaden auf moderne Glasfronten, und alte, wunderschöne Treppenhäuser führten in Gebäude, die aussahen als würden sie aus der Zukunft kommen. Dieses Zusammenspiel von malerischer, alten Kunst und dieser modernen Gewagtheit war etwas, was sie direkt faszinierte. Und so begann die junge Hale schon als Kind nicht nur die Menschen in ihrem Umfeld zu beobachten, sondern auch die Gebäude. Sie verglich Eingänge miteinander, die Unterschiede von Fenstern, Proportionen und auch die Art, wie Licht entweder einen Raum flutete oder lediglich erhellte. Sie lernte zu verstehen, dass Architektur ein Gefühl hervor holte — sei es nun ein Gebäude oder auch die Architektur deines eigenen Auftretens. Und irgendwann lernte sie daraus, ihre Umgebung nicht mehr nur wahrzunehmen, sondern sie zu lesen; vorwiegend in all dem, was zwischen den Zeilen lag. Gleichzeitig schärfte sich einer ihrer weiteren Sinne: das Gehör.
Es begann damit, wie sie immer wieder fragte, wieso sich manche der Sammlerwägen ihres Vaters anders anhörten, obwohl sie sich nur in der Farbe unterschieden. Die weit umfassende Sammlung ihres Vaters war schon immer beeindruckend und sicherlich mehr wert als manch ein Unternehmen im Jahr erwirtschaftete, aber Tatum konnte man noch nie mit glänzenden Dingen gewinnen. Sie wollte auch hier das Warum jagen, wissen, was darunter lag, was den Unterschied macht. Wie sich ein Wert berechnete, und sie hatte nicht selten etliche Stunden ihres Vater eingefordert, damit jene Fragen beantwortet wurden. Irgendwann war der Wunsch nach dem blanken Wissen aber nicht mehr befriedigend genug, weil sie es wirklich verstehen wollte. Mehr als das, was die Theorie oder ein gesprochenes Wort ihr geben konnten. Und somit bekam die Mechanik eine Sprache, die sie nahezu beiläufig lernte, und ebenso zu verstehen begann. Es war simpel: Maschinen logen nicht. Wenn hier etwas nicht funktionierte, war die Frage nur: Warum? Es gab einen Grund und die Herausforderung bestand immer nur darin, sie zu finden. Es war beinah lächerlich, wie sehr ein Warum einen Charakter formen konnte, nicht wahr?
Die Wahrheit war nämlich, dass Menschen definitiv komplizierter waren als das. Sie bemerkte früh, dass Menschen dazu tendierten, Dinge zu sagen, die sie nicht so meinten und Dinge zu meinen, die sie nie sagten. Also begann sie einfach genauer hinzuhören — wie bei den Motoren. Sie übte sich in Geduld, gewann in ihrer Ruhe eine Tugend, ohne dabei berechnend zu sein. Sie war einfach aufmerksam, weil sie irgendwann feststellte, dass sie häufig mehr Verstand, wenn sie einfach nicht zu viel sagte. Andere Kinder hielten sie für freundlich, ein wenig verspielt und manchmal überraschend verträumt. Und Tatum ließ sie in dem Glauben, denn es war angenehm, wenn Menschen glaubten, sie hätten einen bereits verstanden. Sie lernte früh, dass Unterschätzung keine Schwäche sein musste — manchmal war sie ein ziemlich bequemer, perfekt maßgeschneiderter Mantel.

CHAPTER II • ADOLESCENE
„She hated losing, yet she simply hated making it obvious.“

Sie war gerade einmal vierzehn, als sie begann zu fechten. Es war zu Beginn nichts weiter als eine weitere Neugierde, die gestillt werden wollte. Menschen aus ihrem sozialen Netz waren alles Sportarten wie Tennis, Ballett oder Polo verfallen, aber ein Hale war nie für den Durchschnitt gedacht. Erst waren es lediglich ein paar Stunden Training pro Woche, bis daraus definitiv mehr wurde. Fechten war ein Sport, der elegant genug aussah um ihre Aufmerksamkeit zu binden und dennoch kompliziert genug in der Vorbereitung, um sie wirklich langfristig zu binden. Richtig schlimm wurde es jedoch erst, als sie das erste Mal verlor. Und dann ein zweites Mal. Und Tatum nahm die Niederlagen erstaunlich gut an — nach außen zumindest. Sie lächelte, gratulierte, folgte der Erörterung wo ihre Fehler lagen laut dem Training. Dennoch häuften sich die Niederlagen wie eine offene Rechnung in ihrem Inneren, die sie zu hassen begann. Nicht, weil etwa jemand besser war als sie. Sie war nicht auf Perfektion aus. Sie wollte nur wissen, warum jemand besser war als sie. Also lernte sie, studierte den Sport als würde sie bei Olympia antreten. Sie kalkulierte Distanz, analysierte das Timing, die Winkel jeder Bewegung. Die Täuschung, die einem falsche Sicherheit schenkte und die präzise Geduld, die wie ein eigenes Instrument in diesem Sport galt. Und genau das machte den Unterschied; irgendwann war es mehr als nur ein Sport. Es wurde zu einem Spiel aus Beobachtung und Entscheidung. Sie lernte, dass man nicht immer zuerst handeln musste, das der Beweis der Überlegenheit nicht immer mit dem ersten Schritt zutun hatte. Manchmal musste man seinen Gegner nur so weit bringen, zu glauben, man würde etwas tun. Und wenn der erste Fehler aufkam, war sie da und wusste zu handeln.
In dieser doch ziemlich prägenden Zeit wurde ihr Ehrgeiz immer deutlicher. Nicht familienintern — stand es immer wie ein unausgesprochenes Gesetz in den Fluren des Hale Anwesen, dass Vincent dazu bestimmt war das familieneigene Imperium am Leben zu erhalten — sondern eher nahezu als intrapersonalen Konflikt. Ihr Wettbewerb richtete sich zur Außenwelt, gegen andere, aber vor allem gegen ihre eigenen Ergebnisse. Gegen die Version von sich selbst, die am Vortag noch nicht gut genug gewesen war. Und dennoch lag ein feiner Unterschied in ihrem Handeln, denn ja, Tatum wollte gewinnen. Aber sie wollte vor allem wissen, dass sie gewinnen konnte. Der Sieg lag nicht in dem offensichtlichen Gewinn, manchmal auch einfach nur in dem Wissen, es zu können. Das war ein Unterschied, den nicht viele Menschen verstanden.
Parallel zu ihrer Charakterentwicklung entwickelte sich auch ein weiteres, tatsächliches Interesse. Eines, das sich ihr Bruder schon früher gedacht hatte, und sich nun bewahrheiten sollte: Architektur. Tatum begann sich die Grundrisse jener Immobilien genauer anzuschauen, sie manchmal sogar heimlich von den runden Konferenztischen zu klauen, um die Dynamik des Raumes zu erarbeiten. Sie besuchte die historischen Parts der Altstadt, nicht weil sie die Optik interessierte, sondern wie die Mauern gesetzt worden sind. Wie eine Farbe den Charakter eines Hauses bestimmen konnte, ähnlich zu spiegeln auf die Mimik eines Menschen. Sie entwickelte ein besonderes Interesse für historische Architektur und hochwertige Wohnräume, vielleicht weil sie seit ihrer Kindheit in genau solchen Umgebungen aufgewachsen war und nun zum ersten Mal verstehen wollte, weshalb sie funktionierten. Sie interessierte sich für Räume, die Geschichten erzählten, wenn man nur richtig hinzuhören wusste. Es waren all die Gebäude, die nicht perfekt restauriert wurden, sondern ihre Vergangenheit behalten durften. Und natürlich interessierte sie sich auch für die Verbindung zwischen alten Strukturen und modernen Bedürfnissen. Architektur war für die jüngste Hale, alles, aber sicherlich keine reine Ästhetik. Es war viel mehr ein perfektes Zusammenspiel einer eigenen Psychologie in Stein, Glas und Holz. Ähnlich wie die Psychologie, die sie weiterhin in den Motoren verschiedener Autos erkannte. Aber wenn sie jemand fragte, ob sie eine großartige Ahnung hatte von Autos, war sie nie diejenige, die damit etwas erobern wollte. „A little, maybe.“ Das war die Standardantwort auf beinah alles. Gib niemals eine Angriffsfläche frei, genieß lieber die Show. Selektiv entscheiden, was du welchem Menschen gibst. Es war also nicht wirklich überraschend, als sie sich an der Universität für Architektur einschrieb, wenngleich das nicht im direkten Zusammenhang mit dem Familienunternehmen stand. Aber es wurde stillschweigend akzeptiert, denn es war noch nie der Fall, dass sich Tate einen Weg gegen ihre Familie oder die Verpflichtungen ihres Namens suchte. Sie bevorzugte nur lediglich einen, der durch sie hindurch führte.

CHAPTER III · ADULTHOOD
„She never needed the spotlight, she rather understood the stage.“

Es war beinah überraschend, wie das Studium der Architektur Tatum das gab, wonach sie unbewusst gesucht hatte. Eine Welt, in der Präzision nicht mehr im Unendlichen Kampf mit Kreativität konkurrierte, sondern in derselben Effektivität mündete. Ein Entwurf musste nicht nur schön aussehen, er musste funktional sein. Ein Mensch musste sich darin bewegen können, und etwas darin fühlen, was das eigene Empfinden überstieg. Jede Entscheidung in der Formung eines Raumes hatte eine Konsequenz, die berücksichtigt werden musste — Lichteinfälle, Akustik, Privatsphäre. Es war als wäre jeder Raum, der immer mehr an Form annahm die Bestätigung dessen, was sie bereits als Kind verstanden hatte: nichts existierte vollkommen zufällig.
Währenddessen sie ihren Ehrgeiz im Studium weiterhin ausübte, wurde sie in ihrem Sport dafür bedauerlicherweise gut genug, damit sie nicht mehr unterschätzt wurde. Etwas, das einen normal mit Stolz erfüllen sollte, aber Tatum war nie darauf aus, das Rampenlicht für sich zu beanspruchen, sie wollte viel eher die Bühne verstehen. Für harmlos gehalten zu werden, vorwiegend weil man eine Frau war oder den Ruhm nicht offen auf seiner Brust trug, war etwas, woran sie Gefallen gefunden hatte. Sie war noch nie jemand gewesen, der aktiv Aufmerksamkeit suchte. Das zu bekommen war leicht, dessen war sie sich schmerzlich einfach bewusst. Sie sehnte sich nach Respekt, den du nicht erfragen musstest.
Auch außerhalb des Sports wurde Tate zunehmend sicherer darin, Menschen zu lesen. Sie konnte auf einer Familienveranstaltung stehen, lächeln und scheinbar belanglosen Smalltalk führen, während sie längst verstanden hatte, wer mit wem Probleme hatte. Sie wusste, wann sie reden sollte und wann Schweigen effizienter war. Sie konnte abwägen, wann ein Kommentar einer Notwendigkeit entsprach oder nur dem Versuch eine vermeintlich peinliche Stille zu umgehen. Vor allem lerne sie aber wann es viel interessanter war, einfach zuzusehen. Tate war keine Strippenzieherin im klassischen Sinne; sie wollte niemanden besitzen, beanspruchen oder kontrollieren. Sie wollte viel eher.. ein Spiel aus allen machen. Und manchmal war das Leben in seiner ganzen Einfachheit eines davon. Sie wusste, dass sie Einfluss besaß, alleine bei der Gewichtung ihres Familiennamens. Aber sie wusste auch, dass die meisten Menschen gar nicht bemerkten, wann sie ihn einsetzte, weil sie sich nie offenkundig darauf ausruhte. Stattdessen lachte sie lieber, baute Beziehungen auf, die sie nur heimlich zwischen den Zeilen dirigierte.

EPILOGUE • TATUM REESE HALE.
„Never underestimate the art of being kind and quiet.“

Mit gerade einmal vierundzwanzig Jahren war Tatum mehr als nur die Architektin ihres eigenen Lebens, die eine Leidenschaft fürs Fechten offen auslebte und eher ein heimliches Interesse an Automobilen hegte, dass definitiv großer war als ihr Erscheinungsbild je vermuten ließ. Nein, sie war die Art Mensch, die stundenlang über Grundrisse diskutieren konnte, nur um danach an einer Zündung einen Motor zu erkennen. Sie konnte auf einem gesellschaftlichen Empfang vollkommen mühelos wirken und am nächsten Morgen mit einem Trainingsdegen in der Hand auf der Fechtbahn stehen. Sie war äußerst zugänglich, regelrecht von einer warmen Aura umgeben und wirklich leicht zum Lachen zu bringen. Und doch verschob sich dadurch nie der Kern ihrer Sturheit. Eine Sturheit, die noch nie dieser kindlichen Ader glich, mit welcher andere gegen Autoritäten rebellierten. Ihre Sturheit war beinah schneidend präzise. Denn wenn sie glaubte, dass etwas möglich war, wurde das Ziel so lange verfolgt, bis sie es wusste. Wenn sie verlor, akzeptierte sie immer das Ergebnis — aber niemals als Endpunkt, es war lediglich eine weitere Information. Vielleicht war genau das ihre größte Gemeinsamkeit mit den Maschinen, die sie so liebte: Man konnte sie nicht dazu zwingen, zu funktionieren, man musste herausfinden, warum sie es nicht taten. Eine Niederlage war nie ein Rückschlag. Es war eine Lektion, und aus einer Lektion wurde am Ende immer ein Vorteil. Und so übte sie sich in Ruhe, in Geduld, sie wartete niemals auf ihren Moment, sondern nur auf den richtigen. Denn trotz allem wollte Tatum Hale nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen — sie wollte nur nie diejenige sein, die ihre eigenen Möglichkeiten einschränkte.

02.Gemeinsame Story

THE GIRL WHO TOOK JUSTIN BIEBERS NEVER SAY NEVER TOO SERIOUSLY • „some things are only impossible until you try.“

Tate ist definitiv niemand, den man gezielt in einem Raum als erstes bemerkt, aber auch niemals übersieht, und das wird zu einer Superkraft, die sie nur zu gut zu nutzen weiß, denn sie liebt es regelrecht, unterschätzt zu werden. Tate lässt jeden in der WG ihre eigenen Fehler machen, sie mischt sich nicht automatisch ein, aber erkennt die Fehler oftmals, bevor man sie überhaupt macht. Wenn zwei sich streiten, sitzt sie daneben, lässt die beiden sich die Köpfe einschlagen, nur um mit einem beiläufigen, einfachen Satz das Problem dann erst wie in der Luft verpuffen zu lassen. Sicherlich ist es auch nicht immer einfach mit ihr, gerade wenn man zu viel einfach herum stehen lässt oder die Kunst, in der man wortwörtlich in diesem historischen Haus lebt, nicht zu schätzen weiß. Außerdem wird es jedem in dem Haus unwillkürlich bewusst sein, dass es nie gut ist, Tatum Hale zu etwas herauszufordern - das kann schlecht für sie enden, aber meist immer für den, der sie herausgefordert hat. Aufgrund ihrer unsagbaren Aufmerksamkeits- und Beobachtungsgabe ist sie aber auch ein wenig der Therapeut der Runde, der jeden mit einem "I'm here if you wanna talk" zur Seite steht und unbewusst die Geheimnisse von jedem unter Verschluss hält.

THE GIRL WHO MADE A HOME • „some people carry home wherever they do.“
preferably female

Du bist der Mensch, der das Haus belebt. Du funktionierst so ganz anders als Tate.. du bist chaotisch, laut, extrovertiert. Du bist emotional und spontan - einfach jemand, der auch Freunde mit nach Hause bringt ohne vorher Bescheid zu geben und Tate noch beim Betreten versichert, dass niemand ihre wertvolle Architektur verschmutzt. Du machst um drei Uhr morgens Pancakes, schmeißt schon um 7 Uhr morgens Lady Gaga an, weil Zähne putzen damit so viel spaßiger ist. Und beinah alle deine Streitigkeiten münden in dem Friedensangebot einer Pizza. Du bist tatsächlich in dieser Konstellation der Mensch, der dafür sorgt, dass auch auf vier verschiedenen Symbolen ein gemeinsames Kartenspiel wird. "We are all gonna eat together tonight." - "Yeah.. apparently we are." - "Great, Pizza's on the way. Grab a beer."

THE ONE WHO NEVER PLANNED A THING • „some roads are meant to be taken without a map.“
male / female / diverse / whatever you like to identify as

Du bist die Wild Card in der Gemeinschaft und wohl mitunter die spannendste Rolle. Du musst nicht zwingend problematisch sein, but if you are, well, then you just are. Du bist unberechenbar, triffst Entscheidungen die keiner nachvollziehen kann und oftmals komplett aus dem Kontext heraus gerissen sind. Du verliebst dich zu schnell, kündigst viel zu oft deine Jobs, und adoptierst ungefragt viel zu viele Pflanzen. Für Tate bist du einerseits komplett faszinierend aber auch wahnsinnig anstrengend. Faszinierend, weil du die Neugierde in ihr erweckst, und anstrengend, weil sie dich nie vollständig kalkulieren kann. Du bist der Mensch, der um 2am in die Zimmer rennt, Töpfe aneinander klatscht und für alle beschließt: "We're going to the lake. Now. Get up." Und fünf Minuten später sitzen alle im Auto.
Die Dynamik mit Tate stelle ich mir dabei eher so unterschwellig genervt, aber dennoch auf eine eigene Weise liebevoll vor. Es ist dieses.. "What's the plan, dude?" - "There's none." - "Yeah, I probably should've gathered that." - "You coming?" - "Unfortunately, yes." - "That's the spirit, Tate!" - "No, that's resignation."

THE ONE WHO ALWAYS ASKED WHY • „some questions are better than easy answers.“
male / female / diverse / whatever you like to identify as

Jedes Haus braucht die Stimme der Vernunft, den Kritiker, der sich auch mal fragt, was hier eigentlich für ein Spuk veranstaltet wird. Du bist derjenige, der immer wieder leise fragt "Are we sure this is a good idea?" Es ist nicht so, als würdest du es am Ende nicht mitmachen, du hast eigentlich gar keine Chance. Du bist einfach nur etwas trockener, kontrollierter und wahrscheinlich auch pragmatischer. Aber trotz allem bist du der Mensch aus der Gemeinschaft, der Tate am besten ergänzt. Du sprichst oftmals das an, was Tate längst beobachtet hat, nur weißt du, dass sie es auch weiß. "You're really gonna let him do that?" - "He's an adult, yeah." - "That's not what I asked, Tatum." - "Then ask a better question, dork."

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

So gut wie täglich, oftmals auch vom Handy, was bei mir jedoch keine Einschränkung ist. Ich bin meist leider jemand von denen, die sagt sie hält sich kurz und doch über die Stränge schlägt, aber man kann es verkraften. Ich poste gleichermaßen auf Deutsch und Englisch, je nachdem was der Vibe sagt. Ansonsten bevorzuge ich es, wenn man auch Einblicke in die Gedankenwelt und Gefühlslage der Charaktere erhält, damit man eine emotionale Brücke schlagen kann.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Tatsächlich sind hierfür keine bestimmten Kontakte vorgesehen, außer eben jeder, der Tate mal besucht - was in der Regel, wenn überhaupt, vorwiegend ihr Bruder ist. An der Stelle entschuldige ich mich aufrichtig, man sollte Vincent einfach nicht zu ernst nehmen.

Probepost
Nein
Letzte Worte

Hello. ♥
Ich würde das Gesuch tatsächlich einfach als ein "nice to have" ansehen, sodass man einfach schon mal eine Dynamik hat, mit der man seinen Charakter wortwörtlich leben lassen kann. Die Ideen und Dynamiken sind natürlich nur Ideen. Mir wäre nur wichtig, dass es hier nicht nur ein "wir wohnen zusammen" wird, sondern wirklich wie ein eigenes, soziales Ökosystem, das über die Zeit hinweg wie eine eigene kleine Familie geworden ist, in der jeder unbewusst eine Rolle einnimmt und es trotz aller charakterlichen Unterschiede funktioniert.

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Tatum
27.09.2026

#8

Wanted · kommt drauf an, welchen Beruf ihr euch aussucht
Mikhail Aleksandr Bumaschkow
Suchender

Mikhail Aleksandr Bumaschkow

Age38
OccupationOffiziell Inhaber des Restaurants Черная роза (Schwarze Rose), inoffiziell Untergrundboss (Waffen- und Drogenschmuggel, Menschenhandel)
ResidenceChicago
AffiliationIndependent Criminal
Social classUpper Class
FaceclaimSergey Strelnikov
01.Short facts
Full nameMikhail Aleksandr Bumaschkow
Age38
Sexualitystraight
OccupationOffiziell Inhaber des Restaurants Черная роза (Schwarze Rose), inoffiziell Untergrundboss (Waffen- und Drogenschmuggel, Menschenhandel)
ResidenceChicago
AffiliationIndependent Criminal
Social classUpper Class
FaceclaimSergey Strelnikov

Mikhail Bumaschkow - kein Name, den man hören will, wenn es um einen Mann geht, den man zum Feind hat. Der am 13.11. 1987 geborene Mann entspricht wohl allen Vorstellungen, die man haben kann, wenn man an einen zwielichtigen Untergrundboss denkt. Er trägt Narben am Körper, ist in kaum einem Moment ohne seine Waffe anzutreffen und schreckt vor Gewalt nicht zurück. Er führt sein Leben im Grunde genommen offen illegal. Niemand traut sich wirklich ihn anzutasten, denn die Leute wissen, welche Konsequenzen das haben kann. Allerdings ist Misha, wie er von engen Vertrauten auch genannt wird, auch nicht so töricht zu glauben, dass es nicht versucht wird. Für die Polizei führt er ein gänzlich sauberes Geschäft, ein Restaurant, doch dahinter verbirgt sich noch viel mehr. In seiner Welt steht es an der Tagesordnung, dass Komplotte geschmiedet werden, verfeindete Clans und Familien versuchen, sich etwas aus seinem Besitz unter den Nagel zu reißen oder sich in seine Geschäfte einzumischen. Doch das alles ist nichts, mit dem der Russe nicht klar kommt. Sein Vater war vor langer Zeit in die Vereinigten Staaten gekommen - mit ihm gereist waren seine beiden Söhne Dimitrij und Mikhail selbst. Ihre Mutter war in Russland geblieben, weil sie die restliche Familie nicht verlassen wollte und entgegen der Erwartung gestattet ihr Mann ihr dies. Natürlich machte die Brüder das traurig, denn sie hatten schon immer eine enge Verbindung zu ihr gehabt, doch nun musste sich das alles auf Telefonate, Nachrichten oder auch den ein oder anderen Brief beschränken. Doch sofern es die Arbeit ihres Vaters zuließ oder auch die Geschäfte es erforderten, besuchten sie ihre Mutter in Russland. Familie ist ein hohes Gut unter Russen und so war das bei ihnen auch. Einzig die Tatsache, dass ihr Vater das Geschäft ohne Frau an seiner Seite führte, war wohl etwas, was man bei einem Russen wie Mikhails Vater nicht sofort erwarten würde. Doch das änderte nichts an ihrer Ehe, denn trotz der Entfernung blieb der Vater der zwei Jungs seiner Frau treu. Seine beiden Söhne genossen eine strenge Erziehung, wobei man durchaus sagen konnte, dass Dima ein paar wenige Freiheiten mehr genoss. Ganz im Gegensatz zu Mikhail. Er sollte einmal das Geschäft übernehmen, denn er war nun einmal der Älteste seiner Söhne und war dafür gemacht. Das merkte Sergeij früh und bereitete Mikhail darauf vor. Heute handelt Misha mit Drogen, Waffen, Menschen und allem, was seine Kunden wollen, so wie es sein Vater tat. Dabei pflegt er auch Verbindungen zur russischen Mafia, die schon sein Vater damals ins Leben gerufen hatte, bis heute. Angst hat er vor ihnen nicht, denn er weiß wie er mit ihnen umzugehen hat. Das brachte sein Vater ihm schon früh bei. So wuchs der Sprössling von klein auf in dieser Welt heran zu dem Mann, der er heute ist. Auch wenn er als Kind Freunde in der Schule hatte, so verbrachte er doch auch viel Zeit mit den Männern und Frauen, die zum Geschäft seiner Familie gehörten. Für einen Außenstehenden sicher eine befremdliche Vorstellung, doch Mikhail fühlte sich wohl und Angst? Angst hatte der Junge nie, denn er wusste, dass er beschützt wurde. Er spielte wohl am liebsten mit der engsten Vertrauten seines Vaters, die eine heikle Vorliebe für Messer aller Art hatte. Mehr als eine Narbe zeugt auch heute noch von den Übungen, die ein wenig schief gegangen waren, aber das stört ihn nicht. Er trägt seine Narben mit Stolz. Ernsthafte Beziehungen führte Mikhail bisher eher selten. Einmal allerdings war er sogar verheiratet, aber als Mirena mit seinem Bruder Dimitrij ins Bett sprang, beendete er diese Ehe umgehend. In seinen Augen konnte sie zur Hölle fahren und es grenzte beinahe an ein Wunder, dass er sie nicht einfach tötete und seinen Bruder mit dazu. Doch Familie und Loyalität stehen für Mikhail an oberster Stelle. Er tötet ohne mit der Wimper zu zucken, denn in seiner Welt heißt es im Zweifel: Töten oder getötet werden.

02.Gemeinsame Story

Als legale Mitarbeiter wisst ihr nichts von den Machenschaften eures Bosses. Ihr wisst nur, dass ihn doch eine gewisse Aura umgibt. Vielleicht ahnt ihr etwas, aber seid clever genug, um euch das nicht anmerken zu lassen? Es wäre aber durchaus auch denkbar, dass die legalen Arbeiter etwas wissen, aber eben nichts damit zu tun haben. Immerhin muss der legale Schein für die Öffentlichkeit ja gewahrt werden ;)
Auf der illegalen Seite gibt es natürlich gänzlich andere Optionen. Hier werden Leute für alles gebraucht, aber dabei ist vor allem eins wichtig: Loyalität! Mikhail schreckt nicht davor zurück, jemanden zu töten, auf den er sich nicht verlassen kann oder der auf die Idee kommt, sich selbst zu bereichern oder sonst die Familie zu betrügen.

Eure grundsätzlichen Stories überlasse ich euch. Ob ihr aus einer ganz anderen Welt kommt und rein gerutscht seid oder eure Familien schon länger mit den Bumaschkows zu tun haben ist ganz euch überlassen.
Auf der legalen Seite spielt der Hintergrund noch weniger eine Rolle. Ihr könnt euch da frei entfalten, aber da es ein russisches Restaurant ist, sollte man vielleicht zumindest ein wenig die Sprache beherrschen, denn die Gäste sind dementsprechend auch vorhanden, wenn auch nicht nur Russen kommen.

Bei Fragen könnt ihr euch gerne einfach melden :)

Wenn es um Positionen geht, die mit meinem kleinen Bruder @Dimitrij Bumaschkow zu tun haben, hat er natürlich auch ein Wörtchen mitzureden ;)

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Chat style · Novel
Posting preference
Chat · Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

—

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Du kannst dir Kontakte jeder Art hier im Forum suchen. Doch sei dir bewusst, dass natürlich nur sowieso eingeweihte Personen von unserem illegalen Geschäft wissen dürfen oder sie verlassen dieses nicht mehr, wenn sie davon erfahren ;)

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Ich hoffe, loyale Leute zu finden, die bleiben

01 / 04
Wanted details
Wanted by
Mikhail
01.10.2026

#9

Wanted · Childhood friends [the inner circle] & Unknown Girl
Nate Meadows
Suchender

Nate Meadows

Age26
OccupationJD/PhD-Studiums
ResidenceGold Coast
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimNikolai Spesivtsev
01.Short facts
Full nameNate Meadows
Age26
SexualityHetero
OccupationJD/PhD-Studiums
ResidenceGold Coast
AffiliationCitizen
Social classUpper Class
FaceclaimNikolai Spesivtsev

Kurzfassung
Nate Meadows wächst als einziger Sohn einer wohlhabenden, einflussreichen Familie in Chicago auf. Nach außen führt er ein privilegiertes Leben: großes Haus, private Schulen, teure Kleidung, gesellschaftlicher Status. Doch hinter dieser perfekten Fassade fehlt ihm etwas Entscheidendes: echte Nähe. Sein Vater ist häufig abwesend und emotional kaum erreichbar. Wenn er nach Hause kommt, bringt er Geschenke mit, doch Nate wartet eigentlich nur darauf, dass sein Vater ihn wahrnimmt. Anerkennung bekommt er vor allem für Leistung. Gute Noten, Disziplin, Benehmen und später akademische Erfolge sind das, was ihm Aufmerksamkeit verschafft. Seine Mutter ist ebenfalls keine wirkliche Zuflucht für ihn. Schon als Kind lernt Nate deshalb, dass man Gefühle besser für sich behält und Probleme nicht unbedingt löst, sondern verschwinden lässt. Gleichzeitig entwickelt er früh einen starken Drang nach Aufmerksamkeit. Wenn gutes Verhalten keine Reaktion hervorruft, beginnt er bewusst Grenzen zu überschreiten. Ärger in der Schule wird von seinen Eltern mit Geld, Einfluss oder Anwälten beseitigt, ohne dass jemand hinterfragt, warum Nate sich überhaupt so verhält. Er lernt dadurch, dass seine Familie fast jedes Problem aus der Welt schaffen kann. Seine drei engen Freunde werden während seiner Jugend zu einem wichtigen Gegenpol. Mit ihnen kann Nate trinken, feiern, lachen und für einige Stunden vergessen, wie sein Zuhause funktioniert. Sie akzeptieren ihn, ohne zu wissen, was sich hinter seinem Verhalten verbirgt. Nate selbst versteht lange nicht, wie wertvoll diese Freundschaften sind, weil er nie gelernt hat, dass Menschen bleiben können, ohne dass man sich ihre Nähe verdienen muss. Auch seine erste Liebe wird durch seine fehlende Erfahrung mit gesunder Nähe geprägt. Nate entwickelt echte Gefühle, kann mit ihnen jedoch nicht umgehen. Verlustangst und Eifersucht führen dazu, dass er kontrollierend wird und schließlich genau das zerstört, was er eigentlich behalten wollte. Die Erfahrung verstärkt sein grundsätzliches Problem: Er sehnt sich nach Nähe, empfindet sie aber gleichzeitig als etwas, das ihn verletzlich macht. Der entscheidende Bruch in seiner Jugend kommt, als Nate erfährt, was sein Vater seiner Mutter angetan hat. Er erfährt, dass sein Vater sie missbraucht und sie in die Ehe gezwungen hat. Als Nate seine Mutter damit konfrontiert, schützt sie ihren Mann trotzdem und versucht, seine Taten zu relativieren. Für Nate ist das unbegreiflich. Als sein Vater schließlich nach Hause kommt, eskaliert die Situation sofort. Nate greift ihn an und schlägt ihn beinahe tot. Er verliert jede Kontrolle und hört erst auf, als sein Vater regungslos am Boden liegt. Seine Mutter zieht Nate von ihm weg und schreit ihn an, er habe seinen Vater ermordet. Obwohl der Mann noch lebt, läuft sie anschließend nicht zu ihrem Sohn, sondern stellt sich schützend vor ihren Mann. Für Nate ist dieser Moment eine weitere Bestätigung dessen, was er sein ganzes Leben lang gelernt hat: Selbst wenn er jemanden braucht, bedeutet das nicht, dass diese Person ihn wählt. Nate verlässt daraufhin das Haus und verschwindet für mehrere Tage. Als er zurückkommt, hat sein Vater bereits entschieden, was mit ihm geschehen soll. Nate wird in ein militärisches Bootcamp geschickt und anschließend in Therapie. Für seine Freunde wird eine andere Geschichte erfunden: Nate sei im Ausland und verbringe dort längere Zeit. Niemand soll erfahren, was tatsächlich passiert ist. Als er schließlich zurückkehrt, ist er ruhiger, kontrollierter und deutlich schwerer zu lesen. Die alten Provokationen verschwinden weitgehend. Er setzt die Maske nicht mehr nur auf, sondern macht sie zu einem festen Bestandteil seiner Persönlichkeit. Sein weiteres Leben verläuft genau nach den Vorstellungen seines Vaters. Nate studiert an der University of Chicago zunächst Quantitative Economics und verbindet seine akademische Laufbahn später mit einem kombinierten Studium aus Jura und Economics sowie einem PhD. Sein Forschungsgebiet liegt in der mathematischen Regulierung globaler Finanzmärkte während Krisen. Er ist intelligent, diszipliniert und außergewöhnlich leistungsfähig. Sein Verstand funktioniert genau so, wie dieses Leben es von ihm verlangt: schnell, analytisch und kontrolliert. Auch sein Vater hat seinen Lebensweg immer über Leistung definiert. Annapolis, zehn Jahre auf nuklearen Flugzeugträgern, der Aufstieg in die Führungsebene, ein Executive MBA an der Booth School of Business und schließlich eine Position in der Vorstandsetage eines großen Rüstungskonzerns. Für ihn ist Erfolg eine Abfolge von Stationen, die man erreichen muss. Nate soll nicht einfach erfolgreich sein. Er soll herausragen, seinen Familiennamen weitertragen und irgendwann selbst zu jemandem werden, dessen Name Türen öffnet. Nate erfüllt diese Erwartungen. Er bewegt sich in privilegierten Kreisen, verfügt über hervorragende Kontakte und wird Mitglied einer exklusiven Studentenverbindung, über die nur wenige Außenstehende überhaupt etwas wissen. Nach außen scheint sein Leben perfekt zu funktionieren. Nate ist in der Gegenwart ein Mann, der sich in jeder Gesellschaft sicher zu bewegen weiß. Er beherrscht die feinen Regeln des Umgangs, achtet auf sein Gegenüber und lässt Menschen spüren, dass er ihnen zuhört. Seine Erziehung zeigt sich dabei weniger in großen Gesten als in einer gewissen Evidenz, mit der er sich anderen gegenüber bewegt. Er besitzt etwas beinahe Altmodisches in seiner Höflichkeit, ohne dabei steif oder distanziert zu wirken. Er kann ausgesprochen charmant sein, aufmerksam, wortgewandt und von einer Ruhe, die selbst dann bestehen bleibt, wenn um ihn herum längst Unruhe entstanden ist. Gleichzeitig trägt er eine unerschütterliche Sicherheit in sich, die bisweilen arrogant wirken kann. Nicht, weil er sich für etwas Besseres hält, sondern weil er gelernt hat, sich selbst keinen Raum streitig machen zu lassen. Je mehr Menschen ihm begegnen, desto deutlicher zeigt sich, wie mühelos Nate sich auf sie einzustellen vermag. Er verändert nicht seine Meinung, nur um jemandem zu gefallen, versucht nicht, Zustimmung zu gewinnen, und trotzdem findet er fast immer genau den Ton, der zu seinem Gegenüber passt. Mal ist er offen und zugänglich, mal zurückhaltender, mal voller Wärme oder mit jener kühlen Souveränität, die ihm ebenfalls eigen ist. Nichts davon wirkt einstudiert. Es geschieht so natürlich, dass selbst für ihn die Grenzen zwischen Anpassung und eigener Persönlichkeit zunehmend verschwimmen. Über die Jahre wird daraus ein so fester Bestandteil seines Wesens, dass die verschiedenen Gesichter kaum noch voneinander zu trennen sind. Nate weiß, wie er wirken muss, was von ihm erwartet wird und welche Seite von ihm eine Situation verlangt. Er beherrscht diese Wechsel so vollkommen, dass er irgendwann selbst nicht mehr sicher sagen kann, wo die Rolle endet und er beginnt. Unter all den Schichten liegt noch immer etwas von ihm, doch je besser er darin wird, sich nach außen zu formen, desto schwerer fällt es ihm, selbst zu erkennen, was davon geblieben ist.

02.Gemeinsame Story

Five people, one night, and a truth none of them knows how to uncover.
Es sollte eigentlich nur eine Geburtstagsfeier werden. Einer der vier Freunde hatte Geburtstag, und die Jungs beschlossen, den Abend gemeinsam in einem Bootshaus zu verbringen. Sie waren unter sich, niemand sonst war eingeladen. Was genau in dieser Nacht geschah, weiß heute keiner von ihnen mehr. Die Erinnerungen hören irgendwann einfach auf, und als sie wieder zu sich kamen, fehlten ihnen entscheidende Stunden. Ein paar Wochen später tauchte plötzlich diese Geschichte mit der jungen Frau auf, in der behauptet wird, das sie in jener Nacht von den Jungs vergewaltigt worden sei. Sie ist ca 22/24 Jahre alt, studiert an der selben Uni wie die Jungs, sie kennt alle Namen der Freunde, weiß vieles über sie und befindet sich inzwischen in einer privaten psychiatrischen Einrichtung. Die Ärzte konnten ihre Schilderungen bislang nicht bestätigen. Ihre Erinnerungen sind lückenhaft, manche ihrer Aussagen widersprüchlich, und es lässt sich nur schwer beurteilen, wie viel davon sich tatsächlich so ereignet hat, wie sie es beschreibt. Das Problem ist, dass keiner der vier jungen Männer weiß, wer diese Frau überhaupt ist. Sie kennen ihren Namen nicht, können sich nicht daran erinnern, ihr begegnet zu sein, und wissen nicht, wie sie an diesem Abend ins Bootshaus gekommen sein könnte. Sie hatten niemanden außer sich selbst dort erwartet. Ob sie zufällig dort war, ob sie jemand mitgebracht hat oder ob es eine andere Erklärung gibt, kann keiner von ihnen sagen. Seitdem erhalten sie Nachrichten, Bilder und kurze Videofragmente von einer unbekannten Nummer. Nichts davon ergibt ein vollständiges Bild, und ihre eigenen Erinnerungen helfen ihnen kaum weiter. Sie wissen nicht, was in dieser Nacht passiert ist, was die junge Frau erlebt hat oder in welchem Zusammenhang sie mit ihnen steht.

What really happened that night is something no one knows at first, except her. Even that, however, is more complicated than it sounds. Her memories are fragmented, her perception fluctuates, and she cannot always tell which images stem from actual experiences and which may have surfaced later. Whether someone drugged her, whether she took substances herself, or whether several factors played a role remains unclear. Her contradictory statements prove neither that her accusations are true nor that they are fabricated. She is now staying in a private psychiatric facility. She claims that she was raped, beaten and abused that night. However, her accounts are difficult to make sense of, and so far, the doctors have been unable to independently verify the specific details she has provided. Some believe her story may be a consequence of her psychological state. Others are unsure whether she is confusing gaps in her memory with actual experiences or whether something happened to her that has yet to be reconstructed.

Sie ist damit keine bloße Auflösung eines Rätsels, sondern eine eigene Figur mit einer Geschichte, die nach und nach sichtbar wird. Sie kann glaubwürdig, verletzlich, wütend, verwirrt oder verschlossen sein, ohne dass eine einzelne Reaktion bereits verrät, was geschehen ist. Je mehr die Gruppe herauszufinden versucht, desto deutlicher wird, dass Geld, Kontakte und selbst Nates außergewöhnliches Gespür für Menschen ihnen diesmal möglicherweise nicht ausreichen werden.

Die Freundschaft der jungen Männer besteht lange vor dieser Nacht. Sie haben gemeinsam gefeiert, Grenzen überschritten, einander aus Schwierigkeiten geholt und sich gegenseitig Dinge verziehen, die sie bei anderen Menschen vermutlich nicht akzeptieren würden. Nate ist heute ruhiger und kontrollierter als früher, aber er hat diese Freunde nie vollständig hinter sich gelassen. Er zieht mit, weil sie ihm wichtig sind, auch wenn er sich selbst in ihrer Gesellschaft manchmal wie eine ältere Version seiner selbst fühlen dürfte, die er nicht mehr ganz wiedererkennt. Die Bootshaus -Nacht stellt diese Verbundenheit auf die Probe. Jeder von ihnen kann sich anders an die Party erinnern, jeder kann etwas verschweigen, und keiner weiß, ob die anderen tatsächlich nichts wissen. Vielleicht will einer unbedingt herausfinden, was passiert ist. Vielleicht versucht ein anderer, die Sache mit Geld und Kontakten verschwinden zu lassen. Und vielleicht ist ausgerechnet derjenige, der sonst am leichtesten zu überreden ist, der Erste, dem auffällt, dass ihre Erklärungen nicht zusammenpassen.

Der Reiz der Gruppe liegt darin, dass nicht alle vier gleichermaßen schuldig, unschuldig oder ehrlich sein müssen. Ihre Freundschaft ist echt. Ihre Loyalität ebenfalls. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie einander die ganze Wahrheit sagen.

03.Writing
Writing preference
3rd person
Play preference
Novel
Posting preference
Guestbook · Scene
Posting length
Short · Medium · Long
Activity / own words

Ich bin zeitlich recht unterschiedlich aktiv, da es stark auf meine jeweilige Wochenstruktur und die Arbeit ankommt. Durch meine Schichtarbeit kann es daher sein, dass ich mal häufiger und mal deutlich weniger präsent bin. Kürzere Posts sind deshalb immer gerne gesehen. Gegen lange und ausführliche Antworten habe ich allerdings absolut nichts, im Gegenteil, die liebe ich sogar. Sie brauchen bei mir nur entsprechend mehr Aufmerksamkeit und Zeit, weshalb ich darauf nicht unbedingt jeden Tag antworten kann.

04.Letzte Worte
Weitere Anschlussmöglichkeiten

Move freely through Chicago and build a life for yourself that exists independently of Nate. Trust your instincts.

Probepost
Spontan entscheiden
Letzte Worte

Ich schreibe selbst sehr gerne auf Englisch, allerdings ist es für die Übernahme der Rollen kein Muss. Viel wichtiger ist mir jemand, der Freude daran hat, sich sprachlich weiterzuentwickeln und offen für Geschichten ist, die sich auf lange Sicht auch in eine andere Richtung bewegen können.

Charaktere dürfen sich verändern, am liebsten schleichend und nachvollziehbar. Ich mag es nicht, wenn Ereignisse innerhalb von drei Tagen komplett durchgespielt werden, nur damit man möglichst schnell beim nächsten großen Punkt der Handlung ankommt. Ich mag Geschichten, in denen Dinge Zeit bekommen und sich auch länger hinziehen dürfen. Das soll im Umkehrschluss natürlich nicht heißen, dass wir uns ewig im Kreis drehen. Die Geschichte soll vorankommen, aber ohne alles zu überstürzen.

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Nate
04.10.2026

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